THEMA: Mal wieder ein Ersttäter Bericht
28 Dez 2025 15:05 #718181
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  • Eckifonsi am 28 Dez 2025 15:05
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Tag 8

Wie schnell doch eine Woche vergeht, wir sind schon fast echte Camper  :laugh: B)

Bereits bei unserer Ankunft gestern haben wir die „Elephant Tracking Tour“ für den heutigen morgen gebucht. Etwas angespannt hatte ich massive Bedenken wegen des Ausflugs, handelt es sich doch um eine Veranstaltung gegen meinen Geschmack, Fragen quälen mich, ist das Fahrzeug voll (droht etwa ein Mittelsitz), wie sind die Mitfahrer(innen) usw. Mein Notfallplan lag fest, sollte das Fahrzeug voll sein, und damit nur noch Mittelsitz für mich, wird der Ausflug ohne mich stattfinden (wäre auch kein Problem). :dry:
Nachdem die Abfahrt für 7:00 Uhr geplant war gingen wir bei Sonnenaufgang zur Rezeption um pünktlich,







(im Gott sei Dank nicht vollen Fahrzeug) nach kurzer Einweisung, unseren Trip zu beginnen. Unser Guide (Fahrer) betont nochmals, das es natürlich keine Garantie für eine Elefanten-Sichtung gibt. Umso mehr steigt der Spannungsbogen.





Über die D2612 ging es rund 50 km, mit einer abwechslungsreichen Landschaft,









bis wir Richtung Aba Huab abbogen, die Elefantensuche kann beginnen.
Die Hinterlassenschaften der Elefanten wurde auf Trocknungsgrad und Richtungsverlauf geprüft, abgefahren und schon nach 45 min entdeckte unser Guide den ersten Elefanten. Ein einzelner Bulle lief gemächlich dem Fluss entlang.







Nach einer ausgiebigen Umrundung des „Gesellen auf der Walz“, ging die Suche weiter, um schon nach wenigen Metern ein paar Giraffen bei der Nahrungsaufnahme bestaunen zu dürfen.







Wir hatten einen Lauf, nach kurzer Weiterfahrt tauchte auch schon eine kleine Elefantenherde auf. Diese wurde natürlich ausgiebig, aus allen Richtungen, begutachtet und versucht die kleinen zierlichen Tierchen auf Zelluloid (ähm, natürlich Datenträger) festzuhalten.











Das ständige Posen für die Touristen macht auch den stärksten Elefanten müde:





Einfach mal den Rüssel hängen lassen



Nach diesem wirklich fantastischen Erlebnis konnte nun nur noch die wohlverdiente Kaffeepause die Gemüter beruhigen. In Sichtweite der Elefanten genossen wir die kleine Stärkung.











Die Rückfahrt ging ereignislos schnell von statten, so dass wir gegen 13:00 Uhr wieder im Madisa Camp einliefen.
Den Rest des Tages faulenzten wir am Pool, genossen die Sonne (ja, vielleicht auch ein kleines Bierchen) lasen ein wenig in unseren Readern und einfach mal den lieben Gott einen guten Mannsein lassen.







Zurück bei Auto gingen wir kurz in die Maske







um rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder beim Pool den kleinen Hügel zu besteigen und zusehen, wie Sol am Horizont die Erde küsst und den Tag beendet.


















Nach dieser herrlichen Naturshow genehmigten wir uns noch einen Absacker an der Bar, bereiteten unser Abendessen vor, und hatten bei stimmungsvollem Licht einen passenden Tagesausklang.












Nachträglich frohe Weihnachten an alle

Matthias
Letzte Änderung: 28 Dez 2025 15:19 von Eckifonsi.
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30 Dez 2025 16:31 #718260
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Tag 9

Hoada Campsite mit Twyfelfontain
(oder auch „es kommt anders als man denkt“)
Vorab: Es wird heute wieder extrem textlastig und weniger Bilder

Heute lassen wir es gemütlich angehen, wir fahren nur bis zur Hoada Campsite über den Grootberg Pass und hätten somit nur 189km auf der Uhr.
Bei unserem deftigen Frühstück entscheiden wir uns, einen kleinen Abstecher nach Twyfelfontain zu den Felsmalereien zu machen, wir haben ja Zeit.



Die Führung durch die Felsmalereien ist sehr interessant und äußerst kurzweilig.
Unsere Guide(in) erklärt sehr gut und hat auf alle Fragen der Teilnehmer eine passende Antwort.

















auch ist etwas Natur vorhanden






Zurück im Visitor-Center möchten wir unserem Durst stillen, jedoch hatten wir diesen Plan ohne die zuständige Verkäuferin gemacht. Diese schlief friedlich hinter der Theke, so dass es etwas Zeit und mehrmaliges „auf sich aufmerksam machen“ bedarf, bis die junge Dame, leicht Schlaftrunken, die Getränke aus dem Kühlschrank brachte.

Weiter geht die Fahrt über die D2612-C39-C43 über Palmwag auf die C40, die Landschaft wieder einmal abwechslungsreich und einfach nur schön. Zwischendurch gönnten wir uns eine Brotzeitpause (wir hatten ja Zeit) und erfreuten uns einfach an der Landschaft















Wobei es sich langsam eintrübte und irgendwie richtig aufregende rund 26 Stunden begannen





Ca. 3 km vor der Passspitze, wurde plötzlich der Traum (vermutlich) aller Reisenden war:
:woohoo: :woohoo: :woohoo:



Alle Alarmlichter gingen an und der Hilux hatte einen kompletten Leistungsverlust, an eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken bzw. möglich.
Logischerweise testen man(n) erst den berühmten Master-Reset (Ausschalten, neu starten und nochmals probieren) selbstverständlich ohne Erfolg.
Glücklicherweise hatten wir an dieser Stelle Empfang, so dass ich direkt die „Savanna-Hotline“ anrufen konnte und um Hilfe bat. Der äußerst nette Telefonjoker stellte nach Angaben des Problems sofort fest: „Dies kann nur am Turboschlauch liegen“
Dies soll ich doch mal prüfen „ähm, ich bin kein KFZ-Mechaniker, auch habe ich keine erste Hilfe KFZ Kurs vor dem Urlaub besucht“ was und was und vor allem wo ist der Turboschlauch? :unsure:
Also Motorhaube geöffnet und nach telefonischer Anweisung ein bisschen im Motorraum rumgeruckelt, gewackelt und nach irgendetwas Losem gesucht. Natürlich ohne Erfolg (Habe ich es schon erwähnt: ich bin kein KFZ’ler). :blink:





Leicht genervt erkläre ich mehrfach dass ich keinen lockeren, entfernten oder losen Schlauch finden kann, ebenso erklärt mir der Telefonjoker: Es muss aber etwas ab sein, nämlich der Turboschlauch. Langsam kann ich das Wort nicht mehr hören und erkläre am Telefon nun meine Notlage und bitte um Hilfe vor Ort.
Nach ausgiebigem Austausch der geographischen Kenntnisse erklärte mir nun der Savanna Mitarbeiter das er eine Werkstatt in Kamanjab ausmachen werde und sich wieder melde.
Wir sitzen derweil gemütlich, mit Warnblinker“ im Auto da es zwischenzeitlich (seit der Suche nach dem ominösen Turboschlauch) leicht regnete und die Durchfeuchtung der Bekleidung begann.



Schließlich rief ich nochmals bei Savanna an und fragte nach dem Stand der Dinge, mir wurde erklärt das er noch in Klärung ist und wir warten sollten.

In einem Akt der Verzweiflung startete ich den Hilux nach ca einer Stunde nochmals, und siehe da, alle Warnleuchten aus, Gang eingelegt und er fuhr wieder ganz normal.
Also selbständig entschieden „Wir fahren weiter“. B) Wir sind eh in Richtung Kamajab unterwegs und fahren dem Techniker entgegen.
Auf dem Pass angekommen (sehr langsam und vorsichtig gefahren) rufen wir wieder an und der Techniker fragt uns nun ob wir nun vielleicht umdrehen und zurück nach Palmwag fahren könnten? Nein, natürlich wollen wir nicht, :dry: wir sind froh auf dem Pass zu sein und möchten gerne Richtung Camp fahren. Wir vereinbaren unsere Weiterfahrt und werden sehen, wie weit wir kommen. Bestenfalls schaffen wir es bis zum Camp.
Schon fast im Schleichgang (aus Angst es könnte wieder ausfallen) schaffen wir es bis zu unserem Ziel, checken ein und rufen wieder bei unserer Telefonseelsorge an.
Ein Techniker ist unterwegs, um das Auto zu checken und gegebenenfalls zu Reparieren.
Es wieder langsam aufwärts.
Natürlich bauen wir erst einmal nicht auf, sondern warten auf unseren gelben Engel.
Gegen 16:30 fährt ein Safari-Fahrzeug der Palmwag-Lodge mit unserem Techniker vor.



Pünktlich zu seiner Ankunft öffnet der Himmel all sein Schleusen und ein ca. 20-minütiger Wolkenbruch ergießt sich auf uns.
Mit dem Ende des Regens beginnt der Techniker mit der Kontrolle des Motors





und stellt fest: Der Turboschlauch ist nicht locker (wie auch, hat ihn ja keiner wieder befestigt) und es liegt ein anderes Problem vor.
Dies erklärt nun auch weshalb ich keinen lockeren Schlauch gesehen habe :)
Er telefoniert mit Savanna und vereinbart die Freigabe für einen Besuch morgigen Besuch der Falkenberg Garage in Kamanjab um die Motorelektronik auszulesen.
Wir bedanken uns, in Form eines großzügigen Trinkgeldes und Getränke für die Rückfahrt beim sehr netten und freundlichen Mechaniker.
Wir entschieden uns, den nicht vorhandenen Sonnenuntergang und die aufregenden letzten Stunden, an der Bar mit etwas Alkohol wegzugießen.










Nach einem leckeren Grillabend legten wir uns zeitig in Bettchen da wir möglichst bald losfahren wollten


Matthias
Anhang:
Letzte Änderung: 30 Dez 2025 16:36 von Eckifonsi.
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30 Dez 2025 20:12 #718270
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  • BMW am 30 Dez 2025 20:12
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Hääääh jetzt........habe auch keine Ahnung, wo der "Turboschlauch" stecken soll :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:

werde das nächstemal nachfragen....... ;) ;) :laugh: :laugh:

ganz toll beschrieben ....UND........ sicher uns allen schon passiert.......so real :laugh: :laugh: :laugh:

LG.....................BMW
Letzte Änderung: 30 Dez 2025 20:14 von BMW.
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31 Dez 2025 17:21 #718295
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  • Enilorac65 am 31 Dez 2025 17:21
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Hallo Matthias, ich lese deinen Bericht sehr gerne, und ich habe viele schöne Erinnerungen an unsere Reise. Vielen Dank dafür! Ich wünsche einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
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31 Dez 2025 22:06 #718307
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  • Eckifonsi am 28 Dez 2025 15:05
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@BMW
Danke für deine Worte :)
Wir lernen täglich dazu, auch mal einen Turboschlauch :laugh:

Matthias
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31 Dez 2025 22:09 #718308
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  • Eckifonsi am 28 Dez 2025 15:05
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@Enilorac65

Freut mich sehr das ich mit unserem Bericht deine Reiseerinnerungen auffrischen darf.
Dir ebenfalls alles Gute
LG Matthias
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