pantherThemenstarter1’298 Beiträge · seit 200701. Aug. 2017 ·
Hallo liebe Fomis,
wieder zurück aus Uganda und nach dem Verarbeiten der Fotos und der Erlebnisse kann es nun mit einem Reisebericht losgehen. Nach 12 Reisen ins südliche Afrika war es mal so langsam an der Zeit auch das östliche Afrika zu erkunden. Da der Besuch der Gorillas ziemlich weit oben auf der persönlichen Wunschliste stand, hat sich Uganda als Reiseziel angeboten. Die Berichte im Forum machten zudem Lust dieses Land als Selbstfahrer zu erkunden. Camping stand diesmal nicht auf dem Programm, wir hatten Lodgen gebucht.
Vielleicht vorab noch ein paar Worte zur Reiseplanung.
Reiseführer: Wir haben hauptsächlich den Bradt Uganda Reiseführer genutzt, den wir uneingeschränkt empfehlen können. Zusätzlich hatten wir noch den Reiseführer von Reise-Know-how, den wir aber gar nicht erst mitgenommen haben, da die Infos doch etwas dünn waren. Bester Reiseführer ist natürlich das Forum. Hier hatten wir die meisten Infos aus den Reiseberichten und ein paar persönliche Tipps gab es auch noch vom ein oder anderen Fomi (Danke Uli).
Straßenkarten/Orientierung: Die Uganda Reisekarte von Reise-Know-how war als Übersichtskarte ganz hilfreich. Zusätzlich hatten wir noch bei Andrew Roberts ( http://east-africa-maps.com/ ) Detailkarten für die Parks und deren Umgebung bestellt und uns in die erste Unterkunft liefern lassen. Andrew Roberts ist Co-Autor vom Bradt Reiseführer und seine Karten sind sehr hilfreich.
Auf unserem Navi hatten wir die East-Africa Karte von T4A und eine OSM Karte. Die OSM Karte ist deutlich detailreicher, allerdings besteht dann die Gefahr dass man durch Bananenplantagen geroutet wird, bis der Weg nur noch ein Pfad ist 🙂 Die Kombination aus Papierkarte und Navi war für uns ideal. Wegweiser sucht man in den Dörfern/Städten meist vergeblich und da war es schon praktisch wenn einem das Navi angezeigt hat wann man abbiegen muss. Trotzdem sollte man natürlich immer prüfen ob das stimmen kann 😉
Auto/Unterkunft/Permits Das Auto hatten wir bei Douglas (http://www.alpharentals.co.ug/ ) gebucht. Wir hatten einen 4-Türer RAV 4 bestellt, bekommen haben wir einen Suzuki Escudo 4x4 Automatik. Das Auto war trotz seines Alters (Bj. 1996) top in Ordnung und wir hatten weder einen Platten noch techn. Probleme. Soweit wir das gesehen haben sind die Autos von anderen Vermietern z.B. Roadtrip genauso alt. Überhaupt gibt es kaum neuere Autos in Uganda. Liegt natürlich auch daran das die neueren Autos zu viel Elektronik haben die keiner reparieren kann. Die Unterkünfte haben wir ebenfalls von Douglas nach unseren Wünschen buchen lassen und es hat alles wunderbar geklappt. Er gibt den Preis der offiziell von den Lodges verlangt wird an die Kunden ohne Aufschlag weiter. Anhand der Original-Überweisungsbelege die er uns mitgegeben hat (haben wir aber nie vorzeigen müssen), sieht man dass er bei ein paar Lodgen Provision bekommt.
Die Permits für das Gorilla- und Chimp-Tracking haben wir auch von Douglas besorgen lassen. Wir waren dann etwas erschrocken als wir die Permits in unserer Unterkunft näher betrachteten. Das einzig korrekte auf den Permits war der Name. Passnummer und noch nicht mal die Nationalität stimmte. Auch fehlte die Uhrzeit für das Chimp Tracking. Auf Nachfrage per mail wurde uns erklärt dass nur der Name wichtig wäre und das Chimptracking um 14:00 Uhr startet. Passnummer und Nationalität interessiert keinen (war auch so). So eine Info wäre natürlich vorher schön gewesen.
Da wir relativ früh gebucht hatten haben wir an Douglas wie vereinbart eine Anzahlung überwiesen und die Restsumme kurz vor unserem Urlaub. Da er dadurch doppelten Aufwand hat (zweimal zur Bank gehen und die Überweisung aufgeben), verlangt er dafür eine Handling-Fee. Haben wir auch bezahlt. Anhand der Überweisungsbelege haben wir aber gesehen dass er jeweils nur eine Überweisung an die Unterkünfte getätigt hatte. Naja, wir haben das mal unter TIA abgehakt und beim Reisepreis hat die Handling-Fee das "Kraut auch nicht fett" gemacht.
Autoübergabe war auch eher nach dem Motto "hier ist der Schlüssel und wenn du Fragen hast frag einfach". Da hatten wir doch tatsächlich die Frage wo denn der Wagenheber und das Radkreuz ist. Dazu musste erst mal im Büro angerufen werden. War aber alles da 🙂
Insgesamt muss man sich eine gewisse afrikanische "Lässigkeit" zu eigen machen. Nachfragen hilft und letztendlich hat ja auch alles wunderbar geklappt. Douglas können wir also empfehlen, auch wenn man so manche (selbstverständliche) Info selbst erfragen muss.
Flug Wir sind mit Brüssel Airlines geflogen. Der Preis (530€ inkl. Zubringerflug) und auch die kurze Flugzeit von Brüssel war ausschlaggebend. Wir hatten uns noch zusätzlich Plätze in der Economy Privilege gegönnt. So ein richtiger Unterschied bei der Beinfreiheit zur normalen Eco war nicht zu sehen oder zu bemerken, aber es war ausreichend Platz vorhanden. Ansonsten ein angenehmer Flug mit freundlichem Personal, annehmbarem Entertainment und auch das Essen war ok.
Noch ein Wort zum Wetter: es hat eigentlich nur ein einziges Mal richtig geregnet. Ansonsten war das Wetter sehr angenehm, aber die Sonne war oftmals hinter einer Wolkendecke verschwunden oder aber, und das war meistens der Fall, es war ziemlich diesig. Laut Aussage der Einheimischen ist die Regenzeit im April wohl komplett ausgefallen.
Strecke Insgesamt sind wir 2500 km auf unserer Tour gefahren. Durchschnittsgeschwindigkeit war 30 km/h (!). Durchs Kaokoveld kommt man schneller 😉 Durchschnittsverbrauch war 13l. Naja, so ein kleiner V6 mit Automatik will halt im "Stopp and Go" gefüttert werden 🙂 (der Liter Benzin kostete ca. 90 cent). Die Straßen sind zum Teil eine einzige Katastrophe. Schlagloch an Schlagloch und wenn es mal keine gibt machen die eingebauten Strassenschwellen (speed humps) einem einen Strich durch die Rechnung. Aber da es immer viel zu sehen gibt ist das alles halb so wild. Wir fanden das Ganze faszinierend. Und so kann man die Reise auch zusammenfassen: Uganda hat uns fasziniert
Und dass man Uganda zur Vogelbeobachtung nutzen kann, hat uns auch etwas überrascht. Wir konnten über 80 verschiedene Arten bestimmen.
Wer also Lust hat uns auf unserer Reise zu begleiten ist herzlich eingeladen "einzusteigen".
Unsere Tour sah folgendermaßen aus:
29. Juni - München/Entebbe, Airport Guesthouse 30. Juni - Entebbe, Airport Guesthouse 1. Juli - Ziwa Rhino , Amuka Lodge (Standard Chalet) 2. Juli - Murchison Falls NP , Heritage Safari Lodge (Cottage en suite) 3. Juli - Murchison Falls NP , Heritage Safari Lodge 4. Juli - Murchison Falls NP , Heritage Safari Lodge 5. Juli - Murchison Falls NP , Murchison River Lodge (Thatched Tent) 6. Juli - Hoima, Kontiki Hotel 7. Juli - Fort Poral, Kluges Gästefarm 8. Juli - Kibale Forest , Kibale Forest Camp (Safari Tent) 9. Juli - Kibale Forest , Kibale Forest Camp 10. Juli - Queen Elisabeth NP , The Bush Lodge (Banda) 11. Juli - Queen Elisabeth NP , The Bush Lodge 12. Juli - Queen Elisabeth NP Ishasha Sektion , Enjojo Lodge (Cottages) 13. Juli - Queen Elisabeth NP Ishasha Sektion , Enjojo Lodge 14. Juli - Bwindi NP , Rushaga Gorilla Camp 15. Juli - Bwindi NP , Rushaga Gorilla Camp 16. Juli - Lake Bunyonyi , Arcadia Lodge Lake Bunyonyi (Cottage) 17. Juli - Lake Bunyonyi , Arcadia Lodge Lake Bunyonyi 18. Juli - Lake Mburo , Rwakobo Lodge 19. Juli - Lake Mburo , Rwakobo Lodge 20. Juli - Entebbe - München
ich bin ja sooo gespannt auf euren Bericht. Uganda hat mich auch so fasziniert, so dass ich im Oktober zum vierten Mal fahre. Und mit eurem Bericht steigt jetzt die Vorfreude um so mehr. Schreibt schnell weiter.
LG Uli
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
Hallo ihr beiden, da sind wir aber gespannt, was ihr in Uganda so erlebt habt. Gerne lesen und reisen wir mit. Und wer weiss, vielleicht verschlägt es uns ja auch noch nach Uganda 😗
Juhuuu es geht los. Ihr seid schnell wie immer. Wir sind auf jeden Fall mit dabei und schon mächtig gespannt, wie das Gorillatracking und überhaupt der ganze Urlaub war.
DABEI !!! 🤩 Huhu Ihr Beiden 😘 auch wenn ich im Moment mehr als sporadisch hier unterwegs bin, so hoffe ich doch, bei Euch mitfahren zu dürfen 😊 Ich werde mich auch bemühen (Sie war stets bemüht 😄 ) den Anschluss nicht zu verpennen 😗
gaaanz liebe Grüße von der Claxerin
...und ja, wir waren in diesem Jahr etwas Afrika-abtrünnig 😣 aber die Planung für nächstes Jahr steht 😎
bei einer Reise durch Uganda fahre ich doch gerne mit! Bin schon ganz gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt und freue mich auf Euren Bericht mit vielen Bildern.
franzicke2’085 Beiträge · seit 201202. Aug. 2017 ·
Guten Morgen Panthers, das lass ich mir auf gar keinen Fall entgehen!!! Erstens liebe ich eure Berichte und zweites spuckt mir genau so ne Tour schon im Kopf rum - ich bin mit der Jahreszeit noch so unsicher, da schau mir doch mal an, wie's bei euch im Sommer war. Freumich-Grüße Ingrid
das mit den Jahreszeiten/Wetter ist mittlerweile so eine Sache in Uganda. Das kann man wohl wirklich nicht mehr sicher vorhersagen. Wir waren im Juli 2015 und hatten super Wetter, blauen Himmel und keinen Regen. Im Februar 2016 war es ebenfalls schön, allerdings sehr heiß und viel Feuer durch kontrollierte Brände. Im Oktober 2016, eigentlich Regenzeit, hatte ich einmal Regen. Mal sehen, was für Wetter wir heuer im Oktober haben. Mir hat es von den 3x am besten im Oktober gefallen.
LG Uli
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
pantherThemenstarter1’298 Beiträge · seit 200702. Aug. 2017 ·
Wow, mit so vielen "Mitfahrern" hatten wir gar nicht gerechnet, wird doch Ost-Afrika noch ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Nach unserer jetzigen Erfahrung zu unrecht 🙂
@Elisabeth, da hoffen wir dass wir dir die Entscheidung pro Uganda etwas erleichtern können
@Uli, du weißt schon dass du Mitschuld hast dass es uns nach Uganda verschlagen hat. Gleich geht's los 😎
@Lolakatze, schön dass ihr auch dabei seid. Hansi würde die Strassen in Uganda lieben 😁
@Tom, es freut uns dass wir wieder was von euch hören und ihr mit dabei seid. Wir werden uns bemühen regelmässig unsere Erlebnisse einzustellen
@Clax, schon länger nichts mehr gehört und gelesen 😉 Umso schöner dass ihr wieder unseren Bericht verfolgt. Wir werden dann nächstes Jahr etwas Afrika abtrünnig (Costa Rica). Wo gehts hin nächstes Jahr?
@Konni, auch ihr habt so schöne Reiseberichte geschrieben dass ihr keine unerhebliche Mitschuld an unserem Reiseziel habt 🙂 Freut uns dass ihr mit zugestiegen seid
@Nette, willkommen an Bord
@Picco, wir hatten ja versprochen mal Ostafrika zu besuchen 😎 Nimm Platz und machs dir gemütlich 🙂
@Ingrid, danke für die Blumen 😊
Bzgl. Jahreszeit hat Uli recht. So ganz sicher kann man das momentan wohl alles nicht mehr voraussagen. Wie schon geschrieben ist die Regenzeit im April wohl komplett ausgefallen und die Bauern wissen nicht mehr genau wann sie nun die Saat ausbringen sollen. Auch wenn es für uns immer recht grün ausgesehen hat, scheint es wohl für die Einheimischen bei weitem nicht genug geregnet zu haben. Die Kasenyi Plains im Queen Elisabeth Park waren z.B. total vertrocknet und Tiere waren nur vereinzelt zu sehen (dementsprechend haben wir von den Plains kein einziges Foto).
So jetzt kanns dann losgehen. Viel Spaß beim mitlesen.
pantherThemenstarter1’298 Beiträge · seit 200702. Aug. 2017 ·
Donnerstag, 29.06.2017 Airport Guesthouse
Uganda, die grüne Perle Afrikas. In diesem Jahr wollten wir erstmals das östliche Afrika besuchen. Hauptgrund war natürlich ein Besuch bei den Gorillas, ein lang gehegter Traum von Ralf. So war eine schöne 3-wöchige mehr oder weniger Standardtour entstanden. Ralf hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um etwas Schönes für uns zusammenzustellen. Los gings mit einem Flug nach Brüssel mit Lufthansa - alles sehr entspannt, da nur halb belegt. Noch nie hatte uns jemand aufgefordert, am Notausgangsplatz Platz zu nehmen. Die flugrechtlichen Bestimmungen verlangen hier eine Belegung. In Brüssel genehmigten wir uns ein zweites Frühstück, da wir heute schon seit 3.00 Uhr morgens auf den Beinen waren. Weiter ging es dann nach Entebbe mit Brussels Airlines auf den Privilege Sitzen, die aber gefühlt das privilegierte Sitzen vermissen ließen. Genug Beinfreiheit hatten wir allerdings, da gab es nichts zu meckern. Essen und Service waren auch in Ordnung und so kamen wir einigermaßen pünktlich in Entebbe an.
Mit dem schon online beantragten und bezahlten Visaausdruck gings gleich zum Schalter, dort wurde noch ein wenig vorteilhaftes Foto gemacht und schon hatten wir einen schönen Aufkleber im Pass. Komisch war, das wir auch unsere Boardingkarte kurz nach dem Aussteigen vorzeigen sollten. Ich wusste gar nicht wo meine war, aber als Ralf seine vorzeigte, war der Beamte zufrieden. Das Gepäck ließ nicht lange auf sich warten und so schauten wir gespannt ob wir den Abholer des Airport Guesthouses gleich erkennen würden. Er war da, wir mussten aber noch auf andere Gäste warten. Zur Begrüßung fiel gleich mal der Strom aus - es wurde aber rasch wieder hell. Rauchen war nur etwas abseits des Gebäudes möglich, der Flughafen ist absolut rauchfrei. Mit einem randvollen Auto was Gepäck und auch Personen betraf, ging es auf kurzem Wege durch die Dunkelheit zum Airport Guesthouse. Hier wurden die Zimmer verteilt und gleich darauf fanden wir uns im Restaurant wieder ein, auf ein kühles Nile Bier hatten wir uns schon sehr gefreut. Wir aßen noch eine Kleinigkeit. Kürbissuppe für beide und Schwein, Reis und Gemüse für Ralf und Ananas zum Nachtisch für mich. Wir kamen noch mit einigen Deutschen ins Gespräch die in Uganda zum Wandern waren. Dann wurde es aber auch Zeit fürs Bett, wir hatten einen langen Tag hinter uns.
Freitag, 30.06.2017 Airport Guesthouse
Nach einiger etwas unruhigen Nacht, Hundegebell und früh abreisende Gäste, fanden wir uns um 06.30 Uhr zum bestellten Frühstück ein. Gestern Abend hatten wir Rühreier mit Speck bestellt, Speck war aber aus. Hm, das hat die nette Dame bestimmt gestern auch schon gewusst. Aber dies sind so kleine Kleinigkeiten, an die man sich in Afrika gewöhnen muss. Satt sind wir natürlich auch so geworden. Minibananen, Ananas und Melone gab es auch, wird es auch in der nächsten Zeit oftmals standardmäßig zum Frühstück geben.
Um 7.30 Uhr wurden wir zu einer Tour durch die Mabamba-Sümpfe abgeholt. Kim war in seinem alten Toyota superpünktlich. Wir fuhren auf belebten Straßen zum nicht weit entfernten Ufer des Victoriasees. Der See ist der drittgrösste der Welt und der grösste in Afrika. Dort stiegen wir in einen Holzkahn und schipperten ungefähr eine Stunde bis zu dem Sumpfgebiet.
Ziel des Ausflugs war es, den Schuhschnabel zu finden. Kim erzählte uns einiges über Land, Leute und etwas Politik. Wir konnten unzählige Kingfisher beim Versuch Fische zu erbeuten, beobachten. Ebenso Hammerköpfe, Schlangenhalsvögel und Kormorane. Auch einen Palmgeier konnten wir im Flug beobachten.
An den Sümpfen angekommen, wechselten wir in ein kleineres Boot mit zwei Polern. Wir fuhren schmale Wasserstraßen, die mit hübschen Wasserlilien bewachsen waren. Besonders freute uns ein Malachit Kingfisher, der fehlte immer noch in unserer Sammlung.
Malachit Kingfisher
Yellow-billed Duck
Die Poler standen in Kontakt mit einem anderen Boot und die hatten den gesuchten Vogel gefunden 🙂 Wir drehten wieder um und bogen in einen anderen Kanal ein. Und da war er dann. Ist schon ein urtümliches Tier. Er sah aus als würde er lachen, als er nach drei vorwitzigen Kronenkiebitzen schnappte. Allzu lange vergönnte er uns seinen Anblick nicht, dann flog er davon. Aber wir hatten ihn gesehen, darüber waren wir echt happy 🙂 🙂
Wir fuhren wieder zurück, wechselten das Boot und fuhren zurück zur Ausgangsstelle. Wir hatten ein super Wetter erwischt, gestern hatte es noch geregnet.
Kim fuhr uns zur 2 friends Beach Bar. Dort gab es eine Plattform, bequem ausgestattet mit einer Bank und dicken weichen Kissen. Eine Wohltat nach den harten Holzbalken im Boot. Hier hatten wir eine schöne Aussicht auf den See und die zahlreichen Wasservögel. Es gab einen kleinen Mittagssnack, Bier und einen alkoholfreien Cocktail mit Ingwer - sehr lecker. Hier konnten wir es gut aushalten.
African open-billed Storck
???
Samosas
Nachmittags kam Kim wieder und brachte uns zurück zum Guesthouse. Vor dem Zimmer gab es bequeme Stühle, gut um etwas zu lesen, zu Schreiben oder auch um die anderen Gäste zu beobachten. Das Abendessen wurde heute im Garten serviert, wir waren schon gespannt. Es gab dann ein bisschen von "Allem" - Lamm, Fisch, Reis und Gemüse, dazu ein Gläschen Wein. Es hat uns sehr gut geschmeckt und wie immer wurde alles zügig serviert.
Anmerkung: Die Strand-Bar vom 2Friends-Hotel können wir wirklich empfehlen. Leckeres Essen, schöne Sitzgelegenheiten, nette Bedienung und schöne Aussicht 🙂
Morgen bekommen wir dann unser Auto und die Selbstfahrertour kann losgehen. Auf den Verkehr in Kampala waren wir schon sehr gespannt 😐
da werden schöne Erinnerungen wach! Tolles Bild - einen lachenden Schuhschnabel habe ich noch nie gesehen!
Anmerkung: Die Strand-Bar vom 2Friends-Hotel können wir wirklich empfehlen. Leckeres Essen, schöne Sitzgelegenheiten, nette Bedienung und schöne Aussicht 🙂
Da können wir nur zustimmen! Das Hotel und die Bar waren für uns der ideale Start - und Endpunkt unserer Reise.
Die Nacht war abgesehen von Hundegebell und einem Nachbarschaftsstreit, ruhig. Ralf war nervös 😗 , dann heute wurde unser Auto gebracht und die Ugandareise konnte nun richtig beginnen. Pünktlich um 08:00 Uhr kam der Fahrer von Alpha Rental Car und brachte einen Suzuki Escudo, immerhin 21 Jahre alt. Aber gut in Schuss und gepflegt, zumindest dem ersten Eindruck nach . Nach kurzer Erklärung, Erledigung der Vertragsmodalitäten und Übergabe der Permits fürs Gorilla- und Schimpansentracking, konnte es auch schon losgehen 🙂
Wir hatten vereinbart, dass wir durch Kampala gefahren werden und so konnten wir uns langsam an den dort vorherrschenden Verkehr gewöhnen. Nach Kampala wollten eine Unmenge an Autos und noch viel mehr Boda Bodas, die allgegenwärtigen Mopeds. Am Samstag wohl etwas weniger als unter der Woche, aber immer noch mehr als die Straßen aufnehmen konnten. Wir hätten uns gar nicht auf den Verkehr konzentrieren können, denn es gab eine Unmenge zu sehen. Das Leben spielte sich auf der Straße an den zahlreichen kleinen Läden ab, an denen vom Bett bis zur Türe alles, aber auch wirklich alles verkauft wurde. Die Seitenstraßen, die von der Hauptstraße abgingen waren in den Vororten nicht geteert und sahen teilweise mehr als abenteuerlich aus. In Kampala standen wir dann minutenlang im Stau ohne das sich irgendwas bewegte. An der folgenden Kreuzung fuhren gefühlt hunderte von Boda Bodas bei Grün los, wir kamen uns vor wie im Film 🤩 Aber alles hatte irgendwie seine Ordnung und mit Hupen und vorsichtigem Fahren ging es durch den Moloch.
Unser Fahrer hatte irgendwann beschlossen, dass wir nun alleine weiter können. An einer Tankstelle wurde aufgetankt und dann durfte Ralf ans Steuer 😎 Er kämpfte sich tapfer um die Bodas und meisterte einen riesigen Kreisverkehr und dann hatten wir Kampala und seine Vororte verlassen. Es wurde ruhiger und das Fahren angenehmer. Wir passierten viele Dörfer und an den Straßen herrschte reges Treiben. Irgendwann brauchten wir eine Pause und hielten an. Sofort kamen Verkäufer, die uns Obst, Fleischspieße und Getränke verkaufen wollten 😐 Alle Verkäufer waren in lila Kittel gekleidet, sie bieten den Reisenden in den Überlandbussen und Taxis ihre Waren an. Aber einmal ein "Nein" war ausreichend. Hier wurden wir auch erstmals als Muzungus bezeichnet.
Bis zur Amuka Lodge im Ziwa Rhino Sanctuary war es nun nicht mehr weit. Nachdem wir von der Hauptstraße abgebogen waren, mussten wir noch 7 km bis zum Gate zurück legen. Dort mussten wir uns registrieren und konnten dann weiter bis zur Lodge fahren. Dort wurden wir sehr freundlich mit einem Fruchtsaft empfangen.
Da unser Chalet noch nicht fertig war, bestellten wir ein kleines Mittagessen, das gar nicht so klein war. Anschließend bezogen wir dann das Haus Taleo. Es war sehr großzügig geschnitten, aber ein bisschen lieblos eingerichtet und auch gebaut. So ist z.B. die Dachkonstruktion aus normalen Bauholz so wie man es bei uns auch im Baumarkt bekommt. Bei dem Preis haben wir schon etwas die Liebe zum Detail vermisst.
Wir zogen uns um und dann gings los zum Rhinotracking, aber nicht mit dem Auto sondern zu Fuß. Zuerst fuhren wir aber noch eine Stück mit dem Auto, bis wir die UWA Rangerstation erreichten. Dort empfing uns Ronald, einer der über 120 beschäftigten Ranger, die hier im 2-Schichtbetrieb über die aktuell 19 Rhinos wachten. Wir fuhren nochmals ein Stück und folgten Ronald dann im Gänsemarsch durch die Botanik. Lange dauerte es nicht, bis wir eine Rhino-Mama mit ihrem Jungen gefunden hatten. Es war unglaublich, wie nah wir den Tieren kamen und interessiert waren die Tiere nur am Gras 😮
Wir wanderten immer etwas abseits, damit die Tiere ungestört ihrer Nahrungsaufnahme nachgehen konnten. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen, aber nur für eine kurze Zeit. Nochmals fanden wir ein Muttertier mit Jungem und später noch 4 weibliche Tiere, die in einem Waldstück lagen. Wir fanden es toll, dass wir den Tieren so nahe kommen konnten und Ronald uns viel Wissenswertes erzählte.
Später machten wir uns frisch fürs Abendessen. Es gab Kürbissuppe, Rindfleisch mit Reis und zum Nachtisch eine Milktart. Sehr lecker 🙂
bei dieser Reise bin ich gerne dabei, schließlich steht Uganda ganz ober auf unserer Wunschliste. Der Schuhschnabel hat sich für Euch perfekt in Szene gesetzt, und die Beachbar (kann mich gut an den RB von Konni erinnern), ist wirklich ein schöner Flecken.
Ihr habt einen schönen Schreibstil, exakt alles erklärt, eine Reise, die man regelrecht dublizieren könnte. Und das Ganze gespickt mit wunderschönen Bildern. DANKE !!! 🙂
ich hüpfe hier auch noch mit rein. Uganda hat mich immer schon fasziniert und ich könnte mir gut vorstellen, dass uns unsere nächste Afrikareise dorthin führt !
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.