Reisebericht NAM mit Tok Tokkie Trail und Caprivi

Reisebericht 25 Antworten · 5'192 Aufrufe · gestartet 17. März 2025 von utaeleonore
Themenstarter602 Beiträge · seit 202217. März 2025 · #1
Reiszeitraum 30.05.2024 – 23.06.2024

Es wurden hier schon so viele tolle Reiseberichte geschrieben, und so viele wunderschöne Fotos gepostet, dass wir uns entschlossen haben, einen etwas praktischeren Reisebericht zu schreiben. Mit Input über Lodges etc.

Ca 1 Jahr vorher……wir landen am Frankfurter Flughafen nach 3,5 Wochen Südafrika. Das war das erste Mal für meinen Freund, für mich das 18.oder 19. Mal. Ich hatte die Tour so angelegt, dass ihn mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit das Afrikavirus befällt. Wir hatten 8 Nächte in den Drakensbergen, dann Hluhluwe, St Lucia, 6 Nächte Bushcamps im KNP und anschliessend Panoramaroute. Bei der Landung in Frankfurt sagt Simon dann: "ich würde am liebsten heute abend zurückfliegen" 😊

Das hat Simon in Südafrika am meisten beeindruckt:

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Nun beginnt die Planung 2026. Namibia soll es werden. Der erste Entwurf ist die klassische Ersttätertour, aber das ist Simon nicht tierlastig genug. Also wird der Caprivi mit eingeplant, und bald landen wir aus Zeitmangel bei One Way Windhoek bis Victoria Falls.

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zuletzt bearbeitet 17. März 2025
Themenstarter602 Beiträge · seit 202217. März 2025 · #2
Nun ist es endlich so weit:
29.05 Abflug mit Ethiopian ab Frankfurt, Business Class. Hat sich für uns wirklich gelohnt, da wir bis Addis geschlafen haben. Service und Essen sind klasse, die Sitze können komplett flach geschoben werden. Die Lounges in Frankfurt und Addis sind auch klasse, in Addis gibt es sogar einen Schlafraum. Auch der Umstieg in Addis lief problemlos, so dass wir uns für unsere 2025 Botswana Tour entschieden haben, wieder Business mit Ethiopian zu fliegen.

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30.05 Ankunft WDH, pünktlich 😊. Wir werden von Naimibia2go abgeholt und holen mit einer Einweisung unseren Jimny ab. Auf dem Weg zum Maison Ambre wundern wir uns, dass der Jimny mit den nicht wirklich steilen Anstiegen nicht klarkommt, wir zuckeln mit 30 dahin. Die Unterkunft im Maison Ambre ist nett und ansprechend, auf der Terrasse gibt es ein erstes Savannah. Die Inhaberin Beate hat uns auch eine Kühlbox vorab besorgt. Abends fahren wir mit dem Taxi in Joe’s Beerhouse. Dort ist es laut und voll. Das Wild ist gut, das Veggie Gericht ist leider völlig geschmacksneutral . Selbst schuld, wenn man dort Veggie isst
Maison Ambre:
Lage 6/6, da sehr ruhig und Parkplatz vorm Haus
Zimmer: 6/6
Freundlichkeit: 6/6 Beate ist wirklich eine tolle Gastgeberein
Essen: Frühstück gut, 6/6
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter602 Beiträge · seit 202218. März 2025 · #3
31.05 Wir fahren morgens zu Bwana Tucke Tucke zu unserer privaten Stadtrundfahrt. Die ist absolut lohnenswert, wir erfahren viel Spannendes und fahren weit raus zu einem Aussichtspunkt in den Bergen.

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Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg zu Voigtland. Auf der Autobahn wird uns klar, dass unser Jimny definitiv ein Problem hat. Wir rufen bei Namibia2go an, ein Mitarbeiter wird uns in Voigtland treffen. Dort wird das Auto abgeholt und abends wieder repariert zurückgebracht.

Voigtland hat uns, trotz des happigen Preis, absolut begeistert. Die Anlage ist schön und sehr gepflegt, überall gibt es Giraffen-Deko. Es gibt auch schöne Giraffen T-Shirts zum Verkauf in guter Qualität, da haben wir eins erworben.
Zum High-Tea bekommt man einen gedeckten Tisch auf der Sonnenterasse mit Kaffee und sehr leckerem Kuchen. Dann kommt ein Mitarbeiter und verteilt Körbe mit Akaziensamen. Die drei Giraffen werden von den Geräuschen der Akaziensamen angelockt und sie haben sich offensichtlich auch schon an die Prozedur gewöhnt. Zwei der drei kommen ganz nah an die Terrasse und blicken begierig auf die Körbe. Man darf füttern, aber nicht anfassen, das mögen sie gar nicht. Interessant, wie viel Kraft eine Giraffe in der Zunge hat. Simon wäre am liebsten noch ein paar Tage dortgeblieben, um die Giraffen zu füttern.

Das Abendessen war sehr lecker, es gab ein Dreigangmenü mit Oryx und es wurde Nachlegen angeboten. Schade war, dass jedes Zimmer einen einzelnen Tisch hatte. Zum Frühstück können wir nichts sagen, wir haben es to go bestellt.

Voigtland:
Lage unwichtig
Zimmer: 6/6, sehr geschmackvoll
Freundlichkeit: 5/6, alle waren sehr nett, es war ein bisschen unpersönlich
Essen: Abendessen 5/6, wir finden es immer schade, wenn es keine großen Tische gibt.

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zuletzt bearbeitet 18. März 2025
Themenstarter602 Beiträge · seit 202218. März 2025 · #4
01.06 Auf in die Wüste! Wir gehen vorher noch in den Superspar bei der Maeruea Mall einkaufen. Dort gibt es alles in toller Auswahl, auch wenn wir uns teilweise wie in einem deutschen Supermarkt fühlen. Unser Jimny ist voll bis unters Dach. Wir haben ja laut meiner Planung einiges an Self Catering. Doch dazu später mehr.

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Wir fahren über den Spreetshoogte Pass mit schönen Ausblicken in die karge Landschaft.

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Nachmittags kommen wir im Desert Camp an. Dort holen wir unsere Utensilien Box ab und beziehen unser Chalet. Die Anlage ist sehr angenehm, die Chalets haben einen tollen Ausblick und sie schön eingerichtet. Abends genießen wir unser erstes braai mit einem Glas Rotwein auf der Terrasse. Der grösste Pluspunkt ist die Nähe zum Gate in den Sossusvlei, es sind nur ein paar Minuten Fahrt.

Desert Camp:
Lage 6/6
Zimmer: 6/6,
Freundlichkeit: 5/6, alle waren sehr nett,
Essen: SC, Frühstück in der Sossus Dune Lodge von der Auswahl und Qualität her 6/6, vom Ambiente morgens 3/6

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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter602 Beiträge · seit 202220. März 2025 · #5
02.06 das Frühstück ist in der Sossus Dune Lodge.
Wir sind, wie gefühlt hunderte andere, um kurz nach sechs dort. Das ist wirklich ein Massenauflauf! Aber es gibt tatsächlich genug Mitarbeiter, die in Windeseile Tische abräumen und Tische zuweisen.
Nach dem Frühstück reihen wir uns in die Schlange am Gate ein. Dort geht ein Officer die Schlange ab und verteilt schonmal die Papiere. Die Einfahrt geht also ganz schnell. Wir sind dann durch bis zum 4x4 Parkplatz gefahren, und haben beschlossen, bis zum Sossusvlei durchzufahren. Nach ca 500m sind wir auf das erste steckengebliebene Auto gestossen, und haben uns entschieden, dass wir dann doch nicht weiterfahren. Wir haben also das Auto stehenlassen und sind mit dem Shuttle weitergefahren, der dort auch die gestrandeten Fahrer aufgesammelt hat.
Wir haben den ganzen Tag im Sossusvlei verbracht. Wir waren sehr lange im Dead Vlei, weil wir die Bäume menschenleer fotografieren wollten. Das geht erst ab ca. 11 Uhr, wenn es dort leerer wird. Leider hat sich der Himmel immer mehr zugezogen, sodass wir dann nur Bilder mit grauem Himmel machen konnten. Aber auch das hatte seinen eigenen Charme. Wir haben uns wie in einer anderen Wlt gefühlt.
Gegen 15 Uhr sind wir dann ins Camp zurückgefahren, auf den Sesriem Canyon haben wir dann aus Zeitgründen verzichtet.

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03.06 Frühmorgens brechen wir Richtung Tok Tokkie Trail auf. Gegen 11 sollte man dort sein, dann hat man genug Zeit, dort noch einen Kaffee zu trinken und die Gruppe kennenzulernen. Wir sind insgesamt 8 Teilnehmer plus Guide. Wir haben am Vorabend schon eine leichte Reisetasche für uns beide mit Sachen für die 2 Tage gepackt. Meine WetterApp sagt immer noch, wie schon seit über 2 Wochen, +5° Celsius für nachts voraus, dafür sind wir gut gerüstet. Simon hat mal vorsichtshalber noch Mütze, Schal etc. dabei. Ich natürlich nicht, wozu auch.
Vor der Wanderung werden wir noch zum Nadeet Projekt https://nadeet.org/ gefahren und bekommen eine ausführliche Tour mit Erklärungen. Wir sind sehr beeindruckt, wie Kindern ökologisches Verhalten beigebracht wird.

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Anschliessend fahren wir zur Start der Wanderung.
Nach ca. 2-3 Stunden mäßig anstrengendem Gehen durch eine atemberaubende Landschaft in der typischen Namibia-Farbpalette kommen wir in unserem Camp an: ein großer Tisch für alle, dazu Nachtlager versteckt zwischen den Dünen, sowie eine Felddusche und ein Plumpsklo etwas weiter weg. Ich beschließe, nicht auf dem Feldbett, sondern auf dem Boden zu schlafen. Im dortigen Winter geht das, da krabbelt nichts herum. Zwei unserer Mitwanderer haben am letzten Tag gesagt, dass sie das auch hätten tun sollen. Wir genießen einen unglaublich schönen Sonnenuntergang und ein fantastisches 3-Gang Menu.
Die Nacht unter schwarzem Himmel, mit unglaublich hellen Sternen und einer toll sichtbaren Milchstraße ist ungewohnt: mit Hose und Shirt schlafen ist gewöhnungsbedürftig. Wegen der Kälte haben wir alle noch einen Poncho, den wir auch in den Schlafsack legen. Der Schlafsack hält wirklich toll warm, aber am Kopf ist es eisig kalt. Trotzdem schlafen wir beide ziemlich gut. Am nächsten Morgen werden wir mit Kaffee und heißem Wasser im Waschbecken geweckt. Es gibt Haferporridge zum Frühstück, wir haben uns noch nie so sehr über ein heißes Frühstück gefreut.
Simon geht es leider nicht gut, die extremen Temperaturschwankungen machen ihm zu schaffen. Außerdem hat er irgendein en Virus eingefangen, er bekämpft das mit Loperamid. Davon bleibt der Virus dann aber leider im Verdauungstrakt, und wird Simon noch länger begleiten. Deshalb verzichten wir an diesem Tag auf einen Teil der Wanderung, die einen Berg hinaufführt, und fahren zum Mittagsstop. Ab dort laufen wir dann wieder mit. Die Landschaft ist einfach unglaublich. Abends kommen wir dann ins nächste Camp, es ist merklich kälter als am Vorabend. Beim Abendessen leihe ich mir eine Mütze. Nachts gefriert es dann, es geht auf -3°Celsius runter. Alles ist gefroren oder mit Rauhreif bedeckt: Schlafsack, Rucksack, alles. Der Schritt morgens aus dem Schlafsack kostet uns beide einiges an Überwindung!
Nach den Frühstück laufen wir die letzte Etappe bis zum Ausgangspunkt zurück, dort kommen wir kurz vor Mittag an. Es gibt noch Kaffee und Kuchen zum Abschied, und dann trennen sich die Wege.
Für uns waren diese 3 Tage eine tolle Erfahrung: tolle Landschaft, Einsamkeit, Schlafen unterm Sternenhimmel. Alles ist liebevoll gemacht, ein toll gedeckter Tisch und wirklich umwerfendes Essen. Das werden wir nie vergessen und werden den Tok Tokkie Trail sicherlich nochmal laufen.
Tok Tokkie Trail:
Lage spektakulär
Zimmer: 1000* (eine ganze Milchstraße)
Freundlichkeit: 6/6, alle waren extrem freundlich und hilfsbereit
Essen: Frühstück und Abendessen 6/6,

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zuletzt bearbeitet 20. März 2025
Themenstarter602 Beiträge · seit 202221. März 2025 · #6
05.06 Auf dem Weg nach Swakopmund müssen wir einmal zwischenübernachten, wir haben uns für Camp Gecko entschieden. Der Hauptgrund war der Preis, weil uns das Budget aus dem Ruder gelaufen ist. Aber auch weil die doppelstöckigen Zelte ziemlich cool aussahen. Das Camp ist nett, etwas lila-latzhosig, die Zelte sind schlecht ausgeschildert. Bei Anreise wurden wir aufgefordert, unser Auto umzuparken, weil wir nicht auf dem (schlecht) ausgeschilderten Parkplatz standen, sondern neben der Rezeption. Etwas kleinlich, da wir so ziemlich die einzigen Gäste waren und für die 5 Minuten Anreiseformalitäten niemand gestört hätten. Nach mehreren Versuchen haben wir dann unser Zelt gefunden. Das Zelt ist wirklich ziemlich cool gemacht, die Treppe hoch ziemlich steil. Wir haben unseren Donkey befeuert, aber leider hat das bereits vorbereitete Holz im Donkey nicht für warmes Wasser gereicht. Das hat uns nach 2 Tagen wild campen in der Wüste ziemlich geärgert, vor allem da die Dusche draußen ist und es mittlerweile ziemlich kühl war. Wir hatten ein braai pack vorbestellt, das war reichlich und wirklich nett gemacht. Konnte aber unseren Ärger über das Wasser nicht lindern, es war dann auch zu spät und zu dunkel, um nochmal zur Rezeption zu fahren. Wenn man weniger erschöpft ist und früher ankommt, dann ist es dort schön, wir konnten es nur nicht genießen.
Camp Gecko:
Lage 5/6
Zimmer: 4/6,
Freundlichkeit: 5/6,
Essen: Frühstück gut, 5/6. Es hat leider ewig gedauert, bis der einzige Mitarbeiter die wenigen Gäste bedient hatte. TIA…

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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter602 Beiträge · seit 202230. März 2025 · #7
06.06. Es geht weiter nach Swakopmund, über die C14 und D1998. Auf dem Weg halten wir bei dem Welwitschias an. Wir haben den Permit bei Bwana Tucke Tucke besorgt, der wurde uns ins Maison Ambre in Windhoek gebracht. Das war für uns wirklich ein klasse Service. Zu unserem Entsetzen trampeln bei den Welwitschias viele Leute innerhalb der Kreise. Es steht leider auch kein einziges Hinweisschild. Ich meine mich erinnern zu können, dass das früher mal ausgeschildert war und es auch Erklärungstafeln gab.

Wir haben in Swakopmund die Desert Breeze Lodge gebucht, weil wir von den Bildern so begeistert waren. Wir hatten uns allerdings gefragt, ob die wirklich so tolle Fototapeten im Zimmer haben… Haben sie nicht: die Häuschen haben wirklich einen tollen Ausblick! Die Mitarbeiter waren alle durchweg sehr freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück ist ebenfalls sehr gut.

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Wir waren an drei Abenden essen: Ankerplatz, The Tug und Jetty 1905.

Im Ankerplatz hatte ich vorab per mail um einen schönen Tisch gebeten, weil es Simons Geburtstag war. Das wurde mir auch schriftlich bestätigt. Als wir ankamen, lag unsere Reservierung nicht vor und wir bekamen einen Tisch mitten im hinteren Raum. Das hätten wir uns anders gewünscht…..Wir hatten Fragen zu zwei Gerichten. die Bedienung war nicht in der Lage, uns zwei Gerichte zu erklären, auch trotz Nachfrage (in der Küche ??) nicht. Das Essen war kalt, auch nach Zurücksenden in die Küche zum aufwärmen. Ein zweites Mal wollte ich es dann nicht mehr zurückschicken. Wir haben fast volle Teller zurückgegeben, es gab auch keine Nachfrage, ob etwas nicht gestimmt hat.
Im Jetty05 hatte ich bei der Online Reservierung auch um einen Fensterplatz gebeten. Wir haten dann DEN Tisch: ganz hinten genau in der Mitte am Fenster! Absolut perfekt. Die Bedienungen waren sehr angenehm und professionell. Die Austern waren sensationell, wir haben welche nachbestellt.
Auch im Tug hat unsere Bitte nach einem Fensterplatz geklappt. Identisch zum Jetty05: sehr angenehme Mitarbeiter und klasse Essen.
Fazit: Wir fanden den Abend im Jetty05 am besten.

Desert Breeze Lodge:
Lage 6/6
Zimmer: 6/6, sehr geschmackvoll
Freundlichkeit: 6/6, alle waren sehr nett
Essen Frühstück 6/6

Ankerplatz:
Service: 3/6, neutral
Essen: 2/6,
Ambiente 6/6

The Tug:
Service: 6/6, sehr aufmerksam
Essen: 6/6,
Ambiente 6/6

Jetty1905
Service: 6/6, sehr aufmerksam
Essen: 6/6, besser als im Tug. Klasse Austern!
Ambiente 6/6, wir hatten einen tollen Tisch am Fenster

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Wir haben in Swakopmung ein straffes Programm: eine Living desert Tour, eine Bootstour und die Besichtigung eines Schulprojektes.

Dazu mussten wir Wäsche waschen. Wir haben vorab die Seagull laundry kontaktiert. Wir haben abends unsere gesamte Wäsche gebracht, und konnten sie am nächsten Tag gewaschen und zusammengelegt wieder abholen. Das kostet 35NAD pro Kilo, die Inhaberin Lizelle hat grosszügig gewogen.

Wir haben einen Nachmittag im DRV mit Theresa Rhode verbracht. Sie hat uns die alte Containerschule und die neue Schule gezeigt, und uns vieles erklärt und spannende Einblicke in die Arbeit gewährt. Trotzdem haben wir das Projekt mit gemischten Gefühlen in Erinnerung. Aber das ist unsere persönliche Einschätzung und mindert keinesfalls das unglaubliche Engagement.

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Die Living Desert Tour war spannend, allerdings hatten wir nicht viel Glück bei den Sichtungen. Wir hatten über Batis Birding gebucht, weil dort die Gruppen wohl kleiner sind. Wir waren insgesamt zu dritt, das fanden wir sehr angenehm.

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Die Bootstour hatten wir über Levo Tours gebucht. Am Tag der Tour war ein starker Sandsturm, es war nicht sicher, ob wir überhaupt auslaufen würden. Auch die Fahrt nach WalvisBay war heftig, extrem windig und viele Sandverwerfungen auf der Strasse. Es hat auch ein bisschen gedauert, bis wir dann Levo Tours gefunden hatten: wenn man denkt "hier sind wir garantiert falsch" ist mach richtig 🙂 Es sind tatsächlich an diesem Morgen nur wenige Boote losgefahren, 2 sind sogar mit Wasser vollgelaufen und mussten in den Hafen zurück. Unsere Tour war sehr anstrengend wegen der hohen Wellen, wir mussten auch anders fahren als ursprünglich geplant. Unser Skipper war echt toll, wir haben uns trotz der widrigen Umstände absolut gut aufgehoben gefühlt. Wir hatten natürlich die übliche Pelzrobbe an Board. Leider gab es aufgrund des Sturms keine Pelikane. Dann hatten wir doppeltes Pech: alle anderen Mitreisenden waren Franzosen, die über die Austern hergefallen sind. Ich hatte insgeheim mit deutschen Mitfahrern und viel mehr Austern für mich alleine gerechnet 😊 . Der "kleine" Snack bestand aus 2 grossen Platten mit reichlich Auswahl, Austern und Sekt.

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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
4'382 Beiträge · seit 201530. März 2025 · #8
Hallo Utaleonore,
Trotzdem haben wir das Projekt mit gemischten Gefühlen in Erinnerung.
Magst Du mir diese gemischten Gefühle näher bescshreiben? Gerne auch per PN.
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
35 Beiträge · seit 202130. März 2025 · #9
Wir haben vor gut einer Woche das Projekt besichtigt und waren von dem ganzheitlichen Konzept, welches uns Theresa vorgestellt hat, sehr überzeugt. Die Schule ist auf einem hohen Niveau, sodass die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Abschluss auch die Chance haben, sich später selbstständig zu versorgen und den Armutskreislauf durch eine gute Ausbildung zu durchbrechen. Viele Schüler in den staatlichen Schulen können in der 7. Klasse nicht mal lesen und schreiben.
Das Schulprojekt richtet sich in erster Linie an die Kinder aus dem benachbarten Township, die aus der untersten sozialen Klasse kommen. Aus unserer Sicht ist das Ganze uneingeschränkt unterstützenswert.
Grüße Regina
8'701 Beiträge · seit 201030. März 2025 · #10
CuF schrieb:Hallo Utaleonore,
Trotzdem haben wir das Projekt mit gemischten Gefühlen in Erinnerung.
Magst Du mir diese gemischten Gefühle näher beschreiben? Gerne auch per PN.
Gruß
Friederike
Mich würden sie auch interessieren - aber eher öffentlich. Vielleicht kann ich dann ein bisschen dazu beitragen, die Hintergründe von Fakten, die zur Entstehung von gemischten Gefühlen beitragen könnten, zu erhellen.

LG Bele

P.S. Die Desert Breeze Lodge ist eine der wenigen festen Unterkünfte, die mich auch mal so richtig reizen würden (davor kommt noch die Shipwreck-Lodge oben beim Hoarusib 🤪 ), aber ich glaube, ich lasse es beim Träumen und schau mir lieber Fotos davon an, danke also dafür.
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 30. März 2025
Themenstarter602 Beiträge · seit 202230. März 2025 · #11
Ich hätte vermutlich ein oder zwei Sätze mehr zu unserer Besichtigung schreiben sollen.

Zunächst einmal: Die Arbeit von Theresa ist absolut bewunderswert, und wir schätzen sie auch als höchst seriös ein.

Es geht einfach um den Ansatz von Entwicklungshilfe: baue ich eine gut ausgestattete Schule für wenige Schüler, oder eher mehrere nicht so gut ausgestattete Schulen, mit denen ich mehr Schüler erreiche? Durch die größere Anzahl an Schulen wird mehr Menschen Bildung zugänglich gemacht, auch wenn die Qualität der Bildung vielleicht zunächst geringer ist. Theresa hat uns vor Ort erzählt, wie unglaublich viele Schulplätze fehlen, und das bestärkt uns in unserer ganz persönlichen Einstellung zu Entwicklungshilfe.

Auch wenn es eine zweckgebundene Grosspende für dieses Projekt gab, wären unserer Meinung nach mehr Schulplätze wichtig.

Ich habe übrigens Theresa darauf angesprochen, ob es erwachsene Schüler bei ihr gibt, die eine Ausbildung in Deutschland machen möchten. Das mache ich derzeit auch mit einer Schule in Madagaskar, da kommen im Juni zwei Azubis zu mir.
Themenstarter602 Beiträge · seit 202230. März 2025 · #12
Hallo Bele,

Wir haben die Desert Breeze über booking für etwas über 100 Euro / Nacht gebucht....
zuletzt bearbeitet 30. März 2025
8'701 Beiträge · seit 201030. März 2025 · #13
utaeleonore schrieb:
Es geht einfach um den Ansatz von Entwicklungshilfe: baue ich eine gut ausgestattete Schule für wenige Schüler, oder eher mehrere nicht so gut ausgestattete Schulen, mit denen ich mehr Schüler erreiche? Durch die größere Anzahl an Schulen wird mehr Menschen Bildung zugänglich gemacht, auch wenn die Qualität der Bildung vielleicht zunächst geringer ist.
Genau da haben Theresa, Volkan und auch die Großsponsoren, ganz bewusst einen anderen Ansatz. Es bringt nichts (und ich kann davon aus meinem Schulalltag ein Lied singen) zu viele - teilweise auf Grund ihrer Herkunft belastete - Kinder in eine Klasse zu pferchen. Das ist dann mehr Betreuung als Bildung. Theresa hat eine Studie gemacht, wie viele Schulabbrecher es in den staatlichen Schulen mit bis zu 60 Kindern pro Klasse gibt, und das sind knapp 70%. Bei einer individuelleren Förderung - in diesem Fall 25 Kinder pro Klasse mit teilweise zusätzlicher Hausaufgabenhilfe - ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder einen qualifizierten Schulabschluss machen, wesentlich höher. Man will das Elend nicht verwalten, sondern wirklich etwas verändern.

Zitat Werner-Erkes-Stiftung: >>>Mit ODEC wird ein Meilenstein zur Erreichung qualitativ hochwertiger Bildung für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien gesetzt und ihnen ein umfassendes Förderprogramm geboten.
Das Besondere an ODEC ist, dass wir die Kinder vom Vorschulalter bis zur Hochschulreife begleiten, unterstützen und dadurch intensiv kennenlernen können und somit nicht nur ein Bildungsangebot, sondern auch eine feste Konstante für einen strukturierten Alltag sind, der vor allem für Kinder und Jugendliche aus dem Township wichtig ist. Schüler, die sich durch soziales Engagement und Zuverlässigkeit während ihrer Zeit im ODEC hervorgetan haben, erhalten außerdem die Chance auf ein OPEN DOORS STIPENDIUM.
<<<

Gerade diese Konstante im Leben dieser Kinder und die individuelle Förderung ist sehr wichtig für ihre Bildung und ihre soziale Entwicklung. Das gleiche Thema haben wir hier an den Schulen in Deutschland auch..... Und dies erreicht man in großen Klassen nicht - im Gegenteil, dort entwickeln sich oft eher schädliche Dynamiken.

Es sind übrigens dieselben Kinder im ODEC, die früher im DRC Schoolproject waren.

Natürlich haben die Verantwortlichen an dieser Stelle nicht Schluss gemacht mit ihren Visionen und konkreten Plänen. Nachdem die Werner-Erkes-Stiftung so überzeugt ist von diesem nun bestehenden Projekt, hat sie einer weiteren Förderung zugestimmt, womit auf dem Gelände der ehemaligen Container-Schule eine neue Schule für weitere Schülerinnen und Schüler sowie ein Community-Center gebaut werden kann.


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Übrigens sind manche Leute auch irritiert darüber, dass die Schule so bunt und modern ist - das hat so gar nichts von Afrika 😉 . Genau dieses kindgerechte Konzept hat aber die Werner-Erkes-Stiftung aufmerksam werden lassen! Der Gründer kommt nämlich aus dem Design-Bereich und die Stiftung hat auf ihrer Startseite im Internet ein ähnlich farbenfrohes Konzept. Die Zweistöckigkeit rührt daher, dass dem Verein nur ein kleines Grundstück zugewiesen wurde. Die hochwertige Ausstattung soll nachhaltig und eben auch langlebig sowie ökologisch sein. Das sind alles Punkte, die manche Besucher denken lassen, dass die Schule reich ist und keine Spenden mehr braucht - aber das ist natürlich überhaupt nicht so. Es wird viel Personal eingestellt, u.a. auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, die sich qualifiziert haben. Diese Gehälter müssen gestemmt werden ebenso wie die für das Mittagessen und und und....

So, genug davon - sorry, dass ich deinen Reisebericht "missbraucht" habe!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2025
8'701 Beiträge · seit 201030. März 2025 · #14
utaeleonore schrieb:Hallo Bele,

Wir haben die Desert Breeze über booking für etwas über 100 Euro / Nacht gebucht....
Danke für die Info - das klingt ganz gut - mein Problem ist eher, dass ich aktuell nicht sehe, wann ich mal wieder nach Swakopmund komme 🙄 .


LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
4'382 Beiträge · seit 201531. März 2025 · #15
Guten Morgen, Uta,
über Deine „gemischten Gefühle“ habe ich noch etwas nachgedacht. Gut, dass Du sie im Thread erklärt hast, denn nur die Aussage „gemischte Gefühle“ sind dem Projekt nicht zuträglich. Trotzdem kann ich Dir aus eigener Kenntnis nicht beipflichten.
Grüße
Friederike
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zuletzt bearbeitet 31. März 2025
Themenstarter602 Beiträge · seit 202210. Apr. 2025 · #16
09.06
Nun lassen wir Swakopmund hinter uns und es geht los Richtung Etosha. Vorher kaufen wir noch für die 4 Nächte Etosha ein, da wir dort ja self catering Chalets haben. Dachte ich zumindestens, und Simon hat mir geglaubt. (Anmerkung Simon: Uta war ja 16 Jahre im Event-Management und kann gut planen!). Nach einer anstrengenden Fahrt kommen wir in Okaukuejo an und beziehen unser Chalet. Allerdings stellen wir zu unserem Entsetzen fest, dass es keinerlei Kochutensilien gibt. Die Basics wie Besteck, Teller, Becher etc haben wir. Aber keine Pfannen, Töpfe etc. Also nochmal zur Rezeption, dort erfahren wir, dass das auch nicht für Self Catering ausgelegt ist. Oh my god…….das stand sicherlich in der Beschreibung, die ich nie gelesen habe. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass das so wie im Kruger auch ist. Die nette Dame an der Rezeption hat mir geraten, in der Küche mal nachzufragen. Gesagt, getan: nach einigen Verhandlungen mit dem Küchenchef/Manager habe ich eine alte Pfanne und einen Topf bekommen. Wir konnten dann draussen auf dem Feuer grillen und sogar unser Gemüse garen. Die beiden Abendessen waren also rustikal, aber es war viel schöner als das furchtbare Restaurant dort mit Busgruppen etc.
Zum Frühstück waren wir dann trotzdem dort. Wenn man von der fehlenden Atmospohäre mal absieht, reicht es für ein Frühstück mit Toast, Marmelade und Milchkaffee.
Wir hatten ein normales Chalet, eigentlich wollten wir ein Waterhole Chalet. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir dafür kein Geld ausgegeben haben. Die normalen Waterhole Chalets sind einfach nur etwas näher am Wasserloch als die Standard Chalets. Es gibt noch Premium Waterhole Chalets, in der ersten Reihe da hat man von der oberen Terrasse zugegebenermassen einen sensationellen Blick aufs Wasserloch.

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Nach 2 Nächten Okaukuejo ging es über die schlechteste Straße in ganz Namibia nach Namutoni. In Namutoni angekommen: Wir sind noch keine 10 min da, da hören wir schon lautes Getrappel vom Dachboden. Wenn das die Nacht über so geht, können wir dort nicht schlafen. ……Also fahren wir zurück an die Rezeption und bekommen nach einigem Hin- und Her ein anderes Chalet. In Namutoni haben wir 2 Abende im Restaurant auf der Terrasse gegessen, das war dort um einiges schöner als Okaukuejo. (Die Busgruppe Chinesen saß auch etwas weiter weg…) Die Qualität des Essens war aber ziemlich miserabel, und der Service eher lustlos.
Wir hatten schöne Sichtungen, inklusive einem Leoparden auf einem Baum. Da war ein bemerkenswerter Stau, es gab kein Durchkommen. Später auf Ndhovu hat uns ein Paar erzählt, dass sie auch in diesem Stau gestanden haben. Auch das Wasserloch in Okaukuejo war beeindruckend.

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Insgesamt sind uns von Etosha auch die extrem schlechten Strassen in Erinnerung geblieben, von Okaukuejo nach Namutoni ist ein Alptraum gewesen. Die Chalets fanden wir insgesamt gut, die in Namutoni schöner als Okaukuejo. Wir würden auch jederzeit wieder IM Park übernachten. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass uns der Kruger insgesamt besser gefallen hat, auch der Chobe und Hluhluwe. Etosha steht bei uns so schnell nicht wieder auf der Reiseliste.
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter602 Beiträge · seit 202227. Apr. 2025 · #17
Nun geht es in den Caprivi. Das zweite Highlight unseres Urlaubs. Eigentlich hatten wir 2 Nächte Ndhovu, 2 Nächte Kazondwe, 2 Nächte Nkasa Lupala und 2 Nächte Kasane geplant. Aufgrund der Trockenheit haben wir Kazondwe storniert, und dafür je eine Nacht in Ndhovu und Kasane dazugebucht.
Wir haben beschlossen, von Namutoni ohne Zwischenstop nach Ndhovu durchzufahren. Die Strecke ist langweilig, aber wir haben nun mal keine Nächte übrig. Nachmittags kommen wir in Ndhovu an und sind spontan total begeistert. Die Zelte sind zwar relativ einfach, aber gut eingerichtet mit viel Platz. Der Blick auf den Okavango ist einfach toll. Wir genießen den späten Nachmittag auf der Terrasse sowie ein sehr leckeres Abendessen an der langen Tafel. Wir haben 2 volle Tage und machen einen geführten Game Drive in die Buffalo Core Area, eine Bootstour sowie zwei halbe Tage auf eigene Faust in die Mahango Core Area. Dort sind wir einmal jede der beiden Seiten links und rechts von der Hauptstrasse abgefahren. Die Seite zum Okavango ist landschaftlich wirklich schon, wir haben uns dort über unglaublich viele Vögel gefreut. Bei den geführten Game drives in der Buffalo Core Area wird man mit dem Boot rüber gefahren und spart sich die Fahrt über Divundu.
Abends freuen wir uns über nette Tischnachbarn und spannende Dskussionen. Unsere Tischnachbarn der ersten beiden Abende treffen wir übrigens zufällig 3 Tage später am Ngoma Gate zum Chobe NP wieder!
Besonders gut fanden wir übrigens auch das Essen, sowohl Abendessen als auch Frühstück. Simon hat einiges an Allergien, und es wurde perfekt für ihn separat angerichtet.
Schon während unserem Aufenthalt weiß ich, dass ich da unbedingt wieder hinwill. 2025 wäre eigentlich die perfekte Gelegenheit, wir sind in Botswana. Nur leider ist die Tour schon komplett bestätigt und gebucht (mit Mietwagen ab JNB). Nur die Flüge konnten wir noch nicht buchen, da sie vor unserem Urlaub noch nicht offen waren. Also habe ich gedanklich ein bisschen rumgespielt und heimlich still und leise erstmal eine neue Tour gebastelt. Dann habe ich Simon vorsichtig drauf angesprochen, und ihm auch gesagt, dass das dann teurer wird (weil Flug nach Maun und Mietwagen ab Maun). Er war aber von Ndhovu genauso begeistert wie ich und war einverstanden. Also habe ich unsere Agentur angeschrieben, denen das erklärt und wir haben eine komplett neue Tour ab/bis Maun ausgearbeitet. Dabei sind dann nicht nur 3 Nächte Ndhovu, sondern auch nochmal 3 Nächte Kasane dabei rausgekommen, weil es uns dort auch so gut gefallen hat

Ndhovu Lodge:
Lage 6/6
Zimmer: 6/6
Freundlichkeit: 6/6
Essen 6/6

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Nach 2 tollen Tagen sind wir auf dem Weg in den Nkasa Rupara NP. Simon hatte vor der Reiseplanung zufällig ein Video über die Nkasa Lupala Lodge gesehen und wollte unbedingt dort hin. Also haben wir die Gegend um den Brandberg und Twyfelfontein gestrichen, um dort 2 Nächte unterzubringen. Wir hatten direkt gebucht, und 10 Tage vor Urlaubsbeginn unsere Nächte um 1 Nacht verschoben, da wir wegen der Dürre im Caprivi etwas umplanen wollten. Die Dame im Reservierungsbüro (Elsie) war immer super schnell und hilfsbereit, und hat unsere Verschiebung auch bestätigt. Die Lodge liegt in absoluter Alleinlage, die Anfahrt ist abenteuerlich da nicht wirklich ausgeschildert. Die Lodge ist auf 2 Etagen gebaut. Im EG ist die Rezeption, kleiner Poolbereich und Büros, im 1.OG dann die Lobby, Frühstück und Restaurant. Dann geht es nochmal Treppen hoch zur Aussichtsplattform mit einem unglaublich schönen Blick.
Bei der Ankunft wurden wir begrüßt (von der Managerin??), es lag keine Reservierung für uns vor. Wir wurden dann um den Voucher gebeten. Da wir direkt gebucht hatten, hatten wir nur unsere Reservierungsbestätigung. Die Dame wollte aber unbedingt unseren Voucher sehen, den müssten wir ja haben. Die Reservierungsbestätigung von Elsie hat ihr nicht gereicht. Das Ganze hat dann ca. 30min gedauert, mit mehreren Telefonaten und Hin- und Her. Dann wurden wir in ein Zelt begleitet, es gab keinerlei Erklärungen oder Infos zur Lodge. Es war das erste Zelt direkt neben dem Hauptgebäude. Wir haben dann darum gebeten, ob wir etwas weiter weg wohnen könnten. Das wurde sichtlich unfreundlich und unwillig umgesetzt. Das Zelt war insgesamt in einem vernachlässigten Zustand: Das Moskitonetz war zerrissen, die Deckenlampe hing herunter, der Baumwollteppich vor der Dusche war völlig verdreckt, die Dusche war nicht sauber (voll Haare, Seifenspuren). Da wir sowieso so unfreundlich begrüsst worden waren, hatten wir keine Lust, nochmal um einen Zeltwechsel zu bitten. Ich habe nach unserem Aufenthalt allerdings eine mail an den Besitzer Simone mit einem sehr ausführlichen Feedback geschrieben.
Die Mahlzeiten werden auf einer schönen Terrasse eingenommen, allerdings leider (für uns) nicht an einer großen Tafel. Das Menu klang sich an beiden Abenden außerordentlich gut und wir haben und sehr auf das Abendessen gefreut. . Was dann serviert wurde, war völlig fad, ungewürzt und langweilig, eigentlich eine Frechheit. Ich habe selten eine solche Diskrepanz zwischen Menukarte und tatsächlichem Essen erlebt. Es gibt auch eine Boma mit Feuerstelle, allerdings wurde das Feuer nie angemacht.
Wir hatten am nächsten Morgen den early morning game drive gebucht. Davor sollte es Kaffee und Rusks geben, im Anschluss dann Frühstück. Als wir morgens kamen, war das Frühstücksbuffet schon komplett aufgebaut. Uns wurde zweimal sehr deutlich gesagt, dass wir nur Kaffee und Rusks nehmen dürfen, sonst nichts. Das wollten wir eigentlich auch gar nicht und wir hätten auch gar keine Zeit dazu gehabt. Aber das war schon sehr oberlehrerhaft und mehr als unnötig.
Der game drive war ziemlich ereignislos, die Bootstour auf dem Linyanti war dagegen wirklich toll, trotz niedrigem Wasserstand.

Nkasa Lupala Lodge:
Lage 6/6
Zimmer: 3/6
Freundlichkeit: 2/6
Essen 1/6 („der Hunger treibts nei“)

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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter602 Beiträge · seit 202230. Apr. 2025 · #19
18.06: Frühmorgens fahren wir los in Richtung Kasane. Wir möchten versuchen, vom Ngoma Gate aus an der Riverfront entlang nach Kasane zu fahren. Da gibt es ja angeblich eine Einbahnstraßen Regelung. Am Ngoma Gate treffen wir ein das zuvor erwähnte Paar aus der Ndhovu Logde wieder, die uns erzählen, wo Löwen einen Büffel gejagt haben. Wir sind uns sicher, dass sie bis dahin sowieso nicht mehr da sind, weil es kurz vor Kasane ist und ziemlich weit. Also beschließen wir, in aller Ruhe die Waterfront entlang zu fahren. Wir haben am Gate den Officer nach der „Einbahnstraßen Regelung“ gefragt, er war sehr erstaunt über unsere Frage. Von dieser Regelung hatte er noch nie gehört. Klar dürfen wir! Allerdings gibt es an diesem Gate keine Papier-Karten zum Verteilen mehr, wir fotografieren die offizielle Karte ab – das ist absolut nicht notwendig, da in OpenSteetMap / Organic Maps fast jeder Track detailliert eingezeichnet ist.

Die Strecke runter bis an den Chobe ist sehr tiefsandig, zum Glück geht es leicht bergab, mit dem Jimny aber absolut problemlos. Nach ca. 1 Stunde hält uns ein offizieller Wagen an, um uns zu sagen, dass ein paar hundert Meter weiter eine Löwin unter einem Busch liegt. Wir sind überglücklich, da wir das einzige Auto weit und breit sind, und sie direkt neben der Straße liegt. Schließlich fahren wir weiter, denn wir wollen noch den Löwen-Kill finden. Wir fragen mehrfach, wo dieser ist, bis uns jemand genau beschreibt, wie wir da hinkommen. Mittlerweile ist es ca. 16 Uhr, wir haben sie gefunden. Mehrere Löwen liegen im Schatten und mitten auf den Sandpiste und sehen sehr vollgefressen aus. Leider sind wir hier nicht die einzigen, haben aber tatsächlich das Glück, von der „falschen“ Seite her gekommen zu sein und haben deshalb einen Platz ganz alleine für uns.

Kurz vor Torschluss verlassen wir schließlich den Chobe-Nationalpark und machen uns im Halbdunkel auf den Weg durch Kasane bis nach Lesoma. Für die nächsten drei Nächte haben wir im Chobe Bush Camp gebucht.
Unterwegs, in der Dämmerung, sehen wir Büffel und verschiedene Antilopen direkt am Straßenrand. Zum Glück fahren alle anderen ebenso vorsichtig und langsam wie wir – das gibt uns ein wenig Sicherheit. Auch für diesen Aufenthalt hatten wir unsere Buchungsdaten geändert und die Bestätigung hierzu erhalten.
Kurz vor unserer Ausfahrt aus dem Park schreiben wir dem Reservierungsbüro per WhatsApp, dass wir erst gegen 18:30 Uhr ankommen werden – ursprünglich war 16:00 Uhr geplant.

Als wir schließlich in Lesoma ankommen, ist es bereits stockdunkel. Ich ärgere mich sehr darüber, denn die verspätete Ankunft war meine Schuld – ich hatte den Zeitplan zu knapp kalkuliert und wir haben uns zu lange bei den Löwen aufgehalten. In Lesoma ist es tiefschwarz, es gibt nur sehr wenige Laternen an den Häusern und wir haben große Mühe, die Lodge zu finden. Auch sie liegt komplett im Dunkeln.
Wir hupen, wir rufen… nichts passiert. Das Gate ist geschlossen und keiner ist da. Wir beratschlagen, was wir tun sollen. Wir können nicht telefonieren, da wir keine Botswana SIM Card haben. Im Park hat unsere MTC SIM Card noch teilweise funktioniert. Wir möchten aber eigentlich auch nicht wirklich nach Kasane zurück. Ich hatte noch in Erinnerung, dass Senyati ein Stück weiter sein müsste, wir überlegen, ob wir dorthin fahren. In dem Moment geht in der Lodge Licht an, und es kommt jemand! Es ist Walter, der Inhaber. Er wusste nicht, dass wir heute ankommen, er wusste nur von unserer ursprünglichen Buchung für den nächsten Tag. Da wir die einzigen Gäste sind, wird improvisiert: wir laden schnell unser Auto aus und er fährt uns in die Water Lilly Lodge zum Abendessen.

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Wir haben zwei volle Tage in Kasane, und haben eine Sunset Cruise und eine Self Drive Game Drive in den Chobe NP geplant. Leider ist Simon krank, er war schon während des Tok Tokkie Trails und kurz danach krank. Walter macht sich Sorgen, ich mir auch. Er bringt Simon zum Arzt in Kasane in eine private Clinic. Dort bekommt er Tabletten und diverse Pulver. Während ich eine Sunset Cruise mache, bekommt Simon ein Zimmer in der Water Lilly Lodge, da dort mehr Infrastruktur ist und er nicht komplett alleine wäre. Das fanden wir absolut klasse. Am nächsten Tag wiederholen wir die Sunset Cruise, damit Simon die auch einmal gemacht hat. Wir finden beide die Riverfront spektakulär, wir sind auf kleinen Booten unterwegs.

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Auch im Chobe Bush Camp sitzt man nicht an grossen Tafeln, was wir schade finden. Wir sind 2 Tage mit einem Pärchen aus Kapstadt die einzigen Gäste, somit lernt man sich dann doch ziemlich gut kennen. Das Essen war durchweg gut, aber Ndhovu hat die Messlatte sehr hoch gelegt
Unser Auto wird am ersten Tag von Namibia2Go in der WaterLilly Lodge abgeholt, die Rückgabe funktioniert einwandfrei. Der Fahrer hat uns überlassen, wo wir die Übergabe machen.
Chobe Bush Camp:
Lage 6/6
Zimmer: 4/6
Freundlichkeit: 6/6
Essen 5/6

21.06: Wir haben einen Transfer nach Vic Falls für unsere letzte Nacht und den Rückflug mit Ethiopian ab VFA. Der Grenzübergang geht recht zügig. Wir checken im Victoria Falls Rainbow Hotel ein. Eigentlich hatten wir das Hotel wegen seiner Nähe zu en Fällen und der Dachterrasse mit Blick auf die Fälle gebucht. Die Dachterrasse war leider eine Baustelle und wurde nicht benutzt. Die Zimmer sind durchaus nett, der Poolbereich auch. Das Frühstück ist schrecklich: laut, voll, unorganisiert. Generell ist das Hotel ziemlich seelenlos, einziger Vorteil ist die Laufnähe zu den Fällen. Wir haben uns nach Ndhovu gesehnt......

Wir verbringen den Tag an den Fällen. Wir leihen den obligatorischen Regenmantel am Gate, es wäre billiger gewesen, einen zu kaufen. Nachmittags laufen wir auf die Brücke bis zur Bunjee Jumping Station. Dazu braucht man kein Visum, man bekommt an der Zim Grenze einen Zettel. Das Ganze ist überhaupt nicht ausgeschildert, wir fragen uns also nett durch, wo man diesen Zettel bekommt.

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Der Abschluss ist dann ein Sundowner auf der Terrasse vom Victoria Falls Hotel sowie ein Abendessen dort. Der Blick auf die Brücke und die Gischt ist unschlagbar, das Ambiente edles Understatement und schick. Man kann entweder auf der Terrasse, im Hauptrestaurant oder im Garten im Jungle Junction essen. Dort gibt es ein Buffet und eine Show. Eigentlich so gar nicht mein Ding. Aber das Buffet war wirklich toll, und die Showeinlagen sehr unterhaltsam. Im Anschluss sind wir noch ein bisschen durch Hotel gelaufen und haben das Hotel an sich bewundert („Berufskrankheit“ sagt Simon). Im Victoria Falls Hotel war ich vor 35 Jahren schonmal: ich war mit Drifters auf Campingsafari in Zimbabwe und hatte extra für den Nachmittag dort schicke Kleidung mitgenommen 😄

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Fazit: Wir fanden beide Vic Falls ziemlich scheußlich und laut, eigentlich kein schöner Abschluss.

Victoria Falls Rainbow Hotel:
Lage 6/6
Zimmer: 4/6
Freundlichkeit: 2/6
Essen 2/6 nur Frühstück: laut, hektisch, nicht wirklich gut

Am nächsten Morgen lassen wir uns an den Flughafen fahren und fliegen über Gaborone und Addis Abbaba wieder heim nach Frankfurt. Wir landen traurig und trösten uns, dass es nur noch 11 Monate bis Botswana sind!

Generelle Anmerkungen:
Unser Suzuki Jimny hatte auch in tiefem Sand keine Probleme, selbst dort wo andere stecken geblieben sind. Dabei war es unsere erste Tour mit einem 4x4. Längere Strecken im Jimny sind dafür ziemlich anstrengend, da das Auto leicht ist, relativ hoch und einen kurzen Radstand hat: Eine hohe Schachtel auf Rädern. Er ist ruckelig, unbequem und schwimmt auf der Straße. Mit etwas Stapelkunst konnten wir mit ungelegten Rücksitzen unsere zwei großen Koffer, 2 Kühlboxen und 3 Kartons mit Lebensmitteln und 10 Liter Wasser in Flaschen im Kofferraum verstauen. Einen Kanister extra Benzin und das Holz hatten wir auf dem Dach. Kamera, Ferngläser und Snacks konnten moderat gut hinter den Sitzen verräumt werden, es war manchmal schwierig die Sachen dann wieder zu finden.

Jimny:
Tiefer Sand: 6/6
Längere Strecken: 3/6
Wellblechpisten: 1/6
Preis: 6/6
Stauraum: 5/6
Staubdicht: 6/6, auch Kofferraum
Service Namibia2Go: 6/6

Wir haben alles direkt und ohne Agentur gebucht. Wir haben unsere Strecke zusammengestellt, mehrfach verworfen, noch öfter verworfen und hatten dann den Tok Tokkie Trail als Fixpunkt. Da haben wir alles drumherumgeplant. Durch einen Stellenwechsel mussten wir bis Ende Oktober 23 warten, bis mein neuer Arbeitgeber mir den Urlaub freigibt. Bis dahin haben wir alle paar Tage alle Übernachtungen auf Verfügbarkeit gecheckt. Dann haben wir zunächst die Flüge gebucht. Den Mietwagen hatte ich vorher schon angefragt. An einem Abend haben wir dann alle Unterkünfte in einem Rutsch durchgebucht.

Wir sind Ethiopian geflogen, würden wir jederzeit wieder fliegen (tun wir dieses Jahr auch). Wir sind Business geflogen, die ist da noch erschwinglich. Das könnten und würden wir mit keiner anderen Airline bezahlen. Es ist halt schon sehr angenehm, ausgeschlafen zu landen. Auch die Lounges in Frankfurt und Addis sind wirklich angenehm. In Addis gibt es sogar einen Schlafraum. In Addis gibt es ein ziemlich gutes Buffet, dann kann man beim Flug nach Frankfurt auch aufs Essen verzichten und gleich schlafen (gilt auch für den Hinflug).

Wir hatten eine Karte von T4A dabei. Das Navi im Jimny haben wir nicht benutzt, sondern klassich google maps. Im Caprivi (Nkasa Lupala) haben wir dann Open Street Maps genutzt, da ist jeder Track zu finden.
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
7 Beiträge · seit 202501. Mai 2025 · #20
Da bekommt man sehr viel Lust auf Afrika. Reichen für die Temperaturen im Juni eine Fleecejacke oder benötigt man zusätzlich eine Winterjacke?
Welche Malariaprophylaxe habt ihr eingenommen?
Danke für den sehr informativen Bericht.
Gruß Heidrun