Namibias Höhepunkte entschleunigt mit Bwana Tucke-

35 Antworten · 11,4k Aufrufe · gestartet 25. Apr. 2016 von Tom-USH
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201625. Apr. 2016 ·
Hallo Zusammen,
mein Name ist Tom und ich bin neu hier im Forum, habe aber vor unserer Namibia-Reise im Februar 2016 hier viel mitgelesen und einige nützliche Tipps gefunden. Namibia war nicht meine erste Afrikareise, aber meine erste Selbstfahrer-Tour. Wir waren mit Hilux und in Lodges unterwegs. Gebucht hatten wir über Bwana Tucke-Tucke. Unsere Erfahrungen dazu möchten wir in Form eines Briefes an einen Freund darstellen:

Lieber Freund,

du hast mich nach unseren Erfahrungen zur Namibiareise gefragt. Selbst schuld, jetzt musst du den langen Bericht lesen. Dieser Bericht ist kein Tagebuch oder so, sondern fast nur unsere allgemeinen Erfahrungen zusammen. Wann wir wo welche Tiere gesehen haben und so, erzählen wir Dir ein anderes Mal.

Wir sind bei Bwana Tucke-Tucke gelandet, weil uns der Firmenname gefallen hat. Haupt-sächlich aber, weil die sowohl in Namibia als auch in Deutschland sitzen. Und das sogenannte Bwana Tucke-Tucke Leistungspaket klang beeindruckend:

Zitat-Anfang
Zum Leistungspaket einer vollständigen Bwana Tucke-Tucke Selbstfahrerreise gehören:
• Touren-Ausarbeitung mit detaillierter Kalkulation nach Baustein-Prinzip
• Ausführliche Selbstfahrer-Mappe mit detaillierten Informationen zu jedem Tag Ihrer Reise. Auch einzeln erhältlich für 80 Euro.
• Ausführliches Informationsmaterial aus Namibia mit Broschüren,
• Anfahrtsskizzen,
• Kartenmaterial,
• Namibische Telefonkarte für Ihr Handy mit vorab eingespeicherten Notfallnummern. Auch einzeln erhältlich für 30 Euro.
• Ausführliche deutschsprachige und aktuelle Einweisung in Ihre Reiseunterlagen vor Ort,
• Erreichbarkeit von Bwana Tucke-Tucke über Rund–um–die–Uhr-Servicenummer.
Zitat-Ende

Boah, die haben´s drauf, dachten wir und entschieden uns für eine 22-tägige Selbstfahrer Lodge-Reise: Namibia Höhepunkte entschleunigt.

Eine Anfrage war schnell gesendet und wir haben auch innerhalb weniger Tage ein Angebot erhalten, das uns inhaltlich zusagte. Wir buchten die Reise. Danach hörten wir länger nichts mehr von Bwana, (oder erst nach Rückfrage) so dass wir schon befürchteten, die hätten uns vergessen. Letzten Endes waren die Unterlagen aber rechtzeitig da und wir konnten am 5. Februar 2016 in den Flieger steigen.

South-African Airways brachte uns pünktlich über Johannesburg nach Windhoek. Die Einreiseformalitäten waren auch ruckzuck erledigt und so hielten wir nach unserem Abholer Ausschau. Dieser war auch schnell gefunden. Während wir uns am Automaten mit Geld versorgten, zog er los, um wiederum den Fahrer herbeizuschaffen. Als wir dann unser Gepäck in den PKW luden, gab es plötzlich eine große Aufregung zwischen Fahrer, Abholer und Parkplatz-Security: „I get the Police!“ verstanden wir irgendwie und plötzlich saßen wir alleine mit unserem Gepäck in einem fremden Auto. Häh? Was ist denn jetzt los? 10, 15 oder 20 Minuten später tauchte unser Fahrer wieder auf. Es sei alles ok. Wir haben es so verstanden, dass das Fahrzeug nicht für den Personentransport zugelassen war und die Security dem Auto deshalb Krallen anlegen wollte. Angeblich war das richtige Fahrzeug in der Werkstadt und er hätte deshalb das Privatauto vom Boss bekommen.
Ungefähr 40 Minuten später erreichten wir das Büro von Bwana Tucke-Tucke in Windhoek. Dort war niemand. Musste es auch nicht, weil wir ja gar nicht dorthin sollten. Es war geplant, dass wir zuerst ins Hotel gebracht werden. Hatte nur niemand unserem Fahrer gesagt. Aber wir hatten ja Zeit: Urlaub, Afrika, total entspannt – du kennst das.

Wir sind dann doch noch im Hotel angekommen und waren erst einmal begeistert. Das Hotel Thule liegt schön oberhalb der Stadt mit toller Aussicht. Und wir hatten ein riesengroßes Zimmer. Mit Wasserkocher und Pulverkaffee. Also haben wir zuerst mal ein Tässchen getrunken.

Später am Nachmittag wurden wir dann zur Allradfahrt durch Windhoek abgeholt. Meine Meinung dazu? Voll Pfeffer! Der Deutschnamibier hatte weder am Fahrzeug, einem uralten Landrover, noch an Stadt und Land Freude: So negativ, wie der über alles geredet hat. Was haben wir gesehen? Kann ich gar nicht so richtig sagen. Wir waren auf einem Hügel und haben runter geguckt, sind am Präsidentenpalast vorbeigefahren, vorbei am Tintenpalast und durch das Township Katatura. Fotografieren kannst du vergessen. Außerdem wusste der Typ auch nicht Bescheid, wir mussten ihm sagen, dass wir a) bereits bezahlt hatten und er uns b) in Joe´s Beerhouse abzusetzen habe, weil ja dort die Einweisung erfolgen würde. Dort wartetet dann tatsächlich jemand auf uns.
Manuela von Bwana lud uns nicht nur zum Essen ein sondern zeigte uns auch auf einer Landkarte die vorgesehene Route mit Textmarker und Kuli-kreuzen. Sie erwähnte, wo es gute Kuchen geben soll und wo wir Bonbons zu verteilen haben, weil uns Kinder die Gates öffnen würden. Erinnerst du dich an die ausführliche Selbstfahrer-Mappe im Wert von 80 Euro? Lächerlich! Prospekte der Unterkünfte in Klarsichthüllen und ein paar oft kopierte Skizzen, die erstens nicht für alle Ziele vorhanden waren und zweitens auch nicht wirklich hilfreich waren. Zusätzlich noch eine fehlerhafte Tabelle mit den Etappen und eine Telefonliste – mehr war nicht. Nutzlos!!! Wir haben die Mappe nur gebraucht, um die Vouchers für die Staatlichen Unterkünfte rauszuholen, die auch darin waren. Ein Permit für den Namib-Naukluft-Park war auch noch in der Mappe.

Ganz ehrlich? Wir fragen uns inzwischen, wofür wir Bwana eigentlich gebraucht haben. Die Unterkünfte, Flüge und das Auto hätten wir auch selber im Internet buchen können. Wir wollten ja den Mehrwert durch das Wissen vor Ort – und da war nix.
Anderes Beispiel: Für eine SIM-Karte mit ein paar eingespeicherten Telefonnummern (die du hoffentlich nicht brauchst) wollen die 30 Euro. Die Air-Time auf der Karte im Gegenwert von 30 Euro (siehe oben) beläuft sich dabei nur auf unglaubliche 5 NAD = 0,29 €. Wir haben die Karte tatsächlich benötigt, um mit Bwana per SMS zu kommunizieren, weil sie falsche Vouchers beigelegt hatten.

Du merkst, wir sind etwas angefressen. Es ging nämlich am nächsten Tag noch weiter. Ein deutschsprachiger Mitarbeiter sollte uns bei der Fahrzeugübernahme unterstützen. Er hat uns vom Hotel zum Autovermieter gefahren und auf Nachfrage etwas übersetzt. Fertig! Sogar unser Gepäck haben wir selbst ein und ausgeladen. Weil er dann selbst noch einkaufen musste, durften wir ihm immerhin zum Supermarkt hinterherfahren.
Und pass bloß auf, wenn du einkaufen musst! Wir haben unterwegs ein Paar getroffen, denen gleich am ersten Tag das Auto während des Einkaufens aufgebrochen wurde, obwohl die eine Kabine ohne Fenster hatten und man deren Gepäck nicht sehen konnte. Das Paar hatte also ab dem ersten Tag keine Reisetaschen und (teure) Fotoausrüstung mehr. Die Polizei vermutet dass ein Mitarbeiter der Autovermietung beteiligt war. Diese Diebstähle nehmen wohl zu. Leider hat Bwana die Chance für einen echten Mehrwert vermasselt. Es wäre ja einfach gewesen, wenn derjenige, der uns zum Markt geleitet hat, während unseres Einkaufs auf das Auto aufgepasst hätte. Wir hatten einfach nur Glück! Du bekommst von Bwana nämlich nur `nen schlauen Spruch reingedrückt, von wegen nichts im Auto lassen oder einer bleibt beim Fahrzeug. Voll Praxisfremd – wir bereden beim Einkaufen, was wir mitnehmen wollen oder müssen. Unser Tipp: Buche dir für die ersten ein oder zwei Tage ein Hotel in Windhoek, lasse das Gepäck während der Fahrzeugübernahme im Hotel, kaufe erst (mit leerem Auto) ein und hole dann dein Gepäck aus dem Hotel ab. Und erst dann startest du deine Reise!

So jetzt haben wir (vorerst) genug über das Reisebüro gemeckert. Lass uns nun zur eigentlichen Reise kommen. Wir waren ja im Februar unterwegs, der ja allgemein nicht als die beste Zeit für Namibia gilt. Wir fanden´s toll, wussten aber, dass wir keine Safari- sondern eine Landschaftsreise mit Tiersichtungen machen.

Dass wir in Windhoek im Hotel Thule untergebracht waren, hatte ich ja bereits erwähnt. Es gibt dort ein super Frühstück – das beste auf unserer Reise.

Unsere erste Etappe ging nun über die B1 runter nach Kalkrand. Die Strecke war eher langweilig, aber ideal, um das Linksfahren zu üben. Daran haben wir uns übrigens recht schnell gewöhnt, sogar das Schalten mit der linken Hand ging erstaunlich einfach. Zum Knipsen gibt es unterwegs nicht viel, nur das Schild Tropic of Capricon kurz hinter Reobot.
Kalkrand selbst ist nur ein Zwischenziel und bietet nichts Besonderes. Allerdings hat uns unsere Unterkunft wieder sehr gut gefallen. Wir waren in der Teufelskrallen Tented Lodge. Dort gibt es sechs liebevoll eingerichtete Hauszelte, die relativ alleine in der Wüste stehen. Das Haupthaus mit Rezeption, kleinem Pool und Restaurant ist gut 3 km entfernt. Da kannst du halt beim Abendessen nicht so viel Savanna oder Bier trinken 😉 Klasse für uns, wir waren die einzigen Gäste – Nebensaison halt. Und dann der Sternenhimmel! Das Essen war dort übrigens sehr lecker und es gab das zweitbeste Frühstück.

Von Kalkrand ging es dann nach Keetmanshoop. Wir sind der Routenempfehlung von Bwana gefolgt und hatten eine lange Schotterpistenetappe. Etwa 450 km, da fährst du gut 7 Stunden, ohne Pausen! Ich kann mich jetzt nicht erinnern, ob es unterwegs etwas Lohnendes zu sehen gab. Allerdings hatten wir hier einen der wenigen Hinweise von Bwana erhalten: „In Koes gibt es leckeren Kuchen.“. Wir haben keine Ahnung, ob sich irgendwo unterwegs irgendwelche Sehenswürdigkeiten versteckt hatten. Fazit: Die Route kann man machen, muss man aber nicht.

Das Mesosaurus Fossil Camp in Keetmanshoop können wir empfehlen. Die Chalets sind relativ einfach ausgestattet aber sauber. Auf dem Farmgelände gibt es die Mesosaurus-Versteinerungen zu sehen, die schon sehr interessant sind. Absolutes Highlight ist aber der Köcherbaumwald. Und die Ruhe dort. Abendessen und Frühstück waren ok.

Auf der Fahrt nach Ai-Ais hat uns die Landschaft beeindruckt. Auch der Blick über den Fisch-River-Canyon ist spektakulär. Trotzdem blieben wir nicht lange am View-Point. Der Canyon liegt halt bloß rum und tut sonst fast nichts. Gesehen, geguckt, geknipst und weiter. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man zur richtigen Saison dort tatsächlich gut wandern kann. Für uns war´s definitiv zu heiß.

Das staatliche Ai-Ais Resort hat seine besten Zeiten zwar hinter sich, aber so richtig zum Meckern haben wir auch nichts gefunden. Unser Zimmer war groß, sauber und kühl. Das Personal bei weitem nicht so unfreundlich, wie man aufgrund der Berichte vermuten könnte. Und das Essen haben wir auch ohne Schaden überstanden. Ach ja, die Thermalbäder haben wir nicht genutzt, die sahen irgendwie nicht so einladend aus – auch wenn sie augenscheinlich sauber waren.

Am Orange-River entlang fuhren wir dann nach Lüderitz. Die Strecke dort wird nicht ohne Grund als schönste Nebenstraße Namibias bezeichnet. Man ist aber sehr lange unterwegs. Wir haben hinter Aus noch bei den Wildpferden angehalten, lohnt sich!

In Lüderitz wohnten wir in der Alten Loge. Die Bewertungen in den einschlägigen Portalen sind voll des Lobes, das wir nicht so ganz teilen. OK, von der Terrasse kann man schön gucken, aber was für uns gar nicht geht, ist z.B. die fehlende Türe zum Badezimmer und somit zur Toilette. In einem Bush-Chalet stört es uns nicht (bzw. weniger), zumal dann entsprechend gebaut wurde. Aber hier würde es ja gehen und deshalb würden wir beim nächsten Mal eine andere Unterkunft bevorzugen. Übrigens: Der Fisch-Imbiss, der in einigen Bewertungen und bis vor kurzem auf der Homepage erwähnt wurde, wird nicht mehr betrieben. Dafür kann man jetzt Hausboot-Touren buchen. Ich fasse mal zusammen: Die Besitzer haben die Alte Loge wohl 2012 gekauft, dann renoviert; sie betreiben dort seit 2015 das Gäste-haus und richten einen Imbiss ein, legen ihn wieder still und gründen Hausboot-Touren (was sicherlich auch interessant ist) …

Die Infos über den Eintritt zur Kollmanskuppe von Bwana sind schnell zusammengefasst: „ NIX.“.
Deshalb hier die Info dazu von uns: Was man so im Internet bezüglich der Fotopermits lesen kann, ist etwas irreführend. Wir verstanden ursprünglich, dass man sich nur mit solchen Permits alleine in der Anlage bewegen kann. Tatsächlich brauchst du sie nur, wenn du vor der regulären Öffnungszeit in die Anlage willst. Ist aber nicht nötig. Du bekommst die Tickets in Lüderitz bei „Lüderitz Safaris & Tours“ in der Bismarkstraße und wohl auch am Eingangstor zur Kollmanskuppe.
Das Abendessen hatten wir hier nicht dabei und haben deshalb im Restaurant Penguin im Nest-Hotel gegessen: Der Blick auf das Meer war sehr schön

Der Brief wird ja viel zu lang. Ich werde zu den einzelnen Etappen nicht mehr schreiben, dass es eine schöne Strecke war. Du weißt, ich/wir fahre(n) gerne Auto und uns hat es auf den Pisten überall gefallen.

Nächster Halt in den Tiras-Bergen in der Namtib Dessert Lodge. Bei Thorsten und Lynn hat es uns gefallen. Die ganze Farm ist mit viel Liebe zum Detail gemacht. Gäste und Farmer sitzen beim Essen gemeinsam am Tisch. Es gibt einen Nature Trail, allerdings wurden uns entgegen der Infos auf der Website keine anderen Aktivitäten angeboten, als wir dort waren. Thorsten ist ein guter Erzähler und interessierter Zuhörer, Lynn etwas zurückhaltend.

Das Tsauchab River Camp in Naukluft war eine der schönsten Unterkünfte auf dieser Reise. Die Besitzer sehr freundlich und es gab leckeres Essen. Die Chalets haben auch ein offenes Bad / Toilette, aber hier passt es hin und störte uns nicht (vgl. Lüderitz). Da du mit dem Auto zum Essen fahren musst, schadet es bestimmt nicht, eine Flasche Wein im Gepäck zu ha-ben, um später noch einen Schlummertrunk nehmen zu können. Für die frühe Fahrt ins Soussusvlei kannst du ein Frühstückspaket bekommen.

Die Etappe nach Swakopmund ist leider wieder ein Anlass, um über Bwana zu meckern. Keine Info darüber, wo das Versteck von Henno Martin und Hermann Korn war („Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“), dafür gab es eine Routenempfehlung, die wir gemäß Auto-Mietvertrag nicht fahren durften. In der Landkarte ist nämlich ein Teil als Offroad-Abschnitt gekennzeichnet und diese durften wir ausdrücklich nicht fahren. Am letzten Tag haben wir Bwana-Manuela darauf angesprochen und eine komische Antwort erhalten. Dem-nach sei dort zwar ein Allrader erforderlich, wir hätten aber mit unserem Hilux fahren können und dürfen. Warum sagt sie uns so etwas nicht vorher?
Wir sind eine Alternative gefahren, an der Wüstenforschungsstation Gobabeb vorbei. Hier wäre ebenfalls ein Hinweis angebracht gewesen, dass es dort für den normalen Touristen nichts (und ich meine wirklich, nichts!) gibt: Keine Besichtigungsmöglichkeit, keine Einkehrmöglichkeit, kein Shop und keine Tanke. Sorge also für genug Proviant und Flüssigkeit und einen vollen Tank, bevor du durch die Wüste fährst.

Um das Alternative Space in Swakopmund wird ein „g’schiss“ gemacht, weil dort ein paar Aktfotos hängen. Wenn man sich in der Unterkunft für „Hippies and Friends“ nicht wohlfühlen würde, besorgt die Betreiberin ein Ausweichquartier. Und schon steckst du in der Zwickmühle: Kritisierst du zum Beispiel, dass die Einrichtung unpraktisch ist, oder die Betten nicht gemacht werden oder dass du das Frühstück selber machen musst oder …, dann bist du halt nicht cool genug.
Stichwort Essen: Swakopmund war auch in der Nebensaison recht voll. Wir wollten spontan ins berühmte „The Tug“, aber ohne Vorbestellung hast du keine Chance. Am ersten Abend haben wir dann noch zwei Plätze an der Theke im Brauhaus bekommen. Es ist sehr deutsch dort – das Steak war groß und ok. Ein Tipp: Das Fish Deli in der Sam Nujoma Avenue. Und apropos Tipp: Tommy´s Dessert Tour ist absolut lohnenswert.

Weiter geht es ins Erongo-Gebiet zur Omandumba-Farm: Die Gastgeber Deike und Harald werden in der einschlägigen Foren sehr gelobt. Wir haben sie leider nicht kennengelernt, da sie selbst unterwegs waren. Die Bungalows waren liebevoll gemacht, trotzdem hatten wir nicht das Gefühl herzlicher Gastlichkeit. Vielleicht lag es daran, dass hier die Getränke am teuersten und die Mahlzeiten am lieblosesten waren (für Farmverhältnisse). Beispiele: Am ersten Abend (wir waren die einzigen Gäste) gab es weder Vorspeise noch Dessert. Am zweiten Abend, als eine Reisegruppe dabei war, gab es immerhin Eis mit Amarula. Zum Frühstück gab es lediglich eine Sorte Wurst und eine Käse, dafür keine Eier. Das Getränk zur kostenpflichtigen Sundowner-Fahrt wurde extra berechnet. So Zeug eben.
Du kannst dort ein Lebendiges Museum besuchen und einen Bushman-Walk unternehmen. Es liegt an uns, aber wir fühlen uns bei so etwas immer befangen. Nette Geschichte: Wir wurden dort gefragt, ob wir 5 Buschmänner in unserm Hilux zur Farm mitnehmen könnten, sie wollten dort im Shop einkaufen. Kinder werden von den San aber nicht gezählt und so hatten wir letztlich fünfzehn Personen zusätzlich im Auto, die meisten hinten auf der Ladefläche.

Die Twyfelfontain Country Lodge ist für eine Nacht ok. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Auf unsere nächste Unterkunft, das Filmhaus, waren wir ganz besonders gespannt. Leider sind wir bedingt durch die Streckenplanung und den Aufenthalt auf der Cheetah-Farm erst sehr spät dort angekommen, so dass wir diese Unterkunft nicht mehr ausgiebig genießen konnten. Hier hätten wir gerne noch einen Tag mehr gehabt. Der Besuch auf der Otjitotongwe Geparden-Farm hat uns aber auch nicht gereut, denn so nah sind wir den Kätzchen noch nie gekommen. Schau nochmal genau hin, wo Bwana das Kreuz in die Karte malt. Bei uns saß es eine Abzweigung weiter, sprich, wir haben uns verfahren. Beim Besuch des Himba-Dorfes beim Filmhaus jedoch haben wir uns unwohl gefühlt. Wieder nur wir beide plus ein Guide. Die Frauen breiten die üblichen Sachen zum Verkauf aus, die du nicht brauchst oder willst. Wir fühlten uns wieder wie in einem Menschen-Zoo und waren irgendwie froh, als wir weiterfahren konnten.

Wir wissen nicht so recht, wie wir die beiden nächsten Unterkünfte Okaukuejo und Namutoni im Etosha Nationalpark bewerten sollen. Eigentlich bzw. ursprünglich waren sie nicht schlecht, es wird aber nichts zum Erhalt gemacht. Es war auch nicht wirklich dreckig, aber trotzdem irgendwie schmuddelig. Die Restaurants sind ungemütlich und lieblos, ebenso das Essen. Es ist schade, wenn man das Potential der Camps sieht, oder besser das, was sie einmal waren – oder so. Das Wasserloch vom Okaukuejo ist schon toll. Nimm dir ein oder zwei Savanna mit und genieße einfach.

Der Aufenthalt auf der Tigerquelle Farm bei Grootfontain war interessant. Dem Farmer „Mäuser“ zuzuhören, ist zuweilen etwas anstrengend, aber er kocht recht gut. Der Hoba-Meteroit in der Nähe: Nun ja, wenn man schon mal da ist … Wir waren hier übrigens wieder die einzigen Gäste, weshalb das Fressfest vermutlich anders ausgefallen ist, als sonst üb-lich. Es war lecker, sehr umfangreich aber anders als von Bwana angepriesen.

Die Wabi Game Lodge am Waterberg. Da wollen wir wieder hin. Ehemalige Jagd-Farm und entsprechend ausgestattet. Eine der besten Unterkünfte auf der Reise. Hier musst du unbedingt mindestens eine Pirsch-Fahrt machen. Dass das Tor dort zwischen 12:00 und 14:00 Uhr geschlossen ist und bleibt, haben wir auch nicht von Bwana erfahren.

Letzte Unterkunft war das Düsternbrook Hippo Chalet. Also das Hippo Chalet war für uns wirklich das allerletzte. Geparden und Leoparden waren ja schön, aber die Hütte war das allereinfachste, was uns geboten wurde. Eine lieblose Holzhütte am See mit einer winzigen Nasszelle, die etwas unappetitlich wirkt. Und das Wasser war auch kalt am Morgen – und dass, wenn du vor einem langen Tag mit Rückflug noch einmal ordentlich duschen möchtest. Bwana: Die Unterkunft geht gar nicht! Die anderen Zimmer auf der Farm mögen ja ok sein, dazu können wir nichts sagen.

Lass uns nochmal festhalten. Insgesamt hatten wir eine wunderschöne Reise. An einigen Punkten hatten wir mehr erwartet. Wir würden und werden wohl wieder nach Namibia fahren, aber andere Gegend (weil wir die ja jetzt gesehen haben) und anderer Veranstalter – oder selbst organisiert.

So, heia Safari und Ciao
Claudia & Tom
Hier findet ihr Bilder zur Namibiatour 2016: https://flic.kr/s/aHskuSbaUn Botswana 2014: https://flic.kr/s/aHsk2Utyjy Serengeti & Masai-Mara: https://flic.kr/s/aHsjH7Bx8d
16,9k Beiträge · seit 201225. Apr. 2016 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
6'152 Beiträge · seit 200625. Apr. 2016 ·
hallo Claudia und Tom,

vielen Dank für den sehr ehrlichen und doch humorvollen Brief. Denke, dass Ihr Namibia trotzdem genossen habt, ja wie sagt man
so schön , hinterher ist man immer schlauer, das werdet Ihr bei der nächsten Namibia-Reise sicher sein.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
109 Beiträge · seit 201125. Apr. 2016 ·
Hallo Claudia und Tom,
gut, daß Ihr diesen sicherlich ehrlichen Reisebericht veröffentlicht habt. Wir hatten schon sechs mal unsere Reise nach Namibia selbst organisiert ( immer mit 4 - 7 Personen) und erhofften und von der Organisation über Bwana günstigere Preise und Unterstützung im Notfall (weil wir schon ein bißchen älter sind). Nach mehrmaligem Nachfragen inkl. Telefonate hier in Deutschland, bekamen wir nach ca. 4 Wochen ein Angebot (wir hatten die Lodges genau definiert, die wir wollten). Das Angebot war ca. ein Drittel höher als das, was ich mir selbst ausgerechnet hatte. Damit war das Unternehmen für mich gestorben und ich habe wieder - wie immer sehr erfolgreich - selbst gebucht.
Die Unterkünfte, die Ihr beschrieben habt, kenne ich zum Teil und kann die Beurteilung gut nach empfinden, wenn Ihr wahrscheinlich bei Omandumba auch wirklich Pech hattet und alles in allem sowieso schon ein bißchen negativ eingestellt gewesen seid.
Ich hoffe, Ihr lasst Euch durch diese negative Erfahrung nicht von dem Traum-Urlaubs-Reiseland Namibia abschrecken und plant schon bald die nächste Tour.

Beste Grüße, Yawa
PS: Dies mal haben wir für unsere Planung für 2017 Eva und Tom von Abenteuer in Namibia eingebunden und das hört sich schon mal viel besser an. Wir werden dann berichten.
2'721 Beiträge · seit 200625. Apr. 2016 ·
Danke für Euren Bericht
Ihr habt hoffentlich Eure Erfahrungen auch dem Veranstalter mitgeteilt. Das würde Sinn machen.
LG
Bazi
Themenstarter12 Beiträge · seit 201626. Apr. 2016 ·
Hallo Zusammen,

danke für das positive Feedback zu unserem Bericht. Inzwischen habe ich dem Veranstalter einen Link hierhin gemailt. Ich denke aber, dass er ohnehin hier mitliest. Als Namibia-Reiseveranstalter sollte das Forum für ihn Pflichtlektüre sein. Er wird schließlich wissen wollen, was seine (potenziellen) Kunden bewegt.

Wir haben die Reise sehr genossen und uns auch nicht zu sehr aufgeregt. Wenn man schon ein bisschen älter ist (bin selbst > 50), dann wird man ja auch irgendwie gelassener. Oder? Trotzdem wollten wir zum Ausdruck bringen, dass uns nicht alles gefallen hat. Vielleicht nimmt Bwana dies ja als konstruktive Kritik auf und kann für neue Kunden das Eine oder Andere optimieren.

Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Eigentlich hätten wir jetzt schon wieder Lust auf Afrika. Der Norden, Caprivi und Botswana als Selbstfahrer schwebt mir im Kopf rum. Aber da Reisen ja immer auch eine Erweiterung des eigenen Horizonts sein soll, wird nächstes Mal ein anderer Kontinent bereist.

Ciao
Tom
Hier findet ihr Bilder zur Namibiatour 2016: https://flic.kr/s/aHskuSbaUn Botswana 2014: https://flic.kr/s/aHsk2Utyjy Serengeti & Masai-Mara: https://flic.kr/s/aHsjH7Bx8d
16,9k Beiträge · seit 201226. Apr. 2016 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
235 Beiträge · seit 201626. Apr. 2016 ·
Man freut sich natürlich, wenn eine Tour zu 100 % so klappt wie man sich das vorstellt- und hofft bei einem Veranstalter natürlich, das er die Gegebenheiten vor Ort kennt bzw. auch die Unterkünfte die er vermittelt. Ich weiß nicht wie "groß" Bwana geworden ist, aber früher hat mein Lebensgefährte alles von Bwana organisieren lassen und das waren immer schöne Touren- wobei wir dann immer einen Dachzeltcamper hatten und meist nur den ersten und den letzten Tag eine feste Unterkunft hatten.
Ich bin früher oft mit einem - damals noch kleinen- Reiterreiseveranstalter unterwegs gewesen und da einige male mein blaues Wunder erlebt- trotzdem man warb, man kenne die Anbieter selbst. Das waren dann so "Kleinigkeiten", das man ein Angebot gebucht hatte, weil darin stand, man würde dort auf einer ganz bestimmten Pferderasse reiten können- und man kam an, von Berberpferden keine Spur, weil man das schon seit Jahren (!!!!) umgestellt hat, da die Touris mit solchen Pferden nicht klar kamen....schöner Urlaub, aber nicht das was man gebucht hat....
Tatsächlich ist alles selbst organisiert OFT mehr den eignen Wünschen entsprechend, aber man muß sich dann auch auf Bewertungen im Inet und Internetauftritte der Anbieter verlassen können- so haben wir z.B. bei einer Balkanreise in Bled eine von Tripadvisor prämierte Unterkunft gebucht, leider auch noch 3 Tage. Für das Wetter konnten die nix- aber die Unterkunft lag direkt an der sehr,
sehr lauten Durchgangsstrasse- auf die hingewiesen wurde, wir noch nachgefragt hatten, aber angeblich störe das nicht. Nun ja, wenn im Sekundentakt LKW, Wohnmobile, Motorräder und dre ganz normale PKW verkehr von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends durchrauscht, kann das schon etwas nervig sein, wenn man gezwungen ist im Zimmer zu bleiben wegen Dauerregen und das trotz geschlossenem Fenster hört- von auf dem überdachten Balkon gemütlich sitzen und auf den see gucken gar nicht zu reden bzw. war da nicht dran zu denken. Über das rosa-pinkfarbene Bad, wo man quer auf der Toilette sitzen mußte weil man längs keinen Platz für die Füsse hatte, so nahe war die Toilette an die Wand gebaut bzw. so schmal das Bad- haben wir uns dann amüsiert. Für 70 € das Zimmer auch kein Schnäppchen mehr....
Wir haben manch lustige, manch nervige Sache erlebt, wenn wir auf eigene Faust unterwegs waren- selbst auf pauschalen Gruppenreisen hatte ich schon gar nicht mehr so witzige Erfahrungen.
So in Delhi, wo der Reiseleiter es als Zumutung empfand, eine unwissende Tourigruppe zu führen. Dazu im heissen Delhi den ganzen Tag keine Stopps für Essen und Trinken eingeplant, wir haben aus dem Bus heraus mit einem mitleidvollen Busfahrer von Strassenverkäufern quasi im Stau Getränke und Nüsse gekauft- das wäre ja eig Signal genug gewesen. Um einen Toilettenstop mussten wir regelrecht betteln und zuguterletzt landeten wir ausgehungert und halb verdurstet in einem halbfertigen Hotel, das nicht gebucht war... warum auch immer, und der Reiseleiter verschwand. Am Ende halfen die Hotelmitarbeiter quasi privat aus und luden uns zum Personalessen ein- die Hotelküche hatte nicht offen, es gab keine Getränke zu kaufen mitten im Niemandsland auf einer riesengrossen Baustelle. Das dann der Flieger nicht kam und wir mit mehr als 6 h Verspätung nach Hause flogen, und es am Flughafen natürlich auch keine Betreuung gab, man aber ein fast unverständliches Englisch sprach und wir stundenlang auf einem überfüllten Flughafen auf dem Boden sassen- Schwamm drüber. Ich würde den Veranstalter trotzdem wieder buchen- eine zweite Chance verdient jeder 🙂
Ich hab jetzt nach Jahren des Selbstorganisierens mal wieder auf eine Agentur zurückgegriffen und werde berichten 🙂 .

Wobei ich noch anmerken möchte- für mich als KUNDE ist ein enger e-mail Kontakt wichtig, wenn ich einem Reiseveranstalter schon nicht selbst in einem Reisebüro gegenüber sitzen kann. Nach meinen Erfahrungen, hat eine Tour dann immer auch geklappt, wenn ich auf Nachfragen unmittelbar Antwort bekommen habe.
Auf der anderen Seite- wenn die Buchung steht und bestätigt ist soweit alles klar ist- braucht man doch eigentlich keinen Kontakt mehr ?
Gast26. Apr. 2016 ·
Tom-USH schrieb:was für uns gar nicht geht, ist z.B. die fehlende Türe zum Badezimmer und somit zur Toilette. In einem Bush-Chalet stört es uns nicht (bzw. weniger), zumal dann entsprechend gebaut wurde. Aber hier würde es ja gehen und deshalb würden wir beim nächsten Mal eine andere Unterkunft bevorzugen.
Ich musste jetzt schon bisschen schmunzeln...die Besitzer des Hotels sind bestimmt mächtig stolz auf ihr en-suite Bad 😄
In Namibia ist es zur Zeit sehr angesagt, praktisch im Schlafzimmer duschen und sein Geschäft verrichten zu können 😛
Wir haben jetzt ein Jahr lang Häuser angeschaut, und die modernsten und neuesten (oder neu renovierten) darunter waren alle mit einem solchen Bad "gesegnet". Bei manchen geht der Laminatboden nahtlos in den gefliesten Bereich der Dusche über, da ist nicht mal ne Wand mehr dazwischen. Türen braucht der Namibier nicht, ist rausgeschmissenes Geld 😛
Ich persönlich bin auch mehr der konservative Typ 😉

Dein Bericht ist jedenfalls ehrlich und teilweise auch humorvoll - wobei ich es auch gut gefunden hätte, wenn du dem Veranstalter deine Meinung erstmal persönlich mitgeteilt hättest.
40 Beiträge · seit 201526. Apr. 2016 ·
Leider muss ich die Erfahrungen von Yawa bestätigen. Eine befreundete Familie hatte sich über Bwana eine klassische zweiwöchige Namibia Selbstfahrertour (mit Flug u. Auto) anbieten lassen. Das Angebot zur Bwana Standard Tour kam schnell mit allen möglichen Prospekten, in etwa die gleichen, die Tom u. Claudia auch hatten. Es war sauber unterteilt in Flugkosten, Mietwagenkosten und Kosten für Lodges ....
Als sie einige Lodges nach eigener Recherche änderen wollten und diesbezüglich anfragten, kam von Bwana keine Antwort. Um die Plus-Minus-Kosten selbst schon mal zu ermitteln, haben die angefangen, die Kosten für die Unterkünfte (angeboten - selbst ausgesucht) zu berechnen, einfach um zu wissen, ob sie sich die teureren Unterkünfte leisten können. Dabei stellten sie fest, dass die Mehrkosten bei Bwana, wie von Yawa schon beschrieben, bei 30% über dem Direktbuchungspreis lagen - und bei einer 4-köpfigen Familie ist das schon einiges .....
Daraufhin haben sie verständlicherweise das Angebot von Bwana per mail abgesagt und selbst ihre teureren Wunschunterkünfte gebucht und lagen preislich am Ende noch günstiger. Eine Bestätigung zur Absage kam nicht, aber zwei Wochen später erhielten sie von Bwana ein Angebot über Flüge zu der angefragten Selbstfahrertour.

Vielleicht ist das bei denen nur blöd gelaufen oder mit den übermittelten Preisen hat irgendwas nicht gestimmt (Umrechnung günstigerer Namibiadollar vielleicht), aber raus finden konnten sie das nicht, weil keine Antwort kam.

LG Paul
2'497 Beiträge · seit 201126. Apr. 2016 ·
Hallo,

ich muss gestehen, ich habe noch keine Reise mit Bwana Tucke Tucke gebucht, weil bei uns nur die erste Reise nach Namibia ein Komplettangebot war, das wir ohne Kenntnis der "kleinen" Anbieter bei ADAC Reisen gebucht hatten. Die Tour war so weit sauber gebucht, aber es gab auch einige Unterkünfte, die uns gar nicht geschmeckt haben und so was wie Euer vorab gebuchtes extra Permit war überhaupt nicht möglich, also selber besorgen oder wo anders lang fahren. Bei der Autoübernahme waren wir allein, Transfers gab es keine, Zusatzinfos lagen bei der ersten Unterkunft, persönlichen Kontakt zur Agentur hatten wir keinen, auch keine Notfalltelefonnummern außer den offiziellen des Landes. Wie wir an eine Telefonkarte kommen oder einen Supermarkt finden, war uns selber überlassen.
Die Tour war dennnoch so schön, dass wir seither das Land lieben.

Karsten Möhle, den Besitzer von Bwana Tucke Tucke kennen wir persönlich, weil wir ein mal eine Stadtrundfahrt mit ihm gemacht haben und ein Mal mit einem seiner Guides und weil wir kürzlich in Deutschland einen Vortrag von ihm gehört haben. Er ist ein sehr charismatischer Mensch, der hervorragende Stadtführungen macht und auch sein Guide Martin hat uns einen unvergleichlichen Tag in Windhoek ermöglicht. Es wird Karsten bestimmt interessieren, dass einige seiner Mitarbeiter in seiner Abwesenheit nicht so engagiert rüberkommen. Er selber ist zu Eurer Reisezeit immer in Deutschland unterwegs zu Reisemessen und Vorträgen.

Bekannt ist sein Unternehmen für die Schnelligkeit in wirklichen Notsituationen (Hilfe bei Unfällen, Medizinischen Notfällen), sodass wir immer die Bwana Nofallnummer mit uns führen und dann im Falle eines Falles im Nachhinein bezahlen würden, da dieser Service natürlich für "Nichtkunden" nicht kostenfrei ist. Ebenso müssen nur "Nichtkunden" die Telefonkarte mit vorgespeicherten Nummern und die Mappe extra bezahlen, bei Euch sollte das doch im Angebot mit drin gewesen sein.

Schade, dass Ihr an einen so unengagierten Guide für die Stadtrundfahrt geraten seid, denn gerade mit Bwana geht es auch anders. Die Abneigung gegen das Hippo Chalet kann ich nachvollziehen, das sollte Karsten aus dem Programm nehmen. Ansonsten ist vieles Geschmackssache, z.B. haben wir Thorsten auf Namtib auch als sehr angenehmen Gesprächspartner empfunden und uns dort sehr wohl gefühlt, ich habe aber hier im Forum auch schon gelesen, das gerade seine Person den Wohlfühlcharakter verhindert hat. Besichtigung von Dörfern/Krals hinterlässt bei mir auch immer ein unangenehmes Bauchgefühl, für andere ist ein Namibiaurlaub ohne Besuch eines Himbadorfes nicht komplett. (Mein Gefühl bei solch einem Besuch liegt aber nicht im Einflussbereich des Reiseveranstalters) In der von Euch gelobten Teufelskrallen Lodge, deren Zelte wir auch sehr hübsch fanden, hat uns weder Frühstück noch Abendessen geschmeckt und wir mussten unser angeregtes Gespräch mit anderen Gästen um 21:00 Uhr abbrechen, weil das Personal nach Hause wollte und man absperrte. "Es ist schon spät, wir müssen noch ins Dorf fahren." Als wir noch auf dem Parkplatz davor standen "Wir müssen das zweite Tor auch schließen." Wir kamen uns ein bisschen vor wie in einer Jugendherberge mit vorgeschriebener Bettruhe.

Ich lese aus Eurem Bericht, den ich auch durchaus sachlich finde, doch das ein oder andere heraus, was wir an "Mehrwert" beim Buchen über eine riesige deutsche Agentur nicht hatten. Danke auf jeden Fall für den Bericht, schon allein, weil ich es immer wieder erhellend finde, wie unterschiedlich von den einzelnen Individuen verschiedene Orte wahrgenommen werden.

Viele Grüße
Karin
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201627. Apr. 2016 ·
Guten Morgen,

Sicherlich hat Bwana Tucke-Tucke auch einiges (vieles?) richtig gemacht. Immerhin haben wir jede Nacht eine Unterkunft gehabt und auch sonst hat ja eigentlich alles funktioniert. Und es ist auch klar, dass sie auf vieles keinen Einfluss haben.
Ich habe vor der Reise auch viel im Forum mitgelesen, und dabei bin ich auch über Carsten Möhle "gestolpert". Mir ist auch aufgefallen, dass er hier im allgemeinen viel Lob erhält. Vielleicht war deshalb meine / unser Erwartungshaltung zu hoch. Vielleicht hat mich aber gerade das Fehlen kritischer Stimmen dazu gebracht, hier mal zu sagen, dass nicht alles nur gut ist.
Ich Reise schon ein paar Jahrzehnte und bin mir durchaus bewusst, dass nicht immer alles so funktioniert, wie man es gerne hätte. Wir hätten möglicherweise weniger gemeckert, wenn Bwana eine Sache ordentlich in den Sand gesetzt hätte - in Namibia ist ja genug. Haben sie ja nicht und der Bericht sollte ja auch keine Warnung vor Bwana sein. Man kann durchaus dort buchen.
Uns ist es so gegangen, als ob wir so einen Splitter im Finger hätten: Tut nicht richtig weh, nervt aber permanent.
Wolfgang, danke für deine PM. Ich glaube, antworten kann ich hier: Das Carsten Möhle in Deutschland war, hatten wir gelesen. Wir haben es sogar ein bisschen bedauert, dass wir nicht auf seinen Vortrag in München gehen können. Für das sonst übliche Frühstück sind wir zu spät in Windhoek gelandet. Von München über Jo'burg nach Windhoek, da waren wir erst gegen 14:00 Uhr dort. Und, es war Samstag. Es wurde auch nahezu überall sehr positiv über ihn gesprochen, er scheint eine charismatische Person zu sein. Schade, dass wir ihn nicht kennengelernt haben.

@Bazi und WoMa: Manuela von Bwana war ja zum Outbriefing beim Vermieter, als wir den Wagen zurückgegeben haben. Wir haben ihr schon gesagt, dass wir nicht so gaaaanz begeistert waren.

Wie mehrfach gesagt: Wir hatten einen schönen Urlaub in Namibia.

So, muss an die Arbeit 😉
Hier findet ihr Bilder zur Namibiatour 2016: https://flic.kr/s/aHskuSbaUn Botswana 2014: https://flic.kr/s/aHsk2Utyjy Serengeti & Masai-Mara: https://flic.kr/s/aHsjH7Bx8d
191 Beiträge · seit 201628. Apr. 2016 ·
Hallo Claudia und Tom,
danke für eure Informationen. Da ich selber zur Zeit plane und einen Veranstalter suche ist solch ein Bericht exakt der richtige Content den ich mir von dem Forum vorstelle.
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
1'483 Beiträge · seit 200929. Apr. 2016 ·
Guten Abend Claudia und Tom,
ich habe eben euren Thread mit großem Interesse gelesen und überlegt, ob ich darauf antworten soll. Letztendlich hat mich die Überlegung, dass wir im Forum einen offenen Austausch pflegen wollen, doch dazu bewogen. Erfahrungen sollen auch künftigen NAM-Reisenden helfen.
Es wurde angemerkt, dass Carsten Möhle zum Urgestein im Forum gehört. Das ist unbestritten und er ist sicherlich auch "charismatisch" und seine WDH-Führungen werden immer wider gelobt. Aber auch Urgestein kann Verwitterungsspuren zeigen. Ich möchte keine Informationen vom Hörensagen weitergeben, nur unsere persönlichen Erfahrungen, die uns letzlich dazu veranlasst haben, Carsten Möhle unser Vertrauen zu entziehen.
Wir hatten um eine Ausarbeitung einer Route mit Alternativen gebeten. Schnell kam ein Vorschlag, den wir im Nachhinein als 0 8 15 bezeichnen würden. Alternativen waren nicht dabei.
Auf Nachfragen gabe es dann keine Reaktionen mehr, vielleicht, wie schon angemerkt, weil sich Herr Möhle in Deutschland auf Tour befand.
Als es dann nach unserer Meinung zeitlich eng wurde, auf weitere Emails keine Reaktion erfolgte, haben wir Bwana mit o.a. Begründung den Auftrag entzogen. Auch daraufhin gab es keine Reaktion.

Wir haben dann unsere Routen - Ideen von einem Büro vor Ort buchen lassen. Dabei hat man uns beraten, Alternativen aufgezeigt. Dass dabei auch mal eine Antwort etwas auf sich warten ließ ( nach deutscher Erwartung) , blieb aber immer im Rahmen des Erwarteten.
Noch ein kurzer, wahrscheinlich nicht erforderlicher Hinweis ( trotzdem kommt er): Wir buchen Auto und Flug immer selbst, teilen unserem WDH - Büro unsere Vorstellungen mit, lassen buchen und wissen, dass sowohl Autovermieter wie auch Buchungsbüro für uns, wenn wir im Lande sind, 24 Stunden erreichbar sind.

Einige eurer Übernachtungsorte kennen wir auch. Omandumba ( wir haben auf O-Ost übernachtet) mit Heike haben wir in sehr positiver Erinnerung. Das Essen ( gekocht von einer Freundin von Heike) war gut, die Farmrundfahrt mit Heike und Sohn Christian war sehr informativ und einfach prima. Ihr hattet wohl tatsächlich Pech.

Gruß Piscator
Themenstarter12 Beiträge · seit 201629. Apr. 2016 ·
Guten Morgen,

vielen Dank für die letzten Antworten. Genau darum geht es uns. Ein (Ur)Gestein ist naturgemäß ja nicht sehr beweglich, liegt rum und ruht sich aus 😉 Ein Tritt (in den Hintern) kann dann schon mal zu Mobilität und einer damit verbundenen neuen Perspektive führen.
Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwann hier im Forum lese: Bwana hat dieses oder jenes geändert und jetzt ist alles gut.
Dann, vielleicht, fahren wir auch wieder mit ihnen. Wenn sie uns dann noch wollen.

In diesem Sinne, euch allen einen schönen Tag.
Tom
Hier findet ihr Bilder zur Namibiatour 2016: https://flic.kr/s/aHskuSbaUn Botswana 2014: https://flic.kr/s/aHsk2Utyjy Serengeti & Masai-Mara: https://flic.kr/s/aHsjH7Bx8d
357 Beiträge · seit 200610. Mai 2016 ·
Ui, da wirds einem ja ganz anders, wenn man das liest. Da bin ich froh, dass ich die Probleme noch nie hatte. Ich habe ja schon 5x über Umfulana gebucht und werde das für das südliche Afrika auch weiterhin tun. Ich hab aber immer meine eigenen Vorstellungen und dann mailen wir so lange rum, bis alles so ist wie ich es haben möchte und wie passt 🙂

Klar waren auch bei mir mal Unterkünfte dabei, wo ich gesagt habe: Muss ich nicht nochmal haben oder geht gar nicht. Aber eine Mail an Umfulana und zack - bekommt man eine Mail zurück, die nicht nur 0815 ist sondern wirklich auf das eingeht, was man schreibt. Und ein Gästehaus aus Südafrika wird nun bei Umfulana nicht mehr angeboten.

Die Mitarbeiter haben immer schnell reagiert, das Angebot wurde zig mal mit meinen Wünschen ergänzt. Man bekommt eine ausführliche Unterlage und kurz vor der Reise gibts dann die Reisemappe, Reiseführer, Zusatzinfos uvm.

Also wenn ich das mit Deinem Bericht vergleiche - nee, ich mach keine Experimente und bleibe bei Umfulana 🙂

Aber schön, wenn Euch Namibia trotzdem so gut gefallen hat, dass Ihr wieder kommen wollt!
Grüßle, Ela Reiseblog: https://ela675.wordpress.com/ 2017 - Namibia - Reisebericht: https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292904-namibia-2017.html 2015 - Südafrika - Reisebericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/287480-reisebericht-suedafrika-2015.html 2008 - Uganda - Reisebericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/287021-reisebericht-uganda-2008.html#396747 2007 - Botswana - Reisebericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/38955-reisebericht-botswana-2007.html#38955 2006 - Namibia - Reisebericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/17891-reisebericht-namibia-2006.html#17891 2004 - Südafrika - Reisebericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/11662-reisebericht-suedafrika-2004.html#11662
Themenstarter12 Beiträge · seit 201618. Juli 2016 ·
Hej,
ich wollte mich nochmal melden. Wir alle hier hatten ja gedacht, das mein Bericht eine Reaktion von Carsten Möhle bzw. Bwana Tucke-Tucke auslöst. Doch das Urgestein macht, was Steine am besten können: Es schweigt.

Wünsche euch allen eine (oder mehrere) schöne Zeit(en) in Namiba und überall sonst 😉
Ciao
Tom
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487 Beiträge · seit 201218. Juli 2016 ·
Keine Ahnung, woran es bei Euch gelegen hat. Wir buchen schon seit Jahren individuell bei Bwana. Es kommt uns sogar günstiger als die ganzen Zahlungen ins Ausland und spart viel Zeit bei den Anfragen.
Einige Reisen wurden unter Mithilfe von Bwana zusammen gestellt. Die Unterkünfte und Sonderwünsche reservierte Bwana für uns. Auch wir müssen meist länger auf Antworten warten aber die Anfragen vor Ort dauern ja auch.
Im Juni / Juli waren wir 3 Wochen im Okavango und KTP unterwegs. Alles bestens geklappt, selbst eine durch uns veranlaßte Änderung 3 Wochen vor Abflug hat einwandfrei funktioniert. Alleine wäre es sehr mühselig, wenn nicht sogar unmöglich gewesen den KTP durch das Kaa-Gate mit Permits für Bitterpan, Rooiputs, Nossob, Thupapedi, Kalahari Tented Camp erst drei Wochen vor Start im Juni zu organisieren. Wir schätzen besonders die Geheimtipps, die oft wirklich noch welche sind sowie die jahrelange Erfahrung von Carsten Möhle.
Dazu gehörte vor uns auch vor einigen Jahren Omamdumba, eine damals noch typische Farm, wir haben es bei Heike und Harald geliebt, nach zehn Minuten mit zur Familie zu gehören. Erstmal Hühner wieder einfangen und dann auf der Farm etwas unternehmen. Da startet halt der Gamedrive nicht um 15:00 Uhr, das wurde uns auch vorher so gesagt.

Bwana ist halt Speziallist für Individualreisen mit Sitz in Deutschland und in Windhoek. Für mich heißt das deutsches Reiserecht und im Notfall Betreuung vor Ort.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
6'152 Beiträge · seit 200618. Juli 2016 ·
Tom-USH schrieb:Hej,
ich wollte mich nochmal melden. Wir alle hier hatten ja gedacht, das mein Bericht eine Reaktion von Carsten Möhle bzw. Bwana Tucke-Tucke auslöst. Doch das Urgestein macht, was Steine am besten können: Es schweigt.

Wünsche euch allen eine (oder mehrere) schöne Zeit(en) in Namiba und überall sonst 😉
Ciao
Tom
hallo Tom,
danke für die Info, hatte dieser Tage mal daran gedacht - ob Du von Carsten was gehört hast bzw. ob eine Reaktion kam.
Schade eigentlich, das könnte man zumindest erwarten.
Auch Dir einen tollen Sommer und weiterhin tolle Afrika Reisen.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
2'338 Beiträge · seit 200718. Juli 2016 ·
Hallo zusammen
Doch das Urgestein macht, was Steine am besten können: Es schweigt.
Was heisst denn eigentlich “Urgestein”? Unter “Urgestein” verstehe ich, wenn jemand in Namibia geboren wurde und dort aufgewachsen ist. Das ist dann wirklich ein anderer Menschenschlag. Gradlinig, hart (auch gegen sich selbst), fleißig, bescheiden, hilfsbereit und oft sehr gläubig.

Wie viele andere ist euer “Urgestein” erst nach der Unabhängigkeit Namibias ins Land gekommen um im Tourismussektor zu arbeiten. Er konnte sich gut verkaufen, das wird schon so sein, aber nun ist scheinbar durch viele negative Berichte der Lack etwas abgebröckelt.

LG Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html