Einmal mehr: herzlichen Dank fuer deinen Bericht! Ja, leider ist die ganze Kueste immer uebervoll im Dezember/erste Haelfte Januar, und solche Orte sollten zu dieser Jahreszeit am besten gemieden werden!
Die Seeschwalben sind Common Terns - Sterna hirundo - nicht bruetend.
Andrea 1961306 Beiträge · seit 200814. März 2017 ·
Hallo Nadja, das sieht ja wirklich nach einer tollen Bootstour aus. Die hattet ihr auch dort in der Lodge gebucht? Oder vorab? Liebe Grüße Andrea
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201414. März 2017 ·
Andrea 1961 schrieb:Hallo Nadja, das sieht ja wirklich nach einer tollen Bootstour aus. Die hattet ihr auch dort in der Lodge gebucht? Oder vorab? Liebe Grüße Andrea
Hallo Andrea,
wir haben sowohl die Turtle- als auch die Bootstour erst vor Ort gebucht. Wir hatten Glück und es waren jeweils noch Plätze frei. Wie Maddy jedoch geschrieben hat, ist es zur Ferienzeit an der Küste immer recht voll. Ansonsten dürfte eine Buchung vor Ort wohl überhaupt kein Problem sein.
Viele Grüße, Nadja
maddy schrieb: Hallo Nadja,
Einmal mehr: herzlichen Dank fuer deinen Bericht! Ja, leider ist die ganze Kueste immer uebervoll im Dezember/erste Haelfte Januar, und solche Orte sollten zu dieser Jahreszeit am besten gemieden werden!
Die Seeschwalben sind Common Terns - Sterna hirundo - nicht bruetend.
Gruss aus Sodwana Maddy
Hallo Maddy,
danke Dir! Wir haben uns diesbezüglich im Vorfeld wohl zu wenig Gedanken gemacht... 😗 Abgesehen von den "Massen" war der Aufenthalt jedoch traumhaft und wir haben die Gegend sehr genossen!
Vielen Dank auch für die Vogelbestimmung - wird sofort ergänzt! 🙂
Viele liebe Grüße, Nadja
Katja999 schrieb: Das sieht nach einer schönen, entspannten Bootstour aus.
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201414. März 2017 ·
23.12.2016 - Ndumo Game Reserve
Wie vereinbart, standen wir bereits um halb fünf auf, kochten uns Wasser für etwas Tee und Kaffee, bevor wir uns schon um viertel nach fünf, bei bereits angenehmen 24 Grad, auf den Weg machten.... 😗
Die Tankstelle in Manguzi hatte bereits geöffnet und wir tankten den Corolla kurz auf, bevor es weiter in Richtung Ndumo ging. Manguzi lag noch ruhig und verlassen da, kein Vergleich zu dem Trubel, der so kurz vor Weihnachten, tagsüber in dem Ort herrschte. 😁
Wir fuhren die ca. 90 Kilometer lange Strecke bis zum Ndumo Game Reserve und trafen kurz vorm Ziel auf diese interessante Gruppe, die uns entgegenkam.
Ansonsten waren natürlich die üblichen Verdächtigen unterwegs... 😉
Schon um kurz vor sieben trafen wir am Gate ein, registrierten uns nur kurz und mussten nichts zahlen, da auch hier die Wildcard gilt.
Da wir im Rest Camp, welches jedoch erst gegen acht öffnete, unser Exit Permit holen mussten, entschieden wir uns, zuerst in den Westteil des Parks zu fahren. Alles wirkte unheimlich trocken... 😐
In dieser Sackgasse faden wir weder den angegebenen Hide noch die Toilette... 😛
Größtenteils war die Strecke eben und sah' fast wie geharkt aus. Teilweise gab es jedoch - zumindest für unseren Corolla - ein paar schwierigere Passagen. 😮
Wir entdeckten einige scheue Antilopen im Gebüsch, die sofort Reisaus nahmen. Dann trafen wir jedoch endlich mal auf ein Nyala, welches sich - trotz Nachwuchs - ablichten ließ, bevor es ebenfalls im Gebüsch verschwand... 😉
An der Picnic Site Red Cliffs legten wir eine Pause ein und frühstückten allein und verlassen, dafür jedoch mit einer tollen Aussicht...
Leider war am Flusslauf nicht viel los, dafür konnten wir zumindest noch einen hübschen Pied Kingfisher/Graufischer ablichten. 🙂
Gut gestärkt ging es schließlich weiter... Und auch wenn wir sie nicht sahen, fanden wir jedoch zumindest die Hinterlassenschaften eines Rhinos, gespickt mit hübschen Schmetterlingen.
Das Ndumo GR soll ja ein Eldorado für Birder sein... allzu viel Glück hatten wir jedoch auch mit den Piepmätzen vor Ort nicht... 😕
Steppe buzzard/Mäusebussard
Wir fuhren die ganze Runde bis zur Westgrenze des Parks und ab und zu huschte etwas über den Weg oder durch's Gebüsch.
Da war der "blinde" Passagier auf unserer Windschutzscheibe doch ein dankbares Fotomotiv. 😉
Ansonsten:
Versteckte Impalas
Versteckte Giraffen
Dann flog uns eine Erstsichtung durch's Bild: 🤩 Ein Prple-crested Turaco/Glanzhaubenturako
Das ging so schnell, dass wir ihn leider nicht komplett auf's Foto bannen konnten. Zumindest setzte er sich noch mal kurz hin, bevor er komplett aus unserem Sichtfeld verschwand...
Leider ebenfalls sehr weit entfernt und im schlechten Licht: ein European bee-eater/Bienenfresser
Kurz vor dem Abzweig auf die "Main Road" mussten wir wieder umkehren. Hinunter hatte es der Corolla geschafft, aufwärts ging jedoch gar nix... 🙄
Für den Umweg wurden wir dafür mit "sichtbaren" Impalas belohnt... 😄 Und auch eine Giraffe gab's noch on Top! Wer sagt denn, dass hier nix los ist... 😗
Später als gedacht trafen wir somit erst gegen elf Uhr am Rest Camp ein, um uns unser Exit Permit ausstellen zu lassen.
Wir quatschten ein wenig mit dem sehr netten Camp Manager, genehmigten uns ein Kaltgetränk aus dem Freezer und schauten uns anschließend etwas im Camp um. Die Hütten liegen ruhig und idyllisch auf dem Gelände verteilt, hier war anscheinend trotz der Ferienzeit so gut wie nix los... 🤨 Schade eigentlich... Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir hier wohl kurzfristig eine Nacht verbracht, um dem Trubel in der Utshwayelo Lodge zu entkommen! 😛
Der einzige Nachteil besteht nur darin, dass es in den Unterkünften keine Badezimmer gibt und die kommunalen Einrichtungen genutzt werden müssen. Dafür gibt es jedoch einen (von Weitem) nett aussehenden Pool. Da dort Gäste waren, haben wir ihn nicht näher in Augenschein genommen und auch nicht fotografiert.
Zu den Birdhides kommt man nicht mit dem Auto, sondern muss etwas laufen. Gerne hätten wir uns auch diese noch angesehen, verzichteten jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit darauf... 😕
Wir sahen eine letzte Giraffe auf dem Rückweg und verließen den Park gegen zwölf Uhr.
Wieder öffnete uns der nette ältere Herr das Tor und wir fragten ihn spontan, ob wir ihm unser restliches Obst, Biltong und andere Dinge überlassen konnten, da wir in den kommenden Tagen im Tembe ja volle Verpflegung erhalten würden. Gerührt und mit Tränen in den Augen bedankte er sich und wünschte uns Frohe Weihnachten. Stolz berichtete er zudem, dass er einen deutschen Namen hat und Johannes heißt. So richtig konnten wir mit der Situation gar nicht umgehen, da wir selber ja auf dem Weg in eine (für unsere Verhältnisse) "Luxus"-Lodge waren, um die Weihnachtstage dort zu verbringen. 🤨
Faszinierend fanden wir die Fußgänger Wege in dieser Ecke des Landes.
Auf halber Stecke zum Tembe Elephant Park kamen wir durch einen Ort, in dem einen Tag vor Heilig Abend der Bär tobte... 😎 😄 Es war kaum noch ein Durchkommen, da wohl jeder aus dem Umland dort unterwegs war, um seine Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Leider gibt es davon keine Bilder, sondern nur ein Video. 😗
Um halb eins waren wir schließlich am Gate zum Tembe, meldeten uns an und warteten mit drei weiteren Personen auf unsere Abholung.
Während unserer Wartezeit, mittlerweile zeigte das Thermometer 38 Grad an, sahen wir uns ein wenig um...
... und enteckten sogar afrikanische Maulwurfhaufen! 😄
Schließlich kam ein Lodgefahrzeug zum Eingang und wir folgten ihm ein Stück zum Parkplatz, bevor uns der Guide im offenen Fahrzeug zum Camp brachte...
Wir freuten uns sehr auf die anstehenden Weihnachtstage im Tembe Elephant Park - schließlich hatten wir in den letzten Monaten von zu Hause aus, bereits immer wieder das Wasserloch beobachtet, um uns auf den Urlaub einzustimmen. 😎
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201423. März 2017 ·
23.12.2016 - Ankunft im Tembe Elephant Park
Vom Parkplatz ging es dann also mit einem Lodgefahrzeug weiter zum Camp. Es war eine kurze Fahrt von vielleicht 10-15 Minuten und dann waren wir endlich dort! 🙂
Die Mitarbeiterinnen in ihren hübschen Kleidern sammelten sich und sangen das obligatorische Begrüßungsständchen...
Im Anschluss daran gab es feuchte Tücher zur Erfrischung.
Claudette, mit ihr hatten wir im Vorfeld bei der Buchung bereits Kontakt, nannte die jeweiligen Zimmernummern und die Reisetaschen wurden uns aus den Händen genommen und weg getragen. Wir sollten die Nummer sechs bekommen...
Danach folgten wir Claudette zur Rezeption, um "richtig" einzuchecken - dabei stellte sich heraus, dass wir jetzt doch lieber die Nr. 08 nehmen sollten?! 🙄
Uns war es gleich, da wir die Anordnung der Zelte ja nicht kannten und somit auch nicht beurteilen konnten, ob der Wechsel nun von Vor- oder Nachteil war. Schwitzend folgten wir einer Mitarbeiterin, die uns den Weg zur entlegenen Nr. 08 zeigte.... 😗
Die Unterkunft war wirklich der Hammer! 🤩 Die Zelte sind mit ordentlich Abstand voneinander aufgebaut, im Safaristyle gehalten und es gibt pro Person ein riesiges Bett!
Outdoordusche:
Der Weg zum eigenen "Spa"Bereich:
Es war traumhaft schön und wir fühlten uns direkt wohl. Bis zum Lunch um zwei Uhr hatten wir noch ein wenig Zeit, doch was sollten wir tun?! Unser Gepäck war schließlich noch irgendwo unterwegs... 😗 Schließlich kamen zwei Damen mit den Reisetaschen (auf dem Kopf) an, ich hatte direkt ein schlechtes Gewissen, denn mittlerweile hatten wir bestimmt 40 Grad. 😣
Ich sprang zur Abkühlung schnell noch in den kleinen, aber feinen, Pool, bevor wir um zwei zum Lunch gingen. Es gab Salat mit kleinen Snacks dazu, genau das Richtige bei dem Wetter... Dazu gab es Wasser am Tisch, alle anderen Getränke konnten bestellt werden und wurden bei der Abreise abgerechnet.
Wir wunderten uns ein wenig, denn die ein oder anderen Gäste wirkten auf uns (wohl zu spießige) Deutsche etwas seltsam. Eine junge Frau war mit ihrem Freund unterwegs und kam tatsächlich im Bikini zum Essen. Andere liefen Barfuß durchs Restaurant... 😕 Uns kam es total deplaziert vor, da alle Mitarbeiter diese tollen Kleider trugen und hübsch zurecht gemacht waren. 🤨
Wir hofften, dass wir nicht mit diesen rücksichtslosen Leuten auf einem Fahrzeug landen würden und fieberten dem ersten Gamdedrive entgegen.
Im Tembe läuft immer alles nach dem gleichen Schema ab und man muss selber gar nicht mehr viel mitdenken:
05:45 h - kleines Frühstück (Kaffe, Tee, Rusks, Müsli, Obst und Joghurt) 06:00 h - 09:00 h Morningdrive 09:15 h - warmes Frühstück 14:00 h - Lunch 15:00 h - 18:00 h: Gamedrive 19:30 h - Dinner
Wir sammelten uns also um drei bei den Fahrzeugen und wurden von einem zum nächsten geschickt. Schließlich landeten wir bei unserem Guide Vali und mit uns war ein Pärchen (Conny & Robin) mit ihrer volljährigen Tochter Megan, aus Durban an Bord.
Es war eigentlich viel zu heiß, in dem offenen Fahrzeug blies uns die heiße Luft ins Gesicht, dass uns fast der Atem weg blieb. Vali machte uns drauf aufmerksam, dass es auch den Tieren zu heiß wäre und wir nicht viel sehen würden... 🤨 Unseren ersten Stopp machten wir also am Wasserloch.
Wir sahen einige Wooly-necked stork/Wollhalsstorch sowie Hadedah ibis/Hagedasch-Ibisse
Ansonsten lag das Wasserloch verlassen da, allerdings fiel uns auf, wie grün es hier - im Vergleich zu Ndumo - war.
Wenige Minuten später näherte sich dann ein grauer Bulle mit ganz beachtlichen Stoßzähnen. Wir waren happy! Ja, deshalb waren wir hier - wir wollten möglichst viele Elefanten sehen... 😄
Neben dem Elefanten Bullen konnten wir direkt am Hide auch mehrere dieser 8-beinigen Geschöpfe beobachten... 😕
Ein letzter Blick auf den grauen Riesen...
... und dann ging es weiter durch die nachmittags Hitze.
Wir sahen einen Crowned hornbill/Kronentoko.
Dann ging es ein Stück an der Parkgrenze entlang. Im Vergleich zu dem wenige Kilometer gelegene Ndumo Reserve war es hier richtig schön grün. Laut Vali liegt die Trockenheit in Ndumo an dem steinigen Untergrund dort.
Hier hatte im letzten Jahr wohl ein recht alter Tusker sein Leben gelassen - es war im Kampf zweier Bullen geschehen. Zumindest war es somit ein natürlicher Tod gewesen... 😐
An dem nahe gelegenen Wasserloch trafen wir auf eine weitere Eli-Herde.
Auch die Nyalas wollten hier ihren Durst löschen...
... wurden jedoch von den Elefanten immer wieder verjagt.
Die Mädels blieben also lieber auf Abstand!
Als die Eli Herde sich verzog, trauten sich schließlich alle Nyalas ans Wasser. 😛
Vali fuhr mit uns ins Marschland, die Aussicht war super schön, aber leider waren keine Tier zu sehen... Er hatte auf Büffel gehofft, die hier wohl unterwegs sind, aber wir bekamen sie nicht zu Gesicht.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt ging es somit wieder zurück zum Camp. Die Sonne verschwand langsam und bei der holprigen Fahrt entstand somit zumindest noch ein Bild mit etwas Abendstimmung. 😉
Nachdem wir um sechs zurück am Camp waren, testeten wir unsere Outdoordusche und begaben uns um kurz nach sieben zur Lapa, wo bereits ein Feuer brannte. Wir genehmigten uns einen Aperetif am Feuer und dann wurde auch das Essen eingeläutet. Es gab eine kalte grüne Suppe (Gurke?) zur Vorspeise, dann Huhn und Beef mit Bratkartoffeln, Bohnen und Kürbis. Zum Nachtisch einen süßen Caramelkäsekuchen. Alles war sehr lecker! 🙂
Da wir früh in den Tag gestartet waren, krochen wir bald in unsere gemütlichen Betten und löschten das Licht um viertel nach neun. Gute Nacht! 😘
Der turbulente Ort kurz vor Tembe war bestimmt Jozini. Dieser Ort hat uns damals auch umgehauen und es war kein Weihnachtstrubel. Gern wären wir durch den Ort geschlendert und hätten die Eindrücke auf uns wirken lassen. Das vollgepackte Auto dort abzustellen schien uns zu riskant und so blieb es bei einem ATM und kurzem Superspar Besuch. Schade, denn dort war es noch sehr untouristisch.
Danke für die anschauliche Beschreibung.
LG Lisolu
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201401. Apr. 2017 ·
lisolu schrieb:haha Nadja,
Der turbulente Ort kurz vor Tembe war bestimmt Jozini. Dieser Ort hat uns damals auch umgehauen und es war kein Weihnachtstrubel. Gern wären wir durch den Ort geschlendert und hätten die Eindrücke auf uns wirken lassen. Das vollgepackte Auto dort abzustellen schien uns zu riskant und so blieb es bei einem ATM und kurzem Superspar Besuch. Schade, denn dort war es noch sehr untouristisch.
Danke für die anschauliche Beschreibung.
LG Lisolu
Hallo Lisolu,
wir können nicht sagen, welcher Ort es war, denn auf der Karte ist kein Ortsname zwischen dem Ndumo und dem Tembe eindeutig zu identifizieren. Jozini war es jedoch nicht, dort sind wir jedoch einige Tage später auf dem Weg zum Ithala durchgefahren. Und da war auch nach Weihnachten noch einiges los... 😄
Viele liebe Grüße und herzlichen Dank - auch allen Mitlesern und Danke-Button-Drückern - auch wenn es in den letzten zwei Wochen nicht soviel Neues gab... 😉
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Apr. 2017 ·
24.12.2016 - Weihnachten im Tembe Elephant Park
Auch wenn es in der Nacht ziemlich warm war, schliefen wir ganz gut in unserem Luxus-Zelt. Bereits um kurz vor fünf wurden wir wach, duschten kurz und machten uns einen Tee. Dabei sprang die Sicherung und es funktionierte nix mehr mehr. 😮
Egal, wir genossen unseren Tee und Markus schlich in freudiger Erwartung ums Zelt und "schoss" sich bereits warm... 😄
Um kurz vor sechs gab es ein kleines Frühstück, bestehend aus Tee, Kaffee, Säften, Obstsalat, Joghurt und Rusks.
Unser Fahrzeug, mit dem Inyathi (Xhosa = Büffel) stand bereits bereit. Die Bewohner des Zeltes Nr. 16 waren am Vortag zu spät angekommen und wollten nun unbedingt mit einem anderen Guide fahren, von daher waren wir nach wie vor nur zu fünft und fuhren in gleicher Besetzung wie am Vortag los. 😛 Uns sollte es recht sein... 😗
Nach einer Viertelstunde entdeckten wir im Gebüsch einen grauen Riesen.
Kurz drauf entdeckten wir frische Katzenspuren - das ging ja gut los - aber schließlich war ja auch Weihnachten... 😎
Veli fuhr und fuhr, doch wir verloren bald die Spur. 😕
Immerhin entdeckten wir eine Leopard Tortoise (Pantherschildkröte) auf ihrem Weg.
Ein kleines Highlight war dafür die Sichtung eines African Pygmy kingfishers (Natalzwergfischer). 🤩 Für uns war es eine Erstsichtung und wir waren richtig happy!
Der Kleine sah' aus wie aus einem Comicfilm. So süß! 😘
Dann lag mitten auf der Pad frischer Elefantendung, der bereits von Dungbeetles in Beschlag genommen wurde.
Veli's Spottergeist war geweckt und er wollte den Elefanten unbedingt aufspüren. Der Arme tat uns manchmal mehr leid, als wir uns selber... Die Tage im Tembe wurden nun wirklich nicht durch viel Sichtungsglück gekrönt. Aber unser Guide gab' alles. 😄
Schließlich entdeckten wir den einzelnen Elefanten Bullen an einem kleinen Wasserloch.
Auch wenn das Foto nicht das Beste ist, erkennt man hier am deutlichsten das Loch am unteren Drittel des Rüssels. 🤨
Beim Trinken lief ihm das Wasser immer wieder dort hinaus. 😕
Veli meinte, das solch eine Verletzung durch Zecken entstehen könnte und es für den Elefanten auf Dauer besser wäre, wenn man den unteren Teil des Rüssels komplett abnehmen würde... 🙁
Etwas betrübt beobachteten wir den armen Kerl noch etwas, wie er es sich gemütlich machte.
Veli pflückte uns ein paar rote Beeren (?) und mutig probierten wir sie. Sie waren etwas sauer, aber ansonsten gab' es auch später keine Probleme... 😄
European roller (Blauracke)
An dem zweiten "dicken" Haufen des Tages machten wir schließlich unsere Kaffeepause... 😉
Immerhin gab es auch hier ein paar Eli-Spuren und ich machte direkt mal einen Größenvergleich.
Schuhgröße 40-41 wirkt gegen so eine Elefantenspur doch recht zierlich! 😛
Als nächstes trafen wir auf einen einzelnen Impalabock.
Aus welchem Grund auch immer, war sein rechtes Horn mittig abgestorben, wuchs in die völlig falsche Richtung und verdeckte fast sein Auge... 🙄 Anscheinend kann solch ein Makel zum Ausschluss aus der Gruppe führen - wie hart die Tierwelt doch manchmal ist. 🙁
Diese Echse saß gut getarnt an einer Astgabel.
Da wir nicht allzu viel gesehen hatten, fuhr Veli uns auf dem Rückweg zum Camp nochmal zum Hide am Wasserloch.
Und das war auch gut so, denn hier tummelte sich erneut eine Herde Elefanten...
Während einer abseits nach einer eigenen Quelle buddelte, genoss ein anderer das kühle Nass aus dem Wasserloch.
Vor unsere Nase kümmerten sich die "Achtbeinigen" um ihr Frühstück. 😣
Wir blendeten dies für uns aus und genossen lieber die "Fernsicht" - mittlerweile entwickelte sich das Wasserloch zu einer Art "Arche Noah". Immer mehr Tiere kamen zum Vorschein und stillten ihren Durst.
Diesem Rabauken schien die Anwesenheit der Gnus, Kudus und Nyalas überhaupt nicht zu passen und er erklärte das Wasser zu seinem "Revier". 😄
Die scheuen Kududamen zeigten sich beeindruckt und näherten sich nur gaaaanz vorsichtig.
Es war herrlich und wir genossen die Aussicht - das Treiben am Wasserloch hatte ein wenig was von dem Trubel in Urkaruus, wie wir es knapp ein Jahr zuvor erlebt hatten... 🙂
Während der Großteil der Herde gemütlich im Staub rumwedelte, hielt der Krawall-Eli weiter die Stellung.
Dieses Nyala-Kind erkundete ganz mutig die Gegend.
"Uups, was willst Du denn hier?!" 🙄
Wooly-necked stork/Wollhalsstorch
Dann kam Bewegung in die Menge...
Wir hielte mittlerweile den Atem an, da das kleine Nyala immer noch auf "Abwegen" und ganz verängstigt war... 😮
Schließlich hörte seine Mami jedoch das verzweifelte Schreien und sammelte es wieder ein.
Es war mittlerweile nach neun und wir mussten dringend aufbrechen. Schade eigentlich, denn wir hätten dem Treiben noch ewig weiter zusehen können...
Als Familie Nyala und einzelne Elefanten das Feld räumten, kletterten wir schließlich den Hide wieder hinunter und ließen uns von Veli ins Camp fahren. Das Frühstück wartete...
Etwas verspätet kamen wir zum Frühstück an, was nicht weiter schlimm war, da wir ohnehin nicht so sehr auf warmes Frühstück stehen... 😗 Nach etwas Toast verabschiedeten wir uns in Richtung Pool. D.h. ich kühlte mich dort ab und las' etwas, danach legten wir uns auf's Ohr. Es waren bestimmt wieder über 40 Grad und viel zu heiß, um sich draußen aufzuhalten. 🙄
jetzt bin ich nach unserem Krüger Aufenthalt wieder auf dem laufenden. Dein Titel trifft wohl auf den Punkt zu. Ich wäre glaube ich nicht so entspannt gewesen, wenn da so die Post abgegangen wäre. Da bin ich viel zu ruheliebend! Dafür hattet ihr ja tolle Vogelsichtungen um die ich euch echt beneide! Das Barune war sehr schön, wir sind leider erst spät angekommen, damit ist der Einkaufstripp erst auf den nächsten Tag verlegt worden. Aber es war echt ne schöne Zeit mit ordentlichen Wetterkapriolen 🤢 .
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Apr. 2017 ·
jaffles schrieb:Hi Nadja,
jetzt bin ich nach unserem Krüger Aufenthalt wieder auf dem laufenden. Dein Titel trifft wohl auf den Punkt zu. Ich wäre glaube ich nicht so entspannt gewesen, wenn da so die Post abgegangen wäre. Da bin ich viel zu ruheliebend! Dafür hattet ihr ja tolle Vogelsichtungen um die ich euch echt beneide! Das Barune war sehr schön, wir sind leider erst spät angekommen, damit ist der Einkaufstripp erst auf den nächsten Tag verlegt worden. Aber es war echt ne schöne Zeit mit ordentlichen Wetterkapriolen 🤢 .
Ganz liebe Grüße Claudia
Hallo Claudia,
allzu viel musstest Du ja nicht aufholen, ich war etwas schreibfaul ihn letzter Zeit... 😗
Es freut mich, dass ihr eine schöne Zeit im Krüger hattet! Das Wetter sah' von hier aus ja oft durchwachsen aus, während eurer Reisezeit. 😣 Konntet ihr denn überhaupt alle Camps anfahren und Routen benutzen?! Nach der anhaltenden Trockenheit ist es nun dafür bestimmt überall schön grün... 🙂 Vielleicht gibt's ja mal ein paar Bilder für's Forum?! 😉 😗
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201405. Apr. 2017 ·
24.12.2016 - Der heilige Abend im Tembe Elephant Park
Nach einem ausgiebigen Vormittagsschläfchen ging es wieder nach vorne zum Restaurant.
Dieses hübsche Crested guineafowl/Haubenperlhuhn entdeckten wir, auf unserem Weg dorthin, im Baum.
Zum Lunch gab es Kuduburger. Dieser war sehr lecker, aber es war auch ziemlich viel. 🙄 Diese vollumpfängliche Verköstigung waren wir gar nicht gewohnt... 😉
Erleichtert stellten wir fest, dass sich die "Bikini-Fraktion" im Aufbruch befand... 😗 Das ließ auf ein ruhiges Weihnachtsfest hoffen!
Während der Mittagszeit zog es sich immer mehr zu. 🤨 Ursprünglich hatten wir abgestimmt, den Nachmittags Drive, aufgrund der Hitze, um eine Stunde nach hinten zu verschieben - zogen ihn jedoch kurzfristig wieder auf drei vor. Neu an Bord waren Monica und Chris. Ein sehr Tembe-erfahrenes südafrikanisches Pärchen, welches in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal dort war. 🤪
Ob es sich hierbei um dasselbe Guineafowl handelt, können wir nicht sagen. Allerdings kommen wohl deutlich die veränderten Lichtverhältnisse durch...
Zu den Wolken kam Wind hinzu und es fing an zu regnen. 😕 Schlechte Aussichten für uns, laut Veli mögen die Tiere dieses Wetter nicht besonders! 😣 Nach dem heißen Wind am Morgen, war ich nun froh, meine Softshellhose und Regenjacke angezogen zu haben! Es war wirklich kaum zu glauben, wie schnell das Wetter wechselte.
Veli's Vorhersage sollte sich bewahrheiten... Um es vorweg zu nehmen, wir sahen während des dreistündigen Drives nicht einen Elefanten. 😵
Selbst die allgegenwärtigen Nyalas ließen sich (bei dem Wind?!) nicht blicken. Dafür entdeckten wir ein paar versteckte Common Duiker/Kronenducker.
Plötzlich dann ein aufgeregter Ruf von vorne - Veli hatte tatsächlich ein Suni/Moschuschböckchen im Gebüsch entdeckt!!! 🤩 Diese Miniantilopen kommen nur in wenigen Gebieten Ostafrikas vor und sind sehr scheu und schlecht zu entdecken.
Leider gelang uns von unserer Suni-Ausgabe auch kein vernünftiges Foto. Wir hatten wohl den falschen Platz, aber bei den ausladenen Gamedrivefahrzeugen war es natürlich schwer, jeder Reihe gute Sicht zu ermöglichen.
Wir waren nach der Sichtung trotzdem alle bester Laune und ganz aufgeregt, wie kleine Kinder! 😄
Der Regen legte zu und die Regencapes wurden übergeworfen. Wir saßen bei dieser Tour ganz hinten und somit in unseren Klamotten ziemlich geschützt und komfortabel. 😉
Eine halbe Stunde lang trafen wir auf kein einziges Tier und so freuten wir uns richtig über eine Gruppe Impalas im Regen.
Während der Vater etwas abseits äste, beschauten wir uns den Kindergarten von Nahem.
Unsere Fahrt führte erneut ins weite Marschland - doch auch heute war von den Büffeln nichts zu sehen. Sie mögen zwar Wasser, aber anscheinend keinen Regen, oder keinen Wind, oder...?! 😐
Veli war fast ein wenig verzweifelt, solch eine Ausfahrt am Heiligen Abend... Wir hatten uns alle so sehr auf die tollen Sichtungen im legendären Tembe gefreut, dass die Stimmung etwas gebremst war.
Den Sundowner gab' es schließlich im Regen und wir bestellten kollektiv einen doppelten Gin mit Tonic. Soviel zum Thema: Kein Alkohol ist auch keine Lösung... 😛 😗
Robin verlor zu guter Letzt noch seine Brille im Gras und die Männer suchten die Umgebung ab, aber sie blieb verschollen...
Schließlich machten wir uns langsam auf den Heimweg.
Dieses arme Impala Weibchen trug nicht zur Stimmungsaufhellung bei... 🙁
Die Verletzung am Bein sah' übel aus, zumindest wurde sie jedoch nicht aus der Gruppe verstoßen. Dies war zumindest ein kleiner Trost!
Auch am Wasserloch vom Vortag war, außer einigen Ibissen, nichts los...
Zumindest ließ sich kurz vorm Camp noch eine Giraffe blicken!
Auch in den anderen Fahrzeugen hatte man wohl die Regencapes im jeweiligen Vordersitz entdeckt... 😄 Es erinnerte mich irgendwie an eine schlechte "Arztserie" - auch wenn es natürlich ein guter Service der Lodge ist. Denn ich Blitzmerker hatte zuerst gar nicht gecheckt, dass in jedem Vordersitz ein Cape steckte... 🙄 😄 😗
Zurück am Camp hatte es sich bestimmt um 15 Grad abgekühlt. Noch immer war es stürmisch und wolkig, doch da Regen in Afrika ja etwas Gutes ist, freuten wir uns über dieses "Weihnachtsgeschenk". (allerdings wurde aus dem Regenguss dann doch nix richtiges...)
Markus fragte nach dem Wlan Code, doch das Netz war wirklich schlecht und wir konnten kaum ein paar Grüße versenden.
Um halb acht ging es zum Abendessen und es gab eine leckere Tomatensuppe, ein Pilzragoutfin und zur Hauptspeise Reis, Pap, Impalasteaks, Hühnerspieße, Kuduwurst und Gemüse. Zum Nachtisch dann ein Tiramisu. Das Essen war ok, aber ein Rückschritt zum Vorabend.
Tom, der Manager, hielt vorm Essen eine nette Rede, begrüßte alle neu eingetroffenen Gäste und wünschte uns einen schönen Abend. Außerdem lud er uns ein, nach dem Essen, am Feuer den lokalen Sängern zu lauschen. Ich flitzte noch schnell zu unserem entlegenen Zelt, um etwas Geld zu holen und verpasste fast den Anfang.
Leider sind die Bilder ziemlich dunkel geworden, aber man erhält zumindest einen kleinen Eindruck. Der Gesang der Männer war auch wirklich schön, schade nur, dass so wenige Gäste dort waren, denn schließlich hilft der Tipp der Gäste auch der Community.
Um kurz nach zehn waren wir wieder im Zelt und riefen bei unseren Lieben zu Hause an, um ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen, dann verkrochen wir uns in unsere Betten. Der Ventilator blieb in dieser Nacht aus... 😗
Old Women1'543 Beiträge · seit 201306. Apr. 2017 ·
Hallo Nadja, nun bin ich bei deinem Reisebericht auch wieder auf dem laufenden. Wir waren fast den ganzen März am Kap und sind bis zum Addo hoch und zurück dann über den Mountain Zebra und die Karoo. Die Nationalparks im Osten, bis auf den Krüger, kenne ich noch nicht. Wunderschön, der Hluhluwe. Beim Tembe hattet ihr wohl mit den Tiersichtungen einfach Pech auf Grund des Wetters. Ganz anders bei uns im Addo, wo wir hunderte von Elefanten, viele Nashörner etc. gesehen haben. Am schönsten fand ich jedoch den Mountain Zebra. Da ihr demnächst ja wohl in der Ecke seid, wollte ich euch diesen Park ans Herz legen: zum 1. Mal afrikanischer Nachthimmel, wenn du verstehst, was ich meine, wunderschöne Landschaft, himmlische Ruhe und wirklich viele Tiere. Gleich am Eingang begrüßten uns 4 (!) Cheetahs, die unter einem Baum auf einer grünen Wiese lagen. Das Restcamp ist auch ganz ok. Freue mich schon auf deine Fortsetzung. Herzliche Grüße Beate
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201407. Apr. 2017 ·
Old Women schrieb:Ganz anders bei uns im Addo, wo wir hunderte von Elefanten, viele Nashörner etc. gesehen haben. Am schönsten fand ich jedoch den Mountain Zebra. Da ihr demnächst ja wohl in der Ecke seid, wollte ich euch diesen Park ans Herz legen: zum 1. Mal afrikanischer Nachthimmel, wenn du verstehst, was ich meine, wunderschöne Landschaft, himmlische Ruhe und wirklich viele Tiere. Gleich am Eingang begrüßten uns 4 (!) Cheetahs, die unter einem Baum auf einer grünen Wiese lagen.
Hallo Beate,
herzlichen Dank für Deine Nachricht! 🙂 Sowohl der Addo als auch der Mountain Zebra Park sind bereits fest gebucht und nach Deinen Ausführungen freuen wir uns gleich doppelt auf unseren Aufenthalt dort! 🤩 Auch wenn wir mal lieber nicht zu dolle mit einer Sichtung von vier Cheetahs rechnen sollten... 😗
Im Tembe hatten wir wohl wirklich einfach Pech mit dem Wetter und somit auch mit den Sichtungen - aber schließlich ist man ja nicht im Zoo und es ist ja auch gut zu wissen, dass die Tiere genügend Raum haben, um sich einfach mal den Blicken der neugierigen Touris entziehen zu können. 😉
Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Nadja
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201410. Apr. 2017 ·
25.12.2016 - Tembe Elephant Park - Morningdrive
Die Nacht war schön kühl, es hatte sich um ca. 20 Grad abgekühlt. 🤨 Markus weckte mich um fünf Uhr mit "Last Christmas" (erst am nächsten Tag sollten wir von dem Tod von George Michael erfahren... 🙁 )
Um viertel vor sechs ging es zum Frühstück und um sechs fuhren wir mal wieder zu fünft (plus Veli) los. Monika und Chris fuhren den Morningdrive mit ihrem eigenen Wagen.
Schon wieder sah' man in den ersten Wagen die obligatorischen Regencapes... 😄 Dieses Mal sollten sie allerdings wohl "nur" gegen die Kälte schützen, denn es blieb trocken.
Es war trocken und kühl, aber nicht viel los. Eh' klar, die Tiere mögen dieses Wetter nicht. 😎 Immerhin sahen wir nach nur 30 Minuten die ersten Giraffen! Und dieses Mal sogar aus der Nähe! Das ging ja gut los... 😉 😗 (wir wurden im Laufe unseres Aufenthalts im Tembe genügsamer... 😛 )
Da es keine anderen Höhepunkte gab, unterhielt Veli uns damit, den Weg "frei" zu schlagen.
Nach 1,5h Stunden kamen wir am entlegenen Ponweni Hide an. Hier parkten bereits zwei Gamedrivefahrzeuge und ein Guide kam uns mit den Worten "there is one lion" entgegen. Ja klar, und morgen kommt der Osterhase! Er hatte wohl eine andere Reaktion erwartet, aber wir waren mittlerweile alle so desillusioniert, dass wir annahmen, er wollte uns veräppeln. 🙄
Aber tatsächlich, eine einzelne Löwin lag weit entfernt im Gras und beobachtete ein Nyala. 🤩
Insgesamt waren nun drei Gruppen am Hide und wir alle machten dort unsere Kaffeepause - wahrscheinlich waren alle Guides glücklich, den Gästen zumindest eine Löwensichtung zu ermöglichen und wir alle beobachteten und fotografierten als würde ein ganzes Rudel direkt vor unseren Augen spielen. 😄
Mit uns beobachtete ein Samango Monkey das Geschehen.
Das Nyala fühlte sich in der Nähe des Hides hingegen ziemlich sicher. (Die Löwin liegt im oberen linken Drittel des Bildes)
Die Löwin rechnete sich wohl nicht allzu viele Chancen aus, ab und zu hob sie mal ihren Kopf, um sich dann wieder im hohen Gras zu verstecken.
Nach 45 Minuten machten wir uns schließlich auf den Rückweg, nicht ohne auch den hübschen Samango Affen nochmal abzulichten.
Auf dem Rückweg entdeckten wir noch einen Crowned hornbill/Kronentoko sowie einen Steppe buzzard/Mäusebussard.
Um kurz nach neun trafen wir pünktlich zum Frühstück wieder am Camp ein. Auf jedem Tisch warteten personalisierte Geschenke auf die Gäste. Eine nette Geste der Lodge. 🙂
Bereits am Ankunftstag hatten wir für halb elf und zwölf je eine Massage bestellt. Kurz nach 10.00h wurde jedoch unser privater "Spa" Bereich umgerüstet und eine zweite Liege wurde herbei getragen.
Somit genossen wir schließlich zeitgleich eine 90 Minuten Ganzkörpermassage. 🙂 Das war wirklich ein tolles Erlebnis und ist absolut zu empfehlen, da das Preisleistungsverhältnis echt stimmt. Leider war es schon fast etwas zu kühl, während wir leicht bekleidet dort draußen lagen 🤨 - aber irgendwas ist wohl immer... 🙄
Nach dieser Weihnachtsmassage - wann wird man schließlich schon mit Nikolausmütze massiert?! 😄 - gönnten wir uns noch ein Mittagsschläfchen... 😗
Weiter geht's im nächsten Teil - und dann wird's auch mal wieder etwas spannender... 😉
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201412. Apr. 2017 ·
25.12.2016 - Tembe Elephant Park - so, wie man es sich vorstellt...
Zum Lunch gab es am Weihnachtstag Reissalat, rote Beete und grünen Salat. Gestärkt ging es erneut um drei Uhr auf den Nachmittags Drive. Dieses Mal waren auch wieder Monica und Chris mit an Bord (die beiden waren morgens ja alleine unterwegs gewesen und hatten die Löwin am Hide leider nicht gesehen). Immer noch war es ziemlich bedeckt und kühl, wahrscheinlich wieder mal kein gutes Wetter für Sichtungen, doch bald entdeckten wir einen Red Duiker/Rotducker im Gebüsch. 😉
Veli war es wohl leid, dass wir tagelang wenig gesehen hatten und fuhr einen, für normale Fahrzeuge gesperrten, Weg zum Wasserloch.
Er schien den richtigen Riecher gehabt zu haben, denn schon nach wenigen Metern kam uns ein stattlicher Elefantenbulle entgegen! 😮
Er kam direkt auf uns zu und wir alle waren mucksmäuschenstill und hielten die Luft an.
Er hielt, ganz ruhig, direkt auf uns zu, erst wenige Meter vorm Fahrzeug schlug er sich links, durch die Büsche, an uns vorbei. 🤪
Es war ein tolles Erlebnis, wir waren alle geflasht und angetan von dem Erlebten. Während Markus Fotos schoss, filmte ich den Eli (die Videoverlinkung poste ich im Folgebeitrag).
Von der anderen Seite näherten wir uns anschließend dem Wasserloch und dem Hide. Eine ganze Herde Elefanten erwartete uns bereits dort. Ein ganze Zeit lang genossen wir das Geschehen. 🙂
Allerdings wurden wir auch skeptisch beäugt... 🤨
Ein paar ganz kleine "Stöpsel" gab es auch. 😘
Es war so schön, diese wunderbaren Tiere so ungestört beobachten zu können.
Als sich die Herde langsam verabschiedete, erregte ein Little Bee-eater Paar unsere Aufmerksamkeit.
Nur ein einzelner Bulle stand nun noch am Wasserloch, stillte seinen Durst und widmete sich dann der Zahn- und Körperpflege. 😁
Nach einigen Minuten hatte er sein "Programm" beendet und zog ebenfalls weiter...
Auch wir machten uns auf den Weg und als nächstes lief uns - zur Abwechslung - ein (leider ziemlich verzecktes) Nyala über den Weg.
Crested francolin/Schopffrankolin im hohen Gras
Erneut hielten wir zum Sundowner, an gleicher Stelle wie am Vorabend, im Marschland. Doch dieses Mal waren wir nicht allein... Von den Büffeln war zwar immer noch nichts zu sehen, doch dafür zog ein alter Tusker durch die Ebene. Veli und Robin hielten erneut (erfolglos) Ausschau nach der verlorenen Sonnenbrille.
Der alte Bulle ließ sich durch uns nicht stören und nahm sein Abendessen zu sich. Wir waren begeistert, solch einen stolzen Elefanten aus der Nähe beobachten zu können... 🙂
Da war die Stimmung in der Gruppe doch gleich viel besser als am Vortag und wir genossen unsere Drinks und den Ausblick (auch ohne untergehende Sonne).
Ich unterhielt mich intensiver mit Monica und erfuhr, dass die Bilder und Fotos in sämtlichen Zelten von ihr stammen. An der Rezpetion gibt es zudem etliche Bilder zum Kauf, deren Erlöse in die Tembe Tusker Foundation fließen.
Fotos "mit" Eli mussten natürlich auch sein... 😉
Der Bulle näherte sich uns immer mehr, wirkte jedoch ganz ruhig und zog schließlich in seinem Wohlfühlabstand an uns vorbei...
Nach einer Dreiviertelstunde machten wir uns auf den Heimweg, etwas Abendstimmung kam sogar auch noch auf!
Es ging zurück zum Camp und Veli freute sich, dass wir ihm sofort beantworteten konnten, welche Antilope im Gegenlicht stand. 😄 (zugegebener Maßen war das ja nicht allzu schwer... 😗 )
Wir ahnten noch nicht, was uns ein paar Kurven später im Gebüsch noch erwarten sollte... 😛 Plötzlich entdeckten wir einen weiteren Bullen - soweit so gut - er lief hinter einer Elefanten Kuh her...
... um sich dann, vor unseren Augen mit ihr zu paaren!!! 🤩 Okay, ein paar Büsche und Bäume waren im Weg, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis. Lt. Veli sind Elefanten nämlich etwas schüchtern und paaren sich nicht unbedingt vor Zuschauern.
Vielleicht waren sie sich jedoch auch dessen bewusst, dass sie eigentlich ganz gut getarnt waren?! 😎 Als er von ihr abließ, kam noch ein weiterer Eli zum Vorschein.
Der Gute sah' sichtlich erschöpft aus... 😉
Während sich die beiden Verliebten erstmal wieder stärken mussten, bespasste uns der dritte Eli im Bunde, in dem er ein aufdringliches Perlhuhn verscheuchte... 😄 🤪 Er schien richtig aufgebracht, doch das Perlhuhn war resistent und tauchte immer wieder auf! 🙄
Viel später als geplant, aber dafür bester Stimmung, erreichten wir erst um sieben das Camp. Schnell wurde geduscht, um dann doch noch rechtzeitig zum Abendessen zu erscheinen. Dieses Mal warteten Knallbonbons auf jedem Teller auf uns und so saßen wir sowie die meisten anderen Gäste wenig später mit Papierkronen auf dem Kopf am Tisch... 😉 Übrigens hatten wir während unseres gesamten Aufenthalts unseren (deutschen) Zweier-Tisch.
Leider war das Essen am 1. Weihnachtstag nur mäßig... Es gab Thunfischsalat zur Vorspeise, dann verschiedene Sorten Fleisch, Kartoffeln, Reis und Gemüse zum Hauptgang. Der Nachtisch war ein nicht zu identifizierendes Allerlei und schmeckte auch nicht besonders. 😵 Leider verpassten wir den allgemeinen Aufbruch und so probierte Markus höflichkeitshalber auch noch den Christmas-Cake, dieser hätte allerdings ebenfalls nicht sein müssen... 🙄
Vorm Essen hatte der Manager Tom erneut ein "Event" am Lagerfeuer angekündigt und so lief ich zum Geld holen nochmal zum Zelt, denn an diesem Abend sollten Tänzer aus der Community kommen. Wir hatten ein etwas schlechtes Gewissen, da wir mit dem Essen so unzufrieden gewesen waren - die Mitglieder der Community hätten sich bestimmt mehr darüber gefreut... 🙁
Als ich wieder zurück am Lagerfeuer war, hatten sich ein bis zwei Familien mit Sack und Pack eingefunden, schlafende Babys wurden abgelegt und während einzelne Männer und vor allem Jungs im Leokostüm für uns tanzten, sangen und klatschten die Frauen und Trommeln wurden geschlagen. Andere schienen nur als Begleitung gekommen zu sein - oder sie beherrschten den Tembe Tanz nicht... 😗 Die Kleinen waren so niedlich und zum Teil sehr ehrgeizig. Es war Herzerweichend und das ein oder andere Tränchen floss bei mir... Es war Weihnachten und diese Familien tanzten für uns Touris - von denen erneut noch nicht mal allzu viele zuschauten... 😐
Obwohl ich es vom Vorabend hätte besser wissen müssen, hatte ich erneut leider wieder nur meine Handykamera am Start... Von daher sind auch diese Bilder mehr als miserabel geworden. 😏
Insgesamt war die Vorstellung jedoch wirklich schön und vor allem Tom trug zu unserer Erheiterung bei - er sprang und tanzte im Hintergrund mit, als ging es um sein Leben! 😄 Es machte ihn sehr sympathisch, dass er sich auch als Manager noch so sehr mit den Tembe People identifizierte.
Viel zu spät ging es für uns, an diesem Abend, um halb elf ins Bett. Gute Nacht! 😘
Tolle Elefantenbilder! Die Tänze am Abend waren sicher auch ein besonderes Erlebnis. Schade, dass das Essen an diesem Weihnachtstag nicht so toll war. LG Katja
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201414. Apr. 2017 ·
25.12.2016 - Video
Und hier nun der Video-Link von unserer Elefanten Begegnung.... 🙂 Welch' ein schönes Tier!