ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201005. Dez. 2025 ·
Guten Morgen Claudia, guten Morgen Sue,
jetzt sind mir vor lauter Weiterschreibenwollen eure Beiträge durchgerutscht 😊 !
clawi schrieb:Und wenn ich mich an all die teuren Lodgeangebote erinnere, die ich durchforstet habe, haben die mitnichten alle Aircon! Das ist dann Schwitzen auf hohem Niveau 😄 Claudia
Oh echt? Wobei man sich gut vorstellen kann, dass die Stromversorgung dort eine Herausforderung darstellt. "Schwitzen auf hohem Niveau" - das gefällt mir sehr gut 😄 😄 🤪 !
Sue.ch schrieb:Liebe Bele Wunderschöne, stimmungsvolle Bilder! Herzlichen Dank für`s Zeigen! So eine schöne Giraffe habe ich noch nie gesehen! Wirklich eindrücklich, dieser Bulle! Liebe Grüsse und gute Zeit, Sue
Danke und sehr gerne! Die Thornicroft-Giraffe ist ja eigentlich sogar ein bisshen kleiner als die, die wir aus Botswana kennen, aber den Unterschied merkt man natürlich nicht, wenn man sie vor Ort sieht. Leider war's das dann auch schon mit diesen endemischen Langhälsen, denn es gibt sie nur im Luangwa-Tal, und zwar hauptsächlich im Süd Luangwa (bin mal gespannt, ob doch noch eine auf meiner Speicherkarte auftaucht, aber ich glaube nicht....).
Tiere, vor allem große, werden wir jetzt zunehmend weniger sehen, dafür aber noch ein paar sehr spezielle.
Aber soweit bin ich noch nicht, muss erstmal die Fotos sichten!
utaeleonore615 Beiträge · seit 202205. Dez. 2025 ·
Danke für den tollen und bislang spannenden RB!
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200906. Dez. 2025 ·
Moin Mabele,
ich bin ja immer wieder erstaunt, was du so alles fotografierst ( ein guter Zeitpunkt, um mal auf dein Intro zu verweisen, von wegen wenig Bilder und so... ) 😎 😛 Ich habe an diesem Tag genau ein Foto gemacht. Tatsächlich vom Sonnenuntergang, for the romantic mood. 😊
Ansonsten teile ich deine Bewertungen bezüglich der Camps, ohne dass wir uns abgesprochen hätten, uneingeschränkt.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Dez. 2025 ·
utaeleonore schrieb:Danke für den tollen und bislang spannenden RB!
Gerne - und es freut mich, dass du weiter hier mitliest! 🙂
fotomatte schrieb:Moin Mabele,
ich bin ja immer wieder erstaunt, was du so alles fotografierst ( ein guter Zeitpunkt, um mal auf dein Intro zu verweisen, von wegen wenig Bilder und so... )
Ich schwöre: ich habe viel weniger fotografiert als sonst! Einfach weil es auch sehr lange Phasen ohne entweder Motive oder die Möglichkeit zum Fotografieren (für mich) gab.
Ansonsten teile ich deine Bewertungen bezüglich der Camps, ohne dass wir uns abgesprochen hätten, uneingeschränkt.
Das beruhigt mich und freut mich auch! Wobei ich weiß, dass wir an einer Stelle ziemlich und an einer anderen ein bisschen auseinander liegen werden, aber das hatte ja auch teilweise gute Gründe!
Sodele, ich mach mich mal ans Weiterschreiben, Teil 1 des nächsten Tages ist schon fast fertig.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Dez. 2025 ·
24. Oktober 2025: Gamedrive im North Luangwa NP und Weiterfahrt von der Ituba zur Samala Campsite - Teil 1
Nach einer weiteren durchschwitzten Nacht 🙄 – aber immerhin auf einer ruhigen Campsite – starten wir tatsächlich um 5.30 Uhr in Richtung Gate.
Das Ganze sieht sehr spärlich aus – kein Vergleich zu den großen Eingangsportalen, die ich aus den Parks in Botswana kenne. Allerdings ist auch das Verkehrsaufkommen (zu unserem Glück) mehr als spärlich, ich kann mich an kein anderes Fahrzeug außer unserem heute Morgen erinnern.
Nach überschaubarem Bürokratismus fahren wir Richtung Luangwa. Die Fähre ist logischerweise zurzeit nicht im Betrieb, durch das bisschen Wasser, das noch da ist, kommt man einfach an der markierten Stelle durch (New River Crossing). Ein bisschen schwieriger ist das sandige Steilufer, aber Andrew schafft das ohne Problem.
Unseren ersten Halt machen wir an einem kleinen Teich, der voller Pelikane, Marabus und Sattelstörchen ist. Da wir mit Scout unterwegs sind, können wir hier auch aussteigen und uns ein Stück weit heranpirschen, was natürlich immer eine willkommene Abwechslung bei einem Gamedrive ist.
Bei der Weiterfahrt huscht ein Leopard über den Weg 🤩 und verschwindet im Gebüsch – ich kann leider nur Fragmente bieten 😊 – Ihr müsst ihn euch zusammenpuzzeln 😗 .
Linkes Auge
Rechtes Auge
Und tschüss.
Ehrlich gesagt kenne ich Leoparden nicht so scheu…. Aber wie sollen sie auch an Touristen gewohnt sein, wenn kaum jemand hier rumfährt? 😐
Ein bisschen Landschaft,
an deren hinterem Ende sich ein Impala an Cookson Gnus befindet.
Gabelracken gibt es hier natürlich auch 🙂 – aber soooo schade mal wieder 😣 (Grüße an die Langweilertruppe 😘 ): ich verpasse den Abflug!
Noch ein bisschen Großwild (bei schönem Licht, da macht das Fotografieren einfach mehr Spaß):
Danach ist erstmal Flaute. Wir fahren durch recht viel karges Gebiet, wobei wir auch schöne Wälder gesehen haben, von denen Matthias mir heute noch vorschwärmt, aber ich habe kein einziges Foto davon gemacht (gell da gugsch, Matte? 😎 😛 ).
Inzwischen ist eine weitere Neusichtung für mich aufgetaucht, auf die ich gerne verzichtet hätte: die Tsetsefliege 🤢 . Sehr unscheinbar sitzt sie zusammen mit ihren vielen Freunden an den mit Teppichboden bezogenen Wänden unseres Fahrzeugs und gerne auch irgendwo im Fußraum. Zunächst können wir sie gar nicht einordnen. Als wir aber die ersten Stiche aus dem Hinterhalt abbekommen haben, die mich – wie das Aussehen auch – an unsere heimischen Bremsen erinnern, ist der Fall klar 🤩 . Im Auto wird nun hektisch mit Schals und was man sonst noch so zur Hand hat, herumgewedelt 😈 . Matthias hat eine andere Taktik: er versucht sie zu fangen und wenn er eine erwischt hat, wird das Opfer genüsslich zerquetscht 😣 😠 . Diese Sisyphusarbeit bringt uns zwar keinerlei Erleichterung, da ausreichend Nachrücker parat stehen, ihm aber eine gewisse Genugtuung 😗 , wie er auf meine Nachfrage hin gesteht.
Wir sind nun wieder am Uferbereich angekommen und Andrew bittet uns für eine kleine Pause mit Blick auf die vielen Hippos und das Croc auszusteigen.
Der Blick von Matthias und mir bleibt aber eher an dem Greif zur Linken hängen. Erst daheim haben wir ihn als eine Neusichtung für mich bestimmt: ein Western Banded Snake Eagle.
Der Blick von Andrew schweift aber wo ganz anderes hin – plötzlich ruft er „Wilddogs“ 🤩 und zeigt auf die weit entfernte andere Uferseite des hier sehr breiten Flussbettes.
Man kann sie herangezoomt gerade so erkennen, es ist ein Pack mit 11 Hunden
Sie haben uns natürlich auch entdeckt und so starren wir uns gegenseitig ein bisschen an, währende Andrew mit unserem Scout spricht.
Sieht er eine Möglichkeit, irgendwo ins Flussbett zu kommen und einen Walk zu den Hunden zu machen? Ja, wir sollen diesen ganzen Bogen hier ausfahren und dort hinten nach einer flacheren Stelle suchen.
Gesagt – getan! Die Pause wird annuliert 🙂 und los geht’s auf die Suche nach den Wilddogs! Hach, sowas gefällt mir! 🤩
Und hier geht es dann auch im nächsten Kapitel weiter - die Fotos hab ich schon, ich muss nur noch bisschen was dazu schreiben. See you later!
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200907. Dez. 2025 ·
Nur ein kurzer Einwurf meinerseits: ich lege Wert auf die Feststellung, dass an dem Wasserloch nicht einfach nur Pelikane zugegen waren, sondern es waren sowohl Great White Pelicans wie auch einige der deutlich kleineren Pink-backed P.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Dez. 2025 ·
fotomatte schrieb:Nur ein kurzer Einwurf meinerseits: ich lege Wert auf die Feststellung, dass an dem Wasserloch nicht einfach nur Pelikane zugegen waren, sondern es waren sowohl Great White Pelicans wie auch einige der deutlich kleineren Pink-backed P.
Da hast du natürlich recht, das war sehr unpräzise geschrieben von mir 😎 😗 - vielen Dank für den Hinweis! 😘
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Dez. 2025 ·
24. Oktober 2025: Gamedrive im North Luangwa NP und Weiterfahrt von der Ituba zur Samala Campsite - Teil 2
Vor lauter Aufregung vergesse ich an der Stelle, an der wir dann anhalten und aussteigen, zu den Hunden, die jetzt unter einem Baum im Schatten dösen, hinzuzoomen. Wer findet sie?
Ist doch ganz einfach 😄 :
Unser Scout sichert die Stelle, an der wir absteigen sollen und dann machen wir uns im Gänsemarsch durchs flache Wasser und in einem großen Bogen auf den Weg zu den Wilddogs.
Oder soll ich besser sagen, zu der Stelle, an der sie vorher lagen 😵 ? Denn inzwischen haben Geier ihren Platz eingenommen und hacken und picken an dem Riss herum.
Die Hunde sind wie vom Erdboden verschluckt 🙁 .
Egal – ich finde den Walk sehr schön, in weichem Sand mitten durch das fast trockene Flussbett mit tollen Ausblicken auf die Uferbereiche.
Und Geier mag ich ja eh! Fast noch mehr als Wilddogs, wenn ich ganz ehrlich bin 😗 . Leider fliegen sie aber – als wir hier zu Fuß aufschlagen – einer nach dem anderen ab. Ein tolles Bild, leider lässt sich das nicht richtig einfangen.
Nun ist es Zeit für die Fleischbeschau – angeblich war das mal ein Bushbock. Mir kann man ja viel erzählen… 😗
Zwischendrin fliegt ein Streaky Tawny Eagle ein, mal schaun, ob es noch was zu fressen gibt.
Auch die Geier kontrollieren den Luftraum über uns – vermutlich in der Hoffnung, dass wir bald verschwinden.
Das tun wir auch – in einem großen Bogen versuchen wir, die Wilddogs im Busch noch einmal zu finden,
geben aber recht bald auf und marschieren – erneut durchs Wasser - zurück zu unserem Auto oben an der Uferböschung.
Am Gate müssen wir noch einmal kurz anhalten (davor haben wir übrigens noch einen Malachite Kingfisher gesehen, die Fotos von ihm erspare ich euch aber gnädigerweise 🤪 )
und dann geht es schnell zurück zur Campsite. Dort kommen wir dann so gegen 11 Uhr los.
Wir machen wieder dasselbe Prozedere durch, um in den Park zu gelangen, mit dem Unterschied, dass Otti sich beim Verlassen des Flusses über das tiefsandige Steilufer festfährt 😎 .
Mit Hilfe von Andrew und unter Bewachung des Scouts (übrigens Matthias, ich zerbreche mir gerade den Kopf, wo wir den eigentlich ausgesetzt haben?) schafft er es aber im dritten Versuch.
Was nun folgt, klingt toll und spannend 🤩 – wir queren den North Luangwa Nationalpark und auch die Schutzzone des Rhino Sanctuary, an dem auch die Frankfurter Zoologische Gesellschaft beteiligt ist https://fzs.org/de/programme/sambia/
Tatsächlich bin ich aber selten eine langweiligere Strecke gefahren als diese 😵 🙄 😣 . Die einzige Abwechslung ist die Kontrollstelle, ansonsten rumpeln wir auf gerader Piste durch dürren Mopanebusch.
Die Nashörner sind natürlich irgendwo tiefer im Busch, vemutlich in einer inneren Schutzzone versteckt. Da können wir uns die Augen aus dem Kopf schauen so viel wir wollen... 😐
Interessanter wird es erst wieder, als wir uns das Muchinga Escarpement, das zum Afrikanischen Grabenbruch gehört, hinaufschrauben.
Die Landschaft als auch ihr Bewuchs ändern sich stark.
Und plötzlich stehen nahe an der Strecke drei Elefanten – damit hatten wir nach so langer Flaute gar nicht gerechnet 🤩 .
Den Elefanten geht es wohl ähnlich wie uns – der süße Kleine macht zwar ein paar nette Faxen zu uns rüber,
aber die Mutter rennt nach kurzem Überlegen los. Zuerst befürchte ich, dass sie uns als Ziel hat 😮 , aber zum Glück will sie einfach nur weg von hier.
Dies werden übrigens unsere letzten Elefanten der Reise sein, was bei einigen in der Gruppe später zu kleineren, aber lustig gemeinten Reklamationen führen wird 🤪 .
Eine halbe Stunde später verlassen wir den North Luangwa National Park durch das Mano Gate (das wir morgen überraschenderweise noch einmal sehen werden 🙄 ).
Ganz ehrlich: diesen Teil der Reise hatte ich mir etwas spektakulärer vorgestellt 😊 😣 !
Durch eine komplett anders anmutende Landschaft geht es nun in einem kleinen südöstlichen Bogen zur Samala Campsite. Ich war noch nie in Ostafrika, aber so etwa stelle ich mir es vor, nach dem was ich von Bildern schon gesehen habe. Kein Wunder, befinden wir uns doch gar nicht so weit entfernt von Tanzania.
Optisch ist das zwar ganz hübsch und bunt und mal etwas anderes, aber so gar nicht mein Ding. „Mein“ Afrika befindet sich eher in der Kalahari und in der Namib Wüste 😐 .
Nach etwa 3,5 Stunden sind wir an unserem heutigen Ziel am Mwaleshi River angelangt. Wir können zwischen den beiden Campsites wählen (Foto davon gibts morgen), die es hier gibt, bauen unsere Zelte auf und waschen ein paar Sachen durch. Alle außer mir gehen dann im Fluss baden. Ich habe von dem Plan nichts mitbekommen, weil ich da wohl gerade in den Ablutions war, bin aber ganz froh darüber, denn erstens spüre ich ein verdächtiges Halskratzen und zweitens hat sich eine aus unserer Gruppe an den Steinen im Fluss ganz übel den Fuß angeschlagen, sie wird bis zum Ende der Reise interessant bunt gefärbte Zehen (und entsprechende Schmerzen) haben 😣 🤩 ! So dabbig wie ich auf dieser Reise bin, hätte ich mir hier bestimmt mindestens beide Beine gebrochen 😕 🤪 !
Dafür knipse ich noch einen Kuhreiher und das wars dann auch mit Fotos an diesem Tag.
Auf der Nachbarcampsite zieht ein riesiges Gefährt ein, das einem deutschen Paar gehört.
Sie erkundigen sich bei uns nach der Fahrbarkeit der Strecke, aus der wir gekommen sind und angesichts der Höhe und Breite des Wohnmobils rät Andrew ihnen dringend davon ab. Allerdings haben sie keinen wirklichen Plan B, außer wieder alles zurück zu fahren, aber da haben die beiden wohl nicht gut recherchiert und sind entsprechend etwas angesäuert.
Morgen geht es dann weiter nach Mutinondo - bis dahin liebe Grüße von Bele
Uh das tönt ja sehr aufregend sich an Wilde Hunde zu Fuß anpirschen! Schade dass die so scheu waren, wie ja der Leo auch. Ist der Name Mark Owen im Zusammenhang mit dem North Luangwa Park mal aufgekommen? Der und seine Frau sind ja weltbekannt wegen ihrem Cry of the Kalahari Buch. Nach Botswana, kamen der Mann und Sohn in schwierige Situationen mit Poachern dort im NL. Alles ein wenig geheimnisvoll und unklar was genau geschehen ist dort. Oder aber jemand hier weiß mehr? Ihr seit wirklich weit weg und ab der Piste “normaler “ Safaris. Was für ein richtiges Abenteuer! Hut ab dass du dich, und Matte, an sowas gewagt habt. Liebe Grüsse von Katrin
Old Women1’545 Beiträge · seit 201308. Dez. 2025 ·
Hallo Bele, Tsetse Fliegen mag ich überhaupt nicht, das sind wahre Plagegeister, und ihre Stiche können sich fürchterlich entzünden. Ich weiß, wovon ich spreche. Meine Fliegenklatsche war ständig im Einsatz, ich glaube, es war im Amboselli NP in Kenia. Ich finde eure Ausbeute übrigens so schlecht nicht, ihr hattet doch immer etwas zu sehen, und wenn es nur ein abgefressener Kill war, den ihr bestimmen durftet 😐 ! Danke fürs Zeigen deiner Erlebnisse! Herzliche Grüße Beate
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200908. Dez. 2025 ·
Liebe Bele,
ich habe gar nicht mitbekommen, dass du den zweiten Teil auch gleich noch abgearbeitet hast. Sehr brav. 😘
Da du gefragt hast, hier meine Erinnerung ( das heißt nicht, dass es wirklich auch so gewesen ist... 😗 ): Lenton, so hieß der Scout, kam extra vom Mano Gate, wo er stationiert ist, zu uns ins Samala Camp und ist dann auch mit uns zurück bis zum Mano Gate gefahren. Monica ist deshalb bei Otti mitgefahren. ( Oder ist sie bei uns hinten in einer Dreierreihe gesessen, ich bin mir nicht mehr sicher ).
Dann gäbe es auch noch ( für mich jedenfalls ) zwei Sichtungen, die du nicht erwähnt hast. Ich weiß, es gibt keine Fotos davon, deshalb hast du sie wohl wieder vergessen. Ich aber nicht, ich habe sie aufgeschrieben. Morgens bald nachdem wir den Luangwa gekreuzt hatten und durch den schönen Galeriewald gefahren sind, hatten wir einen Purple-crested Turaco, der vor uns über die Pad flog und sich sehr fotogen auf einen Baumstumpf gesetzt hat. Unmittelbar bevor wir schussklar waren, meinte Andrew das Auto umstellen zu müssen und der bunte Vogel entfleuchte. Schade, denn er saß gut im Licht, zudem war es eine Erstsichtung. Und kurz bevor wir zum Ende des Gamedrives wieder über den Luangwa gefahren sind, huschte auf der linken Seite eine winzige Antilope durch den Busch. Ich dachte spontan an ein Dikdik, die gibt es aber hier gar nicht. Es war ebenfalls eine Erstsichtung, ein Sharpe´s Grysbok.
Von einer weiteren Erstsichtung stelle ich nachher noch ein Foto ein, welche ich im Samala Camp machen konnte.
Nachdem wir dem erfrischenden Bad entstiegen waren, habe ich mich abgeseilt und bin dem Mwaleshi River ein Stück stromabwärts gefolgt, weil es mir hier sehr gut gefallen hat. Ein vorbeifliegender Kingfisher unbestimmter Art war aber alles, was ich vogelmäßig gefunden habe.
Hier hätte ich es durchaus noch länger ausgehalten.
Leider musste ich wieder zurück, das Abendessen wartete.
Durch hohe, regelmäßig wiederkehrende Fieptöne in der Nähe meines Zeltes bin ich auf diesen Epauletten-Flughund aufmerksam geworden. Auf jeden Fall eine kleinere Art als die, die wir später im Kasanka NP sehen sollten.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201008. Dez. 2025 ·
Sadie schrieb:Uh das tönt ja sehr aufregend sich an Wilde Hunde zu Fuß anpirschen! Schade dass die so scheu waren, wie ja der Leo auch.
Es wurde (wird) viel gewildert dort, das könnte ein Grund sein, aber generell sind Tiere viel scheuer, wenn man sich ihnen zu Fuß nähert, weil sie das nicht gewohnt sind. Ich fahre hier so oft mit dem Auto an schönen Greifen vorbei, aber wehe, ich halte an und steige aus…. 🤩 Zu den Owens: nein, die waren kein Thema, aber ich habe das Buch natürlich gelesen und auch kritische Stimmen über sie. Habs aber nicht abrufbar in meinem Hirn, das ist schon lange her.
Ihr seit wirklich weit weg und ab der Piste “normaler “ Safaris. Was für ein richtiges Abenteuer! Hut ab dass du dich, und Matte, an sowas gewagt habt.
Ich denke, es war jetzt keine Heldentat von uns, diese Reise zu machen 🤪 , aber es war schon sehr anstrengend, vor allem wegen der Hitze.
Liebe Grüsse von Katrin
Liebe Grüße zurück und danke fürs Weiterdabeisein!
Old Women schrieb:Hallo Bele, Tsetse Fliegen mag ich überhaupt nicht, das sind wahre Plagegeister, und ihre Stiche können sich fürchterlich entzünden.
😮 Ja eine aus unserer Gruppe hatte eine richtige Beule am Arm (ich hab immer drauf gewartet, dass sie mal aufplatzt und 1000 Tsetsefliegen-Eier rauspurzeln 🤢 ) und meine Stiche waren auch nicht ohne, wobei Fenistil Hydrocort gute Dienste geleistet hat. Eine Fliegenklatsche hatte ich auch dabei, aber so richtig geholfen hat die nicht, ich hab eher abends damit so ganz kleine Flugobjekte in meinem Zelt eliminiert.
Ich finde eure Ausbeute übrigens so schlecht nicht, ihr hattet doch immer etwas zu sehen,
Das gute an Reiseberichten ist ja, dass man die Gamedrives auf die paar Minuten reduzieren kann, in denen man etwas gesehen hat…. 😎 😄 .
und wenn es nur ein abgefressener Kill war, den ihr bestimmen durftet 😐 !
Gerne - und danke fürs Dabeisein - herzliche Grüße zurück!
fotomatte schrieb:Liebe Bele, ich habe gar nicht mitbekommen, dass du den zweiten Teil auch gleich noch abgearbeitet hast. Sehr brav. 😘
Ja, so bin ich 🙂 ! Aber es war wohl doch schon zu spät und ich mit zu vielen Dingen parallel beschäftigt, sonst hätte ich vermutlich (das nehme ich jetzt mal zumindest zu meinen Gunsten an) nicht so viele Fehler reingehauen 😊 🙄 - das war ja schon mehr als peinlich. Danke dir und auch Tanja fürs nachträgliche Korrekturlesen 😘 😘 – ich hoffe, ich habe alle Fehler inzwischen ausgemerzt!
Dann gäbe es auch noch ( für mich jedenfalls ) zwei Sichtungen, die du nicht erwähnt hast. Morgens bald nachdem wir den Luangwa gekreuzt hatten und durch den schönen Galeriewald gefahren sind, hatten wir einen Purple-crested Turaco, der vor uns über die Pad flog und sich sehr fotogen auf einen Baumstumpf gesetzt hat. Unmittelbar bevor wir schussklar waren, meinte Andrew das Auto umstellen zu müssen und der bunte Vogel entfleuchte. Schade, denn er saß gut im Licht, zudem war es eine Erstsichtung.
Ich habe auf jeden Fall nicht vergessen, wie sauer ich war 😈 😣 😠 – noch ein Sekundenbruchteil und ich hätte den Vogel scharf gehabt.
Ich weiß, es gibt keine Fotos davon, deshalb hast du sie wohl wieder vergessen.
Hähä - das denkst du! Den Purple-crested Turaco konnte ich nicht vergessen, weil ich nämlich – surprise surprise 🤩 – zumindest so was Ähnliches wie ein Foto von ihm habe 😄 😄 😄 .
Den genauen Namen hätte ich jetzt aber nicht mehr gewusst! Und drüber schreiben wollte ich auch nicht - ich hätte mich sonst ja nochmal ärgern müssen!
Die Antilope hatte ich tatsächlich vergessen, obwohl wir uns ja noch öfters über sie unterhalten haben 😊 .
Der Flughund ist ja süß 😘 ! Jetzt wo du davon schreibst, hab ich die Geräusche natürlich auch wieder im Ohr, aber ich hatte das tatsächlich auch vergessen. NÄCHSTES MAL SCHREIBE ICH TAGEBUCH - mein Vorsatz für das Jahr 2026!
H.Badger schrieb:Liebe Bele, es bleibt aufregend! Zu Fuß einem Rudel Wildhunde nachzustellen, ist schon eine besondere Idee! 😁 Weiter gespannt dabei Sascha
Ich fand es vor allem eine gute Idee 🙂 – das hat mir so richtig Spaß gemacht und war von den Temperaturen auch noch erträglich. Schön, dass du weiter mit dabei bist - liebe Grüße!
Die Fahrt nach Mutinondo schaffe ich heute nicht mehr (man soll ja in Afrika nicht im Dunkeln fahren 😛 ) , aber ich hoffe morgen.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201009. Dez. 2025 ·
25. Oktober 2025: Vom Samala Camp zur Mutinondo Wilderness Campsite - Teil 1
Das Bemerkenswerte an dieser Nacht waren die Temperaturen. Zum ersten Mal auf dieser Reise ziehe ich meinen Schlafsack, der bisher unbeachtet neben mir lag, gegen morgen als Decke über. Herrlich 🙂 !
Der Abbau des Camps klappt von unserer Seite aus wieder recht flott. Hier die Campsite ohne Zelte.
Und hier der Monster-Truck auf dem Nachbarplatz.
Schon gewagt, mit so etwas hier herumzufahren 🙄 . Gestern hatte es schon ewig gedauert, von der Hauptzufahrt auf diese Campsite zu gelangen, ständig waren in der Höhe und in der Breite Bäume im Weg. Und im Vergleich zum North Luangwa an manchen Stellen sind die Spuren hier sehr großzügig angelegt.
Aber das soll nicht unser Problem sein – wir haben ja ein eigenes 🤩 !
Als wir schon alle im Auto sitzen bemerkt Andrew nämlich einen leichten Platten. Der Kompressor wird hervorgekruschtelt, erst funktioniert er ewig nicht, dann, als er endlich läuft, stellt sich heraus, dass der Reifen sich nicht aufpumpen lässt, weil die undichte Stelle offensichtlich zu groß ist. Also heißt es Reifenwechseln, wozu wir alle wieder aussteigen müssen.
Wo ich da gerde unsere heruntergeklappten Türen sehe, fällt mir ein, dass ich vergessen habe zu erzählen, dass wir bereits im Nsefu Sektor beinahe eine aus unserer Gruppe verloren hätten 🤩 , als sich urplötzlich das Fenster und die Tür von alleine geöffnet haben. Durch das viele Ruckeln werden sich auch im Verlauf der Reise an einigen Fenster und Türen die Verriegelungen immer wieder lösen, und zwar zusehens öfter, was manche Sitzplätz unbeliebter als andere macht und das Mitfahren noch etwas beschwerlicher. An den entsprechenden Plätzen darf man nämlich nicht eben mal eindösen, sonst kann dies schwerwiegende Folgen haben (Spoiler: wir werden auch tatsächlich ein Fenster mal ganz verlieren und alle Teile nach und nach wieder einsammeln müssen). Achja, einen rechten Seitenspiegel haben wir seit dem zweiten Tag der Reise auch nicht mehr, zumindest nicht an seinem zugedachten Platz. Er liegt im Fahrzeug, nachdem er bei einer Bodenwelle abgefallen ist. Zambian Style!
Um ca. 7.30 Uhr kommen wir dann los.
Wir tuckern über die roten Sandpisten,
als 10 Minuten später Andrew anhält und das Auto wendet.
Otti im Begleitfahrzeug wird darüber informiert, dass wir zurück zum Mano Gate fahren müssen. Andrew und/oder Monica, die immer über das Bargeld wacht, haben festgestellt, dass sie zu viel Gebühren bezahlt haben. Berechnet wurde eine Übernachtung innerhalb des Parks (die wohl auch mal vorgesehen war, aber Pläne ändern sich hier ja schnell und häufig 😛 ), und so muss Andrew sehen, wie er den Differenzbetrag wieder zurückbekommt. Angeblich muss er ihn sonst selber zahlen (und nicht sein Arbeitgeber), weil er nicht aufgepasst hat 😵 .
Diese Aktion zieht sich. Er muss im Office (links zu sehen) in der Schlange stehen, um schlussendlich doch kein Geld zu bekommen, weil – wenn ich es recht im Kopf habe – aktuell kein Bargeld zur Verfügung steht.
Nun muss also ein Plan gemacht und dafür viel telefoniert werden. Ein Bekannter, der wohl mit einer Reisegruppe heute oder morgen hier durchkommt, soll das Geld an sich nehmen. Irgendwo auf der restlichen Tour (war es in Mutinondo?) werden wir die Gruppe treffen und Andrew sein Geld zurückbekommen. Wir schwitzen derweil - halb in der Sonne stehend - fröhlich vor uns hin... 😗
Wir fahren wieder in unsere ursprüngliche heutige Richtung und um ca. 9.30 Uhr schließlich treffen wir auf die T2, auf der wir nun lange Zeit gen Süden fahren werden.
Die T2, auch Great North Road, ist eine der wichtigsten Fernverbindungen in Zambia, auf welcher der komplette Warenverkehr (auf der Straße) zwischen Tansania und Zambia sowie dem weiteren südlichen Afrika abgewickelt wird. Man kann sich das als Europäer kaum vorstellen: eine knapp zweispurige, mit Schlaglöchern versetzte Teerpiste, deren Seitenstreifen alles andere als befestigt sind (sofern es sie überhaupt gibt), soll die Hauptverkehrsschlagader dieses Landes sein 🙄 .
Durch die vielen LKWs gibt es natürlich auch viele gewagte Überholmanöver, ständig nach dem Motto „Der Stärkere gewinnt!“.
Auf der Fahrt nach Mpika, was eine sehr wichtige Einkaufsstadt hier ist, kann man daher nicht wirklich entspannen…
Dies gelingt Matthias und mir auch im Ort nicht wirklich. Wir sind beide keine ambitionierten Shopping-Kings und Queens und leiden daher still vor uns hin 😣 .
Zunächst müssen wir nicht aktiv werden, sondern nur in der prallen Sonne darauf warten, dass Andrew und Monica das Gewünschte in der Metzgerei bekommen.
Flamboyants gibt es hier viele – auch später werden wir sie immer mal wieder sehen.
Stopp - ich habe ganz vergessen, dass wir ja auch unseren Reifen zur Reparatur abgegeben haben, den wir am Ende unseres Mpika-Aufenthaltes dann wieder abholen werden - also volles Programm hier 😮 !
Danach geht’s zum Markt – den erreichen wir aber nur durch eine durch ihr Angebot an Waren fast schon grotesk wirkende Einkaufsmeile, durch die zwei Autos gerade so durchpassen. Der Markt selber sieht nett und sehr authentisch aus, so sehr, dass sich jemand im Auto nicht verkneifen kann, die Kamera zu zücken. Sofort kreischen sämtlich Verkäuferinnen in Sichtweite „No pictures!“ 😈 . Als Andrew und Monica von ihren Einkäufen zurückkommen und jemand im Auto (für mich ziemlich unverständlich) nochmal das Handy zückt, reagiert Andrew sofort und weist darauf hin, dass man hier nicht fotografieren darf.
Nun kommt der schwierigste Teil: wir brauchen Getränke. Ein Großteil der Gruppe sucht Cola-Nachschub, Matte und ich hätten gerne Tonic Water. Die Sache mit dem Cola ist schnell erledigt, aber Tonic Water gibt es in Mpika anscheinend nicht. Ich weiß nicht mehr, wie viele kleine Lädchen wir abgeklappert haben – zu viele auf jeden Fall für meine Nerven 😊 . Im letzten gibt es wenigstens Savanna, also decken wir uns damit großzügig ein!
Unserer Weiterfahrt nach Mutinondo steht nun nichts mehr im Wege. Tapfer reißen wir nochmal viele Kilometer auf der T2 herunter. Unterwegs hält Andrew an, um bei einem der unzähligen Straßenverkäufer, die hier an diesem Highway ihre Waren anbieten, eine Tüte voller Früchte unbekannter Art zu kaufen. Er erklärt uns, dass wir diese dann im Camp probieren werden und der junge Verkäufer freut sich sehr über seine recht große Einnahme am heutigen Tag. Diese Früchte werden wir allerdings nie wieder sehen 😐 – eines der ungelösten Rätsel dieser Reise 😕 . Die Tüte sehen wir immer mal wieder im Camp, angeboten daraus wird uns aber nie etwas…..
Egal – endlich geht es in Kalonje links ab zu unserem nächsten Ziel. Inzwischen sind wir schon wieder über 6 Stunden unterwegs in Hitze und Staub.
Wir verlassen die T2 und überqueren kurz darauf das Gleis der TAZARA (Tanzania–Zambia Railway).
Hier übrigens die Bahnstation von Kalonje.
Nun sind es noch rund 25 Kilometer bis zur Mutinondo Wilderness Campsite. Sie gefällt uns sehr gut, wir haben drei Toiletten und einige Duschen, vier Waschbecken und mehrere Spülbecken sowie ein Küchenhäuschen mit einem überdachten Sitzplatz.
Hier lässt es sich aushalten! Zu Fuß kann man zur Rezeption gelangen, wo es Wlan gibt! Das Problem dabei sind nur die Zikaden: wenn man unter ihren Bäumen durchläuft, bekommt man einiges an klebriger Flüssigkeit von oben ab…. 🤢
Nachdem unsere Zelte aufgebaut und wir Verbindung zur Außenwelt hatten und ein bisschen die Gegend zu Fuß erkundet haben, bietet Andrew uns noch eine Sundowner-Fahrt an. Diese ist sosolala, wir sehen in weiter Ferne eine Herde von Roan Antelopes, ansonsten noch ein paar andere Antilopen, soweit ich mich erinnere, und schemenhafte Greife.
Das Licht ist schlecht (auch wenn sich der Sonnenuntergang immerhin ein bisschen Mühe gibt)
und meine Laune auch - mein Halskratzen hat sich nämlich zu ausgewachsenen Halsschmerzen entwickelt 😠 😈 .
Ich hoffe mal, dass sich das bis morgen wieder legt und genieße die frische Luft nachts im Zelt. Morgen stehen zwei Walks an – Andrew hat es mal wieder möglich gemacht, dass jede(r) das tun kann, was er/sie sich zutraut. Die eine Gruppe wird mit einem Scout (ich meine er war gleichzeitig der Walking Guide, Matthias, stimmt das?) eine längere Strecke laufen und die andere wird es etwas gemütlicher mit Andrew angehen lassen.
Doch davon im nächsten Kapitel mehr – oder auch nicht 😗 !
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201010. Dez. 2025 ·
26. Oktober 2025: Mutinondo Wilderness
Noch nie habe ich ein Kapitel so schnell fertig gehabt 🤩 !
Der Tag ist in wenigen Worten erzählt.
Das Beste ist noch der Sonnenaufgang:
Danach muss ich meine Teilnahme an den Walks leider endgültig absagen (ich hatte das gestern Abend Andrew gegenüber schon angedeutet) 🙁 . Ich habe Halsschmerzen 😣 und so, wie es sich anfühlt, auch ein bisschen Fieber. Rührend werde ich von meinen Mitreisenden mit allerlei Medikamenten und Aufbaumittelchen versorgt 😘 , bevor sie sich auf den Weg machen.
An diesem Tag schlafe ich viel, vor allem am Vormittag im noch einigermaßen angenehmen Schatten.
Viel mehr passiert – für mich – sonst nicht.
Monica bereitet in unserem "Esszimmer"
Wraps für den Lunch vor, ich darf sie dabei fotografieren.
Zwischendurch fliegt ein Insekt ein und Monica erklärt, dass dies eine Zikade sei. Aha , so sehen sie also aus, diese lärmenden Von-den-Bäumen-runter-Piesler 🤢 (das Rote sind wohl irgendwelche Milben).
Matthias erzählt mir nach seiner Rückkehr begeistert von seinen (Neu)Sichtungen und zeigt mir auch ein paar Fotos (aber noch habe ich nicht alle gesehen). Ich sag nur: NEID 🤢 !
Gegen Abend schleppe ich mich zur Rezeption in die Wlan-Zone hoch, wo schon andere aus unserer Gruppe auf ihren Smartphones vor sich hindaddeln. Dabei haben wir ein sehr schräges Erlebnis 🙄 : Aus einer großen Reisegruppe, die wohl heute angekommen ist, taucht ein Paar bei uns auf und heult sich aus. So richtiges Mitleid will bei mir (und anderen) aber nicht aufkommen 😗 . Die Beiden sind mir schon auf den ersten Blick, bzw. die ersten Worte unsympathisch und als sie dann auch noch entsetzt erzählen, dass sie – „Ja nu, wir sin eben Raucher“ - von ihren Mitreisenden gebeten wurden, doch wieder ans Lagerfeuer zurückzugehen, als sie ihr Zigarettchen am Tisch gesellig bei den anderen paffen wollten und sich dadurch ungerecht behandelt fühlen, bin ich sprachlos 🤩 ! Ach nein, stimmt gar nicht, ich antworte, als sie uns fragen, ob in unserer Gruppe denn alles okay wäre und wir uns verstehen: „Ja, wir lieben uns alle!“ 😎
Als die Beiden verschwunden sind, schauen wir uns mit großen Augen an und meinen nur: „Glück gehabt!“ Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, solche Typen in der Gruppe zu haben 😈 .
Beim Abendessen bekommen wir noch Besuch von diesem Falter, den Matthias mir dankenswerterweise anleuchtet.
Tja, das war mein Tag in Mutinondo 🙄 . Zum Glück geht es mir genau hier nicht so gut, wo wir zwei Nächte sind und man sich auch gut im Camp aufhalten kann. Ich bin auch nicht schrecklich traurig, die Wanderungen verpasst zu haben, weil es hier zwar objektiv schön ist, die Landschaft aber nicht ganz meinem Bild von Afrika entspricht.
Matthias wird euch aber mit seinen Erzählungen und Bildern sicher vermitteln, wie gut es ihm hier gefallen hat 🙂 !
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200912. Dez. 2025 ·
Liebe Bele,
so schnell wie du werde ich diesen Tag nicht erzählt bekommen, zu ereignisreich war er doch. Das mag man schon an der Tatsache erkennen, dass ich an diesem einen Tag mehr als die Hälfte aller meiner Fotos der gesamten Tour gemacht habe. Ich hoffe, ich komme am Sonntag dazu, wenigstens den ersten Teil einzustellen.
Aber das noch: immerhin, du hast ein "Bildnis" des Turakos hinbekommen, und es ist zumindest zur Identifikation völlig ausreichend. So schade, dass Andrew das Auto meinte umstellen zu müssen. 😈
Noch eine Bemerkung zu dem vorabendlichen Game Drive: neben den sieben Roans gab es noch jede Menge Reedbucks sowie eine einzelne Sable, die aber sofort im Wald verschwunden ist. Der Greif war ein Gleitaar.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200917. Dez. 2025 ·
Sonntag, 26. Oktober: Guided Walk auf den Mayense
Direkt nach dem Frühstück geht es los. Heute sind wir zu fünft. Unser Guide heißt Victor, als Gäste sind Bev und Nick plus meine Wenigkeit dabei, als letzter Mann muss mal wieder Otti ran. Ein gut markierter Weg führt uns über die Lodge, danach geht´s bergab bis zu einem kleinen Flusslauf, der aber bis auf kleine Tümpel trocken ist.
Hier müssen wir über eine Brücke, die mittels Tor abgesperrt ist. Während Victor den versteckten Schlüssel holt, kümmere ich mich um einen Nektarvogel, der relativ entspannt in der Sonne sitzt und nicht sofort flüchtet.
Scarlet-chested Sunbird
Nun geht es in stetem Auf und Ab durch ein lockeres Wäldchen.
Langsam nähern wir uns den Granitbouldern.
Es fühlt sich wenig afrikanisch an, wie wir große Flächen mit hohem Farn durchqueren. Hier flüchtet plötzlich vor uns ein Duiker, ist aber sofort vom Farnwald verschluckt.
Wir passieren diese Granitkuppe, die von unten schon recht eindrucksvoll aussieht, tatsächlich aber nur ein kleines Buckele ist.
Langsam nähern wir uns dem Ziel, dem Mayense. Dies ist die höchste Erhebung hier in der Mutinondo Wilderness. Victor meint, wir hätten nun 800 Höhenmeter vor uns, aber das ist natürlich als eine afrikanische Größenangabe zu verstehen. Im Nachgang habe ich recherchiert, dass der Mayense knapp 210 Meter Prominenz hat, also nicht mal 800 Fuß.
Aber auch diese zweihundert Höhenmeter müssen erstmal bewältigt werden, zumal nun die Sonne schon wieder ordentlich einheizt.
Langsam gewinnen wir Höhe und der Blick wird frei auf all die umliegenden Granitkuppen.
Hier oben auf etwa halber Höhe hat es ein paar noch laublose Bäumchen, die aber in Erwartung der bevorstehenden Regenzeit schöne rote Blüten geöffnet haben, die auch rege von Wildbienen besucht werden.
Es nicht mehr arg weit bis zum höchsten Punkt. Pole, pole stapfen wir bergan.
Auf dem Gipfel haben wir eine Höhe von 1685 MüM erreicht und überblicken die gesamte Mutinondo Wilderness. Nun öffnet sich der Blick reihum, leider ist es mal wieder ziemlich diesig. Wir haben hier eine ganze Weile damit zugebracht, die Landschaft zu fotografieren, und ich scanne die unter uns liegenden Dambos, das sind grasbewachsene offene Flächen, nach Wildtieren. Leider ist nichts zu sehen, und auch die hier vorkommenden Klippspringer und auch die Dassies glänzen durch Abwesenheit.
Auf dem Weg zurück finde ich diesen Vogel, den ich für einen Woodland Pipit halte.
Und nun wird´s bunt. Schon auf dem Hinweg sind mir einige Blumen aufgefallen, die ich aber zuerst unfotografiert gelassen habe, damit wir nicht zu viel Zeit hier unten vertrödeln, was sich dann weiter oben am Berg rächen würde. Dies hier sollte eine Helichrysum ( evtl. foetidum ) sein, also eine Strohblume.
Dies ist auf alle Fälle eine Platterbsenverwandte. Ob Sphenostylis angustifolia richtig ist, konnte ich nicht sicher klären.
Die Blutlilie dagegen ist eindeutig und hört auf den botanischen Namen Scadoxus multiflorus.
Dies hier sollte Dolichos kilimandscharicus sein, wenn sich iNaturalist nicht vertan hat.
Ich mache nur einige wenige Beweisbilder, denn ich will die Truppe nicht zu lange aufhalten, habe aber schon längst beschloßen, dass ich nach dem Mittagessen unbedingt nochmals hierher kommen muss. Dieses Gelände hier und die Vegetation holen mich ab, wie man wohl neudeutsch sagt. 😎
Zurück bei dem Bach muss Victor den Schlüssel wieder verstecken, und ich nutze die Zeit, um die vielen Bläulinge zu knipsen, die hier im feuchten Sand zu Dutzenden sitzen und trinken. Es sollten durchweg Common Blues sein, oder Kleine Wanderbläulinge.
Kurz bevor wir zurück in unserem Camp sind gelingt ein schneller Schuss auf einen White-necked Raven. Leider hat er genau zu dem Zeitpunkt zu mir geschaut und man kann den massiven, klobigen Schnabel nur erahnen. Das namensgebende weiße Halbringband sieht man gar nicht.
Den weiteren Verlauf des Tages gibt es in einem neuen Kapitel, bis dahin.
Ob das wohl ein Flame Tree ist? Solche Blüten sahen wir in Indien im März und es hatte viele Vögel drin. Auch sah ich einige Flame trees in Hawaii vor zwei Wochen. Es sind wohl tropische Bäume.
Jambotessy2’610 Beiträge · seit 200717. Dez. 2025 ·
Wow, deinen Bericht über Sambia habe ich bisher ganz übersehen. Toll, besonders, da ich für 2026 nach über 40 Jahren wieder eine Gruppenreise gebucht habe (buchen musste, da mein Mann ja leider in 2023 verstorben ist).
Ich hatte solche Zweifel- Gruppenreise ja oder nein und habe mich vor ein paar Wochen für JA entschieden. In meinem Alter kann ich ja nicht warten, ob sich noch irgendwann eine Begleiterin bzw. ein Begleiter findet.
Also geht es für mich Anfang September 26 in den Osten Sambias.
Jetzt werde ich mir in Ruhe deinen Reisebericht "reinziehen" 😉 und deine Bilder schauen.
Schon einmal vielen Dank fürs teilen.
LG Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
TAtacitus1’146 Beiträge · seit 202217. Dez. 2025 ·
Sadie schrieb:Ob das wohl ein Flame Tree ist? Solche Blüten sahen wir in Indien im März und es hatte viele Vögel drin. Auch sah ich einige Flame trees in Hawaii vor zwei Wochen. Es sind wohl tropische Bäume.
Nein, glaube ich nicht, eher diese Familie https://en.wikipedia.org/wiki/Erythrina_afra im südlichen Afrika weit verbreitet, in RSA ehemals "kaffir boom", heute coral tree und auf einer Briefmarke verewigt Grüße