THEMA: A lion a day!? - Herbstferien im Kruger 2021
04 Jan 2022 19:42 #633807
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  • Champagner am 04 Jan 2022 19:42
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Hallo Sascha,

tolle (Greif ;) - ) Vogelserie :) !

Bei dem "Shikra" tendiere ich aber eher zum männlichen African Goshawk (Accipiter tachiro / Afrikahabicht), der Shikra müsste rote Augen haben und eine gelbe Cere. Vielleicht schaut ja nochmal jemand drauf :unsure: , aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher.
Jetzt hoffe ich einfach, dass ein African Goshawk ebenfalls eine Ersichtung für dich ist, denn die will ich dir natürlich nicht vermiesen :blush: .


H.Badger schrieb:
Und siehe da: Beinahe zum Greifen nahe entdecke ich mein morgendliches Erstsichtungs-Highlight: Ein Shikra sitzt im Geäst und lässt sich lange von mir studieren, bis er genug von meinen Blicken hat und seinen Ansitz schließlich wechselt. Ich bin zufrieden.



Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 04 Jan 2022 19:50 von Champagner.
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05 Jan 2022 16:12 #633860
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@ CuF
Liebe Friederike,
oha - da ist mir ein sprachlicher Lapsus passiert ;) . Und ich weiß, dass deine Bemerkung nicht ganz ernst gemeint ist. Gleichwohl ist das eine interessante Sache. Ich verstehe, dass man den Begriff wegen seiner das so bezeichnete Tier abwertenden Konnotation, die auf der (einst?) wahrgenommenen Jagdkonkurrenz fußt, ablehnt.
Jedoch stört sich niemand (?) am englischen "raptor", das ja wohl dem Lateinischen entstammt und damit auch "Räuber" bedeutet. Und was ist mit den Begriffen "Raubtier" oder "Raubkatze" - sind diese salonfähiger als der "Raubvogel"? Jedenfalls habe ich solche Begriffskritik bisher nur Bezug auf Vögel wahrgenommen - auch wenn man den Prädatoren [sic!] außerhalb der Vogelwelt mit diesen Bezeichnungen die gleiche Wertung zukommen lässt.

@ Bele
Liebe Bele,
vielen Dank für die Korrektur. Ich habe den Vogel während der Reise nur schnell mit der Tinker`s Map bestimmt und meine Bestimmung dann gar nicht mehr in Zweifel gezogen. Nach einem erneuten Abgleich mit geeigneteren Quellen gebe ich dir recht: Es ist ein African Goshawk. Der Freude tut das keinen Abbruch: Der Vogel ließ sich auch unter seinem neuen Namen sehr schön beobachten und auch er ist eine Erstsichtung für mich. :)

Ganz liebe Grüße
Sascha
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06 Jan 2022 21:26 #633956
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Fortsetzung

Nach dem guten Eisenbahn-Restaurant-Frühstück packen wir schnell unsere Sachen zusammen und los geht es zunächst in Richtung der Löwen von heute Morgen. Diese haben sich aber leider etwas in die dichte Ufervegetation zurückgezogen und wir sehen nur noch eine Löwin hinter der Uferböschung umherlaufen. Auch sind jetzt viele andere Fahrzeuge hier, sodass wir auf ein Foto verzichten. Wir wenden unseren Bus und setzen unsere Fahrt in Richtung Süden fort.
Die Wolken des frühen Morgens haben sich weitgehend aufgelöst und das heißt: Jetzt ist es wieder wahnsinnig heiß. Nicht die besten Voraussetzungen für eine sichtungsreiche Fahrt nach Biyamiti. :S
Und so verläuft die Fahrt auch recht ereignislos.
Natürlich sehen wir Elefanten – hier eine sehr durstige Herde an einer kleinen Wasserstelle am Rand der Hauptroute nach Süden.



Die Abwesenheit interessanter Sichtungen macht auch Impalas zu begehrten Fotoobjekten. :P



Wir beschließen, zum Transport Dam zu fahren. Hier hatten wir schon oft schöne Sichtungen. Auf dem Weg dorthin kommt man an vereinzelten Felsen vorbei. Wir scherzen über Klippspringer, die – wenn nicht hier, wo sonst – leben müssten. Und tatsächlich: Zwei dieser Spitzentänzerantilopen lassen sich wunderbar beobachten.





Und als Zugabe entdecken wir noch eine Schildechse – mal wieder eine Erstsichtung für uns! :)



Am Transport Dam ist nichts los und auch nach einigem Warten können wir nur entfernte Warzenschweine, einige Gnus und Flusspferde ausmachen. Auch ist das Licht schon sehr grell – die Kamera bleibt also wieder einmal aus.
Wir fahren zurück zur Hauptstraße und biegen bald auf eine Dirtroad in Richtung Biyamiti Wehr ein. Die Straße führt durch dichten Busch entlang des zumeist trockenen Flussbetts. Immer wieder sind dort Elefanten zu sehen. Ansonsten bleibt es ruhig.





Am Wehr selbst lässt sich immerhin ein Krokodil und ein immens großer Nilwaran sehen. Auch hier finden wir zum ersten Mal Klippspringer. Schön.









Bald biegen wir in die Privatstraße in Richtung Camp ein.



Der Weg ist eng und häufig zu beiden Seiten ziemlich verbuscht. Erst im letzten Moment werden wir immer wieder Elefanten und Büffel gewahr. Wir konzentrieren uns hier gerade lieber aufs Fahren und lassen die Kameras ausgeschaltet.
Und so landen nur einige Buschböcke und an einem Aussichtspunkt einige flussbettquerende Impalas auf der Speicherkarte.





Am frühen Nachmittag erreichen wir Biyamiti und beziehen unsere Hütte. Leider haben wir keine Behausung mit riverview mehr bekommen und so sind wir zuerst über die verbuschte Randlage etwas enttäuscht. Dafür ist das Chalet aber sehr geräumig mit zwei Schlafzimmern und einer rundum verglasten Veranda. Und der dichte Bewuchs rund um die Hütte wird sich an diesem und am nächsten Abend noch als vorteilhaft erweisen. :whistle: Buschböcke sind schon jetzt anwesend.



Wir beschließen gemeinsam, dass wir heute nicht mehr in den Bus steigen wollen – stattdessen buchen wir einen Sunset-Drive. In den kleinen Camps werden die Ausfahrten mit dem Landcruiser durchgeführt – das finden wir sehr attraktiv. Und heute haben wir das Glück, dass wir nur zu viert sein werden. :) Wir freuen uns auf die Ausfahrt im Familienkreis und erholen uns bis dahin im Camp.
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09 Jan 2022 10:35 #634118
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Fortsetzung

Um 16.30 Uhr beginnt unser Sunset-Drive. Unser Guide ist sehr nett und aufgeschlossen und so freuen wir uns auf die kommenden Stunden, die wir als Familien durch den Busch rund um Biyamiti kutschiert werden. Wir biegen links aus dem Camp und fahren die Privatstraße bis zur Crocodile River Road. Bereits kurz nachdem wir Biyamiti verlassen haben, können wir im Flussbett viele Elefanten beobachten. Das Licht ist bereits sehr intensiv und so genießen wir nach den wolkenverhangenen Tagen die Szenerie sehr.





Den weiteren Weg versperrt uns eine Gabelracke auf Beutezug. Und dann immer wieder Elefanten…



An der Flussquerung auf der Crocodile River Road können wir zwei Nilwarane entdecken.





Und alsbald nähert sich im Flussbett eine hochschwangere Tüpfelhyäne, die sich im schönen Licht des Spätnachmittags geduldig ablichten lässt: "Always scan the riverbeds!"





Vorbei an einigen Giraffen geht es zu einem Baum mit zwei Gauklern – einer im Jugendkleid und einer im Übergangsstadium zum Erwachsenenkleid. Einen solchen Teenager haben wir vorher noch nie gesehen.





Ein Natal Spurfowl lässt sich im Straßenrand sehen.



Und dann geht die Sonne unter – endlich einmal wieder ein wunderschöner afrikanischer Sunset in Buschkulisse.





Einige Zebras lassen sich im letzten Licht des Tages beobachten.





Und auch eine weitere Tüpfelhyäne können wir ein wenig beim Herumziehen durch den Busch begleiten.



Und dann ist es schnell ganz finster und der Nightdrive-Teil der Ausfahrt beginnt. Meine Frau und ich leuchten nach beiden Seiten und während ich ziemlich glücklos bleibe, erweist sie sich als wahre Meisterspotterin. Zuerst entdeckt sie eine Civet, die sich jedoch schnell in den hier sehr dichten Busch verzieht. Heute also kein Foto.
Bald darauf sieht meine Frau Augen in etwas weiterer Entfernung und ruft erneut „Stopp!“. Unser Guide sieht noch nichts, aber wir suchen den Busch weiter konzentriert ab. Da können wir auf einmal einen katzenhafte Erscheinung ausmachen – „Maybe a lioness.“ Wir fahren näher heran – zum Glück bewegt sich die Gestalt in Richtung Straße. Und so wird bald klar, dass es sich hier um einen stattlichen Leopardenkater handelt! :woohoo: „Ten out of ten!“ lobt der Guide die Entdeckung meiner Frau. Der Leopard kreuzt vor uns den Weg, verharrt ein wenig neben unserem Fahrzeug und geht dann schnurstracks seines Weges. Eine unerwartete und schöne Begegnung. :)





Kurz vor unserer Rückkehr nach Biyamiti entdeckt wiederum meine Frau eine Ginsterkatze, die sich von unserem Scheinwerferlicht nicht großartig stören und sich eine Weile beobachten lässt.



Zufrieden mit und etwas erschöpft von der Ausfahrt kommen wir in Biyamiti an. Wir werden bis zu unserer Hütte kutschiert und verstauen dort die von uns mitgebrachten Decken.
Wir kochen ein kleines Abendessen und verspeisen es auf unserer Veranda. Immer wieder lassen wir unsere Blicke gestützt durch unser Spotlight durch den dichten Busch streifen. Ganz nah kommt uns dabei eine Ginsterkatze, die sich über den Abend verteilt immer mal wieder sehen lässt. Das ist für mich das eigentliche Highlight des Tages, denn so nah sind wir einer Genet noch nie gekommen. :)





Meine Frau streift ein wenig durch das Camp und wird mit einigen Bushbaby-Sichtungen belohnt. Biyamiti ist einfach immer einen Aufenthalt wert und so planen wir, den morgigen Tag zumeist hier im Camp zu verbringen.
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Hallo Sascha,

euren Familien-Game-Drive bei tollem Abend-Licht habe ich euch eben so richtig gegönnt - das liest sich sehr schön :) .
Und gelernt habe ich auch mal wieder was (im Kapitel davor) :woohoo: : da ich noch nie (zumindest nicht bewusst oder fotografierbar) Klippspringer gesehen habe, wusste ich auch nicht, dass sie diese Besonderheit haben (kopiert bei Wikipedia):

Sie sind die einzigen Antilopen, die auf den Hufspitzen laufen. Diese werden so abgelaufen, dass zylindrische Hufe entstehen, die eine unverwechselbare, zweikreisige Spur hinterlassen. Durch diese spezifische Form ihrer Hufe haben Klippspringer einen besseren Halt auf glatten Felsoberflächen.


H.Badger schrieb:
Wir scherzen über Klippspringer, die – wenn nicht hier, wo sonst – leben müssten. Und tatsächlich: Zwei dieser Spitzentänzerantilopen lassen sich wunderbar beobachten.

Bisher hatte ich die einfach als kleine Antilopen im Kopf, aber jetzt.....bin ich schlauer :whistle: Da werde ich dieses Jahr mal Ausschau halten, ob ich in Namibia nicht welche sehe - somit habe ich meine Challenge für die Reise ;) !

Schönen Sonntag noch und liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 09 Jan 2022 16:47 von Champagner.
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Liebe Bele,
schön, dass mein Kruger Bericht nicht nur mein Wissen bezüglich der Vogelbestimmung erweitert... ;)
Was die Klippspringer im Kruger betrifft: Ich finde es immer sehr überraschend, dass man Familienverbände auf vielen vereinzelten kleinen Felseninseln inmitten des eher flachen Buschlandes vorfindet. Ich frage mich, wie da der Genpool divers gehalten wird. Oder wandern Klippspringer auch über Land, um neue Partner zu finden und Reviere zu erschließen?
Dieses Jahr geht es bei dir also wieder nach Namibia! Ich bin gespannt, wo es dich hinführen wird. Auch wir basteln gerade an einer kleinen Runde. :)

Ganz liebe Grüße
Sascha
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