PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200925. Nov. 2009 · #1Liebe Forumsteilnehmer,
erstmal möchte ich ein riesiges Kompliment an alle Gestalter und Aktive dieses Forums richten. Dieses Forum ist einfach klasse!
Es wäre schön wenn jemand seine Erfahrungen zu Khwai
(Moremi)schreiben kann.
Vor 2 Jahren war ich begeistert und ich hätte dort gerne mehr Zeit gehabt. Jetzt habe ich folgendes im Forum gelesen:
"Khwai ist mal wieder sensationell. Relativ wenige Fahrzeuge, seit das Campieren in dieser Gegend verboten und die Durchfahrt nur noch als Transit zum North Gate gestattet ist"
Wie kann man den Khwai-River am besten erkunden? North Gate?
Unsere derzeitige Route im Aug. 2010:
Johannesburg - Khama Rhino - Kubu Island - CKGR: Sunday Pan, Piper Pan, Tau Pan -3 Nächte Delta - Moremi: Third Bridge, Xakanaxa, North Gate - 2 Nächte Savuti - 3 Nächte Chope - Victoria Falls
Vielen Dank im voraus und viele Grüße
Peter
SFiedler2327 Beiträge · seit 200825. Nov. 2009 · #2Hallo Peter,
Sind erst vor 2 Wochen von Moremi North gate nach Savuti gefahren. Es war eigentlich wie immer. Endlang des Khwai bis zum Abzweig nach Mababe. Es gibt zwar eine neue Strasse von Khwai community nach ??? (Richtung Mababe Village??) wir haben sie abernach Khwai Village nie mehr wieder überquert. Vielelicht geht sie auch zur neu gebaggerten Firebrake die von Mababe nach Linyanti geht. Am Khwai endlang gibt es auch noch die diversen Camp ground der Khwai community (wo buchbar?? am besten wohl bei Inspector in Khwai Villag nachfragen)
In der letzten Zeit (letzte Monate, gesamter Winter)war die Strecke allerdings sehr nass und man konnte auf Grund des Wassers nicht direkt am Khwai entlang fahren, sondern mußte weit ins "Landesinnere" umfahren. Die kritischen Stellen waren aber vorletzte Woche (11. November) sehr gut befahrbar, so dass auch kein Tourist mehr steckengeblieben ist. Das wird sich aber jetzt mit einsetzender Regenzeit wieder ändern und die Strecke entlang des Khwai schwierig bis gar nicht befahrbar sein. Man munkelt aber, daß man in Zukunft,wenn die Strasse fertig sein soll, nur mit Guides aus Mababe oder Khwai die Strecke entlang des Khwai fahren darf. Der Rest, auf der Durchfahrt soll dann direkt auf der "Schnellstrasse" fahren.
Die Strasse hat jetzt schon Auswirkungen. Direkt um Khwai gibt es fast bis gar kein Game.Nicht mal Jafis. Zu viele Hunde, und das Dorf dehnt sich immer mehr aus. 2006 haben wir direkt am Dorfausgang noch Löwen,die ein Zebra frassen, gesehen. das dürfte aber Geschichte sein. Nach der mir bekannten Gerüchteküche wird es wohl große Umwälzungen im Botswana Tourismus geben. Die Privatisierung der public Campsides und der damit verbundene Preisanstieg sind nur die ersten Zeichen.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200625. Nov. 2009 · #3Die massiven Baumassnahmen sind leider nicht zu übersehen. Was soll das im Endeffekt werden? Eine direkte (geteerte) Verbindung zwischen Ngoma Bridge und Maun?
Wenn es so sein wird, dann können wir nur froh sein, die Parks noch in (relativ) naturnahem Zustand erlebt zu haben.
LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
eggitom1'247 Beiträge · seit 200925. Nov. 2009 · #4Pascalinah schrieb:Die massiven Baumassnahmen sind leider nicht zu übersehen. Was soll das im Endeffekt werden? Eine direkte (geteerte) Verbindung zwischen Ngoma Bridge und Maun?
Wenn es so sein wird, dann können wir nur froh sein, die Parks noch in (relativ) naturnahem Zustand erlebt zu haben.
Hallo Pascalinah
zumindest für die nächsten Monate musst du dir da wohl keine Gedanken machen. Was ich im September zwischen Ngoma und Ghoha Gate gesehen habe, lässt darauf schliessen, dass zwar ausgebaut wird, es aber noch eine Weile dauern wird. "Gebaut" wird etwa an einem Dutzend verschiedenen Passagen gleichzeitig, aber am 7. Oktober (war ein Mittwoch) wurde praktisch an keiner Stelle gearbeitet.
Von Savuti aus südwärts, d.h. westlich der Sandridge Road, gibt es eine neue Pad, die in unserem GPS noch nicht einmal eingezeichnet war; die ist aber genau so tiefsandig und holprig, wie die Sandridge Road.
Die neue Strasse von Mababe Richtung North Gate sind wir - obwohl damals noch gesperrt - ein gutes Stück entlang gefahren. Dazu gibt es in einem anderen
Thread eine plausible Erklärung.
Insgesamt wird die direkte Verbindung zwischen Chobe Riverfront und Moremi wohl noch eine Weile ziemlich anstrengend bleiben.
LG Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)
Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende) PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200927. Nov. 2009 · #5Hallo SFiedler2,
vielen Dank für den brandaktuellen Bericht. 2006 bin ich ebenfalls am Khwai entlang gefahren. Was für ein wundervolles Fleckenchen Erde! Bleibt nur zu hoffen, daß es doch nicht so oder nicht so schnell kommt.
Darf die Strecke am Khwai nur als Transit (nur einfach), North Gate Mababe Gate genutzt werden? Das würde bedeuten, daß man anschließend nicht wieder zurück zum North Gate fahren darf.
LG Peter
PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200927. Nov. 2009 · #6Hallo Thomas,
danke für Deinen interessanten Bericht und den Link.
Ich würde es bedauern, wenn zwischen Chope und Moremi eine Schnell- bzw. Teerstraße gebaut wird. Gerade die Pisten machen doch diese NP doch besonders reizvoll.
LG,
Peter
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200627. Nov. 2009 · #7Zuerst ist Namibia in den Massentourismus abgedriftet und jetzt foltg Botswana.
Das wilde Afrika zu finden wird immer aufwendiger, aber es ist duchaus noch möglich 😎
PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200930. Nov. 2009 · #8Hallo Tomcat,
bleibt nur zu hoffen, daß Botswana nicht auch den Weg des Massentourismus beschreitet!
Fantastische Bilder auf der Seite.
Welche Länder Afrika sind deine Favoriten?
LG,
Peter
SFiedler2327 Beiträge · seit 200830. Nov. 2009 · #9Ob die Strasse von Maun nach Ngoma Bridge eine Schnellstrasse wird? Laut meiner Gerüchteküche soll es so geschehen. Aber, wie auch berichtet, es tut sich wenig (sah auch keine Arbeiter). Die Strecke um den Khwai herum - bis kurz vor den Mudpool am Abzweig Mababae Gate - empfand ich auch immer als eine der schönsten Strecken in Botswana, bzw. in der Gegend. Aber, so meine Gerüchteküche, die "Schnellstrasse" von Khwai in Richtung Mabae soll die "Großstrasse" werden, am Khwai entlang soll man dann nur noch mit Guide und Bezahlung fahren dürfen. Wie meinte meine Gerüchteküche: Mit all den Massnahmen ist man dabei den Tourismus in Botswana zum Erliegen zu bringen, bzw. in machen Gebieten nur das schnelle Geld zu machen. (Wenn man daran denkt, daß man vielleicht in der Zukunft von Maun über Savuti nach Ngoma mit nem VW Golf fahren kann.)
ABER: Wir sind ja in Afrika. Schaun wir mal was so passiert. Beispiel: Preise für Campsides; Was passiert wenn die Touristen ausbleiben, und die Besitzer der Camp consessions keine Rednite mehr machen? Wenn, wie ich gehört habe, das gesamte Tourismuskonzept auf den Kopfgestellt werden soll, und es fraglich sein soll, ob es in wenigen Jahren noch z.B: Mombo geben soll/darf( der Vertrag läuft demnächst aus) weil man Neues will,wenn man nicht endlich den Flugverkehr in den Griff bekommt, dann wird es für Botswana interessant. (Kurze Erklärung zum Flugverkehr: Wir Individualtouristen bringen ja wenig Ennahmen für den Staat Botswana. Was Geld bringt sind die Schwerreichen Lodge touristen die bis zu 2000$ pro Nacht zahlen (Mombo und Abu kosten so viel). Die fliegen aus Johannesburg ein. Leider nur mit Air Botswana. Verspätung, Flugausfälle etc. Das Gepäck kommt nicht mit, da bei ausgebuchter ATR, das Volumen des Gepäckraumes nicht ausreicht. Und dafür haben sie dann mehrere 10.000$ gezahlt)
Ich persönlich bin mal gespannt, was so alles in der nächsten Zeit in Botswana geschieht. Liebe eigentlich das Land (war 2009 3 mal dort) aber so langsam werd ich mich wo anders hin umsehen (Zambia, Zimbabwe ist auch langsam wieder eine Alternative erst Recht, wenn Onkel Bob nicht mehr da ist)
Erika2'338 Beiträge · seit 200730. Nov. 2009 · #10Hallo
Als wir 1988 zum ersten Mal von Namibia aus nach Botswana fuhren, hörte die Teerstrasse bei Gobabis auf. Bis zur Grenze war eine Schotterpiste und dann ab Botswana gab es bis Ghanzi nur noch eine schmale Sandpiste, auf der man kaum kreuzen konnte, wenn mal einer entgegen kam. In Ghanzi gab es ein einziges Hotel (Kalahari Arms) und die Piste wurde dort ein wenig breiter. Uebernachtet wurde irgendwo am Wegesrand, an einer Stelle, wo es einem gelang, mit Anlauf aus der ausgefahrenen Piste rauszukommen. In Maun war gerade mal 1 Km Strasse geteert, dann kamen wieder hunderte von Km nur Sand, Sand, Sand.
Die Fahrt durch den Moremi und Chobe war ein einziges Abenteuer, mit Verfahren, richtige Piste suchen, wegen Wasser umkehren usw. Wir hatten weder GPS noch Sat.-Telefon dabei, nur einen Kompass und einige Karten, welche wie handgezeichnet aussahen. Die Camps existierten damals schon und waren bereits zu der Zeit sehr ungepflegt und verdreckt. Für die Abfallentsorgung hatte man grosse Löcher ausgehoben und dann einfach mit Sand zugedeckt.
Wie in Südafrika und Namibia wir der Tag kommen, wo die Wege durch die Parks befestigt sein werden, das ist doch nur noch eine Frage der Zeit. Schon allein die Tatsache, dass ganze Landstriche hin und wieder wegen Verschlammung und Hochwasser gesperrt werden müssen heisst doch, dass dabei sehr viel Geld verloren geht, wenn wochenlang niemand mehr durchfahren kann. Wenn ich die Strassenverhältnisse im gesamten Land vor 20 Jahren mit den heutigen vergleiche, ist es fast unglaublich, was in der relativ kurzen Zeit passiert ist. Da fällt es doch gar nicht mehr ins Gewicht, wenn so ein kleines Stück von Maun nach Ngoma oder so auch noch geteert wird. Die beiden Parks Chobe und Moremi sind mit den jetzigen Strassenverhältnissen einfach überfordert und können diese Touristenmassen nicht mehr gut verkraften.
Ja, wenn man nicht mehr zwanzig ist, hat das auch so seine Vorteile, da man Dinge sehen und erleben durfte, welche heute gar nicht mehr existieren.
Grüessli Erika
GEGernot EickerGast30. Nov. 2009 · #11moin Erika,
d i e Zeiten kenne ich auch noch 😄 🤩
1981 war ich das 1. Mal in Botswana. Damals hatte ich mit viel Mühen 2 Autos (uralt und sehr reperaturanfällig) in J'burg mieten können.
Ich hatte keinerlei Landkarten, auch keinen Kompass mit. Aber Norden war dort, wo mittags die Sonne stand.
Unvergesslich bleibt die Querung der Salzpfannen. Strahlendes Weiss und blauer Himmel von Horizont zu Horizont. Kein Baum, kein Strauch und kein Orientierungspunkt, ausser Sonne! Schliesslich trafen wir auf die "Strasse" nach Maun. Nach zwei weiteren Tagen (wegen Autoreparaturen) standen wir plötzlich am Thamalakane kurz vor Maun und landeten dann im Croc Camp bei Lindsay BIrch ;-()
Nach den 3 Wochen in Botswana stand fest, dass man eigenes Equipment braucht, woraus dann im Laufe der Jahre ein grosser Haufen an Zeug wurde, der jetzt so nach und nach wieder verkleinert werden kann, weil man unglaublich viel garnicht braucht, um im Busch zurecht zu kommen.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200630. Nov. 2009 · #12Die Strasse wird bestimmt nicht nur gebaut, um dem Tourismus "gerecht" zu werden. Andere wirtschaftliche Gründe sind da sicherlich vordergründig.
Um vom östlichen Caprivistreifen über Maun nach Joburg oder Whk. zu kommen ist eine solche Verbindung leider dringend notwendig, um nicht immer den langen Umweg über Nata fahren zu müssen.
Und glaubt mir, wenn die Strasse erst einmal fertig ist, wird sie von uns Touris genau so bedingungslos akzeptiert wie die "neuen" Strassen in Namibia auch.
LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278 SOSoutherndreamsGast30. Nov. 2009 · #13Hallo SFielder,
Simbabwe ist auch jetzt schon eine Alternative,
vor allem, weil man den Tieren und damit den Menschen hilft.
Viele Grüße,
Beate
PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200902. Dez. 2009 · #14Hallo Beate,
Danke! Simbabwe reizt mich sehr.
wir sind gerade am Überlegen ob wir unseren Urlaub nicht um ein paar Tage verlängern und die Fahrzeuge selber wieder nach JHN zurückbringen. (Die Einwegmiete ist ziemlich teuer).
Was würdest Du auf dem Rückweg von den Victoria Fällen nach Johannesburg noch ansteuern?
LG,
Peter
PEpedroThemenstarter13 Beiträge · seit 200902. Dez. 2009 · #15SFiedler2 schrieb:Die Strecke um den Khwai herum - bis kurz vor den Mudpool am Abzweig Mababae Gate - empfand ich auch immer als eine der schönsten Strecken in Botswana, bzw. in der Gegend. Wie meinte meine Gerüchteküche: Mit all den Massnahmen ist man dabei den Tourismus in Botswana zum Erliegen zu bringen, bzw. in machen Gebieten nur das schnelle Geld zu machen. (Wenn man daran denkt, daß man vielleicht in der Zukunft von Maun über Savuti nach Ngoma mit nem VW Golf fahren kann.)
Ich persönlich bin mal gespannt, was so alles in der nächsten Zeit in Botswana geschieht. Liebe eigentlich das Land (war 2009 3 mal dort) aber so langsam werd ich mich wo anders hin umsehen (Zambia, Zimbabwe ist auch langsam wieder eine Alternative erst Recht, wenn Onkel Bob nicht mehr da ist)
Hallo SFielder,
herzlichen Dank! Dem kann ich mich nur anschließen.
Ich liebe das Land ebenfalls. Wenn es wirklich so kommt
würde ich es ebenfalls sehr bedauern.
Eine Alternative scheint für mich Sambia zu sein. Da steht
bei meiner nächsten Reise dann mit auf dem Plan.
LG,
Peter