fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200809. Dez. 2024 · #1
Hallo, wir sind gerade zurück von unserer dreiwöchigen Rundreise im Senegal. Die Tour haben wir selbst zusammengestellt und auch vorher Hotels, Taxis für lange Strecken, Inlandsflüge und Autoanmietung am Flughafen in Dakar vorgebucht. Auf dem Senegal River haben wir noch eine 7 Tage/6 Nächte Flußkreuzfahrt von Podor nach Saint Louis unternommen… sehr empfehlenswert. Mit dem Auto sind wir am Ende unserer Reise 6 Tage südlich von Dakar gefahren.
Wir sind sehr angetan von dem Land. Die Menschen sind freundlich und das Land ist eines der sichersten in Westafrika. Die Unterkünfte wurden fast gar nicht geschützt. Reisende sind zu über 90% aus französischsprachigen Ländern. Wir selbst sprechen kein Französisch, sind aber gut klargekommen. Es gab die üblichen afrikanischen 'Unanehmlichkeiten'… vorgebuchtes Taxi am Airport war weg, das Deposit (1.500€) für die Automiete wurde als Abbuchung getätigt, Inlandsflug kurzfristig um 10 Stunden verschoben. Aber am Ende hat sich, wie so oft in Afrika, alles zum Guten geklärt. Man muss halt flexibel und immer Pufferzeiten einplanen. Wie schon geschrieben, ein wundervolles Land und es dauert noch etwas bis ich alle Fotos gesichtet und sortiert habe.
Teranga - das ist übrigens Wolof und bedeutet soviel wie 'Gastfreundschaft' oder 'gut miteinander leben'
JohannaHen132 Beiträge · seit 202309. Dez. 2024 · #2
Hi,
über den Senegal weiß ich tatsächlich fast gar nichts. Ich fahre daher gerne mit und lasse mich überraschen. Scheint ja eine sehr bunte und lebhafte Reise gewesen um sein 🙂
Schöne Bilder, ich würde mich über einen Reisebericht sehr freuen! Zumal Anfangs 90er auch schon mal eine Afrikaumrundung angedacht war und damals der Senegal sogar mit einem selbsterdichteten Liedchen besungen wurde...wobei ich heute nur noch an den Refrain-Teil mit '...will äs isch äm Senn egal wenn är isch im Senegal...' erinnere... 😄 😉 😎
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #4
Das freut mich, Johanna.
Ja, und es war auch sehr heiß im Senegal… Temperaturen von 35-40 Grad waren normal. Aber Hitze sind wir gewöhnt und an der Küste wehte immer ein frischer Wind.
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #5
Ist das schwäbisch, Picco? Ich habs nicht ganz verstanden aber es klingt lustig
picco schrieb:Hoi Ulrich
Schöne Bilder, ich würde mich über einen Reisebericht sehr freuen! Zumal Anfangs 90er auch schon mal eine Afrikaumrundung angedacht war und damals der Senegal sogar mit einem selbsterdichteten Liedchen besungen wurde...wobei ich heute nur noch an den Refrain-Teil mit '...will äs isch äm Senn egal wenn är isch im Senegal...' erinnere... 😄 😉 😎
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #6
Wir hatten mit Turkish Airlines den Flug BER-IST-Dakar gebucht, da die Ankunftszeit in Dakar ca. 6:00 Uhr beträgt. Die meisten Maschinen aus Frankreich landen um ca 2:00 Uhr Nachts in Dakar und das wollten wir nicht. Nach 3 Stunden Wartezeit sollte es dann weitergehen mit Air Senegal nach Cap Skirring.
Kurz vor unserer Abreise teilte uns Air Senegal mit, dass der Flug nach Cap Skirring um 10 Stunden, auf 18 Uhr am gleichen Tag verschoben wurde. Zusätzlich sollte der Flug über Bissau gehen und danach in Cap Skirring landen. Das wurde dann einen Tag vor Reisebeginn nochmal geändert und die Maschine flog dann direkt nach Cap Skirring. Wir hatten somit einen ca. 9 stündigen Layover am Airport zu überbrücken. Da der beliebte Strand Saly nicht weit vom Flughafen (50 Minuten mit dem Auto) ist, lag es nah dort den Tag in einem Resort zu verbringen. Die Taxikosten sollten allerdings mit ca. 75,-€ (return) zu Buche schlagen. Das war uns natürlich viel zu hoch und so entschieden wir für ca 65,-€ einen Mietwagen am Flughafen für einen Tag auszuleihen. Die Übergabe klappte perfekt… bis auf das der Wagen nicht gereinigt war. Taxifahrten im Senegal sind extrem teuer.
Wir verbrachten den Tag somit im Mövenpick Resort in Saly Portudal, mit faulenzen am Pool, Strandspaziergang und üppigen Mittagsbuffet. Saly oder die Petite-Côte ist die touristischste Ecke in ganz Senegal
vielen vielen Dank für den Bericht - ich finde eure Reisen und deine Berichte unglaublich inspririerend. Magst du vielleicht kurz erzählen, wie ihr auf Senegal kamt und wo ihr euch für die Planung informiert hattet?
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #8
Vielen Dank, fidel
Ich hatte in einer Reisezeitschrift einen Bericht über Senegal gelesen. Besonders die Flusskreuzfahrt interessierte uns. Nach einem Überfall in Brasilien ist eine stabile Sicherheitslage in einem Land wichtig für uns und sicher ist der Senegal. Abgeschreckt hat uns etwas die Sprache, aber in vielen Hotels und Lodges wird etwas englisch gesprochen und wenn man wie wir überhaupt kein Französisch spricht, stellt sich raus dass Franzosen doch ein wenig englisch sprechen können
fahrinurlaub schrieb:VAbgeschreckt hat uns etwas die Sprache, aber in vielen Hotels und Lodges wird etwas englisch gesprochen und wenn man wie wir überhaupt kein Französisch spricht, stellt sich raus dass Franzosen doch ein wenig englisch sprechen können
Lese hier auch sehr interessiert mit. Ich hatte mir vor Jahren mal einen Reiseführer "Senegal - Gambia" gekauft, aber eine Reise dorthin wegen der Sprachproblematik gleich wieder verworfen.
viele Grüße Elke
...das mit Brasilien klingt nicht schön
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #10
Sprachlich ist es wirklich kein Problem. Die Autovermietung spricht englisch, so auch der Guide auf dem Schiff. Wir haben uns einige Male spontan einen lokalen Guide direkt vor Ort genommen, um Fischmärkte und eine kleine bewohnte Insel im Sine-Simoun Delta zu besuchen, auch die konnten Englisch
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200810. Dez. 2024 · #11
Teilweise war es sogar von Vorteil die Sprache nicht zu sprechen. Händler verloren das Interesse und auch bei Verkehrskontrollen wollte ein Polizist wahrscheinlich Schmiergeld von uns… aber wir haben ihn überhaupt nicht verstanden und konnten so weiterfahren
adriana358 Beiträge · seit 201310. Dez. 2024 · #12
fahrinurlaub schrieb: Die Taxikosten sollten allerdings mit ca. 140,-€ (return) zu Buche schlagen... Taxifahrten im Senegal sind extrem teuer.
Das kann ich so nicht stehen lassen. Wir waren dieses Jahr im Februar in Senegal und haben für die Strecke Airport - Saly Portudal 38 Euro bezahlt. Unsere Pension war sogar circa 10 km weiter südlicher als euer Hotel. Return hat genaus so viel gekostet. Für Taxifahrten innerhalb der Stadt Dakar haben wir immer circa 3 Euro bezahlt. Insgesamt habe ich Senegal als nicht sehr teuer empfunden, im Vergleich zu z.B. Namibia.
Werde deinen Reisebericht sehr gern und interessiert mitlesen, danke schon Mal für deine Mühe.
Makalani205 Beiträge · seit 202310. Dez. 2024 · #14
Hallo, die bunten Fotos machen Lust aufs Mitfahren durch den Senegal, vielen Dank schon mal dafür. Dieses Land hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm und freue mich auf weitere Erzählungen, Bilder und Inspirationen 🙂
Viele Grüße, Sabine
picco6'369 Beiträge · seit 201110. Dez. 2024 · #15
Hoi Ulrich
fahrinurlaub schrieb:Ist das schwäbisch, Picco?
Mit 'Schw' beginnst Du schon ganz gut, aber 'äbisch' ist vollkommen falsch. Wenn dann 'eizerisch'...
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200811. Dez. 2024 · #16
Bei Rückgabe des Mietwagens am Flughafen gab es dann noch eine kleine Überraschung. Der nette Mitarbeiter bei SIXT hatte am Morgen den Deposit von 1.500€ falsch deklariert und als Zahlung aus Versehen abgebucht. Wir konnten das vor dem Abflug nicht klären. Allerdings hatten wir nach 3 Tagen das Geld wieder auf dem Konto.
Flug klappte tadellos und angekommen in Cap Skirring sind wir für 4 Nächte im Oasis Club abgestiegen. Die Unterkunft ist direkt an der Straße nach Kabrousse gelegen aber doch sehr ruhig und total nett mit gutem Frühstück. Eine Mitarbeiterin spracht gut Englisch. Der Spaziergang zum Strand dauerte ca. 10 Minuten. Die Tage verbrachten wir mit Strandspaziergängen, Fischmarktbesuchen und Fahrradtouren bei ca. 35 bis 40 Grad.
Der Oasis Club ist eine wirkliche Oase. Die Unterkünfte direkt am Strand haben uns nicht so zugesagt.
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200811. Dez. 2024 · #17
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Taxi nach Diembéring, um die 12 km am wunderschönen und völlig einsamen Strand nach Cap Skirring zu wandern. Der Taxifahrer hielt an einem kleinem Wald mit riesigen verwachsenen Kapokbäumen, die direkt aus einer Kulisse vom 'Herrn der Ringe' stammen könnte … von dort liefen wir los. Unterwegs machten wir Lunch im 'La Cabane Sauvage'… das Essen war super lecker. Am Ende unternahmen wir noch einen Abstecher über den lokalen Fischmarkt.
Die Mitarbeiter im Oasis Club waren total verwundert, dass wir bei diesen Temperaturen eine so lange Wanderung unternommen haben. Aber wir sind halt immer zur Abkühlung im 28Grad kalten Meer schwimmen gegangen.
Das kleine Wäldchen der Kapokbäume in der Nähe des Strandes
wunderschöne einsame Strände
das Strandrestaurant 'La Cabane Sauvage'
wir erreichen den Fischmarkt von Cap Skirring. Das sind keine Flecken auf der Linse… überfall flogen Massen von so einer Art Heuschrecken(?) herum
Die Pirogen ordentlich aufgereiht direkt an der Wasserkante
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200812. Dez. 2024 · #18
Für die letzten zwei Tage haben wir uns dann E-Bikes ausgeliehen. Wir wollten zuerst einfache Mountainbikes leihen, aber wegen der Sandpisten riet man uns davon ab. Die E-Bikes, die in einem guten Zustand waren, brauchten wir auch, da die Wege zu den Stränden extreme Tiefsandpisten sind. Die meiste Zeit radelten wir an den breiten Dünenstränden in südlicher Richtung. Hier war man fast alleine. Bis auf Frauen, die den Muschelkies aus dem Meer holten und zu kleinen Haufen aufschichteten, die dann von Traktoren abgeholt wurden. Irgendwann stellten wir (bei einem zufälligen Blick auf Google-Maps) fest, dass wir uns schon in einem anderen Land befanden… in Guinea-Bissau.
Zum Lunch wollten wir wieder zu unserem Lieblingsstrand-Restaurant, das 'La Cabane Sauvage'. Diesmal war der Laden recht voll und das Essen nicht mehr ganz so gut.
Oft war schieben angesagt
Lagune Richtung Guinea Bissau. Im Bild oben… die kleinen 'Helikopter' die überall herumflogen.
Kein Mensch weit und breit
Muschelkies Sammlerinnen in Guinea Bissau
Zuerst wird der Muschelkies direkt an der Wasserkante abgelegt und dann Richtung Dünen gebracht…
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200813. Dez. 2024 · #19
Nach einem Zwischenstopp in Flughafennähe von Dakar, fuhren wir am übernächsten Tag mit einem bei booking.com vorgebuchten Taxi nach Saint-Louis. Der Taxifahrer verstand kein Englisch aber mit der deepl-App konnten wir ihm Stopps etc. mitteilen. In Saint-Louis hatten wir uns für das wunderbare Siki Hotel entschieden… liegt direkt an der Waterfront mit Blick auf den Pond Faidherbe. Wegen extremer Niederschläge in den Nachbarländern - Burkina Faso, Mali, Niger und Nigeria - im Oktober, war der Senegal River übers Ufer getreten und es gab Überschwemmungen in der Sahel Zone. Wir waren gespannt wie sich das auf die Flusskreuzfahrt auswirken würde.
JohannaHen132 Beiträge · seit 202313. Dez. 2024 · #20
Bin weiterhin interessiert dabei 🙂 Jetzt geht's dann Richtung Flusskreuzfahrt, oder? Darauf bin ich ja besonders gespannt! Auf dem Fluss waren die Temperaturen sicher auch besser auszuhalten?