BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201202. Feb. 2016 · #1Hallo hilfsbereite Foris,
wir planen im Juli ein wenig Dachzelten im KTP und Okavango, aus Gepäckgründen würden wir gerne auf eigene Schlafsäcke verzichten und uns welche vor Ort leihen oder die Schlafsäcke der Autoverleiher nutzen.
In den Vorjahren hatten wir zu Teil bis zu -7°C. Wie sind eure Erfahrungen bezüglich der Leihschlafsäcke hinsichtlich Minustemperaturen oder wo kann man warme Schlafsäcke leihen?
Schon mal Danke vorab.
Bernd
picco6'369 Beiträge · seit 201103. Feb. 2016 · #2Hoi Bernd
Ich kann nur für Bushways sprechen, mehr Leih-Schlafsäcke kenn ich nicht.
Der Schlafsack, den ich gestellt bekommen habe weil mein Gepäck in Jo'burg hängen blieb war bis vieleicht um die 5-8°C PLUS gut, drunter sicher nicht.
Schon gar nicht für jemanden in meiner Grösse (1,86m).
Als ich dann endlich mein Gepäck bekommen habe und dann meinen
Cumulus Mysterious Traveller 500 (klick mich) benutzen konnte war das schon eine andere Welt!
Für Euch würd ich aber eher einen für tiefere Temperaturen, vieleicht etwa -12°C, empfehlen. Und je nach Grösse nachfragen obs eine grosse Version gibt.
Bei meinem Schlafsack den ich am Everest BC und am Kili dabei hatte (Cumulus Alaska 1300) haben sie für einen kleinen Aufpreis einen grösseren gemacht. Ich denke so ab etwa 1,8m ist das notwendig, sonst wird's eng.
Habt Ihr denn keinen Platz für den Schlafsack oder gehts ums Gewicht? Meiner hat nicht mal 1 kg und ist zusammengepackt nicht viel grösser als meine zusammengerollte Luftmatratze.
Giselbert699 Beiträge · seit 201003. Feb. 2016 · #3Hallo Bernd,
ich finde gerade Schlafsäcke sind so eine "Sache". Wir vertrauen in dieser Hinsicht nicht auf Vermieter, weil man nie weiß, ob und wie diese gereinigt wurden und ob sie warm genug halten. Da machen wir uns immer die Mühe und nehmen unsere eigenen mit. Gut Schlafen im Urlaub ist uns wichtig.
LG Gisela
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Feb. 2016 · #4Alle meine Erfahrungen mit den Schlafsäcken der Campervermieter gehen dahin, dass diese Schlafsäcke zwar immer sehr sauber waren, für die Temperaturen im Südwinter aber vollkommen ungeeignet sind. Gerade im KTP kann es nachts sehr kalt werden. Mit einem unzureichenden Schlafsack kann man sich den ganzen Urlaub versauen. Um die Tage zu genießen muss man nachts gut schlafen.
KAKasamphi20 Beiträge · seit 201603. Feb. 2016 · #5Hallo Bernd
Ich würde einen kleinen billigen Schlafsack selber mitnehmen und danach die gemieteten darüber nehmen. Meiner hat so 40 Fr. gekostet, hat meistens sogar von der Temperatur gereicht und konnte super klein zusammengedrückt werden. Wir haben so wunderbar geschlafen und bei der Rückreise ist es auch nicht so schlimm wen man den billigen Schlafsack zurücklässt.
Grüsse Lukas
Montango1'667 Beiträge · seit 201103. Feb. 2016 · #6Hallo Bernd,
wir schwören auf hochwertige Daunenschlafsäcke, die kann man aber nicht mieten. Ein guter Daunenschlafsack ist auch nicht so schwer und gross, dass man den nicht mitnehmen könnte.
Die Schlafsäcke der Vermieter sind immer billige Kunstfasersäcke, die meistens zwar sauber sind , aber voller Waschmittelreste.
Dazu wärmen sie kaum, brauchen aber jede Menge Platz aufgrund des Packmaßes.
LG
Montango
OLi.P3 Beiträge · seit 201503. Feb. 2016 · #7Hallo Bernd
Vergiss das mit den Schlafsack.
Ich bin ca. 40 Tag im Jahr im Gebirge das ist Platz und Funktion gefragt.
Kauf dir Thermolite Reactor Extreme
Brauchen keinen Platz. Steigert die Temp. um ca. 15 Grad ist leicht und einfach zu reinigen.
Mit dem was du vom Vermieter bekommst reicht das locker.
Viel Spass
myrio962 Beiträge · seit 200703. Feb. 2016 · #8Hallo Bernd
ich schließe mich allen Schlafsack-Erfahrenen total an.
Wir nehmen in den kalten Nächten nur noch unsere eignen mit, da wir
1.hundemässig gefroren haben und
2.wir unter massiven Flohstichen
gelitten haben.
Nie wieder!
HG Frank
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BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201203. Feb. 2016 · #9Allen vielen Dank, das Hauptproblem sind 20kg Kameraequipment.....
BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201203. Feb. 2016 · #10Der Traveller 500 gefällt uns gut, ich bin auch 186cm, sollte ich um 10 cm verlängern?
picco6'369 Beiträge · seit 201104. Feb. 2016 · #11Hoi Bernd
Mir ist er im Nomalmass knapp um auf dem Rücken zu liegen, es reicht gerade so, aber wirklich knapp, auf der Seite gehts.
Aber bei den Temperaturen die Du angesprochen hast würd ich den 700 nehmen, der ist zwar 215g 'schwerer' (1100g) aber er reicht bis -12°C offiziell, also effektiv bis etwa -8°C. Die angegebene Mindesttemperatur ist immer und bei allen Schlafsäcken die ich kenne kurz vor der Schlottergrenze...deshalb zieh ich da für mich immer etwas ab...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200604. Feb. 2016 · #12Hallo Bernd,
bevor ich mir einen Schlafsack für 200 Euro kaufen würde, würde ich den probeliegen wollen und mir außerdem überlegen, in welchen Regionen der später noch zum Einsatz kommen könnte.
Gründe dafür:
A - die Form
Es gibt grundsätzlich drei wichtige Schlafsackformen - den Deckenschlafsack, die Mumienform und die Eiform. Deckenschlafsäcke scheiden beim Einsatz unter Minusgraden aus. Mumienschlafsäcke liegen enger an und bieten in Bezug auf Gewicht und Wärmeleistung die beste Relation. Dreht man sich öfter im Schlaf oder liegt gerne auf der Seite mit angewinkelten Beinen, könnte ein eiförmiger Schlafsack bequemer sein. Dieser ist im Hüftbereich etwas breiter geschnitten, ist also bei gleicher Wärmeleistung ein wenig schwerer und im Packmaß etwas größer.
B - das Material
Daune bietet im Regelfall bei gleichem Gewicht die beste Wärmeleistung, das geringste Gewicht und das kleinste Packmaß. Dafür sind Daunenschlafsäcke anfälliger für Feuchtigkeit und in Regionen mit viel Niederschlag oder hoher Luftfeuchtigkeit oft nicht die beste Wahl. Also auch mal über spätere Verwendungen nachdenken.
Wenn man einen Daunenschlafsack wäscht, benötigt man eigentlich einen Industriewäschetrockner, weil die Haushaltsgeräte in der Regel zu klein sind und die Daunen verklumpen und die Wärmeleistung sinkt.
Kunstfaser ist heutzutage fast schon genauso leistungsfähig wie Daune. Sie haben in feuchtem Zustand eine bessere Wärmewirkung und sind problemlos waschbar. Einfach anschließend zum Trocknen auslegen und das reicht.
Noch etwas zu den Temperaturangaben
Bei Discountern findet man häufig Schlafsäcke zu kleinem Preis mit erstaunenswerten Temperaturangaben. Dies sind natürlich völlig unsinnige Angaben, die man in der Pfeife rauchen kann.
Seriöse Hersteller messen die Wärmeleistung/Isolation seit ca. 10 Jahren nach der EU-Norm 13537. Hierbei werden die Angaben nach einem genormten Verfahren unter Verwendung von Gliederpuppen gemessen und auf einen "Durchschnittsmenschen" umgerechnet. Natürlich weicht das persönliche Wärmeempfinden immer von den Angaben ab, aber die Schlafsäcke sind dadurch einigermaßen vergleichbar in den Werten.
Es gibt dabei die sog. Komforttemperatur (T comf)
Diese bezeichnet die Temperatur, bei der eine durchschnittliche Frau von 25 Jahren mit 1,60 m Größe und 60 kg Gewicht normalerweise gut durchschläft bzw. gerade noch nicht friert.
Die Grenztemperatur (T lim) wird für einen durchschnittlichen Mann von 25 Jahren mit 1,73 m Größe und 70 kg Gewicht angenommen, der gerade noch nicht friert.
Die Extremtemperatur (T ext) wird für oben beschriebene Frau angenommen, die damit die Nacht irgendwie übersteht, wobei Kälteschäden zu befürchten sind und an Schlaf natürlich nicht mehr zu denken ist.
Bei der Wahl des Schlafsacks sind also die beiden geringeren Werte maßgebend und diese je nach persönlichem Kälteempfingen noch etwas "korrigiert". Wichtig ist natürlich auch die Unterlage, denn durch das Körpergewicht wird die Füllung komprimiert und verliert einen erheblichen Teil der Isolationswirkung in Richtung Boden.
Ich hoffe, das hilft ein wenig bei der Einschätzung der Angaben ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #13BikeAfrica schrieb:Wenn man einen Daunenschlafsack wäscht, benötigt man eigentlich einen Industriewäschetrockner, weil die Haushaltsgeräte in der Regel zu klein sind und die Daunen verklumpen und die Wärmeleistung sinkt.
Wenn man 2 bis 3 Tennisbälle mit in den Trockner tut, bekommt man auch mit einem Haushaltstrockner den Schlafsack trocken und fluffig. Meist muss benötigt es allerdings 2 Durchgänge.
GUGuido.Gast05. Feb. 2016 · #14Hallo,
wir hatten bei Reisen im südlichen Afrika schon Schwankungen bei den Nachttemperaturen von 20° innerhalb von 3 Tagen: 18° im Gonarezhou, 2 Tage später Minusgrade in der Waterbergregion in Südafrika. Ein ultrawarmer Daunenschlafsack ist bei 18° viel zu warm. Ein einfacher Schlafsack, der bei 18° angenehm ist, reicht bei -2° nicht ansatzweise. Ich bevorzuge dann wie bei der Kleidung das Zwiebelschichtverfahren. Wenn es warm ist, dann reicht einfacher Schlafsack. Wenn es kalt ist, dann eben 2 einfache Schlafsäcke übereinander oder Schlafsack + Decke oder Schlafsack + warmes Inlet wie Thermo Reactor. Wenn wir Schlafsäcke gemietet haben, dann waren die meistens von ordentlicher Qualität, aber nicht unbedingt für Temperaturen unter 5° geeignet.
Schlafsäcke als auch Equipment wie Taschenlampen, Stirnlampen, Markenzelte sind in Namibia übrigens häufig billiger als hier (zumindest beim aktuellen Wechselkurs).
Beste Grüße
Guido
picco6'369 Beiträge · seit 201105. Feb. 2016 · #15Hoi zämä
Natürlich ist ein Schlafsack für tiefe Temperaturen zu warm wenn's warm wird.
Ich hatte im September in Botsuana ja einen für -5°C dabei, den hab ich halt schlicht als Decke benutzt wenn's IM Schlafsack zu warm wurde.
Genauso am Kilimanjaro auf 3000müM, da wäre der Schlafsack für -30°C auch zu warm gewesen.
Aber als Decke passte es zumindest für mich.
Wichtig ist halt auch die Matte, da hab ich immer meine
Exped Downmat 7 LW (klick mich) dabei, da friert man auch von unten nicht und liegt sehr bequem.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #16So mache ich es auch. Ich habe immer einen guten Schlafsack dabei und wenn derzu warm wird nutze ich ihn nur noch als Decke. Das passt immer.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200605. Feb. 2016 · #17Topobär schrieb:BikeAfrica schrieb:Wenn man einen Daunenschlafsack wäscht, benötigt man eigentlich einen Industriewäschetrockner, weil die Haushaltsgeräte in der Regel zu klein sind und die Daunen verklumpen und die Wärmeleistung sinkt.
Wenn man 2 bis 3 Tennisbälle mit in den Trockner tut, bekommt man auch mit einem Haushaltstrockner den Schlafsack trocken und fluffig. Meist muss benötigt es allerdings 2 Durchgänge.
... die Tennisbälle sollte man auch mit in einen Industrietrockner verwenden, um die Daunen wieder zu lockern.
Ansonsten hängt es halt vom Volumen im unkomprimierten Zustand ab, ob ein Haushaltstrockner reicht. Bei meinem hatte er nicht gereicht.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Sadie1'835 Beiträge · seit 201511. Feb. 2016 · #18Hier ist mein Beitrag zu diesem Thema. Wir nehmen auch keine Schlafsäcke mit da dies zu umständlich wäre weil wir von den USA anreisen und sonst viel mitbringen zum Wohlsein. Kissen, zum Beispiel. Wir brauchen die Schlafsäcke die uns vom Vermieter gegeben werden und schliessen die mit den Reissverschlüssen zusammen so dass ein grosser Schafsack daraus entsteht. So hilft uns Körperwärme warm zu bleiben. Kann aber im Juli nicht warm genug sein. Deshalb bringen wir Warme Unterwäsche, die Base Layer. Es gibt ein Ober und Unterteil und die brauchen wir wie Pjamas. Wir haben uns heuer neue Base Layer gekauft und zwar von der Columbia Marke die "Omni Heat" heissen und innerhalb ein Folien Material haben das die Körperwärme zurückgibt.
Der Vorteil in Base Layer zu schlafen ist zweifach: erstens fühlt man sich warm und zweitens kann man diese warme Schicht bis am späten Morgen tragen wenn die Temperaturen dann aufsteigen und man Kleider wechseln kann. So musst du nicht frieren da du einfach in deiner Base Layer aufstehst und Hosen und Pullover darüber anziehst.
This works for us.
BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201216. Juli 2016 · #19Hallo Picco,
wir möchten uns für den Tip Cumulus Mysterious Traveller 500 bedanken, wir lieben diesen weniger als 1kg schweren Schlafsack mittlerweile, Wir haben selbst bei -7°C im KTP den Schlafsack im Rooftop nur als Decke benutzt und nicht gefroren. Wärmere Temperaturen waren ebenfalls angenehm.
Sicher das beste Preisleistungsverhältnis am Markt. Der Schlafsack ist so leicht, dass man meint eine warme Luftschicht umgibt den Körper.
Grüße
Bernd
picco6'369 Beiträge · seit 201116. Juli 2016 · #20Hoi Bernd
Gern geschehen, bin ja selbst von dem Teil begeistert! 🙂