TAtacitus1'135 Beiträge · seit 202202. März 2025 · Danke Graskop, für den Artikel
Dazu noch mein Senf @ Löwenprodukte für „sangomas“ bzw. „muthi“
vielleicht interessiert das Jemand
„Alte“ Tradition kann das mE nicht sein, jedenfalls ist mir das für RSA neu. Das muss sich erst in den letzten Jahrzehnten so entwickelt haben, denn davor gab es in RSA außerhalb des KNP praktisch keine wild lebende Löwenpopulation. Leoparden höchstens in abgelegenen Nischen, Geparde sowieso nicht. Das war alles so gut wie ausgerottet. Die heutigen Bestände sind erst durch die Ausweitung und Gründung neuer NPs und GRs udgl. entstanden und durch die tourismusgetriebene Begünstigung von Raubkatzen.
Gleichzeitig ist die kommerzielle Züchtung von Gatterlöwen in/für Safariparks und „Jagdfarmen“ zu einer Industrie geworden. Diese übertrifft den Wildbestand um ein Mehrfaches und die kommerzielle Verwertung der („im Ganzen“ verkauften) Kadaver ist eine der Säulen dieses „Geschäftsmodells“. Die Verkaufserlöse sind dabei sicher das 10-fache oder mehr der im Artikel genannten Erlöse der Wilderer.
Der überwiegende Teil der Löwenknochen u.a. Kadaverteile wandert(e) nach Asien für TCM, wo sie (deklariert oder verschwiegen) als Surrogat für Tigerknochen u.a. -produkte verkauft werden. Das ist aber seit einigen Jahren blockiert, weil die Behörde keine Exportquoten festgelegt hat und so durch die Hintertür den legalen Export unterbunden hat.