GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #1
Hallo Ihr Lieben,
wir sind von unserer Reise mit beeindruckenden Erlebnissen und Begegnungen, und ein paar Updates für alle Interessierten retour. Beginnen möchte ich mit Mabua:
Streckenzustand Kommend aus dem Norden, sind wir über Hukuntsi zum Mabuasehube Gate gefahren. In Hukuntsi gibt es eine große Tankstelle, sowie einen ganz gut sortierten Sefalana Shopper (Supermarkt). Ab Hukuntsi entsteht eine breite, geteerte Straße Richtung Süden. Die momentane Umleitung führt Anfangs neben der neuen Straße über eine Sandpiste, und nach einigen km, etwas verwirrend und nicht gekennzeichnet, links weg über ein Dorf; dann folgt eine Sandpiste, die aber problemlos befahrbar ist. Das Reservat selbst ist über weite Teile knochentrocken und der Vierradantrieb war kaum notwendig. Die Strecke vom Mabuasehube Gate nach Tshabong ist in tadellosem Zustand. Alle großen Steine wurden entfernt, und die Straße geglättet.
das Reservat Die Regenzeit fiel leider mehr als dürftig aus. Viele der bekannten Wasserstellen in den Pfannen sind trocken. Khiding wirkt grün; große Springbock-, Kudu- und Oryxherden finden sich morgens und abends in der Pfanne ein. Auf beiden camp sites sind „Minifliegen“ tagsüber eine echte Qual. Tiersichtungen außerhalb der Pfannen eine Rarität. In wenigen, kleinen Gebieten dürfte es ein wenig geregnet haben; hier wunderschöne Blumen und blühende Sträucher. Wasser gab es während unseres Aufenthaltes nur bei Monamodi 1 (Wasserhahn) und Mpaya 1 (Dusche, Spülbecken und WC); sonst auf keiner einzigen camp site. Auch die sanitären Anlagen der camp site am gate waren trocken. Wir bemerkten auch, dass in einigen Duschen. Und bei Spülbecken die Zuleitungsrohre fehlen. Unsere Nachfrage am gate zur Wassersituation wurde mit erstaunlichem Desinteresse, und der Vermutung es könnte an der Trockenheit liegen, beantwortet. Unsere Meinung: Selbst ausreichend Wasser mitbringen ein Muss!
Gruß Gina
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200828. Feb. 2019 · #2
Hallo Gina,
vielen Dank für den Bericht! Die Schlangenfotos sind ja genial! 🤩 Ist doch immer hilfreich aktuelle Infos zu bekommen. Weißt Du wie es auf Mpaya 2 aussieht? Ich dachte da gibt es einen Wasserhahn? Wir haben die site später dieses Jahr 😄 Bekommt man auch Holz auf dem Weg, oder sollte man das von Ghanzi mitbringen? Nimmt die Tanke in Hukuntsi Kreditkarte und wie lange habt Ihr zeitlich ab Hukuntsi gebraucht? Ab Ghanzi, rechne ich mit 7 Stunden, ist das realistisch? Vielen Dank Doro
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #3
Hi Doro,
danke! Ja, die Kobra hat uns und die Erdhörnchen in Bosbogolo ganz schön auf Trab gehalten... 😗
Wie bereits geschrieben, Wasser gibts nur an den 2 genannten Stellen. Wobei es in Mpaya ganz einfach ist an die Dusche oder das Spülbecken von #1heranzukommen, weil die Einrichtungen eher näher an der Straße, als an der camp site sind. Holz haben wir nach Ghanzi keines mehr gesehen. CC an der Tankstelle in Hukuntsi war kein Problem. In meiner Erinnerung haben wir von der Kalahari Rest Lodge bis zum Mabua Gate etwa 4 Std gebraucht; inkl. Tank und Einkauf in Hukuntsi. Gruß Gina
Hallo Gina, Danke dir für die kurze Einschätzung. Ich bin im März auch auf Bosobogolo. Auf welcher Camp Site wart ihr dort und wie ist generell das Gebiet um Bosobogolo? Danke dir. Herrmann
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #5
Hallo Herrmann,
wir waren auf #1. Die Gegend um Bosobogolo dürfte zumindest etwas Regen abbekommen haben; Sträucher haben geblüht, und es waren auch tagsüber ein paar Böcklein und balzende Gockel zu sehen.
Hallo Gina, Vielen Dank für deine Einschätzung. Dann hoffe ich die Cape Cobra auch vor die Linse zu bekommen! 🙂 Herrmann
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200828. Feb. 2019 · #7
Lieben Dank Gina auch von mir für Deine Antworten!! Viele Grüße Doro
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #8
Herrmann schrieb:Hallo Gina, Vielen Dank für deine Einschätzung. Dann hoffe ich die Cape Cobra auch vor die Linse zu bekommen! 🙂 Herrmann
Nutz dein Tele Herrmann, die ist nicht gut drauf! 😎 Gruß Gina
La Leona2'779 Beiträge · seit 200701. März 2019 · #9
Hallo Gina Danke für die Neuigkeiten. Mich würde interessieren ob die neue Asphalt Strasse von Hukuntsi nach Tshabong die Verlängerung des Molopo highway wird. Der highway Von Tshabong nach Bokspits entlang der Grenze sei tadellos und 250km lang, ohne Verkehr. Warum baut Botswana diese Strassen weisst du das? VG leona
Gruss Leona
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201601. März 2019 · #10
Hi Leona, soweit ich gelesen habe, soll diese neue Teerstraße ab Hukuntsi nach Süden bis zum Mabua Gate gebaut werden. Wenn man jetzt annimmt, dass der tolle Zustand der Verbindung Mabua-Tshabong quasi eine Vorarbeit zum weiteren Ausbau vom Süden aus ist, würde das sinnvoll eine komplette geteerte Verbindung Hukuntsi-Mabua-Tshabong ergeben. Gruß Gina
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200902. März 2019 · #11
Danke fuer die Infos.
Die Photos sind der Hammer !!! Super
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
freshy3'883 Beiträge · seit 201102. März 2019 · #12
Genau, die Fotos sind der Hammer, 😘 vor allem das mit dem Erdhörnchen vor der quietschgelben Kobra. Hat das Erdhörnchen überlebt?
Zur Wasserknappheit in der Mabuasehube Sektion, die existierte schon 2016. Letzter Versuch war am Campingplatz beim Mabua Gate. An der Tür zu den Ablutions stand, der Tank hätte ein Leck 🤪 . Das wurde wohl noch nicht abgedichtet 😉 . Tipp! Auf unsere Frage nach Wasser durften wir am Gate nach Botswana einreisen und an einer menschenleeren Siedlung ganz in der Nähe Wasser aus einem Tank zapfen.
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201602. März 2019 · #13
Vielen Dank für euer Lob!
@freshy Ja, das Erdhörnchen hat überlebt.
Aus Ghanzi kommend, kann man dort bei der Puma Tankstelle gratis seinen Wassertank mit Trinkwasser auffüllen lassen. (Ob dies auch ohne zu tanken möglich ist, kann ich nicht sagen) Es gibt dort direkt an der Tankstelle auch einen Shop in dem man tiefgekühltes Wildfleisch (als wir dort waren gabs Oryx und Giraffe) und Biltong kaufen kann.
Zur Kobra-Geschichte: Die Schlange ist uns erst aufgefallen, als sie sich zu bewegen begonnen hat. Sie wollte unbedingt in den Bau der Erdhörnchen, der auf der camp site unzählige Eingänge hat. Das Erdhörnchen hat also quasi die Eingänge verteidigt. Die beiden haben sich abwechseln angegriffen. Ich habe aus dem Schatten eines Busches fotografiert; es war wolkenlos bei etwa 38 Grad. Chris hat die Szene aus dem A-frame beobachtet, und als er sich ein paar Schritte vorwärts bewegt hat, wurde die Kobra auf ihn aufmerksam, und hat sich mit enormer Geschwindigkeit auf ihn zubewegt. Ich rannte Richtung Auto, das direkt hinter dem A-frame geparkt war. Dadurch hatte ich ihre Aufmerksamkeit. Ich hechtete auf den Beifahrersitz und schlug die Autotür zu. Etwa 3m hatten uns noch getrennt. Die Schlange verlor das Interesse und widmete sich wieder einem Eingang zum Erdhörnchenbau, in dem sie wenig später auch verschwand. Mit meiner Gelassenheit war es aber bereits zu Ende. Ich fragte mich nur mehr, wann, und aus welchem der vielen Löcher das Tier wieder auftauchen würde. Bei den Vorbereitungen zum Abendessen wanderte mein Blick vom Gemüse am Schneidbrett, zu den Eingängen, und wieder zurück, usw. Kurz vor Sonnenuntergang fuhren wir noch eine kleine Runde. Wieder zurück auf der camp site konnten wir Dank Vollmond alles sehr gut erkennen. Wir nahmen noch einen Schlummertrunk im A-frame, als mich fast der Schlag getroffen hat. Genau aus jenem Loch der Erdhörnchen, das am nächsten zum A-frame liegt, und in dem die Kobra verschwunden war, kroch sie nun wieder heraus. Chris glaubte erst ich würde mit: "da ist sie wieder",scherzen, als er meinen panischen Gesichtsausdruck sah, sprang er aber auch auf. GsD ist die Kobra aber über die Sandfläche in die Büsche verschwunden; und ich in mein Dachzelt. Wir haben keine Ahnung von Schlangen, jedoch eine App die uns verraten hat, dass es sich um eine Kap Kobra handelt, sie eine der gefährlichsten sei, weil sie nicht flüchtet sondern angreift. Was dort nicht nachzulesen war: sind diese Tiere ortstreu? Kann diese camp site ihr Revier sein? Wir haben im A-frame jedenfalls einen Zettel mit kurzer Warnung hinterlassen. Gruß Gina
boah - das war ja bestimmt ein Erlebnis! Da schießt der Adrenalinspiegel in die Höhe 😗. Auf jeden Fall ist das Foto mit dem Erdhörnchen spitze.
Wir hatten mal eine Kap-Kobra in Urikaruus im Küchenzelt. Ich hatte in der Küche leichtes rascheln über mir gehört und dann auf einmal bewegte sich so ein "Bambusstab". Als wir dann den Ranger holten meinte er nur "oh that's a cape cobra - we have to get her out". Das Unterfangen dauerte dann ca. 1,5 h bis sie endlich die Hütte verlies uns aber vorher noch ein paar mal ganz böse anfauchte. Wir waren aber so unter Spannung und auf der Hut dass wir kein Foto machen konnten. Erst als sie dann endlich außen im Baum war, waren wir wieder in der Lage ein Foto zu schießen.
@Schlange Großartiges Erlebnis, Danke für die Schilderung und Bilder, die Gelbe ist ziemlich groß. Viele Löcher im Boden sollten mE immer zur Vorsicht anregen. Man kann/sollte immer davon ausgehen, dass von Kleintieren und Vögeln besiedelte Bauten und Hohlräume, z. B. Löcher in Bäumen, Schlangen anziehen bzw. auch bewohnt sein könnten. An Campingplätzen wie in Mabuasehube sowieso. Die Krümel und Wasserpfützen der Camper locken und ernähren Nagetiere und Kleinvögel, deren Füttern für süße Fotos sowieso, die Schlangen folgen nach. Unterkünfte in den „wilderness camps“ auf der SA-Seite haben sicherlich öfters „Hausschlangen“ auch wenn man sie nicht oft sieht. Diese Kapkobra lebt(e) im Abflussrohr des Handwaschbeckens in Kieliekrankie Nr. 3.
Oder siehe neuen Beitrag von DK @Wasser Laut dem südafrikanischen Forum hat es in Teilen der Region seit April 2018 überhaupt nicht geregnet. Außerdem nahmen schon seit Längerem die Ergiebigkeit einzelner Bohrlöcher und die Wasserqualität ab, so dass auch stillgelegt wurde. Der landesübliche Hang zur Vernachlässigung der Anlagen wird auch noch eine Rolle spielen. Das Wasser ist jetzt stellenweise auch so korrosiv, dass Reparaturen nicht wirklich lohnen. Am besten wäre wohl, natürliche Zustände wieder herzustellen und überhaupt nicht mehr zu pumpen, Personalunterkünfte natürlich ausgenommen. Dann werden die, die damit zurechtkommen, auch wieder leichter Plätze finden. Werner
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201602. März 2019 · #17
Werner, ich denke, nicht mehr zu pumpen ist ziemlich strittig, da den Tieren durch die Zäune ja jede Ausweichmöglichkeit genommen wird. Natürliche Zustände wieder herzustellen mMn nur in sehr großen Reservaten mit unterschiedlichem Klima/Regenzonen möglich. Bsp. KNP. Gruß Gina
La Leona2'779 Beiträge · seit 200702. März 2019 · #18
Liebe Gina zuerst vielen Dank für die Antwort zum Thema neue Strassen. Ich bin etwas verwundert über die Prioritäten. Man könnte doch die komplett verlöcherte Nata Maun Strasse sanieren? Eine Teerstrasse von Hukuntsi nach Mabua scheint mir irgendwie krass....
Danke für die sehr detaillierte Schilderung der Begegnung mit der Kap Kobra. Ganz ehrlich gesagt wäre es mir äusserst unwohl geworden und es wäre nicht das erste mal dass wir im Mabuasehube wegen Tierbesuch unsere Camp site wechseln.
Ich tendiere eher zu den Überlegungen von loser was die Wasserversorgung anbelangt, kenne jedoch zu wenig das Ausmass der Folgen für die Tiere. Interessantes Thema!
Viele Grüsse Leona
Gruss Leona
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201602. März 2019 · #19
Hi Leona,
da hast du wohl Recht mit den Straßenbauprioritäten! Wobei, ein Stück der A3, zugegeben ein kleines, ist bereits neu und fährt sich wie auf der Autobahn.
Wer hat euch denn von den camp sites vertrieben? Gruß Gina
Herrmann schrieb:Hallo Gina, Danke dir für die kurze Einschätzung. Ich bin im März auch auf Bosobogolo. Auf welcher Camp Site wart ihr dort und wie ist generell das Gebiet um Bosobogolo? Danke dir. Herrmann
Hallo Herrmann,
vielleicht sind wir ja zeitgleich in der Mabua-Region, unsere Route habe ich vor einigen Tagen im Nachbarthread gepostet.