BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202515. Sept. 2025 ·
23.08.25 - Third Bridge Nach einer guten Nacht, stehen wir wie immer pünktlich um 5:45 Uhr auf und machen uns gegen 6:15 Uhr auf den Weg zum Game Drive. Eigentlich wollten wir heute über die Third Bridge fahren und das Gebiet bis zur Forth Bridge erkunden, allerdings haben wir in der Nacht deutlich und recht nah Löwen gehört, sodass wir diesen Plan nochmal überdacht haben.
Trotzdem sind wir zunächst über die Thrid Bridge gefahren, aber haben schon nach kurzer Zeit umgedreht, denn im noch kalten Sand konnten wir die Löwenspuren gut erkennen - und sie führten zurück zur Third Bridge. Also sind wir auf der Suche nach den Löwen umgedreht und haben versucht so gut wie möglich den Spuren zu folgen. Bis zum Start der Mboma Loop ist uns das auch problemlos gelungen, doch nur ein kürzes Stück weiter haben wir Spuren in mehrere Richtungen gefunden.
Wir sind in diesem Gebiet daraufhin alle Strecken mehrfach abgefahren, aber konnten die Löwen leider nicht finden. Dafür haben wir aber natürlich alle anderen Sichtungen auf dem Weg genossen. Wie immer auf der Strecke haben wir einige Giraffen gesehen und auch eine schöne Elefantensichtung haben wir gehabt. Auch die Fomies haben wir öfter getroffen und unsere Sichtungen ausgetauscht - leider haben wir beide keine seltenen Tiere gefunden. Schön war es aber trotzdem!
Danach sind wir zurück zum Camp gefahren und haben den Tag genossen. Mittags sind Elefanten und Impalas durch das Camp gelaufen und wir hatten genügend Zeit Wäsche zu waschen und zu kochen bzw. in diesem Fall zu backen. Wir haben erstmals versucht Pizza auf dem Feuer zu machen und waren begeistert, wie gut das geklappt hat. Schon jetzt stellen wir fest, dass 1 kg Mehl wohl zu wenig war. 😄
Außerdem kamen Mitarbeiter der Campsite zu uns und fragten nach einem Überbrückugnskabel für ein Auto, das wir natürlich gerne zur Verfügung gestellt haben. Zum Thema Waschen: Wir haben uns vorher ein paar Sachen von Craghoppers bestellt, die einen Mosquitoschutz haben. Wir haben versucht diese so oft wie möglich anzuziehen (der zusätzliche Schutz hat sich einfach gut angefühlt) und haben deswegen eigentlich alle zwei Tage gewaschen. Die Konsequenz daraus ist, dass wir natürlich VIEL zu viele Sachen mitgenommen haben. Viel mehr andere Sachen wollten wir auch gar nicht anziehen, denn alle unsere Sachen hatten früher oder später schwarze Flecken vom Auto, die wir auch nicht mehr raus bekommen haben. Man sollte also vielleicht nicht unbedingt seine Lieblingssachen mit auf in einen Urlaub nehmen.
Nach einem entspannten Mittag sind wir um kurz vor 4 auf den Sunset Drive gestartet. Auf dem Weg sind wir am Gate vorbei gefahren und haben nach unserem Überbrückugnskabel gefragt. Wir haben dadruch erfahren, dass jemand bei der First Bridge stecken geblieben ist und das Kabel für die Bergung des Fahrzeugs genutzt werden sollte. Kein Problem, dachten wir uns, heute Abend wird es schon wieder da sein. Auf dem Gamedrive sind wir diesmal die gesamte Strecke, die bis zur Forth Bridge befahrbar war, abgefahren und haben nichts gesehen, wirklich kein einiziges Tier, deswegen haben wir den östlichen Teil der Mboma Loop angehangen und sehen unter anderem den ersten Schakal unserer Reise und einen wuderschönen Sonnenuntergang. Sonst blieb der Sunset Drive ziemlich ruhig.
Als wir zurück ins Camp gefahren sind, dürfen wir noch ein paar Elefanten beobachen, die auf Höhe des Ablution Blocks eine Mahlzeit zu sich nahmen. Unser Überbrückungskabel ist aber leider noch nicht zurück.
Als wir zurück auf die Campsite oder viel mehr zum Tented Camp gefahren sind, treffen wir erneut die Fomies, die uns fragen, ob wir am nächsten Tag gemeinsam die Rückfahrt über die Brücken fahren wollen. Wir sagen zu und verabreden uns um 8 Uhr am Gate für die Rückfahrt. Abends spielen wir noch ein wenig mit der Kamera herum und versuchen den Sternenhimmel aufzunehmen, haben wir doch noch nie zuvor Aufnahmen des Nachthimmels gemacht.
In der Nacht besuchen uns noch mehrere Hippos und eine Hyäne.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202522. Sept. 2025 ·
24.08.25 - Third Bridge -> Magotho Wie immer stehen wir früh auf und machen uns um kurz nach 6 auf den Weg auf den Gamedrive. Im Camp werden wir noch angesprochen und von weiteren Deutschen gefragt, ob wir heute zurück fahren. Wir sagen, dass wir bereits um 8 Uhr verabredet sind und nun sind wir ein Convoy aus 3 Fahrzeugen. Wieder sind wir die ersten, die morgens unterwegs sind und das frühe Aufstehen lohnt sich. Wir sehen die Hyänen wieder und können ein paar schöne Fotos machen.
Sonst bleibt der Morgen sehr ruhig und wir sehen bis auf wenige Giraffen nicht viel. Deshalb sind wir pünktlich um 8 Uhr am Gate und hoffen, dass wir unser Überbrückungskabel noch zurück bekommen. Am Gate warten unsere deutschen Freunde bereits und wir haben Glück, denn genau zu diesem Zeitpunkt kommen auch die Campmitarbeiter zum Gate und wir kriegen das Kabel zurück. Am Gate tragen wir uns noch aus und wir starten gemeinsam auf den Weg nach South Gate. Zum Austragen an den Camps: Gibt es hier eine Regelung dazu? Wir waren immer ziemlich verwirrt, weil es willkürlich schien, in welchen Camps man sich austragen musste. Wahrscheinlich haben wir das auch nicht überall richtig gemacht.
Der Weg zurück über die Brücken war in diese Richtung gar nicht so einfach, mehrfach verfahren wir uns, aber finden schließlich doch den Weg zurrück und es gibt keinerlei Probleme. Nach der First Bridge trennen wir uns und wir fahren vor, wollten wir doch noch der Xini Lagoon einen Besuch abstatten, denn am Tag zuvor wurden dort Löwen gesichtet. Die wollten wir natürlich auch finden! Als wir ein paar OSV sehen, fragen wir nach und tatsächlich, sie bestätigen uns, dass auch sie auf dem heutigen Gamedrive Löwen gesichtet haben. Wir machen uns also auf den Weg und einige Zeit und Nachfragen bei anderen Autos später finden wir tatsächlich 5 junge Löwen und sind glücklich über die ersten Katzen im Urlaub, hatten wir doch auf vergangenen Reisen nicht so viel Glück damit. Vor allem Jana als großer Löwenfan war happy. Die Löwen haben wir hinter einem Busch gefunden und gerade als wir ankamen, haben sie entschieden den Platz zu wechseln und zu unserem Glück folgen sie dabei der Straße. Nach ein paar hundert Metern finden sie einen schönen Schattenplatz und legen sich hin. Auch die Fomies sind mit bei dieser Sichtung und wir wussten bereits, dass wir uns spätestens übermorgen in Mbudi wiedersehen würden.
Wir bleiben insgesamt über eine Stunde bei den Löwen und machen uns dann vor allem aus Zeitgründen weiter auf den Weg nach Magotho. Wir wollten möglichst günstig wieder auf die "Hauptstraße" Richtung South Gate kommenund nicht den ganzen Weg durch die Xini Lagoon zurück fahren, den wir gekommen sind. Dies gestaltet sich aufgrund des hohen Wasserstands nicht ganz einfach und kurz vor der Hauptstraße finden wir eine riesige Herde Elefanten, die den Weg blockieren und nicht so scheinen, als ob sie bald weiter gehen. Wir beobachten das Schauspiel einige Minuten, drehen dann aber um, um einen anderen Weg zu finden, weil es schon recht spät ist.
Den Weg, gerade nach dem Moremi haben wir ein wenig unterschätzt, aber landschaftlich war die Strecke mal wieder wunderschön! Tiere haben wir nicht so viele gesehen, außer in Khwai auf der Brücke über den Mbudi Channel (glauben wir jedenfalls) unseren ersten Büffel. Der war aber ziemlich weit weg, sodass wir kein Foto machen.
Angekommen in Magotho melden wir uns an und man teilt uns mit, dass unsere Campsite 13 bereits besetzt. Das ist uns aber eigentlich egal, weil wir die Plätze sowieso alle nicht kennen und nicht beurteilen können, welcher der beste ist. Trotzdem fahren die angestellten mit uns dorthin und reden mit den Leuten vor Ort. Das wollten wir gar nicht und es wundert uns, nachdem wir schon gesagt haben, dass wir gerne einen anderen Platz nehmen und es nicht schlimm ist. Danach bringt man uns zu einem anderen Platz direkt am Wasser. Dieser gefällt uns sehr gut und als wir angekommen sind, war eine riesige Herde Elefanten auf der anderen Seite am Fluss. Wunderschön. Der Mitarbeiter erklärt uns noch das wichtigste zum Zeltplatz und wir fahren direkt zu den Ablutions, um uns zu duschen, denn die Zeit ist schon sehr fortgeschritten und wir wollten noch einen Sunset Drive machen. Kurz vor 16 Uhr war es dann so weit und wir sind los gefahren. Wir sind beeindruckt wie viele Tiere hier sind, große Herden von Antilopen, Gnus und Zebra sehen wir gleich zu Beginn (da hatten wir aber scheinbar Glück - an den nachfolgenden Tagen haben wir keine Herden irgendeiner Tierart gefunden - das war aber nicht so schlimm 😉 )
Nach gar nicht so langer Zeit finden wir nochmal Löwen! Diesmal waren es insgeamt 13 Löwen mit einigen Jungtieren, die im Schatten Schutz vor der Sonne gesucht haben.
Die Löwen sind leider nicht so motiviert sich zu bewegen und deswegen beschließen wir weiter zu fahren und später nochmal wieder zu kommen. Nach kurzer Zeit treffen wir eine nette Gruppe auf 4 Personen in einem anderen Auto. WIr bleiben stehen und unterhalten uns kurz druch das Fenster, aber diese Gruppe hatte irgendwie was magisches, man hat ihnen den Spaß und die Freude an der Natur hier irgendwie angesehen und die gute Laune von ihnen ist uns bis heute positiv im Gedächtnis geblieben. Sie haben uns nach den Löwen gefragt und wir haben uns gefreut Ihnen genau zeigen zu können, wo sie sind, habe ich es doch auf meiner Tracks4Africa Karte eingespeichert. Die Gruppe freut sich und erwähnt beiläufig, dass ja hier auch Wildhunde, angeblich genau bei Campsite 13, zufällig die einzige Campsite, deren Ort wir kennen, weil es hätte unsere sein können. Also sind wir dorthin gefahren und das Timing war perfekt. Als wir ankamen, lagen alle noch schlafend auf dem Boden, doch nur kurze Zeit später erheben sie sich, spielen ein wenig und am Ende schwärmen sie aus, um (wie wir glauben) auf Jagd zu gehen. Sie bewegen sich sehr schnell und verteilen sich in alle Richtungen. Einige Autos versuchen ihnen zu folgen, doch wir halten dies für unmöglich und fahren zurück zu den Löwen.
In der Zwischenzeit hat sich bei den Löwen nicht viel getan, sie lagen noch immer an derselben Stelle und wir waren sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, weiter zu fahren. Wie es das Schicksal aber wollte, hatten wir schon wieder genau das richtige Timing: schon nach kurzer Zeit sind die Löwen aufgewacht und wir durften eine ganze Zeit lang beobachten, wie das Familienleben unter Löwen so ist, bis sie sich langsam aber sicher auf den Weg in den Busch gemacht haben, dem wir nicht folgen konnten.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202522. Sept. 2025 ·
Es ist mittlerweile schon ziemlich spät gewesen und wir fahren zurück zu unserer Campsite. Dabei fahren wir wieder an Campsite 13 vorbei und kurz vor der Campsite treffen wir wieder die Wildhunde, schnell unterwegs in die gleiche Richtung wie wir. Bei Campsite 13 bleiben wir kurz stehen, denn die Leute dort waren schon an der Campsite und wir dachten, es sei sinnvoll sie darüber zu informieren, dass nur unweit von ihnen die Wildhunde unterwegs sind. Sie bedanken sich und wir fahren weiter zu unserer Campsite. Auf dem Weg treffen wir wieder Wildhunde, die sich sehr zu freuen schienen und irgendwie beim Laufen miteinander gespielt haben. etwa 50m von unserer Campsite entfernt lernen wir, wieso sie sich gefreut haben, am besten seht ihr selbst:
Es war ziemlich cool zu sehen, wie unsicher die Wildhunde versucht haben, an den Kadaver im Wasser zu kommen. Sie hatten offensichtlich Angst vor anderen Tieren im Wasser. Wir dachten zunächst, dass es sich um ein kleines totes Hippo handelt, aber bei der Sichtung der Fotos war schnell klar, dass es ein Antilope ist. Welches genauz, wissen wir nicht und wir wissen auch nicht, ob die Wildhunde es erlegt haben, oder es ein anderes Tier war. Bei der Sichtung waren allerdings nur Wildhunde vor Ort.
Da es langsam ganz dunkel war und wir unser Zelt nur 50m von dieser Beute aufstellen mussten, wurden wir langsam etwas gestresst und sind zur Campsite gefahren. Heute war nichts mit am Feuer sitzen, sondern stattdessen Zelt aufbauen, fertig machen und ab ins Zelt. Während dieser kurzen Zeit fahren einige Autos an der Campsite vorbei uns wir haben sicher 5 Hyänen gesehen, die unweit von uns zum Kill gelaufen. Auf unserer Nachtkamera haben wir am nächsten morgen einige Fotos von Hyänen und sogar ein Löwe war dabei. Wir haben trotzdem eine ruhige Nacht, wohlwissend, dass wir wahrscheinlich nicht nochmal so viel Sichtungsglück an einem einzigen Tag haben werden. Oder vielleicht doch?
Wir sind ziemlich genau eine Woche später die Strecke gefahren, wenn auch in Gegenrichtung. Und ich glaube, dass wir genau das Löwenrudel in Magotho auch getroffen haben, ich erkenne die Lütten wieder (nee, is klar, ne? 😗 😄 ).
Die Wildhunde sind großartig, die haben wir nicht gesehen.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202523. Sept. 2025 ·
TinuHH schrieb:Wir sind ziemlich genau eine Woche später die Strecke gefahren, wenn auch in Gegenrichtung. Und ich glaube, dass wir genau das Löwenrudel in Magotho auch getroffen haben, ich erkenne die Lütten wieder (nee, is klar, ne? 😗 😄 ).
Die Wildhunde sind großartig, die haben wir nicht gesehen.
Bin gespannt wie es weiter geht!
Hallo Martin,
mich würde es nicht wundern, wenn ihr die gleichen Löwen gesehen habt, laut den Campmitarbeitern sind sie dort oft unterwegs und wahrscheinlich reisen Löwen gerade mit jungen eher ungern.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202526. Sept. 2025 ·
25.08.25 - Magotho -> Mbudi Campsite
Nach einer erstaunlich ruhigen und warmen Nacht stehen wir kurz vor Sonnenaufgang auf und machen uns fertig für den Morning Drive. Diese Nacht hatte ich das erste mal üppig warme Schlafsachen mit (extra Hose & dicke Pullover) und natürlich war es diese und auch alle folgenden Nächte, in denen ich das so gemacht habe, deutlich wärmer 😄 Als wir morgens los gefahren sind, haben wir natürlich sofort nach dem Kill von gestern Abend geschaut, aber dieser war weg. Wir fahren den Fluss mit zur Cam's Corner ab und fahren über das Inland zurück. Leider haben wir heute weniger Glück mit den Tiersichtungen. Das klingt jetzt etwas gegenteilig, aber auch die Wildhunde vom Vortag sehen wir erneut, allerdings nur, weil zwei Fahrzeuge weit abseits des wegen stehen und etwas beobachten. Wir bleiben also auf dem Weg stehen und nach einiger Zeit erkennen wir die Wildhunde, aber fahren schnell weiter, denn aus unserer Perspektive sehen wir nur den Rücken der Hunde und wir wissen nicht, ob es erlaubt ist hier Offroad zu fahren und entschließen uns aus diesem Grund weiter zu fahren. Dafür sehen wir die ersten Wasserböcke im Urlaub und auch eine Gabelracke erwischen (leider nicht ganz scharf).
Danach fahren wir ins Mbudi Camp, in dem wir auch gleich eine Mokoro Tour buchen. Man empfiehlt uns die Tour abends zu machen, am besten um 16 Uhr. Wir willigen ein, obwohl wir nicht ganz sicher sind, ob wir auf den Sunset Drive wirklich verzichten wollen. Ins Mbudi Camp kommt man übrigens nur, wenn man eine sehr leichte Wasserdurchfahrt fast direkt nach dem Abbiegen von der Hauptstraße mitnimmt. Generell hatten wir hier das Gefühl, dass das Thema Wasserdurchfahrten hier anders bewertet wird. Im Magotho Gebiet haben wir zahlreiche Fahrzeuge gesehen, die die Wasserdurchfahrten sprichwörtlich mitnehmen wollten, gibt es dort doch oft parallele Wege nur etwa 5m entfernt, einer trocken, einer nass. Wir haben das allerdings nicht gemacht, wenn es nicht sein musste. Wir sind mit kurz nach 10 Uhr ziemlich früh im Camp und haben deswegen viel Zeit. Wir waschen, bereiten Stockbrot für das Abendessen vor und kochen ein Chili con Buchweizen. Wir hatten Campsite 3 und fanden die Lage perfekt. Nah an den Ablutions und doch sehr privat. Generell fanden wir es hier wirklich schön und durch das herzliche Auftreten der Campmitarbeiter haben wir uns direkt willkommen geführt. Da wir die Frage Magotho oder Mbudi hier schon oft gelesen haben ist hier unsere persönliche Antwort auf die Frage: Magotho schien uns etwas wilder zu sein, da in der Gegend einfach viel mehr Tiere sind. Den Kontakt zu den Mitarbeitern dort fanden wir nicht so angenehm, wir haben uns eher so gefühlt, dass wir dort nicht so willkommen, es war einfach nicht so nett und herzlich wie auf eigentlich allen anderen Campsites, die wir besucht haben. Die Ablutions nahe unserer Campsite in Magotho waren alt und nicht sehr einladend (kaputt, nicht sauber, viele Mücken), aber es stand schon ein neuer, noch nicht fertiger Ablution Block daneben. An einem der anderen Tage haben wir uns einen anderen, neuen und bereits fertig gestellten Ablution Block in Magotho aus Interesse angesehen und die waren wirklich schön. Hier war darüber hinaus viel los, weil wir direkt an einer Game Viewing Strecke waren und deswegen viele Autos direkt an der Campsite vorbei gefahren sind. Mbudi hingegen war sehr ruhig und auch die obligatorische Belehrung war hier viel lockerer. Die Tiere seien hier für gewöhnlich nicht so eine große Bedrohung. Auch im dunkeln sei es sicher zu den Ablutions (und zur Mokoro Station) zu gehen, wenn man eine Taschenlampe habe. Ob das wirklich so eine vernünftige Sache ist, wissen wir nicht und wir haben es dementsprechend auch nicht geteste. Auf unserer Campsite haben wir trotzdem einige Tiere gesehen, darunter eine Herde Wasserböcke, Elefanten und Hippos. Die Strecke bis zur Magotho Area fanden wir nicht so schlimm und auch nicht so lang. Generell haben wir in Magotho morgens deutlich weniger Autos gesehen als Abends und morgens waren wir auch trotz der ca 15 minütigen Anreise sicher eher einer der ersten vor Ort. Zum Sunset Drive startet man eben einfach 15 Minuten früher. Die Ablutions waren in Ordnung bis gut. Sie waren sauber, aber jetzt auch kein Highlight. Wir planen bereits die nächste Reise nach Botswana und da werden wir statt 1 Nacht Magotho, 2 Nächte Mbudi auf 3 Nächte Mbudi, idealerweise wieder auf Campsite 3, wechseln.
Um 16 Uhr sind wir also zu unserer Mokoro Tour gestartet. Nach einer kurzen Einführung ging es auch schon los. Unser Poler war nicht so gesprächig, aber auf unsere Fragen hatte er immer Antworten. Zunächst fuhren wir an unserer Campsite vorbei, um Hippos anzusehen und fahren danach zurück in Richtung Dorf. Das Mokoro Fahren hat uns gefallen, es ist sehr friedlich und man hat Zeit sich über kleinen Dinge zu freuen. Über die Flora weiß unser Poler bestens Bescheid und wir lernen viel, wissen wir doch sehr wenig über Pflanzen. Als wir unseren Poler auf die Löwen ansprechen, die wir gestern gesehen haben, erzählt er uns, dass die Löwen häufig im Dorf unterwegs sind und scheinbar gerne Jadg auf die Hunde machen. Wir sind schockiert, haben wir doch einen eigenen Hund und könnten uns gar nicht vorstellen, ihn zu verlieren. Für unseren Poler hingegen war es ganz natürlich, dass das passiert und lachend erklärt er uns, dass die Leute Dorf eben wegen dieser Löwen jedes Jahr auf neue Hunde aus anderen Gebieten kaufen müssen. Nach einer kurzen Strechpause mit Aussicht auf Elefanten machen wir uns wieder auf den Weg zurück und um 18 Uhr sind wir wieder im Camp.
Auf unserem Fußweg zurück zum Camp treffen wir die Fomies wieder und unterhalten uns nett miteinander. Diesmal scheint es das letzte mal zu sein, dass wir uns sehen, denn nun geht es für uns in verschiedene Richtungen weiter. Zurück auf dem Camp machen wir ein Feuer und lassen uns Stockbrot schmecken, dass wir mittags vorbereitet haben. Und wieder stellen wir fest, dass wir zu wenig Mehl eingepackt haben 😄
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202526. Sept. 2025 ·
26.08.25 - Mbudi Campsite Nach einer wieder sehr warmen Nacht mit einem sehr laut schmatzenden Hippo in der Nähe machen wir uns früh am Morgen auf den Weg zur Magotho Area für unseren Morning Drive. Die Strecke von Mbudi nach Magotho kommt uns mit jedem Mal fahren kürzer vor und im ersten Teil finden wir zwar meistens nicht so viele große Tiere, aber dafür immer wieder einige Vögel, die wir versuchen im Flug zu erwischen. Da wir da noch nicht so geübt sind, gelingt uns das eher selten, sodass wir von diesem Morgen zwar einige missglückte Versuche haben, aber keines, das es Wert es zu teilen. Dafür sehen wir eine kurze Zeit später einen Affen beim Fressen.
An diesen Morgen fällt uns wieder auf, dass zu unserer Zeit in Khwai morgens nichts los ist. Abends sind deutlich mehr Autos unterwegs als in den Nationalsparks, aber morgens ist es hier (zum Glück) sehr ruhig. Und so kommt es auch, dass wir die folgende Sichtung fast die ganze Zeit für uns hatten. Wir haben die Löwen wieder gefunden und haben fast 3 Stunden mit ihnen verbracht. Das war bis zu diesem Zeitpunkt unsere mit Abstand beste Löwensichtung, die wir je hatten. Wir hätten den kleinen sicher noch viele Stunden lang zusehen können, aber als wir schließlich gefahren sind, war es schon ziemlich heiß und die Löwen haben es sich im Schatten bequem gemacht. Sicherlich ist auch das Spielen nicht ganz unanstrengend gewesen.
Zurück auf der Campsite haben wir entspannt und bemerken eine Herde Wasserbüffel in der Nähe und als wir uns zum Duschen auf den Weg zu den Ablutions machen, läuft uns auch ein Elefant über den Weg, den wir mit großem Abstand umgehen. Die Nähe zur Natur und den Tieren gefällt uns hier wirklich sehr gut und immer klarer wird unser Wunsch zurück nach Botswana zu kommen. Zum Mittag machen wir nochmals Pizza und wir genießen die Zeit.
Gegen 15:30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg in die Magotho Area für einen Sunset Drive. Anders als an unserem ersten Sunset Drive hier, sehen wir wesentlich weniger Tiere, keine Antilopen und keine Zebras weit und breit. Dafür sehen wir in der Nähe des bei Tracks4Africa eingezeichneten Hippo Pools die Löwen wieder. Anders als morgens sind wir aber leider nicht alleine bei den Löwen, sondern wir zählen über 15 Autos und daher ist es nicht so einfach einen Platz zu finden, der eine gute Sicht auf die Löwen ermöglicht. Das ist uns sogar schon fast zu viel Trubel. Dazu kommt noch, dass die Löwen nicht in der Laune sind, sich zu bewegen. Klar ist es trotzdem toll über 10 Löwen mit jungen zu sehen, aber die Sichtung von heute morgen hat uns ein wenig verwöhnt. Deswegen sind wir froh, dass eine recht große Herde Elefanten auf der anderen Seite des Flusses auftacht, im Wasser spielt und schließlich den Fluss auf unsere Seite quert. Die Löwen hingegen bleiben bis nach dem Sonnenuntergang im Schatten liegen, was wir bei Temperaturen von über 30°C auch gut verstehen können.
Auf dem Weg zurück nach Mbudi machen wir noch eine weniger schöne Erfahrung. Aus der Ferne sehen wir mehrere OSV auf der Hauptstraße stehen. Langsam nähern wir uns und als wir da sind fragen wir, ob wir irgendwie helfen können. Wir werden gefragt, ob ein Arzt unter uns ist, was wir verneinen müssen und einer Guides bedankt sich herzlich, aber sagt, dass wir dann nicht helfen können. Als wir weiter fahren, sehen wir, dass ein alter Mann einige Wunde an Kopf und Oberkörper hat, die gerade verbunden worden. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber wir vermuten, dass der Mann nach einem Schlagloch aus dem Auto gefallen sein muss.
Abends sitzen wir noch am Feuer und freuen uns über den so erfolgreichen Tag, besonders Jana ist total glücklich über die schönen Löwensichtungen. Der Mann ist aber auch mehrmals Gesprächsthema und wir fragen uns, wie es ihm wohl geht.
Hallo ihr zwei, danke für euren tollen Reisebericht! Wir sind nächstes Jahr 2 Wochen in Botswana unterwegs (unter anderem auch Third Bridge) und freuen uns jetzt umso mehr 🙂 Ein wenig neidisch bin ich auf die Kameraausrüstung 😛 Liebe Grüße, Nadine
Hallo Jana und Michi, was für eine schöne und beneidenswerte Reise. Die Eindrücke die ihr schildert, die sensationellen Fotos, davon kann man gar nicht genug haben. Ich freue mich sehr, dass ihr eure Erlebnisse mit uns teilt. Vielen Dank und liebe Grüße, Silvia
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202502. Okt. 2025 ·
CuF schrieb:Guten Morgen, was für ein beneidenswertes Erlebnis Ihr mit den Löwen hattet - tolle Fotos. Ich bin begeistert !
Du schreibst:
und bemerken eine Herde Wasserbüffel
Klugsch….modus an: Wasserbüffel (Bubalus arnee)
Kaffernbüffel (Syncerus caffer) Klugsch…..modus aus
Danke für den tollen Bericht!
Schön, dass dir die Fotos gefallen!
Oh, ja, stimmt natürlich, dass wir Kaffernbüffel und keine Wasserbüffel gesehen haben! Danke für die Ergänzung 🙂
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202502. Okt. 2025 ·
27.08.25 - Mbudi Campsite -> Savuti Campsite
Nach einer weiteren ruhigen Nacht in Mbudi war unser Plan in der Magotho Area einen Morning Drive zu machen und dann weiter nach Savuti zu fahren. Also sind wir um 5:45 Uhr aufgestanden und waren bereits um 6:10 Uhr auf dem weg nach Magotho. Als wir ankamen, haben wir direkt Vogel-Glück gehabt und zwei bisher unbekannte Vogel (leider nicht perfekt) erwischt.
Laut Google ein Goldbugpapagei?
Spornkuckuck?
Wir sind glücklich über diese Sichtung und fahren weiter. Viele Tiere sehen wir auch an diesem Morgen nicht, aber dafür haben wir unheimlichen Glück und finden die Löwenfamilie wieder! Diesmal liegen sogar die 4 Männchen ein wenig abseits der Familie. Darüber hinaus haben die Löwen in der Nacht wohl einen Kill gemacht und sind noch mit den Überresten beschäftigt. Genau erkennen, was die Löwen hier gefangen haben, wissen wir nicht, aber den Hörnern nach zu urteilen, tippen wir auf einen Gnu. Vielleicht kann das ja jemand genauer bestimmen. Es war sehr schön vor allem den Kleinen zuzuschauen, wie sie mit den Knochen und Hörner spielen. Auch die Erwachsenen haben teilweise mitgemacht.
Die Löwen haben diese Pose eine ganze Zeit lang gemacht. Weiß vielleicht jemand, was dieses Verhalten bedeutet?
Nachdem wir die Löwen (fast als einziges Auto) weit über eine Stunde lang beobachten durften, sind sie weiter gezogen und wir sind ihnen nicht mehr gefolgt, weil wir eine lange Fahrt vor uns hatten. Trotzdem sind wir noch eine Weile geblieben und haben das Schauspiel danach bewundert. Neben zwei großen Greifvögeln, die wir nicht eindeutig bestimmen konnten, haben wir auch einen äußerst unsicheren Schakal dabei beobachten dürfen, wie er sich an den Resten zu schaffen macht.
Um kurz nach halb 10 haben wir uns schließlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Weg nach Savuti gemacht. Einerseits freuen wir uns darauf ein neues Gebiet zu erkunden, andererseits hätten wir gerne noch mehr Zeit mit den Löwen in Khwai verbracht. Nachdem wir sehr viel negatives über die Strecke gehört haben, waren wir uns unsicher, wie lange die Fahrt wohl dauern würden. Als wir am Gate ankamen, haben wir nochmal nachgefragt, ob die Tankstelle in Muchenje wirklich geöffnet hat. Das Personal am Gate war sichtlich von unserer Frage verwirrt und hat uns versichert, dass die Tankstelle immer geöffnet ist. Wir waren froh und man hat uns ohne unser Nachfragen gesagt, dass wir unbedingt die Marsh Road nehmen sollen. Dem sind wir natürlich gefolgt und wir waren begeistert, wie einfach die Strecke zu fahren war. Wahrscheinlich war diese Strecke sogar die am besten zu fahrende Strecke auf unserer Reise. Landschaftlich schön war sie auch und sogar wenige Tiere haben wir entlang der Strecke gesehen. Auf dem Weg haben wir auch gleich in der Nähe vom Camp das Marabou Wasserloch mitgenommen. Dort angekommen haben wir allerdings nur einen einsamen Elefanten beim Trinken vorgefunden und sind deshalb nur kurz geblieben.
Generell war die Landschaft in Savuti eine willkommene Abwechslung zu dem, was wir vorher in Khwai und im Moremi gesehen haben. Auch die Auswahl an Game-Drive Strecken kam uns hier enorm groß vor, sodass wir extrem froh waren in Savuti auf Rat des Forums nicht nur eine, sondern zwei Nächte zu verbringen. Sonst hätten wir mit Sicherheit das Gefühl gehabt, hier etwas verpasst zu haben. Gegen 12:15 Uhr kommen wir bereits am Camp an. Der Check funktionier hervorragend und der Parkranger erzählt uns, dass am Morgen am Wasserloch auf der Pump Pan direkt vor dem Camp udn am Wasserloch in Rhinovlei Löwen gesehen haben. Wir sind glücklich und hoffen am Abend eben diese Löwen zu sehen. Außerdem gibt es hier für 8 Dollar am Tag WiFi und einen kleinen Shop. Wir finden die Ruhe ohne Handyempfang aber sehr entspannend und denken gar nicht darüber nach das WiFi zu kaufen. Wir haben Campsite CV10 udn weil es noch recht früh ist, haben wir noch jede Menge Zeit ein Curry zu kochen und Wäsche zu waschen. Die Ablutions in Savuti haben uns richtig beeindruckt und waren mit Abstand die schönsten und saubersten auf unserer Reise. Im Camp haben wir uns gleich wohl gefühlt.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202502. Okt. 2025 ·
Gegen 15:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Sunset Drive. Wir fahren das Wasserloch an der Pump Pan ab und finden leider nur gähnende Leere vor. Deswegen machen wir uns direkt weiter auf den durchaus langen Weg zu Rhinovlei Pan und sehen auf dem Weg dorthin nur einige Antilopen. Am Wasserloch angekommen, sehen wir einige Autos und Elefanten, die Wasser trinken.
Natürlich sind die vielen Autos aber nicht wegen den Elefanten da, sondern wegen Löwen, die tatsächlich wieder da sind. Haben wir ein Glück! Wir haben zwar gehofft auf dieser Reise Löwen zu sehen, aber hätten nie gedacht, dass wir so oft an so vielen Orten Löwen sehen würden. Wir sind überglücklich und kurz nach usnerer Ankunft erscheint ein Kudu am Wasserloch und nachdem es getrunken hat, entfernt es sich nichtsahnend davon. Die Löwen (es waren mehr als wir zunächst gedacht haben) waren verteilt und leider hat ein junger Löwe viel früh die Verfolgung des Kudus aufgenommen. Das Kudu war noch zu weit weg und konnte problemlos fliehen. Trotzdem ist der junge Löwe eine große Strecke hinterher gelaufen udn kam erst einige Zeit später zurück. Das war zwar nicht die spektakulärste Jadg überhaupt, aber gerade für mich war diese Sichtung wirklich cool, hatte ich doch gehofft so etwas auch einmal mit eigenen Augen und nicht nur auf Youtube zu sehen 😄
Weil wir noch nicht so gut einschätzen können, wie lange wir zurück brauchen, machen wir uns eher etwas zu früh auf den Weg zurück und verbringen den Sonnenuntergang an Pump Pan unweit des Camps. Leider ist auch jetzt kein Tier weit und breit zu sehen und wir erfreuen uns über den Sonnenuntergang.
Den schönen Tag lassen wir an einem Lagerfeuer ausklingen und gehen dann zufrieden in unser bequemes Dachzelt.
Hallo BotsJM, zu dem "Flehmen" der Löwen - auf diese Weise nehmen Sie Gerüche auf, um es in ein Organ im Gaumen zu leiten und zu "analysieren". So erhalten Sie z.B. Informationen über Paarungsbereitschaft von Females und Infos über andere Tiere. Das "Flehmen" ist bei Säugetieren weit verbreitet. Das Beutetier war tatsächlich ein Gnu. Von Euren weiteren Löwenfotos bin ich total geflasht! Gruß Friederike
Hallo , auch ich bin total begeistert über eure Löwensichtungen . Da war ja unser einsame Löwe in Savuti nichts dagegen . LG Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202516. Okt. 2025 ·
CuF schrieb:Hallo BotsJM, zu dem "Flehmen" der Löwen - auf diese Weise nehmen Sie Gerüche auf, um es in ein Organ im Gaumen zu leiten und zu "analysieren". So erhalten Sie z.B. Informationen über Paarungsbereitschaft von Females und Infos über andere Tiere. Das "Flehmen" ist bei Säugetieren weit verbreitet. Das Beutetier war tatsächlich ein Gnu. Von Euren weiteren Löwenfotos bin ich total geflasht! Gruß Friederike
Hallo Friederike,
vielen Dank für die interessanten Informationen! 🙂
Viele Grüße Jana & Michi
BOBotsJMThemenstarter31 Beiträge · seit 202516. Okt. 2025 ·
Nach einer zu langen Pause geht es heute endlich weiter!
28.08.25 - Savuti Campsite Nach einer angenehmen Nacht stehen wir noch im Dunkeln auf, statten den Ablutions noch einen kurzen Besuch ab und fahren direkt zum Wasserloch in der Nähe des Camps. Drei mal dürft ihr raten, welches Tier wir hier treffen: Richtig, einen Löwen! Diesmal einen einsamen männchen Löwen, der es sich am Wasserloch bequem gemacht hat. Anfangs hatten wir ihn für uns, aber schon nach wenigen Minuten kamen die ersten anderen Autos, woraufhin sich der Löwe ein ruhigeres Plätzchen gesucht hat und aus unserem Blickfeld verschwunden ist
Also sind auch wir weiter zu den Savuti Plains gefahren. Zwei der Wasserlöcher hatten Wasser, das zugegebenermaßen nicht so einladend aussah. Trotzdem sehen wir aus der Ferne eine große Hyäne, die mit einigen Schakalen unterwegs war. Sie waren ziemlich unterwegs und wir haben uns schwer getan, ihnen zu folgen.
Nach einiger Zeit verlassen auch sie den uns zugänglichen Bereich und wir fahren weiter zum Baobab Forest. Schon kurz nachdem wir die Savuti Plains verlassen haben, sehen wir rechts vom Weg zwei weitere Tiere. Na, wer errät, um welche Tierart es sich handelt?
Die beiden Löwinnen scheinen komplett unterschiedliche Pläne zu haben. In der Ferne nähert sich ein Schakal und eine der Löwinnen beginnt aufmerksam in Richtung des Schakals zu schleichen. Der Schakal nähert sich und es liegt Spannung in der Luft bis.. die zweite Löwin verschlafen aufsteht, sodass der Schakal die Löwinnen sieht, wegläuft und in einem großen Bogen die Löwinnen passiert. Die launernde Löwin bricht ihr lauerndes Verhalten ab und legt sich hin. Die andere, humpelnde Löwin kommt dazu und kuschelt ein wenig.
Nachdem der Schakal die Löwen passiert hat, trifft er die Hyäne und einen weiteren Schakal und wir denken, dass es die gleichen Exemplare sind, die wir vorher gesehen haben. Auch die Löwinnen schauen, was dort passiert.
Als das Schauspiel vorbei war, fahren wir schließlich wirklich weiter bis zum Baobab Forest, der uns landschaftlich sehr gut gefällt. Tiere sehen wir aber keine.
Weiter ging es zum Rhinovlei Wasserrloch, bei dem wir uns erhofft haben, die Löwen von gestern wieder zu sehen. Damit hatten wir auch nochmals Glück, das kleine Löwenrudel war noch immer da und lag in sehr schlechtem Licht entfernt auf einem Termitenhügel. Deswegen haben wir gar keine Fotos von den Löwen gemacht. Stattdessen war es richtig interessant zu sehen, wie sich die anderen Tiere beim Trinken verhalten, wenn Löwen in der Nähe sind. Als erstes kam ein unglaublich unsicherer Strauß und hat Minuten gebraucht, um sich zu trauen zu trinken. Danach kam eine ebenfalls stark verunsicherte Herde Impalas zum Trinken. Die Löwen haben sich allerdings nicht bewegt, sodass wir uns auch wegen der fortgeschrittenen Zeit zurück zum Camp begeben haben.