chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201128. Juni 2017 · #1
Liebe Fomis,
auf Ermahnung einer besonders lieben Forumsbekannten (hallo Buma!!! 😁 ) schreibe ich nun endlich ein paar Eindrücke zu unserer Reise im August/September 2016 auf. Es soll kein Reisebericht im klassischen Sinne werden, da hier schon so viele wundervolle Tierfotos zu bestaunen sind, sondern ich möchte nur unsere Eindrücke von unseren Camps und Unterkünften wiedergeben sowie unsere Erfahrung mit den Fahrzeugen und deren Vermieter und zum Schluss die Sichtung aller Sichtungen (zumindest für uns) präsentieren, die die Besucher des letzten Nordforumstreffens schon kennen. 🤩
Savanna Autovermietung
Wir hatten für uns einen Hilux Bushcamper von Savanna und für unseren Sohn nebst Freundin einen Hilux Expedition. Ursprünglich war die Fahrt geplant für 6 Personen und alles hin und her wie ein Zelt weniger, aber Schlafsäcke trotzdem 6, Stühle nur 4 und ähnlich eigentlich unwichtige Dinge wurde von Savanna geduldig ertragen. Wir wurden pünktlich am Flughafen abgeholt, zur Pension gebracht, von der aus wir mittags zu Fuss zu Savanna marschiert sind, um unsere Autos zu übernehmen. Alles wurde ausführlich erklärt, die Reifen waren in Ordnung, der extra große Cooler wie gewünscht im Bushcamper. Zufrieden fuhren wir von dannen.
In Swakopmund funktionierte die Batterie des Expedition nicht mehr und das Auto ließ sich nicht starten. Nach einem Anruf bei Savanna in Windhoek ging´s zu einer Werkstatt und die Batterie wurde zügig ausgetauscht. Es war natürlich von Vorteil, dass dies ausgerechnet in Swakopmund und nicht etwa in Kongola oder mitten im Etosha passiert ist. Wir mussten nichts zahlen, weder dort noch später.
Wir hatten keinen Platten und auch sonst lief alles problemlos, die Rückgabe ging schnell. Wir sind inzwischen treue Savannakunden, fühlen uns dort gut aufgehoben, wenngleich es wohl preislich günstigere Vermieter gibt. Wir empfehlen den Vermieter bedenkenlos weiter.
Pension Uhland
In Windhoek haben wir in der Pension Uhland übernachtet. Sie wollten eigentlich schließen, aber durch den Wassermangel konnte das auf den Gelände geplante Bauvorhaben nicht beginnen und so haben sie ihre Pension noch geöffnet. Wie lange allerdings noch, weiß ich nicht. Die Zimmer sind einfach aber sauber, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück war super mit Rauchfleisch und frisch gebackenem Brot. Der Garten wirkt nicht zuletzt durch den abgedeckten Pool nur bedingt einladend, aber das ist nun mal Vorschrift. Es wurde aber mehrfach angeboten, den Pool für uns abzudecken. Man kann von hier aus prima zu Fuss in die Stadt gehen. Wir würden, wenn sie dann noch existiert, die Pension wieder besuchen, da sie sehr preiswert und gut gelegen ist.
Weitere Empfehlungen für Windhoek: Stadtrundfahrt mit Carsten Möhle von Bwana Tucke Tucke, Botanischer Garten, Essen im Stellenbosch.
Sesriem Campsite
Die staatliche Campsite ist unserer Meinung nach besser als ihr Ruf. Die sanitären Anlagen könnten mal renoviert werden, aber die Lage IM Park ist unschlagbar und die einzelnen Stellplätze liegen weit auseinander, sind recht groß und haben schattenspendende Bäume. Außerdem hatten wir Oryxe und Sprindböcke nahe bei und den Pool hat unsere Jugend auch genutzt.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201128. Juni 2017 · #2
Appartment an der Mole (Cornerstone Guesthouse)
Ein wunderschönes Appartment mit drei Schlafzimmern und zwei Badezimmern in Swakopmund direkt am Wasser, unglaublich nette Betreiber, super Sicherheitsanlagen, toll eingerichtet, Waschmaschine. Auch von hier aus kann man zu Fuß zu Supermärkten und Restaurants gehen. Beim nächsten Mal Swakopmund geht´s da wieder hin, wenn´s ein Appartment sein soll.
Weitere Empfehlungen: Little Five Tour, Katamaranfahrt, wandern im Swakoptal, Mondlandschaft, Welwitschias.
Gutes Wildfleisch haben wir im Meat Market gegenüber vom Superspar gekauft, verschiedene Sorten, portionsweise eingeschweisst, leckeres Biltong und tolle Gewürze.
Gegessen haben wir in der Wurstbude, einfach, sehr preiswert, aber super Pizzas; bei Sam im Sam´s Giardino, Menue auf Vorbestellung, wir mögen Sam und wir mögen sein Essen und seine excellente Weinauswahl; im Hansa Hotel, sehr gediegen und geschmeckt hat´s uns prima, etwas hochpreisiger, aber angemessen.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201128. Juni 2017 · #3
Mowani Mountain Camp
Wir wussten, dass man die Einrichtungen der Lodge nicht benutzen darf als Camper und die Lodge war auch so weit weg, dass wir von ihr gar nichts gesehen haben. Die einzelnen Campsites liegen nicht zu eng beienander, die Private Ablutions sind sauber und schön in die Felsen integriert. Jeden Nachmittag wurde der Donkey eingeheizt für warme Duschen und die Landschaft ist atemberaubend. Es gibt keinen Strom . Die lästigen Fliegen, von denen andere berichtet haben, hatten wir Gott sei Dank nicht.Wir sind in den Felsen rumgekraxelt und hatten in der Nähe etliche Klippschliefer-Familien.
Zum Living Museum der Damara und nach Tweifelfontein ist es nicht weit.
Etosha Roadside Halt
Ganz nah am Galton Gate mit eigenem Wasserloch, an dem wir viele Tiere gesehen haben (2015 sogar 5 Löwen). Die Plätze sind um eine Felsgruppe herum angeordnet und wenn´s hier voll ist, steht man rech eng beieinander. Bei beiden Besuchen war außer uns aber je nur ein weiterer Platz besetzt. Letztes Jahr war ein kleiner Planschpool fertiggestellt, die weiteren Arbeiten scheitern an Diskrepanzen administrativer Art. Wir hoffen, die Campsite bleibt bestehen, die Lage ist prima, wir hatten immer Tiere am Wasserloch und zudem viele verschiedene Vogelarten. Die Ablutions sind basic, aber für uns völlig in Ordnung.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Liebe Karin, ich nehme meine spitze Bemerkung in Deinem anderen Fred "Forumstreffen Herrmannsburg" sofort und unwiderruflich zurück, da ich hoffen, dass Du jetzt bald das Foto aller Fotos -das Fotissimo- einstellen wirst. Danke für diesen schönen Bericht, der interessant und sehr informativ ist. Viele Grüße (auch an Deine Herren Sohn und Gatte). Marga
Matchless13 Beiträge · seit 201729. Juni 2017 · #5
Mowani Mountain Camp... Wunderschön! Da kann ich Dir nur beipflichten. Wir hatten Stellplatz Nr.7, mit dem schönsten Badezimmer, das ich je in meinem Leben benutzen durfte. Beim Duschen Aussicht über die weite Ebene. Das ist unvergeßlich. Die Lodge Einrichtungen darf man nicht benutzen, stimmt. Aber seis drum, wer braucht das schon bei so einer Campsite. Auf dem Grill ein Orix-Filet, im Glas ein guter Wein vom Oranje... da brauche ich keinen Kellner mit Stock im Popo. 😛 Noch bevor ich morgens überhaupt dazu kam selber anzuheizen, hörte ich schon die Schubkarre des unglaublich netten Angestellten über den Platz rumpeln und dann konnte ich bald schon den Duft des Feuers riechen, das er für uns im Donkey entfacht hatte. Die Erinnerung wird mich durch den nächsten Winter retten. 🙂
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201429. Juni 2017 · #6
Liebe Karin,
das Appartment an der Mole können wir auch sehr empfehlen - das ist schon sehr schön dort. Nächstes Jahr versuchen wir es aber mal direkt im Cornerstone Guesthouse 😎
Ich bin schon sehr gespannt auf die "Jahrhundertsichtung" 😮 🤩
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201629. Juni 2017 · #7
Hallo Sabine! Haben 2x direkt im Guesthouse genächtigt, sehr empfehlenswert. LG Ernst
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201129. Juni 2017 · #8
Oh, oh, wer hoch stapelt, wird tief fallen. Nicht, dass Ihr mir am Ende noch alle enttäuscht seid.
@Buma Du bist dann auf jeden Fall alles schuld. 😄 Du hast mich angefeuert. 😗 Danke für die Grüße, werden mit Freude weitergegeben. Hier geht es übrigens allen gut. Euch hoffentlich auch.
@Matchless Genau so haben wir es auch empfunden und sind dort gerne auf Entdeckungstour gegangen.
@Appelgreen Tja, Sabine, rate mal, warum wir in dem tollen Appartment gelandet sind. 😘 Ich hatte Dir ja schon gestanden, dass ich den Großteil unserer Unterkünfte für die Gardenroute bei Dir "geklaut" habe, in Wahrheit haben wir schon früher angefangen. 😄
@Ernst54 Beim Guesthouse muss man für das Appartment einchecken und bekommt da schon mal die besondere Freundlichkeit der Leute mit und sieht den Frühstücksraum und den Garten. Ich glaube aufs Wort, dass es dort sehr schön ist.
Danke für Eure Rückmeldungen und liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201429. Juni 2017 · #9
chamäleon2011 schrieb:
@Appelgreen Tja, Sabine, rate mal, warum wir in dem tollen Appartment gelandet sind. 😘 Ich hatte Dir ja schon gestanden, dass ich den Großteil unserer Unterkünfte für die Gardenroute bei Dir "geklaut" habe, in Wahrheit haben wir schon früher angefangen. 😄
😄 😄 Hab ich mir schon fast so etwas geahnt 😎 😗 Aber hier im Forum ist virtuelles Klauen ja auch explizit erlaubt 😛 Freut mich, dass wir wieder etwas beisteuern konnten!
Hallo Karin, Auch wenn ich die Jahrhundertsichtung schön mit 3 Minütigem boooooooaaaaaaaa wie schööööön, uuuuuuuunglaaaaauuuuublich! In Hermannsburg genügend bestaunt habe, freue ich ich sehr, dass die liebe Buma dich angestiftet hat, es noch mal hier zu zeigen. Liebe Grüße Sasa
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201130. Juni 2017 · #11
Na, dann mach ich mal schnell weiter, damit die Spannung nicht weiter steigt, sonst sind am Ende noch mehr enttäuscht.
Olifantsrus (Etosha)
Dies ist für uns die schönste Campsite im Etosha, weil sie nicht so rummelig ist. Enger als auf vielen anderen Campsites ist es tzotzdem, aber es gibt Strom, akzeptable Ablutions, einen Shop, der allerdings nur Getränke und Grillkohle hat und ein sehr, sehr schönes Wasserloch mit einem aufwendig gebauten Hide. Dort haben wir Nashörner, Elefanten und vieles andere gesehen. Das Rotlicht bei Dunkelheit stört die Fotografen sicher, zum Schauen ist es ok. Die junge Dame am Empfand ist superfreundlich und läuft auch mal eine Runde über den Platz und informiert, wenn was Besonderes am Wasserloch zu sehen ist. Die Schattenbäume müssen noch wachsen, da haben dann vielleicht unsere Enkel mal was von. 😗
Die Bilder sind nicht preisverdächtig 😛 , zeigen aber einigermaßen, was ich vermitteln will. Auf dem zweiten sind zwei Elis am Wasserloch, fotografiert von unserem Stellplatz aus.
Okaukuejo
Jeder kennt es, keiner mag es und trotzdem fahren alle hin, wir auch. Es ist rummelig, es ist voll, es ist eng, die Ablutions sind so lala ... aaaber ... das Wasserloch ... Wir hatten abends dort 8 Nashörner 🤩 🤩 , darunter mehrere Mütter mit Kälbern, Elefanten satt, Giraffen, Antilopen, Schakale, auf dem Platz Vögel und Erdhörnchen. Ein Leo soll sich am Wasserloch auch ab und an einfinden, den haben wir aber nicht entdeckt. Der Shop hatte mäßig Fleisch, aber gutes Brot und EISCREME. 😗
Unsere Jugend hat den Pool genutzt und auch eine Familie, die wir am ersten Abend bei Joey´s kennengelernt hatten, hat sich mit den Kindern dort aufgehalten. So ein Pool ist bei Hitze schon nicht schlecht.
Halali
Es ist hier nicht so schrecklich anders als in Okaukuejo, vielleicht etwas weniger rummelig, das Wasserloch ist ein bisschen weiter weg, mit etwas Glück aber auch sehr ergibig. Den Honigdachs, der dort wohnt, haben wir leider nicht gesehen. 😐 Einen mehr oder weniger gut sortierten Shop und einen Pool gibt es hier auch und eine Tankstelle ebenfalls. Wir konnten sogar mit Kreditkarte bezahlen. Abends haben wir uns ein Essen im Restaurant gegönnt, es war ok, mehr aber leider nicht. 2013, als wir schon mal dort essen waren, war es deutlich besser. Für Besucher ohne Camping- und Braaiausrüstung ist es in Ordnung, wenn man eh alles dabei hat, kann man lieber selber grillen. Ein Foto vom Platz kann ich leider nicht bieten.
Auf dem Weg haben wir die Ombilistiftung besucht, weil ich dort unbedingt ein großes Mobile kaufen musste. Beim ersten Besuch hatte ich nur ein kleines gekauft, großer Fehler. 😛 Dann haben wir noch am Big Tree angehalten, ein kleiner Spaziergang zu einem wirklich imposanten Baum tat gut. Ein bisschen Beine vertreten zwischendurch.
Mururani
Das war unsere "ungewöhnlichste" Campsite. Ich hatte vorher geschaut, was so ungefähr den Weg von Halali nach Divundu teilt und bin darauf gestoßen. Wir hatten nicht reserviert und ich habe vorher angerufen, ob wir kommen dürfen. Angekommen konnte ich dann die überraschte Reaktion der Dame am Telefon verstehen. Außer uns war noch ein einzelner Mann dort. Die Campsite an sich ist gar nicht schlecht, ganz hübsch angelegt, aber sie liegt DIREKT an der Vetcontrol und somit direkt an der Straße. Eigentlich mag ich solche Plätze schon aus Sicherheitsgründen gar nicht, aber es hat dort auch eine Polizeistation, sodass ich dachte, man wirrd schon ein Auge auf uns haben. An der Tankstelle vor der Campsite gibt es einen Shop, bei dem wir bezahlt haben (sehr preiswert 😉 ) und wo ich frische Milch nachkaufen konnte. Alles andere hatten wir noch dabei.
Der Blick in die andere Richtung gehr leider zur Straße und zur Kontrollstation.
Nicht weit hinter der Tankstelle mit den Shop liegt der Campingplatz.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201130. Juni 2017 · #12
Ndhovu Lodge Campsite
Hier ist es wirklich schön, wir kannten die Campsite durch Andi, unseren Guide von 2014 und wollten unbedingt wieder hin. Die Lodge hat einen Stellplatz, den sie exclusiv immer nur an eine Gruppe vergibt, egal, ob diese aus 2 oder 10 Leuten besteht. Daher ist reservieren sehr sinnvoll. Es gibt zwei Duschen und Toiletten, eine Art Pavillon in der Mitte mit Strom und Wasser, wo man Essen zubereiten kann. Der Platz liegt direkt am Wasser, auf der anderen Uferseite haben wir Elefanten gesehen, Hippos sieht man oft und hört sie immer. Einen Wasserwaran haben wir entdeckt und Vögel gab´s natürlich auch, z.B. einen fischenden Kingfisher. Schattenspendende Bäume sind vorhanden und die Besitzer waren ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Wir haben abends gegrillt, aber das Essen in der Lodge roch gut. 😎
Bilck von der Campsite auf den Flusss
Weitere Aussicht von der Campsite
Alles nur für uns
Was man hier machen kann: Eine Sundowner-Bootstour hat uns sehr gut gefallen, viele Elefanten, Hippos, Krokodile und viele verschiedene Vögel, darunter ein Malachit-Kingfisher, den wir ganz nah und lange beobachten konnten. Außerdem waren wir im Mahango und in der Buffalo Core Area. Dort haben wir große Herden Rappen- iund Pferdeantilopen gesehen, über die ich mich riesig gefreut habe. Im Buffalo Park gab´s dem Namen entsprechend reichlich Büffel. Beide Parks finden wir ausgesprochen sehenswert.
Mavunje Camp
Wir mögen die Campsite, wir mögen Dan, den Besitzer, der mit seinen Mashi Safaris unvergessliche Bootstouren anbietet, für mich ein persönliches Highlight eines Urlaubs im Caprivi. Auch dieses Camp hatten wir mit Andi kennengelernt und haben es nicht bereut, wieder hingefahren zu sein. Wir hatten die Site Nr. 1, die schönste, weil sie direkt am Wasser liegt. Eine Gruppe Hippos direkt vor dem "Wohnzimmer" hat uns unterhalten, die ganze Nacht besuchten uns Elefanten auf dem Platz (die Fussabdrücke waren direkt neben unseren Leitern). Es gibt warme Duschen und eine "Küche" mit Wasser und Ablagemöglichkeiten und das "Wohnzimmer" mit Tisch und Stühlen. Die wenigen Plätze sind so weit auseinander, dass man von den Nachbarn nichts mitbekommt.
Blick aus dem Wohnzimmer auf den Fluss
Auf dem Weg zum "Badehaus"
Wir haben eine Ganztagestour mit dem Boot, gesteuert von Dan persönlich, gemacht. Es gab Getränke und Mittagessen, einige Elefanten, viele Hippos und einen unglaublichen Vogelreichtum, unter anderem diverse Reiherarten und etliche Schreiseeadler. Die Gespräche mit Dan über Conservation, das Zusammenspiel von Mensch und Tier und auch über seinen verstorbenen Freund Andi, mit dem wir ja zusammen bei ihm waren, waren intensiv und für uns unendlich wervoll. Dan ist ein Mensch mit viel Gefühl für die Gegend und viel Wissen über Flora und Fauna und zudem ein humorvoller Unterhalter.
Auf dem Boot
Natürlich waren wir auf der Fahrt zum Mavunje Camp noch am Horseshoe, der definitiv nicht fehlen darf. Unmengen Elefanten und eine grandiose Landschaft hatten wir dort.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201130. Juni 2017 · #13
Roy´s Rest Camp
Das Camp hat eine fast unschlagbare Lage, wenn man aus dem Caprivi wieder grob Richtung Windhoek fährt. Auch hier hatten wir nicht vorgebucht (nur zwei Unterkünfte insgesamt hatten wir offen gelassen, wir sind Schisshasen 😛 ) Alles ist gepflegt, seit 2014 hatte man einiges verändert am Wasserloch und drum herum, einen Stellplatz für Overländer geschaffen ... Das kleine Wasserloch ist nett, wir hatten dort ein paar Antilopen, die Ablutions sind in Ordnung, es gab Strom. Wir hätten auch im Restaurant zu Abend essen können, hatten aber genug eigenen Vorrat dabei. So haben wir nur an der Bar was getrunken. Als Zwischenstopp war´s für uns eine gute Wahl.
Waterberg Rest Camp
Das Camp hat eigentlich immer was frei, es gibt viele Plätze. Wir kennen es nicht wirklich voll, möchten wir auch nicht. 😎 So, wie wir es kennen, ist es gut, sehr viele Vögel, Zebramangusten, die einem fast über die Füsse laufen und Paviane, vor denen man alles in Sicherheit bringen muss. Die Ablutions sind ok, warme Duschen, Strom. Einen Shop, in dem man Kleinigkeiten und Feuerholz bekommt, gibt´s an der Einfahrt zum Park, wo auch eine Tankstelle ist. Es sind nur ein paar Meter dorthin. Man kann Gamedrives buchen und schöne kleine Wanderungen machen, natürlich rauf auf´s Plateau, von wo man eine herrliche Aussicht hat und unten durch den Wald mit Dikdiks garantiert. Das Auto braucht man erst wieder, wenn man weiterfährt. Der Soldatenfriedhof ist für Geschichtsinteressierte noch sehr interessant.
Okonjima
Hier gibt es wunderschöne Campsites, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Die einzelnen Plätze liegen so weit auseinander, dass man von anderen Gästen nichts mitbekommt, der Kies auf unserem Platz war frisch gefegt, als wir ankamen, die Ablutions (2 WCs und 2 Duschen pro Platz) sind zum Busch hin offen und so angelegt, dass man von der einen nicht in die andere "Kabine" schauen kann. Es gibt einen vorne offenen Unterstand mit Wasser, Strom und Ablagefläche, bei unserem Platz vielleicht für 4 Personen etwas überdimensioniert. 😉 Warmes Wasser hat´s rund um die Uhr. Einen eigenen Pool für die Campsites gibt´s auch noch, lustig anzuschauen mit saftiggrünem Gras drumherum. 🤩 Wir konnten entgegen der Aussagen auf der Homepage problemlos alle von uns gewünschten Gamedrives buchen.
Unser Stellplatz
Weg zu den Duschen und WCs
Blick aus einer der Duschen
Man kann ein wenig umherwandern (bei Hitze, da es kaum Schatten gibt, aber nur bedingt nett) und halt zwischen den vielen verschiedenen Gamedrives aussuchen. Die Africat Tour, auf der man viel über den Schutz der Großkatzen erfährt und auch einen (gefangenen) Leo und einige Geparden sieht, ist fast schon Pflicht. Zudem haben wir uns noch zu einer Leoparden-Tour und einer Wildhunde-Tour entschieden. Bei beiden Touren sollten die "gebuchten" Tiere nicht zur Hauptarttraktion werden.
Auf der Leoparden-Tour haben wir (bzw. unser Guide) lange "getrackt", bis endlich ein Leo entdeckt wurde. Ein zweites Fahrzeug war auch in der Nähe und es ging wirklich mitten durch den Busch. Der so bedrängte Leo fand das offenbar ziemlich doof (konnte ich sogar verstehen) 🙁 und verdrückte sich, nachdem wir nicht viel mehr als seine Schwanzspitze gesehen hatten, im Busch. Aber auf der Fahrt zu ihm lagen und standen mitten auf der Pad 5 Löffelhunde. 🤩 🤩 🤩 Ich mag diese Tiere sehr, so oft sieht man (wir??) sie nicht und dann gleich so viele.
Natürlich verließen sie den Schauplatz, als wir kamen.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201102. Juli 2017 · #14
Nun kam der letzte Gamedrive des Urlaubs, ein Wilddog-Tracking. Ich habe Wilddogs bisher nur auf Fotos hier im Forum gesehen und wollte sie endlich mal live erleben. Wir fanden sie schnell, völlig vollgefressen an einem Wasserloch. Vom ursprünglich größeren Rudel sind nur noch zwei Tiere übrig und die "Sichtung" war nur bedingt spektakulär.
Aktivitätsmaximum 😊 😠
Dann begannen unsere jungen Leute zu drängeln, mein Mann (er saß vorne neben dem Guide) solle doch mal nach einem Pangolin fragen, er wolle doch so gerne mal eins sehen und laut einem jungen Angestellten, mit dem man sich am Pool unterhalten habe, würde doch immmer mal wieder eins gesichtet. Also fragte mein Mann und genau in dem Moment wurde über Funk mitgeteilt, dass eins entdeckt worden war, natürlich ganz am anderen Ende des Gebietes. Unser Guide raste (anders kann man es nicht nennen) los und endlich kamen wir an den Ort des Geschehens. Dort stand ein weiteres Gamedrive-Fahrzeug mit Guide und Tracker, und dieser hatte die Spuren entdeckt. Was wir nach dem Aussteigen und einigen Schritten in den Busch hinein sahen, verschlug uns fast den Atem.
Wir haben vorher so etwas auch noch auf keinem Foto gesehen. Das Muttertier hätte sich sicher gerne eingerollt, konnte dies aber mit dem Jungen auf dem Rücken natürlich nicht. So konnten wir die beiden eine ganze Weile aus der Nähe betrachten. Keiner der Anwesenden machte Lärm oder versuchte gar, die Tiere anzufassen. Alle waren sehr ergriffen.
Sobald ich rausbekommen habe, wie ich ein Video hochlade, wird das nachgeliefert. Dort sieht man sehr schön, dass die Tiere nur auf ihren Hinterbeinen laufen. Falls jemand einen Tip für mich hat, wie das geht, bitte her damit.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. Juli 2017 · #18
Liebe Karin,
na da hast Du ja nun wirklich nicht übertrieben 🤩 🤩 Eine sehr besondere und eindrucksvolle Sichtung!!!
Sehr beneidenswert.... 😎
Zum Video: Leider gehen hier im Forum so weit mir bekannt nur Links zu Youtube -was ich persönlich total bescheuert finde - da man dort die Videos komplett öffentlich stellen muss 😈 Meine Videos in YouTube habe ich zwischenzeitlich wieder privat gestellt, da dort Hinz und Kunz saublöde Kommentare (hauptsächlich zum Büffelkill im Ngorongoro) dazu geschrieben hat. Dann kann man sie hier im Forum allerdings auch nicht mehr sehen.
Also auf YouTube hochladen, öffentlich freigegeben und dann den angezeigten Link hier einfach als Text einfügen.
Vielleicht geht es aber auch anders - wäre da auch für jeden Tipp dankbar.
Liebe Grüße und Danke fürs Teilen dieser tollen Sichtung 😘
Champagner8'684 Beiträge · seit 201002. Juli 2017 · #19
Hallo Karin,
ich hatte mir ja so dies und das ausgedacht, was die Jahrhundertsichtung sein könnte - aber auf ein Pangolin mit Kind bin ich nun wirklich nicht gekommen, soweit reichte meine Fantasie nicht 🤩 !
Herzlichen Glückwunsch zu dieser unglaublichen Sichtung und der Tatsache, dass Ihr auch noch tolle Fotos davon machen konntet!
Das mit dem Video kenne ich auch so - hochladen bei Youtube oder Vimeo und dann einfach den Link kopieren und hier einfügen (also ohne irgendwelche Klammern oder anderen Schnickschnack).
chamäleon2011Themenstarter2'497 Beiträge · seit 201102. Juli 2017 · #20
Hallo BMW, Margitta, Dani, Sabine und Bele,
ich freue mich sehr über Euer Lob, vor allem, da ich schon Angst hatte, alle wären nach den Vorschusslorberen derer, die die Bilder schon auf dem Nordforumstreffen gesehen haben, nun enttäuscht.
Danke auch für die Tips zum Video hochladen, ich werden es nachher ausprobieren.
Liebe Grüße Karin (und Klaus-Achim, ohne den es weder Fotos noch Video gäbe 😘 )
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!