Etosha - alles Fake?

32 Antworten · 3’261 Aufrufe · gestartet 20. Nov. 2023 von trsi
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1’718 Beiträge · seit 200723. Nov. 2023 ·
@Buitepos: Deine Anmerkungen zu den Tieren in Namibia sind sicher richtig. Nur eine kleine Ergänzung: Moremi und besonders die Konzessionen im Delta, wo man nur per Fly-in hinkommt, sind sicher noch irgendwie "wild". Savuti auch, wenn der Kanal bis in die Marsh fließt, und die Pumpen abgeschaltet sind, was aber halt sehr selten ist. Das innere Delta würde ich jedenfalls nicht als Kulturlandschaft bezeichnen.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
4’387 Beiträge · seit 201523. Nov. 2023 ·
Wer findet denn nun die Antwort auf M@aries Aufforderung?
whistle: 😗 😗
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2023
88 Beiträge · seit 202023. Nov. 2023 ·
CuF schrieb:Wer findet denn nun die Antwort auf M@aries Aufforderung?
Büffel in Etosha. 😎
16,9k Beiträge · seit 201223. Nov. 2023 ·
CuF schrieb:Wer findet denn nun die Antwort auf M@aries Aufforderung?
whistle: 😗 😗
Die Büffel können es doch nicht sein 😎 , die gibt es bei der ARD doch auch.

LG
Logi
Gast23. Nov. 2023 ·
Bei der ARD gab's ja auch nen Löwen in Brandenburg ...
LG
Chris
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2023
1’680 Beiträge · seit 200723. Nov. 2023 ·
Chris42 schrieb:Bei der ARD gab's ja auch nen Löwen in Brandenburg ...
LG
Chris
die ARD hatte damit kein Alleinstellungsmerkmal!
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2023
Gast23. Nov. 2023 ·
Logi schrieb:
Die Büffel können es doch nicht sein 😎 , die gibt es bei der ARD doch auch.
Und gefühlt jeder zweite Reiseanbieter bewirbt, dass man im Etosha die Big5 sehen kann 😄

Grüße
88 Beiträge · seit 202023. Nov. 2023 ·
mitglied19210 schrieb:
Logi schrieb:
Die Büffel können es doch nicht sein 😎 , die gibt es bei der ARD doch auch.
Und gefühlt jeder zweite Reiseanbieter bewirbt, dass man im Etosha die Big5 sehen kann 😄
Gefühlt jedem zweiten Besucher kannst du ein Wildebeest als Büffel verkaufen 😛
1’144 Beiträge · seit 202223. Nov. 2023 ·
Hier ist ja oft von „Little Five“ die Rede. Wie weiß man eigentlich, wo man was zum richtigen Zeitpunkt, antreffen kann?

Ansonsten denke ich auch, dass beim „wild life Filmen“ viel mit Hilfsmitteln gearbeitet wird, alleine schon beim Kreieren einer „Handlung“. Bei Vögeln, Kleintieren, Reptilien usw. ist es für Viele wohl auch zu aufwendig bis unmöglich in der heute gebotenen Qualität (sogar mit perfekter Beleuchtung im Bau oder Nest oder nächtens) in freier Wildbahn zu drehen. Da gibt es billigere Methoden, NG udgl. vielleicht mal ausgenommen, die das volle technische Programm und Budget aufbieten können oder bezahlen… oder auch trotzdem ins Terrarium ausweichen.
Es gefällt mir trotzdem, weil ich was sehe, was ich sonst nicht sehen könnte. Man sollte es aber vielleicht transparenter machen.

Die Zeiten sind nämlich vorbei, als Hobbyfilmer mit Super8 oder (sensationell!) 16 mm (SW versteht sich) und vergleichsweise kurzer Linse ihr Leben riskiert haben um WILDtieren so „richtig“ nahe zu kommen.
Methode 1: Tiere nehmen Menschen nur durch Bewegung und Detail wahr. Wenn sie das nicht sehen, können sie auch den Geruch nicht einordnen. Also baut man einen Rahmen aus ein paar Stöcken, überzieht diesen mit Leinwand, macht Löcher für Augen und Objektiv, steigt hinein und nähert sich, für einen wandernden Termitenhügel gehalten, in Trippelschritten und mit Pausen bei nervösen Reaktionen an Elefanten oder Nashorn oder.. auf +-10 Meter an. So konnte man auch die Hautrunzeln und Auge filmen…. und musste nur noch abwarten, wie die Darsteller mit dem Laufgeräusch der Kamera umgehen…..
Methode 2 schließt an 1 an: Die Wahrnehmung der menschlichen Silhouette kann man auch dadurch verhindern, indem sich der Mensch am Boden kriechend annähert. So kam man zu den Nahaufnahmen, die die Linse nicht hergab …. Auch von Löwen am Riss, wenn man die Nerven für so was hat und zu neugierige Löwen mit Klopapierrollen bewirft.
Finanziell und Ruhm brachten ihnen die Vorführungen im privaten Kreis, Schul – oder Gemeindesaal, oder sogar Nebenprogramm im Kino udgl. nicht, sondern nur Kostenbeiträge für das nächste Abenteuer. Wen interessierte das schon*)? Aber sie machten es sowieso für’s persönliche Erleben.

Die modernen Filmer haben es leichter.

*) die hunderte Stunden Filmmaterial des Disneystudios wurden ursprünglich als Studien für die Zeichenfilme angefertigt, weil man mit den Bewegungsabläufen unzufrieden war. Erst später wurde dieses Filmmaterial auch vermarktet und Kassenschlager.
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2023
16,9k Beiträge · seit 201223. Nov. 2023 ·
tacitus schrieb:Hier ist ja oft von „Little Five“ die Rede. Wie weiß man eigentlich, wo man was zum richtigen Zeitpunkt, antreffen kann?

Ansonsten denke ich auch, dass beim „wild life Filmen“ viel mit Hilfsmitteln gearbeitet wird, alleine schon beim Kreieren einer „Handlung“. Bei Vögeln, Kleintieren, Reptilien usw. ist es für Viele wohl auch zu aufwendig bis unmöglich in der heute gebotenen Qualität (sogar mit perfekter Beleuchtung im Bau oder Nest oder nächtens) in freier Wildbahn zu drehen.
Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man in einigen Reportagen im Hintergrund das bzw. eines der Fahrzeuge von Tommy's Living Desert Tours.

Also, das nächste Mal nicht auf den Nebeltrinkerkäfer, den Palmatogecko oder das Namaqua-Chamäleon achten, sondern den Blick darüber hinaus schweifen lassen und fokussieren was da unscharf am Bildrand zu sehen ist. 😉

LG
Logi
6’403 Beiträge · seit 201124. Nov. 2023 ·
Hoi zämä
fidel schrieb:Das ist doch in Ostafrika nicht viel anders. Auch dort gibt es künstliche Wasserlöcher (jedenfall z.B. in Tsavo, Ruaha - wahrscheinlich noch in deutlich mehr NPs) und in der Vergangenheit z.T. sogar Fütterung in Notzeiten (z.B. Tsavo) oder an den einigen Lodges.
Da hast Du sicherlich recht und solche Unterkünfte hab ich nur besucht weil meine Sabine die Forderung 'gemauerte Wände bis unters Dach' gestellt hat, aber ich seh schon noch einen Unterschied zwischen den vielen Wasserstellen in wüstenähnlichen Gebieten (Botswana abseits des Okavango, Namibia usw) und Wasserstellen in Gebieten wo es auch natürlicherweise etwas Wasser hat.
Natürlich kenn ich Namibia nicht aus eigener Erfahrung, aber wenn ich einen Namibia-Reisebericht lese dann lese ich dort von Wasserlöchern und nur ganz selten von natürlichen Wasserflächen.
Hingegen in der Serengeti, im Ruaha, im Tarangire, in der Mara usw. hats natürlicherweise Wasser, auch wenn es auch dort Lodgen gibt die Wasserlöcher haben.
Aber ich muss dort nicht zu den künstlichen Wasserlöchern gehen wenn ich Tiere sehen will.
Da seh ich schon einen Unterschied.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1’144 Beiträge · seit 202224. Nov. 2023 ·
Buitepos schrieb:... Es ist ja nicht so, dass man irgendwo im südwestlichen Afrika ernsthaft unberührte, freie Natur bestaunen könnte. Ganz Namibia, Südafrika, Botswana sind Kulturlandschaften, die seit Jahrhunderten von Menschen gestaltet werden.... Die Nationalparks in Afrika sind Zoos, da braucht man sich keiner Illusion hingeben. Es sind allerdings die artgerechtesten und schönsten Zoos der Welt....
Buitepos hat mE im Wesentlichen Recht, obwohl mehr verallgemeinert als notwendig. Das was hier zigzigtausendfach bejubelt wird, ist schon lange und größtenteils keine „unberührte“ Natur mehr. Sie wäre den meisten auch zu unbequem 😎 . Wer diese will, muss eben auf garantierte Sichtungen verzichten (was für Naturliebhaber kein Problem ist) oder sehr viel Geld ausgeben (pollux).
Und sie war es auch nicht vor der Ankunft der Weißen. Der im „Einklang mit der Natur lebende edle Wilde“ ist, mit wenigen Ausnahmen, nur moderner Ethnokitsch. Größere menschliche Gemeinwesen und die „Unberührtheit“ der Natur sind konkurrierende Konzepte.
Heute haben wir eben „gemanagte“ Natur aber im südlichen Afrika gut gemanagte, vom Ergebnis her betrachtet, da hat Buitepos absolut recht. Man muss nur die jetzigen Populationszahlen und geschützten Flächen mit vor 50, 60 Jahren vergleichen. Das für Touristen erkennbare Verhalten der darin „eingesperrten“ Tiere ist ganz bis ziemlich „natürlich“. Die meisten würden sich in der "echten" Wildnis nicht anders verhalten, außer dass sie nicht da wären, wenn das Nahrungsangebot nicht da ist und Menschen nicht so nahe r’ankommen lassen (Löwen mal ausgenommen). Das „unnatürliche“ ist, dass sie „am Platz“ gehalten werden und das kann diesen schon auch zum Nachteil bis zur Unnatürlichkeit verändern. Durch Schutz und Bewässern entstehende Überpopulationen können großen Schaden anrichten.
Es ist auch das persönliche Empfinden von „Natur“ sehr unterschiedlich. Manche sind im Balkonien von Killiekrankie im siebenten Himmel, andere nur in der Zentralkalahari. Die über die Jahrzehnte überall durch Übernutzung entstandene Vegetationszerstörung stört mich z. B. immens und macht mich bestürzt; andere überhaupt nicht. Sie finden diese „Naturlandschaft“ am Chobeufer toll. Für kaputte und todgeweihte Bäume, so weit das Auge reicht, würde ich nicht so viel Geld ausgeben. Ist also Geschmackssache, denn..
Schönheit lag immer (auch) schon im Auge der Betrachter
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2023