HMEMKThemenstarter121 Beiträge · seit 201804. Aug. 2023 · #1Hallo zusammen,
nach einiger Zeit Inaktivität wollte ich mich mal wieder melden, um mir einige spezielle Tipps abzuholen.
Nach 2019, 2020 und 2022 wollen wir es im Januar wieder tun. 2022 waren wir das erste Mal zu dritt mit unserer einjährigen Tochter unterwegs, die im nächsten Jahr fast drei ist und mittlerweile einen kleinen Bruder hat, der im Dezember 1 wird.
Unsere Flüge sind bereits gebucht und so wir werden vom 28.12.23 bis zum 26.01.24 auf Tour sein. Da wir bis auf den Caprivi die meisten Hotspots schon abgegrast haben und nur wenige Ziele haben, die wir unbedingt anfahren wollen, planen wir jetzt eine Route der etwas anderes Art. Wir wollen einfach den Sommer in den Winter holen und mit der Familie eine gute Zeit dort unten verbringen und die Zeit auch für die Kinder maximal angenehm gestalten.
Daher planen wir kurze Distanzen und längere Aufenthalte in Gegenden, die den Kindern eventuell etwas bieten können - und wenn es nur ein schöner Pool ist.
Meine Frage wäre daher nach Empfehlungen zu Gasthäusern oder Lodges, die sehr kinderfreundlich gestaltet sind bzw. deren Betreiber im Idealfall sogar selbst Kinder in ähnlichem Alter haben, sodass die Kids ggf. etwas zusammen spielen können.
Alternativ wäre es auch spannend zu wissen, ob andere Mitglieder des Forums in dieser Reisezeit mit Kleinkindern vor Ort sind. Wir sind an keine logische Route gebunden und maximal flexibel, werden voraussichtlich die erste Woche zum Jahreswechsel in Swakopmund verbringen.
Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge, vielen Dank 🙂
CarstenS388 Beiträge · seit 201706. Aug. 2023 · #2Also ich kann nur sagen, dass ich mit meinen Kindern nie Probleme hatte, auch wenn sie erst wenige Jahre alt waren. Tatsächlich: Desto abgeschiedener und einsamer die Plätze, desto schöner für die Kinder. Können dann einfach im Camp spielen. Dass keine anderen Kinder da waren, war kein Problem, auch wenn sie sich natürlich gefreut haben, wenn doch welche im Camp (z.B. in Etosha) waren. Wir hatten immer ne kleine Box mit Spielsachen: Plastiktiere, Sandspielzeug, später Fußball.
Allerdings hatten wir darauf geachtet, nur 6 (maximal 8 Stunden) am Tag zu fahren und ab und zu mehrere Tage am selben Ort zu sein, Aber mit Hör- und Bildebüchern ausgestattet gab es (im Gegensatz zu D) nie Langweile und Gemecker im Auto; gibt ja immer was zu sehen,
Wenn es Tiere gibt, ist das natürlich immer ein Highlight.
Im Januar mit Kindern in den feuchten Caprivi mit Gefahr von Malaria und Durchfallerkrankungen würde ich aber nicht gehen, Das ansonsten sehr trockenen Namibia hat ja den Vorteil, dass es fast keine Krankheitserreger gibt: mit Ausnahme des Caprivis (und Ovamboland) halt. Lieber Namib und Damaraland plus Etosha.
SÜSüdwesten158 Beiträge · seit 202006. Aug. 2023 · #3Hi.,
habt ihr in Swakopmund schon gebucht? Weiß aus Erfahrung, dass es über den Jahreswechsel dort sehr voll sein kann, da viele Namibianer über Weihnachten und Silvester dort sind.
Schaut euch mal die Dornhügel an. Haben selber 3 Kinder.
LG Christine
HMEMKThemenstarter121 Beiträge · seit 201806. Aug. 2023 · #4Den Caprivi und den äußersten Norden werden wir mit den Kindern noch meiden. Das holen wir nach, wenn die Kleinen etwas älter sind.
Die erste Woche in Swakopmund habe ich schon gebucht 🙂
Ansonsten sieht's ja leider noch etwas dünn aus mit Vorschlägen oder anderen Reisenden. Aber die Kinder haben zum Glück ja auch sich gegenseitig 😎
Ebi904 Beiträge · seit 201007. Aug. 2023 · #5HMEMK schrieb:
Ansonsten sieht's ja leider noch etwas dünn aus mit Vorschlägen oder anderen Reisenden. Aber die Kinder haben zum Glück ja auch sich gegenseitig 😎
Naja, "Reisen mit Kleinkindern", so es den Schmöker denn gibt, dürfte Namibia als Reiseziel nicht beinhalten. Sind jeden deutschen Winter max. 5 Monate im südlichen Afrika unterwegs, wenn ich versuche, mich an eine Location zu erinnern, die sich Kinder auf die Flagge geschrieben hat, fällt mir echt keine ein.
Wenn ein Pool das Kriterium ist, hat man ne grandiose Auswahl, dazu sind wir, als unsere Kids 1/3 waren, nicht so weit geflogen. Auch der Gedanke an eine Woche Swakopmund zur Weihnachtszeit ist mir noch nicht gekommen. Glaub, es liegt an den aufgeführten Rahmenbedingungen, dass wenig Feedback kommt. Namibia ist ein wunderschönes Land, meiner Meinung nach aber für eine komplett andere Klientel.
Grüße
Ebi
CarstenS388 Beiträge · seit 201707. Aug. 2023 · #6Das sehe ich total anders.
Für unsere kleinen Kinder war es immer super.
Es stimmt, dass Namibia nicht kinderfreundlich ist in Bezug auf Bespaßung der Kinder mit Hüpfburgen und Kinderprogramm.
Allerdings ist das bei dem Platz und der Natur auch nicht notwendig.
Würde mich aber von Swakopmund fernhalten, da gibts nichts für die Kinder zu tun. Lieber raus in die Natur. Und wenn Pool, dann so weit weg, dass die Kinder da nicht alleine hinlaufen und reinfallen können.
Einfach mal darauf vertrauen, dass sich Kinder alleine beschäftigen können und nicht immer Besspaßung brauchen, wenn die Umwelt interessant ist.
Ebi904 Beiträge · seit 201007. Aug. 2023 · #7CarstenS schrieb:Das sehe ich total anders.
Carsten, die andere Meinung ist ok, jeder sieht halt etwas anders auf die Welt. Ganz anders scheint deine Meinung aber auch nicht zu sein. Ist auch egal, es kann ja jeder die Zeit nach Belieben verbringen. Unsere Kinder fanden es überall toll, völlig Banane, was wir gemacht haben. Wie das halt so ist, an das in jungen Jahren können sie sich nicht mal schemenhaft erinnern, selbst wenn man ihnen Bilder zeigt. Wollte eigentlich auch nicht diskutieren, sondern nur meine Einschätzung dazu abgeben, dass wenig Rückmeldung kommt.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2023 · #8Würde mich aber von Swakopmund fernhalten, da gibts nichts für die Kinder zu tun.
Also wenn es irgendwo in Namibia was für Kinder zu tun gibt (außer "Tiere gucken"), dann in Swakopmund. Es hat ja einen Grund, warum alle Familien jeden Dezember wochenlang in Swakop verbringen..
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
fidel925 Beiträge · seit 201608. Aug. 2023 · #9Hallo,
ich fühle mich aufgefordert, auch kurz was hier zu schreiben, weil wir in einer ähnlichen Situation sind. Wir hatten für Frühjahr 2023 eine klassiche Camping-Runde mit unserem damals 2,5-jährigen Sohn und den Großeltern geplant. Hier hätte ich aber nicht die Erwartung gehabt, dass es außer Platz, Sand, Familie und ab und an einem Pool viel für Kinder gibt. Aufgrund Kind Nr. 2 machen wir das ganze jetzt 2024 (K1 dann 3, K2 1 Jahr), sind aber davor und danach insgesamt 3 Monate ohne die Großeltern unterwegs, davon den Großteil in Südafrika. In 2022 waren wir mit damals 1,5 Jahre altem Kind für 2 Monate in Südafrika und würden das wieder tun.
Das bringt mich zum entscheidenden Punkt: Ich weiß nicht, was du an Tips für Kinder in diesem Alter erwartest. Mag sein dass es bei manchen Unterkünften einen kleinen Spielplatz mit Rutsche/Schaukel gibt, ansonsten ist ein Pool wohl das höchste der Gefühle in puncto "für Kleinkinder". In dem Alter beschäftigen sich Kinder doch zu 95% mit sich selbst, den Eltern o. ihrer Umgebung, unabhängig davon ob das jetzt ein spezielles Kinderangebot ist oder nicht. So richtig an Familien mit kleinen Kindern gerichtete Unterkünfte bzw. Unterkünfte, die sich bewusst an Familien (jung u. alt) richten, sind mir in Namibia nicht bekannt. In Südafrika hast du da viel mehr Auswahl. Deswegen halte ich Namibia auch für nur bedingt geeignet für Kinder in diesem Alter. Es schadet ihnen sicher nicht, aber so viel (außer natürlich Eltern, die sich wohl fühlen und ganz viel Zeit für sie haben) haben sie davon auch nicht, so ehrlich muss man schon sein. Die Reisezeit ist natürlich auch alles andere als optimal - bei > 35°C kann man mit so kleinen Zwergen halt leider recht wenig machen.
Ich würde an eurer Stelle vor allem Gästefarmen in Erwägung ziehen. Da gibt es eine ganze Reihe mit noch vorhandenem Farmbetrieb und vielen Tieren, das ist dann letztlich nicht viel anders als in Deutschland Urlaub auf dem Bauernhof. Da finde ich euren Ansatz, nur ein paar Standorte und dafür länger zu wählen, sehr gut. Wir versuchen auf unserer Reise eine Mischung aus Nationalparks und auch für Kinder möglichst interessanten Orten hinzukriegen, immer für 3-4 Tage und max. um die 3h Fahrzeit dazwischen (geht nicht immer auf). Den Camping-Teil dazwischen mit kürzeren Aufenthalten (aber weiterhin kurzen Fahrzeiten) sehen wir als Experiment.
Dass du hier so wenig Input erhälst, liegt vermutlich daran, dass deine Frage sehr unspezifisch ist und die Minimalanforderung "Pool" letztlich von einer unendlichen Vielzahl an Unterkünften erfüllt wird und es eben speziell auf Kleinkinder ausgerichtet (du meinst wohl analog einem Familienhotel in Europa?) nichts gibt.
Wir sind erst ab Mitte Februar in Südafrika und dann ab Ende März in Namibia, überschneiden uns also leider nicht.
Viele Grüße
fidel
binca751'567 Beiträge · seit 201512. Aug. 2023 · #10Moin,
Kleinkind-Expertin für Namibia bin ich ja nun auch nicht... Unsere Jungs waren fast 8, als wir das erste Mal dort waren. 😗
An Unterkünften fallen mir spontan Omandumba (ohne Pool), Kambaku und das Mushara-Bushcamp (mit Spielplatz, Pool und Kinderspielecke im Restaurant) ein. Mushara fand ich extrem kinderfreundlich. Dort gibt es sogar eine extra Menükarte für Kinder im Restaurant.
Ansonsten kam mir eben spontan der Gedanke, dass ich bei so kleinen Kindern vielleicht eher darauf achten würde, KEINEN Pool zu haben... Ich kann mich nicht erinnern, dass es irgendeinen Pool mit Planschecke für die Kleinen gab... 😗 Die waren immer auf Erwachsene ausgerichtet und dementsprechend schnell tief.
Gruß
Bianca
binca751'567 Beiträge · seit 201512. Aug. 2023 · #11Ach, ich würde auf jeden Fall auch sagen, dass Swakopmund für Kinder toll ist. Einfach mal "butschern" am Strand ist doch auch schön... Vor allem wegen der angenehmen Temperaturen...
ellial38 Beiträge · seit 200813. Aug. 2023 · #12Ich empfehle Dornhügel bei Melanie und Götz, bei Grootfontein,
schöner Spielplatz , kleiner Pool und Streichelzoo.
Liebe grüße
HMEMKThemenstarter121 Beiträge · seit 201823. Aug. 2023 · #13Hallo zusammen,
vielen Dank für die jetzt doch zahlreichen Beiträge.. und ein paar gute Sachen waren für uns schon dabei.
Swakopmund ist für uns gesetzt, wir sind gerne dort und treffen in der Woche auch Freunde aus Deutschland und aus Namibia, die sich zu der Zeit dort aufhalten. Hier fällt mir viel ein, was wir mit den Kids machen können 🙂.
Und danach schauen wir dann Mal. Es hätte ja sein können, dass hier jemand ein junges Paar vor Ort kennt, welches eine Lodge betreibt und ebenfalls kleine Kinder hat.
Und ein paar Reisende mit Kindern gibt's eben offensichtlich auch in Namibia, die ihre Erfahrungen hier teilen mögen und Input bringen.
Mushara habe ich Mal mitgenommen und Dornhügel finde ich auch sehr spannend. Mal schauen ob wir das eingebaut bekommen.
Wir werden wohl die dritte der vier Wochen privat auf einer Farm verbringen, wodurch wir jetzt "nur" noch eine Woche offen haben. Eventuell fahren wir dann noch Mal zum Sossusvlei. Ist zwar nichts für Kinder, aber ich hätte Mal wieder Lust drauf 🙂
Danke nochmals und falls doch noch jemandem was "cooles" einfällt, bin ich sehr gespannt.
fidel925 Beiträge · seit 201624. Aug. 2023 · #14Bei Mushara seit ihr euch des Malaria-Problems bewusst?
Das muss jeder natürlich selbst entscheiden, aber mir wäre das ohne Prophylaxe in der Jahreszeit bei so kleinen Kindern deutlich zu heikel (und ich war selbst mit 1,5-jährigem ohne Prophylaxe im KNP (im Winter)). Wir haben bei unserer Route März/April (immer noch Regenzeit) Etosha deshalb (schweren Herzens) komplett ausgespart. Im Juli - Oktober hätte ich da keine Bedenken, aber um die Jahreszeit?
HMEMKThemenstarter121 Beiträge · seit 201824. Aug. 2023 · #15Wir sind uns des Malaria Risikos durchaus bewusst. Für uns ist alles nördlich bzw vor allem nordöstlich des Etoshas tabu. Mushara ist da so gerade an der Grenze.
Wir waren mit unserer Tochter auch in der Gegend und konnten sie mir Kleidung etc. Vor Stichen schützen.
Wir schauen uns aber neben den offiziellen deutschen Empfehlungen auch lokale Empfehlungen und vor allem tatsächlich registrierte Zahlen an. Mich persönlich beruhigt das dann 🙂
Gruß
fidel925 Beiträge · seit 201624. Aug. 2023 · #16HMEMK schrieb:Wir schauen uns aber neben den offiziellen deutschen Empfehlungen auch lokale Empfehlungen und vor allem tatsächlich registrierte Zahlen an. Mich persönlich beruhigt das dann 🙂
Du meinst sowas wie
das hier oder
sowas?Ja, die Gesamtzahlen sind im Verhältnis relativ niedrig. Aber dass ihr mit Mushara jenseits des grundsätzlichen Risikogebiets liegt, da belügt ihr euch schlicht selbst. Das liegt nämlich auch genau im Nordosten. Da wäre - wenn schon Etosha - eine Unterkunft vor dem Anderson Gate sicher die risikoärmere Variante (?).
Bitte verstehe mich nicht falsch - ich möchte dir nichts vorschreiben. Jeder hat eine eigene Risikowarnehmung und -toleranz. Ich möchte nur nicht, dass du dir einbildest, dass das Risiko nur von westlichen Tropeninstituten / Außenministerien hochgebauscht wird. Und glaube mir aus eigener Erfahrung: Wenns dann tatsächlich zu einer fiebrigen Erkrankung des Kindes (bei Kindern ja öfters mal der Fall) kommen sollte, ist allein die Sorge, es könnte tatsächlich (wenn auch unwahrscheinlich) Malaria sein, ein Gefühl, dass alle vorherigen Risikoeinschätzungen ein wenig relativiert. Anders als bei Erwachsenen ist Malaria bei Kindern verdammt schnell tödlich (ca. 75% aller Malaria-Toten sind Kinder < 5 Jahre).
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200824. Aug. 2023 · #17Bzgl. Etosha ist schon seit Ewigkeiten bekannt, dass es dort ein wachsendes Malaria Problem gibt. Mitunter kommt mal was hier im Forum an, u.a. 2018
https://www.namibia-forum.ch/forum/161-medikamente/81353-malaria-prophylaxe-medikamente.html?start=60#534124Dort leben viel zu viele Menschen: Die vielen Mitarbeiter und ihre großen Familien leben in der Namutoni-Siedlung nahe dem Rastlager. Das ist zwar seit vielen Jahren immer wieder ein großes Thema, doch schafft es die Behörde nicht, das Ausmaß des unkontrollierten Zuzugs wirksam zu unterbinden…
Darüber hinaus hat das Namutoni Rastlager ein "lagereigenes Anopheles-Breeding-Biotop“ 😎
… - wer einmal dort das kleine schilfbestandene Wasserloch und seinen schattigen Hide besucht hat, weiß wovon die Rede ist 😮
Leider können wir dir im Bereich Gästehäuser und Lodges keine Tipps geben, da wir weit überwiegend campen, - aber als kleinen allgemeinen Tipp kann ich dir sagen, dass wir bei Fernreisen immer ein extra Moskitonetz dabei hatten. Und Etosha haben wir erst besucht, als das Krabbel- und Alles-in-den-Mund-stecken-Alter vorbei war...
das hätte mich echt nervös gemacht...
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt