Wüstenpferde in Garub

153 Antworten · 38,6k Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2016 von solitaire
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Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201104. Okt. 2016 · #1
Hallo liebe Leute,
weiß jemand wie es um die Wüstenpferd in Garub momentan steht? Sie leiden ja wahrscheinlich auch sehr unter der Trockenheit. Waren sie in letzter Zeit zu sehen? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, um die man sie eher sieht? Sind sie nur von der Straße aus zu beobachten oder kann man sie auch im Rahmen einer Tour abseits sehen?

Liebe Grüße
Solitaire
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4'140 Beiträge · seit 200904. Okt. 2016 · #2
Hallo solitaire,
ich war zwar nicht in letzter Zeit bei Garub, kann dir aber sagen, dass dort die Wasserstelle immer befüllt ist und in Notzeiten auch dazugefüttert wird. Wenn du die Pferde also sehen willst, dann ist rechts der Straße nach Lüderitz bei der Wasserstelle von Garub die beste Möglichkeit.
Gruß:
Burschi
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33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2016 · #3
Hallo Solitaire,
weiß jemand wie es um die Wüstenpferd in Garub momentan steht?
die Pferde werden seit gut zwei Jahren durchgehend gefüttert. Die Kosten sollen bei mehr als N$ 100.000 pro Monat liegen. Zur aktuellen Situation siehe http://www.wild-horses-namibia.com/ bzw. https://www.facebook.com/NamibiaWildHorses/

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'409 Beiträge · seit 201004. Okt. 2016 · #4
Hallo Solitaire,

waren vor ca. 2 Wochen bei den Wildpferden. Immerhin waren 4-5 Tiere am Wasserloch bzw. sind um den Hide rumgesprungen. Eine weitere kleinere Herde war nur übers Fernglas auszumachen. Mehr haben wir nicht gesehen.

Viele Grüße
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
1'455 Beiträge · seit 200604. Okt. 2016 · #5
Hallo,

da es leider ein trockenes Jahr ist, verteilen sich die Pferde ueber eine sehr grosse Flaeche um Futter zu finden.
Deswegen ist am Wasserloch selbst nicht immer viel los.
Christine von Klein-Aus Vista bringt immer Futter raus, was entweder direkt gespendet oder ueber Geldspenden finanziert wird.
Vor etwa 2 Wochen hat es dort ein bisschen Regen gegeben und ein paar Grashalme wagen sich an die Oberflaeche.
Ohne die Spenden wuerden sich die brauen Hyaenen dort noch mehr vollfressen.
Was waere Garub ohne Pferde??
LG Jens
177 Beiträge · seit 201504. Okt. 2016 · #6
Was waere Garub ohne Pferde??
Eine spannende Wüstenlandschaft ohne Neozoen.
1'455 Beiträge · seit 200604. Okt. 2016 · #7
Mike17 schrieb:
Was waere Garub ohne Pferde??
Eine spannende Wüstenlandschaft ohne Neozoen.
Tja Mike, dann darfst Du leider da auch nicht hin...
241 Beiträge · seit 201625. Okt. 2016 · #8
Eine Freundin war vor zwei Wochen auf dem Weg nach Lüderitz an dem Viewpoint. Da war nur ein Pferd zu sehen, das zudem auch ziemlich ausgemergelt war.

Gruß

Thomas
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33,1k Beiträge · seit 200625. Okt. 2016 · #9
Moin Thomas,
Da war nur ein Pferd zu sehen, das zudem auch ziemlich ausgemergelt war.
dazu aktuell: "Die Zukunft der Wüstenpferde der Namib ist ungewisser als je zuvor. Wie die Gondwana Collection Namibia, die eng mit der „Wild Horses Foundation“ zusammenarbeitet, berichtet, lag der Bestand der Tiere im Juli bei weniger als 150. Seitdem soll dieser weiter abgenommen haben. Seit drei Jahren habe es kein überlebendes Fohlen mehr gegeben. Die Hyänen seien derzeit die größte Gefahr für die schwachen Tiere. Deren Überleben konnte in den vergangenen Monaten nur durch Geld- und Futterspenden sichergestellt werden." (Quelle: Hitradio Namibia, 24. Oktober 2016)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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925 Beiträge · seit 201625. Okt. 2016 · #10
Hallo,

ich würde mich dazu gerne mit einer kurzen Frage dran hängen: wir haben auf dem Weg zwischen Sesriem und Walvis Bay an der C14 kurz hinter dem Gaub ebenfalls einige Pferde gesehen, die ihrem Erscheinungsbild nach offensichtlich "wild" waren - abgemagert, zerzaust, mitten im Nirgendwo. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die "Wildpferde" nur rund um das Wasserloch bei Garub leben können und gar nicht weiter weg können und deshalb nicht so weit nördlich sein können? Oder dürfte es sich um eine andere Gruppe entlaufener oder freigelassener Pferde gehandelt haben?

Viele Grüße,

Fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
33,1k Beiträge · seit 200625. Okt. 2016 · #11
Hi Fidel,
Oder dürfte es sich um eine andere Gruppe entlaufener oder freigelassener Pferde gehandelt haben?
oder einfahc um grasende Pferde von Farmarbeitern, die dann ausgebrochen sind. Definitiv keine Namib-Wüstenpferde.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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778 Beiträge · seit 200625. Okt. 2016 · #12
Man kann übrigens über die Seite der Wild Horses Foundation ziemlich unkompliziert und offenbar ohne Verluste durch hohe Überweisungsgebühren mit Exchange4free Geld für Futter spenden:

http://www.wild-horses-namibia.com/
https://exchange4free.com/index.php

Das funktioniert 🙂

LG
Tanja
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2016
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201115. März 2017 · #14
Danke für die Info Christian.
Das ist wirklich schlimm. Ich habe mit Piet von KAV im Oktober über die Situation gesprochen. Da die Hyänen den Pferden so zusetzen, kommt einfach kein Nachwuchs hoch. Kann man gegen die Hyänen nichts machen?

Liebe Grüße
Solitaire
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33,1k Beiträge · seit 200615. März 2017 · #15
Hi solitaire,
Kann man gegen die Hyänen nichts machen?
wieso sollte man. Die Hyänen leben dort seit Jahrtausenden... die Wüstenpferde seit 120 Jahren (maximal).

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201115. März 2017 · #16
Ja, da hast Du Recht. Man verbindet die Pferde halt nur sehr mit diesem Teil Namibias und mit dem zähen Ringen aller Lebenwesen um das Überleben in so einer lebensfeindlichen, aber wunderschönen Region.

Liebe Grüße
Solitaire
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2'060 Beiträge · seit 201315. März 2017 · #17
Hallo, laut einer Antwort auf den Artikel leben die Hyänen nicht schon immer dort, sondern sind aus dem Norden eingewandert. Ich habe aber keine Ahnung, ob das stimmt.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 15. März 2017
94 Beiträge · seit 201218. März 2017 · #18
Wir waren am 3+4 März 2017 da, also vor knapp 2 Wochen. Wir haben am Wasserloch 3 Pferde gesehen und am nächsten Tag an der Straße nach Lüderitz noch mal 4 Pferde.
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201118. März 2017 · #19
Es ist immer eine Glückssache, wann wie viele Pferde zu sehen sind. Mal sind sie recht weit weg, sodass man sie nur mit einem guten Fernglas sehen kann, mal sind viele am Wasserloch, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden, dann sind gar keine zu sehen. Sie sind immer in Bewegung und in einem großen Gebiet. Ich hab alle Varianten schon erlebt.

Liebe Grüße
Solitaire
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33,1k Beiträge · seit 200622. März 2017 · #20
Moin zusammen,

es gibt eine offizielle, gemeinsame Erklärung der Wild Horses Foundation und des Umweltministeriums. Hier ein Auszug:
"Angesichts der sich zuspitzenden Lage haben die NWHF und das Ministerium für Umwelt und Tourismus unter Rücksprache mit Forschungsgruppen für Hyänen versucht, eine Lösung zu finden. Für das Umweltministerium genießen die Hyänen, deren natürlicher Lebensraum der Namib-Naukluft Park ist, Vorrang. Deshalb soll für die wilden Pferde ein Schutzgebiet geschaffen werden, das ihnen ein Überleben in Freiheit ermöglicht. Ideal wäre ein Stück Land in der Umgebung von Garub, wo sie in den vergangenen 100 Jahren gelebt haben und wo sie für Touristen und Pferdeliebhaber weiterhin erreichbar wären.
Da ein derartiges Projekt längerfristiger Planung bedarf, soll in einer möglichst kurzen Übergangsphase den Hyänen Futter zur Verfügung gestellt werden, um Beutezüge gegen die Pferde gering zu halten. Die NWHF und das Umweltministerium werden bei der Bewältigung der Krise eng zusammenarbeiten, um eine gute Lösung sowohl für die Hyänen als auch für die wilden Pferde zu finden. "

Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!