Mein Beileid gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen aus Deutschland, (die vielleicht auch in diesem deutschsprachigen Forum nach Erklärungen für Unfassbares suchen oder sich hier vorbereitet haben). Obwohl die allerwichtigste Vorsichtsmaßnahme - das Reisen mit mehreren (!) Fahrzeugen - angewendet wurde, konnte die Tragödie nicht verhindert werden. Das ist bestürzend für alle, die den Süden Afrikas lieben und stärkt meinen Respekt vor den Herausforderungen dieser einzigartigen Landschaft.
dergnagflow2’575 Beiträge · seit 200701. Apr. 2015 ·
Hi,
martin61 schrieb: Wie oft bist Du da denn schon gefahren?
Mit dem Auto das erste Mal, davor zweimal mit dem Motorrad. Mit dem Motorrad auch Crowtherstrail und noch andere Dinge, bei denen man noch viel viel mehr aufpassen muss. Zudem ist die Sturz- und damit die Verletzungsgefahr da natürlich auch größer, was mich zusätzlich schon sensibilisiert. Meine große Erfahrung betrifft auch eher Endurofahren, also "Offroad" mit dem Motorrad, mit dem Auto hatte ich auch wenig praktisches Wissen. Habe dann - wie ja zu lesen war - einen halbtägigen Offroadkurs gemacht, mich aber im Vorfeld sehr mit der Materie beschäftigt. Hilft aber alles nichts, man muss irgendwann mal in die Praxis.
martin61 schrieb:Einige sind da ein einziges Mal gefahren. Da war dann alles easy und dass das da auch ganz anders aussehen kann, begreifen sie nicht.
Wir reden da jetzt aber schon noch von der Palmwag-Fahrt zum C2, oder? Also das hier:
martin61 schrieb:Fährt man in der Day Visitors Area alle Pisten ab, so muss man ca. 50 mal durch kleinere und größere Riviere. Ich erinnere mich an Jahre, wo viele Riviere heftig abgegangen sind, viel Geröll bewegt wurde und das danach richtig harte Strecken waren.
Davon war aber nicht die Rede in dem von dir kritisierten Posting.
martin61 schrieb:Ok, bis August kann man mit einiger Berechtigung darauf hoffen, dass dann schon andere vor einem neue Strecken gebaut haben
Auch die Reisezeit hatte ich mit in meine Antwort einbezogen.
Ich hab' mal eine Sequenz aus der GoPro hochgeladen, damit man sich ein Bild von der Strecke machen kann.
Ich bleibe dabei, das ist zu 95% auch mit einem hochgestellten 2x4 möglich, großartige "Offroad-Erfahrung" ist *auf dieser Strecke* meiner Meinung nach nicht nötig. Die Tücken liegen im allgemeinen Bereich, den man immer bedenken sollte, wenn man in Namibia unterwegs ist. Egal, ob auf dieser Strecke oder auf irgendeiner x-beliebigen C Straße.
martin61 schrieb:Überhaupt nicht unwahrscheinlich. Bist Du den Ugab schon gefahren?
Ja, auch schon dreimal. zwar immer einen anderen Teilabschnitt. Es kommt ja auch nicht wirklich raus, wo dieses Unglück passiert ist.
martin61 schrieb:Teilweise fährt man im tiefen Sand, teilweise auf den Uferbänken. Auch wenn der Ugab gelaufen ist, muss es im Ugab selbst nicht geregnet haben und auf den Bänken kann trockenes Gras stehen. Gras kann auch schon vorher aufgesammelt worden sein. Wenn man dann fest steckt, gehen die Temperaturen eben noch mal hoch und die Brandwahrscheinlichkeit steigt.
Wie gesagt, ich möchte mich zu dem Unglück gar nicht äussern, weil hier wesentliche Informationen fehlen. Mich hat nur die Schlussfolgerung irritiert, die du daraus gezogen hast.
dergnagflow2’575 Beiträge · seit 200701. Apr. 2015 ·
JuRo schrieb: Ich bin vielleicht unerfahren, aber nicht sorglos. Aus diesem Grund wollte ich mir- u.a. im Forum - Informationen besorgen, ob eine solche Tour für uns in Betracht kommt.
Um dir ungefähr ein Gefühl zu vermitteln, wie's dort aussieht, hab ich im vorigen Beitrag ein Video verlinkt, das ich in meinem Reisebericht aufgrund von "Langweiligkeit" nicht veröffentlicht hab.
Dass sich Pisten, Pfade und Querungen von Rivieren ändern können, sei natürlich hier dazugesagt. Aber im Generellen wird sich im kommenden August diese Strecke nicht sehr viel anders präsentieren. Zudem handelt es sich dabei um ca. 20 Kilometer von der Einfahrt bis zum Camp, nur um dir auch ein Gefühl für die Entfernungen zu geben.
Dass du dich bezüglich generellen Vorkehrungen bei Reisen in und durch Namibia gesondert informierst, das setze ich natürlich ebenfalls voraus 😉.
Wie man auch bei mir gesehen hat, der Grad zwischen "alles super" und "oh mein Gott" ist sehr schmal in diesem Land. Den Grad, wohin man diese "Linie" schiebt, muss jeder selbst erfahren.
Ein Unglück wie das oben beschriebene ist aber die absolute Ausnahme, soetwas hab' ich in den acht Jahren, die ich mich teilweise extrem intensiv mit dem Land beschäftigte, noch nie gehört. Ich würde meine Vorsichtsmaßnahmen daher eher auf andere Bereiche legen.
zu meinem Post noch eine klitzekleine Ergänzung: Ich lese nicht alle Threads, denn ich habe auch noch ein anderes als das Forums-Leben und deshalb hatte ich die von JuRo gestellte Frage nicht gelesen.
Ich habe das natürlich aufgrund dieser Diskussion nachgeholt und ich muss sagen, dass ich sehr wahrscheinlich auch keine andere Antwort als dergnagflow gegeben hätte. Denn erstens will JuRo von Palmwag aus eine Tagesfahrt machen. Da kauft man normalerweise in der Lodge das Permit, erhält die Streckenkarte und - sehr wichtig!!!! - redet mit den Leuten von der Lodge und zweitens - ich zitiere Wolfgang: Die Anderen mit ihren Tipps sind plötzlich schuld. Nöö - jeder Erwachsene ist noch für sich selbst verantwortlich, wenn er nicht entmündigt wurde.
Und wenn man mit den Leuten von der Lodge redet, erfährt man Vieles wie z. B., dass man ausreichend Wasser mitnehmen muss, wie die Strecke zur Zeit ist (und wo welche Schwierigkeiten sind) etc. Außerdem sagt man üblicherweise Bescheid, bis wann man zurück sein will. Und ich kenne in ganz Namibia nicht einen einzigen Menschen, der nicht spätestens am nächsten Morgen eine Suche veranlassen würde, wenn der Wagen von JuRo am Abend nicht zurückgekommen wäre.
Aber von all dem einmal abgesehen, finde ich es schon erstaunlich, wie man den tragischen, für mich aber noch immer mysteriösen Unfall mit der Frage von JuRo bzw. der Antwort von dergnagflow in Verbindung bringen und solche Schlussfolgerungen wie Martin61 ziehen kann. Wenn wir Martins Ratschlag beherzigen, dann dürfen wir - wie giraffenmog sehr richtig sagt - überhaupt keine Informationen mehr geben, denn sie könnten ja immer falsch ausgelegt werden.
Das Forum ist eine Gemeinschaft von Afrika-Liebhabern, die über ihre eigenen Erfahrungen berichten, nicht mehr und nicht weniger. Und diese sind nun einmal sehr, sehr unterschiedlich wie das Wetter an den Tagen, als diese Erfahrungen gemacht wurden.
Liebe Grüße Gerd
Elchontherun1’250 Beiträge · seit 200901. Apr. 2015 ·
walberlin schrieb:Mein Beileid gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen aus Deutschland, (die vielleicht auch in diesem deutschsprachigen Forum nach Erklärungen für Unfassbares suchen oder sich hier vorbereitet haben).
Soweit ich informiert bin, war der Mann Österreicher, aber das ist auch nicht so wichtig: für die Angehörigen ist das eine furchtbare Sache, und es tut mir von Herzen Leid für sie. Du schreibst, dass die Tragödie nicht hatte verhindert werden können, obwohl man die wichtigste Vorsichtsmassnahme, nämlich nicht allein zu fahren, beachtet hatte. Im Falle eines Unfalles hilft es jedoch nichts, mit mehreren Fahrzeugen unterwegs zu sein. Auch wenn man im Konvoi fährt, kann man in einer Kurve mal zu schnell sein, oder aufs Bankett abkommen, oder im Rivier steckenbleiben. Leider wissen wir zu wenig über die Umstände, damit wir diesen Vorfall analysieren können. Da sind doch sehr viele Fragen offen, zB warum das Fahrzeug angefangen hat zu brennen, vor allem gleich so schlimm und schnell, dass der Fahrer sich nicht mehr hat retten können. Warum hat er die Tür nicht öffnen können, wenn doch seine Beifahrer rausgekommen sind. Ich habe eine bestimmte Vermutung, jedoch kann ich damit völlig daneben liegen, und darum hat es auch keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Und darum stimme ich dergnawflow zu: solange wir nicht mehr wissen, können wir daraus auch keine Lehren für das eigene Fahrverhalten in Namibia ziehen, und man sollte seinen Focus auf die üblichen Vorsichtsmassnahmen und Erfahrungen richten.
Swakop19522’664 Beiträge · seit 201201. Apr. 2015 ·
Alle schießen irgendwie am Ziel vorbei.
Ich nehme an daß viele der Forenmitglieder entweder Erfahrung haben, oder aber auch sensibilisiert sind. Und dennoch stellt nahezu niemand die Frage, was das Feuer ausgelöst haben könnte.
Ich sehe immer wieder, daß Menschen mit Benzinfahrzeugen, die mit einem unsäglichen geregelten Katalysator ausgerüstet sind, sich auf den Weg machen und durch hohes trockenes Gras fahren. Viele Farmer mußten schon Brände deshalb löschen.
Ich setze mal voraus, daß es Unwissen ist, in welche Gefahr sie sich und Andere damit begeben, weil ein Katalysator sich gewaltig aufheizt und zum Teil rotglühend werden kann, zum Teil werden es mehr als 1.000°C. Mit einem kleinen Luftzug entflammt trockenes Gras oder auch Reed im Bruchteil einer Sekunde wie Zunder.
In diesem Fall liegt bei mir die Vermutung! nahe, daß es sich auch hier um ein G-Kat-Benzinfahrzeug gehandelt haben muß. Solange man in Bewegung bleibt, mag das gehen. Bleibt man jedoch stehen, kann es lebensgefährlich werden, weil nicht nur das Gras brennt, sondern der Fahrzeugtank und mitgeführte Kanister explodieren können. Es ist ein grausamer Tod, bei lebendigem Leibe im Fahrzeug zu verbrennen.
Hier sind irgendwie auch die Fahrzeugvermieter in der Pflicht, ihre Kunden auf die Brandgefahr hin zu weisen und ihnen die Verwendung solcher Fahrzeuge für solche Touren aus zu reden.
Für jeden sollten besonders moderne Benzinfahrzeuge mit G-Kat für Geländefahrten im Grasland tabu sein!
MAmartin61Themenstarter54 Beiträge · seit 201501. Apr. 2015 ·
Guten Tag,
dergnagflow schrieb:Wir reden da jetzt aber schon noch von der Palmwag-Fahrt zum C2, oder?
Nein reden wir nicht und ich verstehe auch nicht, warum Du Dich auf diese paar Kilometer versteifst. Jetzt kommen wir in den Bereich der ätzenden Wortklauberei, aber in der Anfrage von juro steht nicht, dass sie nur bis zur C2 und direkt wieder zurück fahren. Da steht, dass sie einen Tagesausflug in die Palmwag Area machen wollen und dann kommen alle Pisten da in Frage, besonders alle in der Day Visitors Area.
Und jetzt schreiben Gerd, Giraffenmog, Maggus und andere hier reichlich absurdes Zeug. Der eine kommt mit Unfallszahlen in Deutschland als Vergleich. Da fällt mir gar nichts mehr ein. Die nächsten verdrehen mir die Worte, das man angeblich überhaupt keine Tipps mehr geben darf. Natürlich kann man Tipps geben. Wenn man dann Routen im Kaokoveld oder Damaraland oder sonstigen abgelegenen Gegenden empfiehlt und den Eindruck hat, dass der Tippempfänger unerfahren ist, dann sollte man aber vielleicht noch 1-2 Sätze zu Risiken/Vorbereitungen dazu schreiben. Sonst erzeugt man bei den Fragenden vielleicht einen falschen Eindruck und bringt die im dümmsten Fall in eine fatale Lage. Juristisch hat man dann vielleicht keine Mitschuld, moralisch schon. Sehe ich zumindest so.
Wenn es hier um normale Routenplanung und 2 Nächte hier oder dort geht, dann wird immer überaus fleißig für andere mitgedacht. Es werden massenweise Extratipps gegeben und auf Dinge hingewiesen, nach denen gar nicht gefragt wurde. Wenn es um potentielle Gefahren für Leib und Leben geht, gilt plötzlich die Maxime: Ich denke nicht für andere mit. Da muss sich jeder selbst drum kümmern. Große Klasse.
Fahrt halt alle wie und wo ihr wollt. Ich wünsche gutes Gelingen und gesunde Rückkehr. Für mich ist das Thema beendet.
dergnagflow2’575 Beiträge · seit 200701. Apr. 2015 ·
Hi.
martin61 schrieb: Nein reden wir nicht und ich verstehe auch nicht, warum Du Dich auf diese paar Kilometer versteifst. Jetzt kommen wir in den Bereich der ätzenden Wortklauberei, aber in der Anfrage von juro steht nicht, dass sie nur bis zur C2 und direkt wieder zurück fahren. Da steht, dass sie einen Tagesausflug in die Palmwag Area machen wollen und dann kommen alle Pisten da in Frage, besonders alle in der Day Visitors Area.
In dieser Anfrage: http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/285800-palmwag-campsite-oder-c2.html ging's um die Übernachtung in C2. Ob man die machen kann oder nicht. Nicht um die generelle Frage, ob man sich in der Day Visitor Area bewegen kann. Das habe ich mit meinem Wissen beantwortet. Und wenn's um eine Rivierbefahrung im Kaokoveld gegangen wäre, hätte ich noch einige warnende Worte darüber verloren. Vor allem, was das Offroadfahren und die Ausrüstung betrifft. Das schien mir im Bereich der Palmwag DVA entbehrlich.
martin61 schrieb: Wenn man dann Routen im Kaokoveld oder Damaraland oder sonstigen abgelegenen Gegenden empfiehlt und den Eindruck hat, dass der Tippempfänger unerfahren ist, dann sollte man aber vielleicht noch 1-2 Sätze zu Risiken/Vorbereitungen dazu schreiben. Sonst erzeugt man bei den Fragenden vielleicht einen falschen Eindruck und bringt die im dümmsten Fall in eine fatale Lage. Juristisch hat man dann vielleicht keine Mitschuld, moralisch schon. Sehe ich zumindest so.
Das ist natürlich richtig, ich hab' auch eine Anfrage nach den GPS Daten meiner Reise erhalten, ebenfalls von jemandem, der das erste Mal nach Namibia fährt. Da kamen auch zuerst einige Fragen bzw. Hinweise von mir. Allerdings ging diese Reise ja weit über die Day Visitor Area hinaus.
Und nochmal: natürlich ist's fein, wenn man jemanden mehr Informationen gibt, allerdings kann man nicht immer bei Adam und Eva anfangen. Und ich halte die Palmwag DVA nicht für so "extrem", dass man die nicht fahren können sollte. Wenn man eben die allgemeinen Hinweise und Tipps für Namibia beachtet. Und vor allem halte ich es für verfehlt, das oben genannte Unglück als Beispiel dafür herzunehmen, was passieren kann. Da gibt's leider weitaus "bessere" und eindrücklichere.
giraffenmog649 Beiträge · seit 200701. Apr. 2015 ·
@Martin 61 Reichlich absurdes Zeug.... Aha..... man spürt geradezu körperlich, wie Du Dich um eine sachliche Betrachtung dieses Themas bemühst...
Eines würde mich interessieren: JuRo hat Dich gefragt, warum Du die Antworten auf seine Frage hier als schlechtes Beispiel darstellst, selbst seine Frage weder beantwortet noch unsere Antworten ergänzt hast. Das tust Du in diesem Thread, der durchaus von JuRo hätte übersehen werden können.
Um was geht es Dir eigentlich? Die Hilfe und Unterstützung von ich nenne sie mal 4x4-Neulingen scheint ja eher nicht den Anstoß für Deine Kritik gewesen zu sein...
danke für dein Kompliment, ich habe den Vergleich mit der Unfallstatistik deshalb gezogen, weil ich zu dem jetzigen Kenntnisstand keinen Anlass dazu sehe, dass der tragische Unfall irgendwie im Zusammenhang mit Offroad Strecken in Namibia und eventuellen "Anfängerfehlern" stehen muss, alles nur wilde Spekulationen!
Es könnte auch durchaus sein, dass das Feuer durch eine Zigarette, einem undichten Gasanschluss, einem Kabelbrand oder sonst irgendwie zustande gekommen ist, momentan weis dies doch wohl niemand genau, oder liege ich da falsch?
Zunächst sehe ich da erst mal keinen Zusammenhang zwischen der Region und dem Unfall und schreckliche Unfälle können leider überall passieren, auch bei uns im behütetem Deutschland!
für Dich mag das Thema jetzt beendet sein (Gott sei Dank!), aber Du wirst ja weiter mitlesen.
Und jetzt schreiben Gerd, Giraffenmog, Maggus und andere hier reichlich absurdes Zeug.
Was die anderen Fomis von Deiner Aussage halten, weiß ich nicht (außer giraffenmog, der Dir ja geantwortet hat). Ironiemodus [/i]an: Ich danke Dir für das Kompliment. Ich bin sowieso ein sehr schräger Typ, der keine Ahnung von irgendetwas hat und der hier grundsätzlich nur Blödsinn schreibt, um die Frager zu verunsichern. Und besonders gerne tue ich das heute am 1. April. Leider gibt es dann Spaßverderber wie Dich, die das erkennen und das dann hier auch noch kund tun. Ironiemodus aus
Allen anderen Fomis wünsche ich schon jetzt frohe Ostertage und nicht so kaltes Wetter wie heute.
Liebe Grüße Gerd
BikeAfrica7’337 Beiträge · seit 200601. Apr. 2015 ·
martin61 schrieb:
BikeAfrica schrieb:Man war für sich selbst verantwortlich und nicht Andere. Dieses Denken kam inzwischen abhanden. Die Anderen mit ihren Tipps sind plötzlich schuld. Nöö - jeder Erwachsene ist noch für sich selbst verantwortlich, wenn er nicht entmündigt wurde.
Stimmt schon. Am Ende entscheidet jeder für sich allein mit voller Verantwortung. Aber entscheiden tut man auf der Basis von Informationen. War man irgendwo noch nicht, so muss man sich zur Beurteilung auf die Informationen von Dritten verlassen. Wenn dann jemand Tipps gibt, dann hat er doch ein bisschen Mitverantwortung, dem Fragenden die richtigen Informationen zu geben und ihn nicht in Entscheidungen zu treiben, die ihn in große Gefahren bringen könnten. oder nicht? Naja, vielleicht bin ich da einfach zu altmodisch.
Ich treffe aber immer wieder in abgelegenen Gegenden auf Touris, die Wasser oder Benzin haben wollen, weil sie selbst nicht genug dabei haben. Die ihr Auto festgefahren haben und es nicht mehr aus dem Sand bekommen. Da sollte ich dann zukünftig wohl einfach sagen: "Hast Dich als mündiger Erwachsener selbst in diese Situation gebracht. Sieh zu, wie Du da auch selbst wieder raus kommst. Tschüß"
... ich teile Deine Ansicht, dass man die Verantwortung hat, richtige Informationen zu geben. Aber wenn man das getan hat und sich der Fragende dann zu etwas entscheidet, ist er (nach meinem Verständnis) ab dem Zeitpunkt selbst verantwortlich. Wenn ich natürlich jemandem versichere, im Kaokoveld steht alle 100 km 'ne Tankstelle und der Andere bleibt deshalb unterwegs liegen, dann würde ich Dir zustimmen, auch für die Folgen eine gewisse Mitverantwortung zu haben. Wenn ich aber jemandem sage, Du musst für 1.000 km Treibstoff mitnehmen und derjenige kalkuliert wie zuhause mit seinem Pkw mit 7 Litern/100 km, dann sehe ich mich frei von jeder Verantwortung.
Dass man anderen Leuten bei Problemen hilft, finde ich selbstverständlich. Bitte verstehe mich da nicht falsch. So wie Du es in Deinem Beispiel schilderst, war das von mir nicht gemeint. Ich helfe gerne, nur die Verantwortung lasse ich mir nicht auch noch aufdrücken. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich frage mich, wie man aus den spärlichen Informationen mangelnde Offroad-Kenntnisse als gegeben ansehen kann? Autos fangen leider hin und wieder aus verschiedensten Gründen an zu brennen. Auch erfahrene Offroader graben sich mal ein, vor allem in Flussbetten. Einen Zusammenhang zwischen Offroad-Kenntnissen und der Fähigkeit das Fahrzeug in einer Notsituation schnell zu verlassen kann ich auch nicht erkennen. Das ein Fahrzeug ausbrennt und die Insassen den Wagen nicht verlassen können kann einem genauso gut in Deutschland passieren. Ich bin hier schon an genug ausgebrannten Fahgrzeugen vorbei gefahren. Ob die Insassen immer rechtzeitig raus gekommen sind, weiss man da auch nicht.
Swakop19522’664 Beiträge · seit 201207. Apr. 2015 ·
Das sind alles Vermutungen. Die habe ich auch geäußert aufgrund der spärlichen Informationen, abgeleitet aus der Praxis. Auch fahre ich nicht einfach in ein Reedfeld im Rivierbett hinein, wenn da nicht bereits eine Fahrspur liegt, denn es gibt auch im Reed immer Ausspülungen und evtl. Modderlöcher, in denen man ganz schön fest sitzen kann (sollen Andere hineinfahren die mutiger sind als ich). Und außerdem niemals mit einem Benzinfahrzeug mit G-Kat. Das ist wie mit einem Feuerzeug zu zündeln. Wer das nicht weiß hat die A-Karte gezogen. Das ist auch das Problem vieler Fahrzeugbrände in Europa, wie es scheint.
Moderne Fahrzeuge brennen oft (manche Modelle öfter als andere), lt. Statistik ca. 15.000 pro Jahr in Deutschland. Meistens dauert es lange bis ein Vollbrand entsteht, für so ein tragisches Unglück müssen schon sehr besondere Umstände auftreten, das dürfte auch der Fall gewesen sein, siehe Zitat aus: http://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php?s=d6a59f52e0dc5a78bbfde8fd63491bb4&t=217369 “This tour group tried to drive the Ugabriver through the swamp areas and in the swamp closest to Rhino Camp, one of their 4x4's got stuck in the mud and the vehicle tilted to the right, lying on the right door and the driver was pinned in the car. Then the worst happened. In the car something ignited and the driver, an old German guy, was burned to death where he was pinned behind the steering wheel of the car.” Zitat Ende
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200807. Apr. 2015 ·
Welch ein entsetzliches Drama!
Unsere Gedanken sind bei dem Verstorbenen und allen Beteiligten.
lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt