CoraThemenstarter1'335 Beiträge · seit 200612. Okt. 2010 ·
Es ist ja immer schön, wenn man sein Repertoire vergrößern kann. Manchmal muss man es. Zum Beispiel bei der Bergung des eigenen Fahrzeugs aus Matsch etc.
Ich würde gerne mein Wissensrepertoire erweitern, in Bezug auf Bergungsmöglichkeiten, bevorzugt, wenn man allein unterwegs ist.
Ein Highjack-Lift ist ja ein gängiges Instrument im südlichen Afrika, doch leider ist das Gerät an vielen (vor allem modernen) Wagen nicht so einfach ansetzbar, dazu müssten dann besondere Vorrichtigungen geschaffen werden (Ansatzpunkt am Chassis oder einzelnen Felgen).
Mich würde interessieren, welche Erfahrungen hier im Forum bzgl. Bergung von Fahrzeugen bestehen und welche Geräte sich als sinnvoll erwiesen haben.
Es gibt sicherlich ein Für und Wider.
Es grüßt Cora, die das Wissen dann aber nie praktisch anwenden möchten muss
Hallo, Cora normalerweise werden Hi-Jacklifts nur mit Fahrzeugen vermietet, die über die entsprechenden Aufnahmevorrichtungen an der Front/Heckseite verfügen, da kann man das Fahrzeug recht problemlos hochhebeln, aber nur wenn man sich bei der Übergabe genug Zeit nimmt, den Lift vom Vermieter genauestens zeigen und auch ausprobieren zu lassen, sonst hat man im Ernstfall das Problem, dass man ihn dann nicht wieder runterkurbeln kann!😃 🤩 🤩 Und das wird dann zum schweisstreibenden Erlebnis der besonderen Art. In Sinne der Selbsterfahrung grüsst dich Frank 😛
zum Thema Bergung kann ich zwei Erfahrungsberichte besteuern.
Nr. 1: Wir (also ich bin gefahren) haben uns am Bartholomeu Diaz Point in Mosambik direkt am Strand festgefahren. Nach mehrmaligem Versuch, durch Vor- und Zurückfahren haben wir den Wagen schön sauber bis auf Nabenhöhe eingegraben. Da half dann nur noch ausgraben und möglichst unter und vor die Reifen Steine zu bekommen. Sandbleche hatten wir nicht dabei. Unser Glück war, dass uns rund 10 Leute aus einem nahe gelegenen Dorf zu Hilfe kamen und durch weiteres Graben und Schieben/Liften des Wagens kam er frei und konnte auf festerem Untergrund fahren. Alleine hätten wir in jedem Fall sehr viel länger gebraucht.
Welche Fehler habe ich gemacht?
1.) Keine Luft aus den Reifen gelassen. Am Anfang war der Strand sehr fest und mangels Kompressor habe ich, mit der Aussicht auf stundenlanges Wiederaufpumpen der Reifen von Hand bzw. Fuß, darauf verzichtet. (Gestern habe ich mir nun einen Kompressor bestellt!) 2.) Die Stelle mit loserem Sand zu zaghaft angefahren. Direkt nachdem ich am Endpunkt gewendet hatte bin ich in Richtung Ausfahrt gefahren und war unschlüssig, ob ich nun raus- oder doch zurück am Meer fahren wollte. Kurze Verunsicherung -> Fuss vom Gas. Im losen Sand keine gute Idee 🙂
Nr: 2 Pfütze im Moremi NP, Botswana. Wiederum bin ich gefahren und fand die Pfütze weder zu lang noch zu tief und bin mit einigermaßen hoher Geschwindigkeit bis zur Mitte gekommen. Dann drehten die hinteren Räder durch. Durch Zuschalten von 4x4 plus mehrfaches Vor- und Zurückfahren habe ich es geschafft den Wagen rückwärts aus der Pfütze zu fahren.
Welche Fehler habe ich gemacht? 1.) Die Pfütze nicht genau genug untersucht. Sie sah wirklich nicht schlimm aus. 2.) Nicht von vor herein im 4x4 Modus gefahren. Obwohl das ja immer berichtet wird bin ich kein Freund vom permanenten 4x4, aber an kritischen Stellen steige ich jetzt immer aus und arretiere meine Vorderradnaben!
Meiner Meinung nach ist Festfahren in den allermeisten Fällen ein vermeidbarer Fehler. Man sollte eben nur dort fahren, wo man sich nicht fest fährt. Sollte man in Gegenden unterwegs sein, in denen ein Festfahren fast unvermeidlich ist, dann idealerweise im Konvoi aber wenigstens mit angemessener Ausrüstung (Winde, Sandbleche). Auf jeden Fall kann ich nur jedem einen 4x4 Kurs empfehlen (ich habe einen gemacht), hier lernt man u.a. auch die Bergung von Fahrzeugen mittels Abschleppen und Winde, aber auch das Vermeiden von Festfahren.
Viel Spaß Offroad Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Du kennst ja unsere achtstündige "Matscherei" nahe North Gate in 2008... . Neben dem Highjack haben sich dabei 2 sog. bottle lifts als sehr hilfreich erwiesen - ein kleiner für normale 4x4 + ein größerer für LKW bis ca. 7,5t. Letzterer ist kleiner als man glaubt. Bottle lifts verwendet man eigentlich bspw. für Autos mit Blattfedern, d.h. die werden da drunter gestellt, und dann mittels einer Kurbel wird ein Bolzen/Zylinder nach oben gedreht und das Auto somit angehoben. So ein Teil nimmt eigentlich keinen Platz weg, und ich würde es mir zulegen. Im Schlamm kann man die Dinger dann auch notfalls in die Kante einer Felge verkeilen (dafür braucht man den größeren lift, weil der Zylinder länger ist) oder unter die Radnarbe klemmen... . Dabei muss man aber höllischst aufpassen, dass man nirgendwo die Patschhändchen zwischen hat, falls die Fuhre mal eben abrutscht.
Ferner sind massive, rel. große Holzkeile oder "Bretter" hilfreich, die man als Unterlage - selbst im Schlamm für die bottle lifts brauchen kann. Den high jack kann man auch im Schlamm hinten unterm Auto ansetzen, indem man die Felge des Reserverads als Standfläche dafür verwendet. Damit geht der Wagen zwar nicht weit nach oben, aber er wird entlastet, wenn man z. B. seitlich glz. mit bottle lift arbeitet.
Am besten hebt ihr den Wagen hinten an, d.h. um möglich rückwärts so raus zu fahren, wie Ihr auch reingefahren seid. Vorausgesetzt, Ihr seid auch vorwärts reingefahren 😉. (Wie war das noch bei 4th bridge 😉 ?) Das liest sich sicher dämlich, aber die hier z. B. wollten das Auto allen Ernstes nach vorne rausziehen. Hat irgendwie nicht geklappt, was ausser den "Experten" niemanden gewundert hat (auch die Giraffe im Hintergrund nicht), der an der 2nd bridge im Stau stand.
Oft weiß man nicht, was einen vorne raus noch erwartet, wenn man mittendrin in einem miesen Gelände festhängt. Wenn der Wagen erst einmal auf einer Seite aus dem Schlamm gehoben ist, schiebt Ihr am besten einen handelsüblichen Baumstamm unter das freigelegte Rad. Im Moremi liegen die ja zuhauf rum. Auf der anderen Wagenseite muss man den ganzen, schweißtreibenden Vorgang dann wiederholen, bis die Karre dann so richtig schön schräg nach oben raus steht. Dann Rückwärtsgang rein und ab die Post. Besser ist aber, wenn einen glz. noch einer am Haken hat und mitzieht. Das ganze Prozedere braucht's aber nur, wenn wirklich nichts mehr geht - auch kein Ziehen mit 2 weiteren Autos oder gar mit einem 4x4-LKW... .
Eine Winde habt Ihr doch an Eurem Landcruiser dran? 2 richtig solide Sandbleche würde ich mir zulegen. Betonung nicht auf "Blech", sondern auf "solide". Nicht diese "Mickymausteile", die schon mal an den Mietautos seitlich dranpappen. Es gibt auch richtig stabile Ausführungen. Die tun's dann auch im Matsch. Ein 2ter Spaten (z.B. als Klappspaten) ist auch nicht verkehrt. Als Abschleppseil sollte Ihr ein sog. snatch rope verwenden. Die sehen zwar aus wie ein platter Feuerwehrschlauch, und nehmen auch ein bisschen Platz weg, sind aber extrem belastbar. Selbst, wenn Ihr einen Schnorchel am Auto habt, würde ich mir noch so ein grüne, feste 3x3m-Plane mit Ösen aus dem Baumarkt von zu Hause mitnehmen. Bei tieferen, unumgänglichen und kurzen (!) Wasserdurchfahrten kann man die Plane mit Verstand und Vorsicht über den Motor legen und hat ggf. mehr Schutz vor eindringendem Wasser in Bereiche, wo definitv keines hingehört. Allerdings muss die Folie dann auch sofort wieder raus, wenn man durch ist. Ein Schnorchel macht ja aus dem Auto noch kein U-Boot. Die Dinger werden gerne überschätzt. Jeder sollte noch ein paar solide Arbeitshandschuhe dabei haben. Alleine, wenn man bei hohen Temperaturen ein Rad wechseln muss, schützen sie vor unschönen Brandblasen an den Fingern (kein Witz).
Wichtig finde ich, dass man alle mechanischen, also beweglichen Teile des oben beschriebenen Zubehörs immer peinlichst sauber und gangbar hält. Ggf. abschmieren (Vorsicht wg. Sand, der dann erst recht pappt) oder mit Silikonspray u.ä. einsprayen. Das gilt z.B. auch für die kleinen Vorhängeschlösser, mit denen man z. B. den Spaten u.a. für immer abschliessen kann, weil das Schloss festgebacken ist. Für solche Extraschlösser immer Zweitschlüssel dabei haben, falls mal einer abbricht... . Immer alles sauber aufrollen etc. und wegräumen, damit man sich im Notfall sofort auf das Material verlassen kann. Das klingt jetzt sicher irgendwie oberlehrerhaft, aber wir haben da Sachen im Busch erlebt und gesehen, die mir im Nachhinein noch die Haare zu Berge stehen lassen. Z. B. klemmende high jack lifts, die sich als lebensgefährliche Teile entpuppt haben, weil sie nicht regelmäßig gecheckt und gewartet wurden.
Beim Discounter gibt's immer mal für kleines Geld Sichherheitstiefel. Wir hätten die bei unserer Aktion gut brauchen können. Denn wenn der Wagen wirklich mal abrutscht, dann kann's sonst Plattfüsse geben. Ihr habt ja in NAM genug Platz zum lagern.
Wasserdurchfahrten würde ich nur dann durchwaten, wenn man sich rel. sicher ist, dass nicht eine hungrige Panzerechse auf lecker Beute lauern könnte. Dafür gibt's so Neoprenschuhe mit rutschfester und solider Sohle. Trocknen schnell, schmecken Krokodilen nicht und kosten unter 10 €.
Zuhause habe ich noch 2 Magazine "drive out", dem 4x4-Journal in SA. Das ist viel interessantes Equippment drin. Kann ich Euch Ende Oktober asl Anregung mitgeben.
So, mehr weiß ich auch nicht. Evtl. noch: Vorher Gehirn einschalten, keine Risiken eingehen, warten bis weitere Fahrzeuge kommen und sich dann gegenseitig durchhelfen und sichern, und nicht wie ich in 2008 eine Dose Bier bei 38 Grad trinken und dann im Gelände denken "träller, ach, ich hab ja Allrad"... . Ansonsten frag doch mal Kathrin und Olli - 2 erfahrene "Maulwürfe" 😉.
LG
Dirk
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CoraThemenstarter1'335 Beiträge · seit 200612. Okt. 2010 ·
carl schrieb:
Meiner Meinung nach ist Festfahren in den allermeisten Fällen ein vermeidbarer Fehler.
Da stimme ich Dir absolut zu.
Aber Du weißt ja: Errare humanum est!
Fehleranalyse wie Du sie machst ist immer gut, haben wir auch immer gemacht, aber ich weiß: Da draußen sitzen noch ganz viele Fehler, die nur darauf warten gemacht zu werden.
Es kommt mir jetzt darauf an, wie man rauskommt, wenn man einen Fehler gemacht hat. Nach oder vor der Analyse. Einfach damit es weiter geht.
Es kommt mir jetzt darauf an, wie man rauskommt, wenn man einen Fehler gemacht hat. Nach oder oder der Analyse. Einfach damit es weiter geht.
Hallo Cora,
habe ich schon so verstanden. Aber ich dann wäre meine Antwort ja so kurz geworden. " ...graben, Steine runter, vor- und zurückfahren...." 😉
Wie man richtig einen High Jack einsetzt interessiert mich auch, da man ja nicht immer mit 10 Helfern rechnen kann.
Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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CoraThemenstarter1'335 Beiträge · seit 200612. Okt. 2010 ·
Matou66 schrieb:
Du kennst ja unsere achtstündige "Matscherei" nahe North Gate in 2008... .
Evtl. noch: Vorher Gehirn einschalten, keine Risiken eingehen, ... nicht wie ich in 2008 eine Dose Bier bei 38 Grad trinken und dann im Gelände denken "träller, ach, ich hab ja Allrad"... . Ansonsten frag doch mal Kathrin und Olli - 2 erfahrene "Maulwürfe" 😉.
Danke Dirk, für soviel Input! Wir sprechen bald persönlich darüber.
Unsere letzte Unterbodenreinigung mit innen Staubentfernung war auch infolge eines spontanen Impulses (Gehirnausschaltung). Dauerte nur 2-3 Stunden (war besonders gründlich!).
Das Schlimme ist, dass man erst hinterher schlauer ist.
Wie oft muss man durch Afrika fahren, bis man alle Fehler gemacht hat und soo fahren kann?
von unterkunft swakopmund Ich habe viel gutes und auch einigen Unsinn hier gelesen, daher möchte ich etwas diffenzieren. Das beste Bergungsmittel im Outback ist immer noch der gute alte high jack. Alles Andere ist nur zweite Wahl. Die Sandbleche können zu Hause bleiben, es sei denn man / frau want to cross the Sahara. Im Busch liegt genug "Zeug" herum, das man unter den, die Reifen bringen kann. Dann die Sache Luft aus den Reifen bei längeren Sandpisten unbedingt zu empfehlen (0.9 bar alte Bezeichnung) dann aber auch einen guten Kompressor an Bord haben und genügend Power auf der Batterie. Zu den 4x4 mit Winde. Grundsätzlich die Winde ohne Motorunterstüzung anwenden, das meint Lehrlauf rein und die Winde alleine ziehen lassen, sonst gibt es Bruch aber nicht den Motor abstellen. Sollte kein Befestigungsunkt in Gelände für das Windenseil vorhanden sein, dann heisst es schaufeln (es muss immer eine Schaufel im Auto sein) und nun geht der Spass los. Reserverad raus, tiefes Loch buddeln, Reserverad rein ins Loch, schräg gegen die Zugrichtung das Windenseil befestigen, Loch zubuddeln und den Sand feststampfen, lasst euch Zeit, Ihr seit ja im Urlaub, und hofft nicht, das in der nächsten Stunde ein Fahzeug vorbeikommt. Zu den Autos und den Befestigungspunkten am Fahrzeug, überall wo ein Wagenheber angesetzt wird kan man / frau auch einen high jack ansezten, ohne Probleme. Nur sollte die Handhabung dieses nicht ungefährlichen Hebewerkzeugs auch vorher schon mal geübt werden, und nun zu dem Runterdrehen desselben. Last Eure Finger von der Sperre, wenn diese blockiert. Ein paar geziehlte Schläge zum beisspiel mit der Schaufel lösen dieses Problem. Habt ihr nicht genau getroffen gibt es vieleicht eine Beule im Auto aber dass ist immer noch besser als einen Arm, oder ein Bein einzubüssen. good luck, have nice trip and enjoy your holiday means Peter "weltenbummler"
Hallo. Ihr Spezialisten... 2008 blieb ich im Moremi im Matsch stecken. War nicht allein, sondern ein Begleitfahrzeug war dabei. Es handelte sich bei beiden Fahrzeugen um einen Toyota Hilux neuer Bauart. Um mir zu helfen, stellte sich das 2.Fahrzeug vor mich und wollten mittels Bergegurt die Fahrzeuge verbinden. Es stellte sich heraus, dass keine Abschleppbefestigung am hinteren Teil des Hilux vorhanden war. Vorne waren sogar 2 stabile, fingerdicke Abschleppösen angebracht. Es blieb nichts anderes übrig,als das vordere Fahrzeug zu wenden, um im Rückwärtsgang einen Abschleppversuch zu unternehmen. Kann es kurz machen..dieser Versuch endete kläglich.wurde abgebrochen, um nicht die Kupplung zu ruinieren. Außerdem stellte sich heraus, dass der Bergegurt für diesen Abschleppversuch zu schwach dimensioniert war. Er riss! Nach 1,5 Stunden Versuche des Freischaufelns nahte Hilfe duch ein Rangerfahrzeug, dass mich mittels einer Eisenkette aus dem Schlamm befreite!! Nun meine Frage: was gibt es denn für eine Befestigungsmöglichkeit zum Abschleppen, wenn keine Öse am Heck des Fahrzeuges angebracht ist?? Achse scheiden ja aus, da sie sonst herausgerissen würde?? Wie seht IHR das Problem.gibt es überhaupt eine Möglichkeit? Gruß Gerhard
Eigentlich konnte ich mir den Smile bei manchen Dingen nicht verkneifen. Ich habe keinen High Jack. Grundregel ist, die Karre sich nicht festbuddeln zu lassen. Wenns nicht mehr weitergeht, FUSS VOM GAS (es sind nur die leidenschaftlichen Schaufler und Buddler die weiter Gas geben bis der Wagen aufliegt). Das tun aber die Meisten aus Europa. Der Begriff der Untersetzung ist vielen ein Fremdwort geblieben trotz vieler Afrikabesuche. Man rast auch nicht ins Wasser, sondern versucht ein konstantes mittleres Tempo zu halten. Reifendruck ablassen im Modder ist quatsch. Wenn die Profile mit Modder gefüllt sind spielt es auch keine Rolle op der Druck hoch oder niedrig ist: er dreht durch.
Weiß man, daß man durch tiefes Wasser fährt, gehört ein Seil an den Haken und hoch gebunden (wer taucht schon gerne in die Brühe?). Fährt man in den Modder, hat man am besten eine Ladung Feuerholz geladen. Mit trockenem Holz kann man die Spuren am besten und stabilsten auslegen, nachdem man hinter allen vier Rädern den Modder egalisiert hat (schaufeln geht ja nicht da zu schwer). Nach hinten, denn man fährt rückwärts raus bis wo man es geschafft hat. und nicht vorwärts wo man dummerweise gleich wieder festhängt und anderen nachfolgenden Fahrzeugen ohne nachzudenken die Spuren noch mehr kaputtmacht. Fahrzeug vorsichtig vorwärts und rückwärts schaukeln bis er auf Holz faßt. Und dann raus, entweder die Spur zurück oder auf die nächste trockiene Insel. Irgendwie funktioniert das immer. Das beste Zubehör wenn man festsitzt ist ein Luftkissen. Die hohen Jacks sind wertlos im sumpfigen Gelände, denn sie sinken genauso ein!
Mal so einige Gedanken.
Im übrigen fahre ich nicht rein wo es völlig unübersichtlich ist. Wer den Helden spielen will ist selbst daran schuld. Hab schon die tollsten Festsitzer erlebt. Im übrigen schalte ich im dicken Sand lieber auf die niedrigste Untersetzung und fahre halt eine Weile langsamer, als Reifen abzublasen und wieder aufzupumpen. Das reicht nämlich in den meisten Fällen mit einem kleinen bischen Erfahrung. Bei Swakopmund sehe ich immer Leute mit ihren 4x4 tief eingegraben festsitzen, wo wir mit dem VW Käfer gefahren sind. Ist das Ironie oder Fun?
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Hallo. Ihr Spezialisten... 2008 blieb ich im Moremi im Matsch stecken. War nicht allein, sondern ein Begleitfahrzeug war dabei. Es handelte sich bei beiden Fahrzeugen um einen Toyota Hilux neuer Bauart. Um mir zu helfen, stellte sich das 2.Fahrzeug vor mich und wollten mittels Bergegurt die Fahrzeuge verbinden. Es stellte sich heraus, dass keine Abschleppbefestigung am hinteren Teil des Hilux vorhanden war. Vorne waren sogar 2 stabile, fingerdicke Abschleppösen angebracht. Es blieb nichts anderes übrig,als das vordere Fahrzeug zu wenden, um im Rückwärtsgang einen Abschleppversuch zu unternehmen. Kann es kurz machen..dieser Versuch endete kläglich.wurde abgebrochen, um nicht die Kupplung zu ruinieren. Außerdem stellte sich heraus, dass der Bergegurt für diesen Abschleppversuch zu schwach dimensioniert war. Er riss! Nach 1,5 Stunden Versuche des Freischaufelns nahte Hilfe duch ein Rangerfahrzeug, dass mich mittels einer Eisenkette aus dem Schlamm befreite!! Nun meine Frage: was gibt es denn für eine Befestigungsmöglichkeit zum Abschleppen, wenn keine Öse am Heck des Fahrzeuges angebracht ist?? Achse scheiden ja aus, da sie sonst herausgerissen würde?? Wie seht IHR das Problem.gibt es überhaupt eine Möglichkeit? Gruß Gerhard
Lieber Gerhard, diese Pickups haben zumeist Blattfedern. Und um den hinteren Befestigungsschenkel legt man das Seil. Ganz einfach. Dafür muß man natürlich auf die Knie oder runter kriechen. Nicht so lekker im Modder...
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200612. Okt. 2010 ·
Hallo,
mein wichtigstes Bergewerkzeug, ein Klappspaten und eine "Schneeschaufel"
Jetzt lacht ihr, was will das Zebra mit einer Schneeschaufel in der Wüste!!
Ich hab so eine zusammenlegbare aus Alu, so wie sie auf Skitouren mitgeführt werden um nach einen Lawinabgang die Verschütteten freizuschaufeln.
Die sind leicht und Kompakt, dank ihrer Bauform mit dem seitlichen Rand und einer Schaufellänge von ca. 30cm bekommt man ordentlich Sand drauf und bei lockerem Sand (wo man sich üblicherweise festfährt) kommt man zügig voran.
Wichtig scheint es mir 2 Schaufeln zu haben, so muss Man(n) mit Bier in der Hand der Frau nicht zuschauen, sondern kann mithelfen.
Alles andere wurde bereits erwähnt, über Sinn und Unsinn von Gerätschaften die man mitschleppt könnte man ganze Abende füllen.
Grüsse Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Hi Bad Boy Das mit dem Käfer find ich gut passt so. Aber wo zum Teu.. bekommst Du ein Luftkissen her und wieviel Pauer braucht der Kompressor um dieses "Ding zu" füllen? Dann das Fuder Holz, das Du mitnehmen musst wohin damit wenn die "Karre" eh schon voll ist? Unter den high jack kannst Du immer noch ein Reserverad packen, auch im Modder, und den hochgebunden Abscchleppgurt finde ich auch ein bischen hä. Also ich habe bei meinen nun 150.000 km Offroad so etwas noch nicht gesehen, und Du hast sowieso einen nassen A.. wenn Du aussteigen musst weil nichts mehr geht. Wenn Du die "Karre" so tief versenkst das Du keinen Befestigunspunkt mehr findes, kannst Du eh nur noch nach Hause schwimmen meint Peter
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200612. Okt. 2010 ·
unterkunft swakopmund schrieb:
Ganz tolles Bild, ich finde die Farbe des Landys harmoniert schön mit dem Flusswasser, nicht vorzustellen wenn der Rot gewesen wäre!
Grüsse Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
mein wichtigstes Bergewerkzeug, ein Klappspaten und eine "Schneeschaufel"
Jetzt lacht ihr, was will das Zebra mit einer Schneeschaufel in der Wüste!!
Ich hab so eine zusammenlegbare aus Alu, so wie sie auf Skitouren mitgeführt werden um nach einen Lawinabgang die Verschütteten freizuschaufeln.
Die sind leicht und Kompakt, dank ihrer Bauform mit dem seitlichen Rand und einer Schaufellänge von ca. 30cm bekommt man ordentlich Sand drauf und bei lockerem Sand (wo man sich üblicherweise festfährt) kommt man zügig voran.
Wichtig scheint es mir 2 Schaufeln zu haben, so muss Man(n) mit Bier in der Hand der Frau nicht zuschauen, sondern kann mithelfen.
Alles andere wurde bereits erwähnt, über Sinn und Unsinn von Gerätschaften die man mitschleppt könnte man ganze Abende füllen.
Ganz tolles Bild, ich finde die Farbe des Landys harmoniert schön mit dem Flusswasser, nicht vorzustellen wenn der Rot gewesen wäre!
Grüsse Kurt
Tja Kurt, die Engländer haben schon immer behauptet, sie hätten die besseren U-Boote....Landy-U-Boote! Aber mal ohne Spaß: wer fährt da so rein? Nix mich! Das is mos kak suchen! Ist schon stilistisch gelungen, die Farbgebung natürlich!
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
....Wichtig scheint es mir 2 Schaufeln zu haben, so muss Man(n) mit Bier in der Hand der Frau nicht zuschauen, sondern kann mithelfen...
Kurt, nie zu zweit schuften, einer sollte immer unaufgeregt den Überblick behalten 😉
Man(n) sollte zunächst darauf achten, dass der Arbeitsplatz des Partners im Schatten liegt, hier vorbildlich gelöst
[foto: 25979]
Nützlich sind dann beruhigende aber dennoch aufmunternde Worte. Niemals in Hektik verfallen oder gar zu übertriebener Eile drängen.
Wenn es dem verantwortungsvollen Mann neben seiner enorm schwierigen Überwachungsaufgabe dann noch gelingt, ein Foto mit der neuen komplizierten Digitalkamera zu schießen, lässt sich jede Situation meistern