Mit Hilde's dirty little sister durch Afrika

Reisebericht 55 Antworten · 19,6k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2013 von fittken
Themenstarter277 Beiträge · seit 201315. Dez. 2013 ·
Ich danke euch. Leider habe ich wegen ein paar Prüfungen momentan wenig Zeit, daher dauert es ein bisschen länger. 😉

In Opuwo hatten wir einen Stellplatz an der Country Lodge. Zu unserer Verwunderung sind auf dem Campingplatz immer zwei bewaffnete Wachmänner, am Gate ebenfalls noch einer. Die nehmen ihren Job durchaus ernst und streunerten die ganze Zeit herum.
Der Campingplatz ist ebenfalls noch mit einem Elektrozaun gesichert. Etwas übertrieben wie uns scheinte, doch vielleicht liegt es daran, dass in Opuwo Welten aufeinanderprallen. Auf der einen Seite gibt es einen Supermarkt, Tankstelle etc. und auf deren anderen Seite sind die Himba, Herero und viele andere arme Menschen aus dem Umland, die Opuwo als eine große Stadt sehen und nur äußerst selten kommen.
So ist auch das Straßenbild hier von vielen Himba, Herero und anderen Afrikanern geprägt, Multikulti und viel Trubel auf den anderen Sraßen, ganz anders als im Süden, aber gerade das fanden wir sehr reizend und hat uns ausgesprochen gut gefallen.

An unserem ersten Post-Kaokoveldd-Tag haben wir unserem Auto eine Grundreinigung mit Feuchttüchern und Handfeger gegönnt. Unglaublich wie viel Staub und Sand im Innenraum war.
Gegen 9 Uhr haben wir uns dann am Supermarkt mit einem 11 jährigen Mädel getroffen, das Dorit abends zuvor an gleicher Stelle kennenlernte, während sie auf das Auto aufpasste und ich einkaufte.
Kurzerhand haben wir das Mädel, die sich selbst ,,beauty” nennt und ein Tshirt mit der Aufschrift ,,Im gorgeous” trägt, gefragt, ob sie uns nicht ein Himba Dorf in der Umgebung zeigen möchte. Ihre Oma stand nämlich auch dort rum und war unschwer zu erkennen eine Himba.

Und sie war wirklich um 9 Uhr erschienen. Also einen Platz auf der Rückband leergeräumt, was bei unserer geordneten Unordnung gar nicht so leicht war. Schnell stellte sich heraus, dass beauty noch einen Schulkameraden mitnehmen möchte, der eh in das Dorf möchte. Naja ok, 2 afrikanische Kinder auf einem Platz sollte klappen.
Doch aus 2 Kindern wurden 3 und aus 3 Kindern wurden 4. Naja was soll es, this is Africa, dachten wir uns.

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Wir fuhren los und erreichten nach ca. 25km (eigtl sollten es 15km sein, aber wir stellten bald fest, dass Fragen nach der Weglänge immer mit 15km beantwortet wurden…) ein Dorf eines angolanischen Stammes. Angola liegt ja direkt um die Ecke. Und es schien so als hätten wir Glück, denn auf dem Programm stand dort heute eine Taufe. Die Ziegen waren geschlachtet, die Hunde machten sich über die Reste her und von uns aus konnte es losgehen.

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Doch dann kam uns der patriarchische Stammeshäuptling in die Quere. Wohlwissend, dass Geschenke sicher willkommen sind, haben wir in Opuwo 5kg Maismehl, 1 Flasche Öl, ne PackungToast und nen bissl Tabak gekauft, allerdings für 2 Dörfer. Der Häuptling war total am Leben vorbei und schrie die ganze Zeit nur seine Leute an. Jedenfalls forderte er Tabak, wir gaben ihm ein Päckchen, doch das reichte nicht. Maismehl wurde hergebracht, doch er hatte mit 10kg und nicht mit 5kg gerechnet. Ja sind wir denn Rockefeller? Nein!

Also nachdem dieser griesgrämige Herr nicht zufrieden zu stellen war, waren wir und sie uns einig, dass wir besser fahren. Zumal mittlerweile nicht mehr die Taufe, sondern wir im Vordergrund standen und das wollten wir fairerweise auch nicht.

Also Kinder eingepackt und zu einem Dorf gefahren, in dem Beautys Cusin wohnt. Dort leben viele Himbas in mehreren Hütten. Und sie haben vor allem viele Kinder, alleinen 2 davon hatten große Nabelhernien, also eine Art Leistenbruch im Nabelbereich. Darauf angesprochen, sagte man nur, dass man die Kinder zur Heilung an das heilige Feuer setzen werde. Naja, wenn der Darm darin nekrotisch wird, können sie die Kinder auch direkt in das Feuer setzen.
Wir konnten auch beobachten wie ein Mädchen die Okkersteinene gemahlen hat, woraus die Paste für die Haut und Haare hergestellt wird.

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Man beachte die große Nabelhernie und die Unterschenkelamputation:
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Zwillinge!:
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Dieses Dorf war jedoch schon mehr an die Zivilisation gewohnt als das, was wir tags zuvor gesehen haben. Man merkte dies vor allem an dem kleinen Basar, der sich mit Handarbeiten auftat, als wir gehen wollten.
Die Kinder haben wir anschließend wieder nach einem Zwischenstopp an einer Schule in Opuwo abgesetzt.

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Jedem Kind haben wir ein kleines Taschengeld gegeben. Sie haben sich davon nicht etwa Süßigkeiten gekauft, sondern Maismehl, Toast usw., also vor allem Grundnahrungsmittel. Als wir ihnen auf der Fahrt Cola gaben, kannten sie die gar nicht und hielten es für Tee und wollten viel lieber Wasser trinken.

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Zurück auf der Campsite haben wir dann den Pool der angegliederten Lodge mit grandioser Aussicht unsicher gemacht, hier lässt es sich leben.
Abends haben wir dann im Potje einen Eintopf mit Rindfleisch gemacht.

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Opuwo Country Lodge (Campsite):
Die Stellplätze sind recht klein und liegen dicht beieinander. Neben uns war eine große Reisegruppe inklusive Safaribus. Die Einsamkeit leidet hier also ein bisschen. Ebenso hat es ein wenig nach Abwässern geduftet.
Dennoch waren die Sanitäranlagen gut und ein ganz klares Plus ist der Pool. Ein Stromanschluss war ebenso vorhanden.
Note: 2- / 3+
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2013
Gast15. Dez. 2013 ·
Hallo,
fittken schrieb:In Opuwo hatten wir einen Stellplatz an der Country Lodge. Zu unserer Verwunderung sind auf dem Campingplatz immer zwei bewaffnete Wachmänner, am Gate ebenfalls noch einer. Die nehmen ihren Job durchaus ernst und streunerten die ganze Zeit herum.
Es gab dort immer wieder mal Diebstähle/Überfälle auf der Campsite und das Management war teilweise für mangelnde Vorkehrungen kritisiert worden. Ich glaube in den letzten 2 Jahren gab es hier im Forum aber keine diesbezüglichen Berichte und ich kann mich nicht erinnern, im Mai 2012 bewaffnete Security auf der Campsite gesehen zu haben. Möglicherweise gab es in jüngster Zeit ja wieder Anlass, für verschärfte Bewachung. Hier im Forum wird ja auch nicht alles berichtet.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter277 Beiträge · seit 201308. Jan. 2014 ·
Der nächste Tag bestand aus viel Fahrerei. 6h und 500km, allerdings das erste Mal komplett auf Asphalt, welch ein Luxus.
Unterwegs haben wir beim Tanken in Kamanjab festgestellt, dass der Tankdeckel fehlt. Der Tankwart hat uns dann für ein paar Euro und ein kühles Windhoek Lager Bier einen neuen besorgt. Auch gab es an einem Veterinärzaun, eine kleine Polizeikontrolle. Der Polizeikontrolle. Die Polizisten fragten mich, warum ich so schnell auf sie zugefahren kam, ich verstand das Problem nicht, schließlich stoppte ich das Auto auf den Punkt genau neben den Polizisten.

Dies sagte ich ihnen auch, ebenfalls wies ich daraufhin, dass Deutsche nicht erst seit Michael Schumacher gute Autofahrer sind und unser Auto schließlich auch gute Bremsen habe. Dann konnten wir nach Kontrolle des Führerscheines weiterfahren. 😄
In unserem Camp (Etosha Safari Camp) vor den Toren des Etosha Nationalparks gab es zu unserer Freude wieder einen Pool. Dort ging es dann nach kurzem Nachmittagssnack hin. Gib Dorit einen Pool und sie ist glücklich!
Abends haben wir dann nen ordentliches Kudu Steak gegrillt.

Es folgte der erste Tag im Etosha .
Zunächst waren wir etwas enttäuscht von der öden Landschaft, die aus viel Gestrüpp und Büschen besteht. Nach ca 1h Fahrt sichteten wir die ersten zwei Elefanten im Dickicht, jedoch schlecht sichtbar. Auf den Wegen sahen wir unzählige Antilopenarten und die richtigen Highlights waren an den zahlreichen Wasserlöchern zu sehen, wo Tiere zur Trockenzeit natürlich besonders häufig anzutreffen sind.

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So sahen wir morgens an einem Wasserloch eine riesige Zebra Herde,. Und wenn so viele Tiere an einem Wasserloch stehen, gibt es unweigerlich Stress, was bei den Zebras besonders eindrücklich ist:
Man hört lautes Wirren, Staub wedelt auf und ein Zebra tritt einem Kollegen volle Kanne mit den Hinterläufen in die Breitseite, dieser dreht dann schnell und revanchiert sich auf gleiche Weise. Nach wenigen Sekunden ist der Spuk zu Ende und es geht weiter als wäre nix gewesen.
Bei den Oryxen ist es auch sehr interessant: Sie kämpfen mit ihren großen Geweihen gegeneinander, also Kopf an Kopf. Manchmal kann dann eine der zwei Antennen abbrechen, dann ist also entweder der Radio- oder TV-Empfang futsch.

Achtung Krieg:
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Weiterhin hatten wir noch das Vergnügen mehrere Elefanten live am Wasserloch zu sehen. Der eine war zwischendurch ein bisschen zickig und hat die Strauße, die ebenfalls was trinken wollten, nassgespritzt. Diese sind dann immer ganz aufgebracht weggerannt. Da Strauße jedoch ein Erbsengehirn besitzen und ziemlich dumm sind, haben sie das schnell vergessen, so wiederholte sich das Schauspiel mehrfach.

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Abends hatten wir dann großes Glück und sahen an dem Wasserloch des Halali Campes ein Spitzmaulnashorn. Es kam, trank und zog nach 30min laut schnaufend in die Ferne zurück, beeindruckend.

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Am zweiten Etosha Tag hatten wir weitere gute Sichtungen.
Morgens lagen an einem Wasserloch 4 Löwen, ein bisschen weiter entfernt, aber man konnte sie gut beobachten. 3 Weibchen und ein Männchen. Es war ein wahres Schauspiel, das sich uns offenbarte.
Der Löwe lag direkt neben einer Löwin und sie lagen dort seelenruhig. Dann kam ihm anscheinend etwas anderes in den Sinn und er bestieg sie kurzerhand, was sie aber scheinbar ein bisschen zu forsch fand und ihm das zu verstehen gab. Doch ein Löwe gibt nicht auf und einige Minuten später hatte er scheinbar mehr Erfolg und sie zogen langsam von dannen.
Ca. 50m weiter lag eine Löwin relaxt im Gras. Ein Kudu hatte wohl Durst und wollte das Wasserloch aufsuchen, sah jedoch die Löwen und blieb stehen. 20min später wähnte es sich wohl in Sicherheit und ging langsam auf das Wasserloch zu, die eine Löwin ca. 50m weit weg liegend. Son Kudu-Steak zum Fürhstück, das wär schon was, dachte sie sich vermutlich, erhob sich langsam und ging schnellen Schrittes auf das Kudu zu. Das Kudu rannte sofort weg, die Löwin setzte noch kurz zum Sprint an, der jedoch eher ein Warnschuss als ein Jagdversuch war. So hatte das Kudu nochmal Glück und liegt dann hoffentlich bald auf meinem Teller.

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Finde den Fehler:

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Zum Mittag gönnten wir uns ein Eis und Hamburger mit Pommes im Restaurant des einen Camps. Vor der Weiterfahrt setzen wir uns noch eine Weile ans Wasserloch des Camps und konnten dort einen Elefanten gemütlich baden und trinken sehen.

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Dann hatten wir nochmal richtig Glück und konnten noch ein Spitzmaulnashorn sehen, wuhuuuu…

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Wir sahen auch noch 2 Elefanten, die unmittelbar vor uns die Straße kreuzten.
Nach weiteren Tiersichtungen an verschiedenen Wasserlöchern und ca. 230km Fahrt im Park, fuhren wir zu unserer Campsite im Onguma Bush Camp für diese Nacht schön direkt außerhalb des Parks gelegen und mit eigenem Bad.
Abends genossen wir den Sonnenuntergang an dem Wasserloch direkt an der Lodge.

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Der dritte und letzte Tag Etosha stand an. Bis jetzt liegen wir voll im Zeitplan.
Für den letzten Tag hatte ich schon noch einige Erwartungen. Wir hatten uns vorgenommen weniger zu fahren und mehr an den Wasserlöchern zu verweilen, um auf Tiere zu warten. So war unser erster Schlenker in den Norden des Parks sehr unergiebig was Tiersichtungen anbelangt. Landschaftlich war dieser Teil des Parks jedoch sehr schön. Da wir jedoch den ganzen Morgen noch keine nennenswerten Tiersichtungen hatten, man wird ja mit der Zeit anspruchsvoller und ein Löwe oder Elefanten wären echt nochmal gut, wurde ich so langsam ein bisschen ungeduldig und meine Laune war nicht die beste.

So warteten wir schließlich ewig lang an einem Wasserloch bis ein Elefant vorbeischaute, das war schon mal gut. Weiter ging es zu einem anderen Wasserloch, wo wir beide begannen ein Buch zu lesen. Hin und wieder hebten wir den Kopf und so lasen wir eine ganze Weile. Doch plötzlich sagte Dorit, als wäre es das normalste der Welt, ,,oh ein Leopard”.
Ich hab mein Buch aus der Hand geschleudert, ein kurzer Blick aus dem Fenster, dann musste es schnell gehen. Kamera raus, um ein Erinnerungsfoto zu produzieren. Doch unser Leopard trank ganz genüsslich am Wasserloch, sodass wir alle Zeit der Welt hatten ihn zu bestaunen. Dann näherten sich noch zwei Schakale, die wie Hunde bellten und dies auch taten. Irgendwann machte sich der Leopard dann aus dem Staub, vorbei an einigen Impalas, die ein gutes Mittagessen für ihn gewesen wären.
Wir waren erstmal ziemlich happy und konnten unser Glück gar nicht glauben. Ich habe glaube ich 5 Mal im Tierbestimmungsbuch nachgeschaut, ob es nicht doch ein Gepard war- Nun fehlte uns noch ein Büffel und wir haben die big five gesehen!!!


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Dorit kann gut balancieren:

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Zum Mittag sind wir dann mit bester Laune im Innenhof des Camp Namutoni zu Sandwich mit Pommes eingekehrt.


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Noch kurz in den Pool gehüpft und dann weiter auf GameDrive. Auf einen guten Tipp hin sind wir zu einem Wasserloch gefahren, wo gerade 40 Elefanten gesichtet wurden. Wir haben Gas gegeben, die Elefanten sind dort sicher nicht den ganzen Tag und wir hatten wieder Glück. Alle waren noch da und es war ein Schauspiel diese riesen Herde zu beobachten.
Wie die kleinen Baby-Elefanten die Giraffen und Zebras ärgern und erfolgreich vertreiben, während die Mutter hinterherrennt. Oder wie die großen Bullen ihre Rangfolge durch kleine Reibereien festlegen.
Wir waren sehr lange dort und haben sie beobachtet bis sich plötzlich ca 10 Elefanten von der Herde lösten und ziemlich direkt vor unserem Auto herzogen, um in den Büschen zu verschwinden. Wir hatten keinerlei Fluchtmöglichkeit und uns blieb nichts anderes übrig als ganz ruhig stehen zu bleiben. Das klappte auch ganz gut. Ein Elefant trompetete uns ein bisschen zu, ein anderer guckte böse, aber das war eher nur ein ,,lasst und einfach vorbei”, sie hatten schließlich auch Jungtiere dabei.


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Auf dem Rückweg gab es dann noch Giraffe und Zebra hautnah, die so nah an der Straße standen, dass wir sie fast hätten streicheln können.


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Dann ging unser ,,Etosha-Abenteuer”zu Ende. Die Tiere waren super, die Landschaft ganz ok und wurde zum Schluss noch besser. Wir verbrachten die Nacht auf einer Farm namens Sachsenheim. . Die Nacht sollte der absolute Horror werden, doch mehr dazu nächstes Mal!

Etosha Safari Camp:
Eine solide Unterkunft ganz nah am Eingang zum Etosha. Die Anlage ist übersichtlich, auf Rasenflächen gibt es Stellplätze, teilweise mit Sitzgelegenheit, natürlich kann man keine herausragende Atmosphäre erwarten, aber sicher eine Alternative zum Campen im Park. Die Sanitäranlagen sind ordentlich. Ein Pluspunkt ist der Pool.
Note: 2-

Halali Campsite:
Nun ja, wir kamen an, hatten gebucht und alles war voll. Mehrere Leute, die vorgebucht hatten, fuhren entnervt im Kreis, die Rezeption konnte auch keine Plätze mehr finden, letztlich wurde dann noch ein Platz für uns gefunden. Andere standen ohne Grillplatz, ohne Strom etc. am Rand.
Vom Management sicherlich unter aller Sau die Anlage so sehr zu überbuchen. Das Wasserloch war für uns jedoch das schönste im Park, es hat mehr Flair als Okaukuejo und ist nicht so überlaufen. Tiermäßig war es auch gut.
Note:3-

Onguma Bush Camp:
Auch hier leider wieder das gleiche Problem. Wir hatten zwei Nächte gebucht, man behauptete bei der zweiten Nacht keine Buchung erhalten zu haben und versuchte sich unverschämt rauszureden, indem man angab, dass es nicht ihre Telefonnummer gewesen sei, die ich gewählt hatte. Doch stand die Nummer sogar auf deren Briefkopf. So mussten wir für die zweite Nacht auf die Farm Sachsenheim ausweichen, was die schlimmste Nacht im ganzen Urlaub werden sollte...
Die Campsite bei Onguma ist in Ordnung unter Bäumen und Büschen. Aussicht hat man keine, dafür ein bisschen Abgeschiedenheit und ein eigenes Bad.
Sicher bieten die Bungalows in diesem Camp viel viel mehr. Ansonsten besitzt die Anlage natürlich schon Charme.
Wegen des Buchungstheaters leider nur:
Note: 3-
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
Themenstarter277 Beiträge · seit 201308. Jan. 2014 ·
sorry doppelpost...
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
1'667 Beiträge · seit 200908. Jan. 2014 ·
Hi, Alex

schön, dass du endlich weiter schreibst...... 🙂

Liebe Grüsse
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
Themenstarter277 Beiträge · seit 201308. Jan. 2014 ·
Birgitt schrieb:Hi, Alex

schön, dass du endlich weiter schreibst...... 🙂

Liebe Grüsse
Birgitt
Hi Birgitt,

schön, dass Du noch dabei bist. 🙂

Ja, ich habe wirklich ewig gebraucht, hatte die letzten 2 Wochen viel zu tun. Nun gehts wieder schneller.
Habe gerade Deinen Bericht entdeckt, den lese ich mir morgen durch!

Viele Grüße, Alexander
3'700 Beiträge · seit 200908. Jan. 2014 ·
Hi Alexander,

na, das wurde ja Zeit. 😗

Herzlichen Dank für die schönen Fotos und Deine Ausführungen. Bin gespannt wie es weiter geht.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
5'483 Beiträge · seit 200909. Jan. 2014 ·
Hallo Alex,

die Unzuverlässigkeit von Onguma mussten wir bei unserer letzten Reise auch erleben. Nachdem wir bereits 11 Monate vorher für 2 Nächte gebucht und gezahlt hatten, wurden wir 4 Wochen vor Reisebeginn wieder ausgeladen, mit der Begründung man brauche den Platz für eine große Gruppe. 😈
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
3'386 Beiträge · seit 200909. Jan. 2014 ·
Hallo Alexander,

um ein Haar wäre mir Dein Reisebericht durch die Lappen gegangen. Und da hätte ich was versäumt!!!

Vielen Dank für die wunderbaren Bilder und für die Mühe, die mit so einem RB verbunden ist.

Was mir bei Euch am ALLERBESTEN gefällt, das ist diese Leichtigkeit, vielleicht sogar ein wenig Sorglosigkeit, wie Ihr an diese Reise rangeht. Mir imponiert so was und erinnert mich an meine früheren Zeiten. Da wurde auch nicht alles bis ins kleinste Detail geplant und verplant, und bei mancher Geschichte von Euch denke ich, werdet Ihr im Nachhinein selbst verwundert sein, wie Ihr das alles so super hinbekommen habt.

Meinen Respekt habt Ihr auf alle Fälle. Nur - a bisserl schneller solltet Ihr schreiben. Ich kenne hier viele Drängler, die von Geduld nicht unbedingt gesegnet sind.

Bis zur nächsten Story
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter277 Beiträge · seit 201324. Jan. 2014 ·
Danke für die vielen netten Worte, das motiviert. 🙂


Es geht wie versprochen mit der wohl übelsten Nacht unserer Reise auf der Sachsenheim Farm weiter:

Die Nacht dort war ein einziger Horror. Es gab unzählige Moskitos und die waren zudem noch sehr penetrant. Wir haben alles versucht: Autan; dieses eine Raumspray, alle Mücken, die ins Zelt gelangt sind, persönlich zu töten; zwischendurch sind wir sogar vom Zelt ins Auto gewechselt..
War alles nicht so wirkungsvoll. Somit hatten wir eine ziemlich schlaflose Nacht, blanke Nerven und einige Stiche von der Zeit, in der man doch mal kurz eingenickt ist.
Besonders blöd war zusätzlich, dass wir eine 7,5 stündige Fahrt von über 600km vor uns hatten, zu der man ja gut ausgeruht sein sollte.
Auch geisterte uns nun im Kopf herum, dass im Norden scheinbar unendlich viele Mosquitos existieren und der schöne Teil des Urlaubs wohl nun gelaufen ist.
Da es aber doch irgendwie für ein paar Stunden Schlaf reichte, gab es morgens noch schnell einen Kaffee für den Fahrer und dann ging es auch schon los Richtung Caprivi-Streifen.
Auf dem Weg gab es wieder einiges zu sehen. Anfangs bekamen wir demonstriert, wie es aussieht, wenn man einen Wildunfall auf einer Schnellstraße hat. Zuerst sahen wir nur einen Transporter am Wegesrand stehen, von dessen Motorhaube so gut wie nichts mehr übrig war (der Fahrer war ok), ein paar hundert Meter weiter lag dann das Kudu – tot und ziemlich übel zugerichtet.

Da war die Welt noch in Ordnung:
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,,Nach 448km bitte rechts abbiegen!"
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Zwischenstopp im Spar in Rundu
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Ohne Dach ist Gott noch näher!
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Später sahen wir von der Straße aus noch einen Buschbrand, der sich in der Ferne schon ziemlich ausgebreitet hatte. Auch sonst gestaltete sich die Fahrt recht abwechslungsreich, da sich die Natur hier doch ziemlich vom restlichen Land unterscheidet. So wirkte es viel grüner und lebendiger – an jeder Ecke stehen Stroh-Hütten und es laufen Menschen am Straßenrand entlang.
Alles wirkt jedoch nochmal eine Stufe ärmer.
Angekommen im Nunda Camp, waren wir richtig begeistert. Es liegt direkt am Fluss und vor uns wohnt eine Hippofamilie, die sich tagsüber an der Sandbank gegenüber sonnt und abends während wir unseren Sundowner (GinTonic) tranken, lautstark im Fluss unterhält. Man glaubt nicht, wie laut die Tiere sein können und was für einen Bass sie produzieren. Obwohl wir eigentlich zu einer anderen Campsite, dessen Name mir gerade nicht mehr einfällt, sie fängt mit ,,M" an, fahren wollten, die aber ausgebucht waren, waren wir in Nunda super happy!

Unser toller Stellplatz:
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Auch wenn wir am liebsten den ganzen nächsten Tag an unserem schönen Stellplatz verbracht haben, machten wir uns morgens auf in den kleinen Mahango Nationalpark und waren zugleich begeistert, dass wir keine Mosquitos am Camp hatten. Somit war klar, dass Sachsenheims Rasensprenger für die Mosquito-Brut sorgten! Welch eine Erleichterung und zugleich Wut! 😉

Der Mahango Park war landschaftlich sehr ansprechend, der Okavando Fluss fließt mitten hindurch. So gab es neben Hippos auch einige Elefanten, Zebras und viele Antilopenarten zu sehen.
Zu unserem Glück konnten wir auch noch eine Herde von 10-15 afrikanischen Büffeln sehen, doch ,,interessanter" für uns: wir haben nun alle big five gesehen!!


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Ebenfalls stehen in dem Park einige Exemplare von Baobab Bäumen.
Der Nationalpark war recht übersichtlich, sodass wir uns entschlossen haben, noch eine eher tiefsandigere ca. 20km lamge 4×4 Verbindung zu befahren, von der uns die Frau am Eingang jedoch , auch wegen mangelnder Attraktivität, abgeraten hat.
Aber wir sind ja keine Daumenlutscher 😄 und so war der Weg auch völlig easy befahrbar, da hatten wir schon Schlimmeres und es war dort auch sehr schön.

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Mittags haben wir den Park kurz verlassen, die Tiere verziehen sich mittags auch lieber in den Schatten. Uns zog es zu den Popa-Stromschnellen, welche hier zu sehen sind, jedoch insgesamt recht unbeeindruckend.

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Gegen Abend hatten wir nochmal das Glück Elefanten sehr nah zu kommen, bevor wir ins Camp zurückkehrten und die nächste Portion der selbstgemachten Spaghetti-Bolognaise verspeisten.
Wir haben uns tagszuvor auf dem Weg in den Caprivi-Streifen nämlich sogar im Supermarkt an Hackfleisch rangetraut und es war kein Problem!

An der Sandbank gegenüber unseres Stellplatzes:
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Terrasse der Lodge:
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Das ist das Faszinierende an Elefanten, sie drohen, zeigen einem wie stark sie sind, aber dann sehen sie zu, dass sie den Abstand vergrößern. Zumindest hatten wir (und das Auto) das Glück bisher keinem richtig schlecht gelaunten Elefanten zu begegnen.
Abends haben wir das Gegrillte und die Malariaprophylaxe mit Bier heruntergespült. 🙂


Sachsenheim Farm:

Weil in Onguma leider unsere Vorbuchung vertrödelt wurde, mussten wir nach Sachsenheim ausweichen. Im Nachhinein hätten wir lieber am Straßenrand zelten sollen.
Die Anlage an sich ist ganz nett angelegt, man hat eine Sitzgelegenheit und kann seine Möbel somit im Auto lassen.
Doch sobald die Sonne untergeht, kommen die heimlichen Besitzer der Sachsenheim Farm zum Vorschein. Nämlich Mosquitos!
Sowas haben wir noch nicht erlebt, vermutlich liegt es an den riesigen Pfützen, die durch die Rasensprenger entstehen.
Jedenfalls war an Schlaf kaum zu denken.
Somit nur die Note: 5-

Nunda Safari Lodge:
Die Lage ist phänomenal! Die Stellplätze befinden sich direkt am Wasser, super Aussicht auf den Fluss und die gegenüberliegende Sandbank inklusive Hippos im Fluss und auf er Sandbank.
Eine super Geräuschkulisse der Hippos am Abend! Die Besitzer sind unglaublich freundlich, total hilfsbereit und aufgeschlossen.
Er erzählte mir, er habe sein ganzes Leben in Walvis Bay auf einem Schiff als Kapitän gearbeitet und erfülle sich mit dem Camp/der Lodge nun einen Lebenstraum. Er ist sehr bemüht, dass alles im Camp funktioniert und wenn mal eine Steckdose den Geist aufgibt, kommt er sofort, um sie zu reparieren. Man konnte sehen, wie sehr er sich freute, als ich ihm mein Lob über das Camp aussprach, da merkt man, dass dort mit Herzblut gearbeitet wird!
Auch war die schwarze Frau an der Rezeption unglaublich zuvorkommend und freundlich, wirklich ganz einsame Spitze!
Die Sanitäranlagen sind super, sie werden den ganzen Tag über einen großen Donkey beheizt, den man auch selbst mit bereitliegendem Holz auffüllen kann.
Auch gibt es eine Holzterrasse, die über das Wasser gebaut ist, das Restaurant haben wir nicht genutzt.
Jetzt ist die Bewertung für Nunda ein bisschen länger als sonst geworden, aber das liegt wohl daran, dass dort wohl wirklich alles gestimmt hat!
Note: 1+
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2014
5'483 Beiträge · seit 200927. Jan. 2014 ·
Hallo Alexander,

super, dass Du weiterschreibst. Hatte Deine Beiträge schon sehr vermisst. In der Nunda River Lodge standen wir auf dem gleichen Stellplatz wie Ihr und waren ebenfalls schwer begeistert.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter277 Beiträge · seit 201305. Feb. 2014 ·
Danke Dir Topobär! Bin momentan immer etwas langsam. 😉

Am nächsten Morgen folgte die Weiterfahrt zum Mavunje Camp von Dan. Da das Camp nicht in Tracks4Africa steht, merkten wir zum ersten Mal, wie anders es ist, ohne Navigation durch Afrika zu fahren. Durchaus anspruchsvoller und abenteuerlicher. Aber unser Navi möchte ich auf keinen Fall missen.

Wir trafen gegen Mittag ein und bekamen von Clement, seinem Angestellten, einen Stellplatz beim Tented Camp zugewiesen. Leider waren die anderen beiden Plätze trotz Vorbuchung schon belegt. Man wir haben aber auch ein Pech mit unseren Vorbuchungen...
Jedenfalls war die Aussicht beim Tented Camp nicht so schön wie bei den anderen Stellplätzen, da man nur auf Schilf guckt, aber dafür hatten wir alles für uns und konnten die Küche und den Essplatz alleine nutzen.

Auf ging es dann zu einem Abstecher in den Mudumu NP. Landschaftlich sehr sehr schön und wir wagten uns auf die andere bewaldete Seite. Dort folgten einige Tiefstandbereiche und da wir nicht jedes Mal anhalten wollten, um den Allrad einzuschalten, blieb nur eins: Anlauf nehmen und durch.
Das klappte auch ganz gut, Dorits Nerven lagen blank und ich hatte meinen Spaß. 😄

Während ich mich immer schön auf die ,,Fahrbahn" vor mir konzentrierte, fuhren wir um eine tiefsandige Kurve, bis Dorit plötzlich ,,Stopp!!!" rief. Ich bremste sofort und sah einige Elefanten, die ziemlich nach vor uns standen und schon ihre Ohren aufstellten.
Mit Anfahren wäre es im Tiefsand ohne Allrad schwer geworden und so blieb uns nichts anderes als ruhig stehen zu bleiben.
Nachdem uns die Elefanten nochmal mit ihren Ohren zeigten, wer hier der Chef ist, zogen sie friedlich vor uns über die Piste. Glück gehabt. Weiter gings dann mit Allrad.... 😕

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Es folgte ein echter HIGHLIGHT Tag. Morgens erfuhren wir noch schnell von Dan, dass nachts die Elefanten im Camp waren, abgesehen von ein bisschen Rumtrompeten und einigen Elefantenrufen haben wir davon jedoch nix gemerkt.
Dan besitzt hier ein Boot und wir unternahmen eine River-Safari mit Übernachtung auf einer Insel in dem Delta hier.

Zweitägige Bootsafari mit Dan - Teil 1:

Aus unserem BootBoot:
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Die Region hier ist von zahlreichen kleinen Flussarmen und viel Vegetation gekennzeichnet. Mit von der Partie war noch Clement, ein 50jähriger Afrikaner, der hier im Dorf wohnt und für Dan arbeitet.
Zunächst durchquerten wir einige Zeit lang mit dem Boot die kleinen Gassen, die sich zwischen dem Schilf befanden, bevor wir aus nächster Nähe Flusspferde sehen konnten.


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Wir mussten aufpassen, dass man mit dem Boot nicht zu nah an die Kameraden rankommt, sie können ein Boot, und das Boot ist nicht unbedingt klein, in die Höhe schleudern und ein Loch reinbeißen.
Letztes Jahr passierte dies Dan und sein Boot hatte dann ein Öffnung nach unten. Er berichtete auch, dass Hippos Krokodile in zwei Teile teilen können.

But we managed it und bekamen wundervolle Natur, viele Antilopen und Elefanten zu sehen.
Zwischendurch konnten wir auf einer großen Insel einige Elefanten sehen. Da Dan immer für ein Abenteuer gut ist, beschlossen wir die Insel anzulegen.

Dorit und Dan:

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Während Clement im Boot wartete, haben wir uns auf die Insel geschlichen und einen ca. 5m hohen Baum erklettert. Hier merkten wir schnell, dass wir besser den morgendlichen Rotwein, der uns von Dan angeboten wurde, hätten ablehnen sollen. Aber wir haben uns zusammengerissen und es so auf einen 5m hohen dicken Ast geschafft, auf dem uns die Elefanten nicht sehen konnten.

Vom Baum aus beobachtet:

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Da riecht er uns doch:
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Und auch ihren stärksten Trumpf, nämlich ihren Geruchssinn konnten sie nicht ausspielen, denn unser Geruch ging über sie hinweg.

Zumindest meistens, der hier riecht uns doch, dabei duschen wir täglich…:

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Wenn man sich Elefanten nähert und unentdeckt bleiben will, was sich empfiehlt, sollte man nicht im Wind stehen.

Ebenfalls ist der Ast zu hoch für sie, um uns dort gefährlich zu werden. Man sieht den Bäumen genau an, wie hoch die Elefanten kommen, denn unterhalb sind alle Äste abgefressen.
Also saßen wir dort oben und beobachteten die Elefanten, wie sie in der Nähe vorbeizogen oder zum Trinken das Ufer aufsuchten. In der Zwischenzeit hatten uns 2 zwei Büffel entdeckt, die ca 70m entfernt standen. Wir schafften es irgendwie wieder heile von dem Baum runter, schlichen uns noch ein bisschen, hinter Bäumen Schutz suchend, an Elefanten heran und gingen zurück zum Boot.

Und wieder runter:
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Kurze Zeit später fragte mich Dan: ,,Are you feeling strong now, Alex?”
Was für eine Frage, hätte ich das verneinen sollen?
,,lets make a plan”, sagte er.
Kurze Zeit später standen wir dort beide nur noch in Boxershorts und er hatte den Plan, dass wir zwei ins Wasser springen und das Boot ganz nah an die Elefanten heranziehen, die ca 200m entfernt tranken, während Dorit und Clement im Boot bleiben. 🤩
So werden die Elefanten nicht durch das Motorgeräusch verschreckt. Und gefährlich sei es für uns ebenfalls nicht, da die Elefanten nicht Menschen im Wasser angreifen würden, wenn sie selbst auf dem Land sind.

Wissend, dass es dort Krokodile gibt, fragte ich Dan danach, doch er meinte, dass die kein Problem in dem Bereich seien und er sie sehen wird. Also wateten wir los und zogen das Boot langsam in Richtung Elefanten. Zwischendurch ging mal er, mal ich, komplett unter, weil plötzlich tiefe Stellen auftauchten.

Herrlich diese Abkühlung:

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Schon ein bissl aggro:
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Unser Plan ging auf, wir waren sehr leise und kamen sehr sehr nah an die Elefanten heran. Ich saß schon wieder auf der Kante des Bootes, als Dan ziemlich hektisch ins Boot sprang. Er meinte ein Krokodil gesehen zu haben. So sah ich dann von seinem späteren Angebot dort schwimmen zu gehen ab und wartete stattdessen, dass er gefressen wird, doch er hatte Glück… 😁

Teil 2 folgt dann später...
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2014
Themenstarter277 Beiträge · seit 201305. Feb. 2014 ·
Zweitägige Bootsafari mit Dan - Teil 2 :

Weiter ging es vorbei an vielen schönen Vögeln, ein Paradies für Ornithologen und einigen Elefanten, die wir hautnah beim Baden und Schilffressen sahen.


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Zum Mittagessen gab es Bratkartoffeln, Käse und andere Leckereien:
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Irgendwann war das Adrenalin gerade wieder raus aus dem Blut, da kam Dan’s nächste Idee. Wir sahen vor einer leicht bewachsenen Sandbank viele Hippos baden und Dan steuerte die Sandbank genau von der anderen Seite an, schnappte sich seine Kamera und bat mich ihm zu folgen.
Wir schlichen über die Sandbank um uns dann flach auf den Boden direkt vor die Hippos zu legen. Von dort hatten wir einzigartige Möglichkeiten die Hippos zu sehen und zu fotografieren, wirklich Wahnsinn!!! Aus so einer guten Perspektive kann man wohl nur äußerst selten Fotos von Hippos machen, Dan meinte jedenfalls wohl die besten seines Lebens geschossen zu haben.
Nachdem wir aufs Boot eilen mussten, weil ein Hippo ein bisschen zu nah kam, sind Dorit und ich nochmal auf die Sandbank gegangen und Dan machte einige Fotos von uns.


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Wir waren schon mega happy so viel gesehen und erlebt zu haben, da sahen wir auch noch eine ca. 200 Elefanten große Elefantenherde, die sich unglaublich weit erstreckte.

Die Elefantenflüsterer:

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So sahen wir noch viele spektakuläre Elefantenszenen und einen bösen Jungebullen, bis wir uns auf einer Insel zum Campen einfanden.

Wieder mal gut gelaunt:
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Bissl geangelt:
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Dort haben wir im Potje gekocht und uns mit Clement über das Leben hier unterhalten. Man kann es kurz fassen: zwei verschiedene Welten! Clement muss noch immer an den Vater seiner Frau 4 von 7 Kühen für die Hochzeit zahlen. Selber versucht er gerade seine 17jährige Tochter zu verheiraten und hofft auf viel ,,Labola”. Labola war wohl das meist gesprochene Wort an dem Abend.
Damit ist die Anzahl der Kühe, die man für eine Frau zahlen muss gemeint. Übrigens, wenn die Frau dann fremd geht, kann der Mann von dem Vater seine Labola zurückverlangen. Wenn der dann kein Geld mehr hat, gehts vors Kuta, eine Art Ältestenrat, die dann den Vater beispielsweise zu mehrjähriger kostenfreier Arbeit für den Gläubiger verknacken kann. Dicke Frauen bringen übrigens mehr Labola, Frauen mit Kindern weniger.
Auch berichtete er über große Probleme mit Elefanten, die nachts die Felder zerstören können. Die Elefanten wandern überall herum wo sie gerade Essen finden, denn die Nationalparks sind nicht umzäunt. Also Entschädigung für 15 Hektar bekommt ein Farmer dann umgerechnet 45€, this is Africa…

Morgens sind wir früh aufgebrochen, noch etwas herumgefahren und versucht Fische zu fangen.
Gegen Mittag ging es dann nach weiteren Elefanten und Hipposichtungen zurück in Dans Camp.

Unser Nachtlager, das Abendessen und Frühstück war phänomenal:
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Wie traurig, unheilbar krank, Hämorrhoiden im Endstadium:

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Mavunje Camp:
Das Camp liegt sehr einsam und verlassen an einem Arm des Kwando. Die Aussicht ist anders als bei Nunda, man kann nicht sagen schlechter. Jedenfalls sieht man beim Tented Camp viel Schilf, die anderen Campsites bieten eine bessere Aussicht.
Cool sind die privaten Küchen, die vollausgestattet sind und gratis genutzt werden dürfen. Clement ist echt sehr nett und übernimmt gerne den Abwasch. Auch hat man eine schöne Feuerstelle und einen überdachten Essplatz mit Tischdecke.
Die Dusche war allerdings ziemlich kalt. Eigentlich alles sehr sehr gut, ein bissl ,,blöd" fand ich nur die Aussicht.
Note: 2+


Bootsafari mit Dan:
Einfach genial. Das war wohl mit das Highlight unseres Urlaubes. So viele Abenteuer erlebt, wenn man die ganze Zeit eingerostet im Auto sitzt, ist das genau die passende Abwechslung. Die Natur, die man sieht ist so unglaublich schön und nochmal ganz anders als man sie aus dem Auto im Mudumu oder Mahango NP erlebt. Dan gibt sich sehr viel Mühe, kennt die meisten Vogelnamen auch auf Deutsch, hat sehr viel Essen und Getränke dabei, sodass man eigtl. die ganze Zeit knabbern kann.
Das Lager, dass man gemeinsam abends aufbaut, kann sich sehen lassen. An Komfort mangelt es da sicher nicht.
Hätte ich vorher gewusst, dass es so gut wird, hätten wir noch einen Tag mehr gebucht.
Note: 1+
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2014
3'700 Beiträge · seit 200905. Feb. 2014 ·
Lieber Alexander,

du hast uns mit deinem Bericht über das Mavunje Camp den Mund wässerig gemacht. Mal schauen, wann wir wieder etwas Zeit für NAM raus schinden können.

Herzlichen Dank für die wertvollen Informationen und die wunderschönen Fotos.

Liebe Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2014
1'667 Beiträge · seit 200905. Feb. 2014 ·
Hi, Alex
Danke für den Bericht über das Mavunje Camp und die Aktivitäten mit Dan.
Da haben wir in Namibia mal wieder einen uns noch nicht bekannten Anlaufpunkt gefunden.... 🙂

Liebe Grüße
Birgitt
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