Hallo Alexander, danke für diesen Reisebericht mit den sehr schönen Fotos. Da wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich die Bilder sehe. Unsere erste Afrikareise ging auch nach Namibia und bei Hubert Hester haben wir auch schon einige Male gebucht und auch einige Pannen gehabt, aber dank des guten Service war es erträglich. 😉 Bin gespannt wie es weitergeht. Grüße Giselbert
Champagner8’801 Beiträge · seit 201016. Nov. 2013 ·
Hallo Alexander,
nach all den vielen tollen Tieren die es hier im Forum zu bestaunen gibt muss ich doch zwischendurch mal ein Wort zu deinen Landschaftsaufnahmen sagen: ich bin begeistert! Sie wirken so plastisch und völlig natürlich von den Farben her (ich kenn einige der Ecken ja auch....) - und sind für meinen Augen und meine Seele einfach wohltuend!
Die netten Fotos von Euch dazwischen machen das Ganze noch sympathischer (mein Kinder sind etwa in eurem Alter 😉 ) - vielen Dank für die erfrischende bebilderte Lektüre an diesem trübseligen Tag 🙂
fittkenThemenstarter277 Beiträge · seit 201317. Nov. 2013 ·
Danke Gisbert und Bele!
Weiter geht es zum Brandberg. Man merkt, je nördlicher man kommt, desto ärmer wird es. So lebten teilweise am Wegesrand Menschen in ziemlich spartanischen Holzhütten. Nach 2,5h Fahrt und einem Zwischenstopp an einem kleinen afrikanischen Supermarkt, wo wir Fleisch gekauft haben, erreichten wir unseren Campingplatz an der Brandberg White Lady Lodge. Unser Glück ist, dass die Lodge anscheinend ziemlich leer ist, weshalb wir den Pool der Lodge benutzen durften, nachdem die Enten aus dem Wasser vertrieben wurden. 😄
Unser Stellplatz hier lag wunderschön unter Bäumen in einem sandigen Gelände. Ca. 1-2 Mal wöchentlich kommen laut Rezeption Wüstenelefanten zum nahegelegenden Wasserloch vorbei, vor 4 Tagen waren sie zum letzten Mal da, also Bestand die Hoffnung, dass sie uns besuchen. Nachdem wir mittags unsere Premium-Wurstschnecke mit Baked Beans gegessen hatten, verbrachten wir einige Zeit lesend in dem Schatten eines Baumes. Wir genossen die Ruhe als sich plötzlich ein Schauer Vogelscheiße über meine Hose und die Buchseiten ergossen. Na klasse! Also schnell umgezogen. Später besuchten uns dann noch Ziegen, Esel und ein Gelbschnabeltoku, den ich dann mit Müsli anfütterte.
Um der Hitze zu entgehen, sind wir dann mit dem Auto zur Lodge gefahren (man wird ja total faul hier) und haben den Pool unsicher gemacht, zwar klein, aber fein, genau das Richtige bei der Hitze. Irgendwelche Erdmännchen tummelten sich derweil auf der Rasenfläche.
Abends grillten wir Beef über dem Lagerfeuer und legten mit Butter gefüllte Butternut in die Glut. Für das Beef brauchte man gute Zähne, nicht gerade zart… Die Esel schauten auch immer mal wieder vorbei uns als wir im Dachzelt lagen, nachts war Esel und Rinderparty direkt um uns herum. Auch wenn der Tag für den Reisebericht vielleicht nicht so spannend ist, für uns war es ein guter Erholungstag. 🙂
Brandberg White Lady Lodge: Für uns gab es hier eigentlich nichts auszusetzen. Vor allem Stellplatz Nr. 6 liegt einsam, es gibt allerdings auch Stellplätze direkt an einem Brunnen, aus dem die Elefanten öfters mal trinken. Als wir dort waren, waren diese Plätze jedoch belegt und Elefanten eh nicht da. Besonders angenehm war der Pool bei der Hitze. Die Sanitäranlagen waren in Ordnung. Note: 2+
Hihi, das Tsondab-Spiegelbild...dieses Motiv kommt mir irgenwie bekannt vor 🙂 Sehr schöne Bilder habt ihr gemacht. Zu Thema "Arlarm im Darm" kann ich nur sagen, dass es Nachts auf dem Sternenhimmelklo auf Tsondab valley dennoch ein "Genuss" sein kann :)))) ... So, jetzt bin ich durch bis zur BBWLL und jetzt ist es wieder da, diese Sehnsucht, dieser Drang, die Flugpreise zu studieren, diese Lust eine neuer Route auszuarbeiten... 😉
fittkenThemenstarter277 Beiträge · seit 201321. Nov. 2013 ·
Die Weiterfahrt nach Twyfelfontein, ca. 150km, dauerte 2,5h. Am Wegesrand fanden wir erste Herero und Himba Frauen, die jedoch wie Prostituierte dort standen und nur auf Geld aus waren, schrecklich sowas zu sehen. Ebenfalls warnten hin und wieder Straßenschildern vor kreuzenden Elefanten, wir sind in Afrika angekommen. :
Zwischendurch haben wir immer mal wieder angehalten, um mit ein paar Menschen ins Gespräch zu kommen.
In Twyfelfontein hatten wir einen schönen Stellplatz bei Mowani. Dass man als Camper in der Lodge jedoch nicht gerne gesehen wird und doch lieber, sollte man nicht selbst kochen wollen oder etwas einkaufen möchten, in das 100km entfernte Khorixas fahren soll, fanden wir nicht gerade sehr einladend. Aber es hat sich gelohnt .
Sonnenuntergang bei uns vor der Haus-, ähh Autotür:
Ausblick aus der Dusche:
Nachmittags haben wir uns die berühmten Felsgravuren von Twyfelfontein angeschaut, Unesco Weltkulturerbe, das mich mehrfach zum Gähnen brachte. Doch der Reihe nach: Schon zu Beginn sahen wir das ,,Information Center”. Schnell beschloss ich, dass es vermutlich besser sei, einen großen Bogen um selbiges zu machen, doch die Rechnung haben wir ohne die unsympathische Frau der oben genannten Institution gemacht. Nach einer kurzen Entschulding, dass wir gar nicht sahen, dass dort der Eingang sei (doof stellen klappt sonst doch immer 😠 ), erfuhren wir, man könne sich die Gravuren nur mit persönlichem Guide anschauen. Juhu!
Naja, nen bisschen Kultur muss sein, also Geld abgedrückt und nun hatten wir 1 Minute später unseren persönlichen Guide an der Seite. Die Frau hinterließ noch das Kommentar, wir sollten dem Guide später noch etwas Trinkgeld geben. What the hell? Wofür haben wir gerade bezahlt? Wegzoll? Naja, der Guide, dessen Name mir leider entfallenen ist, war in seinem früheren Leben vermutlich Boxer und seine schwache Seite war vermutlich die Rechte, denn dort entdeckte ich nach kurzer Erhebung des Dentalstatuses das Fehlen sämtlicher Zähne. Auf Nachfragen gab er jedoch an, gerade mit der Schule fertig zu sein. Also die Tour war schon ganz nett, er hat sich Mühe gegeben und war sehr freundlich, wir dachten es ginge 1,5h, doch nach 45min waren wir wieder dort, wo wir herkamen. Wir lernten, dass diese Gravuren vermutlich früher der Kommunikation dienten oder Schamanentum waren. Übrigens haben wir auf unserem Weg noch andere Guides mit ihren Gruppen getroffen, vermutlich Exkursionen Deutscher Altenheime, was da angekarrt wird, ist echt unglaublich. Die Guides sprechen dann teilweise sogar Deutsch, fließend Deutsch ohne Akzent. Von diesem Erlebnis ein wenig geflashed, haben wir uns dann noch einige Kilometer entfernt die Orgelpfeifen, Steinformationen, die wie Orgelpfeifen aussehen angeschaut, bevor es zurück ins Camp ging und das erste Mal Brotbacken überm Feuer im Potje auf dem Programm stand. Das Brot war lecker, unten nur ein bisschen angekokelt, aber über sowas hilft ein Amarula als Sundowner gut hinweg. Wenn ich eines aus Afrika mit nach Deutschland nehme, dann ein Alkoholproblem. 😉
Der nächste Tag sollte ein ganz großer werden. Die Fahrt nach Palmwag, um von dort ins Palmwagkonzessionsgebiet und Kaokoveld zu kommen. Nachdem Alvinus unseren Donkey gefeurt hatte, ein bisschen Luxus muss auch mal sein, duschten wir ausgiebig und wuschen anschließend unsere Wäsche. Voller Tatendrang und extrem gut in der Zeit liegend machten wir uns auf den Weg. Ca. 27km waren wir gefahren, wir hielten kurz an und da merkte ich, dass unser Motor kocht. Die Anzeige war im äußersten roten Bereich, also Motor aus.
Das Kühlwasser war ziemlich leer und wurde dann mit einer unserer Gallonen Wasser aufgefüllt. Hubert redete bei der Autoübergabe irgendwas von ,,Kühlerdicht”, der sich im Auto befindet. Gesucht, gefunden, für gut befunden und in die Kühlflüssigkeit gekippt, in der Hoffnung, dass Haarrisse dadurch gestopft werden. Also nachdem der Motor abgekühlt war, neugestartet und nach einiger Zeit war der Motor wieder zu heiß. So, nun hatte ich die Nase ganz schön voll. 😮 Handy gezückt, Hubert gewählt und festgestellt, dass wir mal wieder keinen Empfang haben. Glücklicherweise funktionierte dieses Mal das Satellitentelefon und er wollte Hilfe aus Khorixas, ca 72km entfernt, schicken.
Dorit mit dem Satellitentelefon und ersten Schaulustigen:
Wir machten es uns in der Zeit bei ein paar Afrikanern gemütlich, die vor ihrem Mini-Laden direkt an der kleinen Kreuzung, den ganzen Tag vor dem einzigen Straßenschild weit und breit warten. Worauf sie dort warten, erschloss sich mir nicht, vielleicht auf einen Geldtransporter der frontal gegen eine Baum crasht? Man weiß es nicht… Jedenfalls waren sie echt nett und erzählten gerade heute hier Elefanten gesehen zu haben. Dorit wurde dann auch noch von einem Hund am Finger geleckt, was für sie das Worst Case Szenario bedeutete. Ich habe mich auf eine Amputation unter asterilen Bedingungen mit meinem Taschenmesser eingestellt, doch der Finger konnte erhalten bleiben. Die Mechaniker wollten natürlich direkt losgefahren sein. Nach über 2h waren sie endlich da, this is Africa.
In der Zwischenzeit wurden mir Schuhe gezeigt, dessen Sohlen nicht mehr vorhanden waren, ich wurde nach Schulgeld für die Kinder gefragt und was sonst noch so ansteht. Man merkt die Armut schon sehr deutlich, viele Menschen fragen auch gar nicht nach Geld, sondern direkt nach Essen. Doch die Mehrzahl bettelt gar nicht. So erschloss sich mir auch, warum man in Supermärkten am Ausgang seinen Kassenbon zeigen muss. So ein Supermarkt muss wie eine Oase in der Wüste für die Menschen wirken.
Bei unserem Auto war jedenfalls ein Kühlerschlauch undicht, der behelfsmäßig getauscht wurde, sodass wir die 72km vor dem Auto der Mechaniker nach Khorixas fahren konnten, dort in der Werkstatt den Schlauch tauschen lassen und die 72km nach Einkauf und Tanken wieder zurückfahren konnten.
Da es eh schon sehr spät war, entschieden wir uns eine Nacht im Aabadi Mountain Camp auszuprobieren, was schließlich nur halb so teuer war und am nächsten Morgen wollten wir eh sehr früh aufrbrechen. Und was lernen wir aus dieser ganzen Pannerei? Nächstes Mal den ADAC anrufen, but this is Africa!
Mowani Campsite: Die Campsite ist sehr schön angelegt und man findet eine gute Ausstattung vor. Ein bisschen schade ist, dass die Campsites teilweise sehr dicht aneinander liegen, hier muss man Glück haben und einen Stellplatz erwischen, der mehr Abstand zum Nachbarn bietet. Die Aussicht ist natürlich toll und direkt im Felsen zu duschen, ist wirklich klasse. Ansonsten sind die Angestellten am Gate wirklich sehr nett. Note: 1
Aabadi Mountain Camp Für uns war es absolut kein Vergleich zu Mowani. Ich finde die Campsite sehr lieblos angelegt, die Besitzer waren ein bisschen wortkarg zu uns und die Dusche war die schlechteste im ganzen Urlaub. So hat beispielsweise auch niemand den Donkey angeheizt, so blieb uns mangels Feuerholz nur die kalte Dusche früh morgens. Die Aussicht ist auch nicht berauschend. Wegen des günstigen Preises ist ein direkter Vergleich zu Mowani natürlich auch nicht gerecht. Note: 4-
fittkenThemenstarter277 Beiträge · seit 201326. Nov. 2013 ·
Am nächsten Tag sind extra früh aufgestanden, um die verlorene Zeit gut zu machen. Nach einer kalten Dusche im Aabadi Mountain Camp und ersten Eselsichtungen vor dem Zelt, ging es dann in Richtung Palmwag. Der Tag sollte wohl eine Entschädigung für den gestrigen sein. Bereits nach wenigen Minuten sahen wir Strauße, Springböcke und Oryxe am Wegesrand, doch das Highlight folgte einige Minuten später. Nichts ahnend fahren wir um eine kleine Kurve und was sehen wir da? Einen Wüstenelefanten, der in Seelenruhe einen Busch anknabbert. Genau in diesem Moment waren alle Strapazen des letzten Tages vergessen. Vorsichtig sind wir immer näher an ihn rangefahren. Kurze Zeit später entdeckte ich einen weiteren Elefanten im Rückspiegel, also umgedreht und hin. Mittlerweile hat sich auch ein großer Bus an dem Spektakel beteiligt und wir standen einige Zeit da und beobachteten die Dickhäuter. Später überquerten sie vor uns die Straße und hinterließen noch einen großen Schiss auf dieser.
Mit bester Laune war der Rest der Strecke kein Problem mehr und wir besorgten uns in Palmwag an der Lodge die Genehmigung für das Palmwag Konzessionsgebiet, in dem wir uns zwei Tage aufhalten werden, um von dort ins Kaokoveld zu fahren. Gut gewappnet ging es mit insgesamt 85L Wasser, 130L Sprit und diversen Alkoholika los 😉
Unterwegs wurde auch mal angehalten, um ein bissl mit Einheimischen zu schnacken:
Im Konzessionsgebiet angekommen, erkannten wir sogleich, was Offroadfahren bedeutet. Es ging über Stock und Stein, durch kleine Rinnsale und Abhänge rauf und runter. Einige Male musste der Allrad aushelfen oder die Streckenplanung musste geändert werden. Wir hatten einen Schnitt von ca. 8-10km/h und das für 4h.
Die Landschaft war absolut beeindruckend. Wir spürten die Einsamkeit, sahen nur ein anderes Auto und kamen uns vor, als hätten wir die ganze Natur für uns alleine. 🙂
Neben den üblichen Antilopen und 2 Straußen, glaubte ich zunächst Wildpferde gesichtet zu haben, die sich jedoch schnell als Zebras entpuppt haben. 😄 Krass mit denen haben wir hier gar nicht gerechnet und die ersten Zebras in freier Wildbahn zu sehen, ist am Anfang echt toll. Sie kommunizierten sogar durch ihr Gewirre mit uns. Doch es blieb nicht bei ein paar Zebras, wir sahen immer wieder welche und sogar ein Mal in der Ferne eine Herde bestehend aus 35 Tieren. Wir konnten sogar beobachten, wie sich ein Zebra im Sand suhlte. (Das muss alles super langweilig klingen, aber wenn man das zum ersten Mal live sieht, dann ist es mega spannend. 😉 )
Das Glück war weiterhin auf unserer Seite, so sahen wir auch noch später zwei Giraffen, eine davon gerade beim Nachmittagslunch. Doch der Schreckensmoment folgte sogleich. Während der ohnehin sehr holprigen Fahrt erwischte wir an einer hügeligem Stelle unsanft einen Huckel, wie schon 1000 Mal zuvor. Doch dieses Mal war es anders: Ich konnte das Gaspedal durchdrücken, doch nix geschah,der Motor lief jedoch. Ok, erstmal sammeln und nochmal probieren: wieder nichts. Motor aus, Motor an, nichts. ,,Dorit wir haben ein Problem.” Der Blick nach links zu Dorit zeigte zugleich, dass sie sich des Problems bewusst war. 😗 Ca. 20min zuvor sprachen wir noch davon, wie sehr man die A***karte gezogen hat, wenn hier das Auto verreckt und wir stellten uns die Frage, welcher Mechaniker hierhin fährt. Nun ja, Ruhe bewahren, zahlt sich immer aus, ebenso wenn man sich seines lästigen Tshirts entledigt, so war dann relativ schnell klar, dass irgendetwas mit dem Bautenzug des Gaspedals nicht stimmen konnte. Gut, wenn man keine Ahnung von der Mechanik eines Autos hat, aber so schwer war das gar nicht. Wir stellten nach einer ersten Analyse fest, dass der Bautenzug zumindest nicht im Motorraum gerissen ist. 🙂 Das Gaspedal war völlig wabbelig ohne Verbindung zum Bautenzug, doch es ließ sich keine Spannung aufbauen. Irgendwann erkannte ich das Problem: der Bautenzug war sowohl vom Gaspedal abgesprungen als auch im Motorraum gelockert. Also im Motorraum wieder befestigt, sodass auch wieder Spannung in dem ganzen System war und das Gaspedal wieder eingehängt werden konnte. Tadaaa, die Kiste läuft, was fürn Glück gehabt! 😎
Nun erstmal Stolz wie Oskar eine eiskalte Coke aus der Kühlbox geleert und auf die To-do List die Anmeldung für die Gesellenprüfung als KFZ-Mechaniker geschrieben. Dann ging es wie gewohnt weiter bis wir um ca. 15 Uhr unseren Schlafplatz für den heutigen Tag ansteuerten. Xai Ais C3, ein Tipp von Lillytrotter! An dieser Stelle ein riesen Dankeschön, wirklich traumhaft der Platz!
Aber man kann es schon ahnen, irgendwas muss ja noch kommen. Richtig, unser anvisierter Schlafplatz war auch der Schlafplatz eines Spitzmaulnashornes. Wow, wir kamen an und da stürmt so ein riesen Koloss weg, also nichts wie umdrehen und hinterher gefahren.
Aus sicherer Entfernung konnten wir dann das Nashorn beobachten und es konnte uns beobachten bis wir schließlich zu unserem, also seinem alten Rastplatz zurückkehrten. Während wir dort unser Lager aufschlugen, konnten wir das Rhino (Nashorn) immer mal wieder in der Ferne sehen. Ebenfalls noch viele Zebras etc.! What a day, da steht man morgens auf und hatte mit keinen großen Tiersichtungen gerechnet und dann sieht man Wüstenelefanten, Strauße, Oryxe, Springböcke, Erdmännchen, Zebras, Giraffen und sogar ein Nashorn. This is Africa..
Stellplatz Xai Ais C3 im Palmwagkonzessionsgebiet: Wunderschön! Dieser Stellplatz ist mit einer 360 Grad Panorama Aussicht ausgestattet und bietet ein bisschen Grün um sich herum. Wir konnten die Tiere in der Ferne beobachten, unter anderem auch ein Nashorn.
Wow, klasse, was ihr alles an einem Tag erlebt hat 🤩 !! Und so viele Tiere- ohne Zaun, wie im Etosha 😉 !! Sehr schöne Fotos; mein Favorit ist die Oryxgruppe 😁 !! Bei Eurer Autopannen wäre ich- glaub ich - gestorben vor Angst; toll gemacht !! Bin weiter dabei ... LG, Nane 🙂
fittkenThemenstarter277 Beiträge · seit 201303. Dez. 2013 ·
Ein Dankeschön an Nane und Stephan! 🙂
Am nächsten Morgen konnten wir den Sonnenaufgang direkt aus unserem Dachzelt beobachten. Wir hatten Glück, das Nashorn ist nicht zu seinem alten Rastplatz zurückgekehrt und so konnten wir die Einsamkeit alleine genießen.
Weiter ging es durch das menschenleere Konzessionsgebiet, bzw. die Western Touring Route zum momentan ausgetrockneten Flussbett des Hoanib, den wir in diesem hinauffahren wollen. Eine Stunde Fahrt auf diesen Pisten kommen einem wie 4h auf einer ,,normalen” Schotterpiste vor. Und wir haben nicht eine, sondern mit kurzen Stops 5h gebraucht, sodass wir um 13 Uhr im Flussbett eintrafen. Der Weg fordert höchste Konzentration, alle paar Meter tiefe Senken, spitze Steine oder sonst irgendwelche Hindernisse. Manchmal hilft nur Allrad und Vollgas.
Unterwegs haben wir sogar wieder das/ein Nashorn gesehen. Neben unzähligen Zebras, Oryxen und Straußen dann im Flussbett auch Giraffen, sogar Baby-Giraffen. Die Mittagspause verbrachten wir unter einem schattigen Baum im Hoanib. Leider mussten wir dabei feststellen, dass durch das Geschaukel im Auto die Gin-Flasche im Kühlschrank zu Bruch gegangen ist. Natürlich nicht ohne noch die Eier mit in den Tod zu reißen. Natürlich badete auch alles andere in einer Komposition von Gin und Eiern. Aber gut, dass man eine Frau mit an Board hat... 😄
Beeindruckend war auch eine Straußenherde, die hinter einem Hügel verborgen stand. In dem Hoanib zu fahren war hingegen ziemlich entspannend. Wir hatten uns auf Tiefsand und viel Allrad eingestellt, aber das meiste ging problemlos mit 2×4. Ein Highlight war hier im Flussbett einen Wüstenelefanten anzutreffen, wir haben uns langsam rangetastet.
Zwischendurch hat er mal seine Stärke demonstriert, indem er mit seinen Stoßzähnen an einem riesigen Baum gewackelt hat. Aber der Gute zeigte keinerlei Aggressionen, ignorierte uns und knabberte gechillt an Baum und Büschen herum. Uns sind sogar 3 Autos entgegengekommen, die vermutlich aus Sesfontein kamen. Gegen 15.30Uhr haben wir uns dann ein schönes Plätzchen für die Nacht gesucht und erstmal Spaghetti mit Thunfisch gekocht. Abends grillten wir dann noch Gemüse in der Glut unseres Lagerfeuers, begossen den Sundown mit Savanna und verschwanden im Dachzelt.
Aussicht von unserem Stellplatz:
Camping im Hoanib Wir haben uns einen schönen Platz an einer kleinen Felswand, bzw. Berg gesucht, wo wir windstill den Nachmittag und Abend genießen konnten. Die Aussicht war wunderschön, leider kamen keine Elefanten zu Besuch vorbei. Wir haben Feuerholz gesammelt und ein kleines Lagerfeuer entzündet. Die einsame Amtosphäre war wirklich klasse! Note: 1
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 ·
Hallo Alexander,
grandiose Eindrücke!
Herzliche Grüße und Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
fittkenThemenstarter277 Beiträge · seit 201304. Dez. 2013 ·
Danke für die Antworten, es freut mich, wenn es euch gefällt! 🙂
(Dorit schreibt:)
Nach einer ruhigen Nacht im Flussbett, sind wir sehr früh aufgestanden, um das Flussbett des Hoarusib nach Purros zu fahren. Auch hier klappte alles problemlos und wir kamen schnell voran. Nur der Abzweig aus dem Hoanib heraus war ein bisschen schwerer zu finden.
Unterwegs waren wieder viele Giraffen anzutreffen. Die Wege waren sehr schön abwechslungsreich und spaßig zu fahren, durch viele Hügel und Kurven kam es einem manchmal vor wie Achterbahn. Auf dem Weg lag ein kleines Dorf namens Tokamas, bei dem wir kurz anhielten und uns mit zwei der Bewohner unterhielten, die Englisch konnten. Sie fragten und viele Dinge, wie z.B. ob Namibia ein warmes oder kaltes Land sei, auch mal ganz interessant…
Er wollte unbedingt mit dem Horn posieren. 😉
sehr sehr nett!
Eigentlich war der Weg fast die ganz Zeit ohne Allrad zu bewältigen, nur bei der Zufahrt zu unserem Camp haben wir uns dann das erste Mal so tief im Sand festgefahren, dass wir uns mit einer Schaufel ausbuddeln mussten und zwei herbeigeeilte Männer ein bisschen geschoben haben, war aber dann auch kein Problem, im Untersetzungsgang waren wir rasch befreit. Das kommt davon, wenn man immer zu faul ist, auszusteigen und den Allrad einzuschalten.
Da war jemand müde von der Fahrt:
Stellplatz:
So siehts auf der Campsite aus:
Nachmittags wollten wir mal kurz zu Fuß die Umgebung der Purros Campsite erkunden. Nach 5 Minuten hatten wir auch direkt eine Straußenherde und mehrere Springböcke entdeckt. Das reichte uns dann schon und wir traten den Rückweg an. Es stellte sich nun relativ schnell heraus, dass dieser gar nicht so leicht zu finden ist, da alles hier gleich aussieht und so hatten wir uns schnell verlaufen, obwohl wir wussten, dass wir dem Camp eigentlich noch sehr nah sind. Ohne Wasser, Handyempfang oder sonst irgendwas irrten wir also ein wenig, wir sprechen hier von über 1h, im Kreis rum, bis wir durch Alexs seltsamerweise richtigen Orientierungssinn den Campeingang wiederfanden. (Nachtrag durch Alex: Haha, ich habe jemanden gefunden, der einen schlechteren Orientierungssinn hat :)) Kurzer Schock, gut ausgegangen. Abends zur Feier des Tages noch ein Brot mit Zwiebeln und Salami im Feuer gebacken, Amarula und ein Weinchen getrunken. (Dorit Ende ;))
Die Vögel hier in Purros sind die absoluten Terroristen, wenn die Sonne aufgeht. Wenn die in Mannheim vor meinem Fenster säßen, wären Vorlesungsbesuche um 8:15Uhr ein Leichtes für mich. 😉
Gegen 8.30Uhr sind wir aufgebrochen, um durch den ausgetrockneten Khumib weiter in Richtung Norden zu fahren.
Beeindruckend, dass Tiere solche Autobahnen bauen!
Der Khumib ist fahrtechnisch anspruchsvoller, man braucht fast die ganze Zeit Allrad und es ist sehr tiefsandig. Auch der Weg zum Fluss war nicht ohne und unsere ganze Navigationstechnik hätten wir niemals den Weg gefunden. Also nur mit Karten wären wir zumindest aufgeschmissen gewesen. Im Khumib sahen wir rechts und links die ersten Himba Hütten. Diese waren jedoch meist leer, da viele Himba anscheinend wegen der Dürre momentan Richtung Norden gezogen sind.
Khumib:
Nachdem wir recht gut in der Zeit lagen, entschlossen wir uns entgegen der Planung keine extra Nacht im Khumib einzulegen, wir fanden das hätte sich nicht unbedingt gelohnt. So ging es dann direkt nach dem Khumib über die Bretterpiste weiter nach Opuwo, wo ich im Anschluss der Reise famuliert habe. Die Piste war echt nicht die beste, manchmal wurde durch tiefsandige Stellen so viel Sand aufgewirbelt, dass wir die Scheibenwischer betätigen mussten und sogar Sand durch geschlossene Türen und Fenster in das Auto eindrang. Durch die Seitenscheibe hat man dann gar nichts mehr gesehen, es war komplett dunkel, manchmal sogar durch die Frontscheibe.
Doch auf dem Weg entdeckten wir immer mal wieder Himbas. So hielten wir an einer Ziegenherde an, die von einer Himba-Dame und ihrem Mann bewacht wurde. Obwohl keiner von ihnen der englischen Sprache mächtig war, führte uns der Mann in sein ,,Dorf”. Dieses bestand aus 3 Hütten, einer weiteren Frau und ner Oma. Ebenfalls viele Kinder, was will man da auch den ganzen Tag machen, außer Kinder 😉
Die Himbas fragten uns nach Essbarem, also haben wir ihnen als Dank ein bisschen Reis und eine Dose Gemüse gegeben. Da sie scheinbar keine Dosen kannten und dementsprechend nicht öffnen konnten, haben wir die Dose mit unserem Dosenöffner geöffnet. Doch die Frau wusste den Inhalt scheinbar auch net richtig einzuordnen und begann aus der Dose zu trinken. Dass der Rand der Dose scharf sein könnte, konnten wir ihr leider nicht erklären. 😕
Einem der Kinder gaben wir ein verpacktes Kaugummi, er begann daraufhin das Kaugummi mit den Zähnen auszupacken und es mit den anderen Kindern zu teilen. Das war echt eine seh eindrückliche Erfahrung, wenngleich ich mich hinterher ein wenig geärgert habe, dass wir den Himbas die Dose und das Kaugummi gegeben haben. Vermutlich sind solche Dinge keine guten Einflüsse für die Kultur.
Zwischendurch stoppten wir immer wieder ein kleinen Siedlungen:
Nach insgesamt 9h Fahrt erreichten wir Opuwo. Der Trip durch das Kaokoveld ist mit 540km 4 Tagen und fast leerem Tank (130l) damit gut überstanden und war eine richtig gute Sache, einfach menschenleer, sehr abwechslungsreich, schöner und viel problemloser als wir dachten. Ok, bis auf die kleine Panne im Konzessionsgebiet. Vor allem das Palmwag Konzessionsgebiet und der Hoanib haben es uns angetan.
An der Tankstelle in Opuwo fragte mich der Tankwart auch schon, wo wir denn mit dem Auto waren, so wurde aus Hildes little sister (es war ja unser zweites Auto auf der Reise), Hildes dirty little sister!
Purros Campsite: Die Campsite ist in einer Art Wüstenoase gelegen, viele Büsche, viel Sand, ähnlich wie bei der Brandberg White Lady Lodge. Die Angstellten sind nett, wenn man Feuerholz kauft, bekommt man reichlich, das war Urlaubsrekord! Die Dusche wird mit einem Donkey geheizt und liegt komplett unter Bäumen. An den Stellplätzen gibt es Spülen zum Abwaschen. Insgesamt gab es für uns nichts auszusetzen. (Doch, der Vogelterror am Morgen 😉 ) Note: 2
da habt ihr wirklich eine ganz tolle Tour gemacht. In eurem Alter konnte ich an solch eine super Erfahrung gar nicht denken. Ich finde es toll, wie ihr das Neue aufnehmt. Mein Respekt.
wir sind auch wieder im Lande, seit vorgestern. Bin bei deinem Bericht nun wieder auf dem Laufenden. Hoffe ihr schreibt bald weiter. Sehr tolle Fotos und natürlich spannende Erlebnisse,.....nicht nur wegen Huberts Autos.... 😄