tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201106. Nov. 2023 ·
@ Bele: Ja, das Thobolo`s Bush Camp kostet 40 US$/pro Person pro Nacht auf der Campsite, alles ohne Strom, aber mit vielen Tieren, Staub und immer nah am Geschehen! 🤩
@ Hallo Schorschi, ein paar kleinere chaotische Situationen folgen noch, es bleibt also spannend, aber nichts was uns aus der Ruhe gebracht hat. Ein bisschen Abenteuer muss doch sein, sonst haben wir nichts zu erzählen!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201106. Nov. 2023 ·
3 Tage Kaingu Lodge
Wir erwachen mit der aufgehenden Sonne, über dem See schimmert es rosa-rot bis orange. Ein tolles Licht, in dem wir bereits die ersten Fischer ausmachen können.
Ein paar Aufnahmen im Gegenlicht und auf dem Weg zum Gate...
zahme Puku Antilopen weiden in der Umgebung
Die Luft über dem Kafue NP ist erfüllt von den dunklen Feuerwolken. Hier brennt es täglich und der braune Streifen wird unser Begleiter bleiben. Obwohl vor 2 Jahren African Parks das Management übernommen hat und eigentlich den Park schützen will, werden immer wieder große Fläche abgebrannt. Wir erhalten verschiedene Erklärungen, mal sind es Wilderer, die das Wild in eine Richtung treiben wollen, mal sind es die Inder und mal die Lodgebesitzer, die ihren Gästen eine gute Sicht ermöglichen wollen. Was soll man glauben?
Nach unserem Frühstück verlassen wir den Platz, bis zum Gate sind es von hier nur 20 Minuten, für uns öffnet sich die Schranke bereits um 8.30 Uhr. Niemand kontrolliert hier die Papiere, wir fahren durch in Richtung Itzehi-Tezhi.
Am Ufer liegen Boote, die von den Affen erkundet werden.
Hinunter zum Staudamm- Die Chinesen haben hier einen großen Staudamm gebaut, er dient der Stromerzeugung. Doch leider profitiert gerade die ärmere Dorfbevölkerung nicht davon. Die Staumauer und das Stromumspannwerk dürfen (eigentlich) nicht fotografiert werden, am Damm selber sehen wir keine Schilder mehr. (Nur schnell ein Handyfoto)
Eine sehr schöne Straße führt unterhalb der Staumauer entlang und bis in den Ort Itzehi-Tezhi. Auf der Straße sind viele Menschen zu Fuß unterwegs. Der Ort selber ist sehr wuselig, jeder bietet irgendetwas zum Verkauf an, viel Dreck und Müll fällt auf. Die Teerstraße nach Norden hat immer wieder große Löcher, teilweise fehlt der Belag ganz, dann kann man wieder 100 Meter zügig fahren.
Unser heutiges Ziel ist die Kaingu Lodge, die sich direkt am Kafue River befindet. Die Lodge liegt noch außerhalb des Nationalparks, so dass man immer mit dem Boot in den Park übersetzen muss und dann auch erst seine Parkgebühren entrichtet.
Vorerst folgen wir noch der Straße nach Norden aus I-T heraus.
Kleine Lehmhütten dienen der Bevölkerung als Schutz.
Auch hier wird, wie überall in Sambia, Holzkohle hergestellt und verkauft.
Irgendwann erscheint am linken Straßenrand ein unscheinbares Schild mit der Aufschrift „Chief Kaingu Palace – 10 Km“. Wir biegen ab und ahnen nicht, dass es sich stellenweise um so eine schmale Straße handelt, dass nur Fußgänger oder Rinder hier entlang gehen können. Ich glaube, hier habe ich nicht oder nur sehr wenig fotografiert.
Unser Navi zeigt uns dieses als Weg zur Kaingu Lodge. Mal ist die Straße sehr schmal, dann wieder breiter, sie durchquert kleine Wohnsiedlungen. Ein Brunnen/Wasserpumpe mit dem Hinweis des Spenders lässt uns kurz anhalten, gegenüber befindet sich ein abgeerntetes Feld mit Hirse.
Leider ist der Staat nicht in der Lage für die gesamte Bevälkerung Wasserstellen einzurichten. So ein Brunnen kostet ca. 4000 €.
Irgendwann halten wir für einen Cappuccino aus unserer Campküche, einige Frauen auf dem Weg zum Brunnen kommen fröhlich winkend an uns vorbei.
Etwas später huscht eine olivgrüne Schlange vor uns weg, leider ist sie so schnell, dass wir sie nicht identifizieren können, dann erreichen wir das Dorf des Chiefs mit seinem „Palast“.
Unter einem Palast stellt man sich sicherlich etwas Pompöseres vor, doch hier ist es ein großes Haus mit Nebengebäuden.
"Darf ich vorstellen, Chief Kaingu!" Er sorgt für die Landvergabe oder bestraft auch schon mal die Rinderdiebe. Das Foto habe ich auf der Kaingu Lodge entdeckt, dort ist er hin und wieder zu Besuch. Der Weg wird wieder sehr schmal und genau an so einem Engpass begegnen uns eine Reisegruppe mit 4 Fahrzeugen. Sie kommen aus der Richtung, in die wir weiterfahren. Somit müssen wir auf dem richtigen Weg sein. Erst auf der Lodge erfahren wir, dass es eine neue und eine alte Strecke gibt. Wir haben offensichtlich die ältere erwischt. Für uns ist das eine sehr schöne Tour gewesen, Erdnuss- oder abgeerntete Maisfelder, die netten Lehmbauten der einfachen Hütten, Menschen, die uns zu winken und lachen ohne zu betteln und viele Rinderherden .
Hier wird es nass!
Ein typischer Roadblock! Wir halten an und lassen uns die Hausbauweise mit Bechern erklären, das sieht irgendwie witzig aus und die Menschen sind sehr stolz, dass wir Interesse an ihrem Leben zeigen.
Die heutige Tour hat uns viel Spaß bereitet, auch wenn der Weg nicht immer einfach war.
Nach guten 3,5 Stunden seit dem Abbiegen von der TAR erreichen wir die Kaingu Lodge und erleben gleich eine weitere Überraschung, Chaos eben. 😉 Wir müssen lachen, aber dazu demnächst mehr!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201108. Nov. 2023 ·
Kaingu Lodge
Julia, die Managerin begrüßt uns und schaut etwas verwundert. Wir kennen uns schon aus früheren Zeiten und sie freut sich auch uns wieder zu sehen. Dennoch ist Verwunderung aus ihrem Gesicht zu lesen. Ich habe dieses Mal reserviert und sie wusste, dass wir kommen werden. Es stellt sich dann aber heraus, dass wir einen Tag zu früh angereist sind. Sie hat uns erst am nächsten Tag erwartet, so laut meiner Anfrage. Das Chaos begleitet uns! Ich war vor der Abreise wohl wirklich urlaubsreif gewesen!!!
Das stimmt auch, jetzt können auch wir lachen. Wir waren zu schnell. Ich hatte bestimmt in Kasane oder Livingstone einen Tag mehr eingeplant. Heute sind wir die einzigen Gäste, aber das ist kein Problem. Wir bleiben nun einfach einen Tag länger und verbringen die nächsten drei Tage hier.
In der Lapa stehen jederzeit Tee und Kaffee bereit und superleckere Erdnussplätzchen 😘 🤩 Hier gibt es auch ein gut funktionierendes Wifi.
Peter, der Caretaker für die Campsites, wird schnell angewiesen den Platz zu reinigen und für Feuerholz zu sorgen. Die 4 Fahrzeuge, die uns am Palast entgegenkamen, standen zuvor hier. Wir haben jetzt viel Zeit zum Faulenzen, Lesen und Wäschewaschen. Es ist so nett auf der Lodge! Affenbesuch und Buschböckchen gehören dazu! 🤩 😈
Unser eigenes Dusch-/Toilettenhäuschen
Zum Dinner sind wir auch erst für den morgigen Tag angemeldet, heute gibt es Pizza aus dem Poitje.
Die süßen frechen Äffchen stehlen alles, was nicht irgendwie befestigt ist, so scheinbar auch das Toilettenpapier. Hier wurde aber vorgesorgt: 😈
Ich habe mehrfach versucht diesen Spruch zu drehen, er will nicht - daher lest ihn auf dem Kopf! 😈 oder lasst es!
Am nächsten Tag ging es in den Kafue NP, der aber dieses Jahr sehr enttäuschend war. Fortsetzung folgt!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201112. Nov. 2023 ·
Kafue Nationalpark
Um 6.30 Uhr treffen wir Lexon, der mit uns auf Gamedrive geht. Wir fahren mit dem Boot über den Kafue River zur anderen Seite. Und das alles bei Sonnenaufgang – wundervoll!
Noch ist es ziemlich dunkel!
Eine mystische Stimmung hängt über den Büschen.
Wandert Blick nach Westen, ist es nicht ganz so rötlich.
Dann erreichen wir das andere Ufer. Hier parken die Safarifahrzeuge. Lexxon überprüft den Tank der zwei Fahrzeuge, nur einer hat noch ausreichend Diesel. Regelmäßig erscheint ein Tankwagen aus Lusaka, um die Fahrzeuge mit Diesel zu betanken. An diesem Platz warten oft die Autos der Gäste, die auf der Lodge übernachten wollen. Die Anreise über die Spinal Road ist deutlich einfacher und bequemer, als durch den Busch. Mit einem Funktelefon kann man die Lodge über die Ankunft informieren und wird spontan mit einem Boot abgeholt.
Nun geht es nach Süden über die Spinal Road und dann nach rechts in die Buschlandschaft.
Vor zwei Tagen waren die Löwen hier. Lexon will sie uns unbedingt zeigen. Leider finden wir kaum Tiere. Wir sind mehr als drei Stunden unterwegs, aber die Tiersichtungen sind eher ernüchternd. Der gesamte Kafue NP fällt immer wieder den Feuern zum Opfer. Bereits im letzten Jahr sahen wir viele Feuer, nun geht es so weiter. Verschiedene Leute befragt, verschiedene Antworten erhalten, warum das nötig sei. Die letzte Antwort war, damit die Wilderer die Tiere in eine Richtung verjagen. Das neue Parkmanagement konnte auch noch nichts ändern, aber es soll besser werden. Wir merken davon noch nichts. Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange, die Tiere warten nicht! Auf unserer Tour sehen wir Duiker, Pukus, Wasserböcke, ein Warthog, Tsessebes, Riedböcke und eine große Herde Säbelantilopen.
Familie Riedbock , gut getarnt!
Das war unser Tageshighlight, neben der tollen Bootstour. Insgesamt sind die Tiere sehr scheu im Kafue NP.
Wir halten später an einer übersichtlichen Stelle zum Tee/Kaffee. Eigentlich hätten wir überall halten können, ich habe nicht das Gefühl, dass es hier gefährlich sei. Es gibt leckere Peanaut Cookies, die sind so gut, dass ich mir später von der Köchin das Rezept geben lasse. In der Ferne sehen wir noch Elefanten, aber zum Fotografieren uninteressant, da sie zu weit entfernt sind. Bei besserem Licht geht es mit dem Boot wieder zurück. Die Fahrt ist sehr schön. Hippos schauen aus dem Wasser, Vögel turnen in den Bäumen. Bei unserem ersten Besuch haben wir eine Bootstour zur Vogelsichtung unternommen, das war auch sehr schön und empfehlenswert.
Wieder auf der Lodge steht uns immer Tee oder Kaffee mit diesen Keksen zur Verfügung. Nach unserem ausführlichen Frühstück setzen wir uns in die Lapa bei Tee und Keksen. Heute ist eine Künstlerin aus Sambia angereist. Sehr nett, sie hat uns gleich wie alte Freunde begrüßt. Es gibt nette Gespräche, u.a. erzähle ich ihr von einem Buch des Malers Kim Donaldson. Das Buch habe ich auf der Thobolo`s Lodge entdeckt und mehrere Seiten fotografiert, da es mir ausgesprochen gut gefallen hat. Sie kennt den Künstler und hat das Buch ebenfalls. Welch ein Zufall! (Inzwischen habe ich mir das Buch aus UK schicken lassen und freue mich sehr darüber)
Gilmur, der Ehemann von Julia ist begeisterter Fotograf und erstellt seit ein paar Jahren immer wieder Jahresbücher der Umgebung, von Tieren und Gästen. Die Lodge unterstützt Schulen und die Kinder der Umgebung, diese besuchen regelmäßig die Lodge und es werden Wettbewerbe, wie z.B. Bogenschießen oder Osterbasteln angeboten. Alle diese Ereignisse sind in den Jahresbüchern nachzulesen und in Fotos zu betrachten. Ich genieße es sehr, dass wir Zeit für die Betrachtung diese Bücher finden. Wenn ab Oktober die Lodge geschlossen ist, fahren Julia und Gilmur selber auf Tour, z. B. in die Liuwa Plains. Alle ihre Erlebnisse eines Jahres sind in den Büchern festgehalten. Sie liegen in der Lapa aus und es macht wirklich Spaß, darin zu blättern.
Später erscheinen Lynda und Rick, die australischen Eigentümer der Lodge und sie möchten einiges über Deutschland erfahren. Es findet ein sehr herzliches Gespräch statt. Im letzten Jahr habe ich versucht Kontakt zur Lodge herzustellen, aber die Mails von Lynda sind irgendwo im Spam Ordner verschwunden, so dass wir letztendlich auf der Kasabushi Lodge gelandet sind. Das tat Lynda sehr leid, sie versichert immer wieder, dass sie sich an meine Mail erinnert. Die beiden sind sehr an ihrem Gästen interessiert und bemüht, dass es allen gut geht.
Viele hübsche Dekogegenstände umgeben uns. Manche mögen kitschig sein, aber einfallsreich sind sie in Szene gesetzt.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201115. Nov. 2023 ·
Wanderung zu den Rapids des Kafue Rivers
Von der Campsite aus, gibt es einen kurzen beschilderten Wanderweg zu den Rapids. Am Nachmittag wollen wir uns ein wenig bewegen und laufen dorthin. Leider hat man bei den Safaris sonst sehr wenig Möglichkeiten zum Laufen. Den Weg sind wir schon vor einigen Jahren gegangen und ich hatte ihn nicht als so eine raue Klettertour in Erinnerung. Doch inzwischen hat der Wildwuchs sehr zugenommen. Den Weg lässt man natürlich in seinem Ursprung und so konnten wir nicht durch die Euphorbien, Kakteen oder um Feigenbäume wandern und mussten häufig klettern. Mein Mann hatte im letzten Jahr eine Rücken OP, deshalb kam diese Tour für ihn nicht in Frage. Das war aber nicht schlimm. Er wartete auf mich und wurde dabei gut bewacht! 🤩
Toll, wie sich die Bäume hier halten und nach Nährstoffen greifen!
Man muss wirklich über sehr hohe und scharfkantige Steine klettern. Der Weg ist zwar durch Pfeile gekennzeichnet, doch hin und wieder muss man links oder rechts davon klettern.
Belohnt wird man dann mit dem Blick aufs Wasser!
Und so herrlichen Motiven, die die Gewalt und Kraft des Wassers verdeutlichen.
Ich habe am ersten Tag keine Kamera dabei und kann nur Handyaufnahmen machen, außerdem fehlt mir das richtige Schuhwerk. Ich stelle fest, in Flip-Flops geht das nicht so gut. Gleichzeitig beschließe ich aber, die Tour am nächsten Tag noch einmal zu wiederholen. Dies mal mit festen Trekkingstiefeln! 😮 Und mit Kamera!!!
(Hier sind jetzt die Bilder von zwei Touren zusammengefasst!)
Etwas weiter entfernt vom Kletterstieg, kann man über weitere Campsites direkt ans Wasser gelangen
Aber auch hier gibt es ungefährliche Steine und Felsen, die zum Klettern einladen und den Blick auf die Stromschnellen freigeben. Der Fluss plätschert ruhig und leise dahin. Es fällt schwer zu glauben, dass es auch ganz anders sein kann und dabei große Bäume entwurzelt und mitgerissen werden.
Zum Dinner werden wir heute von der Köchin des Hauses verwöhnt. Vorspeise: Gebackener Feta, Hauptgericht: Steak mit Rosen Kartoffeln und Gemüse (Minizucchini) , Nachtisch Witambua. Es ist nicht billig hier, aber es lohnt sich in jedem Fall. Die Portionen sind auch nicht übermäßig groß, aber für uns hat es gereicht! Alle Leute sind so nett und immer um uns besorgt, vor allem Julia ist stets zur Seite. Leider gibt es da nur ein paar Handyaufnahmen:
Strom ist nicht ausreichend vorhanden, daher werden am Abend die Lampen aufgestellt.
Die Köchinnen stellen sich vor.
Es ist hübsch eingedeckt! Dann kann es also losgehen 😛
gebackener Feta!
Und mit vollem Bauch geht es dann ins Bett!!!
Bleibt noch die Frage offen, wer Manfred bewacht hat, demnächst ---Fortsetzung demnächst! 😈
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201119. Nov. 2023 ·
Noch ein Tag Kaingu Lodge und Weiterreise nach Lusaka
Wäschewaschen, Ausschlafen, in der Hängematte chillen, wie die Jugend sagen würde, lesen und einfach nur die Umgebung genießen. Auf der Lodge Teetrinken, Peanut Cookies essen und mit netten Leuten Gespräche führen. Die Gruppe der Maler wurde größer, es reisten heute weitere Teilnehmer an. Eine Wanderung zu den Rapids, dann zur Chiefs Campsite und später bekommen wir noch Nachbarn. Es sind Peter und Elaine, geboren in Dänemark, aber vor 11 Jahren nach Tasmanien ausgewandert. Eine sehr interessante Biografie und wieder einmal ist die Zeit zu kurz, um einander näher kennenzulernen. Zum Sundowner gehen wir gemeinsam zur Lodge.
Der leckere Maracujacocktail war schnell ausgetrunken 😈
Nun wird es Zeit abzureisen, am nächsten Tag geht es nach Lusaka als Zwischenstopp und dann weiter in den South Luangwa NP!
Kurz hinter der Lodge passieren wir diese Brücke. Das blau-schwarze Netz dient dem Schutz vor Tse-Tse Fliegen. Die ersten 40 Kilometer durch den Wald sind nicht einfach. Es brennt immer wieder und wir müssen an den heißen Flammen vorbei. Zum Glück ist der Weg frei von Feuer, nur links und rechts des Weges brennt es. Zwischendurch treffen wir auf Familien, die hier leben, Bäume fällen und zu Holzkohle verarbeiten.
Bevor wir auf die D 769 gelangen, steht am Abzweiger dieses Schild. Es weißt das Gebiet des Chief Kaingu aus. Über die M 9 gelangen wir nach Lusaka. Ein Checkpoint am Ende oder Beginn des Kafue NP und eine Mautstation bei Mumbwa zwingen zum Stoppen, sonst kann man zügig bis Lusaka fahren. Hier nimmt der Verkehr drastisch zu. Alles, was sich irgendwie bewegen kann, ist unterwegs. Die Müllberge am Rande sind zum Gr....... 😈
Nach ca. 4 Stunden erreichen wir die Manda Hill Mall, ergänzen unsere Vorräte für die nächste Woche und speisen bei Mugg and Bean.
Kurz danach erreichen wir das Pioneer Safari Camp, wo wir die Nacht verbringen werden. Das Camp befindet sich etwas außerhalb von Lusaka. Man hat keinen Stadtverkehr mehr, wenn man in den South Luangwa NP fahren möchte. Die T4 (Great East Road) verläuft in der Nähe. Im letzten Jahr waren wir ebenfalls kurz hier, das Essen gefiel uns gar nicht mehr, seit ein neuer Eigentümer das Camp übernommen hat, deshalb haben wir bereits bei Mugg and Bean etwas bestellt.
Auch hier trifft man nette Reisende zum Gespräch, ein Austausch über die Erlebnisse ist immer sehr interessant. Ich genieße die Gespräche immer sehr. So erfuhren wir von einem südafrikanischen Pärchen, dass sich die Straße T4 bis zur Luangwa Bridge jetzt in einem schlechten Zustand befindet. Viele Potholes und Spurrillen zwingen zum langsamen Fahren.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201119. Nov. 2023 ·
South Luangwa National Park
Eine Woche wollen wir im South Luangwa NP bleiben. Wir stehen früh auf, 5.30 Uhr 🤩 , es ist sehr feucht um uns herum. Auf den Bänken kann man nur mit Unterlagen sitzen. Wir frühstücken deshalb sehr schnell und sind bereits um 6.30 Uhr auf der Great-East.
Der Weg vom Camp zur TAR T4.
Ein eigenartiges Licht begleitet uns, teilweise ist es sehr neblig, dann erscheint die Sonne im Gegenlicht, im Dunst. Bis es klar wird, vergehen 2 Stunden.
Bis Chongwe (30 Km) ist die Straße sehr gut, dann beginnen zahlreiche Löcher und wenig Teerbelag wird zur Qual werden. Man kann nur noch langsam fahren. Die Potholes begleiten uns bis zur Luangwa Bridge, ab hier ist die Straße plötzlich wieder gut und man kann zügig fahren.
Kurz vor der Brücke werden im Ort viele Dinge verkauft wie z.B. Trockenfisch, Obst oder Körbe. Der Ort ist schmutzig, zahlreiche LKW Fahrer halten hier zum Einkaufen.
Es wirkt ein wenig verwahrlost hier.
Die Brücke kann nur einspurig befahren werden, wir machen uns ernste Sorgen um das Gewicht einiger LKW`s auf der Brücke. In Europa hätte man diese Brücke vielleicht schon verstärkt?
Schnell ein Foto aus dem Auto, anhalten geht nicht, wenn auf der gegenüberliegenden Seite Fahrzeuge warten 🤪 Eine gute Straße erwartet uns nun aber.
Einige LKWs müssen überholt werden, aber bereits um 15.00 Uhr erreichen wir nach zwei Pausen in Chipata.
Unterwegs kaufen wir noch ein paar Melonen und erfreuen die Bevölkerung damit.
Wie immer wenn man irgendwo anhält, kommt das ganze Dorf angelaufen. Ein älterer Herr schimpfte ordentlich, als ich der Frau das Geld gab und nicht ihm. Er stand aber im Hintergrund! Wir schauen uns zuerst die Dean Hill View Campsite an. Der Platz sieht gut aus, liegt aber in der Stadt und die Sanitäreinrichtungen müssen dringend überholt werden. Für eine Nacht reicht der Platz aber immer.
Wir fahren aber noch bis zu Mama Rula, auch hier sind die Sanitäreinrichtungen nicht viel besser. Dennoch haben wir einen netten Nachmittag und eine ruhige Nacht. Der Preis für die Übernachtung für 2 Personen beträgt 180 Kw, genauso viel wie in Chipata.
Ein "wildes Tier" stürzte neben uns ab!
Auf diesem Camp übernachten häufig auch Overlander, wir haben Glück und es bleibt ruhig an diesem Abend, nur mit Franzosen und Briten! Mama Rula befindet sich bereits auf dem Weg nach Mfuwe. Kurz überlegen wir, ob wir vielleicht durchfahren sollen, aber wir sind dieses Jahr nicht auf der Flucht und bereits am nächsten Tag stellen wir fest, dass die Idee gut war.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201119. Nov. 2023 ·
@ Hallo Friederike, die Auflösung ist mir doch glatt durchgerutscht! Sorry! 😘
Suchbild! 😮 Während ich am Kriechen war, tauchten bei Manfred immer mehr neugierige Dassies auf und beäugten ihn. Leider hatte er nur er eine Kamera mit geringer Brennweite am Objektiv mit!
nach vielen Tagen der Abwesenheit hier im Forum verfolge ich wieder Deinen Reisebericht.
Apropos KaingU Lodge & Campsite... Bei drei Tagen dort hattet Ihr bestimmt auch Zeit, den Mpamba Rock zu erklimmen, den Monolith, der "hinter" den Campsites und einer Präriefläche im Wald liegt. Von dort oben kann man den heimeligsten Sundowner ever genießen. Für uns war es einer der Walking Touren, die uns bis heute tief im Herzen geblieben sind. Einfach phantastisch!!!
Zwischen Deinen Bildern sieht man auch ja auch Julia.... Ja, wir sind alle in den letzten Jahren älter geworden 😉 🤪
Jetzt schreibe aber schnell weiter!!!
Im Übrigen... Auch wir freuen uns auf Sambia.... Nächsten Mai ist es bei uns wieder soweit 😄 😄 🤩
Herzliche Grüße über den großen Fluß rüber
Alm
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Nov. 2023 ·
Hallo Alm, ich kann gar nicht mehr genau sagen, was wir alles unternommen haben. Die Zeit verflog so schnell und es war wieder sehr nett. Auf dem Mpamba Rock war ich nicht, obwohl ich an einem Nachmittag alleine unterwegs war. Schön, dass du uns hier begleitest! 🙂
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Nov. 2023 ·
Mfuwe und South Luangwa NP
Um 8.30 Uhr verlassen wir ganz entspannt Mama Rula. Der Weg bis zur Teerstraße ist sehr holprig, vor uns fahren zwei Männer mit Körben, die mit Orangen gefüllt sind. Plötzlich kippt das Fahrrad des einen um, alle Orangen fallen zu Boden. Wir halten und ich steige aus und sammle die Orangen mit ein.
Der gute Mann konnte sein Fahrrad nicht abstellen, es gab keinen Ständer. Er war sichtlich verwundert und erstaunt, dass eine weiße Frau ihm hilft. Die Straße bis nach Mfuwe befindet sich wieder einmal in einem sehr schlechten Zustand, viele, viele Potholes erschweren das schnelle Fahren. Kurz hinter Chipata trauen wir unseren Augen nicht, es ist ein Bautrupp unterwegs und er glättet die Straße. Doch leider sind das keine 10 Km. Immerhin arbeiten hier drei Leute, während die anderen als Denkmal umherstehen!!! 😗
Die Strecke führt durch kleine Dörfer, mal geht es steil bergauf, dann wieder hinab zum Luangwa Tal. Die Dörfer sind leider nicht alle sehr sauber, Müll fliegt umher, insbesondere die kleinen Silber- und Plastiktüten. Da gibt es wohl Mülltaufelchen!
Dieses Gefährt kann den Schlaglöchern ausweichen!
Ein kleiner Checkpoint (nur für Landprodukte der Einheimischen) wird noch passiert und dann rollen wir langsam auf eine kleine Brücke zu.
Immer wieder staunen wir, mit welcher Geschwindigkeit die kleinen PKWs durch die Schlaglöcher rasen und uns riskant überholen 🤩 Kleiner Gruß von der Stoßdämpfern erfolgt 😈 Gegen 11.00 Uhr erreichen wir Mfuwe. Es war doch ganz gut, dass wir diese Schlaglochpiste erst heute Morgen in alle Frische gefahren sind. Mfuwe hat sich seit unserem letzten Besuch im Jahre 2019 doch erstaunlich entwickelt und dabei auch vergrößert.
Ankunft Mfuwe! Bei der Einfahrt in den Ort merke ich, dass mein Daten-Bundle ist verbraucht! Bei 25 GB nur schwer vorstellbar. (Chaos. Pannen usw... 😈 ) Vermutlich haben die jungen Angestellten, einen Teil der bezahlten GB auf ihren eigenen Account geladen. 🤩 Ich kaufe an einer der typischen roten oder gelben Bude eine neue Aufladung, dieses Mal nur 2 GB für 50 Kw, gültig für 7 Tage. Das andere war ohne Begrenzung. Später erzähle ich das so, als jemand sagt, dass das eine Methode ist, einen Teil der Aufladung auf das Handy der Angestellten zu zahlen. Sie nehmen das Handy um die Simkarte zu aktivieren und dabei wird ganz unauffällig ein Teil auf ihr eigenes Handy gezahlt. Leider hören wir das nicht zum ersten Mal und vermuten, dass auch ich Opfer dieses Betruges wurde? Es sind aber keine großen Beträge, daher kann man damit umgehen. Tja, es gibt sicherlich schlimmere Betrügereien! Damit hat sich geklärt, warum der MTN Laden in Livingstone nicht empfehlenswert ist.
Ganz entspannt besuchen wir das Café im Ort und genießen ein Getränk, bevor wir zum Wildlife Camp fahren. Hier habe ich eine Buchung für die Campsite Nr. 6, deshalb brauchen wir uns nicht zu beeilen und die Lunchpause passt gerade.
Ein Platz war bereits besetzt, schließlich befinden wir uns in einer Wildlife Area! 😘
Hier toben sich Handwerker und Künstler aus, eine Afrikakarte aus Zahnrädern, Ketten und Schrauben liegt zum Verkauf bereit.
Die Begrüßung im Wildlife Camp fällt auch hier freundlich, fast herzlich aus. Wir beziehen Campsite Nr. 6 direkt am Fluss und genießen die Aussicht. Hier bleiben wir 7 Tage lang. Die Übernachtung kostet 10 US$/P Nacht. Einen Nightgamedrive buche ich für den nächsten Abend gleich mit.
Am Nachmittag gibt es den verfrühten Sundowner in der Bar... 😊
gestärkt geht es dann zum Platz zurück.
Und die Sonne verabschiedet sich für heute....Ein traumhafter Platz und ich bin überaus glücklich wieder hier zu sein!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Nov. 2023 ·
South Luangwa
Wir verlassen die Schleife des Luangwa gegen 8.00 Uhr. Der Platz ist wirklich sehr gut gelegen, mit einem tollen Blick über den Fluss und täglichem Elefantenbesuch. In der Umgebung treffen wir immer wieder auf Giraffen, Büffel, Wilddogs und manchmal auch auf Löwen. Die offizielle Parkgrenze ist der Fluss, doch die Tiere kennen zum Glück keine Grenzen. Heute geht es das erste Mal in den Park. 75 US$ sind am Gate zu entrichten, nicht gerade ein Sonderangebot. Überwiegend trifft man auf Safarifahrzeuge, Privatautos sind hier nur wenige unterwegs.
Unmittelbar nach dem Parkgate führt eine Brücke über den Luangwafluss, herrliche Ausblicke zu den Fischern bieten sich. (Ich habe sie auch fotografiert, wenn ich die Bilder gefunden habe, stelle ich noch nach) Im frühen Morgenlicht stoßen wir auf viele Elefanten und eine Büffelherde, das Licht ist noch etwas nebelig und erinnert mich an Mana Pools.
Wir fahren weiter gen Norden, einige Wege sehen sehr unbenutzt aus und sind zugebuscht. Impalas huschen weg,
Also kehren wir langsam zurück in Richtung Fluss. Eine große Büffelherde steht plötzlich vor uns. Die Tiere wirken aber sehr friedlich.
Moin, Moin! 😊
Manche Tiere schauen etwas verwirrt
Mit dem Schwanzpinsel hilft er seinem Kumpel bei der Ohrenpflege 🤩
Neugierig schaut er noch einmal nach uns!!!! 🤪 Schon nach wenigen Minuten sind alle Büffel in den Büschen verschwunden und man kann kaum glauben, dass gerade so viele Tiere hier standen. Nur ihre schwarzen Kleckse zeigen an, dass sie da waren. 😄 Wir folgen einigen Schleifen am Fluss entlang, Tiere sind fast immer zu sehen... 😘 🤩
Hübscher Baum
Die ganze Affenhorde ist um einen und auf einem Baum versammelt und sucht nach schmackhaften Früchten. Ein Stückchen weiter bereiten uns die Giraffen ein paar interessante Minuten,
Zwiegespräch?
Dann beginnt ein Übungskampf der beiden Bullen...
Dann ist der Frieden wieder hergestellt, ein Schiedsrichter erscheint von der anderen Seite
Die Begrüßung im Mfuwe Camp fällt auch hier freundlich, fast herzlich aus. Wir beziehen Campsite Nr. 6 direkt am Fluss und genießen die Aussicht. Hier bleiben wir 7 Tage lang. Die Übernachtung kostet 10 US$/P Nacht. Einen Nightgamedrive buche ich für den nächsten Abend gleich mit.
Biggi
Hi Biggi,
ich bin mir sicher, Du wolltest The Wildlife Camp schreiben 😉
Ja, die Campsites direkt an der Uferabbruchkante dort sind der Hit. Für uns einer der schönsten Campsites in ganz Afrika - beautiful!!!
Wir sind gerade dabei, unseren Sambia-Trip für das nächste Frühjahr zu planen. Dabei schwanken wir zwischen Lower Zambesi NP und South Luangwa NP. Der Kafue NP ist auf alle Fälle schon bei uns gesetzt; er liegt ja auf dem Weg.
Herzlichst grüßt der Alm
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201127. Nov. 2023 ·
@Alm, natürlich war das Wildlife Camp gemeint. 🤩 So habe ich es auch in dem Abschnitt davor geschrieben. Ich habe es schon geändert! Danke für den Hinweis. 😘
Ihr überlegt, ob ihr in den Lower S NP oder in den South Luangwa fahrt. Natürlich ist der Lower S NP besser erreichbar, aber Privatfahrzeuge sind dort nicht so gerne gesehen. Hinzu kommt, dass die Anfahrt von der letzten Campsite (Mvuu Camp/Lodge) schon ein ganzes Stückchen ist. Viele Tiere halten sich oft tiefer im Park auf. Wenn der Geldbeutel entsprechend dick ist, empfehle ich eine Lodge im Park. Die Lage am Sambesi ist einfach super und der tägliche Elefantenbesuch ist inkludiert im Übernachtungspreis, auch auf der Mvuu Lodge. Gamedrives sind allerdings deutlich teurer als im South Luangwa, im Lower S NP ist es elitärer.
Der South Luangwa erfordert eine längere Anreise oder ggf. einen Flug nach Mfuwe mit Lodge Unterkunft. Uns gefällt die Landschaft aber besser dort, da sie offener und weitläufiger ist. Außerdem ist der Ort Mfuwe mit seinen Projekten immer einen Besuch wert. Das Dorfleben ist auch interessant. Darüber hinaus kann man durch den Wald, ein Stückchen über die Petauke Road fahren und findet auch hier Tiere. Die Parkgebühren von 75 US$ sind dann nicht zu entrichten.
Allerdings muss jeder wissen, was er will. Wir waren schon 4 mal im Lower und eben so oft im South Luangwa NP.
Ich bin gespannt, wie ihr euch entscheidet und auf eure Reiseerlebnisse!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201127. Nov. 2023 ·
Mittags und nachmittags im South Luangwa Wir folgen dem Schlenker um den "See", treffen auf ein paar Vögel, Kudus und Buschböckchen, dann wollen wir zu einer Mainroad fahren, um eigentlich weiter nach Osten zu gelangen,
Sehr begehrter Baum und darunter grasen Kudus, ein Sattelstorch und ein Hammerkop
Wir fahren bald weiter und dann ... taucht er auf. So dicht am Auto, dass die Kameras nicht darauf eingestellt sind. Wir stellen schnell fest, dass ER eine SIE ist und den Weg markiert. Schnell und völlig unbeeindruckt von uns zieht sie weiter. Leider tauchen auch ganz schnell Safarivehikel auf und machen ein Drehen des Autos unmöglich. Wir stehen mitten im Gewühl!
Die Lodgefahrzeuge haben es aber eilig und sind ebenso schnell verschwunden, wie sie auftauchten, als der Leo im Gebüsch untertaucht. Schließlich müssen die Fahrzeuge zurück, der Morgengamedrive ist beendet . Wir haben dann noch einmal Gelegenheit ihn kurz sehen...
Und dann zog er tatsächlich ab ins Dickicht und ward nicht mehr gesehen
Nach diesem Erlebnis suchen wir ein nettes Plätzchen für ein Päuschen, dann geht es weiter durch den Busch. Auf den Savannenflächen kann man gut stehen und hat die Umgebung im Blick. Der Boden ist allerdings hart und wurde in der Regenzeit durch die Elefanten geformt. Der Fußabdruck ist schon beeindruckend und mächtig, da muss man beim Laufen schon aufpassen, dass man nicht hineintritt und sich verletzt.
Pause unter einem Anabaum
In der Nähe liegt ganz entspannt ein Ellipsenwasserbock
Auf den Savannenflächen grasen Pukus, Zebras und ...
Die Jungen sind doch immer wieder putzig anzuschauen mit ihrem Flauschfell 😘
Heute bleiben wir nicht so lange im Park, denn für den Abend haben wir einen Night Game Drive gebucht. Zurück auf der Campsite sprechen uns Britta und Michael aus Buchholz an. Sie sind mit ihrem Expeditionsfahrzeug seit 10 Wochen unterwegs. Schnell stellen wir fest, dass es einige Gemeinsamkeiten gibt. Plötzlich steht eine weitere Deutsche vor mir, die mir sehr bekannt vorkommt. Es ist Tanja. Wir haben uns vor 2 Jahren im Etosha NP gesehen, im Oktober desselben Jahres auf der Chobe Safari Lodge getroffen und nette Weinabende verbracht. Welch ein Zufall, dass wir uns jetzt hier treffen. Nun wiederholen wir die Weinabende in Sambia!!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201128. Nov. 2023 ·
Auf zum Night Gamedrive
Um 16.00 Uhr werden wir zum Night Gamedrive abgeholt. Diese Gamedrives waren in der Vergangenheit immer sehr schön, denn im Park sieht man doch viele nachtaktive Tiere, besonders die Leoparden begegnen einem. In diesem Jahr ist es aber leider nicht so. 🤪 Wahrscheinlich lag es daran, dass unsere Sichtungsfee bereits am Morgen ihre Energie verschenkt hat. Es schleicht tatsächlich ein Leo in der Dunkelheit über die Savanne, doch soooo weit entfernt, dass sich keine Fotos lohnen. Einen weiteren suchen wir vergeblich, obwohl der Guide per Funk eine Position genannt bekommen hat. Wer kennt es nicht, es folgt ein Funkspruch und alles rast schnell los, dann ist man ein paar Minuten zu spät? Sonst treffen wir nur die üblichen Tagestiere. Was die Tiersichtungen angeht, ist diese Tour eher enttäuschend. Aber dennoch wird es ein sehr netter Gamedrive, denn mit uns auf dem Auto sitzt eine Familie aus Südafrika, die sehr aufgeschlossen und neugierig auf uns sind. Zwei erwachsene Töchter sind dabei, von denen eine in Deutschland studieren möchte und bereits eine Freundin in München besucht hat. Die Welt wird in Afrika so klein!
Pause zum Sundowner! 😮
Die Sonnenuntergänge sind irgendwie jeden Tag wunderbar!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201128. Nov. 2023 ·
Ein neuer Tag in Mfuwe
Heute wollen wir ausschlafen, d. h. nicht schon bei Dunkelheit aus dem Auto krabbeln. Doch unsere deutschen und schweizer Nachbarn, eine Reisegruppe des deutschen Unternehmens „Wilddogs“ ist schon wach und nicht sehr leise. Dieser Tag ist für das Dörfchen Mfuwe eingeplant, ein bisschen am Luangwa sitzen und die Elefanten des Camps beobachten, ach, einfach mal nur so in den Tag bummeln.
Zum Camp gehört ein Hide mit einem Wasserloch. Regelmäßig erscheinen die Elis hier. Ganz still und fast lautlos kommen sie daher!
Und dann haben wir doch wohl zu viel gebummelt, während ich mich zum Tisch drehte, schoss ein Blitz ins Auto!!! 🤩 Die kleinen grau-braunen Meerkatzen, umtriebig und schlau stehlen sie hinterrücks alles, was nach Futter aussieht. Dieses Mal mussten unsere Bananen daran glauben! Später erschienen noch die Baboons, die ich in der Nähe des Wasserlochs aufnahm.
In der Nähe (4Km entfernt) soll sich ein Bau mit jungen Wilddogs befinden. Dazu befahren wir die Old Petauke Road nach Westen, finden auch irgendwo einen Wilddog, aber keine Jungtiere. Die sind wohl noch versteckt im Bau? Wir warten ein bisschen, aber es passiert nichts weiter. So beschließen wir, es an einem anderen Tag früher zu versuchen.
In Mfuwe ist die Zeit auch nicht stehen geblieben und Tribal Textil ist umgezogen. Das war eigentlich ein sehr großes Unternehmen, etwas außerhalb des Dorfes gelegen, in Richtung Flughafen und jetzt kurz vor der Abzweigung zum Wildlife Camp. Es arbeiten nur noch wenige Frauen hier und der Verkaufsraum mit dem großen Angebot an Kissen, Decken u.ä. ist geschrumpft. Schade, ich bin ein bisschen enttäuscht von dem Angebot! Für die Frauen ist es/war es eine Möglichkeit, selber Geld zu verdienen. Aber Corona hat auch hier einiges verändert. Hinter dem Gebäude finden wir diesen Hinweis... und hoffen, dass tatsächlich die Unterstützung ankommt.
Nur noch zwei Frauen (es sind noch ein paar mehr, die aber nicht anwesend waren) treffen wir hier bei den Batikarbeiten . Auf unsere Frage, wo die anderen seien und ob es noch irgendwo eine Werkstatt gibt, schüttelte die Frau nur den Kopf. Alles sei jetzt hier! (?)
Das Angebot ist deutlich geschrumpft, aber die Preise sind weiter explodiert.
Die leicht angeschmutzte Bettdecke sollte 250 US$ kosten. Man ließ auch nicht mit sich verhandeln. Es ist schade, denn hier fanden früher viele Frauen eine Arbeit. Das Unternehmen Tribal Textil produziert noch in Lusaka und verkauft in alle Welt seine Produkte, aber in Mfuwe ist der Laden sehr klein geworden.
Es wird noch gemalt!!! Ein Stückchen weiter befindet sich ein Korbflechter, noch ein paar 100 Meter weiter sitzen drei Frauen und fertigen Herrenunterhosen. Die alte Singernähmaschine im Vordergrund habe ich schon vor Jahren fotografiert und jetzt wurde sie durch eine moderne ergänzt, aber sie wird noch genutzt.
Craft Shop! Ich erwerbe ein Citenge für 300 Kw. Das ist teuer, aber schließlich unterstützt man die Bevölkerung damit.
Etwas außerhalb gibt es eine Bäckerei, die Auswahl ist nicht sehr groß, aber es gibt 10 sehr weiche und leckere Brötchen für 10 Kw, das entspricht 0,05 €! 😉 🤩
Weitere Geschäfte
Auf dem Markt besorgen wir noch etwas Gemüse und Nüsse. Wir mussten vor allem Bananen kaufen, die haben uns die Affen am Morgen aus dem Auto geklaut!
Der kleine Trockenfisch kommt teilweise sogar aus Malawi und nicht aus dem Luangwa!
Danach setzen wir uns wieder ins Café. Im Shop des Cafés des Craft Shops gibt es auch eine schöne Auswahl an Stoffen, hier nehme ich noch etwas mit. Leider sind die angebotenen T-Shirts alle zu klein für Manfred, sonst hätten wir noch eines gekauft. Aus der Küche riecht es verlockend nach frischem Brot. Ich frage, ob das Brot auch verkauft wird. Der Koch erklärt, dass er das nur für die Sandwiches backt und schenkt mit eines. Ich bin ganz gerührt von dieser Geste.
Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stopp am Hippopool ein, der sich auf direktem Weg zum Wildlife Camp befindet.
Eine wunderbare grüne "Wiese"!
Heute bekommen wir noch Besuch von Thomas, dem Obst- und Gemüsehändler. Thomas kommt seit Jahren auf die Campsite geradelt und bietet den Gästen Frisches aus seinem Garten an. Ich habe gar nicht daran gedacht, deshalb haben wir auf dem Markt eingekauft. Aber natürlich kaufen auch wir ihm noch etwas ab.
Am Nachmittag fahren wir noch einmal zu den Wilddogs. Wir warten 2 Stunden und nichts passiert, gegen 17.45 Uhr fahren wir ins Camp zurück. Den Abend verbringen wir in netter Gesellschaft mit Wein am Feuer! Lagerfeuergespräche sind irgendwie immer wieder sehr nett.
Der nächste Tag hält einige Überraschungen für uns bereit, Chaos, Pannen und schöne Momente gehen weiter 😉
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201129. Nov. 2023 ·
Was für ein Tag?
Was für ein Tag! Um uns herum herrscht Aufbruchstimmung, viele Gäste reisen ab. Auch wir verlassen um 6.30 Uhr das Camp und stehen um kurz vor 7.00 Uhr am Bau der Wilddogs. Noch ist es ruhig, wir warten und hoffen, irgendetwas zu sehen. Vielleicht sehen wir ein paar der jungen Puppies.! Es scheint bald so sein, dass 7.00 Uhr auch die Ausgehzeit der Welpen-Wilddogs ist. Tatsächlich kriechen nach und nach die Kleinen aus ihrem Bau. Es ist kaum zu glauben, wie sie langsam sie aus dem Loch schauen. Die zwei Erwachsenen Weibchen sind immer in ihrer Nähe und haben ein wachsames Auge.
Baby Nr. 1 erscheint,
Baby Nr. 2 traut sich auch heraus
Da waren es schon drei! 🤩
Mutti weckt den Rest der Truppe Wir sind die einzigen Zuschauer neben vielen Geiern, die Kleinen springen, beißen oder tollen vor uns herum. Nach nur einer Stunde verschwinden sie nach und nach in den Busch.
Die Mutter oder Tante passt gut auf!
Da hat wohl jemand eine Maus oder ähnliches gefangen?
Zum Schluss ein Küsschen! 😘
Dieser Kleine liebt offensichtlich die Blumen
Da ist doch jemand?
Putzig! Die Geier übernehmen die Funktion der Polizei und Müllbeseitigung, sie reinigen den Boden. Sie fressen den frischen Kot, der für sie gleichbedeutend wie ein Stückchen Fleisch ist. Die Wilddogs fühlen sich aber sichtlich gestört und jagen die Geier.
Geier erfolgreich verjagt! 😛
Ein paar Geier wurden erfolgreich auf den Baum vertrieben.
Die Kinder werden kontrolliert und dann wird zum Aufbruch gerufen... Langsam beenden die Mütter die Spielstunde und es geht in den Busch.
Wir wollen heute noch in den Nsefu Sektor fahren und machen uns auf dem Weg. Noch ahnen wir nicht, dass wir dort dieses Jahr nicht ankommen. Fortsetzung folgt....