THEMA: Sambiareise Oktober 13
08 Nov 2013 15:29 #311931
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  • marc21 am 08 Nov 2013 15:29
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La Leona schrieb:
Trotzdem, eines muss man euch lassen, Anfängerglück! Wir waren 3 Tage bei Chris Mc Bride und haben die Löwen nicht gesehen! wenn du mal von unserer Reise lesen magst hier ein link

... Anfängerglück :ohmy: ist doch gut, kann man die Anwesenheit der Tiere noch nicht programmieren. Ich kann Dich beruhigen wir hatten schon Tage ohne Tiersichtungen :)

Kannst Du den Link Deiner Reise noch posten?

Wie sah das mit der Schlafkrankheit aus? Wir trafen am Strassenrand den Mann einer Mangos verkaufenden Bäuerin. Der wollte von uns spontan 2000 Kwacha, sah aber eher wie ein Junkie aus.

Viele Grüsse
Marc
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09 Nov 2013 19:06 #312077
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15. Oktober

Heute planen wir einen Gamedrive. Mal schauen was es im Kafue zu entdecken gibt. Wir entscheiden uns zuerst entlang dem Fluss zu fahren, der Duiker Rd entlang, dann über die Hook Bridge, Mukame Loop und evtl. je nach Zeit noch den Shishembe Loop zu fahren.

Dateianhang:

Dateiname: haf085a2.pdf
Dateigröße:3,031 KB


Wir fahren sehr langsam um ja nichts zu verpassen, aber auch die Tracks beschleunigen uns nicht. Die Gegend ist teilweise abwechslungsreich, teilweise etwas monoton. Wir sehen bis zur M9 lediglich einige Impalas und Pukus. Währenddem Pukus gelassen sind, reagieren die Impalas sehr schreckhaft, wenn Autos nahen. Es ist spannend diese tierartlichen Unterschiede so eindeutig fest zu stellen. Ein schreckliches Erlebnis wird uns noch längere Zeit begleiten. Die ersten Impalas haben bereits geworfen, es naht die Regenzeit. Wir fahren um eine Kurve und zwei Impalas fliehen hastig, ein ganz frisch geworfenes Kitz im Schlepptau. Wir halten an, die beiden erwachsenen Tiere rennen weiter, vom Kitz keine Spur. Als wir weiter fahren liegt es mit gebrochenem Bein am Wegrand, mit absoluter Panik in den Augen.

WIR HABEN EIN IMPALA GETOETET!

Auch wenn dies Natur ist, sind wir als Eindringlinge schuld am Tod dieses Tieres. Von nun an werden wir noch vorsichtiger fahren. Bis zur M9 sehen wir keine Tiere mehr. Nach der Brücke biegen wir in den Südteil des Kafue NP ein, nach kurzer Zeit kommt der Mukambi Loop. Zu Beginn sehen wir auf der trockenen Erde einige Elis. Danach folgt eine endlose Strecke über betonharte Erdschollen. Wir fahren mit höchstens 10kmh, es fühlt sich an wie der schlimmste Bruchharst auf einer Skitour. Tiere ausser Pukus und Impalas sehen wir keine, auch wenn wir streckenweise dem Kafue folgen. Die Landschaft ist hier sehr kahl!



Die meiste Zeit fahren wir durch solche Landschaft





Kleine Termitenhügel auf harten Schollen ist ein prägendes Element der Gegend



Hookbridge über den Kafue



Hier die Elis des Mukambi Loops
Letzte Änderung: 09 Nov 2013 19:11 von marc21.
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09 Nov 2013 19:34 #312080
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15. Oktober

Nach dem Mukambi Loop sind wir heiss und müde. Wir hatten Gelegenheit uns mit den TseTse zu messen und haben nun das Diplom in „TseTse Chasing“ erhalten. Wenn wegen einer Fotografie das Autofenster geöffnet wird dringen sie sofort ein. Die Taktik besteht nun darin bei jeder Fliege die sich am Fenster setzt das Fenster während der Fahrt langsam zu öffnen, zu sehen dass der Feind entweicht um anschliessend das Fenster mit grösster Geschwindigkeit zu schliessen. Auf Fahrerseite bei gewissen Strecken ein spannendes Unterfangen. Langsam spricht sich bei den TseTses herum, dass wir ein ernst zu nehmender Gegner sind, oder sind wir einfach schläfrig geworden?

Wir beschliessen nach Mayukuyuku zurück zu kehren. Wir verfahren uns und sehen uns ungeplant im Shishembe Loop.



Hier hat es Wasser und wir sehen auch wieder Tiere: Puku, Impala, Elis im Wasser. Spannend ist, im Unterschied zum South Luangwa NP, dass im Kafue die Tiere entdeckt werden müssen und nicht auf dem Reissbrett bereit stehen. Das gehört für uns auch zu einem richtigen Afrika Urlaub.





Bei der Rückkehr erblicken wir von der von Chinesen erbauten Spinal Rd noch Zebra, Liechtenstein Heartebeast und Kudu. Gegen 16.00 sind wir dann in der Nähe von Mayukuyuku, machen einen Abstecher an den Kafue und gehen auf einer kleinen Transitstrecke parallel zum Fluss zurück. Auf dieser letzten Teilstrecke hat es wieder Bäume über dem Track und v.a. sehr, sehr viele DORNEN.





Liechtenstein's Heartbeast, gibt es praktisch nur im Kafue NP



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09 Nov 2013 22:06 #312091
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Hallo Marc,

ich lese auch immer noch fleißig mit. Vielen Dank für den schönen Bericht. Ich hoffe, es geht bald weiter und hoffentlich habt Ihr noch viele Tage vor Euch.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Schöne Grüße,

Nicole
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10 Nov 2013 14:05 #312173
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16. Oktober

Heute brechen wir von Mayukuyuku auf und fahren der River Road entlang zur Kaingu Lodge. Das sind vielleicht 60km. Wir stehen auf und packen zusammen. Unsere Nachbarn, nette junge Leute stehen auch auf. Sie alle studieren im UK und sind das erste Mal in einem afrikanischen Nationalpark unterwegs. Unter ihnen hat es drei junge Damen aus Lusaka, der Rest kommt aus dem UK und Indien. Eine junge Engländerin ist noch ganz von der Nacht gezeichnet. Sie hatten ihre Zelte wunderschön unter Bäumen aufgestellt. In der Nacht kamen dann Elis und fanden selbstverständlich gerade diese Bäume besonders lecker. Es war bestimmt ein fulminanter Einstieg in den NP. Ich hatte am Abend zuvor noch gefragt ob sie wirklich diesen Ort wählen wollen. Da die Campsite sehr gepflegt ist dachten sich wohl alle „der übertreibt ein wenig.“

Wir lachen ein wenig, aber nur bis wir an unserem Auto den vorderen linken Pneu beachten. Voll platt, da nützt ein Kompressor rein gar nichts mehr. Im Reifen steckt tatsächlich ein megagrosser Dorn. Wie schön ist doch das offroad Fahren im afrikanischen Busch! Zuerst gehen wir es locker an, und schaffen es auch das Reserverad unter dem Fahrzeug zu Boden zu bringen. Dann aber bemerken wir, dass die Muttern für unsere Schraubenschlüssel zu gross geraten sind. Nun lachen die Engländer leise, da auch sie nur die Normschlüssel haben. Auch in der Lodge fragen wir vergeblich nach grösseren Schlüsseln. Da ist mit Reifenwechsel nichts zu machen. Wir sitzen tief im Schlamassel. Nicht auszudenken was tief im Busch geschehen wäre. Glücklicherweise haben wir pro Person und Tag 5 Liter Trinkwasser mitgenommen. Niemand kann uns da helfen! Ein kleiner Vorteil ist höchstens, dass wir nun länger in Afrika bleiben können/müssen. Auch ohne „Ibidumm-Zältli“ merken wir schliesslich, dass über den Muttern Kappen sitzen ☺☺, welche man mit einem einfachen Sackmesser entfernen kann.

Nun geht es ans Auto hochheben:

1. Versuch: der Wagenheber versinkt im Sand. Na wunderbar. Auf unserer Packliste bei der Abreise aus der Schweiz stand klipp und klar „Brett“. Ich meine darauf verzichten zu können, das hat es in Zambia auch, sofern man in Lusaka daran denken würde. Niemand auf der Campsite hat ein Brett. Bis sich da ein weibliches Wesen daran erinnert, dass wir ein Rüstbrett bei den Küchenutensilien haben. Gesagt, getan: Küchenbrett unter den Wagenheber, aber es reicht immer noch nicht.
2. Versuch: Hi-Jack. Wir setzen ihn seitlich an, bis es beinahe eine Beule in der Türe gibt. Der Lack ist bereits etwas ab (und eine mikroskopische Beule haben wir ebenfalls geschafft). Hi Jack geht wieder weg.
3. Versuch: Wagenheber unter die Achse und nun geht es wunderbar.

Mit dem Kompressorschlauch des zweiten Autos können wir beide Pneus (denjenigen der immer Luft verliert und den platten) füllen. Nach Duschen sind wir reisebereit. Uebrigens: die Pneus bei unserem Auto sind sehr abgefahren, das ist beim zweiten Fahrzeug deutlich besser. Diese ist aber auch nicht ganz problemlos: der Tank leckt und wir können jeden Morgen zwischen einem und zwei dl Diesel auffangen, damit nicht alles im Boden versickert. Bei diesem Bushranger funktioniert, das habe ich ja bereits erwähnt, der Kühlschrank nicht. Ansonsten sind aber beide Autos tipp top.





Die Landschaft ist ziemlich abwechslungsreich. Die River Road ist mit dem GPS einfach zu finden. Wir kommen zu einem Wasserloch, warten dort bis wir die Hitze und die eindringenden TseTses zu unangenehm empfinden. Säuger haben wir keine gesehen aber Wasservögel incl. schwarze Störche. Die Strecke führt durch Buschland, teilweise durch sandige Wadis.









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10 Nov 2013 14:45 #312179
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  • La Leona am 10 Nov 2013 14:45
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hallo Marc
ein Tier anzufahren ist ein schreckliches Erlebnis es ist wie ein Boxhieb in den Bauch, man spürt den Schmerz in den Innereien und Schuld und Reue begleiten einen tagelang. Ich hoffe nur das Impala war dann auch tot, nicht nur schwer verletzt, denn du schreibst von einem gebrochenen Bein und dem Todesblick...

Die Schlafkrankheit hat sich bei dem besagten Mann in Mumbwa so gezeigt: fast alle Gesichtsmuskeln waren gelähmt, die Augenlider waren halb geschlossen und er sprach extrem langsam, jedoch total koherent.

Bei der Bezeichnung Anfängerglück meinte ich natürlich Anfängerglück als Gast bei McBride und vorallem bei nur einem Tag dort.

Freue mich wies bei Euch weitergeht, Kaingu stand damals ebenfalls auf unserem Programm, versuche unten nochmals den link mit unserem kurzen Bericht von 2005 einzufügen.
liebe Grüsse
leona


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Gruss Leona
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