MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #1
Nach zwei tollen Touren durch den Krüger Park im Wohnmobil ( unschlagbar mit kleineren Kindern ) sind die Jungs mit 9 und 12 nun alt genug, um sie auszuwildern. Allerdings haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass es für das Gesamtpakt hilfreich ist, wenn es 1x am Tag die Möglichkeit gibt, überschüssige Energie im Pool abzubauen. Außerdem toppen Tiersichtungen Landschaften. Und zu viele Stunden im heißen Auto ohne Aktion führen zu stundenlangen nein-doch Diskussionen auf der Rückbank. Eltern werden das kennen. So entstand eine Route MUC-WDH, Etosha-Caprivi-Bot-Vic Falls-Chobe-Savuti-Moremi-WDH. Den Caprivi haben wir erst in 2008 bereist und in Bot waren wir vor 15 Jahren. So hatten wir eine ungefähre Vorstellung, aber keine aktuellen Erfahrungen. Aber dafür gibt es ja das Forum… Die Planung und Buchung begann im September 2014, also mit einem Jahr Vorlauf: Die Flüge haben wir über unser Reisebüro mit SAA von MUC über JNB nach WDH gebucht. In JNB hatten wir jeweils 1,5 h Zeit zum Umsteigen. Zeit genug, um von A nach B zu kommen, aber nicht so viel, dass es mühsam wird. So der Plan, dazu später mehr. Die Tour startete mit einer Nacht in Windhoek zur Fahrzeugübernahme, Einkaufen und Ankommen. Dann die erste Marathonetappe nach Etosha, jeweils eine Nacht in Okaukuejo, Halali und Namutoni. Dann in 3 Etappen Richtung und durch den Caprivi über Rundu; N´Kwazi, Divundu; Nunda; Kongola; Nambwa; Anschließend ging es für zwei Nächte nach Kasane; Senyati und dann in Tagesetappen über Kachikau;Mwandi, Chobe;Linyanti;Savuti,Moremi; Khwai, Third Bridge. Ab hier war nichts mehr gebucht, die drei Tage dienen als Puffer für ungeplante Verschiebungen, Defekte etc und für die Rückfahrt nach WDH. Nach Recherche im Forum und einigen Angeboten fiel die Wahl des Fahrzeugs auf die OFF-Road Version des DC Hillux bei Savanna mit zwei Dachzelten. Wegen der Tiefsand- und Wasserpassagen gibt die Bodenfreiheit und die Bereifung etwas mehr Reserven und es sieht auch cooler aus 😉 Der Emailkontakt war sehr nett und professionell, Preis und Ausstattung ok. Der Flughafentransfer ist inkludiert, wir haben noch Schlafsäcke, Kissen und Decken!! dazu gebucht. Rabattiert wurde der Preis noch mit Frühbucher- Barzahler und geringe Kilometer – Reduktionen.(25800,00 N$, davon knapp 6000,00 N$ als Anzahlung) Vor Ort haben wir dann noch ein Satphone und die Selbstbehaltsreduktion auf 7500,00 N$ gebucht). Auf die Reifen und Scheibenversicherung haben wir in Anbetracht der Streckenführung und einer Überschlagsrechnung verzichtet. Die Buchung für die erste Nacht im Urban Camp und ebenso in Etosha ist per Webformular unkompliziert und schnell erledigt. Ngepi und Nunda habe ich per Email angefragt, beide antworteten schnell, superfreundlich und mit allen notwendigen Informationen und Tipps. Nambwa kannten wir noch als Community Camp, wird aber jetzt von African Monarch betrieben und zur Luxus Lodge umgewandelt. Das Angebot, Bestätigung und Zahlungsprozedere ist wie bei den vorigen Camps schnell, freundlich und unkompliziert. Die nächste Etappe endet in Kasane, dort habe ich das Senyati Camp per Email angefragt. Das Camp ist in mancherlei Weise etwas Besonderes, ebenso beim Buchen. Es gab schnell ein Angebot und eine Bestätigung, die Möglichkeit einen geringen Betrag mit paypal kostengünstig anzuzahlen und die mit Abstand besten und umfangreichsten Informationen zu Anfahrt, Camp, Aktivitäten und FAQ. Rundrum super. Auch vor Ort, übringens. Die Camps in den Nationalparks in Botswana habe ich auch per Mail angefragt. SKL für Linyati, Savuti und Khwai sowie Xomae Grup für Third Bridge antworten sofort, freundlich mit Preis und Buchungsbedinungen. Kwalate kann erst ab November die Buchungen für 2015 annehmen. Also haben ich SKL ( 3x Campen für 2 Erw + 2 Kinder 390,00 €) und Xomae (1 x Campen 2+2 = 104,00 €) gebucht und nach Zahlung mit Kreditkarte die Voucher per Mail bekommen. Als alles fix war, habe ich festgestellt, dass ich die zweite Nacht in Senyati nicht in der Reiseplanung berücksichtigt hatte. Daher waren alle Buchungen in den Nationalparks einen Tag zu früh. Nach einem kurzen Adrenalinkick habe ich dann aber unkompliziert neue Voucher für einen Tag später bekommen. Das hätte ich mir nicht so einfach vorgestellt. Das restliche Jahr verging mit Vorfreude und Informationssammeln im Namibia und im 4x4 Forum. Und dann war schon Zeit zum Kofferpacken. Wie immer nahmen wir wenig Kleidung mit, da nach kurzer Zeit ohnehin alles hoffnungslos staubig und dreckig ist und man die Funktionskleidung ja schnell waschen und trocknen kann. Dafür kommt immer etwas mehr Werkzeug mit als Macgyver benötigen würde. Außerdem Bastelmaterial wie Panzerband, Kabelbinder, Schellen, ein bißchen Elektrokram, ein paar Gurte zum verzurren von Wasserkanistern etc und ein LED Strahler mit 10m Kabel zum Beleuchten der Löwen in der Nacht (Hat seinen Zweck erfüllt). Beil und Spaten habe ich aus Gewohnheit auch mit, lasse ich aber beim nächsten Mal daheim. Außerdem haben wir uns schon bei den letzten Reisen vom aufwendigen Fotografieren mit Spiegelreflex und Wechselobjektiven verabschiedet und machen nur noch Schnappschüsse mit einer Canon Powershot. Das hat etliche Nachteile in Qualität und Möglichkeiten wie Weitwinkel und Belichtungszeit. Aber um uns die Reisen in Erinnerung zu rufen reicht es und die besten Bilder haben wir im Kopf. Genug der Planung, so ging es los: Flug mit SAA ab MUC 24.08.15, Boarding um 20.20 Uhr. Damit langt es für uns locker, um 19.15 Uhr am Flughafen zu sein. Auf der Fahrt fängt es um 19.00 Uhr auf dem Zubringer dermaßen an zu Hageln, dass es nur noch im Schritttempo weitergeht und viele Ihre Autos unter den Brücken in Sicherheit bringen. Der Taxifahrer hat sichtlich Angst um seinen Benz, hält aber tapfer durch. Um 19.30 stehen wir dann am erwartet leeren SAA Schalter und sind viel zu früh am Gate. Durch den Hagel und die dadurch bedingte einstündige Flughafensperrung verzögert sich die Abfertigung, so daß wir erst um 21.30 auf dem Vorfeld rollen und nach Stau vor der Startbahn um 22.30 Abheben. 24. August !!
Der Pilot verspricht etwas Zeit aufzuholen, aber da ich ohnehin nicht schlafen kann, verfolge ich in Echtzeit, wie sich die voraussichtliche Ankunftszeit immer näher der Abflugzeit für den Flug nach WDH annähert. Aber zu ändern ist es ohnehin nicht und im Fall der Fälle werden wir wohl mit der nächsten Maschine mittags fliegen. 8.55 Uhr Ortszeit landet der Flieger. Mit dem Bus geht es zu den Arrivals und dort wird in die eiligen und andere Umsteiger getrennt. Wir bekommen einen Agenten, der uns im Laufschritt durch den Flughafen escortiert, uns in die Warteschlangen nach vorn schleust und immer wieder anreibt. Trotzdem dauert es knapp 45 Minuten, bis wir alle Kontrollen passiert haben. Ob es an der Hetze liegt weiß ich nicht, die Geburtsurkunden der Kinder benötigen wir nicht. Langsam wird klar, dass der Flieger wartet und wir uns wieder zurück in den Zeitplan runden. Tatsächlich berichtet mein Sitznachbar später, dass sie seit 45 min auf uns warten. Ist doch nett. Um 10.10 Uhr heben wir ab und landen um 11.50 Uhr in WDH. Dort wartet der Shuttle von Savanna auf uns, da wir ja mit der angekündigten Flugnummer ankommen. So können wir auf dem Flughafenparkplatz durchschnaufen und das erste Mal den afrikanischen Himmel ( Moment mal: Wolken ?) und die Luft genießen. Auf der Fahrt in die Stadt tröpfelt es tatsächlich. Es sei den Farmern gegönnt. Wir halten noch kurz am ATM und landen schon wieder relaxed bei Savanna. Die Begrüßung ist professionell, wir diskutieren die Versicherungsoptionen, bekommen kurz die Funktionen des Fahrzeugs erklärt ( zumindest die meisten ), übernehmen den Hillux 3,0 aus 2012 mit ca 88.000 km und cruisen zum Einkaufen. Es dauert tatsächlich dieses Mal drei Tage, bis ich zum Blinken das erste Mal den Scheibenwischer aktiviere. Wir kaufen für die nächsten Tage ein. Der Plan ist, in Etosha zu grillen und in den anderen Camps bis dahin in den Lodgen zu essen. Außerdem ist der Kühlschrank ja das limitierende Element. Wir verstauen alles in Pappkartons und versuchen eine gewisse thematische Trennung bis zum Ende zu halten, was uns auch manchmal gelingt. Dann geht es noch zum Tanken. Wir haben das Auto mit ¾ vollem Tank übernommen und sollen ihn auch so wieder abgeben. 92l faßt der Doppeltank noch, aber mit dem kleinen Überlauf dauert es jedes Mal mindestens 30 Minuten. Bei Smalltalk mit dem Tankwart oder verrutschender Schirmmütze der Tankwartin länger…
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #2
Hallo Marc,
Da bin ich ja mal gespannt. Wir waren zeitgleich mit Euch unterwegs nur die Route anders herum, auch mit einem Savanna Auto und 2 Dachzelten. Eigentlich hätten wir uns irgendwo begegnen müssen.... Bin gespannt wie es Euch erging. Über die Wolken am Himmel haben wir uns auch gleich gewungert... Viele Grüße Doro
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #3
Das Urban Camp liegt nur wenige Minuten entfernt und ist gut ausgeschildert. Die Begrüßung ist sehr freundlich. Außer uns steht nur noch ein Overlandertruck auf dem Gelände. Die Fahrer rangieren noch ein bißchen, damit wir mehr Platz haben. Wäre nicht nötig gewesen, aber trotzdem nett. Es stehen zwar noch ein paar Bodenzelte auf verschiedenen Plätzen, andere Gäste sehen wir aber nicht. Wir bauen die Zelte auf, prüfen das Material und versuchen unser Gepäck und die Einkäufe sinnvoll zu verstauen. Es gibt Strom am Platz und einen überdachten Essplatz. Das Gelände ist eingezäunt und nett gestaltet mit Bar und Pool. Da es in der Stadt ist, bleibt natürlich die Geräuschkulisse erhalten, ist aber logisch und nicht zu störend.
Bei unserem Stellplatz ist die Warmwasserdusche defekt. Also nutzen wir die gegenüber. Warum wir den Stellplatz nicht bekommen haben, erschließt sich mir nicht, aber zum Umziehen waren wir dann auch zu faul. Als Manager für die Seilwinde will sie Tim gleich ausprobieren. Ich fürchte aber um die Stützpfeiler der Überdachung und die Erklärung für die Versicherung und vertage den Test.
Die nette Rezeptionistin versucht noch einen Tisch in Joes Bierhouse zu reservieren. Da morgen aber Feiertag ist, sind sie schon ausgebucht. Sie empfiehlt uns das ebenfalls nahegelegene Kubata. Das war ein guter Tip. Nach einem leckeren Essen kehrt schnell Ruhe in den Zelten ein.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200825. Sept. 2015 · #4
26.08. Eine gute Entscheidung, den ersten Tag in Windhoek zu verbringen und erst einmal anzukommen. Wir haben gut geschlafen, es ist kühl und bedeckt. An der Rezeption bestellen wir Frühstück. Es gibt Saft, Kaffee,Tee, Müsli und den warmen Teil mit Bohnen, Speck und Ei.
Um 8.30 Uhr machen wir uns auf die 400 km nach Okaukuejo. In Windhoek ist Radltag, wir sehen überall Rennradfahrer beim Frühsport. Die ersten Holzverkäufer an der Autobahn lasse ich aus, da ich erst kurz vor Etosha Holz kaufen will. Leider ein Fehler, da am Public Holiday auch die Holzverkäufer frei haben. Wir kaufen es später im Camp Shop. Die Fahrt verläuft ereignislos und um 12.40 Uhr sind wir am Gate. Gleich am ersten Wasserloch herrscht einiger Trubel und die obligatorische Wette, welches das erste Säugetier sein wird, verläuft unentschieden.
Nach einigen Loops schlagen wir unser Camp auf und beschließen auf Grund des tollen Wasserlochs auf den Gamedrive zu verzichten. Außerdem wollen wir versuchen Brot zu backen. Wir versandeln den Tag am Pool und schauen ab und zu am Wasserloch vorbei. Außerdem ziehen jenseits des Zauns immer wieder Tiere vorbei und Schakale erkunden die Lage auf den Campsites. Später backen wir im großen Gußtopf Körnerbrot. Wir lassen den Teig im Topf mit Deckel in der Glut stehen, häufen Glut drauf und gehen zum Wasserloch. Als wir einige Zeit später wiederkommen berichten die Nachbarn, dass die Schakale ständig versuchen an das Brot zu kommen. Die Hitze scheint sie nicht zu stören, aber zum Glück war der Deckel schwer genug. Die Nachbarn sind aus Kapstadt und vergleichsweise zurückhaltend. Da wir uns später für die Verteidigung unseres Brotes revanchieren können sei erwähnt, dass sie über zwei SA typisch top ausgestattete Fahrzeuge verfügen. Einen Discovery für die Eltern und einen Wrangler für die Töchter. Mangels interessanter Ankerpunkt muß der Test der Winde zu Tims Enttäuschung schon wieder verschoben werden. Aber er bekommt schon noch seinen Auftritt. Die Nachbarn auf der anderen Seite sind aus Johannesburg und deutlich kommunikativer. Ich hatte schon befürchtet, dass sie für uns sammeln. Während wir unspektakulär grillen und dazu Brot essen, hat die Ausstattung des Küchenanhängers und der ganze Essensablauf Cateringqualität. Das Brot gelingt uns erstaunlicherweise gut und ist einige Tage haltbar. Am späteren Abend , als sich wie häufig Nashorn und Elefant am Wasserloch Gute Nacht sagen, beginnt es zu regnen. Ein guter Grund, ins Bett zu gehen.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200825. Sept. 2015 · #5
27.08. 6.00 Uhr beginnt der Tag, zum Frühstück gibt’s Müsli, Abbauen, Ferngläser und Kamera und die Verpflegung für Unterwegs richten und los geht’s. Es ist wieder bedeckt und bleibt ziemlich lang um die 20°. Erst nach 10.00 Uhr, wird es mit ein paar Wolkenlöchern schlagartig um die 30°, am frühen Nachmittig 34°. So bleibt es auch die nächsten Tage. Zum Fotografieren ist die Licht schlecht, außerdem staubt es unglaublich. Die Vegetation ist entlang der Straße dick mit Staub bedeckt.
Wir beschließen, zuerst nach Westen zu fahren und in Grunewald am Picknic Spot zu frühstücken. Wir sehen viel Wild und noch zwei Honigdachse, die mit hohem Tempo viel Staub aufwirbeln. Ab und zu graben sie ein wenig und rennen dann weiter. Leider von der Straße weg. Die Picknic Side ist ungepflegt, die Sanitäranlagen nicht zu nutzen und der Zaun teilweise zerstört. Für das Frühstück reicht es uns.
Kurz vor unserem Aufbruch passiert das erste Auto seit Beginn der Frühpirsch die Straße. Wir loopen uns zurück über Okaukuejo Richtung Halali. Auf halben Weg kommt uns ein privater PKW entgegen, in dem ein Parkoffizieller sitzt. Er blinkt auf uns hält uns an. Schade, meint er, wir führen ja einen Toyota. Weiter vorn hätte ein Nissan Probleme, aber er würde sich darum kümmern. Ein paar Kilometer weiter in einem unübersichtlichen Kurvengeschlängel an der Pan steht tatsächlich ein Nissan Kombi auf der Straße. Welche Teile wir ihm hätten spenden sollen wenn wir ebenfalls einen Nissan hätten, erschließt sich mir allerdings nicht.
Der Wrangler unserer Nachbarn ist ebenfalls involviert und liegt auf der Seite. Zum Glück sind alle unverletzt, aber sichtlich geschockt und blaß. Sandra versorgt alle mit Rescuedrops und wir machen Bestandsaufnahme. Diverse Familienangehörige der Unfallbeteiligten sind schon informiert und sind unterwegs. Tatsächlich kommt kurze Zeit später der Discovery und auch Verwandte der Nissan-Crew. Ich biete an, den Wrangler mit der Winde! wieder auf die Beine zu stellen. Tim darf nun endlich die Winde benutzen und meistert das souverän. Der Wrangler steht schnell wieder auf den Rädern, macht auf mich allerdings einen etwas krummen Eindruck.
Der hintere Reifen ist noch zu wechseln, dann ist das Auto zwar rundrum kaltverformt, aber fahrtüchtig. Den Nissan ziehen wir dann mit der Winde ! noch von der Strasse, mehr können wir nicht tun. Nach 2 Stunden cruisen wir weiter Richtung Halali. Ein paar Stunden am Pool tun uns jetzt ganz gut und später besuchen wir noch das campeigene Wasserloch. Ein Rhino posiert und Schakale streunen herum. Kurz vor Halali liegt ein Löwenrudel im kühlen Schlamm. Wir besuchen Sie später noch einmal, aber Bewegungen bleiben Mangelwahre.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200825. Sept. 2015 · #6
27.08. Wir kommen wie üblich los und loopen uns Richtung Namutoni. Rund um den Aufenthalt hier erfahren wir, was der Vermieter mit“ Italiener sind andere Kunden als Deutsche“ meinte. Zwei Avis Hardbody begegnen uns immer wieder mit hoher Geschwindigkeit, einer riesen Staubfahne und dem Sicherheitsabstand auf italienischen Autobahnen. Ein paar Mal sind kommen sie von hinten und ich frage mich, was sie in meiner auch nicht kleinen Staubfahne erkennen, bis sie den 2 Meter Abstand auflösen und überholen.
Zwei Löwenmännchen liegen am Wasserloch und dösen, bis ein paar Oryx so sehr in ihrem Kampf verwickelt sind, dass sie immer weiter in die Gefahrenzone geraten. Das sorgt für Interesse bei den Löwen, aber dann erkennen die Kämpfer die Gefahr.
Als wir am Abend noch einmal wiederkommen, bewegt sich eine Elefantenherde durch den Busch in Richtung Wasserloch. Wir haben genug Zeit ums uns zu positionieren und warten auf die Elefanten. Die anderen Besucher konzentrieren sich auf die Löwen. Als die Elefanten eintreffen sind sie so durstig, dass Sie zwar nervös, aber ohne zu zögern auch die Jungtiere an den Löwen vorbeiführen und sich dann auf das Wasser stürzen. Man mein, die Kälber lachen zu hören.
Nach 10 Minuten planschen und trinken gibt die Leitkuh das Abmarschsignal. Die Herde formiert sich zu einer Front, eine Kuh droht den Autos (obwohl sich niemand bewegt hat ) und der Rest marschiert auf die Löwen zu. Diese verschwinden in einer Staubwolke. Das war eine beeindruckende Vorstellung.
In Namutoni tanken wir wieder voll, da es morgen bis nach Rundu geht. Am Gate gibt es eine Veterinärkontrolle, die ich nicht eingeplant hatte. Sie konfizieren meine eingepackten Pork Chops vom Spar in Windhoek. Ich könne sie vor Ort grillen oder abgeben. Da ich keine Lust auf Grillen habe, will ich sie ihnen zum Mittag schenken. Aber die Kontrolleure lehnen unisono ab und werfen das Päckchen achtlos auf einen Haufen. Das verstehe wer will. Insbesondere, da sie wissen müßten, dass diejenigen die besser vorbereitet oder schlauer sind als wir, das Fleisch einfach nicht im Kühlschrank haben.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Okt. 2015 · #7
28.08. Nach 3 Stunden erreichen wir Runde und frischen unsere Vorräte etwas auf. Es scheint Schlachttag zu sein. Vor zahlreichen Hütten hängen größere Fleischteile aus und warten auf Käufer. Etwas weiter wird auf dem Seitenstreifen eine Kuh geschlachtet. Trotz meiner Intervention darf ich weder beim Schlachten anhalten noch Fleisch kaufen … Wir haben etwas außerhalb gebucht und finden dank der guten Wegbeschreibung problemlos zur N´Kwazi Lodge. Als wir ankommen, findet gerade die Fotosession einer Hochzeit statt. Wir fragen und dürfen auch ein paar Fotos schießen.
Der Brautvater zeigt uns mit gespielter Verzweiflung den Zeitplan und die Gästeliste. Pro Stunden werden es 100 Leute mehr. Da hat er Recht, insbesondere, da wir die Festmusik aus dem Nachbardorf noch beim Aufstehen am nächsten Morgen hören. Wir amüsieren uns gut und tauschen Herzlichkeiten aus. Kurze Zeit später erscheint der Juniorchef und befiehlt durch Klatschen eine Angestellte herbei. Er ist genervt, dass sie sich um die nicht zahlenden Hochzeitsgäste und nicht um uns gekümmert hat. Hoffentlich hat er unsere Erklärung verstanden, aber die arme Emma war nachhaltig verschüchtert. Wir können unseren Platz aussuchen, da außer uns nur noch ein Touroperator mit zwei Zelten auf dem Platz ist. Alles ist großzügig und gut gepflegt.
Ein paar Pferde bewegen sich frei auf dem Platz. Wir buchen Dinner und Frühstück, die angebotenen Ausflüge locken uns nicht so. Wir erholen uns am Pool und plaudern mit den netten Guides der Nachbarseite. Nach ausgiebiger Betrachtung des Sonnenuntergangs und einem Sundowner gibt es im offenen Restaurant ein kleines Buffet mit Wild, Huhn und Rind, Beilagen, Salat und Dessert. Wie das Frühstück gut uns preislich angemessen. KM 410
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Okt. 2015 · #8
30.08. Beim Bezahlen ist sich die Chefin nicht sicher, ob die Campsite bezahlt ist und ich dachte schon. Kein Problem, wir sollen zu Hause mal schauen und uns dann melden. Wir zahlen das Essen und machen uns auf den Weg nach Divundu. Die Etappen im Caprivi habe ich absichtlich kurz gewählt, so daß wir schon um 10.30 in der Nunda Lodge sind.
Da wir nun Caprivizeit haben, müssen wir die Uhr eine Stunde vorstellen. Am Nachmittag noch einen Gamedrive im Mahango Park ( Danke, Bele ).
Wir sind fast allein im Park, plaudern ein wenig mit den Damen am Gate und nutzen vor dem Essen noch mal den Pool. Die Anlage ist deutlich gehobener als N´Kwazi und wenn nicht eine andere namibische Familie mit 4 größeren Jungs da gewesen wäre, hätte ich mir nach 50 Sprüngen in den Pool Sorgen um die anderen Gäste gemacht. Zum Essen gab es dieses Mal ein Menu und Salatbuffet. KM 270 km
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Okt. 2015 · #9
31.08. Heute dauert alles länger, es ist schon 9.15 als wir loskommen. Aber wir müssen ja nur bis Nambwa. Es befinden sich zahlreiche Dörfer im Bwabwata National Park, aber auf weiten Strecken ist auch nichts als Busch und Wald. Wie überall stehen auch hier immer wieder Leute im Nirgendwo, die durch Winken darauf aufmerksam machen, dass sie mitgenommen werden wollen. In der Regel hoffen wir, dass andere sie mitnehmen, aber heute haben wir Anhaltertag. Mitten im Busch winkte eine Frau, dieses Mal stoppten wir. Es waren zwei Frauen, zwei Kinder und ein Mann, die Wurzeln gesammelt hatten. Wir könnten zwei von ihnen mitnehmen, versuchte ich zu erklären. Aber als sie voller Freude ihre 50 kg Netze voller Wurzeln und ihre Ausrüstung an Hacken, Eimern etc anschleppten, wollte ich auch nicht mehr nein sagen. Also luden wir alles aufs Dach ( daher die Gewichtsangabe ), und verzurrten es.
Frauen und Kinder quetschten sich zu unseren beiden auf die Rückbank und der Mann blieb auf dem Dach. Nach 15-20 km hielten wir in ihrem Dorf. Alle Kinder liefen zusammen um zu schauen und zu helfen und unter großem Hallo fuhren wir weiter. Wer es probieren will: Das Hilux Dach ist nicht darauf ausgelegt und rächt sich mit einer tiefen Delle. Diese kann allerdings auch wieder mangels dicker Isolierung rausgedrückt werden. Nach ein paar Kilometern der nächste Winker. Wie gesagt, Anhaltertag. Dieses Mal ein Vater mit zwei kleinen Kindern, die uns nur mit großen Augen anstarrten und sich nicht getraut haben, sich zu bewegen. Wieder gab es ein herzliches Danke mit auf den Weg. Es hat Spaß gemacht, allerdings in Summe auch einiges an Zeit gekostet. Also mußten die nächsten leider warten und wir fuhren an der Campabzweigung vorbei nach Kongola, um zu Geld am ATM zu holen und voll zu tanken. Im Bottlestore gibt es noch ein paar Getränke. Dieses Mal passieren wir zwei Mal die Vet Kontrolle ohne Kühlschrankblick. Wir müssen nur Reifen und Schuhe desinfizieren. Wir fahren zurück zur Parkeinfahrt und müssen kurz hinter dem Kontrollhäuschen das erste Mal in 4x4 Modus wechseln.
Es hat sich in den Jahren nicht viel verändert, der Park ist immer noch traumhaft und relativ wenig besucht. Einige Passagen sind schon sehr ausgefahren und es geht rauf und runter. Wir nehmen die falsche Gabelung und landen gegenüber der abgebrannten Lodge. Eine bedrückende Stimmung herrscht hier und es ist deprimierend, die abgebrannten Trümmer zu sehen. Fast schon gespenstig. Auf der Rückfahrt halten wir wegen einer kleineren Elefantenherde, die sehr nervös an der Straße steht und sich immer wieder in unsere Richtung vergewissert. Innerhalb von wenigen Minuten tauchen so viele Elefanten auf, wie ich es noch nie erlebt habe. Mehrere Hundert Tiere bewegen sich in Richtung Fluß, also zu uns.
Hier wäre tatsächlich das Weitwinkel eine Hilfe. So bekommen wir immer nur einen Bruchteil aufs Bild. Sie sind nicht sehr entspannt und bleiben erst einmal stehen. Da das Auto halb von einem Busch verdeckt ist, setze ich zurück auf eine freie Fläche. Dann können sie es besser sehen und einschätzen, hoffe ich. Es funktioniert und ein großer Teil der Elefanten passiert uns. Andere gehen doch lieber parallel zum Weg weiter. Ein tolles Erlebnis. Gut, dass wir uns verfahren haben. Nach kurzem Schlenker sehen wir die neuen Bauten der Lodge. Es ist ein riesiges Bauwerk und fügt sich gut in die Landschaft ein.
Die Campsites sind mehr oder weniger unverändert und mit einer Partie pro Site auch ausgebucht. Die Ablutions sind neu aber das eine oder andere defekt. Die Logde ist mit einer Schranke abgesperrt und mittels Hinweisschild „ No Campers bejond this point“ sollen die Schmuddelkinder von den besser betuchten getrennt werden. Diese kommen übrigens per Boot an und müssen nicht über die tiefen Sandpisten. Gute Idee. Wir können leider keine englischen Schilder lesen, werden aber vom einem Angestellten daran gehindert, auf die Plattform zu gehen. Schade, der einzige Platz während der Reise, an dem wir uns nicht willkommen gefühlt haben.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Okt. 2015 · #10
01.09. Die Temperaturen bewegen sich immer zwischen 19° am Morgen um 7.30 Uhr bis 38° gegen 14.00 Uhr. Wir hatten eine unruhige Nacht, da sofort nach Einbruch der Dämmerung Elefanten das Camp in Beschlag nahmen. Sie standen zum Teil direkt neben dem Auto, so dass wir sogar das Mahlen der Zähne hören konnten. Da ich aber weiterhin wenig Vertrauen zu den Caprivi Elefanten hatte, haben wir darauf verzichtet unseren LED Strahler zum Einsatz zu bringen. Um 7.44 Uhr fahren wir noch einmal zum Horseshoe, sehen aber insgesamt wenig Tiere.
Dann geht es zurück zur Straße und wieder durch den Vet-Zaun über Kongola nach Botsuana. Auf der B8 kommt uns ca 30 km vor der Grenze ein Tourenradler entgegen. Es ist heiß, es weht sehr stark und es geht in jeder Richtung 30 km geradeaus durch den Busch. An der Grenze haben wir später gefragt, aber von dort kam er nicht. Tja, ein Rätsel. Wir kaufen unterwegs noch Feuerholz. Die Prügel sind ungefähr doppelt so lang wie ich sie benötige. Ich mühe ich zur Belustigung der Farmerin mit meinem Beil sie zu zerkleinern. Auf Zuruf kommt ihr 5jähriger Sohn mit einer riesigen Axt und sie zerteilt das Holz mühelos. Naja, man kann nicht alles können. Wir haben ein paar Buntstifte und Luftballons dabei und ich bitte meine Jungs, sie den Kindern zu schenken, die etwa 20 Meter entfernt die Situation beobachten. Die Kinder fangen an zu weinen und haben sichtlich Angst vor den weißen Kindern. Die Mutter geht mit und die kleinen Geschenke finden dann doch dankbare Empfänger. Das Holz ist übrigens spottbillig. Die Grenze erreichen wir um 13.00 Uhr und der Übertritt nach Botsuana ist unkompliziert. Wir entscheiden uns für die Transitstrecke durch den Chobe, da wir noch Einkaufen und nach Senyati wollen. Kurz vor dem Abzweig nach Kasane stehen einige Touroperator Autos an der Seite. Die Lösung: Wildhunde auf beiden Seiten der Straße!
Neben den faszinierenden Tieren ist es auch interessant zu sehen, in welchem Konkurrenzkamp die Firmen stehen. Wir bleiben eine ganze Zeit bei den Tieren und fahren dann zum Shoppen nach Kasane. Nach Einkauf und dem obligatorischem ATM winkt mich gleich ein Polizist raus. Ob ich das Stoppschild bei der Supermarktausfahrt nicht gesehen hätte. Was soll ich sagen ? Ich bin zwar drüber gerollt, aber so richtig ignoriert habe ich es auch nicht. Na ja, bei der Kollegin soll ich zahlen. Kostet ? 1000 Pula! Ob es nicht günstiger gehe ? Normalerweise wäre es 3000 Pula, 1000 wären schon good will. Nächster Satz der nicht unfreundlichen Polizistin : How do you like Botswana ? War schon wieder witzig, aber für 1000 Pula hätte ich mich auch besser amüsieren können. Wir tanken noch einmal auf der anderen Straßenseite und halten an jedem Stopschild an. Die Zufahrt nach Senyati ist super erklärt und wir entscheiden uns für die kürzere Tiefsandoption. An der Zufahrt machen wir noch ein Bild und rollen los.
Wie blöd, nach 5 Metern stecken wir schon fest. Die meinen tatsächlich Tiefsand ! Also buddeln, Luftablassen und hoffen, dass es nicht zu viele Leute sehen. Als wir fertig sind, kommt uns ein Safari Auto entgegen. Die Jungs sind sehr nett, sparen sich den Spott und bieten ihre Hilfe an für den Fall, dass wir nicht rauskommen. Zum Glück klappt es und den Rest der Strecke nehme ich dann doch ernst. Von einem Hügel der erste Blick auf das Camp.
Der Empfang ist super nett und wir buchen gleich den Ausflug nach Vic Falls und den Wäscheservice. Um es kurz zu machen: Das Camp ist super. Ständig sind Elefanten, Büffel und andere Tiere auf dem Weg vom und zum Wasserloch. Alles ist gepflegt, die Bar und der Bunker sind traumhaft. Auch in der Nacht kann man dank indirekter Beleuchtung von der Campsite zum Wasserloch gehen.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #11
2.9. Heute geht es nach Vic Falls. Beim letzten Mal hatte es nur wenig Wasser, wir hoffen auf mehr. Der Fahrer Ben ist pünktlich um 7.00 Uhr mit einem Kollegen da. Die Gruppe wird in zwei Kleinbusse aufgeteilt. 1 x Deutsch ( wir 4 und ein anderes Paar ) und 1 x Südafrikaner und ein Holländisches Pärchen. Die Grenzformalitäten sind zwar nervig, aber im großen und ganzen ok. Vor einigen Jahren hatte ich es stressiger empfunden und unser damaliger Guide hat uns beschworen, mit den Grenzern keinen Quatsch zu machen. Aber vielleicht hilft ja auch hier die Doktrin von Mugabe, das Touristen freundlich zu behandeln sind ( weil sie Geld bringen )? Nach der Grenze stoppt uns die Polizei. Frage der streng schauenden Polizistin : Drugs or Alcohol ? Antwort unseres Fahrers : Not for me, please. Darauf kringeln sich alle vor Lachen und nach einem kurzen Blick in den Kofferraum können wir weiterfahren. Wir haben die Hubschrauberoption gewählt und die Show dort ist ein Mustereispiel an Organisation. Einweisung am Schaubild, wo und wie lange der Hubi fliegt. Zwei Stück sind ständig unterwegs, werden betankt, während die Passagiere ein und aussteigen und los geht’s.
Wir haben vorher mit den anderen beiden besprochen wer wo sitzt, so daß hier auch wertvolle Sekunden gespart werden konnten. So weit ich es beurteilen kann, verlief der Flug auf der exakten Route und zu der exakten Zeit wie angekündigt. Kaum zurück, wurde im Kinosaal schon der geschnittene Film mit Bildern aus den zahlreichen GoPros präsentiert. Aus Vertriebssicht super, aber wir haben selber gefilmt. Ist sogar ganz gut geworden. Unabhängig von der Organisation war der Flug jeden Dollar wert. Ein tolles Erlebnis und nicht zu vergleichen mit den ja identischen Bildern aus dem Fernseher. Nach 13 Minuten Flug fuhren wir zum Eingang der Fälle. Wir haben 1,5 Stunden Zeit und sind die Fälle auf dem Wanderweg abgelaufen. Es hatte leider wieder wenig Wasser. Trotzdem einfach spektakulär. Unter Auslassung der Souvenirstände ging es noch zum Lunch ins Victoria Falls Hotel.
Es hat deutlich gewonnen, ist super renoviert und der Grilllunch war mit 18.00 $ ok. Wir mußten abseits der sauberen Gäste auf der Hauptterrasse sitzen und wurden in der Nähe des Pools platziert. Eine doppelte Strafe, da wir ja keine Badesachen dabei hatten. Am Abend bekamen wir dann im Camp unsere frisch gewaschenen Sachen zurück. Bis in die Nacht treiben wir uns noch zwischen Campsite, Wasserloch und Bunker herum. Es ist einfach spektakulär.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #14
3.9. Der Plan für heute: über die Chobe Waterfront in Richtung Linyanti. Auf halbem Weg haben wir in Mwandi View am Ende der Asphaltstrasse gebucht, so dass wir keinen Zeitdruck haben. Um 7.30 Uhr fuhren wir los und genossen die tollen Landschaft und Tiersichtungen ohne andere Fahrzeuge.
Im Schnitt haben wir vielleicht ein Auto pro Stunde getroffen. Nach einem kleinen Schlenker die Uferböschung hoch mußte ich mich zwischen einer steinigen Passage auf der linken Seite der Fahrspur oder einer sandigen auf der rechten Seite entscheiden. Ich entschied mich für rechts. Der Gamedrivemodus war wohl etwas zu entspannt und schon steckten wir wieder fest. Der Hilux stinkt dann auch immer gleich nach Kupplung. Also wieder Luft ablassen und etwas graben. Eine Giraffe beobachtet das Ganze mit dem ihr eigenen hochmütigen Gesichtsausdruck. Zwei Stunden später stellen wir bei einem kurzen Stop fest, dass ein Hinterreifen Luft verliert. Bei der Hitze ist das Wechseln kein Spaß, aber da wir in den letzten Jahren nie Ausfälle hatte, ist das zu verschmerzen.
Mittlerweile ist es 13.00 Uhr.Da aber unsere Tour dann ja nach Savuti geht und wir dann nur noch einen Reifen hätten, entschließen wir uns den letzten Shortcut zum Ngoma Gate zu nehmen. Dort ist man sich nicht sicher, ob es auf dem Weg nach Kachikau eine Reparaturmöglichkeit gäbe. ( Es gab keine ). Also zurück auf der Transitroute nach Kasane. Auch dort überall bedauerndes Schulterzucken. Am Ende landeten wir bei einem Reifenhändler gegenüber der Engen Tankstelle vor der Waage. Der Monteur arbeitet superschnell und klebt von Innen einen größeren Fahrradflicken auf das Loch. Nun noch den neuen Ersatzreifen zurück und den geflickten aufs Auto und weiter geht’s. Kosten: 50 P und eine Baseballcap. Mein innerer Zeitplan war: Wenn wir bis 14:30 Uhr fertig sind, fahren wir noch bis Mwandi. Wenn nicht, bleiben wir in Kasane und fahren dann morgen durch nach Linyanti. Tatsächlich sind wir um 14.25 Uhr fertig und steuern die gegenüberliegende Tankstelle an. 23l Tanken dauert 25 Minuten, weil bei der Tankeuse immer wieder die Kappe verrutscht und die Haare gerichtet werden müssen. Aber hey, you´ ve got the clocks…. 14.50 Uhr zurück auf den Transit und unter Einhaltung aller Stopschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen Richtung Ngoma und dann nach Kavimba. Die Straße nach Süden könnte auch ein EU Projekt sein. Super ausgebaut, Straßenbeleuchtung, Abbiegespuren und alles, was hohes Verkehrsaufkommen aufnehmen kann. Allein: Es gibt kein Verkehrsaufkommen…. Um 16.30 Uhr erreichen wir dann doch wieder entspannt Mwandi. Es liegt direkt an der Straße und besteht aus einigen nebeneinander liegenden Parzellen für Camper (ohne Strom, aber mit Wasser ) und ein paar Stelzenhäusern.
Ein kleiner Pool und die großzügigen Ablutions ergänzen das Angebot. Es stehen noch zwei SA Camper neben uns, später kommt noch ein deutsches Paar und ein Research Vehicle dazu. Die Sicht nach Osten geht über eine weite Ebene mit Kuhherden, im Rücken hinter der Straße sind bewaldete Hügel. Die Kinder finden sprachübergreifend zum Spielen zusammen und wir relaxen beim Sundowner. Km 227
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #15
4.9. Es war eine stürmische und regnerische Nacht. Und so ganz hat die neue Straße die Wildnis zum Glück auch nicht verdrängt. Immer wieder haben Löwen gebrüllt und Elefanten trompetet. Eine ziemlich eindrucksvolle Geräuschkulisse. Leider ist der Dieselgenerator auch ziemlich laut. Insgesamt ist das Camp ok, aber leider nicht mit der Konsequenz zu Ende gebaut, wie sie wohl vor einem Jahr angefangen haben. Überall liegt noch Baumaterial herum und der Aufenthaltsbereich mit Billiardtisch sieht eher nach Rumpelkammer aus. Unsere deutschen Nachbarn von gestern haben noch gefragt, ob wir einen Teil des Weges zusammen fahren wollen, da sie mit ihrem Standard Hilux Bedenken wegen des Tiefsandes hätten und ja die wildesten Geschichten kursierten. Na super, da fragen sie die richtigen, die sich mit dem Profi Hilux schon auf der Zufahrt zum Senyati festfahren… Sie wollen nach Savuti und wir nach Linyanti, also können wir die ersten Kilometer nach Ende der Asphaltstrasse zusammenfahren.
Übrigens stehen rechts und links der Strasse unzählige Baobabs. Es gibt auch ein paar kleine Dörfer, insgesamt eine schöne und abwechslungsreiche Strecke. Auf den ersten Sandmetern lassen wir die Luft auf 1.8 bar ab und cruisen los. Wenn man nicht so unvorbereitet reinfährt ist es ja kein Problem. Die Stecke ist gut fahrbar und wir kommen relativ zügig vorwärts.
Nach 40 km trennen sich unsere Wege und wir fahren noch ein Stück weiter, bis wir den berüchtigten Teil der Strecke zwischen Savuti und Linyanti erreichen. Tatsächlich hat es hier einige längere Tiefsandpassagen, die auch unser höher liegendes Fahrzeug fordern. Insbesondere, weil auch immer wieder fester Untergrund mit mehr oder weniger großen Löchern kommt. So muß man ständig auf der Hut sein zwischen langsam durch die Löcher und genug Schwung für die nächste Sandstrecke. In einer dieser längeren Passagen steht ein Defender in der Spur. Wir halten in sicherer Entfernung und gehen mal schauen. Der Wagen hat die Radstellung eines 3er BMW´s ( x-beinig, für die nicht autoaffinen ) und sitzt dermaßen plan auf, dass man fast schon Reifen wechseln könnte. Das britische Paar buddelt schon seit 40 Minuten die Reifen frei und wundert sich, dass es nichts hilft. Ich schlage vor das Auto mit dem Jack zu liften, freizuschaufeln und mittels untergelegtem Holz den nötigen Schub zu erreichen. Gesagt, getan. In der Zwischenzeit kommt noch ein älteres Paar mit einen Landcruiser dazu. Ihnen ist das alles zum kompliziert und sie holen ihr Fahrzeug, um den Defender einfach rauszuschleppen. Insgeheim beschließe ich, alle vier ihrem Schicksal zu überlassen, wenn sie sich damit auch noch festfahren. Der Jack ist festgegammelt und läßt sich nicht bewegen, also muß der kleine hydraulische Heber ran. Immerhin funktioniert es ganz gut und die Berger lassen mir so viel Zeit, dass immerhin die Vorderachse frei ist und die Räder vorn auf Holz stehen. Dann wird mittels Bergegurt der Landcruiser zum Zugfahrzeug und der Brite gibt in seinem Defender Vollgas. Im Rückwärtsgang ! Ein großer Spaß, zum Glück ohne Folgen und unter Verlust einiger Mopanebüsche bewegt sich das Gespann dann doch in die gewünschte Richtung. Die Briten sind froh und behaupten, mit 3.0 bar zu fahren, weil man ihnen gesagt hätte, dass Druck reduzieren Quatsch sei. Im weiteren Verlauf der Strecke zeigt sich, die die Stelle noch die kürzeste und leichteste auf dem Weg zum Camp war. Wie sie die anderen geschafft haben, ist mir schleierhaft. Um 12.00 Uhr erreichen wir das Camp. Hier müssen wir zum ersten Mal die Verzichtserklärung unterschreiben ( im Anhang )
und werden ausdrücklich vor wilden Tieren im Camp gewarnt. Der Empfang ist superfreundlich und später kommt der Mitarbeiter vorbei und fragt, ob alles in Ordnung sei. Es sind einige Elefantenbullen im Camp unterwegs, so daß man wirklich immer vorsichtig sein muß.
Die Jungs bekommen einen kleinen Radius zwischen Fahrzeug und Feuerstelle abgesteckt, in dem sie spielen müssen. Auch zum 50 Meter entfernten Waschhaus können wir sie nicht allein gehen lassen. Unser geplanter Gamedrive endet nach einer Viertelstunde Tiefsand an einem Elefantenroadblock. Das können wir auch im Camp haben und so fahren wir zurück. Tatsächlich spielen wir später noch mit einem fünfbeinigen Elefanten fangen.
Nach dem er uns mehr als eine halbe Stunde von allen Seiten belagert hat verhindert er auf der Nachbarseite für längere Zeit das Kochen und stellt sich mit wachsener Begeisterung hinter einen Busch am Waschhaus. Immer wenn ein Camper zu Fuß ankommt zeigt er sich. Wenn der Mensch umdreht, verschwindet er wieder im Busch. Humorvoll, trotz Testosteron. Ab heute gibt es jeden Abend Nudeln mit Soße, damit wir nicht zu früh mit dem Kochen anfangen müssen. Und wegen der Kinder wollen wir bei Dunkelheit mit allem fertig sein. Das klappt ganz gut und in solcher Umgebung sind wir kulinarisch nicht anspruchsvoll. In Senyati habe ich festgestellt, dass der Kühlschrank bei 220 V Anschluß unter Strom steht. Wir haben hier ja ohnehin keinen, aber bei täglicher Fahrt ist die zweite Batterie auch immer so voll, dass er problemlos bei 12 V die Temperatur hält. Beim Einräumen schaut mich aus einer Schublade eine Maus an und bevor ich reagieren kann, verschwindet sie in den Tiefen des Aufbaus.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201017. Okt. 2015 · #16
MarcS schrieb: Am Nachmittag noch einen Gamedrive im Mahango Park ( Danke, Bele ).
Bitte Marc, gern geschehen 😉 !
Ich danke fürs Schreiben - Afrika-Reiseberichte mit Kindern an Bord mag ich immer besonders gerne (trotz meiner Wehmut, es damals versäumt zu haben) - und deiner ist dazu auch noch mit herrlichem Sprachwitz gewürzt!! 😄
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #17
5.9. Unser Müsli ist angeknabbert, die Maus hatte Hunger. Da wir nicht wissen wo sie ist, verpacken wir alle Lebensmittel in die Küchenboxen und die Küchenausrüstung in die Pappkartons. Die 40 km nach Savuti sind mit einigen sehr langen, sehr tiefen Tiefsandpassagen versehen. Ich fahre im zweiten, manchmal ersten Gang H4 und laufe in einigen Passagen auf einen vor mir fahrenden Landcruiser aus SA auf. Da ich meine Geschwindigkeit nicht reduzieren möchte und er sich aber scheinbar wohlfühlt, ist es immer eine Zitterpartie, ob die Passage zu Ende ist, bevor ich steckenbleibe oder ihn schiebe. Später erzählt er mir, dass er immer in L4 im 4ten oder 5ten Gang fährt, damit er genug Reserven nach unten hat. Das erklärt, warum er mit Vortrieb trotzdem so langsam fahren kann. Ich probiere es später auch, wenn die Strecke nicht kurvig ist, eine sehr gute Option. Reisen bildet ja bekanntlich. Ansonsten ist es kein Problem und wir sind schon um kurz vor 10.00 Uhr da. Unsere Vormieter der Campsite sind noch da und ein bißchen neidisch, da sie keinen Tierbesuch hatten und auch sonst nicht viel Tierleben zu besichtigen war. Wir bekommen die erste Campsite direkt neben den Lodgen. Für uns kein Problem, aber für die teuer bezahlenden Zeltbewohner vielleicht eine Enttäuschung. Man wähnt sich abenteuerlustig im Busch und trotzt den Gefahren und dann spielen nebenan schmutzige Kinder mit Spielzeugautos
Abgesehen vom doch etwas monströsem Camp ist die Region toll und wir fahren kreuz und quer durch die Landschaft. Irgendwo sollen Löwen sein, aber wo ? Ich habe mir unterwegs immer wieder ein paar Floskeln wie „Hallo, wie geht´s ?“ Danke, Bitte etc mit der mir bestmöglichen Aussprache übersetzen lassen. Einen SKL Guide spreche ich also an und als mir meine paar Wörter ausgehen frage ich ihn auf Englisch, wo die Löwen seien. Er grinst und sagt: I will show you, follow me. Also hinterher und nach wenigen Kilometern kann ich mich dann noch auf Setswana bedanken.( oder was auch immer ich gesagt habe ). Zwei Löwenmännchen liegen faul unter einem Busch und beobachten einen Elefanten am Wasserloch.
Mehr als drei oder vier andere Autos sind hier auch nicht unterwegs. Das überrascht mich doch. Wir fahren zu den Bushmen Paintings und klettern den Hügel hoch. Toller Ausblick und endlich die Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten.
Im weiteren Verlauf folgender Trialog: Nick: Schau mal, Kacka !, Tim: Ein Leopoard, Ich: Ich kann das nicht unterscheiden, ob das ein Leopard war., Tim: Nein, da vor uns, ein Leopard! Oha, 20 Meter vor uns ein doch imposanter Leopard, der sich etwas genervt so scheint es, von uns weg bewegt. Ich beschließe einem sofortigem Rückzug den Vorzug vor Fotos zu geben. Außer einem Suchbild als Schnappschuß aus der Hüfte kommt also nichts heraus.
Vielleicht sind außer meinen noch andere Junge in der Nähe und das möchte ich dann doch nicht ausprobieren (Wenn es ein Männchen war, wohl nicht. Aber ich bin ja kein Ranger, sondern Tourist). Wir fahren weiter von Elefant zu Elefant und manche Wege das Flußbett rauf und runter führen auch über die Hatap Campseiten. Tut mir leid, wenn sich ein wenig Staub auf das Essen gelegt hat. Während wir überlegen, wie wir nach dem Gamedrive das Auto stellen sollen, fällt ein Ast vom Baum und knallt neben mir auf den Boden. Ich bekomme erst mal einen Schreck, der sich dann noch in einem etwas ungelenken Seitwärtssprung entlädt, als sich der Ast bewegt. Eine kleine Schlange hat sich mit ihrer Beute kurzerhand runterfallen lassen und schlängelt sich nun davon. Mit der Mauserfahrung stelle ich mittels eines Stocks nur sicher, dass sie sich zumindest vom Fahrzeug entfernt.
Der Abendgamedrive führt uns weit in die Pans im Süden. Tolle Landschaft, wenig Tiere. In der Regenzeit kann man das Auto hier wunderbar eingraben, wie man an den Spuren sieht. Die verbunkerten Ablutions sind tiptop gepflegt und die Nacht verläuft tatsächlich ohne Tierbesuch.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #18
6.9. Es ist ziemlich kalt. Sogar die Hörnchen rücken zusammen.
Die Ranger empfehlen die Marshroute statt der Sandridge. Diese Piste ist festgebacken und hat dermaßen viele Löcher, dass es über weite Strecken nur im Schritttempo weitergeht.
Als mein Fahrlehrer am Rande steht, halten wir an. Nein, sie haben kein technisches Problem. Sie haben eine Maus an Bord, die sich im Fußraum aufhält. Unsere Maus ist immerhin im Aufbau und stört nicht beim Fahren. Sie bleibt auch noch bis WDH an Bord und trotzt dem Hunger. Nach drei Stunden sind wir am Gate. Anschließend kommt noch eine Slalomstrecke durch Sand und Mopanebüsche. Das geht im L4 nicht wegen der Kurbelei und ist auch sonst ziemlich nervig. Als wir auf die neue Schotterpiste kommen nehmen wir lieber den Umweg als die Direttissima durch den Wald. In Khwai kaufen wir noch einmal ein paar Getränke, Brot und Thunfisch !! in Dosen für den kleinen Hunger zwischendurch. Die Bäckerei ist nicht mehr so unscheinbar und auch sonst hat man sich im Dorf mit kleineren Verkaufsständen auf die Touristen eingerichtet. Holz kaufen wir auch noch und nehmen dann die letzten Kilometer zum Khwai Camp in angriff. Wir navigieren mit meinem Fahrrad GarminEdge 800 und OpenMaps. Ich bin überrascht, dass jeder auch noch so kleine Weg zu finden ist. Auch später im Khwai Gebiet leistet es uns gute Dienste, obwohl im Schwemmland natürlich die Wegeführung dynamisch ist. An der ersten Wasserdurchfahrt prüfe ich die Tiefe. Uns kommt ein Pick Up mit Einheimischen entgegen und ich glaube, dass sie sich darüber totlachen, dass ich wegen dieser Pfütze angehalten habe.
Zum Leidwesen der Kinder ist es nur eine von zwei Wasserdurchfahrten. Das haben sie sich spektakulärer Vorgestellt. Die Campsites in Khwai sind großzügig angelegt mit zwei gut gepflegten Waschhäusern. Wir kreiseln einige Zeit immer an der Wasserlinie. Schon interessant, dass auf einer Seite Überfluß und auf der anderen Seite Wüste herrscht.
Nach den Nudeln verschwinden wir in der Dunkelheit in den Zelten. Kaum sind wir drin hören wir rufen der Nachbarn: Lions in the camp! Jetzt kommt zum ersten Mal der LED Scheinwerfer zum Einsatz. 4 Löwinnen schleichen direkt an unserem Auto vorbei in den Wald. Sie sind schlank, still und wohl auf der Jagd. Leider gibt die Kamera nur ein verwackeltes Video her. Trotzdem schlafen wir gut und ruhig.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Okt. 2015 · #19
7.9. Am Morgen sind noch alle euphorisiert ob der Löwen. Ein Safari Auto der Lodge pirscht sich über unsere Campsite. Ob wir frühstücken würden, wenn die Löwen noch da wären ? Der Nachbar meint beim rasieren: Wir können uns zwar keine teure Lodge leisten, aber die anderen sind 12 Stunden zu spät. Recht hat er. Wir beschließen über den Hippopool Richtung Third Bridge zu fahren. Dank Navi müssen wir nur die ungefähre Richtung halten. In einiger Entfernung stehen zwei Touroperator Autos rechts und links vom Kanal. Mit einiger Mühe erreichen wir die Stelle. Zwei Löwen teilen sich einen Elefanten und versuchen ihn gegen die Geier zu verteidigen.
Nach längere Beobachtung fahren wir zum Aussichtsturm am Hippopool. Dort kommt auch einer der Touroperator Wagen an. Zwei Guides bespaßen zwei Gäste. Sie sind sehr nett und wir quatschen eine ganze Zeit. Viel gesehen haben sie allerdings auch nicht und wir können ihnen leider auch keine Tipps geben. Die erste und die zweite Brücke sind trocken, nur vor dem Camp gibt es noch ein bisschen Wasser.
Dafür ist Third Bridge von Elefanten belagert. Sie ziehen stundenlang durch das Camp und sind absolut friedlich und entspannt.
Unsere Mäuseaffinen Südafrikaner haben uns gefragt, ob wir unsere Side mit ihnen teilen, da sie keinen Platz bekommen haben. Wir sagen an der Rezeption bescheid das sie noch kommen. Das wäre kein Problem. Am Ende haben wir allerdings ein japanisches Paar bei uns, die vorher auf der Nachbarseite standen und die avisierten SA Reisenden waren auf dem Nachbarplatz. Die Nachbarn sind nicht sehr glücklich damit, da sie nun allein sein wollten und wir auch nicht, da die Japaner zu allen Tages- und Nachtzeiten Türen knallen und rumlärmen. Unsere Gamesdrives sind sehr schön, aber unspektakulär. Trottelig wir ich bin, fahre ich im Schleichtempo mal wieder das Auto fest. Zum Glück ist es mit ein bißchen Graben und Holz schnell wieder flott
Topobär5'479 Beiträge · seit 200919. Okt. 2015 · #20
Uih, warst Du am Wochenende fleissig. Ein interessanter Bericht mit vielen tollen Erlebnissen. Vor allem die Begegnung mit dem Leoparden. Wir waren auch schon auf dem Hügel, hatten aber keine Tiere gesehen.