Hoi zämä
BikeAfrica schrieb:Im Mittelalter war z.B. der Stand der Wissenschaft, dass die Sonne um die Erde kreist.
Es stellt sich da natürlich auch die Frage was Wissenschaft denn genau ist beziehungsweise wie sie definiert wird.
Im Mittelalter wurde wohl eher nicht von Wissenschaftlern gesprochen, sondern eher von Geleerten, die meist alte, nicht (nach heutigem Verständnis) wissenschaftlich bestätigte Theorien und Schriftstücke (z.B. Bibel) als Fakten darstellten.
Überprüft und hinterfragt wurde nur von Wenigen.
Geglaubt aber von Vielen.
Nur hat Wissenschaft nach heutigem Verständnis wenig mit Glauben zu tun sondern mit Theorien bilden und möglichst alle anderen Möglichkeiten ausschliessen oder, falls möglich, beweisen dass die Theorien mehrfach unter kontrollierten und überprüften Bedingungen zum genau gleichen Ergebnis führen.
Wie zum Teil schon geschrieben wurde ist das messen von Temperatur, rel. Luftfeuchte, Regenmenge, Sonneneinstrahlung usw keine Raketenwissenschaft, das Niederschreiben dieser Messwerte ebenfalls nicht.
Das sind zwar nicht zu 100% Fakten, weil ja jemand etwas falsch ablesen könnte usw, aber die Wahrscheinlichkeit dass dabei viele gleichzeitig denselben Fehler machen ist gleich null.
Also kann mans, wie z.B. auch Einsteins Relativitätstheorie, als mehr als nur wahrscheinlich zutreffend, jedoch nicht zu 100% sicher erwiesen betrachten.
Gewissen Leuten reicht es halt wenn auch nur die geringste Möglichkeit besteht dass man etwas in Frage stellen kann, bei gewissen Leuten muss diese Frage noch nicht mal Sinn ergeben um zu behaupten dass das in Frage Gestellte unwahr ist.
Anders kann ich mir die eine oder andere Verschwörungstheorie nicht erklären.
Was wir übers Klima mit deutlich über 99-Prozentiger Sicherheit wissen: Es änderte sich über die gut vier milliarden Jahre langsam, aber stetig. Aber seit der Industrialisierung ändert es sich schnell, schneller als je zuvor.
Natürlich kann man dafür viele Gründe nennen, die zum Teil sogar richtig sind.
Aber man sollte halt nicht zufrieden sein wenn man einen einzigen Grund (hier wurde z.B. gesteigerte Sonnenaktivität genannt) benannt hat!
Erst recht nicht wenn sich dieser Grund schon nachweislich mehrmals ereignet hat ohne dass dieselben Folgen nachzuweisen waren...ich für mich geh dann davon aus dass dies einer von mehreren Gründen sein kann, aber nicht zwingend einer und schon gar nicht der einzige Grund sein muss.
Andere sehen das aber anders als ich.
Jedem das Seine.
Schlimm wirds nur wenn jemand etwas, was nicht zu mindestens 99% erwiesen ist, als Tatsache darstellt.
Und das tun halt viele Leugner des menschengemachten Klimawandels.
Denn, wie auch schon angedeutet wurde, ist es nicht möglich zu beweisen dass sich dieser Klimawandel ohne unser Zutun wieder zurück bewegt.
Wohl noch nicht mal mit unserem Zutun...
Aber wir können das, was die Wissenschaft annimmt, der Hauptgrund zu sein, verringern.
Sei es indem wir vermehrt auf erneuerbare Energieen setzen, sei es indem wir diese aktuelle Wegwerfmentalität hinterfragen und die Dinge (Autos, Telefone, Möbel usw) länger nutzen oder ertüchtigen (Häuser, Installationen usw) und dabei die graue Energie nicht aus den Augen verlieren.
Auch unsere Industrie kann davon profitieren, wenn sie sich weniger auf 'wegwerfen und neukaufen' sondern mehr auf 'durchdachtere Lösungen suchen' einstellt.
Sei es Photovoltaik, sei es der 'Salzakku' (z.B. Natrium-Ionen-Akkumulatoren), sei es dass man alte Technologien wie Pumpspeicherkraftwerke tagsüber mit PV-Strom bedient, den man zu Spitzenzeiten und nachts wieder verstromern kann.
Was verlieren wir wenn wir mit der Annahme des menschengemachten Klimawandels falsch liegen?
Meiner Meinung nach nichts...ausser eine Vermehrung der Wetterextreme, aber die wollen wir ja auch gar nicht haben. odrr?
Was können wir gewinnen? Vielleicht eine lebenswertere Zukunft?
Und an die, welche nun mit Kosten usw kommen: Es kostet viel weniger z.B. wie ich nur alte, eher sparsame Autos zu fahren als immer wieder ein neues Auto zu kaufen, und nebst viel Geld erspart man sich und seiner Umwelt viel CO2-Aequivalente. Man muss ja nicht zurück auf die Bäume, es reicht wenn wir uns einfach mal hinterfragen ob wir wirklich immer das Neueste haben müssen...und schon ist viel CO2-Aequivalent eingespart, das uns nicht kostet und vielleicht in Zukunft weniger Extremwetter erleben lässt.