Champagner8'684 Beiträge · seit 201016. Okt. 2014 · #21
THBiker schrieb:Hallo Fomis,
wirklich ein guter Thread.
ich hätte da auch gleich mal ein paar Wörter die mir die Zunge brechen:
Nxai Pan
Makgadikgadi Pan
Hwange
Wie spricht man die denn aus??
Danke schon mal 😎
Hallo Thorsten,
zu Zimbabwe kann ich nichts sagen - aber mit den beiden anderen Wörtern hatte ich schon öfters zu kämpfen.
Nxai-Pan fängt mit einem Schnalz/Klicklaut an (für das Nx), der Rest wie geschrieben.
Beim M....-Park spricht man die kga's wie sehr kratzige Ch's aus.... Also schwer zu erklären .- ich habs auch nie ganz richtig hinbekommen, hatte aber große Lacherfolge mit meinen Versuchen 😊 .
Okaukuejo wurde von unserem Ovambo-Guide (der es ja wissen müsste) "Okaukwejo" ausgesprochen - mit einem "kwe" das dem geschriebenen "kue" sehr nahe kommt....
Beim Chobe könnte ich mir vorstellen, dass man das "Ch" nicht so ganz englisch mit "Tsch" asuspricht , sondern eher wie ein"Ch", aber die Guides sprechen halt immer Englisch.... Ich kann aber mal fragen.
dann versuch ich mich mal am Hwange, was wir so mitbekommen haben:
Uangiiiii (ok, mit der Lautsprache übe ich noch 🤩 )....haben aber auch ein Schild im Park gesehen, da stand Wankie drauf. Für uns ist und bleibt es aber der Wanzi-Park 😗
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200816. Okt. 2014 · #23
Zur Aussprache der Namen:
Wichtig ist immer, sich klar zu machen, wer die Namen „gemacht“ hat - es ist ja meist eine Mischung von Ursprünglich und Kolonial... - und danach richtet sich die Schreibweise.
In Botswana und Zimbabwe waren es die Engländer, in Mocambique die Portugiesen in Namibia die Deutschen (und Buren)... usw. Deshalb sind die namibischen Namen die „deutschen Hintergrund“ haben für uns recht einfach so zu lesen, wie sie dastehen. Bei den Namen, die durch die Buren geprägt wurden, muss man sich manchmal ein wenig des Afrikaans bedienen.
Zum X Die eingefügten X kann man bei (fast) allen Namen - einfach weglassen oder - es wie K oder H sprechen, irgendwie kommt es dann hin. Wir selbst versuchen das mit dem Klicken gar nicht erst, - schließlich können das die Einheimischen natürlich auch nicht alle! Khorixas > Korikas
Bei Namen in Botswana kann man bei der Schreibweise/Aussprache das englische hinzuziehen Chobe > Schobe, mit einer leichten Neigung zu Schobi... Phokoje > Pokodji („Pokodschi“) - wir sagen z.B. trotzdem immer Pokoje... usw.
Makgadikgadi > Makadi kadi – ...mit hatem K gesprochen > Makadikadi Nxai Pan > Nai Pän
Hwange > Wange, Wangi (da H einfach weglassen und das W schön breit, wie bei „Wow“ gesprochen (das afrikaanse Wankie, „Wänkie“ gesprochen, ist in Zim nicht soo gern gehört, ...weil SüdRhodesisches Vermächtnis...)
Eine weitere Sprachbesonderheit ist die Verwendung doppelter Konsonanten, das findet man in Ostafrika wie auch im südlichen Afrika. Da muss man lernen, den ersten Konsonanten weich, aber eigenständig zu Lautieren. Das kann man sich im Prinzip für alle diese doppelten Konsonanten angewöhnen – meist liegt man damit richtig.
Schönes Beispiel: Mtoto (Kisuaheli für Kind, sing.) > M toto – spricht man mit summendem M am Anfang, dann ist es leicht zu sprechen. Mpayatutlwa > M paja tutl wa > M pajatutlwa
einiges muss man sich zum aussprechen nur vom h "bereinigen"... Letlhakane > Let la kane > Letlakane (- Letlakani)
Das ist schon alles. Und jeder versteht einen – und das ist die Hauptsache.
Bloß nicht versuchen alles „original“ auszusprechen, mit Klick usw. das führt zu sehr viel Grinsen auf der Gegenseite... 😗
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Champagner schrieb: ...., hatte aber große Lacherfolge mit meinen Versuchen hab auch für einige heiterkeit gesorgt, als ich das erste mal "Hluhluwe" erwähnte. ich habs so gesagt, wie es geschrieben wird. der ranger, mit dem ich sprach, wäre damals fast erstickt vor lachen. seit damals weiß ich, daß es Schluschlui heißt. hans
die Aussprache der Ortsbezeichnungen in Namibia unterliegt auch keiner festgeschriebenen Regel. Da gibt es schon untereinander verschiedene Ansichten, selbst unter den Muttersprachlern.
So sprechen die meisten Orte mit "tj" (Outjo, Otjiwarongo etc) wie "tsch" aus, andere wiederum mit klar getrenntem "tj", d.h. Utscho bzw Ut-jo. Selbst die Sprecher aus deren Sprache es kommt sind da häufig unterschiedlicher Meinung. Okaukuejo wird von den meisten Okau-kuejo ausgesprochen, bei afrikaansen Sprechern häufig "Okaukuju".
Khorixas zum Beispiel wir aber ohne wenn und aber Khori-chas (mit einem krächzenden "ch") ausgesprochen. Lustig wird es dann natürlich mit kolonialen Ortsbezeichnungen, die dann aufgrund von Unkenntnis gerne entstellt werden: Lüderitz wird zu Luderitz und dann auch Luderitz ausgesprochen; Bethanien wurde Dank der Buren binnen Jahren zu Bethanie (müsste aber korrekt auf Afrikaans dann eigentliche Bethanië geschrieben werden) ud heißt nun auch offiziell so.
Orte mit z.B. Ng am Anfang (Ngoma etc.) werden stets ohne führendes N gesprochen, d.h. Goma.
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