Hi Tobias
Nach dem intensiven Erlebnis mit Tashinga sind unsere Freunde ca. 8 Monate später nochmals in das Camp gefahren. Tashinga war nicht mehr dort. Wir mussten annehmen, dass sie gewildert worden war. Als wir 2007 im Sinamatella-Camp in Hwange NP weilten, trafen wir eine Delegation von
http://www.savefoundation.org.au/CONTENT/projects.htm#zimbabwe. Das ist eine Gruppe betuchter Australier, die sich dem Tierschutz in Afrika verschrieben haben. Sie waren dort, um die Ranger mit Equipment zum Schutz der Nashörner auszurüsten. Wir erzählten ihnen unsere Geschichte und sie wussten mehr darüber:
Da Tashingas Sicherheit im Matusadona NP nicht mehr gewährleistet werden konnte, brachte man sie in den Hwange NP. Sie wanderte umher und schloss sich scheints einer Gruppe Overlandern an, welche auf der Hauptstrasse zwischen Kasane und Nata Rast machten. Dort wurde sie eingefangen und man brachte sie in die Khama Rhino Sanctuary. Gemäss Hupe-Führer gibt es dort wirklich ein einziges Spitzmaul-Nashorn. Wir fuhren dort hin, um sie zu suchen, konnten jedoch nur Breitmaul-Nashörner beobachten.
Ein Jahr später waren wir in Pilanesberg. Wir hielten gerade irgendwo an um Tiere zu beobachten. Da kam ganz plötzlich ein Spitzmaul-Nashorn direkt auf uns zu (siehe das Bild weiter vorne). Es schnupperte intensiv und kam so nahe an unser Fahrzeugfenster, dass ich es hätte berühren können. Eine Rangerin, die hinter uns stand, war sprachlos und sagte uns dann, dass sie so ein Verhalten noch nie zuvor hätte beobachten können.
Nun haben wir grosse Hofnung dass es unsere Tashinga war und dass sie uns nach so vielen Jahren wieder erkannt hat oder zumindest unser Auto, an welchem sie sich nachts kuschelte wie an einer Mutter. Dann hätte sie endlich ein schönes und sicheres Zuhause gefunden.
Tränendurchtränkte Grüsse
Erika