trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201502. Dez. 2021 ·
Hallo zusammen
'Reisebericht' ist zu hoch gegriffen, doch ein paar Rückmeldungen können vielleicht dem einen oder anderen bei seiner Tourplanung eine Anregung geben. Da ich in zwei Wochen (hoffentlich) bereits wieder auf dem Weg bin und dann bis Ende Juni bleiben darf, fehlt mir sowieso die Zeit für einen ausführlichen Bericht 😛 Wenn ihr aber noch Fragen habt, versuche ich diese gerne zu beantworten.
trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201502. Dez. 2021 ·
Reisezeit Ende September bis Anfang November
Flug Eurowings Alles im grünen Bereich, Preis-Leistung ok, Crew chaotisch, aber liebenswert.
Auto Toyota Expedition DC 4x4 2.8TD Automatik von Safari Car Rental Das Auto war hervorragend und brachte und sicher und problemlos über alle Hindernisse hinweg. Obwohl wir ankündigten, dass wir 6 Wochen im Dachzelt schlafen werden, bekamen wir zwei ältere Zelte. Eines davon war schon von Beginn an relativ verzogen. Irgendwann brach eines der vier Verbindugnsstücke. Auch ein zweites verabschiedete sich. Da die Lieferung einer neuen Dachschiene nach Opuwo nicht klappte (der Kurier vergnügte sich wohl stattdessen in Ondangwa), mussten wir mit der behelfsmässigen Befestigung weiter. Bis Epupa sind die beiden anderen Verbindungsstücke auch noch gebrochen. Ein anderer Mieter kam zufällig an dem Abend ins gleiche Camp und so bekamen wir von ihm zwei Schienen. Die Jungs des Camps haben die ganze Aktion (Dachzelt runternehmen, Schien wechseln, Dachzelt wieder drauf) auf Geheiss von SCR vorgenommen. Es war kaum mit anzusehen, aber irgendwie war am Schluss das Zelt wieder drauf, wenn auch noch schiefer als zuvor. Aber so schrägte Nächte haben was für sich 😈 Auf jeden Fall hielt es dann doch bis zum Schluss. SCR war immer sehr bemüht, eine Lösung zu finden. Aber wenn man im Kaokoveld unterwegs ist und dann ein Kurier nicht zuverlässig ist, gibt es doch auch Grenzen. Bei der Autorückgabe zeigten sie sich dann dafür bei den Reifen kulant. Ich würde jederzeit wieder bei SCR mieten!
trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201503. Dez. 2021 ·
Unterkünfte
Den ersten Teil der Reise haben wir bis auf Windhoek, Spitzkoppe und Palmwag nichts vorgebucht, erst wieder ab Kunene River Lodge. So blieben wir flexibel. Caprivi haben wir vorgebucht, was sich durchaus gelohnt hatte, da gerade die kleinen Plätze ausgebucht waren.
Windhoek privat 3N
Spitzkoppe Camping 1N Schön wie immer! Obwohl wir relativ spät ankamen, war unser Lieblingsplatz noch frei.
Brandberg Elephant Rock Camp 1N Hübsche Campsite mit Blick auf den Brandberg. Sehr liebevoll gepflegt. Einfache Outdoor-Ablution zum Teilen. Wir waren aber sowieso alleine.
Beim Messum Crater 1N Wildes Campen, sehr schön, sehr neblig, sehr kalt.
Ugab River Rhino Camp 1N War geschlossen, wir konnten aber trotzdem campen. Hübscher Platz. Wasser lief noch.
Huab River 1N Wildes Campen, sehr schön, Nashornbesuch Aussichtspunkt Desolation Valley von Süd und Nord sehr schön.
Palmwag CS 1N Wir kamen als letzte und bekamen einen Platz in der hintersten Reihe, zwischen Ablution und Unterkünfte der Angestellten. Wenig schön, aber für eine Nacht ok. Essen in der Lodge war gut.
trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201503. Dez. 2021 ·
Palmwag Concession, Mudorib CS 1N Die Day Area fanden wir sehr schön, später empfanden wir es nur noch trostlos und so machten wir einfach noch bis kurz vor Sonnenuntergang km, damit wir am nächsten Tag schneller im Hoanib waren.
Hoanib 1N Wildes Campen in einem nördlichen Seitenarm, sehr schön. Im Hauptarm Elefanten und auch sonst viele Tiere. Diesel in Sesfontein kein Problem.
Puros 1N Eigentlich wollten wir auf die Community CS. Elefanten hätten aber am Vortag den Wassertank zerstört. Darum konnte man bei der Puros Bush Lodge die Zelte aufschlagen. Wir haben uns dann aber für das Chalet entschieden. Nach wie vor sind wir nicht sicher, ob das mit dem Wassertank wirklich stimmt, oder ob sie einfach hoffen, dass die Leute dann ein Chalet nehmen. Nun, zumindest bei uns hats funktioniert 😉
Orupembe 1N Marble Camp. Uns hat es nicht sonderlich gefallen. Es roch unangenehm nach Abwasser, keine Sicht, ausser auf Wassertanks oder ähnlich, die überall rumlagen. Die Plätze sind nah beisammen, was uns aber nicht tangierte, da wir allein waren. Von den umliegenden Siedlungen her sehr viel Lärm. Wir beschlossen, auf dem Rückweg nicht mehr hier Halt zu machen.
Hartmanstal 1N Wunderschön, einsam, viel Sand – und wenns windet wirklich überall viel Sand überall 😈 Wir wollten zwei Nächte da verbringen, mussten aber eine Nacht einsparen, um für die Dachzeltaktion (die dann doch nicht klappt) rechtzeitig in Opuwo zu sein. Es war aber ok mit nur einer Nacht. Wir fanden ein wunderschönes, einsames Plätzchen.
Der Shortcut ins Marienflusstal war problemlos zu fahren. Wir stellten es uns nach diversen Berichten, die wir lasen, viel abenteuerlicher vor 😊
Kunene River 2N Wir genossen alleine die Community Campsite, sehr schön gelegen, ruhig, erholsam.
Orupembe 1N Da wir nicht wieder auf die Marble CS wollten, fuhren wir noch etwas weiter, in einen Seitenarm des Hoarusib. Wunderschön! Es wurden 2 Nächte draus. Wir cruisten noch etwas im Hoarusib rum, der da viel Flutschäden hat und teilweise kaum noch ein Weg auszumachen war. Hat Spass gemacht!
Opuwo 2N Die waren nicht geplant, aber wir hatten ja das Date mit der Werkstatt. Leider klappte alles nicht. Die Campsite der Country Lodge haben wir uns angeschaut, gefiel uns aber gar nicht. Zumal war immer wieder starker Sandsturm. Wir gönnten uns für die beiden Nächte ein Zimmer. Das Essen in der Lodge war ausgezeichnet. Service mal top, mal flop 😉
Epupa Camp CS 1N War gemütlich, ruhige Nacht. Die Fälle gaben nun wahrlich nicht allzu viel her, aber wir mussten sowieso alles fürs Dachzelt organisieren, so dass für anderes wenig Zeit blieb.
trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201503. Dez. 2021 ·
Im weiteren Verlauf der Reise war es mit den einsamen Übernachtungsplätzen definitiv vorbei. Wir taten uns sehr schwer damit, haben die Plätze immer furchtbar eng gefunden - und vielleicht fällt darum auch die eine oder andere Bewertung weniger euphorisch aus 😊
Kunene River Lodge CS 2N Schöne CS, Plätze teilweise aber recht nah beisammen. Es wird nun vieles neu gemacht, gibt auch einzelne Ablutions. Kanutour war gemütlich, auch wenn es kaum Strömung hatte und wir paddeln mussten, damit uns der leichte Wind nicht flussaufwärts bringt 😄
Ongula Village Homestead CS 1N Die CS gefiel mir gar nicht, aber für eine Nacht ok. Das Essen inkl. Mopane Worms war sehr schmackhaft. Das Personal sehr bemüht.
Hakusembe River Lodge CS 1N Platz Nr. 1 sehr klein und kaum eine Möglichkeit das Auto gerade hinzustellen. Gefiel uns nicht sonderlich.
Nambwa Lodge CS 1N Hat uns sehr gut gefallen. Die Kwando Core Area war recht tierreich, viele Elefanten, insb. abends am Horse Shoe. Vieles tiefsandig und viel Busch.
Mavunje Camp, 3N Inkl. Bootsfahrt mit Übernachtung. CS wie Tour sind super. Mudumu NP viele Elefanten, im südlichen Teil auch viel Tiefsand und Busch.
Livingstone’s Camp, 2N Der Platz ist grundsätzlich schön und grosszügig, aber halt auch hochpreisig. Der Besitzer war sehr kurz angebunden bis unfreundlich, wir schienen ungelegen zu kommen. Abends war er recht laut mit ein paar Gästen (man hörte aber nur ihn, teilweise wörtlich), brachte dann noch alle mit dem Auto zu ihrer Campsite. Wir würden hier nicht mehr übernachten. Nkasa Rupara NP gefiel uns ausserordentlich gut, landschaftlich ein Bijou, extrem viele Elefanten, eine erfolgreiche Löwenjagd. Teilweise waren die Wege nicht passierbar, weil noch viel Wasser stand. Wir konnten aber trotzdem noch sehr viel abfahren.
Zambezi Mubala Camp, 3N CS eigentlich hübsch, jedoch sehr laute Wasseraufbereitungsanlage direkt vor CS 1. Für uns ein Unding. Bootsfahrt und Karminspint sehr schön. Essen sehr gut.
Shametu River Lodge CS, 3N CS gut ausgestattet, aber ohne jegliche Sicht. Hat mich nicht restlos überzeugt. Lodgeanlage sehr schön und Essen hervorragend. Mahango Core tierreich, Buffalo Core wie ausgestorben. Es gab aber auch einen Wetterumschwung, wurde nass, grau und kühl. Die Bootsfahrt kann man sich sparen, zumindest bei uns gab es vor allem Infos über die verschiedenen Lodges entlang des Flusses. Sonst gab es nichts zu sehen.
Gästefarm Kamrav, 3N Wunderbar! Schönes Zimmer, schönes Gelände, herzensliebe Gastgeberin, hervorragendes Essen, gekocht wird auf Holz.
Gästefarm Voigtland, 2N Wie immer sehr schön, ausgezeichnetes Essen. Zudem kann ich die Massagen bei Aina sehr empfehlen. Nur die Giraffenfütterung ist nicht so unseres 😉
trsiThemenstarter708 Beiträge · seit 201504. Dez. 2021 ·
Ein paar Ärgernisse 😈
Autofahrer, die um jeden Preis neue Spuren legen müssen, und somit aus schönen Pfaden Autobahnen machen (Damaraland und Kaokoveld). LKW-Wohnmobile, die sich fett an die schönsten Aussichtspunkte stellen (Hartmanstal). Campnachbarn, die das Holz von den Bäumen reissen und damit über Stunden den ganzen Platz einräuchern (Kunene River Lodge). Wildcamper im Nationalpark (Mudumu). Tourguide mit Trailer, der ganz nervös die Lichthupe betätigt, da man gefälligst aus dem Weg zu gehen hat und sich dann nicht mal bedankt (Kwando Core Area). Auto (mit Guide?), das über Absperrungen und Offroad fährt, im sumpfigen Boden neue Spuren zieht und die Insassen, die das Auto verlassen, rumlaufen und sich vor einem toten Hippo ins Gras setzen und Fotografieren (Mahango Core Area).
Hallo Trsi, danke für Deine Anmerkungen. Für die „Ärgernisse“ danke ich besonders. Ich könnte aufgrund unsere letzten Erfahrungen im Juli-August-September noch etliche hinzufügen, lasse es aber lieber bleiben…. Schöne Grüße Friederike
danke für diese Infos. Einige Campsites kenne ich auch und kann deine Eindrücke bestätigen, z.B. Camp Marble, das wir gar nicht schön fanden... Kannst du bitte ein paar Fotos von der Campsite von Gästefarm Kamrav reinstellen? Danke und LG, Adriana