Folgen der Erderwärmung für Botswana

50 Antworten · 3’282 Aufrufe · gestartet 30. Apr. 2024 von tacitus
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1’222 Beiträge · seit 201003. Mai 2024 ·
waterlike schrieb:@swakop52:
wer Wahrheiten, die unbequem sind , nicht hören möchte hat seine Meinung. Die evidenzbasierte Forschung spricht eine klare Sprache.
Der Klimawandel ist menschgemacht. Da ändert auch deine Meinung nichts daran. aber klar, es ist immer einfacher für sein Handeln keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Sorry, aber ich kann das einfach nicht mehr hören... und später dann jammern wenn es hart auf hart kommt....
Lieber Waterlike, vielen Dank für die Ansprache.
Ich darf wohl ganz bescheiden äußern, daß wir ALLE mal wieder lernen müssen, auch die Meinung des Anderen zu akzeptieren.
Dein evidenzbasiert kommt von einer Gruppe Wissenschaftler die konträr stehen zu meinem evidenzbasiert der anderen Gruppe Wissenschaftler.
Ich habe meine Meinung, Du hast Deine Meinung, egal ob Du es noch hören kannst oder nicht. Woran auch die Moralkeule nichts ändern wird.
Es ist genauso wie bei Corona und den Spritzen, wo nur die Zukunft zeigen wird ob und wie wer vorzeitig stirbt oder nicht stirbt. Vielleicht Du, oder vielleicht ich?
Also lassen wir es dabei, denn weder Du noch ich werden wohl irgendwelche Auswirkungen von zu viel oder zu wenig CO2 in diesem Leben erleben. Die Pflanzen benötigen das CO2, und wir den Sauerstoff den die Pflanzen produzieren. Mit oder ohne Schnappatmung von irgendeiner Seite.
Also hast Du Deine Meinung, und ich habe meine Meinung, auch wenn wir beide uns einbilden, exklusiv Recht zu haben.
Ich beende das Thema meinerseits auf der diesseitigen Hälfte.
Dennoch ein schönes Wochenende!
Nette Grüße,
H.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
7’359 Beiträge · seit 200604. Mai 2024 ·
Maecs schrieb:
ich für mich glaube schon, dass die derzeitige Entwicklung "menschengemacht" ist. Ich glaube aber auch, dass die Entwicklung global gesehen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu stoppen sein wird, umzukehren auf keinen Fall.

Ich bin mir nicht sicher, ob es ohne die Menschheit keine Klimaerwärmung gegeben hätte, aber ich gehe davon aus, dass es deutlich langsamer verlaufen wäre und würde.
Über viele Millionen von Jahren entstanden Kohle und Erdöl und innerhalb von 150 Jahren wurde eine Menge davon verbrannt. Das bedeutet, es wurde in wenigen Jahrzehnten CO2 freigesetzt, welches über Millionen Jahre gebunden wurde. Jetzt ist es zudem so, dass die nördlichen Gebiete der Erde, also die nördlichen Regionen Canadas, Alaskas, Sibiriens und des restlichen Russlands stärker erwärmen als der Durchschnitt. In den dortigen Permafrostgebieten sind große Mengen Methan gebunden, die durch das Auftauen die Erderwärmung weiter beschleunigen werden und zwar vielfach wirksamer als CO2.
Wahrscheinlich erleben wir gerade erst den Beginn einer erdgeschichtlich sehr spannenden Periode. Das Ende bekommen wir nicht mehr mit.

Vor ein paar Jahren hat man im Namen des Volkes Geldes eine sog. Umweltprämie eingeführt, die im Sprachgebrauch Abwrackprämie genannt wurde. Man bekam für den Kauf eines neuen "umweltfreundlichen" Autos eine Kaufprämie, wenn man sein "altes" Auto verschrotten ließ.
Es ging dabei nie um die Umwelt, sondern um die Wirtschaft und somit um Geld. Der größte Teil der Schadstoffe in der Lebenszeit eines Autos gelangt während der Produktion in die Umwelt. Für die Umwelt ist es also besser, ein bereits produziertes Auto so lange wie möglich zu nutzen.
Die Politik hat den Bürgern vorgelogen, dass es für die Umwelt besser wäre, ein neues Auto zu kaufen. Viele haben Autos verschrotten lassen, die noch zehn Jahre hätten genutzt werden können.
Dass die Politik die Bevölkerung öfter belügt, um sie in eine Richtung zu lenken, kann man ja auch in den freigeklagten RKI-Files zur Corona-Zeit nachlesen, wenn man sich die Mühe macht (macht ja kaum jemand).

Fatal ist, dass sich die Klimaänderungen gerade in den Regionen und Ländern der Erde am stärksten auswirken, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Das sind meist Länder, in denen die Bevölkerung in der Regel sowieso schon unter schwierigen Bedingungen lebt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
6’434 Beiträge · seit 201104. Mai 2024 ·
Hoi zämä
Swakop52 schrieb:glaube mir, ich kenne den Unterschied zwischen "Quadrat"kilometer und "Kubik"kilometer ***lach
Umso bedenklicher ist dadurch Deine Aussage!
Denn wenn Du den Unterschied kennst dann frag ich mich warum Du die sich vergrössernden km2 nennst, die sich dabei aber verkleindernden km3 nicht nennst. Ein Schelm wer da die Absicht Falschinfos zu verbreiten vermutet...
Swakop52 schrieb:Dein evidenzbasiert kommt von einer Gruppe Wissenschaftler die konträr stehen zu meinem evidenzbasiert der anderen Gruppe Wissenschaftler.
Die eine Gruppe besteht aus etwa 99% der Wissenschaftler, die sich lieber der Wissenschaft widmen statt sich in Youtoubevideos und Ähnlichem wichtig zu machen, die andere Gruppe ist Deiner Meinung und tut das über die diversen Kanäle lauthals kund...aber jeder darf sich darüber seine Meinung bilden, nur sollte er dabei auch bedenken dass seine Meinung eben nur das ist: Seine Meinung!
Und die entspricht nicht zwingend den Tatsachen.
Dabei kann man bei vielen dieser 'wissenschaftlichen' Beiträge recht einfach erkennen dass etwas Wahrheit mit viel Interpretation und Fantasie sowie übertriebener Selbstsicherheit (man kann auch Selbstkritiklosigkeit sagen) zu einem konträr zur allgemeinen Erkenntnis der Wissenschaft stehenden Ergebnis führt.
BikeAfrica schrieb:Es ging dabei nie um die Umwelt, sondern um die Wirtschaft und somit um Geld. Der größte Teil der Schadstoffe in der Lebenszeit eines Autos gelangt während der Produktion in die Umwelt. Für die Umwelt ist es also besser, ein bereits produziertes Auto so lange wie möglich zu nutzen.
Die Politik hat den Bürgern vorgelogen, dass es für die Umwelt besser wäre, ein neues Auto zu kaufen. Viele haben Autos verschrotten lassen, die noch zehn Jahre hätten genutzt werden können.
So ist es!
Auch darum ist meine Fahrzeugflotte im Schnitt 30,5 Jahre alt...wobei mein meist gefahrenes Auto ein Cabrio von 23 Jahren ist. Keine Probleme, kein übermässiger Verbrauch, gute Abgaswerte und kaum Wertverlust.
Aber halt auch nicht immer die neuesten (meist unnötigen) Ausstattungen.

Die Politik lügt aber auch bei anderen Dingen, so ist der Katalysator beim besten Willen keine Massnahme für die Natur, eher eine dagegen. Nicht wie viele Möchtegernwissenschaftler behaupten weil sich die Schadstoffe darin sammeln und er darum zum gefährlichen Sondermüll wird (Quatsch, ein Kat ist kein Filter) sondern weil er Mehrverbrauch und damit mehr CO2 generiert. Aber er schützt uns Lebewesen vor einigen ungesunden Abgasen, ist also durchaus lobenswert, aber eben nicht wie es uns die Politik weiss machen wollte ein Naturschutzprojekt.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2024
220 Beiträge · seit 201504. Mai 2024 ·
picco schrieb:
Und jetzt fallt über mich her...
Guten Morgen zusammen,

als ich das gelesen hatte, war ich hochgespannt, was denn nun kommen würde. Ich persönlich versuche dieses Thema tunlichst zu vermeiden, sind doch diese Diskussionen im Regelfall genauso emotional und aggressiv wie unsachlich und unwissenschaftlich. Bis auf wenige Ausnahmen, hat sich das hier auch gezeigt.

Ich habe mal gegoogelt, es gibt verschiedene Umfragen zur Meinung in Deutschland, ich nehme mal die von Statista: Rund 2/3 der Deutschen glaubt an einen menschverursachten Klimawandel, gut 20% nicht. Was mich in den Diskussionen immer massiv stört, ist, dass häufig diese gut 20% als gewissenlose Umweltverschmutzer dargestellt werden und die rund 2/3 als die Gutmenschen. Nur weil jemand nicht daran glaubt, verpestet er nicht automatisch die Umwelt, genauso wie die anderen auch nicht per Segelboot nach Walvis Bay ihre Namibia-Reise antreten. Es gibt genügend von der ersten Sorte, die aus Umweltgründen ein E-Auto fahren und eine PV-Anlage auf dem Dach haben, wie auch genügend von der zweiten, die sonntags mit ihrem Truck zum 300m entfernten Bäcker fahren.

Übrigens kann man aus meinem Appell nicht meine Meinung zu dem Thema rauslesen, also fallt jetzt nicht über mich her... 😉

Viele Grüße

Marc
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2024
Themenstarter1’181 Beiträge · seit 202204. Mai 2024 ·
Hätte ich die gerade gelaufene „Debatte“ anzetteln wollen, hätte ich
„Folgen des Klimawandels oder der Klimakrise odgl. für Botswana“
getitelt und nicht
„Folgen der Erderwärmung für Botswana“.

Denn Ersteres geht subjektiv über das evidente Letztere hinaus.
Hat aber nix geholfen.

So hat man zwar nix zum eigentlichen Thema (dazu)gelernt aber dafür ein Lehrstück in Kaperung eines (Sach)Themas mit polemischen und demagogischen Mitteln erlebt.
War irgendwie auch interessant, Swakop52. Ich kann aber drauf verzichten, weil (mir) bekannt ist, wie sowas funktioniert. Dein Geschäft beherrscht du jedenfalls.

PS:12:15 man hätte das verlinkte ppt auch einfach nur als Sachinformation betrachten können und basta.
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2024
1’778 Beiträge · seit 200704. Mai 2024 ·
@tacitus: Es gibt einfach Sachen, über die keine Einigung zu erzielen ist. Klima, Covid, Migration, Ukraine, Gender, um nur die wichtigsten zu nennen. Ich sage nicht, dass so was in einem Reiseforum nicht diskutiert werden sollte, aber es bringt nichts. Die Spaltung in der Bevölkerung zu diesen Themen ist einfach da, und m.E. derzeit nicht überbrückbar. Das "Meinungsklima" ist zu aufgeheizt.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
7’359 Beiträge · seit 200604. Mai 2024 ·
Champagner schrieb:SWR1-Leute: "So schützt ihr euch vor Verschwörungstheorien und Desinformation":

https://www.swr.de/swr1/swr1leute/holm-gero-huemmler-ueber-verschwoerungstheorien-mythen-fake-news-und-wissenschaft-100.html

Dieser Artikel geht leider von der Voraussetzung aus, dass die von der Regierung verbreite Info automatisch die richtige ist. Das Genau ist der Fehler daran und da fängt gleich zu Beginn der Hamster an zu humpeln. Die Wissenschaft zeigt immer nur die Mehrheitsmeinung zum Zeitpunkt X. Die Minderheitenmeinung wird unterdrückt, stellt sich aber manchmal später (manchmal auch sehr viel später) als die richtige heraus.
Im Mittelalter war z.B. der Stand der Wissenschaft, dass die Sonne um die Erde kreist. Johannes Kepler (als Beispiel) wurde auch angefeindet, als er sagte, dass es umgekehrt sein müsse und seine Theorien wurden verneint und belacht, haben sich aber letztlich bestätigt und heute kann man nachmessen, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen. Die Flacherdler bestreiten das natürlich nach wie vor, aber dagegen kann man dann wirklich nicht mehr argumentieren.

Bei der ganzen Klimageschichte ist zu bedenken, dass das ganze Thema extrem komplex ist und die besten Wissenschaftler noch nicht alle Zusammenhänge kennen. Klima ist ja -einfach zusammengefasst- langfristig aneinander gereihtes Wetter und schon beim Wetter ist es extrem kompliziert, die Entwicklung zu berechnen. Der deutsche Wetterdienst in Offenbach hat ein ziemlich leistungsfähiges Rechenzentrum, aber selbst deren Vorhersagen gehen ja von bestimmten Parametern als Basis für Berechnungen aus. Die beruhen auf Annahmen nach bisherigem Kenntnisstand, können also ziemliche Fehler enthalten, über die man vielleicht in 300 Jahren lachen wird.

Was Botswana angeht aber auch andere Länder im südlichen Afrika, in der Sahelzone, in Nahost, in Südamerika, Zentralasien und letztlich auch Europa, werden sich aufgrund der Klimaänderungen große Änderungen ergeben. Wodurch sie letztlich ausgelöst wurden, wird irgendwann niemanden mehr interessieren, weil man das nicht mehr zurückdrehen kann. Es wird nur noch interessieren, wie man damit umgehen kann.
Die Klimaänderung ist nicht zu verkennen. Ich wohnte Jahrzehnte bei Wiesbaden. In den 50er Jahren war der Rhein im Winter regelmäßig dick zugefroren (das kenne ich nur noch aus Filmaufnahmen). Da wurden Karussells aufgebaut und Autos fuhren drüber. In meiner Kindheit und Jugend lag im Taunus im Winter Schnee - monatelang. Ich bin jeden Tag nach der Schule zum Skilanglauf gegangen. Das ist seit 20-30 Jahren nicht mehr möglich. Wenn es mal schneit, ist der Schnee nach paar Tagen weg. Da werden keine Loipen mehr gespurt. Starkwetterereignisse häufen sich. Innerhalb von zwei Jahren ist der der Keller zweimal vollgelaufen, davor 50 Jahre nie.

Was die genannten Verschwörungstheorien angeht, verweise ich mal auf die letzten Jahre. Die freigeklagten RKI-Files beweisen, dass die offiziellen Regierungsangaben nicht immer richtig sind. Was Gesundheitsminister Spahn im Herbst 2021 als neue Erkenntnisse zum Coronavirus bekanntgab, steht bereits in einem Buch über alle bekannten Viren, die Menschen betreffen können, aus dem Jahr 2015. Coronaviren an sich sind ja schon seit ca. 1965 bekannt. Die meisten Eigenschaften auch.
Diese Sachlage lässt zwei Möglichkeiten der Interpretation offen und beide gefallen mir nicht.
1. Die Bundesregierung hat die Bevölkerung bewusst belogen.
2. Die Bundesregierung inkl. Gesundheistminister, RKI, Drosten, Wieler und allen sog. Experten hatten keine Kenntnis von seit sechs Jahre lang veröffentlichten Erkenntnissen genau zu diesem Problem auf ihrem Fachgebiet. Würde ich auf meinem Fachgebiet sechs Jahre Entwicklung verschlafen haben, würde ich heute im Keller des Fuhrparks Autobatterien zählen ... 😉
Dazu kommt, dass die Bundesregierung unter BGM Rösler eine Studie zu genau diesem Thema in Auftrag gegeben und ein Ergebnis erhalten hatte, welches offenbar einfach in die Schublade gelegt wurde. Es wurde viel versäumt und deshalb wurde überhaupt erst der Grundstein für Verschwörungstheorien gelegt.

Und jetzt geht es noch weiter. Wir fahren jetzt nämlich dreigleisig. Wir haben die offizielle Darstellung der Politik. Wir haben dazu die Darstellung einer Gruppe Wissenschaftler, die eine andere Meinung auch fachlich begründen können und wir haben sog. Verschwörungstheoretiker, die weitere Aspekte ins Spiel bringen. Manche davon sind Quatsch, aber andere kann die Politik gar nicht entkräften.

Bis es hier so richtig rund geht, schaue ich den Radieschen von unten beim Wachsen zu. Die Gnade der frühen Geburt ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1’181 Beiträge · seit 202204. Mai 2024 ·
pollux schrieb:@tacitus: Es gibt einfach Sachen, über die keine Einigung zu erzielen ist. Klima, Covid, Migration, Ukraine, Gender, um nur die wichtigsten zu nennen. Ich sage nicht, dass so was in einem Reiseforum nicht diskutiert werden sollte, aber es bringt nichts. Die Spaltung in der Bevölkerung zu diesen Themen ist einfach da, und m.E. derzeit nicht überbrückbar. Das "Meinungsklima" ist zu aufgeheizt.
Guten Abend pollux,
der derzeitige (und ungebrochene) Trend zur fortschreitenden Erderwärmung, über alles aus historischer Zeit Bekannte hinaus , ist keine Ansichtssache sondern Faktum. Die Temperaturmessung ist keine Raketenwissenschaft. Außerdem hat Jederfrau/Mann reichlich eigene Beobachtungen und Belege dafür. Es gibt auch keine argumentierbaren Anhaltspunkte dafür, dass sich der Trend „von selber“ wieder abschwächen oder umkehren würde.

Diskutieren kann man also über den Umgang damit aber nicht über den Umstand per se. Es macht auch wenig Sinn über die Schwerkraft zu „diskutieren“. Ich habe auch überhaupt nicht zu einer Diskussion aufgefordert. Diskutiert wurde nur, weil obig grundsätzlich in Frage gestellt wurde.

Das „1,5 Grad Ziel“ für das Einschleifen der Erwärmung ist ja irgendwie abstrakt (weil ein globaler und zeitlicher Durchschnitt und PS: Bezugswert) und verschleiernd dafür, dass es REGIONAL auch sehr viel mehr ist und sein wird. Deswegen habe ich den Artikel eingestellt, weil eine wissenschaftliche Prognose dafür, was in Botswana unter erwartbaren Erwärmungsraten VORORT zu erwarten ist. Schließlich ist ja Botswana hier ein Objekt der Begierde der Afrikafahrer*. Also werden sie davon betroffen sein; die Lebensumstände der Einheimischen sowieso (die hier immer wenig Thema sind) aber auch die Tierwelt, wegen der alle hinfahren. Dass das langsame Prozesse sind, versteht sich von selbst, aber wenn sich jemand gerade ein Auto gekauft hat oder das plant, könnte es ab einem Jahrzehnt von jetzt schon unangenehm bemerkbar werden.
In vielen Küstenregionen der Welt, die früher Topinvestments waren, würde niemand mehr bei Sinnen die jetzt reihenweise billig angebotenen Immobilien kaufen. In Umkehr zur Wall Street heißt es: Sell low, buy high! 😮

*PS 1: in einem Spanien-Forum wären es halt die 40 Grad - Tage in Andalusien gewesen 😎 . Ich würde mich dem schon bei weniger nicht mehr aussetzen wollen (in meinem Alter sowieso nicht) und mein Reiseverhalten überdenken.
PS2: Zitat pollux: Es gibt einfach Sachen, über die keine Einigung zu erzielen ist. Jein, denn es gibt einfach Sachen, die naturwissenschaftlichen Regeln folgen und nicht demokratischem Wohlfühlkonsens 😎
PS 3: Du hast ein PN von mir
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2024
1’778 Beiträge · seit 200704. Mai 2024 ·
@tacitus: Es mag so sein, wie Du argumentierst. Aber das hilft nichts. Ich bin auch Naturwissenschaftler (Physik 1982). Aber "Follow the Science" führt in die falsche Richtung, hat man leider gesehen. Vieles an "der Wissenschaft" ist woke geworden. Get woke, go broke.
Was ist denn aus den Elite-Unis in den USA geworden?? Einstein würde sich im Grab umdrehen.
Deine PN war nur Dein Text im Forum?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
537 Beiträge · seit 202005. Mai 2024 ·
tacitus schrieb:
Diskutieren kann man also über den Umgang damit aber nicht über den Umstand per se. Es macht auch wenig Sinn über die Schwerkraft zu „diskutieren“. Ich habe auch überhaupt nicht zu einer Diskussion aufgefordert. Diskutiert wurde nur, weil obig grundsätzlich in Frage gestellt wurde.
Das kann ich so nicht erkennen. Ich glaube nicht, dass jemand hier die Erderwärmung in Frage stellt, nur ob sie menschengemacht ist und/oder ob die Maßnahmen dagegen wirklich sinnvoll sind.
Darüber kann man sehr wohl unterschiedlicher Meinung sein, das ist legitim und wäre in einer echten Demokratie sogar erwünscht, weil nur dann tatsächlich lösungsorientiert gearbeitet werden kann, im Gegensatz zu profitorientiert.
Jeder mit einem Hauch gesundem Menschenverstand muss sich doch fragen, wie wichtig den Briten beispielsweise (die ja an der Studie die hier verlinkt wurde beteiligt sind) die „Rettung des Klimas“ sein kann, wenn sie gleichzeitig einen Krieg vorantreiben, bei dem in wenigen Wochen mehr CO2 in die Luft ausgestoßen wird als von den Verbrennern in Deutschland in mehreren Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Wie logisch es da sein kann, dass Deutschland seine Wirtschaft deshalb zugrunde gehen lässt sollte jeder für sich beurteilen.
tacitus schrieb:
Das „1,5 Grad Ziel“ für das Einschleifen der Erwärmung ist ja irgendwie abstrakt (weil ein globaler und zeitlicher Durchschnitt und PS: Bezugswert) und verschleiernd dafür, dass es REGIONAL auch sehr viel mehr ist und sein wird. Deswegen habe ich den Artikel eingestellt, weil eine wissenschaftliche Prognose dafür, was in Botswana unter erwartbaren Erwärmungsraten VORORT zu erwarten ist.
Genau: zu erwarten! Ich habe mir den Artikel tatsächlich durchgelesen, und nehme es als das was es ist: eine angenommene Zukunftsaussicht, basierend auf Klimamodellen und Zahlen, die von „offiziell anerkannten“ Stellen kommen (denen man zumindest nach den Erfahrungen mit Covid doch kritisch gegenüberstehen sollte).
Unter anderem lese ich da, dass die Temperaturen in Referenz gesetzt werden zu den Jahren 1865 bis 1900, die für das vorindustrielle Zeitalter stehen. Ich als blutiger Laie frage mich, warum nur 35 Jahre?
Was mir dann besonders negativ auffällt ist die Erwähnung eines „gender focus“ . Was, bitteschön, hat Gender mit der Erderwärmung zu tun? Ganz ehrlich: eine „Prognose“, die einen gender focus als wichtig erachtet in Bezug auf den sogenannten Klimaschutz ist mir von vorneherein suspekt.
Mir sind auch Regierungen suspekt, die ihren Bürgern massive Einschränkungen auferlegen, während ihre Mitglieder fröhlich in der Welt herumfliegen, Kriege anzetteln und vorantreiben und sich selber ein Gehalt bezahlen, mit dem sie sich ihren gewohnten Lebensstil leisten können, anders als die Mehrheit derer, die ihnen das finanzieren.
All das macht „die Wissenschaft“, die leider am finanziellen Tropf von (nicht nur diesen) mächtigen Entscheidungsträgern hängt, für mich doch zumindest hinterfragbar.
6’434 Beiträge · seit 201105. Mai 2024 ·
Hoi zämä
BikeAfrica schrieb:Im Mittelalter war z.B. der Stand der Wissenschaft, dass die Sonne um die Erde kreist.
Es stellt sich da natürlich auch die Frage was Wissenschaft denn genau ist beziehungsweise wie sie definiert wird.
Im Mittelalter wurde wohl eher nicht von Wissenschaftlern gesprochen, sondern eher von Geleerten, die meist alte, nicht (nach heutigem Verständnis) wissenschaftlich bestätigte Theorien und Schriftstücke (z.B. Bibel) als Fakten darstellten.
Überprüft und hinterfragt wurde nur von Wenigen.
Geglaubt aber von Vielen.
Nur hat Wissenschaft nach heutigem Verständnis wenig mit Glauben zu tun sondern mit Theorien bilden und möglichst alle anderen Möglichkeiten ausschliessen oder, falls möglich, beweisen dass die Theorien mehrfach unter kontrollierten und überprüften Bedingungen zum genau gleichen Ergebnis führen.
Wie zum Teil schon geschrieben wurde ist das messen von Temperatur, rel. Luftfeuchte, Regenmenge, Sonneneinstrahlung usw keine Raketenwissenschaft, das Niederschreiben dieser Messwerte ebenfalls nicht.
Das sind zwar nicht zu 100% Fakten, weil ja jemand etwas falsch ablesen könnte usw, aber die Wahrscheinlichkeit dass dabei viele gleichzeitig denselben Fehler machen ist gleich null.
Also kann mans, wie z.B. auch Einsteins Relativitätstheorie, als mehr als nur wahrscheinlich zutreffend, jedoch nicht zu 100% sicher erwiesen betrachten.
Gewissen Leuten reicht es halt wenn auch nur die geringste Möglichkeit besteht dass man etwas in Frage stellen kann, bei gewissen Leuten muss diese Frage noch nicht mal Sinn ergeben um zu behaupten dass das in Frage Gestellte unwahr ist.
Anders kann ich mir die eine oder andere Verschwörungstheorie nicht erklären.
Was wir übers Klima mit deutlich über 99-Prozentiger Sicherheit wissen: Es änderte sich über die gut vier milliarden Jahre langsam, aber stetig. Aber seit der Industrialisierung ändert es sich schnell, schneller als je zuvor.
Natürlich kann man dafür viele Gründe nennen, die zum Teil sogar richtig sind.
Aber man sollte halt nicht zufrieden sein wenn man einen einzigen Grund (hier wurde z.B. gesteigerte Sonnenaktivität genannt) benannt hat!
Erst recht nicht wenn sich dieser Grund schon nachweislich mehrmals ereignet hat ohne dass dieselben Folgen nachzuweisen waren...ich für mich geh dann davon aus dass dies einer von mehreren Gründen sein kann, aber nicht zwingend einer und schon gar nicht der einzige Grund sein muss.
Andere sehen das aber anders als ich.
Jedem das Seine.
Schlimm wirds nur wenn jemand etwas, was nicht zu mindestens 99% erwiesen ist, als Tatsache darstellt.
Und das tun halt viele Leugner des menschengemachten Klimawandels.
Denn, wie auch schon angedeutet wurde, ist es nicht möglich zu beweisen dass sich dieser Klimawandel ohne unser Zutun wieder zurück bewegt.
Wohl noch nicht mal mit unserem Zutun...
Aber wir können das, was die Wissenschaft annimmt, der Hauptgrund zu sein, verringern.
Sei es indem wir vermehrt auf erneuerbare Energieen setzen, sei es indem wir diese aktuelle Wegwerfmentalität hinterfragen und die Dinge (Autos, Telefone, Möbel usw) länger nutzen oder ertüchtigen (Häuser, Installationen usw) und dabei die graue Energie nicht aus den Augen verlieren.
Auch unsere Industrie kann davon profitieren, wenn sie sich weniger auf 'wegwerfen und neukaufen' sondern mehr auf 'durchdachtere Lösungen suchen' einstellt.
Sei es Photovoltaik, sei es der 'Salzakku' (z.B. Natrium-Ionen-Akkumulatoren), sei es dass man alte Technologien wie Pumpspeicherkraftwerke tagsüber mit PV-Strom bedient, den man zu Spitzenzeiten und nachts wieder verstromern kann.
Was verlieren wir wenn wir mit der Annahme des menschengemachten Klimawandels falsch liegen?
Meiner Meinung nach nichts...ausser eine Vermehrung der Wetterextreme, aber die wollen wir ja auch gar nicht haben. odrr?
Was können wir gewinnen? Vielleicht eine lebenswertere Zukunft?
Und an die, welche nun mit Kosten usw kommen: Es kostet viel weniger z.B. wie ich nur alte, eher sparsame Autos zu fahren als immer wieder ein neues Auto zu kaufen, und nebst viel Geld erspart man sich und seiner Umwelt viel CO2-Aequivalente. Man muss ja nicht zurück auf die Bäume, es reicht wenn wir uns einfach mal hinterfragen ob wir wirklich immer das Neueste haben müssen...und schon ist viel CO2-Aequivalent eingespart, das uns nicht kostet und vielleicht in Zukunft weniger Extremwetter erleben lässt.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
4’146 Beiträge · seit 200905. Mai 2024 ·
Lieber Picco,
bei "Man muss ja nicht zurück auf die Bäume, es reicht wenn wir uns einfach mal hinterfragen ob wir wirklich immer das Neueste haben müssen.." und bei vielem anderen stimme ich dir ausdrücklich zu.
Aber bei einem musste ich doch schmunzeln:
" Im Mittelalter wurde wohl eher nicht von Wissenschaftlern gesprochen, sondern eher von Geleerten,..."
Da muss ich dir leider widersprechen! Die genannten Personen waren keinesfalls "leer", sondern im Gegenteil, angefüllt mit Wissen!" Und das haben sie dann gelehrt! 😄 😄 😄
Nichts für ungut, ich fand den kleinen Tippfehler einfach lustig, besonders in einer Welt, wo man sonst eh nichts zu lachen hat.
Liebe Grüße und schönen Sonntag!
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2024
Themenstarter1’181 Beiträge · seit 202205. Mai 2024 ·
pollux schrieb:@tacitus: Es mag so sein, wie Du argumentierst. Aber das hilft nichts. Ich bin auch Naturwissenschaftler (Physik 1982). Aber "Follow the Science" führt in die falsche Richtung, hat man leider gesehen. Vieles an "der Wissenschaft" ist woke geworden. Get woke, go broke. Was ist denn aus den Elite-Unis in den USA geworden?? Einstein würde sich im Grab umdrehen. Deine PN war nur Dein Text im Forum?
Na ja, pollux, sachliche Argumente sind halt nicht deine Sache, wahrscheinlich zu mühsam 😉 . Kennt man ja schon und ist halt so. Ein paar Sätze mit qualitativen Be- und Abwertungen, ohne Sach- und Informationsinhalt und Begründung, müssen eben reichen. Und dann flugs die nächste Nebelgranate zu einer neuen Achse des Bösen, den „woken“ Universitäten, gelegt. Der war aber jetzt wirklich gut, Hand aufs Herz .….. 😄 😁
Dass der Profilierungsdruck an den Unis in den letzten Jahrzehnten auch Solches gefördert hat, ist bekannt und unbestritten. Aber deswegen Wissenschaft per se abzuwerten ist was? Ein Wunder, dass du dich mit deiner Einstellung noch in ein Flugzeug setzt

Deine Kompetenz über Reisen im südlichen Afrika schätze ich jedenfalls trotzdem, auch das von Swakop52...
... ich schaffe das 😎

@das PN war textlich wie im Thema, ich habe das aber dort gelöscht und dir als PN geschickt, weil als OTOT dort störend. Es würde mich schon interessieren, wie du deine positive Einschätzung verstaatlichter Industrien in Apartheid-RSA begründest. Wenn’s nicht zu viel Mühe macht 😎 .
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2024
1’778 Beiträge · seit 200705. Mai 2024 ·
@tacitus: " Es würde mich schon interessieren, wie du deine positive Einschätzung verstaatlichter Industrien in Apartheid-RSA begründest. Wenn’s nicht zu viel Mühe macht"

Wäre insgesamt nett, wenn Du etwas weniger polemisch daherkommst. Deinen Anspielungen zu meinem Wissenschaftskommentar entnehme ich, dass Du weiterhin an die "Corona-Wissenschaft" glaubst. Aber jedem das seine.
Ich hatte was zur Entwicklung der SOEs nach der Machtübernahme der Befreiungsbewegungen geschrieben. Woraus Du da eine positive Einschätzung der Zeit davor erkennst, ist Deine Sache. Was aus, z.B. SAA geworden ist, darüber brauchen wir ja wohl nicht diskutieren.

Und in eine Boeing der neueren Jahrgänge würd ich mich tatsächlich nur ungern setzen.

Jetzt soll's aber gut sein, "over and out" vom mir.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2024
Themenstarter1’181 Beiträge · seit 202205. Mai 2024 ·
Respekt, Picco, dass du dir angesichts der Leitmeinungen hier noch diese Mühe machst.
Ich interpretiere Ursachen und Wirkungen und Strategien wie du, will aber noch hinzufügen, dass man sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen, dazu gehört auch „Natur“, auch ohne Krisenszenarien begründen kann/könnte, einfach weil man Wertvolles nicht vergeudet. Das war schon vor 60 Jahren so, als dieses Thema zum THEMA wurde. Unsere Wertvorstellungen geben/gäben das her, quer über alle Weltanschauungen.
Wir könnten locker 30 % der Ressourcen nur durch sparsamen Umgang und Hinterfragen von Kosumnotwendigkeiten (= sinnvolle Produktgestaltung) einsparen, bei weitgehend gleicher Güterverfügbarkeit. Ob das reichen würde ist eine andere Frage, aber es bedürfte weniger sofortiger Einschnitte. Z. B. ist die Art der Motorisierung und Ausstattung für den Individualverkehr rational nicht zu begründen, außer durch Fun und gerne brumm brumm machen.

Der geschaffene technische Fortschritt wurde aber leider nie zur Verbrauchsminimierung verwendet sondern immer nur für mehr, größer, schneller; und das unabhängig vom Gesellschaftssystem. Das 3,5 l/100 km – Auto gab es schon vor 40 Jahren, mit der damaligen Technik!, aber keiner wollte es……. endloses Thema, auch das Dilemma, dass (Einzel)Maßnahmen gegen die Erderwärmung meist nur isoliert für sich, aber nicht ganzheitlich gedacht werden…. aber das ist nicht der Platz dafür ...
Themenstarter1’181 Beiträge · seit 202205. Mai 2024 ·
Guten Tag makis, du hast mich direkt angesprochen. Folgend zu deinen Kritikpunkten am verlinkten Artikel:

Das Berechnungsprinzip für die „Erderwärmung“ und Basis für das „1,5 ° Ziel“ ist im www einfach abzufragen. Es handelt sich um einen Durchschnittswert weltweiter Messstellen, der zum Ausbügeln regionaler und kurzfristiger Wetterphänomene über mehrere Jahre, z. B. 20, Jahre gemittelt wird. Was dann übrigbleibt ist ein stabiler Indikator. Tatsächliche Temperaturerhöhungen können regional weit über dieser Zahl liegen. Dieses Bild ist so gut wie jedes andere (und ignoriere den rechten Teil, der CO2-Reduktion anspricht)

Erderwärmung1,5Grad-Ziel.jpg


Das ist nur Evidenz und die numerische Prognose in die Zukunft für fortbestehenden Trend ist kein Teufelswerk.

Als Bezugspunkt für den Temperaturanstieg wurde ein Mittelwert über Jahre zum Beginn der Industrialisierung genommen. Damals hat nämlich auch der CO2-Gehalt der Atmosphäre den aus Eisbohrkernen bekannten zyklischen Verlauf zwischen Kalt- und Warmzeiten verlassen und Überschritten. Daher die Kausalität, die sich aber auch durch die Eigenschaften des CO2 erklären lässt.

Es ist schon so, dass der Beitrag des Menschen zum globalen CO2-Haushalt verhältnismäßig klein sein mag, aber in der Industrialisierung wurden immer ein paar Prozente mehr freigesetzt (siehe BikeAfrica) als natürlich recycelt werden konnte, auch deswegen, weil gleichzeitiger Vegetationsverlust stattfand. Weil aber das CO2 so lange in der Atmosphäre bleibt, ist über 150 Jahre Industriegesellschaft eben einiges zusammengekommen, mit dem o. a. Effekt.

@ die auf Modellierungen beruhenden Prognosen, die dich so empören.
Obig war nur Evidenz, keine Prognose oder Modellrechnung. Aus den bei ungebrochenem Anstieg erwarteten Temperaturen auf Auswirkungen (wie Niederschlag, Wasserführung, Verdunstung, landwirtschaftliche Erträge) zu schließen ist bei vorhandenem Datenstand für eine eingegrenzte Region machbar. Dafür braucht man nicht das Weltklima berechnen. Und, n. b. Prognosen sind nie auf den Punkt exakt, aber deswegen nicht sinnlos bzw. trotzdem nützlich. Sie sagen nur auf was man sich vorbereiten sollte, wie auch der Wetterbericht, aber eben langfristiger.

Das echte und richtig komplexe Modellieren (in der Simulation), kommt erst dann zur Anwendung, wenn z. B. Auswirkungen von Maßnahmen auf die Erwärmung abgeschätzt werden sollen, wobei Dutzende von Einflussgrüßen und xxx Interaktionen numerisch berücksichtigt werden müssen. Das war aber hier nicht das Themar bzw. hat das mit dem verlinkten Dokument überhaupt nix zu tun. Verlass dich drauf, dass viele hochwertige Produkte deines täglichen Gebrauchs seit 20 Jahren durch Einsatz dieser Methoden zu deiner Zufriedenheit entwickelt wurden.

Grüße

Zum Rest deiner Kritik sag‘ ich nix außer, dass man solche Probleme nicht aus einer gefühlsmäßig/weltanschaulichen Basis heraus angehen sollte. ME!
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2024
212 Beiträge · seit 201905. Mai 2024 ·
daß es momentan grad wärmer wird auf der Erde ist wohl unbestritten, ob das aber wirklich mit dem CO2 zu tun hat oder mit Sonneneruptionen oder mit Veränderungen der Umlaufbahn der Erde um die Sonne oder mit sonst was weiß wohl niemand so genau. Es gibt wohl auch ein paar Ungereimtheiten im Klimamodell des IPCC. Dazu gibts aber genug Stoff im Internet.
Eine CO2 Steuer verkauft sich halt leichter mit den richtigen Modellrechnungen ans Volk als eine Erdumlaufbahnschwankungssteuer.

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimasystem/antriebe/astronomische-zyklen

Ich denke, wer an das CO2 glaubt darf gar nicht mehr mit dem Flugzeug ins südliche Afrika fliegen nur um Urlaub zu machen und dort mit einem Auto rumzufahren.
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2024
220 Beiträge · seit 201505. Mai 2024 ·
tacitus schrieb:
Das ist nur Evidenz und die numerische Prognose in die Zukunft für fortbestehenden Trend ist kein Teufelswerk.
Hallo zusammen,

ich schreibe hier nicht als Klimaforscher, aber als Mathematiker dreht es mir bei solchen Aussagen den Magen um. Man kann nicht einfach eine Linie durch zwei Punkte ziehen und dann die Gradzahl im Jahr 2100 ablesen. Das sind hochkomplexe Modelle, die gewisse Annahmen treffen und die unzähligen, größtenteils unbekannten Parameter reduzieren und vereinfachen. Kleinste Unterschiede in den Annahmen können erhebliche Abweichungen zu Folge haben. Nicht umsonst gibt es bei den Temperaturprognosen bis 2100 gravierende Abweichungen von über 3°.

Genauso wenig gibt es keinen exponentiellen Temperaturanstieg. Jeder, der mir nicht glaubt, möge sich bitte mal eine exponentielle Kurve ansehen. Wenn dem so wäre, würde der Ozean in einigen Jahrzehnten anfangen zu kochen, je nachdem, welche Grundparameter man anlegt.

@Tacitus: Sorry, das hat nichts mit dir zu tun, das ist leider inzwischen der übliche Sprachgebrauch, der die Diskussionen unsachlich macht. Wenn die Oberflächentemperatur der Ozeane um 1,5° steigt, spricht man von "Erhitzung"! Es werden so völlig unnötig Emotionen geschürt und von dem eigentlichen Thema abgelenkt: Lasst uns unsere Umwelt so gut wie nur möglich schonen und schützen! Dass CO2 in die Luft blasen nicht gut sein kann, das zu erkennen muss es für mich nicht erst (noch) wärmer werden.

Viele Grüße

Marc