Liebe Ladys, gedanklich sitze ich bei euch am Atlantik und atme die Luft tief ein. AAAAhhhhhh, bei dieser Hitze wünscht man sich sofort dorthin. Geht schon wieder los mit euren Treffen 😉 😄 😄 ja ich weiß, es kommt noch besser 😉 Den Western Saloon kenne ich nicht, schade - sieht super aus. Immer wieder schön, so ein Stopp in Swakopmund.
Wünsche dir einen super schönen Tag, liebe Laura 😉 LG von der Netti
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201526. Juli 2019 ·
Guten Morgen liebe Netti,
wenn ich so dran zurück denke, wünsche ich mir die Nacht, die wir dann erlebt haben nicht zurück 😄 Da sind unsere Nächste gerade sogar noch kühler. Aber durchhalten, morgen ist die große Hitze ja überstanden 🙂
Wart's ab, ihr werdet IHN auch treffen und er wird euch ganz viel Glück bringen! Der Strahlenunfall 😄 😄 😄
Liebe Laura und Petra Immer wieder reise ich gerne mit euch mit. Mir gefällt es sehr wie ihr euch auf das Land einlässt und respektvoll als Gast unterwegs seit. Danke dass wir dabei sein dürfen. Liebe Grüsse Verena
jetzt sind wir auch dabei und begleiten euch gerne auf eurer "Einsteigertour" 🙂 . Wir haben noch nicht alles gelesen, wollten uns jetzt aber doch endlich mal zu Wort melden.
Das Cucumber-Toilettenschild ist der Brüller. Dafür revanchieren wir uns gerne mit einem Toiletten-Fundstück aus Cody/USA:
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201526. Juli 2019 ·
Liebe Verena, wie schön, dass du auch wieder dabei bist 🙂 Danke für die lieben Worte!
Liebe Beate & Stefan, wir freuen uns sehr, dass ihr auch wieder mit fahrt! Dass man auf Toiletten aber auch immer die ulkigsten Schilder findet 😁
Und zwischendurch auch ein herzliches Dankeschön an alle anderen Mitfahrer und stillen Mitleser, dass ihr in der Zeit des Sommerlochs so viel Durchhaltevermögen beweist 😎
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende mit hoffentlich ein wenig Abkühlung! Laura & Petra
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201429. Juli 2019 ·
Liebe Laura, liebe Petra,
nach einer kürzeren Forumspause melde ich mich auch mal wieder mit einen Zwischendruchdanke zu Wort.
Der Titel trifft die bisherigen Etappen in der Tat 😗 Zipperlein während einer Reise braucht kein Mensch 🤢
Das Erdferkel ist der Hit (für diese Sichtung würde sogar ich nochmal auf der Bagatelle übernachten, auch wenn wir damals ziemlich enttäuscht von der Unterkunft waren 😏)
Und wenn ich mir die Fotos des "Staus" am Gate zum Sossusvlei so anschaue wird mir ganz anders 😮
Bei Christian sind wir übrigens auch gerne zum Essen, wenn wir in Swakop sind 🙂
Und jetzt bin ich sehr gespannt, wie es bei Euch weiter geht!
Liebe Grüße und einen guten Start Euch beiden in die Woche!
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201529. Juli 2019 ·
15. Juni 2019 // Bye Bye Handyempfang und Zivilisation - Hallo Damaraland!
Heute fühle ich mich klasse und der Hustensaft hat seine Wirkung nicht verfehlt. Zeitig wird gefrühstückt, denn wir möchten so früh wie möglich im Madisa Camp sein ohne zu hetzen. Während wir das Auto beladen, höre ich Petra nur wieder stöhnen, dass man hier so schlecht ausparken kann und es so eng wäre. Die darauf folgende Konversation läuft in etwa so ab:
Ich: "Schlüssel her, heute fahre ich."
Petra: Bloß ein ängstlicher Blick... 🙄
Ich: "Ja hopp!"
Petra: "öööööhhh... Muss das sein?"
Ich: "Ja."
Petra: "Aber.."
Ich: "Nein."
Petra: "Wenigstens durch die Stadt?!"
Ich: "Her jetzt damit!" 😈
Petra: "Na dann guck mal, wie du hier raus kommst, ich helfe dir nicht." 😛
Suverän bugsiere ich uns nach Check Out aus dem Hof heraus und Petra sagt jetzt erstmal nichts mehr. Außer an gefühlt jeder Kreuzung, dass dort Autos kommen. In einer großen Stadt durchaus mit zu rechnen. Nach einem kurzen Halt bei der Prima Schlachterei und um gefühlt ein Kilo Salami reicher geht es nun Richtung Henties Bay. Zuerst gilt es allerdings, die Kreisel und Kreuzungen aus Swakopmund heraus zu bewältigen, die für Petra als Beifahrerin ein größeres Problem darstellen als für mich.
Naja, bis Henties Bay höre ich auch nur ungefähr 15 Mal, dass sie vollends entspannt ist - klar, ich kann hier ja auch niemandem "dicht auffahren". Nach dem Tanken fahren wir Richtung Osten und wundern uns über die gute und glatte Pad. Momentan ist man dabei, diese zu befestigen, allerdings nicht zu asphaltieren. So kommen wir ein gutes Stück zügig voran und haben natürlich in weiter Ferne bereits den Brandberg in Sicht, der auch dieses Jahr nur gaaaanz langsam näher kommt. Selbst als die Pad wieder in Gravel übergeht lässt sie sich klasse fahren bis kurz vor Uis. Hier beginnen langsam die Verkaufsstände von Himbas und Herero Frauen und Petra würde zu gerne mal anhalten. Ich persönlich habe wenig Lust auf diese unangenehm penetrante Verkaufsmasche. Also fahren wir zunächst nach Uis, wo wir den Cactus Garden für eine kleine Mittagspause besuchen möchten. Wow, wir hätten nicht damit gerechnet, in Uis so ein schönes Fleckchen zu finden! Hier lohnt sich ein Stopp definitiv, auch wenn es nur für eine Toilettenpause und ein kühles Getränk ist. WLAN gibt es hier ebenfalls. Wir bestellen uns einen leichten Lunch und der Salat ist frisch, knackig und sehr lecker.
Nun sind es noch etwa 80 Kilometer bis nach Madisa und Petra würde mir wahrscheinlich am liebsten die Autoschlüssel aus der Hand reißen. Hier beginnt nun endlich die wunderschöne Strecke, die wir von letztem Jahr noch kennen. Nach wiederholt gefühlten 50 "langsam's" von ihr stehen wir jetzt vor einem kleinen Roadblock, denn die Bokkie Hunde liegen mitten auf der Straße, wo letztes Jahr vermehrt Menschen versucht haben, uns anzuhalten. Petra rutscht trocken heraus: "Ja schicken die jetzt schon die Hunde?!" - und ich muss herzlich lachen. Immerhin nervt mich Petra jetzt nicht mehr ständig, dass ich bitte Fahrsequenzen filmen soll, sondern kann dies nun selbst tun.
Die Verkaufsstände am Straßenrand werden immer mehr und als wir an einem der Himbas einen anderen Duster stehen sehen, gebe ich nach und wir halten. Freundlich werden wir begrüßt und geben allen den namibischen Handschlag. Sehr überrascht stellen wir fest, dass wir uns ganz in Ruhe umsehen können ohne bedrängt zu werden - das gefällt uns. Petra interessiert sich für ein Armband und fragt, wie viel es kosten soll. 300 N$. Als sie es ausziehen will, weil es ihr zu groß ist und um ein anderes auszuwählen, kostet es plötzlich nur noch 150 N$ 😄 Ich nehme auch noch eins und die Frauen haben Spaß, dass sie etwas verkaufen können. Sie tanzen noch für uns und Petra gibt ihr Bestes, um Schritt zu halten. Wir haben eine Menge Spaß und geben ihnen gerne noch etwas Geld in den Teller, den sie beim Tanzen in die Mitte gestellt haben.
Danach unterhalten wir uns noch mit ihnen und nun geht die Fragerei nach Essen los. Ich erkläre ihnen, dass wir in Lodges übernachten und dort unser Essen bekommen, also nichts dabei haben. Aber eine große Flasche Wasser können wir getrost abgeben, doch diese ist rasch leer. Ich komme auf die Idee, diese mit dem Wasser aus dem Kanister von Farm Heimat aufzufüllen, den uns Rainer mitgegeben hat. Alle bedanken sich glücklich und wir fahren weiter. Beate hat uns erklärt, dass es hier genug Brunnen gibt und wir bei Leuten, die um Wasser betteln nicht anhalten sollen. Solche sind uns allerdings diesmal nicht begegnet.
Die letzten 14 Kilometer nach Madisa fahren wir über ganz schönes Wellblech, aber sind umso begeisterter als wir endlich ankommen. Das nennen wir mal originell und wir fühlen uns direkt wohl. Madisa bedeutet ein Ort der Fröhligkeit und alles hier ist einmalig.
Das bedeutet "besetzt" auf dem stillen Örtchen
Leider hat unser Zelt einige Mängel und die Reißverschlüsse schließen nicht richtig. Dies scheint ein allgemeines Problem in Unterkünften zu sein, wo die Zelte nicht sehr gepflegt werden. Omatozu zeigte letztes Jahr, dass es auch anders geht! Das offene Badezimmer ist allerdings der Knaller! Alles ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dennoch sehr schön.
Als ich auf der Terrasse sitze und Bericht schreibe, zieht auf einmal Wind auf und wird von jetzt auf gleich so heftig, dass ich das iPad an mich drücke und Mühe habe, nicht wegzufliegen! Das war eine Windhose vom Feinsten! Erst im Zelt wird uns das ganze Ausmaß bewusst, da wir die Fenster geöffnet hatten und nun das ganze Zelt voller Sand ist. Aber auf Mama Petra ist Verlass und die Putzfee geht ans Werk.
Zum Sundowner genehmigen wir uns einen nicht ganz kalten Gin Tonic und ein Ehepaar stößt zu uns, die ebenfalls heute angereist sind. Birgit und Andreas aus dem Schwabenländle, mit denen wir uns auf Anhieb verstehen. Während die Sonne langsam untergeht tauschen wir uns über die bisherigen Erlebnisse aus und freuen uns, morgen zusammen das Elephant Tracking erleben zu dürfen. Natürlich erzähle ich voller Eifer die Geschichte aus dem letzten Jahr über die Begegnung mit Voortrekker. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch die klitzekleine Hoffnung, ihn vielleicht wieder zu sehen, da er momentan in der Gegend ist. Ach Großer, wenn ich zu diesem Zeitpunkt schon geahnt hätte, was knapp zwei Wochen später passieren sollte....
Das Abendessen wird hier an einem großen dreieckigen Tisch gemeinsam mit den anderen Gästen eingenommen und die Töpfe werden auf der Glut warmgehalten. Leider ist die Atmosphäre beim Essen sehr kalt und die anderen Gäste sind nicht so gesprächig wie Birgit und Andreas. Es gibt Oryx Spieße, Boerewurst, Maiskolben, Butternut, Rote Beete Salat, Nudelsalat und Reis mit Soße. Das Fleisch ist sehr durch, aber gut gewürzt und Petra schmeckt besonders die Wurst. Der Nachtisch ist ein Boeren-Dessert, das einfach nur genial schmeckt!
Nach dem Essen schwatzen wir mit Birgit und Andreas noch ein wenig, die sich leider nicht rechtzeitig zum Essen angemeldet hatten, und freuen uns alle vier auf den morgigen Tag.
An unserem Zelt fällt mir der strahlende Mond auf und ich krame die Einstellungen, die ich mir zuhause notiert hatte hervor, nehme den Polfilter ab und knipse aus der Hand drauf los. Vom Ergebnis bin ich dermaßen begeistert, auch wenn der Mond noch nicht ganz voll ist.
220 mm / F4.0 / ISO 800 / 1/800sek
Wir krabbeln in die Betten und schlafen diesmal nicht direkt ein. Uns wird bewusst, wie weit ab vom Schuss wir hier sind und man uns einfach überfallen könnte.... Nein, an sowas darf man in diesem Moment nicht denken, Augen zu und durch! Der nächtliche Toilettengang ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber der Mond spendet ein angenehmes Licht und so ein Blick in die Sterne auf dem stillen Örtchen hat doch auch was.
bei eurer Auto-Konversation musste ich herzlich lachen - konnte ich mir (aus Erfahrung) so richtig gut vorstellen 😄 ... Weniger vorstellen kann ich mir allerdings unter:
speed66 schrieb:Hi Laura, bei eurer Auto-Konversation musste ich herzlich lachen - konnte ich mir (aus Erfahrung) so richtig gut vorstellen 😄 VG, Nette
😄 😄 😄 genauso ging es mir auch gerade 😄 😄 😄
Herrlich, bei euch möchte man wirklich mal, als Mäuschen im Rucksack versteckt, mitfahren. Erst Köttelweitspucken 😵 jetzt Tanzunterricht und Fahrsicherheitstraining 😄 Egal ihr seid im Madisa Camp eingetroffen. WOW, das sieht richtig schön dort aus - würde mir auch gefallen. Toller RB und super schöne Fotos - weiter so !!!
So, ich denke, ich muss mich jetzt auch endlich wiedermal zu Wort melden und die verschiedenen Situationen aus meiner Sicht darstellen: Die Kommunikation wegen des Autoschlüssels war einseitig, ich hatte keine Möglichkeit, zu widersprechen - so redet man nicht mit seiner Mutter! Meine liebe Besser-Wisser-Laura: Ich hätte das mit dem Ausparken auch geschafft. Ok, vielleicht mit mehrmaligem Vor und Zurück, aber irgendwie wär das schon gegangen. Bei großzügigen Parklücken (siehe Bagatelle) klappt das natürlich besser 😄 Und nun die Sache mit der Windhose: Da wird die REINIGUNG mit nur einem kurzen läppischen Satz erwähnt 😈 Folgende Kommunikation: Laura: Maaamaaa - guck mal - scheiße - alles voll Sand - das ganze Bett - und jetzt? 🤨 Petra: Geh raus - schreib Bericht - halt Deinen Mund. 😛 In Zimmermädchen-Manier hat Mama Petra natürlich alles wieder in Ordnung gebracht, damit das arme Kind sandfrei schlafen kann und nicht weiter jammern muss.
Das Camp Madisa war für mich persönlich, nach dem Desert Camp, die schönste Unterkunft unserer Tour. Alles sehr sehr einfach, ganz ohne Schnickschnack, hervorragendes Essen und schönes gemütliches Ambiente. Auch haben wir dort ein sehr nettes Ehepaar kennen gelernt. Liebe Birgit, lieber Andreas: Es waren zwei sehr schöne Tage mit Euch, hat so richtig gut gepasst!!! 😉
So, liebes Kind - jetzt hau in die Tasten - ich bin gespannt aufs nächste Kapitel 🙂 🙂 🙂
Die Kommunikation unter Euch zwei hat auch mich zum Lachen gebracht. Vor allem erinnert es mich an die Reisen, die ich mit meiner Mutter gemeinsam erleben durte. Scheint also irgendwie normal zu sein. 🤩 😄 Übrigens bei einem Sohn ist das anders 😉 Danke für den kurzweiligen Bericht, liebe Laura und danke für die Zwischenkommentare liebe MamaFlash.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201501. Aug. 2019 ·
Guten Morgen zusammen,
@Sabine ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Eindrücke von anderen sind, was Unterkünfte etc. betrifft. Mir würden viele einfallen, die zB auch im Madisa Camp die Hände überm Kopf zusammen geschlagen hätten... Der "Stau" hat uns auch ganz schön beeindruckt. Wir wurden ja zwar genug vorgewarnt, aber so extrem hätten wir es dann doch nicht erwartet. Da fiel auch direkt die Entscheidung, sich nicht einzureihen, sondern die anderen erstmal machen zu lassen.
@Nette Boer = Bauer auf Afrikaans. Ich habe noch nie gehört, dass dies eine Beleidigung oder Heraubstufung der Einheimischen wäre, so ist es natürlich auch nicht gemeint. Falls das doch der Fall sein sollte, bitte ich um Aufklärung! Bei Boere gibt es oft sehr einfache, süße Nachspeisen, die schnell gemacht sind und sich gut aufheben lassen. In dem Fall war es ein undefinierbarer no-bake Kuchen, der einfach nur mega lecker war. So ähnlich wie Melktert. Und danke dir 🙂
@Netti Ach du, da müsstest dich noch nicht mal in den Rucksack quetschen, da nehmen wir auch so kein Blatt vor den Mund 😄
@Martina witzig, dass es bei euch auch so zuging. Es gab auch schon Leute, die unseren Humor überhaupt nicht verstanden haben und tatsächlich dachten, wir meinen es ernst und sind tatsächlich so respektlos miteinander...
@Mama Danke für die Richtigstellung liebe Putzfee 😛 Was hätte ich nur ohne dich gemacht....
Heute Abend geht's dann weiter mit der wundervollen Begegnung mit den Wüstenelefanten!
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201501. Aug. 2019 ·
16. Juni 2019 // Damaraland - Die sanften Riesen des Huab
Heute heißt es wieder früh aufstehen, denn die Wüstenelefanten warten! Petra hat damit natürlich kein Problem und weckt mich als es noch dunkel ist. Leider kann sie hier keinen morgendlichen Kaffee genießen, denn es gibt keinen Strom an den Zelten, nur eine Batterie, die abends angeschlossen wird, damit man wenigstens etwas Licht hat. Trotz allen Bedenken haben wir begleitet von vielen Bellgeckos sehr gut geschlafen.
Das Frühstück ist hier sehr einfach gehalten und es brennt schon ein großes Feuer. Davon werden wieder kleine Gluthäufchen gebildet, die Kaffee und heißes Wasser warm halten.
Pünktlich um 7:30 Uhr lädt Desmond, unser Fahrer, uns ein, Platz zu nehmen im offenen Safariwagen. Der Wagen ist voll besetzt und er hat noch einen Spurenleser neben sich, der ihn unterstützen soll. Des erklärt uns, dass wir zunächst einiges an Strecke gut machen müssen (gestern waren es 100 km), um hoffentlich das Glück zu haben, die Desert Adapted Elephants zu finden. Er besteht auf diesen Begriff, da die Wüstenelefanten an sich ja keine eigene Art bilden, sondern sich mit der Zeit an ihren Lebensraum angepasst haben.
Wir sind sehr froh, die dicken Jacken angezogen zu haben, denn der Fahrtwind peitscht uns ordentlich um die Ohren. Birgit hat noch weiter gedacht und eine dicke Wollmütze auf. Als die Sonne sich langsam zeigt, bewundern wir die wunderschöne Landschaft des Damaralandes und ich bin mir direkt sicher, diese Gegend irgendwann nochmal intensiver erleben zu wollen. Leider schlägt auch hier die Dürre ordentlich zu und wir sehen so gut wie kein anderes Wild. Vorbei an tollen Felslandschaften passieren wir irgendwann die Abfahrt zu Twyfelfontein und haben nun wieder eine ungefähre Ahnung, wo wir sind. Wir halten bei Einheimischen und Desmond fragt anscheinend nach Elefanten, sie unterhalten sich auf Afrikaans und ich verstehe so gut wie nichts. Auch können wir absolut nicht abschätzen, wie weit wir bis jetzt gefahren sind.
Auf den nächsten Kilometern entdecken wir tatsächlich vereinzelt Elefantendung und sind nun ganz im Pirsch-Modus. Wir biegen in das Flussbett des Huab und schon von weitem können wir einige Autos entdecken und schlagartig wird klar - wir haben sie gefunden! Im Vorfeld habe ich angenommen, wir würden Richtung White Lady Lodge fahren, da zu dieser Zeit dort auch die Elefanten inkl. Voortrekker waren, aber dann ist mir in den Sinn gekommen, dass man dort wahrscheinlich keine "Konkurrenz" duldet.
Eine ganze Herde verteilt sich hier im Flußbett, ebenso wie einige Autos der umliegenden Lodges und Fotosafaris. Der Anblick der Elefanten vor den gewaltigen Felsen und im Flussbett freut uns sehr, da wir sie letztes Jahr im dichten Busch gesehen hatten und nicht in ihrer so typischen Umgebung. Unglaublich, wie klein so ein Elefant wirken kann vor einer solchen Felswand.
Desmond hält mittig in der Herde ohne einem Tier zu nahe zu kommen. Bei anderen Fahrern erleben wir zwischendurch tatsächlich, wie sie den Tieren ordentlich auf die Pelle rücken, was uns alle nur den Kopf schütteln lässt. Natürlich wünscht man sich manchmal ein wenig näher heran, aber Des weiß schon, was er tut.
Irgendwann wird unser Wagen für die Tiere interessant und sie nähern sich von sich aus. Teilweise müsste man nur den Arm rausstrecken und man könnte einen Elefantenhintern berühren. Sie sind tiefen entspannt und strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Sie ziehen ihre Runden um den Wagen von Busch zu Busch um zu schauen, ob der nächste vielleicht nicht doch besser schmeckt. Da sieht man wieder wunderbar, wie verschwenderisch Elefanten doch sind. Hinter einem großen Busch ertönt plötzlich ein verärgertes Tröten und eines der Fahrzeuge ist einem Bullen viel zu nahe gekommen. So etwas ärgert einfach nur und bestärkt die Tiere, irgendwann schneller nervös werden und vielleicht sogar Aggressivität aufbauen.
Die Herde zieht langsam weiter und wir warten noch, damit wir sie nicht direkt verfolgen wie die anderen Wagen. Des macht das einfach toll, ich bewundere ihn dafür. Ein kleines Stück weiter halten wir bei dem Bullen, der eben getrötet hat und sich nun auf seine Siesta vorbereitet. Ein paar Jungtiere liegen einige Meter weiter bereits im Schatten und die Älteren wachen über sie. Dem Bullen fallen immer wieder die Augen zu und er weiß irgendwann nicht mehr, wie er sich gemütlich hinstellen soll. Innerhalb von Sekunden lässt er sich zu Boden gleiten mit einer Eleganz, die man ihm gar nicht zutraut, und liegt flach. Wow, so etwas mal live zu erleben ist wirklich etwas Besonderes!
Nachdem wir ihm eine Weile beim leichten Schnarchen zugehört haben, ist es Zeit für eine Mittagspause im Flussbett. Wir fahren quasi um die Ecke und es gibt Pfannkuchen mit Bolognese Soße oder Sirup. Interessante Mischung, schmeckt aber nach so einer Begegnung einfach nur gut! Vor allem im Staub des Huab und mit Elefantendung um uns herum.
Wir kommen ein wenig mit Des ins Gespräch und er meint, wir würden uns nun noch ein Stück auf die Suche machen nach den Wüstenlöwen. Ich glaube ich höre nicht richtig und Petras Herz macht einen Sprung. Ich bringe sie aber direkt wieder ein wenig runter, denn das wäre nun wirklich utopisch, wenn wir diese auch noch sehen würden.
Weiter geht es ein Stück durchs Flussbett und die Augen sind nun noch intensiver im Pirschmodus! Jeder Busch und unter jedem Baum wird abgescannt, aber unsere Suche bleibt erfolglos. Als wir über ein riesiges Plateau fahren, verschlägt es uns glatt die Sprache. Diese Landschaft entschädigt alles und ich könnte mich jetzt noch ärgern, nicht mehr Bilder gemacht zu haben. Aber manchmal ist das eben so, da vergisst man bei aller Schönheit, diese einzufangen, aber behält sie ganz tief im Herzen. Zwar findet unser Tracker einige Spuren, denen wir folgen, aber diese verlieren sich schnell wieder. Puh, war das spannend!
Wir treten den Heimweg an und fahren dafür an den nun durchgehend flach liegenden Elefanten vorbei. Ich glaube, hätten wir nicht gewusst, dass sie da sind, hätten wir sie glatt übersehen. Wer sucht denn schon nach liegenden Elefanten? Desmond hält hier nun nicht mehr, denn er möchten den Tieren ihre Ruhe gönnen - Recht hat er.
Jetzt heißt es nur noch Augen zu und durch! Der Wind wird immer heftiger und weht uns fast die Haare vom Kopf. Schließlich sind wir froh, zurück im Camp zu sein. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Des, er hat das so klasse gemacht! Daraufhin brauchen wir vier erstmal was Kühles zu trinken, um das Erlebte sacken zu lassen. Birgit und Andreas sind so begeistert von der Begegnung, dabei waren sie sich gestern noch gar nicht so sicher, ob sie das Tracking überhaupt mitmachen sollen. Wir quatschen uns noch eine ganze Weile fest, bis die Müdigkeit letztendlich siegt. Petra muss sich unbedingt hinlegen und ich habe noch einige Tage Berichtsheft nachzuholen.
Am Parkplatz tummeln sich allerdings viele viele Klippschliefer, die nächsten Verwandten zu unseren Hauptakteuren heute Morgen. Petras Nerven werden ein ganz klein wenig strapaziert, während ich mich partout nicht von diesen kleinen Kerlchen lösen kann. Zum ersten Mal sehen wir auch Jungtiere und wir dürfen den Süßen sehr nahe kommen.
Nach einer sehr entspannten (Nach-)Mittagsruhe stoßen wir zum Sundowner mit Savanna und Windhoeker an und krallen uns den Einzeltisch fürs Abendessen. Nochmal so eine kalte Atmosphäre brauchen wir nicht, dann sind wir lieber nur für uns alleine. Im Nachhinein ist das auch gut so, denn Birgit und Andreas, die heute in der großen Runde sitzen, berichten uns nachher, dass die beiden jungen Kerle damit geprahlt haben, dass das Wellblech auf den Pads mit 120 km/h eigentlich gut zu fahren ist. Nein, das hätte ich wahrlich nicht selbst hören dürfen!!! 😠 😠 😠
Das Abendessen ist wieder sehr einfach und lecker. Es gibt zwei Salate, Hartebeest mit Kartoffeln im Poitje, Bohnengemüse und Nudeln. Alles sehr lecker und zum Nachtisch gibt es wieder einen Boere-Kuchen, der auch heute richtig richtig gut ist.
Als ich für Getränke-Nachschub sorgen will, treffe ich Desmond an der Bar und wir kommen ins Gespräch. Anscheinend wird er erst so richtig gesprächig, wenn man selbst die Initiative ergreift. Wir vier laden ihn noch zu einem Absacker Amarula ein und hören gerne seinen Geschichten zu. Es wird viel gelacht und wir verbringen einen tollen Abend in der absoluten Einsamkeit dieses Camps. Des scherzt nun, er hoffe, er würde Birgit, Andreas oder Petra irgendwann wieder auf Madisa begrüßen dürfen, mich aber garantiert mal irgendwo im Busch treffen 😄 Als er sich verabschiedet, weil er morgen wieder eine anstrengende Tour hat, bleiben wir noch eine Weile mit Birgit und Andreas sitzen und können uns gar nicht so recht losreißen. Irgendwann wird es aber dann doch Zeit und wir würden uns ja beim Frühstück nochmal sehen.
(Nicht selbst)gefahrene Kilometer: 191
Fazit Camp Madisa: Klar ist, dass dieses Camp nicht unbedingt jedermanns Sache wäre. Für uns aber war es genau das Richtige! Ein kleines Abenteuer zum Abschalten für uns als Nicht-Camper. Das Essen war sehr einfach, aber gut und es war fast das einzige, das mein generell empfindlicher Magen super vertragen hat in diesem Urlaub. Das Elephant-Tracking haut mit 900 N$ ordentlich rein, aber ist absolut angemessen für das, was wir erlebt haben und wir weit wir auch fahren mussten.
Des scherzt nun, er hoffe, er würde Birgit, Andreas oder Petra irgendwann wieder auf Madisa begrüßen dürfen, mich aber garantiert mal irgendwo im Busch treffen.
Liebe Laura, DAAAAAAAS kommt mir aber sehr bekannt vor 😉 😄 😄 😄 was für eine grandiose Landschaft, toller Tag und toller Game Drive LG von der Netti, die es kaum erwarten kann 😉
Didi on Tour87 Beiträge · seit 201602. Aug. 2019 ·
Hi ihr zwei!
spannend und viele tolle Fotos - gefällt mir super!
zu den Wellblechfahrten: es ist tatsächlich so, dass es eine Geschwindigkeit gibt, bei der es angenehmer auszuhalten ist. Ob aber 120 km/h eine sinnvolle Sache ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Ich hab solche Strecken schon Kilometerweit mit unterschiedlichen Fahrzeugen gemacht, da gibt es keine pauschale Aussage für, ausser: wenns ganz unangenehm wird, dann entweder viel langsamer oder viel schneller 🙂
Super Tag! 😁 Die Elefanten waren sicher eine tolle Begegnung!
Ich muss gestehen,, zu Beginn meiner Namibia-Recherchen habe ich die Faszination dieser Elefanten nicht verstanden, denn - wie du auch sagtest - es ist keine eigene Art. Aber Elefanten mal in einer ganz anderen Kulisse zu sehen, ist schon klasse! Jetzt, wo ich immer häufiger darüber was gelesen habe, bereue ich ein bisschen, dass das wir leider nicht eingeplant haben. Na ja, gibt's halt einen Grund mehr, noch mal hinzufahren.
Aber sag mal ... Wüstenlöwen? Ich dachte, die sind alle erschossen bzw. vergiftet worden von Farmern. 🙁 Das habe ich zumindest neulich in einer Doku gesehen. Gibt es da tatsächlich wieder welche?
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201505. Aug. 2019 ·
Guten Morgen,
@Didi vielen Dank und schön, dass du auch dabei bist! Natürlich lässt sich durch eine bestimmte Geschwindigkeit das Wellblech erträglicher fahren, aber wenn ich höre, dass jemand mit 120 über die Gravelpad rast, hört der Spaß auf. Man kann dann froh sein, so jemandem nicht zu begegnen oder dessen Auto danach nicht als Mietwagen zu übernehmen! Das ist nämlich das Lieblingsargument eines solchen Verhaltens: "Ist ja nicht mein Auto"...
@Nadine Elefanten sind immer eine tolle Begegnung - und ja, besonders in dieser für Elefanten untypischen Landschaft. Wenn man sich zu dem Thema einliest und informiert, ist es erstaunlich, wie diese grauen Riesen dort überleben und wie sie sich mit der Zeit an diesen Lebensraum angepasst haben.
Die Wüstenlöwen sind auch "nur" Desert Adapted Lions und keine eigene Art. Es gibt derzeit noch schätzungsweise 120 von ihnen, was sich im Gegenzug zu verschiedenen Dokumentationen nach sehr viel anhört. Wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Aber auch sie geraten immer mehr in den Mensch-Tier-Konflikt und werden, wie du sagst, von Farmern vergiftet oder erschossen. Das Pendant zu EHRA (Elephant Human Relations Aid) bildet DELHRA (Desert Lions Human Relations Aid). Ja, dort bekommen Tiere auch Namen, was ja derzeit förmlich zerrissen wird. Aber ob ein Tier nun einen Namen oder eine Nummer trägt (irgendwie muss man es ja kennzeichnen) wird zweitrangig, wenn es ohne Grund abgeknallt wird.
Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche! Laura
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201505. Aug. 2019 ·
17. Juni 2019 // Kamanjab - Fahrt nach Farm Robyn
Es ist noch stocke duster, da wache ich auf, weil Petra wieder am Räumen ist, wo es eigentlich gar nichts mehr zu räumen gibt. Dafür nutze ich aber die Gunst der Stunde und mache noch eine Aufnahme vom Fast-Vollmond in einer anderen Perspektive.
Schnell ist das Auto beladen und wir trennen uns nur ungern von dieser Unterkunft. Aber heute geht es endlich wieder nach Robyn! Beim Frühstück treffen wir noch Desmond und unterhalten uns noch ein wenig bei einem Kaffee. Er hat heute wieder eine ordentliche Tour vor sich und fährt in eine andere Richtung, um Elefanten zu finden. Wir drücken ihm die Daumen und schießen natürlich noch ein Abschieds-Selfie.
Auch Birgit und Andreas treffen wir noch kurz vor unserer Abfahrt und da ihre nächste Station Oppi Koppi ist, würden wir uns bestimmt dort noch einmal treffen. Also los gehts nach Robyn - aber Moment, erst noch die Diskussion, dass ich auch diese Strecke noch fahren möchte.
Petra: "Ääähhmm...wie?" 🙄
Ich: "Ja, du musst danach Etosha sowieso die ganze Zeit fahren."
Petra: "Ich fahre ja auch gerne!"
Ich: "Ja siehste, ich auch, also." 😛
Petra: "Aber..." 😮
Ich: "MAMA!!!" 😈
Petra: "Na gut, dann fahr ich aber von Kamanjab bis Robyn."
Ich: "Von mir aus..." 😣
Als alles geklärt ist, fahren wir zunächst zurück zur C35 Richtung Khorixas. Kurz hatten wir im Vorfeld auch überlegt, über Outjo nach Kamanjab zu fahren, da wir dort sonst dieses Jahr gar nicht vorbei kommen würden. Noch ist allerdings nicht ausdiskutiert, ob wir in drei Tagen (so wie ich es mir wünsche) übers Galton Gate nach Okaukuejo fahren oder (so wie Petra es lieber hätte, weil sie sich schon verunsichern ließ, was die Straßenverhältnisse angeht) über Outjo. Da es jetzt aber über Outjo doch ein großer Umweg wäre, entscheiden wir uns heute für den direkten Weg nach Kamanjab weiterhin auf der C35, die in einem super Zustand ist. Die Diskussion übers Galton Gate ist aber noch nicht abgeschlossen, Mama!
Ein paar Mal mehr strecke ich meinen Arm nach links, um Petra zurück in den Sitz zu drücken, da sie mich mit ihrer nervösen Haltung kirre macht. Heute kommt uns die Strecke auch gar nicht so lange vor wie im vergangenen Jahr und wir erreichen recht flott und nach ungefähr 17 "langsam"s und 13 mal "Vorsicht Kurve" von Petra Kamanjab. Hach, es ist einfach wieder wie Heimkommen. Natürlich ist unser erstes Ziel Oppi Koppi für erfrischende Malawi Shandys und einen Plausch mit der Besitzerin Marianne.
Nach dem Schwatz mit Marianne läuft eine Frau an uns vorbei, die uns beiden sehr bekannt vorkommt und wir sind uns schnell einig, dass das nur Debbie vom Filmhouse sein kann! Als sie nochmal an uns vorbei läuft, sprechen wir sie an und tatsächlich, wir begrüßen uns herzlich und freuen uns sehr, sie wieder zu sehen. Wir erinnern uns immer wieder gerne an den tollen Abend vor zwei Jahren im Filmhouse. Leider hat sie wenig Zeit und Petra muss jetzt durchhalten und einige Zeit auf mich verzichten, da ich auf Vogel-Jagd gehe, was in Oppi Koppi einfach klasse ist! Mittlerweile habe ich riesigen Spaß dabei, die Kamera manuell einzustellen und die Ergebnisse können sich tatsächlich sehen lassen.
Stolz zeige ich ihr meine Ausbeute und wir bezahlen unsere Rechnung, da spaziert Birgit durch die Tür und Andreas folgt kurz danach. Natürlich setzen wir uns mit ihnen nochmal hin und zwingen Birgit endlich einen Malawi Shandy auf - Ergebnis: "Sau gut!". Wir tauschen noch Nummern aus, da wir uns so gut verstanden haben in den letzten zwei Tagen und auf jeden Fall in Kontakt bleiben möchten. An dieser Stelle gaaanz liebe Grüße an euch beide - ich weiß ja, ihr lest mit 😘 😘 😘
Der Sentra wurde mittlerweile umgebaut und hat einen größeren Eingang auf der anderen Seite als gewohnt. Ich schnappe mir einen Einkaufswagen, um ein paar Mitbringsel für die Angestellten Enginie, Immanuel und Beatrice einzukaufen. Außerdem hat Jutta eine ganze Kiste mit Getränken und Lebensmitteln geordert, die wir noch mitbringen sollen. Ich muss sagen, der Sentra macht jetzt viel mehr her als vorher und Sachen wie Maismehl, Milch, Zucker und Honig landen im Einkaufswagen. So etwas hilft den Menschen vor Ort viel mehr als Süßigkeiten aus Deutschland.
An der Kasse weiß erstmal niemand etwas mit Juttas Bestellung anzufangen und ich muss warten. Derweil beobachte ich draußen Petra, die zuerst von Bennie, dem Nüsschenschnitzer angesprochen wird, aber natürlich kein Nüsschen kaufen will. Danach eilen zwei andere Verkäufer zu ihr und schwatzen ihr ein Armband auf. Grinsend schüttel ich den Kopf. Endlich kann ich bezahlen und Juttas Bestellung ist auch aufgetaucht. Ein netter junger Mann hilft mir noch, alles zum Auto zu bringen, wo ich Petra erstmal zurufe: "na, haste wieder Geld ausgegeben? Dich kann man nicht alleine lassen!" 😄 wir müssen beide lachen. Es passt alles noch gerade so ins Auto und nun darf Petra auch endlich wieder ans Steuer. Ich glaube, ihr fällt in dem diesem Moment ein kleiner Stein vom Herzen... Wir verlassen Kamanjab und müssen schmunzeln - wen man hier immer so alles trifft, einfach toll! 🤩
Auf dem Weg nach Robyn sieht man deutlich, dass die Dürre hier besonders zugeschlagen hat. Wo in den letzten Jahren noch etwas Gras stand, ist nun der nackte Boden zu sehen und nur vereinzelte Mopane Sträucher tragen noch grüne Blätter. Ein trauriger Anblick, den man sonst von Bildern aus den Monaten September oder Oktober kennt.
Beim elektrischen Tor merken wir, dass uns ein Auto folgt. Komisch, Jutta hatte nicht erwähnt, dass sie außer uns heute noch Gäste erwartet. Petra fragt nach und das junge Paar hat sich tatsächlich auf Google Maps verlassen und ist auf dem Weg nach Olifantsrus. Puuuhhh, schlechte Nachrichten, bitte einmal wenden. Wir haben mittlerweile 14 Uhr, da müssen sie sich sputen.
Unser Begrüßungskomitee besteht dieses Jahr mal nicht aus Giraffen, sondern einer Herde Zebras. Leider fällt uns dabei ein Tier mit gebrochenem Vorderbein auf und wir fahren umgehend weiter, damit sie nicht weiter flüchten müssen.
Auf Robyn begrüßen wir uns alle erstmal ganz herzlich und wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein. Die Freude wird allerdings etwas getrübt als uns bewusst wird, dass ein kleiner Vierbeiner fehlt, nämlich der Dackel Waltraud. Die Kleine Kämpferin musste sich vor ein paar Monaten dem Krebs geschlagen geben. Auch ist dies unser letzter Besuch auf Robyn, was verschiedene Gründe hat. Somit wollen wir aber versuchen, die nächsten Tage noch besonders intensiv zu erleben.
Enginie, Immanuel und Beatrice dürfen nun erstmal unseren mitgebrachten Koffer auspacken und die Freude ist riesig als sie all die Klamotten erblicken. Leider haben wir nur Frauenklamotten übrig, freuen uns aber umso mehr, als wir feststellen, dass Immanuel die Jacke passt, die uns eine Freundin mitgegeben hat. Er strahlt übers ganze Gesicht und Enginie greift sich direkt alle Schuhe ab 😄
Später zum Sundowner fahren wir eine Runde bis zum Westposten. Jutta hat ihr Gewehr eingepackt, falls wir das verletzte Zebra wieder sehen sollten. Trotz der Dürre entdecken wir einige Giraffen, Oryx, Kudus und ein Steinböckchen.
Als wir unser Ziel für den Sundowner erreicht haben, kann ich nicht anders und knipse noch ein Bild, was, wie ich finde, die nackte Wahrheit widerspiegelt und der Dürre ein Gesicht verleiht 😕
Trotzdem versuchen wir, das Elend für den Moment auszublenden und den Sonnenuntergang bei ein paar Snacks, einem Gläschen Sekt und dem neuesten Tratsch zu genießen.
Zum Dinner gibt es heute in wunderschöner Atmosphäre mit Fackeln und Lagerfeuer auf der Ostterrasse: -Wurstsalat -Eland Roulade mit Semmellknödeln nach Rezept der Germania Gretel aus unserem Nachbarort und karamelisierte Karotten -Heiße Kirschen mit Vanilleeis und Tonkagewürz Ein Gaumenschmaus!
Wir verbringen noch einen tollen Abend zusammen und heute ist auch endlich Vollmond! Man sagt zwar, bei Vollmond schläft es sich nicht gut, aber das ist heute Nebensache. In gewohnter Umgebung schläft es sich einfach am besten.
Flash2010 schrieb:Auch ist dies unser letzter Besuch auf Robyn, was verschiedene Gründe hat. Somit wollen wir aber versuchen, die nächsten Tage noch besonders intensiv zu erleben.
Uups 🤨 wie das denn ? Das kann ich mir gar nicht vorstellen ...
lieben Gruß Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.