Von Palmwag aus ging es zur Khowarib Community Campsite. Die Strecke ist nicht lang und es war gut, dass wir Zeit hatten, denn unsere Zweitbatterie für den Cooler wollte nicht mehr so recht das tun, wozu eine Batterie eigentlich da ist, nämlich laden und dann funktionieren. 😈
Also haben wir unterwegs bei Savanna angerufen, zuerst unseren "Vertrauensmann", der mit uns die Wagenübergabe gemacht hatte. Da der nicht ans Handy ging, also die nächste Nummer und die mit Erfolg. Problem geschildert, gesagt, wo wir sind und zur Antwort bekommen: "Unser Heinz ist gerade in Sesfontein Kunden helfen, vielleicht könnt Ihr ein Stück über Khowarib hinausfahren. Wir geben das Problem sofort an ihn weiten." Wir also weitergefahren, kurz darauf rief unser Übergabemensch an, was wir denn wollten, er habe gesehen, dass wir angerufen hätten. Dann rief wieder jemand an, Heinz sei auf dem Weg Richtung Windhoek und käme uns quasi entgegen, da könnten wir uns auf Pad "lekker treffen". 🤩 Wir hatten durchaus das Gefühl, man gab sich redlich Mühe. Kurze Zeit später stand jemand winkend auf der Straße - Heinz. Wir haben also angehalten und nach viel Telefoniererei mit Windhoek und vielen Diskussionen zur Problemlösung wurde unsere Zweitbatterie gegen die aus Heinz Auto ausgetauscht. Unsere leckte und die neue funktionierte dann einwandfrei. Ich muss sagen, Savanna hat sich prima verhalten und uns sofort geholfen, obwohl es "nur" um den Cooler ging und nicht um die Fahrtüchtigkeit des Wagens. Uns ist aber klar, dass nur für unser Problem wohl eher nicht extra jemand aus Windhoek nach Sesfontein gekommen wäre. Glück gehabt, aber auch Lob und Dank an Savanna. 😄
In Sesfontein wollten wir noch Geld ziehen, aber der ATM von vor zwei Jahren war schlicht nicht mehr da, hatte sich wohl nicht so gelohnt dort. Also ein Stück zurück nach Khowarib und auf die Campsite. Wir bekamen Nr. 1 und hier war es wunderschön, tolle Aussicht, ein Schattendach und ein gemauerter Teil mit Spüle und "Anrichte". Je Platz gab es Toilette und Dusche, alles sauber und ordentlich.
Uns ist auf allen Community Campsites aufgefallen, dass die Leute sehr freundlich waren, wir wurden begrüßt, man stellte sich vor, fragte nach Wünschen wie Feuerholz, Einheizen des Donkeys ...
Campground
Aussicht von unserem Platz aus
Khowaribtal
Gegenüber tollten Paviane herum und freuten sich an dem, was eine Makalanipalme abwarf.
Am nächsten Morgen starteten wir zu einem unserer schönsten Streckenabschnitte. Dank Topobär und Lilytrotter fuhren wir nicht auf dem direkten Weg nach Purros, sondern einen "Umweg" durch den Hoanib und Hoarusib. Den Streckenverlauf seht ihr auf der Karte, wir hätten eigentlich durch den Ganamub fahren sollen und wollen, haben aber irgendwo die "Abzweigung" verpasst. Das war aber für uns nicht so schlimm, Giribes Plains ist auch schön. 😗
Im Hoanib waren wir schon mal, aber wieder waren wir völlig verzaubert von der Einmaligkeit der Natur, der abwechslungsreichen Landschaft schon auf dem Weg dorthin und danach von der unendlichen Weite auf der Fahrt parallel zur Grenze des Skeleton Coast Parks. Jedem, der ein wenig Erfahrung hat, sich die Strecke zutraut und gut vorbereitet ist, kann ich diese Gegend nur ans Herz legen.
Hoanib
Tiere gab´s auch
Diesmal nur ein Elefant (2014 hatten wir eine ganze Herde mit wenige Wochen altem Mini)
Oryx
Springbock
Giraffe
So, müde! Morgen geht´s weiter durch die endlose Weite hinter dem Hoanib.
Weiter geht´s: gleicher Tag, andere Landschaft. Wir waren begeistert von den unendlichen Weiten, die sich vor uns auftaten, kurz nachdem wir den Hoanib verlassen hatten.
Da war ein Scherzkeks zugange. 😄
So langsam veränderte sich die Landschaft wieder
Vorbei am Schoemanscamp
Hinein in den Hoarusib
Hier haben wir uns ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Vielleicht hätten wir gar nicht so weit fahren sollen, weil es nun nicht mehr sehr weit war bis Purros, wo wir hin mussten, aber zumindest haben wir so einen wunderbaren Ort zum Bleiben gehabt. Wir haben kein Feuer gemacht, da ich keinesfalls irgendwie unnötig die Landschaft beeinträchtigen wollte. Wir sind ein Stück neben der Fahrspur einfach stehengeblieben, haben kalte Reste von Vortag gegessen und die Umgebung genossen.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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