Uganda: Neugierig auf das grüne Herz Afrikas

Reisebericht 74 Antworten · 42,4k Aufrufe · gestartet 29. Nov. 2012 von Butterblume
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200902. Dez. 2012 ·
Hallo Guggu,

freue mich, dass ich Dir einen schönen 1. Advent bereiten konnte.
In Uganda hat´s einfach viele Vögel, da kann man gut üben! Und Glück ist natürlich auch dabei.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'249 Beiträge · seit 201203. Dez. 2012 ·
Hallo Marina,
ein sehr schöner Bericht! Ich habe es zwar bisher erst nach Südafrika geschafft und nächstes Jahr kommt dann Botswana, lasse mich aber immer gerne auf diese Weise auf neue Ideen bringen 🤪
Wunderschöne Bilder auch!
Vielen Dank und liebe Grüße,
Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200903. Dez. 2012 ·
Hallo Alexa,

ganz herzlichen Dank für Dein nettes Feedback. Das spornt an, noch heute die Fortsetzung einzustellen. Muss nun aber erst mal ins Büro...😊

Mit lieben Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200903. Dez. 2012 ·
Samstag, 06.10.2012 Bootstour Murchison Falls - Bugungu WR

Nächtens um 02.00 Uhr genehmige ich mir vor dem Zelt eine Galavorstellung des Tropengewitters. Die zuckenden Blitze faszinieren mich! Trotzdem schlüpfe ich noch einmal ins kuschelige Bett, bis dann doch gegen 06:00 Uhr der Wecker Alarm schlägt! Nach dem Frühstück, Stanley ist afrikanisch überpünktlich um 07:45 Uhr zur Stelle, starten wir zur Bootstour den Victoria-Nil hinauf Richtung Murchison Falls.

Ach ja, Stanley eröffnete uns, dass in der gegenüberliegenden Paraa Safari Lodge der Ausnahmezustand herrscht. Willie und Kate sind anlässlich des 50. Unabhängigkeitstages in Uganda und residieren im Queen´s Cottage der Lodge! O.k., schauen wir also keine Tiere, sondern William und Kate. Das erklärt auch Jochens Leibesvisitation am Vortag in der Paraa Lodge...

Stromaufwärts ist es sehr viel wildreicher und die Tiere haben eine geringere Fluchtdistanz. Ergo scheint hier auch mehr Bootstourismus statt zu finden.

Wir sichten viele Wasserböcke, Büffel, große Hippofamilien, einige Krokodile (aber nicht wie gewünscht die 6-Meter-Exemplare) und einen Eli.


Morgenstimmung am Victoria-Nil, Murchison River Lodge


Graufischer/Pied Kingfisher (Ceryle rudis), Bootstour a. d. Victoria-Nil Richtung Murchison Falls


Pavin, Bootstour a. d. Victoria-Nil Richtung Murchison Falls


Schreiseeadler/ African Fish-Eagle (Haliaeetus vocifer), Victoria-Nil, MF NP


Goliathreiher / Giant Heron (Ardea goliath), Victoria-Nil, Murchison Falls NP


Schreiseeadler/ African Fish-Eagle (Haliaeetus vocifer), Victoria-Nil, MF NP


Hippos, Victoria-Nil, Murchison Falls NP


Defassa-Wasserböcke, Victoria-Nil, MF NP

Am Anleger der Paraa Ferry stoppt Stanley, um vermutlich unsere US-Dollars abzugeben. Permit für den Park haben wir übrigens wieder unterschlagen...

Ich nutze die Zeit, um mich mit der im Wüstenschiff-Forum empfohlenen Anti-Tsetse-Sonnenschutz-Allzweckwaffe mit Beta-Carotin (!) einzuschmieren. Ähm, Picco, ich musste das Foto etwas zuschneiden. Du hast mir in den Ausschnitt fotografiert...

Auf der Höhe der Paraa Lodge sehen wir dann ein vollgepacktes Safarifahrzeug mit Eskorte. Das könnten Willie und Kate sein!


Paraa, Anlegestelle


Anti-Tsetse-Sonnenschutz-Allzweckwaffe mit Beta-Carotin, Foto: C. Comolli


Willie und Kate mit Entourage??? Paraa


Queen's Cottage der Paraa Safari Lodge


Hollywood lässt auch grüßen... Paraa


Wasserhyazinthe, Victoria-Nil, Murchison Falls NP

Stanley bringt uns zu einer Bienenfresser-Kolonie und ein Päarchen sitzt artig und ausgiebig Modell für uns. Wunderschöne, farbenprächtige Gesellen sind das. Für mich hat sich die Tour jetzt schon gelohnt! Als Zugabe gibt es noch einen Giant Kingfisher, einige wunderschöne Kuhreiher, einen Graureiher und als Highlight den Malachite Kingfisher. Grandios und sensationell!


Stanley, Victoria-Nil Richtung Murchison Falls


Sattelstorch/Saddle-billed Stork (Ephippiorhynchus senegalensis, Victoria-Nil, MF NP


Wasserhyazinthen, Victoria-Nil, Murchison Falls NP


Graureiher / Grey Heron (Ardea cinerea), Victoria-Nil, Murchison Falls NP


Kuhreiher / Cattle Egret (Bubulcus ibis), Victoria-Nil, MF NP


Seidenreiher / Little Egret (Egretta garzetta), Victoria-Nil, MF NP


Haubenzwergfischer / Malachite Kingfisher (Alcedo cristata), Victoria-Nil, MF NP


Büffel, Victoria-Nil, MF NP


Schreiseeadler/ African Fish-Eagle (Haliaeetus vocifer), Victoria-Nil, MF NP


Rotkehlspint / Red-throated Bee-eater (Merops bulocki), Victoria-Nil, MF NP


Rotkehlspint / Red-throated Bee-eater (Merops bulocki), Victoria-Nil, MF NP

Nun ja, die Fälle: Also ganz ehrlich, nach den Victoria-Fällen letztes Jahr und insgesamt fünf verschiedenen Wasserfällen in Kenia hauen mich die Murchison Falls gerade nicht vom Hocker. Kann es sein, dass ich zu anspruchsvoll werde? Stumpfe ich ab? Oder gibt es einfach spannendere Dinge wie Wasserfälle? Ja, ev. noch Picco, außerhalb des Bootes auf der Suche nach den großen Nil-Krokodilen... Leider lieferte er nicht die gewünschte Show.


Riesenfischer / Giant Kingfisher (Megaceryle maxima), Victoria-Nil, MF NP


Murchison Falls


schaumgekrönter Landgang bei den Murchison Falls, Foto: C. Comolli

Stanley landete in der Nähe der Murchison Falls an und wir gingen ca. 30 Minuten Richtung Top of the Falls. Es würde immer wärmer und schwüler und ich denke wehmütig an Botswana im afrikanischen Winter...
Den Gipfelsturm haben wir deshalb Picco, als Everest erfahrenen Hiker überlassen. Wegen des fehlenden Permits haben auch er und Stanley unterhalb des Rangerpostens kehrt gemacht.


Richtung Top of the Falls, Murchison Falls, Foto: C. Comolli


Richtung Top of the Falls, Murchison Falls


Murchison Falls


Rotkehlspint-Kolonie, Murchison Falls NP

Auf Höhe Paraa entdeckten wir dann endlich Willie und Kate in einem kleinen, gelben Ausflugsboot...

In rasender Fahrt ging es an den Hippos vorbei zurück zur Lodge (wir waren dankbar für den kühlenden Fahrtwind), die wir kurz vor 12:00 Uhr wieder erreichten. Da wir zeitlich den gestrigen, teuren Halbtagestrip nicht richtig ausnutzen konnten, hat Stanley heute eine Stunde dran gehängt. Herzlichen Dank dafür! Die Kosten für ein privates kleines Boot (6 Stunden) betrugen 2011 am Chobe nur ca. 152 €. Das ist hier doch eine ganze Ecke teurer. Möglicherweise würde mehr Konkurrenz die Preise drücken, allerdings muss man sich dieses Naturerlebnis bislang auch nur mit wenigen anderen Touribooten teilen. Lohnenswert sind die privaten Touren auf jeden Fall, denn viele Vögel hätten wir auf dem großen Touri-Dampfer nicht so ausführlich fotografieren können.

Den Nachmittag verbrachten wir relaxend in der Murchison River Lodge...

... bis die Armee/Polizei anrückte, um das Lodgegelände in Augenschein zu nehmen. Wie schon erwähnt, Mitglieder der königlichen Familie sind im Park!


Willie und Kate?


Abendstimmung mit Caipirinha, Murchsion River Lodge


Abendstimmung am Victoria-Nil, Murchison River Lodge


Abendstimmung am Victoria-Nil, Murchison River Lodge

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
105 Beiträge · seit 201203. Dez. 2012 ·
Picco, zu deiner Frage die Antwort:
Nach EU-Richtlinien, die seit 2008, so glaube ich, Gültigkeit haben, muss der END-Flugpreis ALLE Gebühren, taxes usw. beinhalten. Bei fluege.de muusste man "Haken" weghaken, die vorher gesetzt waren. So hatten wir auf einmal eine RRV, die keiner wollte.
Kreditkartengebühr für 2 Flüge lagen bei ca. 80 EUR!!
Emails wurden nicht beantwortet, Faxe dioto, Telefonate warebn immens teuer, 2, EURO quetsch /Minute.
Einschreiben m. Rückschein waren auch Makulatur.
Über allem die widerliche Werbefigur des dicken Calmund oder wie erheisst. in einer Ausgabe von Anfang des Jahres waren sie auch ganz mies beurteilt worden, zumindest in der Stiftung Warentest.
Dann, wir hatten parallel direkt bei brussels geschaut und das fluege-Buchungsfenster daneben geöffnet, der Flugpreis war günstiger gab es auf einmal keine freien Plätze mehr.

Ich schätze daher, dass fluege automatisch Plätze bei brussels reserviert hat und sioe dann wieder zurückgegebn hat. Das ist möglich, zumindest das Blindbuchen!
Und das widerfuhr mir alten Touristekr, der selbst eine Agentur hatte... 😉
Anbei der Artikel aus der SW
Achim
📎 StiftungWarentest-2012-02-FlugbuchungimInternet.pdf
Tschüß Achim
1'250 Beiträge · seit 200903. Dez. 2012 ·
Danke Marina für den interessanten Reisebericht.
Jetzt brauche ich keinen Vortrag mehr über Uganda anfertigen. 😁

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Viele Gruesse
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200903. Dez. 2012 ·
Hi Bernd,

aus der Nummer lasse ich Dich nicht raus. Leider bin ich didaktisch total unbegabt... und meine Pics sind sicherlich wesentlich schlechter, wie Deinen unbearbeiteten Fotos! 😉

Ich freue mich, dass Du mit liest, bist uns an der Paraa Ferry ja auch schon wieder über den Weg gelaufen...

Wir haben Deinen Rat befolgt und uns auf den Booten immer die linke Seite erkämpft. Seekrank sind wir nicht geworden!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200904. Dez. 2012 ·
Sonntag, 07.10.2012 Bugungu WR - Toro Babies Home - Fort Portal


Karte Murchison River Lodge - Hoima, T4Africa

371 km

Da für die Durchfahrt Richtung Masindi/Hoima durch den Murchison Falls NP pro Person 35 US$ Permit fällig gewesen wären, haben auch wir uns entschieden die zeitkostende Variante über die Murramroad durch das Bungungu Wildlife Reserve zu nehmen und starten um 06:50 Uhr.

Die Route führt zunächst Richtung Wanseko auf den Lake Albert zu und von dort parallel zum See über Bulisa und Biso. Die Landschaft ist wunderschön und die Piste recht gut befahrbar, was auch dem trockenen Wetter in diesem Oktober zu danken ist. Viel Regen hat es seit Mitte September diesen Jahres nicht gegeben.

Nahezu alles transportieren die Menschen hier auf dem Kopf oder auf Fahrrad und Boda Boda (Moped). Rechts und links winken die Kinder und rufen begeistert: "Mzungu, Mzungu"! Wir winken natürlich ebenso begeistert zurück!


Richtung Wanseko, Bugungu Game Reserve


Richtung Wanseko, Bugungu Game Reserve


Richtung Wanseko, Bugungu Game Reserve


Richtung Wanseko, Bugungu Game Reserve


Wanseko


Wanseko


Schopfadler /Long-crested Eagle (Lophaetus occipitalis), Wanseko, Bugungu GR

Hinter Bukimi windet sich die Piste das Albertine Rift bis auf ca. 1000 Meter ü. NN hinauf. Das Albertine Rift ist der Beginn des Zentralafrikanischen Grabenbruchs bzw. des Western Great Valley und zieht sich durch Uganda, über die DR Kongo, Ruanda, Burundi bevor es sich in Tansania wieder mit dem östlichen Arm des Great Rift Valley vereinigt. Seine Ausdehnung reicht vom nördlichen Ende des Lake Alberts bis zum südlichen Ende des Tanganjikasees. Somit ist Tansania das einzige afrikanische Land, das sowohl vom zentralafrikanischen wie auch vom ostafrikanischen Grabenbruch durchzogen ist.


im Hintergrund das Albertine Rift, zwischen Bulisa und Biso


Albertine Rift, zwischen Bulisa und Biso

Wir freuen uns, dass plötzlich die Straße wieder geteert ist, sind jedoch skeptisch, denn in Afrika reicht der Teer oft nur für die steilsten Stellen. Und natürlich haben wir uns wieder zu früh gefreut. Die Murramroad hat uns recht schnell wieder. In der Höhe stoppen wir und genießen die Ausblicke in das Rift Valley und über den Lake Albert.

Ab Biso vertrauen wir auf unser Nüvi und wählen den direkten Weg über Kigorokya nach Hoima. Möglicherweise war das ein Fehler, denn für die üble 46 km lange Rüttelpiste haben wir gut zwei Stunden gebraucht! Da die Piste von Biso nach Masindi in besserem Zustand sein soll, würden wir beim nächsten Mal diese benutzen, denn von Masindi Richtung Hoima ist die Straße geteert und gutes Vorankommen garantiert.


endlich wieder Teer unter den Reifen..., zwischen Bulisa und Biso


Blick in den Grabenbruch, im Hintergrund der Lake Albert


Blick in den Grabenbruch, im Hintergrund der Lake Albert


zwischen Bulisa und Biso


World Vision engagiert sich in Bulisa


zwischen Biso und Hoima


ein herrliches Fleckchen Erde! zwischen Biso und Hoima


zwischen Biso und Hoima


Kinder beim Trinkwasserholen, zwischen Biso und Hoima

Wir erreichen Hoima gegen 10.30 Uhr. Für die 132 km bis Hoima benötigten wir insgesamt ohne größere Pause 3,5 Stunden! Wir tanken und stocken unsere Geldvorräte mit 3 x 500.000 UGX bei der Barclays Bank auf.

Eine Stunde später verlassen wir Hoima Richtung Fort Portal. Wir müssen uns sputen, denn am Himmel braut sich schon wieder ein Unwetter zusammen. Diese Piste ist sehr lang und verwandelt sich bei Regen in Schmierseife.


Karte Hoima - Fort Portal, T4Africa

Ungefähr 40 km vor dem Abzweig auf die Teerstraße Kampala - Fort Portal fing es dann heftiger an zu regnen. Die Piste wurde immer glitschiger und die Rückenprobleme nahmen zu. An einer Steigungen musste auch Coca Cola aufgeben, die es sonst bis in die entlegensten Winkel dieser Welt schaffen!

Wir konnten uns Gott sei Dank daran vorbei quetschen. In einem der folgenden Dörfer steckte dann ein Matatu mitten auf der Dorfstraße fest und blockierte die Piste. Wir konnten zurück setzen und die Dorfbewohner wiesen uns eine kleine Umfahrung, die es teilweise auch in sich hatte. Die Dorfkinder wollten als Gegenleistung ausschließlich Geld akzeptieren und wurden recht agressiv, als wir ihnen lediglich Lutscher anboten. Sie griffen ins Auto und verletzten Jochen leicht im Gesicht. Geld gab es natürlich keines! Augenscheinlich stecken hier (N0 48 10.5 E30 44 45.5) öfter Wagen fest. Dies war allerdings unsere einzige unangenehme Erfahrung dieser Art in Uganda.


zwischen Hoima und Fort Portal


zwischen Hoima und Fort Portal


hier ist auch Ende für Coca Cola, die ja sonst immer in jeden Winkel der Welt kommen, zwischen Hoima und Fort Portal


steckengebliebenes Matatu, zwischen Hoima und Fort Portal


steckengebliebenes Matatu, zwischen Hoima und Fort Portal


zwischen Kagadi und Fort Portal

Schon in Hoima hatte ich uns bei Kluges Guestfarm telefonisch eingemietet, denn unterwegs hatten wir meistens keine Funkverbindung mit dem Handy. Jochen benötigt mal wieder dringend tierische Nahrung.

Ach, was war es für eine Freude, als wir kurz vor Fort Portal auf die excellente Teerstraße einbiegen konnten, die uns durch sehr gepflegte Teeplantagen führt, immer mit Blick auf die Rwenzori Mountains, die legendären Mondberge.

Gerüchte um ein schneebedecktes Gebirge in der Mitte Afrikas, das den Nil speise, sind seit langer Zeit bekannt. Der griechische Tragödiendichter Aischylos berichtete etwa 500 v. Chr. erstmals, dass „Ägypten von Schnee genährt" werde. Wenig später, etwa 450 v. Chr., beschrieb Herodot die Nilquelle als einen See zwischen zwei Berggipfeln, was nach Ansicht einiger Forscher dem Lac de la Lune entspricht. Der griechische Mathematiker, Geograf und Astronom Ptolemäus brachte im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt die legendären „Mondberge" auf die damaligen Landkarten, in denen er die Quellen des Nils lokalisierte. Bis ins 19. Jahrhundert waren diese Bestandteil der Afrikakarten.

Es ist jedoch nicht bekannt, ob und wie die Menschen der Antike Kenntnis vom Ruwenzorigebirge haben konnten, sodass die Gleichsetzung dieser alten mythischen Gebirge mit dem Ruwenzori umstritten ist. Vielfach wurden auch der Kilimandscharo, der Mount Kenya, die Virungaberge hinter den „Mondbergen" vermutet. Dennoch gibt es einige Parallelen zwischen den Beschreibungen des Ptolemäus und den Gegebenheiten des Ruwenzori, es entspringt auch mindestens einer der Nilzuflüsse im Ruwenzori-Gebirge
Quelle: wikipedia.de


an der Teerstraße vor Fort Portal


Teeplantagen an der Teerstraße vor Fort Portal


auf der Teerstraße vor Fort Portal


auf der Teerstraße vor Fort Portal


Fort Portal


Toro Babies Home, Fort Portal


Toro Babies Home, Fort Portal

Gegen 16:00 Uhr fahren wir in den Hof des Toro Babies Home in Fort Portal. Das Kinderheim liegt direkt linkerhand an der Kyebambe Rd. (GPS N0 38 54.9 E30 16 16.1), der Hauptstraße Richtung Kasese/Queen Elizabeth Nationalpark. Ich hatte mit einem Fomi aus dem Namibia-Forum, dessen Tochter Lena dort ihr soziales Jahr absolvierte abgesprochen, dass wir dort dringend benötigte Sachspenden überbringen werden, denn wir hatten reichlich Freigepäck.

Peace, die Leiterin und Salomon, der Doorkeeper und Security-Man empfingen uns herzlich, waren wir doch schon durch Lena angekündigt.

Weitere Informationen:


Toro Babies Home Fort Portal


Toro Babies Home Fort Portal

Wir übergaben Peace zunächst die Sachspenden.
Eine Internistin vom Verein Partnerschaft-gesunde-Welt e.V. hatte mir ausrangierte Kinderkleidung, Trinkbecker, Zahnpasta und Zahnbürsten für die Kiddies mitgegeben. Ich packte noch Schlafsäcke, Babykosmetik, Waschlappen und einige andere Dinge hinzu. Außerdem musste ich ein Paket von Lena mit Erinnerungsfotos und Geschenken für die Mitarbeiter abgeben.

Jochen und Picco wurden von den Kindern umlagert, während ich mit Peace einen Rundgang durch die „Schlafsäale" machte. Und was ich dort sehen konnte, hat mich tief erschüttert. So stehen bis zu zehn Kinderbetten an den Wänden, in denen teilweise hospitalisierte Kinder liegen und weinen. Es riecht stark nach Urin und als ich eines der Kinder auf den Arm nehme bestätigt sich mein Verdacht. Die Kinder werden in Ermangelung von Personal und vernünftigen Windeln/Gummihosen viel zu selten gewickelt. Man muss sich vorstellen, dass für nun mehr 52 Kinder nur sechs „Mütter" zur Verfügung stehen, die aber gleichzeitig im Babies Home nach waschen, sauber machen und kochen müssen. Der Vergleich zum dagegen luxuriösen SOS-Kinderdorf lässt mich heulen! Das Toro Babies Home verfügt auch über eine gut ausgestattete Küche mit Gasherd. Nur ist das Gas zum Betreiben des Herdes so teuer, dass weiterhin draußen auf Holzkohle traditionell gekocht werden muss.

Bevor wir uns verabschieden, lasse ich Peace noch einen entsprechenden Geldbetrag für Mullwindeln dort. Im Moment werden hauptsächlich durchgeschnittene, alte Frottiertücher zum Windeln benutzt. Peace hat davon inzwischen acht Dutzend Nappies angeschafft.

Und das Weihnachtsfest im Babies Home ist nun auch gesichert. Zusammen mit dem Verein Partnerschaft Gesunde Welt - Klinikverbund Südwest e.V., Sindelfingen haben wir einen Weg gefunden, um kurzfristig Hilfe zu leisten. Ein Forumsmitglied wird im Dezember 2012 einige Tage seines Urlaubs opfern und zusammen mit Peace von unseren Spendengeldern vor Ort gezielt sinnvolle Weihnachtsgeschenke für die Kinder einkaufen. Ganz herzlichen Dank für Dein spontanes Engagement!!!

Wir haben uns nun ja schon einige Hilfsprojekte im südlichen Afrika und auch in Kenia angeschaut, aber hier ist unsere Unterstützung einfach viel notwendiger. Uganda leidet unter den Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Rebellenarme LRA (J. Kony). Zudem treten immer wieder Epidemien wie Gelbfieber, Ebola und Marburg-Fieber auf, mit denen das Land zu kämpfen hat. Von der üblichen Korruption nicht zu reden! Deshalb mein Appell an alle Fort-Portal-Reisenden: Wenn Ihr zufällig noch Freigepäck habt, sind folgende Dinge immer von Nöten:

Gummihöschen, Stoffwindeln, Bodies, Waschhandschuhe, Babybad, Kindercreme, Feuchttücher.
Kinderkleidung (auch für größere) wie z.B. T-Shirts, Shorts, Strumpfhosen, Kinderschuhe, Latschen.
Für die kleinen Behinderten ist kaum etwas vorhanden. Spielsachen, die die Sinne fördern, wie kleine Massagebälle oder anderes Lernspielzeug kommen gut an.

Wenn Interesse besteht, wenn der eine oder der andere etwas für die Kinder mitnehmen möchte, möge er sich bei Joachim Fritz (Lenas Vater) jfgjfritz@gmail.com oder bei mir per email melden.

Ansonsten halte ich es für sehr viel sinnvoller, Produkte, die man auch in Uganda erwerben kann, lieber dort mir Bargeld (Spendengeld) zu erwerben und damit die heimische Wirtschaft zu unterstützen!

Nachdem wir Salomon, dem Door-Keeper auch noch einen kleinen Betrag für dringend benötigte neue Gummistiefel in die Hand drückten, verabschiedeten wir uns schweren Herzens.

Hier noch ein Link für Interessierte:
Wenn es mehr Kinder als Erwachsene gibt

Am Ortsausgang folgen wir links den Schildern Richtung Kluges Guestfarm und schieben eine kleine Irrfahrt durch die Plantagen und kleinen Döfer ein. Stefan Kluge ist hier jedoch bekannt wie ein "bunter Hund" und die Einheimischen weisen uns gerne den richtigen Weg.

Eine halbe Stunde später werden wir herzlich von Stefan, in seiner rustikalen Art begrüßt.

Unsere Bungalowzimmer sind sehr sauber, verfügen über eine Terrasse, 24-Stunden Strom und ein schönes Bad mit heißem Wasser. Nun gut, die beige-farbene Innendekoration guckt sich weg! Aber der sehr gepflegte, tropische Garten, das sehr gute Essen und die informativen Gesprächsmöglichkeiten machen die Innendeko mehr als wett.


Kluges Guestfarm bei Fort Portal


Kluges Guestfarm bei Fort Portal


Kluges Guestfarm bei Fort Portal


Kluges Guestfarm bei Fort Portal

Jochen freut sich unbändig auf ein doppeltes Steak. Ich freue mich über köstlichen Avocado-Salat aus dem Farmgarten frisch gepflückt. Und Picco haben wir auch gut satt bekommen, oder?

In den letzten Tagen hat es hier in der Gegend einige kleine Erdbeben gegeben, die andere Gäste beunruhigt haben, teilte uns Stefan mit. Mal schauen, ob wir auch noch in diesen Genuss kommen werden. Todmüde und erledigt von dem anstrengenden und ereignisreichen Tag fallen wir gegen 22.30 Uhr in unsere Betten.

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
3'385 Beiträge · seit 200904. Dez. 2012 ·
Liebe Marina,

da drückt mich ja schon fast das schlechte Gewissen!!!;)

Bin seit gestern wieder im Lande und siehe da, die Butterblume hat nun doch einen RB geschrieben. Und Du bist ja schon mittendrin, ohne dass ich´s mitbekommen hab.

Also - wunderschöne pic´s, absolut genial. Du bringst damit nicht nur uns dieses grüne Uganda so richtig schön nah.

Vielen Dank für Deine Mühe und bis zum nächsten mal,
mit lieben Grüßen hoch nach Hannover,:)

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200904. Dez. 2012 ·
Lieber Schorsch,

habe Dir extra einen Platz frei gehalten auf dieser Tour! 😉

Ich freue mich sehr, dass Dir der Bericht gefällt und hoffe, dass damit Eure zukünftige Reisezielfindung positiv beeinflusst wird...

Mit herzlichen Grüßen aus dem stürmischen Weserbergland ins Bayerische
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200905. Dez. 2012 ·
Montag, 08.10.2012 Fort Portal - Queen Elizabeth NP

114 km

Gewohnt früh sind Jochen und ich gegen 06:00 Uhr wach und staunen nicht schlecht, dass bereits eine Armee von Angestellten ihren Aufgaben nachgeht! Mariam, Stefans Frau verteilt und überwacht die Mitarbeiter, fasst aber auch selbst mit an. Respekt! Der Farmbetrieb und die Guestlodge sind gut organisiert!

Während des guten Frühstücks teilt Picco uns mit, dass er gegen 04.00 Uhr nachts durch ein leichtes Erdbeben geweckt wurde. Wir haben natürlich mal wieder nichts mitbekommen, sondern tief und fest geschlafen!

Eigentlich ist heute unsere Abfahrt Richtung Queen Elizabeth Nationalpark für 11:00 Uhr geplant...

Doch zuvor soll noch der Hilux repariert werden. Die Heckscheibe und die beiden hinteren Scheiben lassen sich nicht mehr schließen bzw. nur noch von Hand mühsam hoch und runter schieben.

Picco, Jochen und Stefan verziehen sich mitsamt dem Hilux in Stefans Werkstatt nahe des Privathauses. Ich pirsche mich mit der Kamera an Fauna und Flora heran und unternehme einen kurzen Spaziergang in den Wald hinunter. Hier gibt es einige Colobusaffen und im wunderschönen Garten mehrere Arten von schillernden Nektarvögeln und bunten Schmetterlingen. Vom gepflegten Rasen an der Lodge aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Rwenzori Mountains. Das zur Farm gehörende Sumpfgebiet mit wiederum anderen heimischen Tierarten habe ich nicht erkundet, da ja die Moskitos so auf mich fliegen.


Kluges Guestfarm, Fort Portal



Olivbauch-Nektarvogel / Olive-bellied Sunbird (Cinnyris chloropygius), Kluges Guestfarm, Fort Portal


Ziernektarvogel / Variable Sunbird (Cinnyris venustus), Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Kluges GF, Fort Portal


Ziernektarvogel / Variable Sunbird (Cinnyris venustus), Kluges GF, Fort Portal


Ziernektarvogel / Variable Sunbird (Cinnyris venustus), Kluges GF, Fort Portal

Als die Männer zur vereinbarten Abfahrtszeit (nach nunmehr gut zwei Stunden) noch nicht wieder an Bord sind, mache ich mich mal auf die Suche. Das Ergebnis meiner Suche seht Ihr unten.


Men at work! Theo Riedke, Jochen, Picco, Stefan Kluge, Kluges Guestfarm

Sie haben sich sogar vermehrt! Stolz berichten sie, dass die „Autoreparatur" bereits in 15 Minuten erledigt war!
Ich warte und warte, und die Männer sind am saufen! Unglaublich!

Die Reproduktion wird mir als Theo Riedke vorgestellt, Manager der Great Lake Region für die Welthungerhilfe, eigentlich wohnhaft in Kampala. Er hat auf Stefans Grund ein Ferienhaus und ist öfter zu Besuch.

Stefan selbst ist übrigens Dipl. Ing. für Tropische Landwirtschaft und kam 1976 als Pflanzungsmanager für Tee, Kaffee und Chinchona (Chinarinde) für eine Braunschweiger Firma nach Ruanda.1982 ging er als General Manager einer bayerischen Investorengruppe nach Lomé/Togo, die dort die mechanisierte Landwirtschaft einführen wollte (Mais, Tieflandreis, Geflügelhaltung).
Von 1989 bis 2011 war er Senior Technical Advisor und Team Leader eines EU Projektes, welches Kleinbauern half den Tee in Westuganda zu rehabilitieren und staatliche Teefabriken zu privatisieren.
Nebenbei hat Stefan von 2003 bis 2009 als Programme Manager im Office des Prime Ministers gearbeitet und war verantwortlich für Karamoja und Norduganda und wohnte auch fünf Jahre in Moroto/Karamoja.


unser blitzeblanker Hilux

Das Auto steht nun blitzeblank bereit. Stefans Mitarbeiter haben es kurzerhand noch in ein Schmuckstück verwandelt. Vielen Dank dafür! Aber die Männer feiern fleißig weiter... Von Stefan werden wir noch zu einem sehr leckeren gemeinsamen Mittagessen eingeladen. So dass wir letztendlich erst gegen 13:00 Uhr wieder auf der Straße sind. Lieber Stefan, vielen Dank für Eure herzliche Gastfreundschaft und die informativen Gespräche. Wir kommen wieder und bringen das nächste Mal mehr Zeit mit!

Für das Doppelzimmer zahlen wir incl. Frühstück 195 US$.
Um zur Teerstraße Richtung Kasese zu gelangen, wählen wir diesmal den von Stefan empfohlenen viel kürzeren Weg, der südlich von Fort Portal abzweigt (GPS: N0 35 11.9 E30 12 30.6).

Der Hilux ist innerhalb kürzester Zeit wieder eingesaut, denn es entlädt sich ein heftiges Gewitter. Doch pünktlich am Äquatordenkmal, hinter Kasese strahlt schon wieder die Sonne und wir können feine Fotos machen. Hier geht´s auch rechts ab zur Demokratischen Republik Kongo. Die Grenze ist lediglich 38 km entfernt.


Richtung Kasese bei Rubona


Richtung Kasese bei Rubona


schnell wech...!


Richtung Kasese bei Kibito


Richtung Kasese bei Kibito


Tropengewitter kurz vor Kasese


im Spülgang durchs Gewitter kurz vor Kasese


Rwenzori Mountains vor Kasese


Rwenzori Mountains vor Kasese


Lake George im Hintergrund


hinter Kasese geht´s in den Kongo


bei Kikorongo


hier geht´s zum Äquator!


am Äquatordenkmal bei Kikoringo


am Äquatordenkmal bei Kikoringo

Die Teerstraße ist immer noch in gutem Zustand, die Frisur hält, die Kandelabereuphorbien nehmen zu, die Moschee in Katanguru wird noch von sich hören lassen, wir überqueren den Kazinga Channel und biegen kurz dahinter rechts ab zur Queen Elizabeth Bush Lodge. Stefan Kluge hat dort für die nächsten drei Nächte Betten (ausdrücklich mit guter Aussicht) organisiert.

Um 15:30 Uhr fahren wir vor und werden herzlich vom Camp-Manager George, Peter und Julia empfangen. Wir gönnen uns erst einmal in der Launge ein Tässchen Kaffee, bevor uns die nebeneinander liegenden Tented Bandas „Fish Eagle" und „Giant Forest Hog" zugewiesen werden. Natürlich ohne guten View!!! Ansonsten passt aber alles wunderbar. Das Camp ist nicht eingezäunt und wir sind schon sehr gespannt, wer nachts so zu Besuch kommt! Morgen erhalten wir Zelte mit besserer Aussicht, denn im Moment ist alles ausgebucht. Die Ugander nutzen das lange Wochenende, um dem Trubel der morgigen Unabhängigkeitsfeierlichkeiten in Kampala zu entfliehen.


Moschee von Katunguru


Kazinga Channel bei Katunguru


Abfahrt zur QE Bush Lodge


Hammerkopf / Hamerkop (Scopus umbretta), QE Bush Lodge


Queen Elizabeth Bush Lodge, Katunguru, QENP


Queen Elizabeth Bush Lodge


Blick von unserem Zelt, QEBL


Agame, QE Bush Camp

Das Tent selbst verfügt über keinen Strom. Akkus etc. müssen an der Rezeption aufgeladen werden. Dort gibt es auch noch Sanitäranlagen (Wassertoiletten, Waschbecken, Stromanschluss für Rasierer etc.). Das Tent verfügt lediglich über Plumsklo und Outdoor-Dusche. Die Bush Lodge ist zwar auf den offziellen Park-Karten als im Parkgebiet liegend eingezeichnet, aber in der Realität liegt sie außerhalb des Parks. Die Grenzen wurden wohl verschoben..., denn ganz in der Nähe hat sich der Staatspräsident eine große Privatlodge errichten lassen.

Um 17:00 Uhr entscheiden wir doch noch einen kleinen Game Drive in das Kasenyi Gebiet (siehe Park-Map) zu unternehmen und die dort oft anzutreffenden Löwen zu suchen. Hinter Katunguru führt eine kleine Piste zum Gate II (Katunguru Gate) des QENP. Bei der sehr netten Rangerin versuchen wir für drei Tage unser Eintrittsgeld los zu werden. Ihr fehlt der Quittungsblock und nun müssen wir ca. 10 Minuten warten, bis der Ober-Ranger kommt.

Es ist bereits 18:00 Uhr, als wir im Kasenyi-Gebiet an einem Ranger-Posten kontrolliert werden. Außer einem schönen Geierbaum und einigen Kronenkranichen bleiben wir aber erfolglos.

Gegen 19:15 Uhr sitzen wir pünktlich zum leckeren 4-Gang-Dinner in der Bush Lodge. Mit dem Ex-Nationalpark-Ranger und nun Nachtwächter im Bush Camp, Emanuel unterhalten wir uns noch eine Weile, bevor er uns zu den Zelten eskortiert. Hippos, Leoparden, Löwen, Büffel und Elefanten statten dem Camp öfter mal einen Besuch ab. Lt. Stefan Kluge ist Emanuel auch ein guter Guide um Löwen aufzuspüren.

An Schlaf war bis Mitternacht nicht zu denken, da einige Gruppen am Lagerfeuer laut in den Unabhängigkeitstag feierten (grrrr) und ich auch immer den sehr nahen Rufen der Hyänen lauschte.


Colobusaffe, QE Bush Camp


Kazinga Channel, im Hintergrund die Rwenzori Mountains


Kazinga Channel


Richtung Katunguru Gate


Queen Elizabeth NP


Kasenyi-Gebiet im QENP


Grauhals-Kronenkranich / Grey Crowned-Crane (Balearica regulorum), Kasenyi-Gebiet, QENP

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
3'385 Beiträge · seit 200905. Dez. 2012 ·
Hallo Marina,

Du schreibst:
hinter Kasese geht´s in den Kongo
und stellst dazu ein Foto rein, das ENDLICH mal verwackelt ist.😃
(Ha - was is´n da passiert???)

Aber mal so unter uns: mit Deinen Vogelbildern schießt Du hier wahrlich den Vogel ab. Du hast unglaublich tolle Bilder, da ist eins schöner als das andere. Ganz ganz große Klasse !!!
Vielen Dank dafür.😘

Wir sind schon sehr gespannt auf die nächsten Abenteuer.

LG
der bayern schorsch
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Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200905. Dez. 2012 ·
Ach Schorsch,

was meinst Du wie viel verwackelte Fotos ich gemacht habe... Tonnen!!!

Das Foto ist während der Fahrt aufgenommen worden und ich fand es einfach toll, so nah an den Kongo herangekommen zu sein. Obwohl wir ein paar Tage später in Ishasha auch fast über die Grenze hätten spucken können!

Mit herzlichen Grüßen und lieben Dank für Dein Lob! 😘 😘 😘

Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200906. Dez. 2012 ·
Dienstag, 09.10.2012 Queen Elizabeth Nationalpark

In der Nacht haben wir die Löwen ganz nah brüllen gehört... und heute feiert Uganda seinen 50. Unabhängigkeitstag. Herzlichen Glückwunsch und happy Independence Day!

Um 07:15 Uhr starten wir ausgestattet mit Lunchboxes noch einmal in die Kasenyi- Plains des Nationalparks, um die Verabredung mit den Löwen wahrzunehmen.

Im frühen Morgenlicht sehen die großen Herden Uganda Kobs wie gemalt aus. Der feine Nebel lässt die Sonne durchscheinen und erzeugt eine wunderbare Stimmung.

Wir fahren einige Loops links der Hauptpiste, finden aber leider keine Löwen und so geht´s weiter zum Bunyampoko Salzsee mit typischer Kraterform. Im See wird ganzflächig Salz gewonnen dass größtenteils in den Kongo exportiert wird. Wir beschließen uns die Salinen einmal aus der Nähe anzuschauen und bedauern die schwere Arbeit des einsamen Salzgewinners im heißen Kraterkessel.


Uganda Kobs, Kasenyi Plains, QENP


Uganda Kobs, Kasenyi Plains, QENP


Uganda Kobs, Kasenyi Plains, QENP


Kasenyi Plains, QENP


Kasenyi Plains, QENP


Uganda Kob, Kasenyi Plains, QENP


Uganda Kob, Kasenyi Plains, QENP


Blutschnabelweber / Red-billed Quelea (Quelea quelea) , Kasenyi Plains, QENP


Blutschnabelweber / Red-billed Quelea (Quelea quelea) , Kasenyi Plains, QENP


Salzabbau im Lake Bunyampaka, Kasenyi, QENP


Lake Bunyampaka, Kasenyi Plains, QENP


Salzabbau im Lake Bunyampaka, Kasenyi Plains, QENP


Wasserböcke, Lake Bunyampaka, Kasenyi, QENP


Salzabbau im Lake Bunyampaka, Kasenyi, QENP

Am Kraterrand passieren wir eine kleine Gruppe Wasserböcke. Wir fahren weiter durch das recht schmuddelige Dorf Kasenyi und werfen einen Blick auf den Lake George. Im Grunde müsste man sich sehr viel mehr Zeit nehmen, denn das Gebiet ist sehr vogelreich und hier sollen einige Brutpaare des Schuhschnabelstorchs heimisch sein.


Kasenyi am Lake George


Kasenyi am Lake George


Kasenyi am Lake George


in Kasenyi

Da wir heute noch unseren Bootstrip für den morgigen Tag fest zurren möchten, fahren wir den Kasenyi Track zurück Richtung Mweya Lodge. Unterwegs kreuzt ein Nilwaran die Piste und zwei schöne Weißbrauenkuckucke (Piccos Ab-in-den-Busch-Vogel) verschwinden auch nicht gleich wieder im Busch, sondern lässen sich artig fotografieren.

Wir überqueren die Teerstraße und plaudern kurz mit der netten Rangerin am Katunguru Gate, die uns auf Nachfrage verrät, dass in ca. 2 km nördlicher Richtung am Channel Track Löwen gesichtet wurden. Zwei parkende Safariautos markieren den Ort. Leider liegen die drei Löwen weiter entfernt im dichten Buschwerk. Vorsichtshalber speichere ich die Position aber mal im Nüvi.


Rotnackenlerche/Rufous-naped lark (Mirafra africana), Kasenyi Plains, QENP


Weißbrauenkuckuck / White-browed Coucal (Centropus superciliosus), Kasenyi Plains, QENP


Nilwaran, Kasenyi Plains, QENP


Nilwaran, Kasenyi Plains, QENP


Weißbrauenkuckuck / White-browed Coucal (Centropus superciliosus), Kasenyi Plains, QENP


Löwen im Busch, Channel Track, QENP

Dafür posiert ein Warzenschwein geduldig und vorbildlich kurz bevor wir die riesige Hotelanlage der Mweya Lodge erreichen. Wir schauen uns die Jetty an und reservieren dann an der Rezeption eine Bootstour im kleinen 11-Sitzer-Boot der Mweya Safari Lodge (24 US$ pP) für den morgigen Tag um 11:00 Uhr. Es sind (nur) noch sechs weitere Personen eingebucht. Die Bezahlung erfolgt dann erst Morgen eine Viertelstunde vor Abfahrt.

Da gerade Lunchtime ist, gönnen wir uns im Restaurant ein feines Mahl. Die zahlreichen Webervögel freut´s, denn ich habe doch glatt das Schild übersehen „Do not feed the birds". Sorry, habe ich erst am nächsten Tag entdeckt (schäm). Zum Nachtisch gibt es schillernde Schmucknektarvögel.


Warzenschwein, Channel Track, QENP


Mweya Safari Lodge


Jetty, Mweya Safari Lodge, QENP


Eli mit hübschem Ohrschmuck rechts, Mweya Safari Lodge, QENP


Schwarzkopfweber / Uganda Yellow-collared Weaver (Ploceus melanocephalus dimidiatus), Mweya Safari Lodge, QENP


Kazinga Channel, Mweya Safari Lodge


Mönchsweber / Slender-billed Weaver (Ploceus pelzelni) female, Mweya Lodge, QENP


Schmucknektarvogel / Red-chested Sunbird (Cinnyris erythrocerca), Mweya Safari Lodge, QENP


Schmucknektarvogel / Red-chested Sunbird (Cinnyris erythrocerca), Mweya Safari Lodge, QENP


Jackson-Weber / Golden-backed Waever (Ploceus jacksoni), Mweya Safari Lodge, QENP

Da wir schon einmal hier im westlichen Teil des Parks sind, beschließen wir noch bei Pelican Point hinter Katwe die Selbigen zu treffen. Hinterm Main Gate führt eine staubige Piste nach Westen. Linkerhand zupfen einige Elefanten gemütlich ihr Mittagessen, zwei Fischer halten Siesta und der Lake Edward begeistert uns durch sein opalgrünes Wasser, denn es braucht sich schon wieder mal ein Gewitter zusammen.

Wir passieren Katwe, folgen den Hinweisen zum Pelican Point und landen schließlich auf einer kleinen Farm. Die Bäuerin lässt sich unser Permit zeigen und meint, dass wir gleich rechts abfahren müssen. Ein schmaler Weg würde zum Pelican Point führen. Nun, wir haben ihn nicht gefunden. Auf dem Rückweg werfe ich einen Blick in den Lake Katwe, den größten Salzsee Ugandas, der ebenfalls der Salzgewinnung dient und die Haupteinnahmequelle der Einheimischen bildet. Fast jeder hier hat einen eigenen Salzgarten. Die Salzgewinnung ist eine der ältesten noch intakten Industriezweige in Uganda. Das Katwe Salz wird in Ruanda, Kongo, Sudan und sogar in Tansania verkauft.


Elefant vor Katwe, QENP


am Lake Edward bei Katwe


Lake Edward bei Katwe


Lake Edward bei Katwe


Katwe


Richtung Pelican Point, QENP


Richtung Pelican Point, QENP


Lake Katwe, QENP


Katwe


auch am Nationalfeiertag wird Wäsche gewaschen, Katwe

auch am Nationalfeiertag wird Wäsche gewaschen, Katwe
Die Tour de France wurde anlässlich des 50. Unabhängigkeitstages kurzerhand nach Katwe/Uganda verlegt. Die Durchgasngstraße wurde abgesperrt, das ganze Dorf ist auf den Beinen und feuert die Radrennfahrer begeistert an! Ein sehr authentisches Erlebnis, dass ganz sicher nicht durch Dopingskandale überschattet wird.


Katwe Village


Katwe Village


Katwe Village


Katwe Village

Hinter Katwe fragen wir uns ein weiteres Mal, wie die Ankole-Rinder es schaffen, diese riesigen Hörner auf den Köpfen zu balancieren. Doch lange können wir darüber nicht nachdenken, denn wir geraten in einen Uganda-Road-Block. Eine Mutterkuhherde Elefanten mit Kälbern blockierte die Piste, es wurde ausführlich gesäugt und noch links und rechts in Ruhe am Grün gezupft. Und es wurden immer mehr Tiere, die aus Richtung Lake Edward vor unserem Wagen kreuzten. Als wir merkten, dass die Elefanten zunehmend nervöser reagierten, stieg auch unser Adrenalinspiegel. Ich bat Jochen bitte einige Meter zurück zu setzen und den Sicherheitsabstand zu erhöhen. Doch das funktionierte nun auch nicht mehr, denn hinter uns kreuzte eine andere Elefantenfamilie in entgegengesetzter Richtung die Piste. Oh schiet! Das Deo versagt! Ich habe einen Höllenrespekt vor Elefanten! Irgendwie hat sich der Verkehr dann aufgelöst (aber daran habe ich keine konkrete Erinnerung...) und mein Bedarf an Game Drive war für heute gedeckt.


Ankole-Rinder bei Katwe


erst eins..., bei Katwe


dann zwei, drei, vier...


dann ganz viele...


noch relativ entspannt


am Säugen, und ab diesem Zeitpunkt gibt es keine Fotos mehr von mir!

So beschlossen wir noch den Crater Drive Richtung Baboon Cliff zu fahren. Diese Piste ist zwar lt. Karte als 2x4 Strecke ausgewiesen, aber in der Realität wird man damit wohl nicht sehr weit kommen. Und wie sollte es anders sein, der Himmel verfinsterte sich immer mehr, der Weg zum Crater Gate war noch weit, die Piste wurde immer schlechter und meine Laune sank! Fahrer Jochen hatte ganz schon zu tun auf der felsigen Pad. Noch rasch ein paar Fotos vom Lake Kyemengo und weiter ging´s.


Abzweig zum Katwe Explosion Crater Trail, QENP


Gewitterstimmung, Katwe Explosion Crater Trail


Lake Kyemengo, Katwe Explosion Crater Trail, QENP


aufziehendes Gewitter, Katwe Explosion Crater Trail, QENP

Angekommen am Crater Gate, welches nicht mehr besetzt war (die Schranke ließ sich problemlos öffnen), haben wir erst einmal die Sanitäranlagen aufgesucht. Dankbar für die gute Teerpiste unter dem Wagen fuhren wir zurück Richtung Bush Camp. In Katunguru hatte es wieder eine Polizeikontrolle (wie auch schon am Morgen). Wir hielten ein kleines Schwätzchen und die Officier freuten sich sehr über unsere gut bestückten Lunchboxes (es gab reichlich Hühnerbeine – das teuerste Fleisch in Uganda). Sie grüßten mit "Happy Christmas"! Wir kontern mit Happy Easter und Happy Independance Day! Alles war am lachen.

Im Queen Elizabeth Bush Camp erwartete uns ein sorgfältig dekoriertes Restaurantzelt. Auf jedem Tisch war die ugandische Nationalflagge angebracht. Wir Deutschen haben damit kein Problem und dürfen unbeschwert mitfeiern, sind es doch auch unsere Nationalfarben. Die Schweitzer benötigen da etwas mehr Fantasie.

Wir wechseln noch die Zelte und sind mit "Hippo" und "Leopold" und unverstellten Blick auf den Kazinga Channel nun sehr glücklich. Für eine erfrischende Dusche reichte die Zeit vor dem Dinner auch noch!


Happy Independence Day im Queen Elizabeth Bush Camp!


Abendstimmung Queen Elizabeth Bush Lodge


50. Unabhängigkeitstag Uganda

Das lange Wochenende ist zu Ende und so haben wir das Vergnügen mit nur noch acht anderen Gästen und dem Team des Bush Camps diesen Abend zu feiern, auf den sie wirklich sehr stolz sind!

Zum Desert gab´s die leckere, liebevoll dekorierte Torte. Am Lagerfeuer tauschten wir uns noch eine Weile mit Emauel über die heutigen Tiersichtungen aus, bevor er uns mitsamt Petroleumlampe zum Zelt begleitete. Auch am Zelteigang war bereits eine Lichtquelle platziert, die uns heimleuchten sollte. Aber nicht nur uns! Myriaden von Lake Flies umschwärmten das Licht, krochen uns in Ohren, Nase, Mund. Erst als Emanuel diese Petroleumleuchte zurück auf den Weg stellte, war überhaupt erst daran zu denken, das Zelt zu öffnen. Trotzdem klebten noch hunderte von den lästigen Biestern (sind völlig harmlos) an uns.

Komisch, gestern waren keine Lake Flies hier und oben an Restaurant und Lagerfeuer gab´s auch keine! Wer hat die für uns bestellt?

An Lesen im Bett mit Stirnlampe war nicht zu denken. Die kleinen Fliegen bohren sich doch glatt durch die feinen Maschen des Moskitonetzes. Also, Licht aus, Augen zu!

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
2'399 Beiträge · seit 201106. Dez. 2012 ·
Hallo Marina,

Deinen "Respekt" vor Elefanten, den kenne ich auch von Véro. Sie schafft es jetzt aber, ihre Panik (wenigstens äußerlich) unter Kontrolle zu halten, seit ein Guide uns erzählte, dass Elefanten durch hohe, kreischende Frauenstimmen sehr nervös werden! 😎
Eine Bitte hätte ich noch an Dich: Kannst Du mir für meine nächste Reise Pattex-Picco ausleihen? Diesen Sommer habe ich versucht, das Marico Sunbird zu fotografiern, aber bei mir haben sie nicht stillgehalten. Von den Schmetterlingen ganz zu schweigen! 🙁

LG aus dem verschneiten und sonnigen Hamburg,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2012
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200906. Dez. 2012 ·
Hi Karsten,

ich würde darüber nachdenken, Dir Pattex-Picco als Leiharbeiter oder gegen Provision zu überlassen... Soll ich Dir ein Angebot senden?

Picco, habe ich laut gekreischt als wir von den Elis umzingelt wurden??? Kann mich nicht daran erinnern! 😐

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
6'381 Beiträge · seit 201106. Dez. 2012 ·
Hoi Marina
Butterblume schrieb:Picco, habe ich laut gekreischt als wir von den Elis umzingelt wurden???
Nein, aber wenn Du mich ausleihst und dafür Provision nimmmst geb ich Dir Grund um sehr laut zu kreischen...😈
@Karsten: Das funktioniert nicht so einfach...das ist eine Interaktion zwischen den Mitreisenden und mir...
...bei den meisten Menschen bin ich kein Garant für Schmetterlinge, nur für Leoparden...B)
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200906. Dez. 2012 ·
QPicco,
Nein, aber wenn Du mich ausleihst und dafür Provision nimmmst geb ich Dir Grund um sehr laut zu kreischen...
Ja, vor Freude, dass die Provision die nächsten Afrikaflüge abdecken wird! 😘

HG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200907. Dez. 2012 ·
Mittwoch, 10.10.2012, Queen Elizabeth Nationalpark

Frühstück hatten wir heute erst gegen 07:30 Uhr und eine Stunde später sind wir Richtung Katunguru Gate zum QENP gestartet. „Unsere" Rangerin freut sich, als wir vorbei kommen. Unterwegs auf dem Channel Track berichtet ein entgegen kommender Safariwagen von einer Löwensichtung in ca. 1 km Entfernung. Nichts wie hin! Und da liegt doch die Löwin „Elsa" wie ein Model nicht weit entfernt von der Piste. Sogar das Licht stimmt!
Dann wurde es der Lady aber zu warm und sie wechselte in den Schatten eines Busches. Der Morgen fängt ja gut an!

Die Männer wollten unbedingt noch den Leopard Loop fahren, ich verstehe gar nicht warum?! Hätten wir uns auch sparen können...
Unterwegs sichten wir nur die üblichen Verdächtigen: Warzenschweine und Büffel!


Morgenstimmung über dem Kazinga Channel, QE Bush Camp


Witwenstelze /African Pied Wagtail (Motacilla aguimp), Queen Elizabeth Bush Camp


Dominikanerwitwe / Pin-tailed Whydah (Vidua macroura), Queen Elizabeth Bush Lodge


Schmucknektarvogel / Red-chested Sunbird (Cinnyris erythrocerca), Queen Elizabeth Bush Lodge


Textor / Black-Headed Weaver (Ploceus cucullatus), Queen Elizabeth Bush Lodge


Tsetse


Channel Track, QENP


Channel Track, QENP


Channel Track, QENP


Büffel, Channel Track, QENP

Gegen 10:30 Uhr treffen wir in der Mweya Lodge ein und bezahlen unseren Bootstrip auf dem Kazinga Channel an der Rezeption. Eine Bande Zebramangusten gehört zum lebenden Inventar der Lodge und lässt sich willig ablichten. Kurz vor 11:00 Uhr fahren wir mit unseren Receipt runter zur Jetty. Mit uns war noch eine norwegische Familie an Bord. Das Boot hatte gute 15 Minuten Verspätung. Wir drei konnten uns jedoch die Plätze auf der linken Seite sichern, denn es wird langsam am linken Ufer der Kazinga Channels vorbei gefahren. Der Motor ist sehr leise, die Tiere tolerieren das kleine Boot sehr gut und unser Bootsführer war flexibel genug, um auch auf Wunsch noch einmal ein Stück zurück zu setzen, damit die Tiere ins rechte Licht gesetzt wurden.


Jetty, Mweya Safari Lodge, QENP


Nilkrokodil, Bootstour auf dem Kazinga-Channel


Hippo, Bootstour auf dem Kazinga-Channel


Goliathreiher / Giant Heron (Ardea goliath), Kazinga-Channel, QENP


Afrikanischer Löffler / African Spoonbill (Platalea alba), Kazinga-Channel, QENP


Graufischer/Pied Kingfisher (Ceryle rudis), Kazinga-Channel, QENP


Haubenzwergfischer / Malachite Kingfisher (Alcedo cristata), Kazinga-Channel, QENP

Die norwegische Großfamilie hat ununterbrochen gequasselt, was schon recht lästig war. Still sitzen konnten sie auch nicht, das Boot wackelte und sie liefen durchs Bild. Der Gipfel war dann, als sie anfingen skandinavische Volkslieder á la Michel von Lönneberga zu singen! Grrrrr!

Nichtsdestotrotz könnten wir eine Menge Tiere aus nächster Nähe sichten: Elefanten, Büffel, Hippos, Krokodile, einen Nilwaran, verschiedenste Wasservögel waren die Ausbeute. Die zweistündige Tour ist absolut empfehlenswert, allerdings würde ich auch hier wieder ein privates Boot mieten.


Büffel, Kazinga-Channel, QENP


anlandiges Hippo, Kazinga-Channel, QENP


Nilwaran, Kazinga-Channel, QENP


Nilwaran, Kazinga-Channel, QENP


Elefanten, Kazinga-Channel, QENP


Elefant, Kazinga-Channel, QENP


anlandige Hippos, Kazinga-Channel, QENP


Hippobaby mit abgeknabbertem Ohr, Kazinga-Channel, QENP


Graufischer/Pied Kingfisher (Ceryle rudis), Kazinga-Channel, QENP


Goliathreiher / Giant Heron (Ardea goliath), Kazinga-Channel, QENP


Silberreiher / Great White Egret (Ardea alba alba), Kazinga-Channel, QENP


Kazinga-Channel, QENP


am Kazinga-Channel, QENP


Fischer am Kazinga-Channel, QENP


Fischer am Kazinga-Channel, QENP


Kazinga-Channel, QENP


Rötelpelikan / Pink-backed Pelicans (Pelecanus rufescens), Kazinga-Channel, QENP


im Vordergrund: Graureiher / Grey Heron (Ardea cinerea), Kazinga-Channel, QENP


Schreiseeadler/ African Fish-Eagle (Haliaeetus vocifer), Kazinga-Channel, QENP


Lake Flies (Zuckmücken) steigen auf


lala lala lala Bootstour auf dem Kazinga-Channel, QENP, Foto: C. Comolli


Fischer am Kazinga-Channel, QENP


Elefanten, Kazinga-Channel, QENP


Mweya Safari Lodge, QENP

Zum Mittagessen kehrten wir wieder im Restaurant der Mweya Lodge ein, dass heute viel besser besucht war wie gestern. Am Nachbartisch lunchte u. a. die aufgetakelte High Society. War schon wieder witzig, wie ein "Kleines Schwarzes", perfekt lackierte Fingernägel und Dreiwettertaft in einer Safarilodge mitten im Nationalpark wirken.
Jochen ist´s egal. Er freut sich auf die Pork Ribs, die er schon gestern in Kanibalenmanier verspeiste!

Wir wurden beim Essen wieder von unserem gefiederten Fanclub umlagert: Webervögel und Graubülbüls. In den blühenden Büschen vor dem Restaurant tummelten sich auch einige von den flinken Nektarvögeln. Gegen 15:30 Uhr nehmen wir den Royal Track zurück Richtung Katunguru Gate. Außer ein paar Wasserböcken und einigen Vögeln sahen wir in der Nachmittagshitze aber keine Tiere.


Jetty, Mweya Safari Lodge, QENP


Mweya Safari Lodge, QENP


Weißkehlspint / White-throated Bee-eater (Merops albicollis), Channel-Track, QENP


Abzweig Royal Cicuit, North Kazinga Plains, QENP


Schopfadler /Long-crested Eagle (Lophaetus occipitalis), Channel-Track, QENP

So ging´s auf der geteerten Main Road zur Kyambura Gorge, in die wir unbedingt noch einen Blick werfen wollten. Hier startet ebenfalls ein Schimpansen-Tracking (morgen um 08:00 und um 14:00 Uhr). Wir werfen lediglich am View Point einen Blick in die eindrucksvolle grüne Hölle, die vom Kyambura River durchflossen wird.


Abfahrt Kyambura Gorge, Chimp Tracking, QENP


Abfahrt Kyambura Gorge, Chimp Tracking, QENP


Kyambura Gorge, QENP


Kyambura Gorge, QENP

Trotz später Stunde nahmen wir noch die Piste durch das Dorf Kichwamba, vorbei an sattgrünen Plantagen zum Chimbwero Krater und einem weiteren Krater, der Flamingos beheimaten soll. Die waren jedoch gerade auf Betriebsausflug. Und so ging´s die gleiche Strecke wieder zurück. Vor einigen Häusern in Kichwamba lagen Kaffeebohnen zum Trocknen auf großen Sieben (Uganda ist nach Äthiopien der zweitgrößte Kaffeeproduzent Afrikas). Jochen amüsierte sich königlich über die mzungu-rufenden Kinder, die teilweise in den Armen von größeren Kindern zum Winken an den Straßenrand geschleppt wurden. Manche von den Dreikäsehochs können kaum laufen.


Kichwamba


Plantagen bei Kichwamba


Plantagen bei Kichwamba


Chibwera, Kyambura Wildlife Reserve

Kurz vor 19:00 Uhr landeten wir wieder im Bush Camp. Heute waren zum Dinner incl. uns nur noch sieben Personen im Restaurantzelt. Wir beglichen unsere Rechnung (160 US$ FB per double/night), ließen uns von Emanuel noch die nächstgelegene Tankstelle erklären (Kichwamba), da Jochen mittags keine Lust hatte in der Mweya Lodge für Diesel-Nachschub zu sorgen. So müssen wir Morgen früh auf dem Weg nach Ishasha erst noch einen Umweg ins nächste Dorf nehmen. Deshalb ist unser Frühstück auf 06:30 Uhr terminiert. Wir genießen noch eine Weile das Lagerfeuer, bevor wie wieder in Begleitung von Emanuel und den Lake Flies (Zuckmücken) unsere Zelte aufsuchen. Heute musste Doom als Allzweckwaffe gegen die Viecher herhalten!

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
1'117 Beiträge · seit 201007. Dez. 2012 ·
😘 😘
Danke liebe Marina für die Fortsetzung mit super Bildern.
Gerade die Vögel sind einfach nur schöööööön 😁

Liebe Grüße
Beate