Erfahrungen mit der Autovermietung Savanna Car

86 Antworten · 13,8k Aufrufe · gestartet 23. Jan. 2024 von Biber1963
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10 Beiträge · seit 201713. Aug. 2024 ·
Flipper schrieb:
Auch allfällige Bergungskosten muss man selbst bezahlen. Ärgerlich ist natürlich, wenn die Blattfeder zum Beispiel durch den Vormieter beschädigt wird und dann ausgerechnet bei mir im Kaokoveld den Geist aufgibt. Ganz ehrlich sind dann aber die Kosten eigentlich das geringste Problem. Viel wichtiger ist, dass man vom Vermieter Unterstützung bekommt und dieser ein Bergungsfahrzeug organisiert.
Über die Fahrzeuge von Savanna besteht gar kein Zweifel, ich denke bei keinem hier. Deshalb würden wir ja auch gerne wieder da mieten. Gerade dieser LC mit Double Cab und dem Kühlschrank auf der Rückbank wäre, u.a. aus den genannten Gründen, auch unser Wunschfahrzeug. 🙂
Aber darum geht es nicht. Was Unterstützung und Bergung betrifft, so hat Savanna diesbezüglich eine klare Aussage getroffen, das dürfte i.d.R. auch auf die meisten anderen Vermieter so zutreffen (Zitat): „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir Sie im Falle eines Schadens oder eines Problems im Stich lassen würden. Sollte es zu einem Schaden kommen, wie beispielsweise einer defekten Lichtmaschine oder einer gebrochenen Radaufhängung (ohne grobe Fahrlässigkeit Ihrerseits), werden wir selbstverständlich über eine dritte Partei Hilfe organisieren. Die Kosten für Reparatur oder Bergung fallen jedoch auf den Mieter zurück.“

Die zusätzlichen Kosten für die Bergung aus abgelegenen Gebieten könnte ich auch noch akzeptieren. Aber warum soll ich für einen unverschuldeten Schaden, der dort entsteht (und der überall hätte entstehen könnte bzw. evtl. sogar schon vorher teilweise bestanden hat (Verschleiß) ) aufkommen? Das erschließt sich mir nicht und ist m.E. auch nicht nachvollziehbar.
Und bei aller Liebe und erfahrener Kulanz… Auf reine Kulanz und guten Willen möchte ich bei Kosten, die sich gerne im vierstelligen Bereich bewegen können, nicht angewiesen sein, das hätte ich schon gerne vorher genau gewusst.

Aber danke für deine Erfahrung, genau darum hatte ich ja gebeten.

BTW, wenn wir schon von Kosten sprechen, kann jemand sagen, mit was für Kosten man (in etwa) rechnen muss, bei der Anfahrt eines Mechanikers bzw. dem Abschleppen/transportieren eines Fahrzeugs z.B. von Third Bridge oder Khwai nach Maun? Nur mal so…
2'542 Beiträge · seit 200713. Aug. 2024 ·
Hi Flipper,
Flipper schrieb:
Ärgerlich ist natürlich, wenn die Blattfeder zum Beispiel durch den Vormieter beschädigt wird und dann ausgerechnet bei mir im Kaokoveld den Geist aufgibt. Ganz ehrlich sind dann aber die Kosten eigentlich das geringste Problem. Viel wichtiger ist, dass man vom Vermieter Unterstützung bekommt und dieser ein Bergungsfahrzeug organisiert.
ich hab' jetzt schon fünf mal bei Savanna ein Fahrzeug gemietet. Selbst bei der vorletzten Tour, wo's auch ins Kaokoveld ging.
Allerdings werde ich mir das bei der nächsten Reise nach den Erfahrungen mit dem Landcruiser heuer überlegen.
Da gab's nämlich bei einem Mitfahrer genau das Problem mit den Blattfedern. Mitsamt einer nicht ganz reibungslos verlaufenen Reparatur. Die Unterstützung ist das eine, die könnte ich auch selbst organisieren, aber warum ich dann für die Reparatur einer Blattfeder, die bereits 50.000 Kilometer oder mehr drauf hat, aufkommen muss, erschließt sich mir nicht wirklich. Wenn Bergung, Abschleppung zu einer Werkstatt etc. aus dem Kaokoveld auf eigene Kosten geht, ja, klar. Vollkommen OK. Aber die Ersatzteile und die Reparatur? Das ist das teure an der Sache und das Problem. Ned die Unterstützung und die Bergung.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
208 Beiträge · seit 200713. Aug. 2024 ·
dergnagflow schrieb:Hi Flipper,
Flipper schrieb:
Ärgerlich ist natürlich, wenn die Blattfeder zum Beispiel durch den Vormieter beschädigt wird und dann ausgerechnet bei mir im Kaokoveld den Geist aufgibt. Ganz ehrlich sind dann aber die Kosten eigentlich das geringste Problem. Viel wichtiger ist, dass man vom Vermieter Unterstützung bekommt und dieser ein Bergungsfahrzeug organisiert.
ich hab' jetzt schon fünf mal bei Savanna ein Fahrzeug gemietet. Selbst bei der vorletzten Tour, wo's auch ins Kaokoveld ging.
Allerdings werde ich mir das bei der nächsten Reise nach den Erfahrungen mit dem Landcruiser heuer überlegen.
Da gab's nämlich bei einem Mitfahrer genau das Problem mit den Blattfedern. Mitsamt einer nicht ganz reibungslos verlaufenen Reparatur. Die Unterstützung ist das eine, die könnte ich auch selbst organisieren, aber warum ich dann für die Reparatur einer Blattfeder, die bereits 50.000 Kilometer oder mehr drauf hat, aufkommen muss, erschließt sich mir nicht wirklich. Wenn Bergung, Abschleppung zu einer Werkstatt etc. aus dem Kaokoveld auf eigene Kosten geht, ja, klar. Vollkommen OK. Aber die Ersatzteile und die Reparatur? Das ist das teure an der Sache und das Problem. Ned die Unterstützung und die Bergung.

lg Wolfgang
Da gebe ich dir absolut recht

Beste Grüsse Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
1'006 Beiträge · seit 200814. Aug. 2024 ·
nick.x schrieb:
Nun sagt aber Savanna in ihren T&C, dass Fahrten in NPs in Bots „komplett auf eigenes Risiko“ gehen. D.h., um das Beispiel Blattfederbruch zu nehmen, wenn diese in Maun brechen zahlt das Savanna, brechen sie in Khwai zahlt Savanna gar nichts.
Hallo Nick,
Wo genau steht das? Ich kann auf ihrer web Seite nichts finden. Ist das neu? Ich kann mich nicht erinnern, davon schon gehört zu haben. Ich dachte nur Kaokoveld ist auf eigenes Risiko.
Danke & Gruss
Doro
224 Beiträge · seit 201314. Aug. 2024 ·
Moin,

In den AGBs sind Kaokoland und Bushmanland explizit ausgenommen.
D.h. Die Autos sind auch auf der Fahrt nach Epupa falls oder über Tsumkwe nach Dobe nicht versichert. Das ist schon etwas kurios.
10 Beiträge · seit 201714. Aug. 2024 ·
Hallo Doro,

es gibt auf der Savanna Webseite einen Abschnitt "Backup Service": https://www.savannacarhire.com.na/back-up-service.
Dort sind diverse Gebiete gelistet, die auf eigenes Risiko bzw. gar nicht befahren werden dürfen.

In Namibia sind das: Kaokoland & Bushmanland (HEAVY ROCKY OR HEAVY SANDY-TERRAIN), bzw. Dune Driving - ( Namib Desert, Lüderitz-Walvis Bay, Skeleton Coast), Van Zyl‘s Pass or Namib Naukluft 4x4 Trail is strictly not allowed.

Aussserhalb Namibias betrifft es: Botswana National Parks and surrounding areas (e.g. Chobe NP, Moremi NP, Central Kalahari NP, Kgaligadi NP, Nxai Pan NP, Madgadikdagi NP, Khutse GR, etc) will be entered on complete own responsibility.

Auch komplett auf eigenes Risiko gehen Sambia, Zimbabwe und Malawi.
441 Beiträge · seit 201414. Aug. 2024 ·
Moin

das mit der Kupplung bei Savannah stösst mir auch sauer auf.
Ob ein kleiner Test an einem Steilhang in WDH da ausreicht ? Wenn die vom Vormieter aufgefokkt wurde hält die evtl noch 2-3 Tausend KM und ich darf dann löhnen ?
Das ist, genau wie Reifen, ein Verschleissteil und die Kosten sollten auf den Mietpreis umgelegt werden.
Danke und Gruß Matze
1'006 Beiträge · seit 200814. Aug. 2024 ·
Hallo Nic,

danke, kannte ich nicht. Für mich wäre eher interessant, was in dem Vertrag steht, den man vor Ort unterschreibt. Leider habe ich das letzte Exemplar nicht mehr. Wir haben auch schon oft gemietet und hatten Savanna als kulant erlebt. Hatten aber auch noch nie ein größeres Problem in den genannten Parks.
Viele Grüße
Doro
Gast15. Aug. 2024 ·
Schön sind auch Formulierungen wie "surrounding areas". Schwammiger geht es nicht. Woher soll man wissen, wo die surrounding area um einen Nationalpark anfängt und wo sie aufhört? Das ist pure Willkürlichkeit.

Das klingt ja unvermeidlich überheblich, aber meines Erachtens sind die Vermieter in Namibia in gewisser Weise Dilettanten, die ihr Geschäft nicht beherrschen. Kaum etwas treibt die wichtigste Kundengruppe (Kunden aus D-A-CH) so sehr um, wie Versicherungs- und Haftungsfragen. Aber die namibischen Vermieter weigern sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert, mal auf Kundenbedürfnisse einzugehen und das anzubieten, was die Kunden wollen. Es gibt auch jede Menge andere Länder mit anspruchsvollem Terrain, wo es trotzdem Mietautos mit "Vollkaskoschutz" gibt (Kenia, Uganda, ...). Egal worum es geht (Kupplung, "Single Vehicle Accident" mit Totalschaden, ...): zu allem kann man Statistiken erstellen und dann versicherungsmathematisch berechnen, wie viel man für eine entsprechende Versicherung des Schadensszenarios berechnen müsste. Und dann könnte man das zumindest optional anbieten. Das machen die Vermieter in Namibia aber einfach nicht.

Überschlägig: Wenn ich 50 Autos in der Flotte habe, ein Auto 40.000 Euro kostet, pro Jahr 5% der Autos durch Rollen auf Gravel ("Single Vehicle Accident") zerstört werden, dann habe ich dadurch 100.000 Euro Schaden dadurch pro Jahr. Wenn die Autos im Schnitt 250 von 365 Tagen im Jahr vermietet sind, muss ich 8 Euro pro Miettag einpreisen, wenn ich die Abdeckung dieses Risikos immer inkludieren will. Das sind ja keine Größenordnungen, die es nun völlig unmöglich machen, die Absicherung solcher Risiken anzubieten.

Die namibischen Vermieter sind natürlich nicht alles Gauner, die einen über den Tisch ziehen wollen. Und die wissen auch genau, dass sie heutzutage jede Menge negative Berichte in Social Media ernten und ihrem Geschäft schaden, wenn sie keinerlei Kulanz zeigen. Trotzdem belastet es viele Kunden, sich qua Vertragsbedingungen erst mal der puren Willkür der Vermieter auszusetzen. Zumindest in der Vergangenheit gab es eben auch Fälle, bei denen z.B. auch Savanna durchgesetzt hat, dass ein Kunde nach einem schweren Unfall nicht ausreisen darf, sondern erstmal ein paar zehntausend Euro bei Savanna abliefern musste, bevor er nach Hause fliegen durfte.

Grüße
897 Beiträge · seit 201715. Aug. 2024 ·
Ich frag mich schon die ganze Zeit, wer nach Botswana fährt, ohne einen NP zu besuchen ?
Liebe Grüße Makra
441 Beiträge · seit 201415. Aug. 2024 ·
mitglied19210 schrieb:
....

Zumindest in der Vergangenheit gab es eben auch Fälle, bei denen z.B. auch Savanna durchgesetzt hat, dass ein Kunde nach einem schweren Unfall nicht ausreisen darf, sondern erstmal ein paar zehntausend Euro bei Savanna abliefern musste, bevor er nach Hause fliegen durfte.

Grüße
Bei unserem letzten Besuch stand dort ein gerollter HiLux im Schaufenster. Die Mieter hatten sie am Flughafen wieder eingesammelt. Sich so zu verpieseln ist allerdings auch nicht die feine englische Art.
Danke und Gruß Matze
10 Beiträge · seit 201715. Aug. 2024 ·
mitglied19210 schrieb:
Kaum etwas treibt die wichtigste Kundengruppe (Kunden aus D-A-CH) so sehr um, wie Versicherungs- und Haftungsfragen. Aber die namibischen Vermieter weigern sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert, mal auf Kundenbedürfnisse einzugehen und das anzubieten, was die Kunden wollen. Es gibt auch jede Menge andere Länder mit anspruchsvollem Terrain, wo es trotzdem Mietautos mit "Vollkaskoschutz" gibt (Kenia, Uganda, ...).
Grüße
Es gibt ja durchaus auch in Namibia Vermieter, die (auf Wunsch) einen umfänglichen Versicherungsschutz anbieten (Bushlore, AVIS, Namibia2Go, evtl. noch mehr, habe jetzt nicht alle recherchiert).
Problematisch finde ich schwammige oder nicht klar ersichtliche Formulierungen, bzw. schlichtweg verbraucherunfreundliche Klauseln. Ich bin sicher, dass es einige Mieter gibt, denen nicht bewusst war, dass sie sich in Gebieten bewegen, in denen sie für auftretende Schäden vollumfänglich selbst haften. Das habe ich Kommentaren hier im Forum entnommen und auch von Mietern gesagt bekommen, die ich z.B. mit Savanna Fahrzeugen in Mabua getroffen habe. OK, man könnte jetzt argumentieren, die sollten sich im Vorfeld besser informieren, aber Transparenz ist auch ein Aspekt von Kundenfreundlichkeit.
Mein größtes Problem sind aber nach wie vor Klauseln, denen zufolge ich als Mieter für mögliche Vorschäden oder Verschleiss aufkommen muss, nur weil ich mich bei Schadenseintritt gerade in einem bestimmten Gebiet aufhalte!
Gast15. Aug. 2024 ·
nick.x schrieb:Es gibt ja durchaus auch in Namibia Vermieter, die (auf Wunsch) einen umfänglichen Versicherungsschutz anbieten (Bushlore, AVIS, Namibia2Go, evtl. noch mehr, habe jetzt nicht alle recherchiert).
Bushlore und AVIS* sind keine namibischen Vermieter 😉 Es sind südafrikanische Firmen, die auch in Namibia tätig sind. Namibia2Go hat die üblichen Ausschlüsse. Terms and Conditions:

10.2 The Company may charge the Renter either the actual amount of the loss or damage suffered, or any reasonable amount, in its sole discretion, if the loss or damage has occurred in a situation where no physical contact is made with another vehicle or animal or object or person (in or on the road surface used) irrespective if waivers were opted for.
...
10.4. Insurance cover does not include;
10.4.1. Total loss due to Renter and/or Driver negligence


Mindestens einfache Fahrlässigkeit liegt bei jedem selbst verschuldeten Unfall vor.

Das z.B. Bushlore eine weiter gehende Absicherung anbietet, beweist eben genau, was ich geschrieben habe: Das ist versicherungsmathematisch alles sehr wohl darstellbar. Die namibischen Anbieter dilettieren halt so vor sich hin... "Machen alle so. Ham wir schon immer so gemacht". Bei Unterkünften ist es das Gleiche. Der Markt ist extrem fragmentiert und viele kleine Anbieter wurschteln ohne viel Ahnung vom Geschäft so vor sich hin. Immer wieder gehört (sinngemäß): "Unsere Auslastung ist gesunken, deshalb müssen wir die Preise erhöhen, um die Kosten zu decken." 😗

Grüße

* Bei Avis weiß ich nicht, ob es für normale PKWs eine namibische Firma als Franchise-Nehmer gibt, aber die ausgestatteten 4x4 kommen von Avis Südafrika.
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2024
10 Beiträge · seit 201716. Aug. 2024 ·
mitglied19210 schrieb:
Namibia2Go hat die üblichen Ausschlüsse. Terms and Conditions:

10.2 The Company may charge the Renter either the actual amount of the loss or damage suffered, or any reasonable amount, in its sole discretion, if the loss or damage has occurred in a situation where no physical contact is made with another vehicle or animal or object or person (in or on the road surface used) irrespective if waivers were opted for.
...
10.4. Insurance cover does not include;
10.4.1. Total loss due to Renter and/or Driver negligence


Mindestens einfache Fahrlässigkeit liegt bei jedem selbst verschuldeten Unfall vor.
Fahrlässigkeit ist ein anderes Thema und absolut nachvollziehbar.

Aber Namibia2 Go bietet ihr "full cover" sowohl in "Republic of South Africa, Namibia, Botswana, Lesotho, Swaziland, Zimbabwe, Malawi", wie auch in deren NPs an, wie mir auf Anfrage schriftlich bestätigt wurde: Yes Premium Cover with full insurance is included in all our rentals, Yes, our insurance do cover for travelling in the National Parks as well.
925 Beiträge · seit 201616. Aug. 2024 ·
Aber die namibischen Vermieter weigern sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert, mal auf Kundenbedürfnisse einzugehen und das anzubieten, was die Kunden wollen.
Jein. Ich bin voll bei dir, dass sich insbesondere mitteleuropäische Kunden (die einen Großteil ausmachen dürften) über mehr Rechtssicherheit freuen würden. Ich habe auch kein Problem damit, Ausschlüsse zu akzeptieren und das Risiko bewusst einzugehen. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das Hauptproblem das Fehlen einer "Vollabdeckung" ist, sondern eher die Schwammigkeit/Willkürlichkeit und dass wir es in Europa einfach nicht mehr gewöhnt sind, dass es auch AGB gibt, die extrem verbraucherfeindlich formuliert sind. In Europa wären fast alle namibischen AGB wegen VErbraucherschutz unwirksam.

Diese "Schwammigkeit" bzw. Willkür ist aber, gerade in Afrika, halt aber auch ein bisschen eine "Kultur"-Sache. Es basiert viel mehr auf gegenseitigem Vertrauen, Erfahrungen etc. als im komplett durchregulierten Europa. Das kann zulasten des Kunden gehen, meinem Gefühl nach profitieren Kunden aber auch oft vom Fehlen klarer Regeln und einem hohen Maß an Kulanz. Ist halt nur blöd, wenn man selbst, aus welchen Gründen auch immer, dann keine Kulanz bekommt o. einem Dinge in Rechnung gestellt werden, deren Begründung mehr als fraglich ist. Aber dieses Risiko muss man halt eingehen, oder bei Anbietern mit eindeutigeren Regeln buchen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
212 Beiträge · seit 201916. Aug. 2024 ·
...wenn man sieht wie manche Mieter (nicht unbedingt mutwillig, aber komplette Dummheit oder die Abwesenheit jeglichen Talents am Werk) mit den Autos umgehen kann ich schon verstehen, daß es strenge Regeln gibt und daß sich keine Versicherung um Vollkasko für 4x4 reißt. Das wird erst bei sehr hoher Prämie lukrativ.
Vielleicht können Avis und Co das in ihre weltweiten Poolpolicen einfließen lassen. Ein kleiner Vermieter wird solche Angebote nicht so leicht bekommen vom Versicherer.
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2024
2 Beiträge · seit 202402. Okt. 2024 ·
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und seit etwa 10 Jahren fast jährlich zwischen 2 und 8 Wochen nach Namibia gereist.
Anfangs immer mit einem Reiseleiter aus Windhoek (Adolf Mozny, meine Mutter hatte den Kontakt und jährlich eine individuelle 2 Wochen Tour bei ihm gebucht), inzwischen als Selbstfahrer. In sehr abgelegene Gebiete sind wir bis jetzt selbst nicht gefahren.
Nun haben wir Flüge für eine 5 wöchige Reise Feb/März 25 gebucht. Meine Mutter und Schwester kommen für eine 3 wöchige Rundreise dazu.
Bis jetzt hatte ich die Mietwagen immer über Check 24 gebucht (meist Europcar) und war auch immer sehr zufrieden. Nun sind die Preise scheinbar sehr in die Höhe gegangen und ich habe einen anderen Anbieter gebucht (mit der Option bis 24h vorher zu stornieren).
Hier im Forum habe ich jetzt die Hinweise auf zB Savannah gesehen. Dort scheint mir zB der Hillux viel günstiger zu sein. Allerdings habe ich auf Check24 die maximale Versicherung ohne Selbstbeteiligung (ADAC und Stiftung Warentest Kriterien/Empfehlungen). Was genau bei Savannah dabei ist, habe ich nicht richtig verstanden, aber wohl sehr viel weniger und scheinbar auch keine Möglichkeit mehr zu wählen?
Meine Mutter würde dieses Mal gern zu den Epupa Falls. Wenn ich das jetzt hier so lese, dann ist so eine Fahrt wahrscheinlich weder bei Savannah noch bei anderen Anbietern versichert?
Kann jemand Tipps geben?
Viele Grüße
Anette
235 Beiträge · seit 202402. Okt. 2024 ·
Hallo Anette,

Savanna schließt bestimmte "Risiko-Gebiete" vom Versicherungsschutz aus, dafür muss man aber das Kleingedruckte im Mietvertrag lesen. Ich glaube auf der Homepage muss man ziemlich viel suchen, ggf. ist es in den Terms&Conditions einsehbar.
Laut unserem Mietvertrag von Mai 2024 waren die "own risk" Gebiete für Namibi Kaokoland & Bushmanland, Dune Driving und Van Zyl's Pass ist verboten. Zusätzlich in der Kategorie "No Driving": To Sandwich Harbour, along Kunene, from Epupa Falls east on 3700 to 3701. Vielleicht hilft dir das ja.

Ehrlicherweise wurden wir bei unserer Anmietung nicht darauf hingewiesen, obwohl wir einen Grenzübertritt nach Botswana eingeplant hatten und ganz Botswana "own risk" ist.

Bezüglich der normalen Versicherungsoptionen kannst du zwischen verschiedenen Selbstbehaltsstufen wählen. Bei unserer ersten Miete hatten wir uns für die Option ohne Selbstbehalt entschieden, inzwischen haben wir eine Zusatzversicherung, die auch 4x4 Fahrzeuge mit Campingaufsatz abdeckt und haben dann im Mai gar keine zusätzliche Option bei Savanna gewählt. Preislich war das viel attraktiver und ich kann diese Option empfehlen!

Was du bei Savanna sonst noch wissen musst, ist dass sie kein Premium-Anbieter sind. D.h. vieles vom Equipment ist ggf. nicht so modern wie bei anderen Anbietern, die Fahrzeuge sind ggf. etwas simpler ausgestattet oder älter, und das spiegelt sich natürlich in den Kosten wider. Preislich ist Savanna aber wirklich sehr kompetitiv, und wir würden, obwohl nicht immer alles reibungslos lief, wieder bei ihnen mieten.

Wenn du möchtest, kann ich dir nachher mal einen Scan von dem Kleingedruckten vom Mietvertrag schicken.
Reisebericht 3.5 Wochen in Simbabwe 2025 Reiserückblick Absolute Beginner in Namibia 2020 Teaser Namibia und Botswana 2024 Teaser Kilimanjaro 2022
33,1k Beiträge · seit 200602. Okt. 2024 ·
Was du bei Savanna sonst noch wissen musst, ist dass sie kein Premium-Anbieter sind.
Lass das aber nicht Savanna wissen, die sehen das deutlich anders...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
10 Beiträge · seit 201802. Okt. 2024 ·
Akane schrieb: inzwischen haben wir eine Zusatzversicherung, die auch 4x4 Fahrzeuge mit Campingaufsatz abdeckt und haben dann im Mai gar keine zusätzliche Option bei Savanna gewählt. Preislich war das viel attraktiver und ich kann diese Option empfehlen!
Hallo Akane,
kannst du mir dazu noch genaueres sagen? Mich würde eine solche Zusatzversicherung auch interessieren.
Danke Dir