wie verkauft man da eigentlich seine Pics? Jetzt bin ich ja totaler Laie ... aber vielleicht wärs ja doch mal einen Versuch wert nachdem einige doch bissl gelobt wurden? 🤩
janet schrieb:Huhu Wolfgang,wie verkauft man da eigentlich seine Pics?
Hallo Janet!
Da gibt es unzählige Möglichkeiten, die wahrscheinlich effektivste ist aber, die eigenen Fotos über ein Internetportal wie Istockphoto oder Getty Images zu vermarkten. Dort bekommt man pro verkauften Bild zwar nicht viel, aber in der Summe kommt doch etwas zusammen.
Variante zwei ist, dass man seine Fotos selber online an Interessenten verkauft. Das heißt jemand sucht sich das Liebliengsbild seiner Wahl aus, der Verkäufer sendet es per Mail online zu und der Käufer kann es sich bei einem der unzähligen online Postershops printen und zusenden lassen.
Variante zwei scheidet dann wohl schonmal aus. Dazu müsste ich mir ne HP basteln und dann wildfremde Leut anschreiben .... "wolle Köcherbaumbild kaufe?" ... "wolle Spinnenbild kaufe?" ... neee wie soll das funktionieren. Mich kennt ja keiner! 😄
Ich les mich mal in Erstgenanntes ein ... vorab: kostet das was da mitzumachen? Und was bringts ca. ein wenn man dann doch mal ein Bild verkauft?
janet schrieb:Ich les mich mal in Erstgenanntes ein ... vorab: kostet das was da mitzumachen?
Die Mitgliedschaft bei Istockphoto ist soweit ich weiß kostenlos, aber ich bin auch schon seit 2006 dabei, kann sich also geändert haben. Allerdings muss ich dich warnen, die Qualitätsanforderungen dort sind extrem hoch. Gut zu fotografieren reicht für solch ein Portal schon seit 5 Jahren nicht mehr aus, da bedarf es mindestens einer sehr guten DSLR und Profikenntnisse um seine Bilder im Anschluss auch online zu bekommen.
Da hier praktisch alle gerne Tierbeobachtungen machen, hab ich mal ne Frage in die Runde. Ist es euch schon jemals passiert, dass ihr euch urplötzlich in einer lebensbedrohlichen Situation vorgefunden habt? Mir schon mehrmals, aber nur zweimal konnte ich es in Bildern festhalten.
Das eine Mal war, als ich alleine zu Fuß unterwegs war und einem wilden Elefantenbullen gegenüberstand
W.A.Steiner schrieb:Ist es euch schon jemals passiert, dass ihr euch urplötzlich in einer lebensbedrohlichen Situation vorgefunden habt?
Hallo Wolfgang Das ist wohl schon jedem Tierfotografen passiert. Die Begegnung mit dem Elefanten ist mir wohlbekannt, nur dass dieser, wie der Staub um die (leider etwas abgeschnittenen) Füsse beweist, nicht mehr einfach so gemütlich da stand. So schnell rannte ich schon lange nicht mehr, aber immerhin drückte ich noch einmal ab 😉 .
Auch mit Schlangen hatte ich, obschon ich mich mit Reptilien recht gut auskenne, schon Begegnungen, die sich, meist erst im Nachhinein, als nicht ganz unproblematisch erwiesen. Und dieses Jahr wurde ich von einem Warzenschwein attakiert, wobei diese Begegnung mit einer Schramme am rechten Bein letztendlich relativ harmlos endete. Hätte aber auch in die Hosen gehen können. Letztendlich sind es halt immer Wildtiere, von denen eine bestimmte Gefahr ausgeht. Wir dringen in ihr Territorium ein, da bleibt immer ein gewisses Risiko, dessen müssen wir uns bewusst sein.
joli schrieb:Aber es sind zu einem Großteil "Kunst"-Werke iSv ideenreiche Verfremdung der Wirklichkeit. Interessant, überraschend, trickreich und technisch perfekt - ja!! - Aber trotzdem versteige ich mich zu der Behauptung, dass Namibia das nicht nötig hat. Namibia ist auch ungeschminkt eine Schönheit.
Hallo Joli!
Erst mal Danke für deine positive Kritik. Es ist nie verkehrt wenn jemand seine Gedanken artikuliert, auch wenn sie nicht mit dem Mainstream konform gehen.
Du schreibst Namibia hätte Bilder wie in meinem Thread nicht nötig. Das bezweifle ich sehr stark, denn gäbe es keine Fotografen wie mich, die tolle aussagekräftige Fotos für Werbeprospekte machen, wäre z.B. niemand auf die Idee gekommen je ins Deadvlei zu fahren.
Gerade die unglaublich guten Bilder von Fotografen wie Art Wolfe machen Lust auf mehr und bringen Otto Normalverbraucher dazu, viel Geld in neue Ausrüstung und ein Flugticket zu investieren, nur um vor Ort ähnliches zu schaffen.
Erst gestern hatte ich unter einem meiner Beiträge in einem anderen Forum folgende Meldung eines begeisterten Amateurfotografen:
Zitat Anfang: In 5 Wochen gehts auch nach Namibia... ich hoffe nur, dass ich gut genug gerüstet bin und auch so super Fotos mitbringe!
ich habe bisher noch nichts zu Deinem Thread geschrieben, daher nehme ich nun die Gelegenheit wahr und sage vielen, vielen Dank für den spannend und amüsant zu lesenden Bericht. Und natürlich für die tollen Bilder! Ich habe immer mit gelesen, obwohl ich selbst noch nie in Namibia war und auch immer wieder geschaut, ob es denn neue Bilder gibt! Ich fühle mich zwar wie eine blutige Fotografie-Anfängerin wenn ich sie sehe, aber das motiviert ja auch, weiter zu kommen und sich zu verbessern. Ich habe ja erst letztes Jahr angefangen, mich intensiver damit zu beschäftigen 😊 Also ich würde mich freuen, weiterhin ab und zu ein neues Bild in diesem Thread zu sehen 😄 Danke und viele Grüße, Alexa
AfricaDirect1’271 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 ·
Hallo Wolfgang,
ich bin Deiner Reise auch gefolgt, wie so viele hier im Forum. Und auch ich kann mich der Faszination Deiner Bilder nicht wirklich entziehen. Sie sind traumhaft schön und es macht viel Spass, sie zu betrachten. Auch Dein Bericht liest sich ganz amüsant, obwohl ich manche Beschreibungen und Bewertungen doch etwas harsch empfinde. Aber es war wohl Deine Empfindung vor Ort und damit ein subjektiver Eindruck, aus dem jeder sich das seine herauslesen kann.
Was für mich ÜBERHAUPT NICHT geht (und es wundert mich, dass sich dazu hier noch niemand geäußert hat), ist Deine Nachtfahrt zurück nach Windhoek. Erstens ist es höllisch gefährlich, denn es laufen ja in Afrika nicht nur Tiere, sondern auch oft Menschen nachts auf der Strasse herum. Und zweitens bist Du, zumindest habe ich es so verstanden, relativ schnell unterwegs gewesen. Das ist unverantwortlich. Es gibt einen Grund, warum man im Dunkeln in Afrika nicht unterwegs sein sollte (außer in Notsituationen). Wenn ich denn trotzdem unterwegs sein muss, sollte ich mein Tempo doch enorm nach unten drosseln. Du hast aber anscheinend jeglichen "road kill" in Kauf genommen, nur damit Du doch noch nach Windhoek kommst. Ich hoffe, dass viele hier diesen Teil nicht nachmachen und nach wie vor bitte NICHT in der Dunkelheit fahren, denn es ist nicht nur gefährlich für Tiere und Menschen auf der Strasse, sondern natürlich auch für den Fahrer bzw. die Mitfahrer im Auto.
In Bezug auf die Bilder geht es mir ein bisschen wie Joli, bzw. es geht mir mit vielen Fotografien in der heutigen Zeit so, dass ich mich frage, was ist "echt" und was ist "bearbeitet". Ich persönlich habe mich lange Zeit gegen jegliche Bildbearbeitung gesträubt, bin allerdings inzwischen auch davon abgewichen. Allerdings verwende ich nur Lightroom bzw. DPP von Canon und bearbeite nur sehr rudimentär. Und ich bin auch absoluter Foto-Anfänger.
Es ist definitiv eine Tatsache, dass man aus einem schlechten Bild kein Superbild dank Bildbearbeitung machen kann. Aber ich kann bestimmte Dinge verändern, Dinge verschwinden lassen durch geschicktes Stempeln z.B., Lichtsituationen verändern etc. Und ich frage mich dann immer, wie hat es wirklich vor Ort ausgesehen und was ist durch reine Bearbeitung entstanden.
So würden mich z.B. mal als Vergleich einige Bilder "out of Cam" und mit der Bearbeitung als direkte Gegenüberstellung interessieren, um zu sehen, wie weit Du wirklich Deine Kunst betreibst. Denn das Du ein Künstler des Fotografierens und der Bildbearbeitung bist, ist wohl unbestritten.
Bestimmt motivieren auch Bilder wie Deine "Otto-Normalverbraucher" nach Namibia zu reisen. Aber ich behaupte einmal, dass viele anschließend (auch nach dem Kauf der teuren Fotoausrüstung) enttäuscht ihre Bilder betrachten werden, denn sie sehen so anders aus, als von diesem oder jenen bekannten Fotografen. Denn leider macht es nicht die teure Ausrüstung, sondern die Erfahrung und der Umgang mit dem Equipment. Das Problem ist meistens hinter der Kamera und hat selten mit der Technik zu tun. Ob das dann wirklich viele für die Fotografie langfristig begeistert, bezweifle ich doch arg.
Ja, ein schöner Bildband oder ein Tierfilm von Afrika (welches Land auch immer) ist etwas Tolles. Aber es ist auch wichtig im Hinterkopf zu behalten, wie lange es braucht, um so etwas zu schaffen. Dokumentationen (egal ob Bild oder Film) entstehen meist erst nach mehreren mehrwöchigen Aufenthalten, beinhalten diverse Sondergenehmigungen und besonders beim Film geschickter Schnitttechnik, um den gewünschten Effekt entstehen zu lassen. Es kann nun mal zum Glück nicht jeder in der Nacht ins Dead Vlei und das hat auch seinen Grund und ist gut so. Erst einmal für die Natur und dann natürlich auch für die Fotografen mit Sondergenehmigung, denn sonst könnten sie ihre Bilder nicht so gut verkaufen. Was ja auch vollkommen in Ordnung ist.
Auch ich freue mich darauf, wenn Du noch weitere Bilder zeigst, denn es sind wirkliche Kunstwerke und es macht Spass, sie zu betrachten. Ich hoffe, Du nimmst mir die ehrliche Meinung nicht übel.
Bis dahin schöne Grüße aus dem zur Zeit sonnigen Frankenland,
AfricaDirect schrieb:Was für mich ÜBERHAUPT NICHT geht (und es wundert mich, dass sich dazu hier noch niemand geäußert hat), ist Deine Nachtfahrt zurück nach Windhoek. Erstens ist es höllisch gefährlich, denn es laufen ja in Afrika nicht nur Tiere, sondern auch oft Menschen nachts auf der Strasse herum. Und zweitens bist Du, zumindest habe ich es so verstanden, relativ schnell unterwegs gewesen. Das ist unverantwortlich. Es gibt einen Grund, warum man im Dunkeln in Afrika nicht unterwegs sein sollte (außer in Notsituationen).
Hallo Nicole!
Ich bin froh, dass Du dieses heikle Thema ansprichst und respektiere deine Meinung.
Persönlich bin ich aber der Ansicht, dass es bereits genügend Gesetze und Reglementierungen in unserem Leben gibt und solange es noch kein Nachtfahrverbot in Namibia gibt, fahre ich wenn nötig, auch in der Nacht.
Nachdem ich den Time Code (19:25:59) in dem EXIF meines letzten Fotos nochmals kontrolliert habe finde ich gar nicht, dass ich zu schnell war, denn für die ca. 220 bis 240km vom Rock Arch brauchte ich unglaublich lange 4 Stunden bis nach Windhoek! Das gibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 60km/h. Hier von "höllisch gefährlich", "unverantwortlich" und "geht überhaupt nicht" zu sprechen ist wohl etwas übertrieben, findest Du nicht?
AfricaDirect schrieb: In Bezug auf die Bilder geht es mir ein bisschen wie Joli, bzw. es geht mir mit vielen Fotografien in der heutigen Zeit so, dass ich mich frage, was ist "echt" und was ist "bearbeitet". So würden mich z.B. mal als Vergleich einige Bilder "out of Cam" und mit der Bearbeitung als direkte Gegenüberstellung interessieren, um zu sehen, wie weit Du wirklich Deine Kunst betreibst. Denn das Du ein Künstler des Fotografierens und der Bildbearbeitung bist, ist wohl unbestritten.
Das ist unter Fotografen eines des am heißest diskutierten Themen überhaupt.
Was ist echt und was eine Manipulation?
Ich möchte ganz ehrlich sein, ich maße mir nicht an diese Frage beantworten zu können, denn schon die Auswahl des Bildausschnittes vor Ort, und/oder die Wahl der Brennweite ist eine Verfälschung der Wirklichkeit. Nehmen wir zB ein Fisheye Objektiv. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne mit 180° Bildwinkel bezogen auf die Bilddiagonale. Aber sind Ergebnisse mit einem solchen Objektiv noch echt, resp entsprechen sie noch der wahrgenommenen Realität?
Ich denke nicht.
Somit ist eine Diskussion darüber aber auch müßig, da man nie auf einen grünen Zweig kommen wird. Die Hardcore Freaks werden jegliche EBV strikt ablehnen und die Bildbearbeitungsprofis weiter ihre "Kunstwerke" am Computer entstehen lassen. Die "Wahrheit", so es denn überhaupt eine geben kann, liegt wie so oft wahrscheinlich in der goldenen Mitte. Ob ich die jedoch treffe muss jeder für sich selbst beurteilen.
Liebe Grüße
Wolfgang
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