Alles nur für´s Kopfkino!? - Botswana Mai 2015

Reisebericht 99 Antworten · 23,3k Aufrufe · gestartet 03. Juni 2015 von Bebbl
ThemenstarterGast18. Juni 2015 ·
8.5. Central Kalahari Game Reserve – Passarge Valley

Nach einer durchwachsenen aber ruhigen Nacht starteten wir nach dem Zeltabbau in Richtung Kalahari Gate. Zuerst fuhren wir ca. 80 Kilometer durch tiefen Sand entlang des Buffaloo Fence bis zur Veterinärstation.
Danach bogen wir ab um weitere 45 Kilometer entlang der Umzäunung des CKGR zu fahren. Wir entdeckten erste Tiere. Leid taten mir die kleinen Steinböckchen, die immer wieder ihr Heil in der Flucht durch den Zaun suchten. Das sah teilweise schon recht brutal aus, wie sich die kleinen Antilopen durch die Maschen des engen Zauns zwängten. Neben Perlhühnern und einem Schakalpärchen entdeckten wir kurz vor dem Eingang auch einen Kudu.

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Nach Erledigen der Parkformalitäten und dem Aufnehmen von Wasser machten wir uns auf den Weg in Richtung Passarge Valley, wo wir die ersten beiden Nächte verbringen werden. Ich hatte mir die Kalahari völlig anders vorgestellt. In Reiseführern als Halbwüste beschrieben war sie doch stark bewachsen. Viele Bäume und Buschwerk begleiteten uns auf den ersten Kilometern. Erst ab der Sun Pan, wo wir eine Pause einlegten und zu Mittag aßen wurde die Gegend offener und Savannenartiger. Jetzt trafen wir auch auf die erste große Anzahl von Großsäugern. Hauptsächlich Oryx Antilopen aber auch Gnus und Springböcke.

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Während unserer Mittagspause beäugte uns ein Schakal und mutmaßte ob etwas für ihn abfallen würde.

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Aber schon hier zeigte sich, wie auch später, dass die Tiere in der Kalahari noch sehr scheu waren und eine hohe Fluchtdistanz hatten. Ich denke, das liegt auch mit an dem wenigen Verkehr. Wir sahen nämlich auf unserer gesamten Fahrt zur Campsite im Passarge Valley sowie auf unseren Game Drives im Passarge Valley kein einziges anderes Fahrzeug. Nur eine Schildkröte und eine Oryx wollten vor uns über die Straße.

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Wir shaen auch unsere ersten Löffelhunde (von uns im weiteren Verlauf nur noch "Spoon Dogs" genannt). Wir waren begeistert, nicht ahnend, dass die Löffelhunde sich zu einer wahren Plage entwickeln würden. Naja, Plage ist jetzt übertrieben, aber ich habe noch niemals soviele Löffelhunde gesehen.

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Erdhörnchen gab´s auch noch in Massen.

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Gegen 15:30 Uhr erreichten wir die Campsite und nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten starteten wir gegen 17:30 Uhr noch zu einem Game Drive. Höhepunkt dieser nachmittäglichen Fahrt war eine schlechtgelaunte Puffotter, die uns regelrecht verfolgte. Die Aggressivität dieses Tieres war schon ausgewöhnlich und sie verfolgte das Fahrzeug, obwohl Evans ständig rückwärtsfuhr um ihr auszuweichen. Anfangs noch belustigt machten wir uns dann aber doch Sorgen ob da alles in Ordnung ist. Nach ca. 15 Minuten „Verfolgungsjagd“ gab die Schlange auf und trollte sich ins Gebüsch.

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Ich hatte auf meinen bisherigen Afrikareisen erst einmal das Glück eine Schlange zu sehen. Diese Anzahl sollte sich nach diesem Urlaub gleich vervierfachen, denn Puffottern hatten wir tatsächlich gleich dreimal. Ansonsten blieb der Game Drive mehr oder weniger ereignislos und wir genossen die Landschaft und Einsamkeit der Kalahari.

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Nach Rückkehr auf die Campsite saßen wir noch lange am Lagerfeuer und erfreuten uns an einem schönen Sonnenuntergang und danach an dem wirklich außergewöhnlichen Sternenhimmel über der Halbwüste. Irgendwann machte sich jedoch der fehlende Schlaf der vergangenen Tage bemerkbar und ich verzog mich in mein Zelt. Gute Nacht!

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Gefahrene Strecke Darnaka Campsite nach Campsite Passarge Valley: 184,29 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,6 m/h
Höchstgeschwindigkeit: 65,7 km/h
Bewegungsdauer: 9:28:09 h
Link: Klick
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Game Drive 1 Passarge Valley
Gefahrene Kilometer: 11,82 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,68 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 24,3 km/h
Bewegungsdauer:1:11:49h
Link: Klick
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015
221 Beiträge · seit 200818. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl,
Kannst Du Dich an die Veterinärstation (wahrscheinlich Kuke-Corner) erinnern. Wurde da das mitgebrachte Fleisch kontrolliert. Aber ihr habt das wahrscheinlich als Gruppe gar nicht mitbekommen.
Es wäre interessant für mich, denn wir fahren nämlich im September die gleiche Strecke von der Brakah Campsite über das Kuke-Corner zum Matswere Gate des CKGR.
Liebe Grüße
Inimu
ThemenstarterGast18. Juni 2015 ·
inimu schrieb:Hallo Bebbl,
Kannst Du Dich an die Veterinärstation (wahrscheinlich Kuke-Corner) erinnern. Wurde da das mitgebrachte Fleisch kontrolliert. Aber ihr habt das wahrscheinlich als Gruppe gar nicht mitbekommen.
Es wäre interessant für mich, denn wir fahren nämlich im September die gleiche Strecke von der Brakah Campsite über das Kuke-Corner zum Matswere Gate des CKGR.
Liebe Grüße
Inimu
Hab grade nochmal nachgesehen. Die Station hieß Phefodiafoka Check Point... aber zum Matswere Gate sind wir rein, da hast du recht!

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So weit ich gesehen habe wurde da nichts kontrolliert. Habe aber auch nicht die ganze Zeit darauf geachtet. Wir mussten nur aussteigen und durch so ne nicht vorhandene Flüssigkeit latschen, dann durften wir weiterfahren.
Hoffe, ich hab dir geholfen

Gruß
Andy
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2015
287 Beiträge · seit 201318. Juni 2015 ·
Ups, da hätte ich doch fast deinen Reisebericht verpasst. Bisher bin ich schwer begeistert 🙂 . Hast du noch ein Plätzchen für mich?

Liebe Grüße
Do
ThemenstarterGast19. Juni 2015 ·
Hallo Do,

na klar ... immer rein ins zugige Fahrzeug. Ich freu mich wenn jemand mitreist 😄

Griaßle
Andy
221 Beiträge · seit 200819. Juni 2015 ·
Danke Andy, dieser Checkpoint ist der, den ich meine, er ist laut T4A in der Nähe des Kuke Corners (100 m).
LG
Inimu
538 Beiträge · seit 201219. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl,
mein Kompliment, schöne Bilder und kurzweilig zu lesen, Dein RB gefällt mir ausgezeichnet.

LG.
rolfhorst
ThemenstarterGast20. Juni 2015 ·
rolfhorst schrieb:Hallo Bebbl,
mein Kompliment, schöne Bilder und kurzweilig zu lesen, Dein RB gefällt mir ausgezeichnet.

LG.
rolfhorst
Danke! Leider komm ich im Moment nicht zum Weiterschreiben... Werd mich aber bemühen bald den nächsten Tag in Angriff zu nehmen

LG
Andy
ThemenstarterGast22. Juni 2015 ·
9.5. Central Kalahari Game Reserve – Passarge Valley

Morning Game Drive: 5:30 Uhr weckte mich mein Handy mit 7 o clock von den Quireboys. Ich hatte gut geschlafen, da ich mich diese Nacht in weiser Voraussicht gleich mit Jogginghose unter den Schlafsack verkroch. Tatsächlich war es diese Nacht noch kälter. Ist schwer einzuschätzen, aber ich denke es dürfte so um die 5-7°C gehabt haben. Bei der Katzenwäsche und dem Frühstück hörten wir bereits die ersten Löwen weit entfernt brüllen. Wir waren also in der Kalahari angekommen. Es war immer noch dunkel als wir zum Fahrzeug stolperten und aufbrachen. Dick eingemummt saßen wir in unserem offenen Jeep. Man konnte gar nicht glauben wie kalt es war und diese Kälte verstärkte sich noch durch den Fahrtwind. Evans und Brian saßen mit Wintermütze und Handschuhen im Auto. Anfangs noch leicht belächelt belehrte uns der eiskalte Fahrtwind schnell eines Besseren und spätestens am zweiten Tag saßen auch von uns einige mit Wintermütze im Auto. Aber mit Aufgehen der Sonne und jeder weiteren Minute wurde es schnell wärmer und langsam kam wieder Bewegung in unsere Glieder. Auch die ersten Tiere ließen sich im Passarge Valley blicken. In irgendeinem Reiseführer hatte ich gelesen, dass es in der Kalahari sowohl keine Giraffen wie auch keine Elefanten geben würde. Beides träfe, laut Guide Evans, nicht zu. Zumindest Giraffen kann ich fotografisch belegen.
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Von den Elefanten haben wir leider nur die Hinterlassenschaften gesehen. Vorbei an unzähligen Oryx Antilopen tuckerten wir das Passarge Valley entlang. Die Kalahari erblühte in wirklich tollen Farben. Sogar Guide Evans war sprachlos und wollte unbedingt, dass man ein Foto von ihm in dieser Farbenpracht macht, weil ihm das sonst keiner glauben würde. Er hatte das bisher, so sagte er, auch noch nicht oft erlebt. Das Tal war weit und topfeben, so dass man sehr weit blicken konnte.

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Deshalb konnte sich der Löwe der verfolgt von zwei Schakalen gemächlich über die Ebene schritt auch nicht vor uns verstecken. Allerdings schienen wir ihm nicht ganz geheuer zu sein, denn mal posierte er in schönstem Licht als König der Löwen dann beäugte er uns wieder misstrauisch. Nach einiger Zeit der gegenseitigen Beobachtung ließen wir ihn seines Weges ziehen und machten uns auf den Weg einigen Wasserlöchern einen Besuch abzustatten.

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Durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen war die Ausbeute an den Wasserlöchern aber eher dürftig bis maximal bescheiden. Die Tiere fanden überall in der Kalahari Wasser und waren daher nicht unmittelbar auf die Wasserlöcher angewiesen. So erfreuten wir uns mehr an der bunten Blumenpracht, als plötzlich in der Nähe der Tau Pan auf der Beifahrerseite Rauch in die Luft stieg.

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Wie vom Blitz getroffen, sprang Brian auf! Ein Kabelbrand hat den Kühlschrank lahm gelegt. Wir hielten an und Evans und Brian trennten sofort den eingebauten Kühlschrank von der Batterie. Nun standen wir da, irgendwo in der Halbwüste (die sich nicht als solche darbot) mit nem Kabelbrand und ohne Kühlschrank 😛 . Natürlich gab´s keinen Handyempfang! Evans zückte sein riesiges Satellitentelefon, das die Ausmaße eines Feldtelefons der Bundeswehr hatte und suchte sich einen guten Platz um mit dem „Hauptquatier„ in Maun zu telefonieren. Wir untersuchten derweil die nähere Umgebung, konnten aber nichts wirklich Interessantes entdecken. Nach der kurzen Aufregung ging es weiter in Richtung Campsite. Evans hatte mit dem „Hauptquartier“ ausgemacht, dass ein Ersatzauto inklusive Mechaniker geschickt wird. Wir trudelten um ca. 14 Uhr im Lager ein und freuten uns über einen wohlschmeckenden Lunch, den K.D. und Paul zubereitet hatten.


Gefahrene Kilometer: 158,53 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,55 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 47,7 km/h
Bewegungsdauer: 8:23:14 h
Link: Klick
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015
ThemenstarterGast22. Juni 2015 ·
9.5. Central Kalahari Game Reserve – Passarge Valley

Nachmittags Game Drive: Um 16 Uhr machten wir uns auf zum zweiten Game Drive. Natürlich hatte Evans und nicht verraten, dass wir das andere Fahrzeug abholen würden. Wir fuhren in der entgegengesetzten Richtung wie am Vormittag bis zu einer Kreuzung in Nähe der Leopard Pan. Die Pirschfahrt war bis dahin ereignislos. Bis auf einen argwöhnischen Schakal und unseren Freunden den Löffelhunden konnten wir nicht viele Tiere entdecken.

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Als wir an der Kreuzung ankamen gaben die beiden mit den Taschenlampen Leuchtzeichen. Erst jetzt erfuhren wir, dass wir auf ein anderes Fahrzeug warteten. Erst tat sich gar nichts. Plötzlich sah man in sehr weiter Entfernung die Scheinwerfer eines Fahrzeugs, das aber leider in die verkehrte Richtung fuhr. Evans und Brian hinterließen dann noch verschiedene Zeichen am Wegweiser und im Sand und wir fuhren zurück in Richtung Campsite. Mittlerweile war es dunkel geworden und die Kälte kroch auch schon wieder in unsere Glieder. In dieser Dunkelheit Auto zu fahren war wirklich kein Spaß. Das musste auch ein Löffelhund erfahren, der beinahe das zeitliche gesegnet hätte weil er urplötzlich aus dem Busch auf die Straße sprang. Überhaupt waren jetzt noch mehr Löffelhunde unterwegs wie tagsüber. Nach der Hälfte der Strecke tauchten urplötzlich zwei Scheinwerfer hinter uns auf. Es war das erwartete Zweitfahrzeug das den Weg zu uns gefunden hatte. Zusammen erreichten wir die Campsite und der Mechaniker machte sich sofort daran den Fehler zu finden. Hauptthema war am Lagerfeuer natürlich der nachmittägliche Schwellbrand am Auto. Was zuerst witzig aussah, als es unter Brian hervorqualmte entpuppte sich bei näherer Betrachtung doch als Situation mit ziemlich weitreichenden Folgen … denn man bedenke, wir hätten auf der ganzen Safari keine gekühltes Cola oder Bier mehr gehabt. Welch schrecklicher Gedanke 😄 😄 😄 😛 🤩 🤩 !!!!!!!

Gefahrene Kilometer: 53,16 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,84 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 29,7 km/h
Bewegungszeit: 3:18:33h
Link: Klick
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015
44 Beiträge · seit 201222. Juni 2015 ·
Hihi, niedlich - der kleine Evans im großen Blumenmeer...

Ich fahre ganz begeistert mit!
ThemenstarterGast26. Juni 2015 ·
10.05. Central Kalahari Game Reserve – Deception Valley

Passarge Valley nach Deception Valley: Hurra, der Kühlschrank geht wieder! 🙂
Der Mechaniker hat das Problem gestern tatsächlich lösen können. Auch Evans fällt ein Stern vom Herzen, da er „sein“ Auto nicht tauschen muss. Nach dem Frühstück brechen wir unsere Zelte ab, da wir heute auf eine Campsite im Deception Valley wechseln werden. Nach kurzer Unterredung beschließen die Guides, dass das Ersatzfahrzeug mit dem Hänger direkt zur Campsite fährt und wir so den Game Drive flexibler gestalten können, da wir ohne Hänger fahren werden. Gesagt getan! Während das Ersatzfahrzeug inklusive K.D. und Paul aufbricht zur Campsite im Deception Valley fahren wir nochmals in Richtung Passarge Valley. Der Morgen ist ziemlich ruhig. Wir sehen einige der sehr selten Gnus in der Kalahari,

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Streitigkeiten zwischen den Oryx und plötzlich sehen wir einen Springbock der gebannt in eine Richtung starrte. Ein untrügliches Zeichen!

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Wir bleiben einige Minuten stehen und wie erwartet kommt ein Gepard hinter einem kleinen Hügel hervorgeschlendert. Die Katze bewegt sich mit gemächlichem aber zielstrebigem Schritt auf uns zu. Nach nur wenigen Zeigerumdrehungen befand sie sich direkt neben unserem Auto. Unbeeindruckt schlenderte sie Ihres Weges.

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Legt sich mal hin um zu verschnaufen und trottet dann weiter. Ein Schakal verfolgt die Katze. Ist es der Gleiche, der auch schon den Löwen genervt hat? 😛

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Und wir sind ganz alleine! Weit und breit keine Menschenseele oder ein anderes Fahrzeug. Wir verbringen viel Zeit bei der gefleckten Schönheit in der Hoffnung auf eine Jagdsequenz. Als das Raubtier sich jedoch in einen Busch verzieht und einige Zeit nicht mehr sichtbar ist verlieren meine Mitfahrer einschließlich Evans die Geduld und wir fahren weiter. Schade, ich wär gerne noch stehen geblieben.

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Ich habe auf meinen letzten Reisen die Erfahrung gemacht, dass Warten mehr bringt als planlos herumzufahren und Sprit zu verblasen. Leider muss ich mich allerdings der Mehrheit fügen bzw. prinzipiell werden wir die wir hinten im Fahrzeug sitzen gar nicht gefragt. Evans entscheidet für uns 🤩 So bleibt der restliche Tag ziemlich übersichtlich. Wir überprüfen das Wasserloch in der Passarge Pan aber leider sind auch heute wenig Tiere zu entdecken. Auf dem Weg zur Campsite Deception Valley entdeckt Heinz eine Wildkatze im hohen Gras, die uns gut versteckt beäugt. Bis unser Fahrzeug zum stehen kommt läuft die kleine Katze in hohen Sprüngen davon. Leider konnte ich nur ein verschwommenes Beweisfoto machen, dass ich euch aber nicht antun will, weil man so gar nichts darauf erkennt. Schade, ein solch schönes Tier hätte ich gerne mal abgelichtet. Nach Ankunft auf der Campsite ging es wieder mal ans Zelt aufbauen. Evans inspizierte die Campsite und zeigte mit einem lapidaren da, da, da und da die Stellen wo wir unsere Zelte aufbauen sollen. Wir sollten zusammenbleiben, da ein „verrückter“ Leopard sein Unwesen in der Nähe der Campsite treiben würde. Solche Sprüche entlocken mir immer ein leichtes Schmunzeln, da ich vermute, dass die Guides so nur die Spannung hoch und die Leute beisammen halten wollen.

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Nach dem Lunch bauten wir unsere Zelte auf und begutachteten die neue Campsite. Um 15 Uhr sollte es weitergehen!

Gefahrene Kilometer: 107,21 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,78 km/h
Bewegungsdauer: 5:21:12 h
Link: Klick
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Bevor ich´s vergesse, vielen Dank für die Danke Drücker und Kommentare!
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015
5’065 Beiträge · seit 201426. Juni 2015 ·
Hallo Andy,

Die Katze bewegt sich mit gemächlichem aber zielstrebigem Schritt auf uns zu. Nach nur wenigen Zeigerumdrehungen befand sie sich direkt neben unserem Auto. Unbeeindruckt schlenderte sie Ihres Weges.


Du hast das Erlebnis wunderbar in Wort und Bild eingefangen! Das sind die Momente, an die man sich noch lange erinnert!

Vielen Dank fürs Zeigen!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
ThemenstarterGast26. Juni 2015 ·
Daxiang schrieb:Hallo Andy,

Die Katze bewegt sich mit gemächlichem aber zielstrebigem Schritt auf uns zu. Nach nur wenigen Zeigerumdrehungen befand sie sich direkt neben unserem Auto. Unbeeindruckt schlenderte sie Ihres Weges.
Du hast das Erlebnis wunderbar in Wort und Bild eingefangen! Das sind die Momente, an die man sich noch lange erinnert!

Vielen Dank fürs Zeigen!

LG Konni
Ja, da hast du allerdings recht. Ich hatte schon so viele magische Momente in Afrika und manchmal ist´s nur wenn einem ein Tier tief in die Augen sieht.
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Vielen Dank für dein Lob!

LG
Andy
ThemenstarterGast26. Juni 2015 ·
10.05. Central Kalahari Game Reserve – Deception Valley

Nachmittags Game Drive: Der Nachmittags Game Drive führte uns durch das Deception Valley. Zuerst zeigte uns Evans die Überreste der Familie Owens bzw. die Überreste ihres Hauses von dem man eigentlich nur noch das Loch der Toilette sieht. Die Familie Owens bereiste und lebte viele Jahre in der Kalahari in unfassbaren Zuständen, nachzulesen in dem Buch „Cry of the Kalahari“. Unser Weg führte uns zur Deception Pan. Unterwegs sahen wir einen Schakal der sich mit einigen Löffelhunden anlegte. Die Löffelhunde waren gar nicht so sehr erfeut über die Anwesenheit des Schakals und sträubten immer wieder mit einem Katzenbuckel ihr Fell um größer zu erscheinen.

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Bei der Deception Pan entdeckten wir ein Gnuskelett, dass noch nicht sehr lange hier liegen durfte. Wir hielten uns ziemlich lange, für mich zu lange, an diesem Skelett auf. Da standen wir nun starrten auf die blanken, weißen Knochen und zogen den Verwesungsgestank durch die Nasen. Unsere Afrikaneulinge waren begeistert, sahen sie doch ihre erste „Leiche“. Auf unserem weiteren Weg entdeckten wir bald darauf einen Löwenpascha, der es sich nur wenige Meter von der Straße entfernt bequem gemacht hatte.

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Er lag in der prallen Sonne und es war klar, dass er da nicht lange liegen bleiben würde, da es mittlerweile schon sehr warm war. Wir waren auch hier allein. Kein Auto weit und breit. Leider blieb Evans nur 2 Minuten stehen und fuhr sofort weiter um zwei Wasserlöcher zu überprüfen. Für mich absolut unverständlich, zumal wir an den Wasserlöchern rein gar nichts fanden. Gut, das kann man vorher ja nicht wissen aber, hey, ein Löwenmännchen an der Straße und das ganz alleine … da sollte man sich schon etwas Zeit nehmen. So jedenfalls meine Meinung! Wir kamen also ca. 1 Stunde später von der ergebnislosen Wasserlochbesichtigung zurück und der Löwe war natürlich weg. War ja klar! Er hatte sich mit einem Kumpel in einen Busch zurückgezogen. Wir haben beide tatsächlich nochmal gefunden, aber auch hier war Evans ziemlich in Eile, weil es ja jetzt schon etwas spät wurde.

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Die beiden Männchen waren ganz schön maldrätiert, sahen aus als ob sie schon so einiges mitgemacht hätten. Tiefe Narben und Wunden im Gesicht! Wir bleiben auch hier nur ca. 5 Minuten stehen, in denen andauernd das Auto von einer Stelle zur anderen manövriert wurde. Hinweise doch bitte mal ruhig stehen zu bleiben oder kurz zu warten wurden einfach ignoriert. Nur solche überflüssigen Sprüche wie „ich weiß schon was ich tue“ oder „Mach mal tausend Fotos“ waren zu hören. Ich kam mir da etwas veräppelt vor. Sehr, sehr merkwürdig! Leicht verärgert verkroch ich mich früh ins Zelt, nichtahnend, dass am nächsten Tag ein noch größerer Klops folgen würde.

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Waren die vor uns auf der Flucht?

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Junge Oryx Antilopen sind ja auch ziemlich süß

Gefahrene Kilometer: 67,54 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 17,58 km/h
Bewegungszeit: 3:41:40 h
Link: Klick
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015
4’388 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 ·
Hallo Bebbi,
Deinen Ärger über sinnlose Herumfahrerei auf der Suche nach Sichtungen können wir gut nachvollziehen. Da hilft nur eins: Selbst fahren. Nach unseren Erfahrungen "passiert" immer etwas, wenn man lange genug stehenbleibt.
Hoffentlich war die Reise trotz des angedeuteten "Klopses" insgesamt schön. Das Negative vergisst man ja denn doch...
Gruß
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
ThemenstarterGast26. Juni 2015 ·
CuF schrieb:Hallo Bebbi,
Deinen Ärger über sinnlose Herumfahrerei auf der Suche nach Sichtungen können wir gut nachvollziehen. Da hilft nur eins: Selbst fahren. Nach unseren Erfahrungen "passiert" immer etwas, wenn man lange genug stehenbleibt.
Hoffentlich war die Reise trotz des angedeuteten "Klopses" insgesamt schön. Das Negative vergisst man ja denn doch...
Gruß
CuF
Hallo CuF,

ja, die Reise war schön und es war auch net alles so mies wie´s jetzt vieleicht rüberkommt. Wie ich ja Eingangs schon geschrieben habe, hätte man halt mit mehr Rücksicht oder Einfühlvermögen mehr rausholen können. Manche Dinge bzw. manches Verhalten haben sich mir halt einfach net erschlossen.
Na klar ... Selbstfahren wär für mich auch ne Option. Ist halt alleine nur etwas schwierig 🙁 ...

LG
Andy
1’525 Beiträge · seit 201126. Juni 2015 ·
Bebbl schrieb:
CuF schrieb:Hallo Bebbi,
Deinen Ärger über sinnlose Herumfahrerei auf der Suche nach Sichtungen können wir gut nachvollziehen. Da hilft nur eins: Selbst fahren. Nach unseren Erfahrungen "passiert" immer etwas, wenn man lange genug stehenbleibt.
Hoffentlich war die Reise trotz des angedeuteten "Klopses" insgesamt schön. Das Negative vergisst man ja denn doch...
Gruß
CuF
Hallo CuF,

ja, die Reise war schön und es war auch net alles so mies wie´s jetzt vieleicht rüberkommt. Wie ich ja Eingangs schon geschrieben habe, hätte man halt mit mehr Rücksicht oder Einfühlvermögen mehr rausholen können. Manche Dinge bzw. manches Verhalten haben sich mir halt einfach net erschlossen.
Na klar ... Selbstfahren wär für mich auch ne Option. Ist halt alleine nur etwas schwierig 🙁 ...

LG
Andy
1’525 Beiträge · seit 201126. Juni 2015 ·
....das kann mit der Zeit ganz schön ärgern..........wenn die Reiseteilnehmer mehrheitlich

dasselbe empfinden, wird der Fahrer nachgeben.....wenn die Gruppe geteilt ist, ja dann

wird es sehr unangenehm...... 🙁 🙁 🙁

mit Grüssen,

BMW
ThemenstarterGast26. Juni 2015 ·
BMW schrieb:....das kann mit der Zeit ganz schön ärgern..........wenn die Reiseteilnehmer mehrheitlich

dasselbe empfinden, wird der Fahrer nachgeben.....wenn die Gruppe geteilt ist, ja dann

wird es sehr unangenehm...... 🙁 🙁 🙁

mit Grüssen,

BMW
Da hast du vollkommen recht. Also ich war nicht der Einzigste, der das so empfunden hatte. Allerdings war das eine Pärchen zum erstenmal in Afrika und sowieso von allem total begeistert. Wobei man auch ganz klar sagen muss, für das erste Mal Afrika haben die echt ne Menge zu sehen gekriegt. Das grenzte ja fast schon an ne Frechheit 😄 🤩 Das zweite Pärchen war zwar schon mal in Afrika aber das war schon lange her und die waren daher auch von jedem Tier begeistert. Beide Pärchen hatten keinerlei Vergleiche zu anderen Guides. Ich bin, so wie Heinz auch, jedes Jahr in Afrika, manchmal zweimal und da verändern sich die Prioritäten und das Wahrnehmen von "spektakulären" Sichtungen schon etwas. Aber eben, weil ich wusste, dass die anderen so denken, habe ich auch nicht viel gesagt. hab mich nur manchmal geärgert aber es war trotz allem ein toller Urlaub mit tollen Sichtungen. Und im Großen und Ganzen überwiegen natürlich die tollen Erlebnisse...

Ich freu mich übrigens, über alle die mitlesen!!!!!

LG
Andy
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2015