Alles nur für´s Kopfkino!? - Botswana Mai 2015

Reisebericht 99 Antworten · 23,3k Aufrufe · gestartet 03. Juni 2015 von Bebbl
ThemenstarterGast03. Juni 2015 ·
Sodele, ich habe jetzt lange mit mir gerungen, ob ich einen Reisebericht von meiner ersten Botswana Tour, die ich im Mai unternommen habe, einstellen soll. Hier mal eine kurze Übersicht der Tour, die mit der Tour von Matthias identisch ist. Ich habe dann noch meine Wahrnehmungen und Eindrücke zusammengefasst. Wahrscheinlich werden sich viele, die öfters in Botswana unterwegs sind kaputt lachen ... aber so hab ich´s eben empfunden! Sollten sich Mitreisende finden und wir nen Bus vollkriegen kann ich gerne noch weitere Bilder zu den einzelnen Etappen posten.

Leopard Tour mit Bushways Safaris
- 1 Tag Kalahari Dinaka Reserve
- 2 Tage Central Kalahari Game Reserve Passarge Valley
- 2 Tage Central Kalahari Game Reserve Deception Valley
- 2 Tage Okavango Delta
- 1 Tag Maun – Audi Campsite
- 2 Tage Moremi NP – Xakanaka Region
- 1 Tage Moremi NP – Khwai Region
- 1 Tag Chobe NP – Savuti Region
- 2 Tage Chobe NP - Riverfront
- 2 Tage Livingston

Botswana:
Botswana und das Okavango-Delta war ein langehegter Traum von mir. Diesen Traum wollte ich mir diesen Mai endlich erfüllen. Was für viele die häufiger in Botswana unterwegs sind normal zu sein scheint, war für mich völlig überraschend. Und zwar die Sauberkeit. Bereits als ich aus dem Flughafen in Maun heraustrat ist mir aufgefallen, dass die in Ostafrika üblichen Straßenrandverunreingungen mit Plastikflaschen in Botswana scheinbar gänzlich fehlen. Klar sieht man bei genauem Betrachten dann doch hin und wieder einen Müllhaufen der sorglos am Straßenrand abgelegt wurde aber im Großen und Ganzen hat es mich tatsächlich überrascht, wie sauber Botswana doch ist. Auch Sambia empfand ich, mal abgesehen von dem Bereich um die Fähre über den Sambesi, als sehr sauber. Wie geschrieben ist dies allerdings nur mein Empfinden und vielleicht auch dem Vergleich mit Ostafrika geschuldet.

Wetter
Während der Reise machten wir uns den Spaß anzufangen die Wolken zu zählen. Bis zur Rückreise aus der Kalahari waren wir immer noch bei 0. Strahlendblauer Himmel den ganzen Tag ... was natürlich das Fotografieren manchmal erschwerte aber manchmal auch zu tollen Bildern führte. Die Sonnenuntergänge waren aufgrund fehlender Wolken eher unspektakulär, weil meist einfarbig. Tagsüber kletterte das Thermometer meist auf um die 28°C. Die Nächte hatten es jedoch in sich und frühmorgens auf den Game Drives musste man sich warm einpacken. Hatte man sich jedoch einmal an das Zwiebelsystem gewöhnt war der Wetterfrosch in Botswana sehr zuverlässig. Regen hatten wir während unserer Reise nicht einen Tropfen und bei der Anzahl der Wolken waren wir am Ende der Reise bei 5 (oder so 😉 )

Gruppe:
Obwohl ich kein Fan von Gruppenreisen (mehr) bin, muss ich sagen, dass es sich bei unserer Botswana Gruppe um einen sehr angenehmen Haufen handelte. Es gab während der gesamten Reise keinerlei Ärger oder Missstimmungen. Auch die Hummeldumm Erlebnisse hielten sich in Grenzen. Wir waren zu Beginn der Reise 7 Personen. Eva und Rudi aus Bayern und Agnes und Heinz aus Franken bildeten die Pärchenfraktion. Karl-Heinz aus Unterfranken, Dorit aus Aachen und ich waren die Singlefraktion. Nach dem Kalahari Abschnitt verließ uns Dorit, so dass wir den Rest der Reise zu 6 im süddeutschen Dialekt weiterfuhren. Ich glaube, auch die ähnliche Mentalität aller aus dem süddeutschen Raum stammenden Mitfahrer führte mit dazu, dass es zu keinerlei Schwierigkeiten während der Reise kam. Ich war mit meinen doch auch schon 50 Jahren der Jüngste in der Gruppe. Durch die großen Autos bei Bushways mit insgesamt vier Bänken konnte jeder genügend Platz für sich in Anspruch nehmen. Da die beiden Pärchen ja sowieso immer gemeinsam saßen blieb für mich und Karl-Heinz jeweils eine komplette Bank auf der wir uns ausbreiten konnten. Das war sehr angenehm. Die Bushways Autos haben die Möglichkeit, dass Dach, welches aus einer Plane besteht wegzuklappen. Wir machten das bis zur Hälfte und da die beiden Pärchen vorne saßen und wir Singles hinten, hatte das den Vorteil, dass wir ungestört auch oben hinaus fotografieren konnten. Alle Mitglieder halfen beim Auf- und Abbau kommentarlos mit und wenn dann doch mal einer keine Lust hatte wurde nicht lamentiert sondern einfach für ihn mitangepackt. Keiner nahm sich Sonderrechte heraus und spielte sich als Reiseleiter oder Chef auf.

Bushways:
Die von Bushways durchgeführte Reise war sehr gut organisiert. Das Auto, Zelte und sämtliches Drumherum war tadellos in Ordnung. Nach der Rückkehr aus der Kalahari nach Maun wurden wir von einem deutschen Bushways Mitarbeiter auf der Audi (was übrigens nichts mit der gleichnamigen Automarke zu tun hat) Campsite besucht und nach unseren Eindrücken befragt. Auch die Flüge übers Delta bzw. an den Victoriafällen wurden von Bushways hervorragend organisiert. Ich fühlte mich jederzeit von Bushways hervorragend begleitet und kann das Unternehmen bedingungslos weiterempfehlen.

Guide:
Wir hatten auf unserer Reise 2 Guides. Evans war der Chef der kompletten Truppe. Er hatte in Deutschland Maschinenbau studiert und sprach daher ein hervorragendes Deutsch. Mit dabei war Brian, der als Trainee die Reise mitmachte. Brian hatte neu bei Bushways angefangen und sollte durch diese Reise die Lokalitäten kennenlernen. Brian war jedoch schon viele Jahre im Safarigeschäft und hatte ein sehr gutes Auge. War die Motivation bei Evans am Anfang der Reise noch hoch, merkte man im Verlauf der Reise, dass er immer weniger Lust hatte. Er erzählte uns, dass er im nächsten Jahr mit diesem Job aufhören wolle und das war dann auch deutlich zu merken. Es kam mir von Anfang an wie ein abarbeiten, abhaken vor. Alles möglichst schnell hinter einen bringen. Leider gab er uns bei manchen tollen Sichtungen (Löwen am Riss – ca. 10 Minuten) sehr wenig Zeit um dann wieder mit 7 km/h planlos und unmotiviert durch die Gegend zu schleichen. Informationen zu den einzelnen Tieren gab es gar keine. Auch unvermitteltes Losfahren während man noch fotografierte oder filmte gehörte zu seinem Repertoire. Anhalten auf Zuruf interessierte ihn so gut wie gar nicht. Auch vom abendlichen Zusammensitzen am Lagerfeuer hielt er nicht viel. Das alles fand ich sehr schade! Mit etwas mehr Einfühlungsvermögen hätte man noch viel mehr aus dieser Reise herausholen können, vor allem fototechnisch. Wenn ich bedenke, was für Sichtungen wir hatten ist es schon schade, dass wir teilweise so rumgehetzt bzw. übergangen wurden. Auch unterhielten sich die beiden während den Game Drives ständig anstatt sich mehr auf die Umgebung und die Sichtungen zu konzentrieren. So kam es wie selbstverständlich, dass einige Entdeckungen von uns Touristen gemacht wurden. Brian war von der Art her völlig anders wie Evans. Aufgeschlossener, Wissbegierig und Neugierig versuchte er ständig sein Deutsch zu verbessern und Spaß in die Truppe zu bringen. Evans war war zwar ein umgänglicher Mensch und brachte sehr viel Safarierfahrung mit, ich war menschlich jedoch etwas enttäuscht.

Koch und Essen:

So wie wir 2 Guides hatten, hatten wir auch 2 Köche. K.D. und seinen Trainee Paul. Die beiden waren der Hammer. Sowohl essenstechnisch wie auch menschlich. Immer gut gelaunt zauberten sie Tag für Tag neue Leckereien. Halfen wo sie konnten, bauten Zelte auf während wir noch auf dem Flug vom Delta waren. Setzten sich zu uns ans Lagerfeuer und erzählten aus ihrem Leben und wollten auch viel von Deutschland wissen. Das Essen war einfach nur super und ich habe bestimmt mächtig zugenommen während der Reise.

Nationalparks:
Kalahari: Die Nächte in der Kalahari waren saukalt. Hier nochmal ein dickes Dankeschön an Matthias der mir mit seinem Tipp mehr warme Sachen einzupacken wirklich einen Bärendienst erwiesen hat. Die Weite des Kalahari Game Reserves sucht wirklich seinesgleichen. Wähend unserer Anfahrt und den ersten beiden Tagen im Passarge Valley hatten wir mit keinem einzigen Fahrzeug Kontakt. Wir waren völlig allein! Während der 2 Tage im Deception Valley stießen wir lediglich auf 3 andere Fahrzeuge. Es gab also keinerlei Getümmel an den Hotspots. Die Kalahari zeigte sich aufgrund starker Regenfälle in den vorherigen Wochen sehr grün. Ich hatte das nicht erwartet. Außerdem blühte es in allen nur erdenklichen Farben. Selbst unser Guide war davon überrascht und ließ sich in mitten der Blumen fotografieren, weil ihm das sonst keiner glauben würde, seiner Meinung nach! Schwierige Pistenteile hatten wir nicht zu überstehen.
Okavango-Delta: Leider habe ich keinen Vergleich aber nach Aussagen der Guides war das Delta noch nicht beim Höchststand angekommen. Wir verbrachten 2 Tage auf einer Insel irgendwo im Delta. Machten mit dem Mokoro Ausflüge zu anderen Inseln mit Naturewalk und genossen den Sonnenuntergang. Die Größe des Deltas lässt sich aber nur mithilfe eines Fluges erahnen. Vom Boot aus ist schiere Unendlichkeit des Papyruswaldes nicht zu erkennen.
Moremi NP: Wir verbrachten 2 Nächte in Xakanaka und 1 Nacht in der Khwai Region . Während der Game Drives hatten wir es sowohl mit Tiefsandpassagen sowie einigen Wasserdurchquerungen zu tun. Endlich konnte ich auch mal die 1st, 2nd und 3rd Bridge sehen, von denen ich schon so oft gelesen hatte. Auch die gesperrte 4th Bridge passierten wir … allerdings auf einer neuangelegten seitlich versetzten Brücke. Wir haben im Moremi kaum andere Fahrzeuge angetroffen. Meist waren es private Fahrzeuge aus Südafrika, aber es hielt sich in Grenzen
Chobe NP: 1 Nacht in Savuti folgten 2 Nächte an der Riverfront. Der Verkehr nahm in Savuti deutlich zu. Besonders deutlich wurde dies bei einer Leopardensichtung bei der die Fahrzeuge wie wild um den besten Platz kämpften. Es entstand ein riesiges Gedrängel. Sowas hatte ich vorher noch nicht erlebt. Nicht einmal in der Serengeti ging es so durcheinander zu. Durch dieses Rumgepoltere war es unmöglich gute Fotos zu machen, da ständig Bewegung war und Staub und Sand aufgewirbelt wurde. An der Chobe Riverfront hatten wir eine exzellente Campsite direkt am Fluß mit Blick auf den Caprivistreifen. Wir konnten dort sogar vom Zeltplatz aus einmal beobachten wie ein Löwe eine domestizierte Kuh riss bzw. reißen wollte … Der Tierreichtum an der Riverfront sucht wahrlich seinesgleichen. Wir hatten erstklassige Sichtungen auf unseren Game Drives und der Verkehr, obwohl zuvor als desatrös angekündigt, hielt sich auch in Grenzen.
Alles in allem hat es mich schon gewundert wie wenig Safariverkehr (außer in Savuti) in Botswana unterwegs ist. Insbesonders das Central Kalahari Game Reserve ist da sehr angenehm.

Sichtungen:
Der Erfolg der Sichtungen dieser Tour ist für mich etwas zwiespältig, da ich Spots hatte, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, ich aber von den meisten leider keine Bilder machen konnte, so dass mir lediglich mein Kopfkino blieb. Manches ging einfach zu schnell um zu fotografieren und manches hat uns auch Evans mit seiner hektischen Art zunichte gemacht. Trotzdem bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, da ich mein großes Ziel endlich Wildhunde zu sehen geschafft habe und das sogar zweimal. Weitere für mich neue Sichtungen waren ein Karakal, 3 Honigdache, 3 Wildkatzen, Ginsterkatze und eine Gepardenjagd. Die letzten 4 Sichtungen jeweils ohne Möglichkeit ein Foto zu schießen bzw. eine Wildkatze erwischt ich leider nur von hinten 😠

Highlights:
Highlights waren natürlich die Wildhunde, sowie ein morgendlicher Besuch zweier rivalisierender Löwenmännchen auf der Campsite. Ferner begeisterte uns noch ein Serval, 3 Puffottern, Rappenantilopen, Löwenriss und ein Elefantenscheinangriff. Aber auch der Flug übers Okavangodelta und insbesondere der Hubschrauberflug über die Victoriafälle waren ein einmaliges, wenn auch mittlerweile teures Erlebnis.

Lowlights:
Auf was ich wirklich verzichten konnte war der sogenannte Bushmanwalk. Klar verdienen sich die San dadurch ein kleines Zubrot und logisch sollte man das mal mitgemacht haben aber der Informationsgehalt und der Abenteuerfaktor gingen gegen null. Hätte Evans uns nicht teilweise noch übersetzt hätten wir wahrscheinlich gar nichts verstanden obwohl ich mein Schulenglisch jetzt nicht als miserabel einstufe. Nun bin ich aber im Allgemeinen kein Freund solcher Kulturzooveranstaltungen und deshalb vielleicht etwas voreingenommen. Ich will es auch gar nicht schlecht reden und wer in der Kalahari unterwegs ist, sollte auch solch ein Walk mal mitmachen um vielleicht so etwas mehr über die San zu erfahren.

So, das waren meine Eindrücke über meine erste Reise nach Botswana. Wie geschrieben, auf Wunsch stelle ich noch einige Bilder ein. Da muss ich allerdings erst noch aussortieren 🙂
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2015
2'497 Beiträge · seit 201103. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl,

ich würde gerne mehr von Eurer Tour hören und auch Bilder sehen. Wir waren letztes Jahr auch mit Guide unterwegs, für uns das erste Mal, wir kannten allerdings die anderen 4 Mitreisenden schon vorher.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
8'057 Beiträge · seit 200803. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl,

Deine Vorspeise gibt Lust auf viel mehr! 🙂

Ich bin einsteigebereit..... 😁

Freue mich auch auf deine Bilder. 😎

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
ThemenstarterGast03. Juni 2015 ·
picco schrieb:Hoi Andy

Kann es sein dass Evans einen Bruder in Kenya hat??? 😵 😈 😎
Naja, so angefressen wie du war bzw. bin ich nicht. Ich fand´s einfach nur schade ... aber ich kann durchaus auch die andere Seite verstehen. Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit miteinander...

@Karin
das kann Vor- und Nachteile haben wenn man die anderen vorher kennt. Unsere Gruppe war jedenfalls eine tolle Truppe ... wir haben viel gelacht auch weil sich alle net so ernst nahmen!

@Annick
na, dann hoffe ich, dass ich deiner Vorfreude auch gerecht werden kann 🙂
5'052 Beiträge · seit 201403. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl,

da steige ich doch schnell mal ein! Gut, dass du einen Bus gemietet hast - ich glaube ich bin bestimmt nicht die Letzte, die zugestiegen ist.

Freue mich schon auf die Fortsetzung mit ganz vielen Fotos!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
126 Beiträge · seit 200903. Juni 2015 ·
Hallo Andi,

ich sitze auch drin.
Her mit den Fotos!

Viele Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2015
44 Beiträge · seit 201203. Juni 2015 ·
Häh, was ist denn mit Evans los? So kenne ich den gar nicht? Bei uns war er die ganze Tour durch super drauf und höchst motiviert? Vielleicht tatsächlich jobmüde? Aber Junge, Evans, - so geht's auch nicht!

EDIT: Bitte unbedingt Bilder - bin doch schon soo gespannt!
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2015
ThemenstarterGast03. Juni 2015 ·
Tani schrieb:Häh, was ist denn mit Evans los? So kenne ich den gar nicht? Bei uns war er die ganze Tour durch super drauf und höchst motiviert? Vielleicht tatsächlich jobmüde? Aber Junge, Evans, - so geht's auch nicht!

EDIT: Bitte unbedingt Bilder - bin doch schon soo gespannt!
Hallo Tani,
naja, jetzt will ich net dauernd auf dem armen Evans rumhacken. Im Großen und Ganzen hat er nen guten Job gemacht. Manche Dinge hätten einfach besser oder anders laufen müssen/können... aber der ist halt auch nur ein Mensch und ich hab auch net immer gute Laune wenn ich arbeiten bin 🙂 jedenfalls schön dass du mit aufgesprungen bist!

Hallo Peter und Konni, schön dass ihr den Bus füllt...
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2015
20 Beiträge · seit 201303. Juni 2015 ·
Hi,
hast Du noch ein Plätzchen frei? Ich wäre auch gerne dabei
8'725 Beiträge · seit 201003. Juni 2015 ·
Huhu Andy,

ich sitze bereits auf meinem Stammplatz im Landy - zweite Reihe links 🙂 . Es kann also losgehen - freu mich schon!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
383 Beiträge · seit 201303. Juni 2015 ·
Ich möchte auch noch mal mit 🙂 , war auch schon in Botswana 🙂 .

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
284 Beiträge · seit 201403. Juni 2015 ·
Ich will auch lesen und sehen was ihr alles so erlebt habt. Vielleicht motiviert mich das selbst auch weiter zu schreiben ...

Morgens im Landi, wenn man fährt, ist schon richtig frisch, gell?
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
ThemenstarterGast03. Juni 2015 ·
Hallo Sybille, Bele und Holger, ich freu mich, dass ihr mitreisen wollt. Sobald ich die Bilder sortiert habe werde ich loslegen.

@Matthias
Ohja, das war wirklich frisch und ich bin froh, dass ich auf deinen Rat gehört habe und ne zweite lange Jacke mitgenommen habe. Ich kann jetzt auch voll Beles Thermounterwäscheverteidigung voll verstehen 🙂

VG
Andy
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2015
8'725 Beiträge · seit 201003. Juni 2015 ·
Bebbl schrieb: Ich kann jetzt auch voll Beles Thermounterwäscheverteidigung voll verstehen 🙂

VG
Andy
JA - JA - JA 😄 🤪 😎 !!! Und jetzt mach dir mal klar, was ich für eine Heldin war: ich hab meine Windjacke, die ich für über meiner diversen Schichten drüber mitgenommen hatte, großzügig meinem Mitreisenden geliehen, weil er seine im Delta hat liegen lassen 😈
Mein zweiter Name ist Sankt Martina 😉 !

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
ThemenstarterGast04. Juni 2015 ·
Champagner schrieb:
Bebbl schrieb: Ich kann jetzt auch voll Beles Thermounterwäscheverteidigung voll verstehen 🙂

VG
Andy
JA - JA - JA 😄 🤪 😎 !!! Und jetzt mach dir mal klar, was ich für eine Heldin war: ich hab meine Windjacke, die ich für über meiner diversen Schichten drüber mitgenommen hatte, großzügig meinem Mitreisenden geliehen, weil er seine im Delta hat liegen lassen 😈
Mein zweiter Name ist Sankt Martina 😉 !

LG Bele
MEINE HELDIN!!!!! 🤩 🤩 🤩 🤩
ThemenstarterGast08. Juni 2015 ·
6.5. Maun
„Can I help you?“ … ich muss schon verloren aus der Wäsche geguckt haben als mich die junge Dame am Flughafen Maun angesprochen hat. Irgendwie fühlte ich mich nicht angekommen in dem Flughafengebäude, das den Charme der S-Bahn Station von Ludwigsburg-Tamm hatte. 10 Stunden Frankfurt – Johannesburg, 4 Stunden Aufenthalt und 2 Stunden Johannesburg – Maun lagen hinter mir und am Flughafengebäude war keiner der mich abholte. „Can I help you? Who is your Safari company?“ hörte ich es wieder. “Ähem, Bushways, Bushways” gab ich schnell zur Antwort, den auch nach zweimaligen Hinsehen, war niemand zu erkennen der ein Schild mit meinem Namen oder des Safariunternehmens hochhielt. Und zu übersehen war hier niemand, denn mit den in meinem Flieger gesessenen ungefähr 15 Personen und den 8 Passagieren die abfliegen wollten sowie ungefähr 10 Einheimischen, die hier rumhängten war das Flughafengebäude nicht gerade kurz vor dem Zerbersten. Gottseidank, nahm mir die nette junge Frau mit einem kurzen Telefonanruf und der kurzen Auskunft „Your Guide is coming“, die Angst mich alleine durch den Maun´schen „Dschungel“ zur gebuchten Island Safari Lodge schlagen zu müssen. 15 Minuten später fuhr auch schon das Auto von Bushways vor das Flughafengebäude, wo ich noch immer alleine und etwas verloren rumstand. Evans unser Guide stieg aus dem Fahrzeug und begrüßte mich mit einem breiten Grinsen und akzentfreiem Deutsch mit „Willkommen in Botswana“. Gleich nach Evans stieg ein Bär von einem Mann mit einem schelmischen Zucken um die Mundwinkel aus. Brian, war ein Hüne von einem Mann aber, wie sich noch herausstellte, ein herzensguter und lustiger Mensch. Er begrüßte mich mit einem lapidaren: „Hallo, wie zezet´s es dir? Kain Broplem! Ja!“ Und entlockte mir sofort ein Lächeln. Noch immer stand ich alleine am Wagen von Bushways. Schon im Flugzeug nach Maun hatte ich mich gewundert, dass, soweit ich es hören konnte (und das war nicht schwer), fast nur Franzosen an Bord waren. Da ich mich aber im Vorfeld erkundigt hatte wusste ich, das bis kurz vor Schluss 7 Personen für die Reise angemeldet waren. Ich ging nochmal mit Evans in das Flughafengebäude wo ich die einzigen beiden Deutschen die mir beim Flug aufgefallen waren ansprach, ob sie auch eine Reise mit Bushways gebucht hatten. Tatsächlich war dem so und so hatten ich mit Karl-Heinz und Agnes aus Oberfranken unsere ersten Mitreisenden gefunden. Die beiden waren, wie ich später erfuhr sehr weltgereist und nicht das erste Mal in Afrika. Evans sprang derweil etwas aufgeregt im Flughafengebäude herum und entschuldigte sich mehrmals dass er zu spät war. Tatsache war, das nicht er zu spät war, sondern wir zu früh … unser Flieger landete nämlich 20 Minuten früher auf dem Rollfeld in Maun. Während Evans den Rest der Truppe zusammensuchte, wechselten Karl-Heinz und ich erstmal Euro in Pula um später unseren Reiseproviant standesgemäß bezahlen zu können. Erst über eine Stunde später und mit einem weiteren Flieger traf dann der Rest der Urlauber ein. Eva und Paul aus Bayern waren Afrika Ersttäter und Heinz aus Unterfranken reiste seit vielen Jahren mindestens 1x im Jahr nach Botswana. Dann erfuhren wir, dass der bzw. die letzte Mitreisende erst am nächsten Tag zu uns stoßen würde und auch nur den Trip in die Kalahari mit uns mitmachen würde. Nachdem das alles geklärt war, ging´s es endlich los und wir nahmen in dem geräumigen und in gutem Zustand befindlichen Safarifahrzeug von Bushways Platz. Wie ich eingangs schon erwähnt hatte war ich von der Sauberkeit in Botswana sehr überrascht. Auch im und um den Bottleshop sowie den naheliegenden Supermarkt war alles sauber. So füllten wir unsere Wasservorräte … für manch einen gab´s auch Bier und Wein… und fuhren danach zur Island Safari Lodge, bei der wir alle eine Zusatzübernachtung gebucht hatten. Das Einchecken ging sehr schnell über die Bühne. Die Cottages der Island Safari Lodge war zwar schon etwas betagt aber sauber und in Ordnung. Nur das Wasser darf dort nicht getrunken bzw. zum Zähneputzen benutzt werden. Das war eine braune Brühe, die direkt aus dem naheliegenden Thamalakane River entnommen wurde. Wir wurden jedoch von Evans schon vorher darauf hingewiesen. Wie immer am ersten Tag war auch bei mir die Aufregung groß endlich wieder in Afrika zu sein, so dass ich nur kurz meine Tasche ins Zimmer brachte und mich sofort wieder mit der Kamera auf die Pirsch machte.

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Reiher mit gefangener Blechdose

Der Fluss befand sich direkt an der Anlage und man konnte von dort aus einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten. Der erste Sonnenuntergang mal wieder in Afrika. Sie sind einfach was Besonderes!

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Am Abend traf ich mich noch mit Heinz und zusammen saßen wir noch bis spät an der Bar und beobachteten wie die Bayern von Barcelona den Arsch versohlt bekamen. Leider schaffte ich es aber tatsächlich nicht mal bis zum Ende des Spiels wach zu bleiben, da ich von der Anreise so fertig war, dass ich in der 80 Minute die Segel strich und aufs Zimmer flüchtete. Es sollte ja auch am nächsten Tag schon um 7:30 Uhr losgehen.

Guats Nächtle!
zuletzt bearbeitet 08. Juni 2015
44 Beiträge · seit 201208. Juni 2015 ·
Ludwigsburg-Tamm? Wohnst Du etwa in Tamm? Da war ich als Kind oft. Meine Großeltern lebten dort.

Die Island Safari Lodge war auch bei uns eine Unterkunft. Wir waren uns alle einig - die Schlechteste!

Nun schreib schnell weiter - ich platze vor Neugier.
ThemenstarterGast08. Juni 2015 ·
Tani schrieb:Ludwigsburg-Tamm? Wohnst Du etwa in Tamm? Da war ich als Kind oft. Meine Großeltern lebten dort.

Die Island Safari Lodge war auch bei uns eine Unterkunft. Wir waren uns alle einig - die Schlechteste!

Nun schreib schnell weiter - ich platze vor Neugier.
Fast, Tanja, fast .... Ich wohne in Bietigheim, bzw. genauer in Bissingen. Das kennst du dann ja sicherlich auch... Ich empfands jetzt gar net sooooooo schlimm. Bin da aber auch genügsam... Hauptsache ich kann schlafen 🙂

Bald geht's weiter...

LG
Andy
ThemenstarterGast15. Juni 2015 ·
7.5 Darnaka Campsite

Ich hatte wirklich gut geschlafen. Überraschend gut! Ich schieb das jetzt mal auf die vorangegangen Tage, denn ich hatte ja bis zum Abflugtag, ja selbst am Abflugtag noch gearbeitet in der Hoffnung dann im Flugzeug schlafen zu können. Meine Hoffnung zerschlug sich wie so oft in tausend kleine Fitzelchen, die ich mit schlaftrunkenen Augen nicht mehr zusammensetzen konnte. Komischerweise war der Flieger nach Johannesburg ziemlich leer und während einige Mittelreihen nur spärlich oder gar nicht besetzt waren, saß neben mir (natürlich) ein ca. 120 kg schwerer, ich nehme an, Südafrikaner, der jeglichen Bewegungsdrang im Keim erstickte. Murphy´s Law! So brachte ich die Nacht mit Filmen, Musik und Stoßgebeten irgendwie über die Runden und war froh als ich in Johannesburg meine Arme und Beine wieder etwas strecken konnte.
Beim üblichen Beschnupperungsvorgang am Frühstückstisch merkten wir schnell, dass wir alle auf der gleichen Wellenlänge lagen. Das sollte sich auch während der Reise nicht ändern und zu einem tollen Miteinander und viel Rücksichtnahme führen. Pünktlich um 7:30 Uhr holte uns Evans an der Lodge ab und wir fuhren wieder zum Flughafen wo wir unsere letzte Mitreisende einsammelten. Dorit aus Aachen war eine lustige und angenehme „Siebzigerin“, die ebenfalls nicht zum ersten Mal in Botswana war. Nachdem auch Dorit sich mit genügend Flüssigkeit präpiert hatte ging es auf die lange Reise in Richtung Kalahari. Wir verlassen Maun auf der A3 in Richtung Makgadikgadi Pan und biegen auf der Hälfte der Strecke in Richtung Central Kalahari ab. Nach schier endloser Strecke entlang an Weidezäunen kommen wir in die Nähe der Hainawald Game Farm. Unterwegs treffen wir 4 San, die sich gerade an einem Viehzaun zu schaffen machen. Wir werden überschwenglich begrüßt. Nur kurze Zeit später kommen wir auf der Darnika Campsite an. Die Campsite liegt schön und sowohl Buschtoilette wie auch Buschdusche machen einen gepflegten Eindruck.
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Nun geht es ans Auspacken und zum ersten Mal werde ich mit dem Aufbau des Zelt konfrontiert. Leider habe ich gar keine Erfahrung und genau so stelle ich mich dann auch an. Aber mit der Hilfe von Heinz steht auch meine Behausung bald und im Laufe der Tour werde ich den Auf- und Abbau geradezu verinnerlichen. Nach dieser Tortur haben wir uns erstmal was zu essen verdient. K.D. und Paul sind bereits am werkeln und zaubern zum ersten mal wirklich schmackhaftes Essen irgendwo im Nichts aus dem Nichts.
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Danach ist erstmal Pause angesagt. Wir haben noch etwas Zeit bis zum Bushmenwalk und so erklärt uns Evans zuerst wie der weitere Ablauf der Tour sein wird und danach können wir noch etwas ausruhen. Die Stille auf der Campsite ist bemerkenswert. Man hört nichts außer den Vögeln. Am späten Nachmittag höre ich ein Fahrzeug an die Campsite heranfahren. Die San erscheinen „standesgemäß“ im Buschfahrzeug. Dann noch schnell umgezogen und schon stehen eben diese 4, die wir noch vor Kurzem am Zaun arbeiten sahen, als San in unserer Mitte. Ich musste schon etwas schmunzeln… ich meine, mir war schon klar, dass die San nicht plötzlich in voller Jägermontur irgendwo aus dem Busch gestiefelt kamen aber , dass man das so offensichtlich handhabte fand ich dann doch etwas lustig. Wir wurden wieder überschwänglich begrüßt und die Guides unterhielten sich noch eine ganze Zeitlang mit den San. Verwunderlich war die Größe der botswanischen Ureinwohner. Ich würde mal sagen, keiner von Ihnen war über 1,60 m. Das sah dann neben einem Europäer schon etwas seltsam aus, wobei man sagen muss, dass Karl-Heinz jetzt auch nicht gerade der Kleinste von uns war.
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So machten wir uns auf den Weg und folgten den San in den Busch. Wir gingen dabei einen bereits vorgegebenen Weg ab, bei dem die San so taten als würden sie überraschend Dinge finden, die sie uns zeigten. So wurden wir Zeuge wie sie Wurzel ausgruben um Wasser zu gewinnen, welche Pflanzen gegen bestimmte Krankheiten halfen, was als „Parfüm“ benutzt wurde, wie sie Vögel fingen und ihre Taschen fertigten. Alles in allem sehr interessant aber man merkte deutlich, dass es schon unzählige Male in dieser Art und Weise durchgeführt wurde. Lustig war nur die Mimik und Gestik des Sans bei seinen Erzählungen. Er sprach immer wieder von seinen Tieren (when I hunt my Oryx) und streichelte sich mit einem bejaenden „Hmmmmm“ immer wieder selber über den Bauch. Dabei sah er beim Erzählen niemals jemandem in die Augen. Keine Ahnung ob das Sitten und Gebräuche der San waren oder einfach nur diesem Individuum geschuldet war. Ich fand´s jedenfalls irgendwie witzig.
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Dann erzählte uns der Jäger noch, eine Legende warum die San keinen Alkohol trinken würden. Dabei musste er über seine eigenen Witze am meisten lachen, was uns allen, die wir absolut nichts verstanden, ein Schmunzeln entlockte. Ich kann diese Legende, trotz Übersetzung von Evans leider nicht mehr nachvollziehen, weil sie so verwirrend war, dass ich mir nichts merken konnte. Am Schluss des Bushmenwalks machten wir noch Halt in einem aus 2 Hütten bestehenden unechten Bushmen-Village wo die San zuerst Feuer machten und uns danach mit Musik- und Tanzeinlagen erfreuten. Dabei erinnerte mich der monotone Sing-Sang und die Tanzeinlagen eher an amerikanische als an afrikanische Ureinwohner.
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Nach ca. 1,5 Stunden brachen wir wieder auf und gingen in Richtung Campsite, die sich wunderbarerweise nur in Steinwurfentfernung des Bushmen-Villages befand. Es war ein lehrreicher und interessanter Nachmittag, auch wenn mir persönlich solche künstlichen Kulturveranstaltungen nicht so sehr zusagen. Aber das echte Afrika wird man wohl oder übel in dieser Art nirgends mehr finden. Zumindest nicht in so einer gebuchten Reise! Nach einem hervorragenden Essen ließen wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen. In der Nacht konnte ich zum ersten Mal feststellen wie kalt es in der Kalahari werden kann. Ich benutzte meinen Schlafsack als Zudecke da ich mich in einem „normalen“ Schlafsack beengt fühle und nicht schlafen kann. Da wir ja in Afrika waren, so dachte ich, schlief ich nur in Unterwäsche. Aber bereits um 24 Uhr wachte ich das erste Mal auf und zitterte wie Espenlaup. Schnell zog ich T-Shirt und Jogginghose an konnte aber den Rest der Nacht nicht mehr wirklich Schlaf finden. Nun gut, Lehrgeld bezahlt und die darauffolgenden Nächte direkt in der Kalahari packte ich mich nachts richtig ein.

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Morgen gibt´s dann endlich auch Tiere im Central Kalahari Game Reserve 😛

Gefahrene Strecke: 145,15 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 28,29 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 70,2 km/h
Bewegungszeit: 4:17:34 h
Link: Klick
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2015