Fernreise vs. Klimaschutz

141 Antworten · 7'683 Aufrufe · gestartet 23. Aug. 2024 von Maecs
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240 Beiträge · seit 201927. Aug. 2024 ·
@mitglied19210
Nochmal: Es kann an meinem Umfeld liegen, aber ich kenne viele, für die in Sachen Klima nichts so verwerflich ist wie Fernreisen

Ich bin natürlich auch nicht repräsentativ, aber bisher habe ich niemanden kennengelernt, der mich wegen meinen Reisen kritisiert hätte, glücklicherweise.
Ganz im Gegenteil, sowohl im Freundeskreis aber auch bei der Arbeit, freuen sich alle wenn ich wieder von einer Reise zurückgekommen bin, und drängen mich endlich meine Bilder und Videos zu zeigen. Sie alle sind beeindruckt was ich erlebt habe. DIe Reaktion ist eher: Also für mich ist das nichts, da hinzureisen, weil ..... (Diverse Aufzählungen warum man seine Komfortzone nicht verlassen möchte) aber ist voll toll das zu sehen.
Von Flightshaming lese ich eigentlich nur in unserer Presse. Live erlebt habe ich es noch nicht. Vielleicht spielt bei deinen Erlebnissen auch der Neidfaktor eine Rolle, wer weiß.

PS: Und wenn Klimakleber dann nicht zur Gerichtsverhandlung erscheinen können, weil sie gerade auf Bali Urlaub machen und die letzte Generation darin keinen Widerspruch sieht, dann scheint eine Fernreise doch nicht so schlimm zu sein 😁
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
1'135 Beiträge · seit 202227. Aug. 2024 ·
@das Ablasskaufen

Ich war immer schon ein „Grüner im Herzen“ 😎 und habe ab den 80ern Urwald zu dessen Erhalt gekauft, Edelholzbäume in Costa Rica usw. gepflanzt und Kröten für die Au gespendet; die üblichen "Grünen" Gemeinschaftsprojekte eben. Die angekündigten Berichte sind bald verebbt und ich gehe davon aus, dass „meine“ Stücke Urwald schon längst als Tropenholzmöbel irgendwo in der Welt stehen. Nur bei der Au kann ich mich selber davon überzeugen, dass es sie noch gibt, weil ich hinfahren kann.
Über die Jahre bin ich skeptisch geworden, denn niemand kann garantieren, dass all das über die nötige Mindestdauer für Wirksamkeit Bestand haben wird. Nicht nur wegen der Seriosität sondern auch im Prinzip. Warum sollte ich z. B. Bolsonaro Geld dafür geben, dass er die Gesetze einhält, zu deren ErEinhaltung er sowieso verpflichtet ist. Ob Lula anders sein wird, muss sich erst weisen. Das ist nur ein Beispiel und gilt grundsätzlich für viele Aktivitäten, die sowieso in der Verantwortung der Regierungen liegen und sowieso gemacht werden. Hier erschließen sich neue Geschäftsmodelle.

Es wird sicher seriöse CO2-Kompensationsmodelle für das Fliegen geben, aber wenn man sich nicht intensiv damit beschäftigt, kann man das nicht beurteilen. Dafür und andere Produkte gibt es daher und zwar Zertifizierungsinstitutionen, aber auch dabei ist für Nichtfachleute in Unkenntnis der Situation vor Ort kaum zwischen seriös und getürkt zu unterscheiden. Wenn man sich z. B. die Mengen an Schnittholz und Pellets aus zertifiziert „nachhaltiger“ Forstwirtschaft in den Karpaten anschaut oder wie angebotene Grünstrommengen die tatsächlichen Produktionen weit übersteigen (was durch Kompensationsgeschäfte ausgeglichen wird)….. kann fortgesetzt werden ..... kommt man schon ins Grübeln.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
Gast27. Aug. 2024 ·
Bonebreaker schrieb:Ich reise sehr gerne und habe dabei kein schlechtes Gewissen oder zahle irgendwelche „Reparationen“ als Ausgleich. Im Laufe meines Lebens hat sich meine jetzige Lebensphilosophie entwickelt, die da heißt: Nimm das Leben nicht zu schwer, du kommst eh nicht lebend daraus raus.
....
Wie hier einer bereits geschrieben hat: Ich kann mir jedenfalls morgens im Spiegel in die Augen schauen.
Ich übersetze das Mal: "Wissenschaft interessiert mich nicht. Ich bin durch und durch Egoist, denke nur an mich. Nach mir die Sintflut. Und mit meiner Selbstgerechtigkeit und meinem Egoismus fühle ich mich auch richtig toll und frame mich hier selbst als jovialer, pragmatischer Typ mit tollen Lebensweisheiten. "
Bonebreaker schrieb:Meine Zeit auf Erden ist begrenzt und ich möchte das Beste für mich daraus machen. Da in mir leider keine außergewöhnliche Begabung steckt, ist die Chance gering der Menschheit durch mein Wirken einen großartigen Beitrag beizusteuern. Glücklicherweise habe ich auch nicht die Tendenz mich als Despot und Unterdrücker aufzuführen, von daher wird mein Ableben eines Tages lediglich meine unmittelbare Familie und Freunde registrieren, die restlichen 8 Milliarden Menschen wird das eher peripher tangieren.
Wir haben das Jahr 2024. Wie kann man so einen Schmarrn noch schreiben? Nach exakt dem selben Schema könnte man argumentieren: Warum soll ich denn Steuern zahlen? Ich steuere doch eh keinen großartigen Steuerbeitrag bei! Meine Steuerzahlungen machen nicht mal 0,000002% des Steueraufkommens in Deutschland aus. Ob ich nun Steuern zahle oder nicht, ändert doch rein gar nichts in Deutschland. Stimmt faktisch sogar. Aber wenn alle so denken, dann funktioniert rein gar nichts. Dann gibt es keine Infrastruktur, keine Straßen, keine Bahn, keine Schulen, keine Polizei, keine Justiz, keine Verwaltung, nichts. Pure Anarchie. Es funktioniert eben nur, wenn jeder seinen ganz, ganz winzigen Beitrag leistet. Und die winzigen Beiträge von 84 Mio. ermöglichen dann in Summe einen (mehr oder weniger) funktionierenden Staat. Und genau so ist es beim Klimawandel. 8 Mrd. Menschen müssen ihren Beitrag leisten, vor allem aber die 1-2 Mrd., die fast alles an Klimawirkung generieren. In Summe bewirken dann Milliarden an ganz, ganz winzigen Beiträgen eine Begrenzung des menschengemachten Klimawandels. Anders geht es nicht.

Natürlich bist Du nicht dumm. Natürlich weißt Du das alles. Aber für Deine unerträgliche Selbstgerechtigkeit und um Deine Veränderungsunwilligkeit zu rechtfertigen, willst Du nach außen so tun, als lebst Du unaufgeklärt im Mittelalter und weißt von nichts. Und mit dieser grundlegenden Lebenslüge schaust Du Dir angeblich jeden Tag voller Stolz vor dem Spiegel in die Augen. Herzlichen Glückwunsch!
Bonebreaker schrieb:Reisen ist für mich im Laufe der Zeit ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens geworden. Meine Arbeit dient dazu, mir das Geld zusammenzusparen um 3 bis 4 Wochen die Schönheit unseres Planeten selber zu entdecken, anstatt diese zu Hause auf der Couch im Fernseher zu sehen. Für mich sind diese Reise auch Abenteuer, die mich aus dem Alltag herausholen.
Ja, das geht mir ganz genau so. Wenn man nicht im Geld schwimmt und sein Reisebudget nicht erhöhen kann, dann bedeutet klimaneutrales Reisen zukünftig wahrscheinlich, dass man nicht mehr jedes Jahr nach Afrika reisen kann, sondern wegen der Mehrkosten innerhalb von 10 Jahren vielleicht nur noch 8-9 mal. Und da ist Deine Einstellung: "Interessiert mich nicht. Bin eh in paar Jahrzehnten tot. Ist mir egal, was dann ist. ICH SCHRÄNKE MICH AUF KEINEN FALL FÜR ANDERE EIN!!! Und um das zu rechtfertigen, erzähle ich dummes Zeug (Bringt ja nichts) - und weiß das auch."

Einschränkungen finde ich auch doof, aber ich hätte es anderseits auch gern, dass mein Nachwuchs noch irgendwie klarkommt und nicht aufgrund des grenzenlosen Egoismus unserer Generation ein miserables Leben hat. Und da versuche ich dann einen Kompromiss zu finden. Natürlich bin ich auch nicht in allen Aspekten der Klima-Musterbürger. Aber ich versuche nicht, mit purer Heuchelei mein eigenes Handeln schönzufärben und auf 20 Jahre alten Standpunkten zu beharren. Die Fortschritte in Wissenschaft und Wirtschaft bedingen, sein eigenes Wissen und seine eigenen Standpunkte auch immer wieder zu hinterfragen und zu aktualisieren.

Grüße

Und sorry, falls das so aggressiv klingt. Ich will hier eigentlich niemanden persönlich angreifen, aber weil das so überaus persönliche, ich-bezogene Statements der anderen Kommentatoren sind, trifft Gegenrede dann die Person.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
240 Beiträge · seit 201927. Aug. 2024 ·
@mitglied19210

Und sorry, falls das so aggressiv klingt. Ich will hier eigentlich niemanden persönlich angreifen, aber weil das so überaus persönliche, ich-bezogene Statements der anderen Kommentatoren sind, trifft Gegenrede dann die Person.

Ganz ehrlich den Spruch kannst du dir sparen. Du must meine Einstellung nicht teilen, damit habe ich kein Problem. Die Art wie du darauf antwort ist jedoch aggressiv und beleidigend und das bewußt. Weiterhin interpretierst Dinge rein, die ich nicht geschrieben und gemeint habe. Du kennst mich nicht persönlich, urteilst aber über mich, aufgrund eines Posts. Ich verzichte darauf im Einzelnen was du geschrieben hast einzugehen, dafür ist mir die Zeit zu schade, und letztendlich ist mir auch ziemlich wurscht, was Du von mir hälst.
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Gast27. Aug. 2024 ·
Bonebreaker schrieb:Du must meine Einstellung nicht teilen, damit habe ich kein Problem. Die Art wie du darauf antwort ist jedoch aggressiv und beleidigend und das bewußt.
Ja, ich finde meinen Beitrag selbst aggressiv. Ich habe vor dem Absenden mehrfach überlegt, ob ich das anders formulieren kann, aber trotzdem so deutlich den Widerspruch und die selbstgerechte Lüge aufzeigen kann, die Eure Einstellung enthält. Da bin ich dann dran gescheitert*. Und es ist schon lustig, wie sehr Ihr alle betonen müsst, dass ihr total mit Euch im Reinen seid, Euch vor dem Spiegel in die Augen schauen könnt. Weil genau das nicht der Fall ist, bzw. nur glaubhaft wäre, wenn jemand völlig uninformiert oder äußerst gut im Verdrängen ist. Und das ist eher selten der Fall.

Ich bin übrigens nicht mit mir im Reinen, zweifle und hadere immer wieder neu. 😵 Deswegen bestimmt so aggressiv ... 😈
Bonebreaker schrieb:Ich verzichte darauf im Einzelnen was du geschrieben hast einzugehen, dafür ist mir die Zeit zu schade, und letztendlich ist mir auch ziemlich wurscht, was Du von mir hälst.
Nö, meine Grundaussage kannst Du einfach nicht widerlegen, bzw. Deine Behauptung, dass Du keinen relevanten Beitrag leisten kannst, die kannst Du schlicht nicht belegen, nicht verteidigen. Dein Beitrag wäre wichtig. Aus Egoismus willst Du ihn mit der vorgeschobenen Begründung nicht leisten, dass es auf Deinen Beitrag nicht ankommt.

Grüße

* Ich habe auch diesen Kommentar noch mal umformuliert, um ihm etwas Schärfe zu nehmen. Eine Mehrheit wird ihn auch nicht gut finden. Wenn nur einer vielleicht ein bisschen ins Grübeln kommt, ob man ein bisschen mehr machen könnte, ohne dass es unzumutbar weh tut, dann ist es mir das wert. Kann freilich auch sein, dass ich völlig über Ziel hinaus schieße.
1'097 Beiträge · seit 200927. Aug. 2024 ·
Wow,

es geht hier nicht nur deutlich unter der Gürtellinie weiter, sondern, und ich weiss wirklich nicht ob das überhaupt auffällt, es wird immer nur nebulös in Plattitüden formuliert. Mich erinnert das an ein konkretes Erlebnis und ich bitte nun explizit Torsten, mir behilflich zu sein. Wer sich so weit aus dem fenster lehnt wie du, sollte sattelfest sein und liefern können.

Meine Frau und ich haben unseren gesamten Besitz in Europa aufgegeben (gut einige Möbel sind in der Famlie in Benutzung) und ich wüsste gerne meinen klimatischen Fussabdruck.
Die Fakten:
Wir reisen in einem Land Cruiser 79 durch das südliche Afrika und fliegen alle 12 Monate für ca 4 Wochen in die Schweiz.
In den letzten 2 Jahren sind wir 60.000 Kilometer gefahren und haben dabei 8334 Liter Diesel getankt.
Wir haben einen Satz Reifen verbraucht und hatten 9 Services für unser Auto.
Externen Strom haben wir nicht genutzt, unser Solarpanel produziert ausreichend um uns bei Standzeiten mit allem zu versorgen. Während der Fahrt lädt der Alternator die Batterien. Kleidung haben wir in der gesamten Zeit nicht gekauft. Lebensmittel kaufen wir überwiegend regional, meist sogar "vor Ort", bspw. an der Strasse. Unser Wasser kaufen wir nie - wir nutzen im Grunde zu 100% Borholes. Diese werden überlicherweise mit Windmühlen oder Solar betrieben.

Wenn du weitere Angaben benötigst, lass es mich wissen. Das alles gilt für 2 Erwachsene.
Danke für einen ganz konkreten Beitrag mit Berechnung.

Liebe Grüsse
Guido

PS: Falls Versicherungen, Bankkonten o.ä. da mit reinspielen, nimm die „üblichen“ Werte an (wobei wir in Bezug auf europäische Verhältnisse hier ganz sicher im Minimum angesiedelt sind, was die Vielfalt betrifft).

Über eine Heizung verfügen wir auch nicht, insofern sind diese Werte Null.

PPS: Fleischkonsum:
Hier bschränken wir uns auf „Game“, zumeist Kudu, Oryx oder Springbock. Nimm in deiner Kalkulation 3x Fleisch/Woche an. Kein Beef und kein Schwein. Hühnchen dann, wenn es Free Range gibt. Sagen wir alle 2 Wochen eine Portion Filet.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
Gast27. Aug. 2024 ·
Seyko schrieb:Wer sich so weit aus dem fenster lehnt wie du, sollte sattelfest sein und liefern können.

Meine Frau und ich haben unseren gesamten Besitz in Europa aufgegeben (gut einige Möbel sind in der Famlie in Benutzung) und ich wüsste gerne meinen klimatischen Fussabdruck.
Wir reden hier unmissverständlich darüber, dass einige behaupten wollen, dass es auf ihren Beitrag grundsätzlich nicht ankommt und dass sie es völlig in Ordnung finden, nichts zu tun und auch zukünftig nichts ändern wollen. Ich weiß nicht, warum Du den Kontext so verschiebst und so tun willst, als sei ich in der Schuld, eine Berechnung zu liefern? Sei es drum.

Es ist sinnfrei, hier auf die Salamischeibe genau eine Rechnung präzise auf die 3. Kommastelle aufzumachen. Das wäre Pseudopräzision. Weder habt ihr alles ausreichend präzise gemessen und erfasst, noch liegen für das südliche Afrika präzise CO2-Werte für alle Zutaten der Rechnung vor. Also überschlägig. Euer Dieselverbrauch bedeutet unweigerlich 22.085 kg CO2-Ausstoß, also 5,5 Tonnen pro Person und Jahr. Wenn wir als Flug mal einen Direktflug JNB-ZRH mit Swiss (A340) unterstellen, dann kommen dadurch 3,8 Tonnen CO2-Äquivalent hinzu. Das ergibt dann schon mal 9,3 Tonnen CO2-Äquivalent pro Person und Jahr. Bei einem Flug mit Emirates über Dubai wären es 4,4 Tonnen und in Summe dann schon 9,9 Tonnen CO2-Äquivalent.

Für Deutschland gibt das Umweltbundesamt einen durchschnittlichen Fußabdruck von 10,3 Tonnen CO2-Äquivalent pro Person und Jahr an. Mit eurem sonstigen Konsum (Reifen, Lebensmittel, ...) und was ihr in dem einen Monat Schweiz an Emissionen auslöst, liegt ihr wahrscheinlich ungefähr auf dem Durchschnittslevel eines Deutschen. Das als Orientierung. Weder Kategorie "Klimasau", noch Kategorie "Klimaschützer".

Das Ihr mit Eurem Lebenstil fast kein CO2 durch Heizen und Strom verursacht und da deutlich CO2 spart, wird dadurch kompensiert, dass ihr 4-5 mal so viel Sprit verfahrt, wie der hiesige Durchschnittsbürger und eben statistisch eine Flug-Fernreise pro Jahr macht. Wenn ihr zukünftig ungefähr einen Hunni pro Jahr investiert, um den Flug zu kompensieren, dann wäre Euer Lebensstil deutlich klimaverträglicher als der des Durchschnittsdeutschen.

csm_co2_fussabdruck_deutschland_336e8b1301.jpg


Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
1'097 Beiträge · seit 200927. Aug. 2024 ·
Deine überschlägige Berechnung entspricht einer Momentaufnahme und am Ende zeigt das nur, wie blöd das alles ist.
Warum erkläre ich gerne:
Nach deiner Ansicht ist Präzision nicht wichtig. Ich widerspreche, denn den Menschen wird ohne Präzision ein schlechtes Gewissen gemacht. Es ist ein Unterschied, bspw. in Punkto Ernährung, ob ich Lebensmittel kaufe, die um den halben Erdball reisen, oder regional erzeugte Lebensmittel. Beim Was ist denn beim Durchschnittswert angenommen, in Puncto Flugdistanz und Auto km bei welchem Verbrauch? Hier im Thread ist es doch ähnlich. Alleine eine Fernreise zu unternehmen unterstellt, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Ohne Kenntnisse des sonstigen Lebens. Unser Land Cruiser in Europa, den wir nicht mehr besitzen, wurde mit einem Lächeln im Gesicht als „klimakillendes Kindermörderauto“ bezeichnet. im Vorbeigehen sagte das eine junge Frau zu ihrer Tochter. Passiert zu häufig.
Bei deiner Momentaufnahme aus meinem Leben kommt ein Durchschnittswert heraus. Ich erkunde dabei aber die Welt und habe tolle Begegnungen und Erlebnisse. Fliege ich einmal nicht in die Schweiz und fahre 5.000 km weniger im Jahr, habe ich den Wert halbiert. Dann bin ich ein (reisender) Klimaschützer - nach deiner Ausführung. Merkst du selber, dass das alles Kokolores ist?
So kann man eine Gesellschaft nur spalten aber keinen sinnvollen Konsens finden.

Liebe Grüsse
Guido

Noch ein Nachtrag: Für mich ist das Vorgehen weitestgehend ideologisch. Insbesondere die Verwässerung mit „Durchschnittswerten“ sorgt dafür, dass Menschen, die sich wirklich interessieren, keine Antworten erhalten. Rechner bieten keine Aufgliederung bspw. bei Lebensmitteln. Das wäre aber einfach. Ist aber unerwünscht, denn am Ende sind die Unterschiede minimal, egal wie sehr du dich streckst. Der von dir angeführte Ablasshandel ist ja genau die Krux an der Sache. Du kaufst dich einfach frei. Genau so wird es kommen. Jeder Mensch in Industrienationen wird ein Kontingent zugeteilt bekommen und wenn du mehr brauchst, musst du Geld investieren und dir Zertifikate kaufen. Jetzt frage ich dich: wenn niemand heute in der Lage ist, präzise Rechner anzubieten und einen Fussabdruck zu bestimmen, wie soll denn das plötzlich möglich sein, wenn es um den die privaten Kontingente geht?
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
6'383 Beiträge · seit 201127. Aug. 2024 ·
Hoi zämä

Warum verlangen hier Einige dass Andere Berechnungen machen oder Informationen zu Nebenthemen liefern sollen?
Von einem wird verlangt dass er eine CO2-Bilanz erstellt, von mir wurde verlangt dass ich Infos zu den Windkraft-Förderbeiträgen In der Schweiz (2131 Gemeinden und Städte, 26 Kantone und Halbkantone, etliche private Fördervereine, die alle sich zum Teil gegenseitig ausschliessende eigene Förderreglemente haben) aufliste...

Sorry, sucht und berechnet doch bitte selber und diskutiert das Thema Fernreise vs. Klimaschutz.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'097 Beiträge · seit 200927. Aug. 2024 ·
Wenn du das nicht verstanden hast, tut es mir leid.
Ich habe das „verlangt“, da Torsten hier unter der Gürtellinie mit Kanonen schiesst. Wer sich so gibt, sollte mehr drauf haben als Allgemeingeplänkel.
Am Ende ist alles wie erwartet.

Liebe Grüsse
Guido
207 Beiträge · seit 202327. Aug. 2024 ·
@seyko
Hallo Guido,
danke für deinen Bericht, wie du die letzten zwei Jahre gelebt hast und noch lebst.
Dazu habe ich folgende Fragen:
1.) Wie kochst du in Afrika (Holz, Gas, Elektrisch)?
2.) Wie oft machst du Lagerfeuer?
3.) Welche Art von Kleidung trägst du dort?
4.) Wieviele Fotos machst du und wo werden diese gespeichert?
5.) Wieviele elektronische Geräte habt ihr dabei -
Handys, Laptop, Kameras? Und wie alt sind die Geräte? Sind sie lebensnotwendig?
6.) Schreibst du E-Mails? Wenn ja, wie oft?
7.) Wieso fahrt ihr soviel im Südlichen Afrika herum? Wäre dies in Europa nicht möglich?
8.)Wie sah dein Leben vor dieser Zeit aus? Wieviele Flugreisen und Fernreisen pro Jahr?
Warst du im Skiurlaub? Essverhalten?
9.) Wie wird dein Leben in Zukunft aussehen?
10.) Was machst du jährlich in den 4 Wochen zu Hause? Muss der Heimflug überhaupt sein?

Natürlich brauchst du mir die Fragen nicht zu beantworten (Die Antworten interessieren mich auch nicht wirklich), sie sollen dich nur anregen deinen CO2 Verbrauch insgesamt zu reflektieren.

Verstehe mich bitte mit meinem Beitrag nicht falsch. Diese Zeit in Afrika gönne ich dir von ganzem Herzen und genieße sie. Es sind bestimmt tolle Erinnerungen, die dein weiteres Leben positiv prägen werden.
Viele Grüße, Sabine
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
1'097 Beiträge · seit 200927. Aug. 2024 ·
Hallo Sabine,

ich hätte dir diese Fragen tatsächlich beantwortet, da dich das aber nicht interessiert, lasse ich das natürlich sein 😄
Frage Nr 9 beantworte ich dennoch:
Ich erwarte ein weitgehend friedliches Leben - weit weg von Europa, in einer Region der Welt die aufgrund der prognostizierten unwirtlichen Veränderungen bald kein lebenswertes Leben mehr ermöglichen wird. 🙂

Liebe Grüsse
Guido
Gast27. Aug. 2024 ·
Seyko schrieb:Nach deiner Ansicht ist Präzision nicht wichtig. Ich widerspreche, denn den Menschen wird ohne Präzision ein schlechtes Gewissen gemacht. Es ist ein Unterschied, bspw. in Punkto Ernährung, ob ich Lebensmittel kaufe, die um den halben Erdball reisen, oder regional erzeugte Lebensmittel.
Ich bin bei so einer Argumentation echt perplex. Dein Autofahren macht 5,5 Tonnen CO2 aus. Du verbrauchst 4-5 mal so viel Sprit wie ein hiesiger Durchschnittsbürger. Das willst Du dann beiseite schieben, weil ich nicht aufschlüsseln kann, ob das Rinderfilet aus Namibia nun 10g mehr oder weniger CO2 verursacht als das aus Europa? Das ist so als wenn jemand einen BMI von 40 hat und dann argumentiert "Also solange Du mir jetzt nicht präzise sagen kannst, ob ich 57,379 % oder 55,741 % Körperfettanteil habe, ist das alles Kokolores und soll mir nur ein schlechtes Gewissen machen. Es gibt kein Problem mit meinem Körpergewicht und deswegen ändere ich auch nichts." Das ist Deine Argumentationslinie.
Seyko schrieb:
Bei deiner Momentaufnahme aus meinem Leben kommt ein Durchschnittswert heraus. Ich erkunde dabei aber die Welt und habe tolle Begegnungen und Erlebnisse. Fliege ich einmal nicht in die Schweiz und fahre 5.000 km weniger im Jahr, habe ich den Wert halbiert. Dann bin ich ein (reisender) Klimaschützer - nach deiner Ausführung. Merkst du selber, dass das alles Kokolores ist?
Du gibst mir einen Verbrauchswert für 2 Jahre vor und beschwerst Dich anschließend bei mir, dass ich mit einem 2-Jahres-Durchschnittswert rechne, um auf die übliche Metrik CO2-Fußabdruck pro Jahr zu kommen? Ja, und wenn Du Deinen Ausstoß an CO2-Äquivalent halbierst, dann schneidest Du viel besser ab als der Durchschnitt. Was ist daran Kokolores?

Angenommen, ich fliege dieses Jahr nach Neuseeland und kompensiere nicht, dann bin ich dieses Jahr bilanziell eine Klimasau, mit einer CO2-Bilanz weit oberhalb des Durchschnitts. Wenn ich nächstes Jahr gar nicht fliege, schneide ich mit meiner Lebensweise in dem Jahr besser ab als der Durchschnitt (besser - nicht zwingend gut). Was ist daran Kokolores? Ich verstehe das wirklich nicht. Die Aussage dahinter ist für mich "Mathe ist Kokolores".

Oder stört Dich, dass ich zur Orientierung den Vergleich zum Durchschnittsdeutschen ziehe? Was sonst? Egal ob es darum geht, ob man groß oder klein ist, besonders dick oder dünn ist, jung oder alt ist, viel oder wenig Steuern zahlt, usw. usf.: Man orientiert sich zum Vergleich an Durchschnittswerten (oder je nach Metrik teilweise besser Median-Werten). Was denn sonst?
Seyko schrieb:So kann man eine Gesellschaft nur spalten aber keinen sinnvollen Konsens finden.
Ich habe nirgends geschrieben: Man darf nicht mehr fernreisen. Man darf kein Fleisch mehr essen. Man darf kein Verbrennerauto fahren. Es darf keinerlei Trophäenjagd mehr geben. Nie. Nirgends. Ich versuche das pragmatisch unter einen Hut zu bekommen: Fernreisen ja. Schnellstmögliche Umstellung auf SAF + Kompensation. Kostet kurzfristig rund 100 Euro mehr. Bei den meisten sind das ca. 2-3% der Urlaubskosten. In 10-20 Jahren kostet es ehrlicherweise vielleicht auch 300 Euro mehr, im dümmsten Szenario noch mehr, bevor das wieder sinkt.

Ihr dann (sinngemäß): "Nein. Ich mach gar nix. Ich bin mit mir völlig im Reinen, kann in den Spiegel schauen. Alles Kokolores mit CO2-Fußabdruck. Ich ändere auch zukünftig gar nichts. "

Und dann verhindere ich den Konsens und ihr seid die total Konsenswilligen oder wie? Ernsthaft, dann drehen wir es doch einfach um: Wenn Ihr denn an einem Konsens interessiert seid, ja dann schlagt doch mal was vor! Ihr sagt immer nur, was Ihr alles nicht macht, nicht wollt, alles Mist findet. Und wenn der CO2-Fußabdruck Kokolores ist, dann schlag eine bessere Metrik vor.

Natürlich wollt ihr keinen Konsens. Ihr seid wie die meisten Menschen veränderungsunwillig und wollt Euer Leben und Eure Lebensweise als richtig rechtfertigen. Keiner will zu den "Schlechten" gehören, aber man ist zu bequem, etwas zu ändern. Und dann greift man zu den argumentativen Verrenkungen, verleumdet den Stand der Wissenschaft, wirft den anderen Ideologie und Kompromisslosigkeit vor. Mir ist übrigens auch klar, dass die Veränderungsunwilligen in Deutschland (laut Umfragen) demnächst eine demokratische Mehrheit haben.

Und bevor da der falsche Eindruck entsteht: Ich habe mich in anderen Themenfeldern auch gemütlich eingerichtet und schaffe es nicht, die Veränderungen durchzuziehen, von denen ich weiß, dass sie rational richtig und nötig wären. Und ich will die Kritik da auch nicht hören und am bequemsten so weiter machen wie bisher. Das ist alles relativ normal, menschlich. Aber es ist nicht richtig, nicht schlau.

Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
240 Beiträge · seit 201927. Aug. 2024 ·
@mitglied19210

Ich kringle mich immer noch. Meine Antwort gilt weniger dir, sondern soll mehr an das Forum gerichtet sein, weil dass das Ganze als Paradebeispiel dafür herhalten kann, wie ein Post missverstanden werden kann und zu Etwas aufgebauscht wird, was es eigentlich nicht ist.

Ich habe mich echt gefragt, was zum Teufel ich geschrieben haben soll, dass dich dazu veranlasst wie Schmitz Katze abzugehen.
Offensichtlich hast du meinen Satz

Da in mir leider keine außergewöhnliche Begabung steckt, ist die Chance gering der Menschheit durch mein Wirken einen großartigen Beitrag beizusteuern. Glücklicherweise habe ich auch nicht die Tendenz mich als Despot und Unterdrücker aufzuführen, von daher wird mein Ableben eines Tages lediglich meine unmittelbare Familie und Freunde registrieren, die restlichen 8 Milliarden Menschen wird das eher peripher tangieren.

so verstanden, dass das als Begründung herhalten soll, dass ich nichts für das Klima machen muss, da ich unbedeutend bin. Gut, kann man so verstehen, muss man aber nicht.

Jeder der mal einen Reisebericht von mir gelesen hat, weiß, dass ich einen eigensinnigen Humor habe, und ich mich auch gerne etwas auf die Schippe nehme. Was ich mit dem Satz zum Ausdruck bringen wollte, auf humorvolle Art, war nichts anderes als: Weltberühmt werde ich nie, zu einem Superstar wie Shakira, Taylor Swift, Chris Hemsworth ect wird es mir nie reichen, aber auch nicht so solchen Verrückten wie Stalin, der Österreicher, der nicht genannt werden soll, oder Putin. Und das ist eben auch Teil meines Lebensgefühls. Nicht mehr und nicht weniger und wenn du deine „Alles Klimaleugner außer mir“ Brille abgesetzt und in Ruhe nachgedacht hättest, wäre dir das auch klar geworden.
Weiter habe ich auch geschrieben, und das hast du erstaunlicherweise nicht zitiert:
Mir ist bewusst, dass ich durch mein Leben am Raubbau der Erde mich beteilige.

Offenbar bin ich sehr wohl bewusst, dass ich einen Einfluss habe. Überraschung!

Also schalt mal einen Gang runter, bevor du Andere dermaßen angehst.

Und was lernen wir jetzt daraus? Ein kleiner Grundkurs der wertschätzenden Kommunikation:
Wenn dich ein Satz aufregt, weil du meinst der andere ist ein Vollidiot, frage erst mal nach ob du seine Aussage richtig verstanden hast, z.b.: Habe ich richtig verstanden, dass du zum Ausdruck bringen möchtest, dass …..

Damit gibt man dem Anderen die Chance seine Aussage richtig zu stellen, falls es zu einem Missverständnis gekommen ist. Du kannst natürlich auch weiterhin wie ein Berserker Andere angehen. Dass ist Dir ganz allein überlassen.

So und damit verabschiede ich mich jetzt wirklich aus diesem Post und lasse euch Anderen mit Mitglied19210 alleine.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
Gast27. Aug. 2024 ·
Bonebreaker schrieb:Ich habe mich echt gefragt, was zum Teufel ich geschrieben haben soll, dass dich dazu veranlasst wie Schmitz Katze abzugehen.
Du zitierst Dich selbst jetzt schon etwas selektiv und lässt Aussagen weg, dass Du nicht kompensierst und völlig im Reinen mit Dir bist.
Bonebreaker schrieb:
Weiter habe ich auch geschrieben, und das hast du erstaunlicherweise nicht zitiert:
Mir ist bewusst, dass ich durch mein Leben am Raubbau der Erde mich beteilige.

Offenbar bin ich sehr wohl bewusst, dass ich einen Einfluss habe. Überraschung!
Ja, aber in Verbindung mit einem Schulterzucken und sinngemäß "Pfff, kann man halt nichts machen." Wörtlich: "Das lässt sich leider nicht verhindern. Ein „korrektes“ Leben, welches manche Politiker und Presse von uns fordern, ein Leben das unseren Planenten schont, ist utopisch ... " Man kann aber eben was ändern. Und es tut noch nicht mal sonderlich weh.

Aber ja, dass das, was Du geschrieben hast, anders bei mir ankam, als es gemeint war, das kann schon sein. Ich habe für mich ein paar typische Argumentationsmuster der Klimawandelleugner rausgelesen, was mich getriggert hat. Einen Reisebericht von Dir habe ich garantiert nicht gelesen, kann Dich ansonsten also nicht verorten. Dass ich noch mal hätte nachfragen können, ob das wirklich so gemeint ist, ist ein valider Kritikpunkt.

Grüße
Der Berserker.
16,9k Beiträge · seit 201227. Aug. 2024 ·
picco schrieb:
Bonebreaker schrieb:...Chris Hemsworth...
😮 Wer ist das und macht der auch Fernreisen? 😵
Götter machen keine Fernreisen, denn nordische sind genauso damit beschäftigt mit den Hammer aufeinander einzudreschen, wie die FoMis hier 😉

LG
Logi
80 Beiträge · seit 201327. Aug. 2024 ·
Nicht wahr? Dieser Eifer ist bewundernswert, aber nicht nur im Forum sondern auch in der Politik.

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Kanadas Klimastrategie fährt mehrgleisig. Sie baut auf Maßnahmen zur Emissionsreduzierung sowie auf die Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels.
Kanadas Klimaziele stützen sich zum einen auf das Übereinkommen von Paris und zum anderen auf das eigene, 2021 verabschiedete Gesetz zur Klimaneutralität. Zur Erreichung seiner Ziele fährt Kanada eine Vier-Säulen-Strategie:

Bepreisung des Kohlendioxidausstoßes (CO2)
Unterstützende Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen
Maßnahmen zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels und zum Aufbau größerer Resilienz
Instrumente zur Innovationsförderung und Unterstützung von Umwelttechnologien

Diese vier Säulen untermauert die Regierung mit Gesetzgebung und Richtlinien. Darunter fallen zum Beispiel der GHG Pricing Act (ein Gesetz, das die CO2-Besteuerung regelt), eine Berichtspflicht für große Treibhausgasemittenten, der Kohleausstieg für die Stromerzeugung bis 2030 sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen für Großprojekte .....

https://www.gtai.de/de/trade/kanada/specials/kanada-volle-kraft-fuer-den-klimaschutz-795782
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Gestern meldete die Tagesschau, dass Kanada auf chinesische Elektroautos 100 Prozent Zoll verhängt hat.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/kanada-china-elektroautos-importzoelle-100.html

😗
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
608 Beiträge · seit 202427. Aug. 2024 ·
Hallo,
Nur hat Kanada dabei vergessen, seinen Ölsandabbau einzustellen. Das würde dann scheinbar zu weit gehen. In der Beziehung ist dann Klima doch nicht so wichtig....
VG
https://images.app.goo.gl/T68kXbK4nbw4QH1N8
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2024
59 Beiträge · seit 202327. Aug. 2024 ·
Wie stehe ich zu Fernreisen vs Klimaschutz

Ich lebe im Speckgürtel Berlins auf eigenem (naja, zur Hälfte) Grund. Und das sehr gerne. Im Garten stehen mehrere Obstbäume und -Sträucher, Gemüse, Kräuter. So ein bisschen Selbstversorgung aus Spaß und Überzeugung.
So ein Garten verlangt viel Zeit, die ich gerne auch aus einem bzw etlichen Urlauben ziehe. Es ist Erholung und Nutzen zugleich für mich. Ins Büro fahre ich mit Bus und Bahn, wenn sie denn fährt.

Sonst reise ich eher wenig. Und wenn, dann nur innerhalb D mit dem Auto und nehme dann noch Mifahrer mit. Einerseits habe ich einen Spritzuschuss und Unterhaltung, andererseits fahren mehrere Personen mit 1 PKW. Auch das ist ein wenig Umweltbewusstsein.

Seit 2019 kommt halt im Schnitt alle 2 Jahre eine Flugreise ins südliche Afrika dazu. Diese spare ich mir sehr aufwendig zusammen, plane und buche alles alleine. Daran habe ich sogar meine Freude und schüre die Vorfreude. Ich brauche auch keine Luxusunterkunft ( was nicht nur teurer ist, sondern auch mehr Ressourcen verbraucht) , einfach, ordentlich, sauber genügt mir. Auf diesen Reisen erlebe ich immer so viele schöne Momente und sehe viele schöne und auch mal nicht so schöne Regionen. Nach der Reise erfolgt die "Nachbearbeitung". Diese 3 Wochen alle 2 Jahre etwa erhalten mein Gemüt so dermassen in Freude, daß ich sehr viel Stress damit kompensieren kann. Und die restliche freie Zeit des Jahres verbringe ich dafür gerne fußdruckarm im Garten und mit Freunden/Familie daheim.

Klimaschutz, wie ihn unsere Grünen in D vorschreiben wollen, ist kaum etwas für den Normalverdiener. Dagegen sehe ich mir den Rest der Welt an und sehe, wie sie über uns lachen. Leider.
Auch die Verschwendung von Ressourcen für Krieg, Rüstung, unsinnige Handlungen sehe ich seeeeehr kritisch.

Da soll ich kleines Licht mir was vorschreiben lassen?

Ich fahre meine Autos, bis sich teure Reparaturen für mich nicht mehr sinnvoll gestalten und ich nutze Material, was eh schon existiert. Warum soll ich mir ein neues, spritsparenderes, Auto kaufen und dafür erst mal einen Haufen Ressourcen verschwenden? Die muss ich erst mal durch vllt 1l Sprit weniger schaffen, wieder rein zu fahren.

Ihr seht, ich bin sehr kritisch, versuche aber in meinem kleinen Stil bewusst zu leben (ohne Bio 😉 )
Das (wenige) Reisen werde ich mir aber nicht verbieten lassen!

Was ein Fernreiseverbot für die ärmeren Länder der Welt, die vom Tourismus leben, bedeutet, ist mir durch eure Posts erst so richtig bewusst geworden. Kein schöner Gedanke!

War jedenfalls recht interessant, eure Meinungen zu lesen.

Wir sehen uns am anderen, schöneren Ende der Welt 😉
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, daher immer in Vorfreude Ines 2001 Ghana, 2019 Südafrika, Eswatini, 2019/2020 Südafrika, Lesotho, 2022 Südafrika, 2024 Südafrika, Eswatini, Namibia, 2025 Sinai, 2027 Tanzania in Planung
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