THEMA: Damaraland und Namib Wüste im Februar 2024
22 Feb 2024 17:22 #682897
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  • La Leona am 22 Feb 2024 17:22
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Da hattet ihr tatsächlich einen langen Tag! Bis Erwee und dann wieder retour!. Mir hat es auch sehr gut gefallen in der kleinen Serengeti. Für ein andermal empfehle ich euch jedoch schon viel früher nach Süden abzubiegen, um den östlichen track zu nehmen. Er ist auf deinem Karten Ausschnitt eingezeichnet.
Könnte ein Elternteil des mittleren Zebras nicht der Gattung angehören? Warum hat es einen Hals wie eine Elenantilope? Aber das wäre ja zu krass. Oder ist es nur eine Missbildung?
Gruss Leona
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22 Feb 2024 17:27 #682898
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  • CarstenS am 22 Feb 2024 17:27
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La Leona schrieb:
et.
Könnte ein Elternteil des mittleren Zebras nicht der Gattung angehören? Warum hat es einen Hals wie eine Elenantilope? Aber das wäre ja zu krass. Oder ist es nur eine Missbildung?

Ja, es ist eine gemischte Ansammlung aus Steppen- und Bergzebras, deshalb sieht es so komisch aus
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22 Feb 2024 17:31 #682900
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  • Logi am 22 Feb 2024 17:31
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La Leona schrieb:
Warum hat es einen Hals wie eine Elenantilope?

Das ist rassetypisch für Bergzebras. Der "Airbag" gehört zur Grundausstattung dieses Equidenmodells. B)

LG
Logi
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24 Feb 2024 14:37 #683002
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  • CarstenS am 22 Feb 2024 17:27
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Mittwoch 31. Januar
Endlich mal wieder Frühsport! Um 5:30 aufgestanden und eine halbe Stunde Sport gemacht mit ner Fitness App. In den Campsites mit den vielen Nachbarn war das ja nicht möglich.
Nachts hatte es anfangs etwas genieselt, dann kurz stark geregnet, dann aufgehört. Wir waren etwas unsicher, wie sich das auf die Trockenflüsse auswirken würde, ob es irgendwo in den Bergen stark geregnet hatte und nun womöglich die Revier abgingen.
Bei uns war das Flußbett, in welches wir reinfuhren, ohne Wasser. Und dank des Regens war der Sand deutlich fester als gestern, so dass wir gut fahren konnten. Nach einigen Kilometern mündete aber ein anderer Fluß in unseren Flußarm, und der brachte Wasser! Vor uns war alles, so weit das Auge reichte, unter Wasser!
Schlimm sah es nicht aus, aber wie war der Boden, wie ging es weiter? Also aussteigen und untersuchen.
Es stellte sich schnell heraus dass (i) der Sand unter dem Wasser überall fest war, (ii) das Wasser nicht viel höher als knöcheltief war, und (iii) es vorne wieder trockene Stellen gab, es auch nicht tiefer wurde. Auch schien das ankommende Wasser nicht mehr zu werden, eher weniger.Es war keinen wilden Strom, sondern ein breites langsam fließendes Bächlein. Also zurück ins Auto und in Ruhe weiterfahren. Dabei stellte sich dummer Weise stellte heraus, dass ich am einzigen Ort stehen geblieben war, wo statt Sand Schlamm war. Zwar kein Problem für das Auto, aber die verschlammten Schuhe kamen in einen Plastiksack und ich zog andere an.
Immerhin war im Gegensatz zu gestern Abend der Himmel nun frei, es war sonnig, und wir fuhren durch eine herrliche Landschaft. Anfangs waren wir noch etwas nervös, im Wasser zu fahren, doch das lies bald nach; da wussten wir noch nicht, dass noch viel mehr auf uns warten würde. An Tieren gab es nicht viel zu sehen. Aber an einer Kurve kamen Schwärme von Rosenpapageien zum Fluß geflogen, um Wasser zu trinken, und wie hielten an zum Fotografieren.

Dann kamen wir in die herrliche Khowarib Schlucht. Ab hier war der Flußlauf dann auch trocken. Wir bestaunten die Schlucht und hielten an zum Frühstück: Kaffee, Tee, und Nutellabrot (Nutella aus Deutschland mitgebracht, deutsches Brot vom Bäcker in Mariental).

Nun wurde es immer sandiger, und die App warnte uns vor Poweder Dust. Aber dank des Regens war dieser weniger schlimm, als in der Trockenzeit. Dann blieb ich beim Ausstieg aus dem Flußbett stecken, als ich die Böschung hochfuhr, wo auch durch den Pulversand tiefe Löcher waren. Ein Rad hing in der freien Luft. Also Diff rein und Auto raus, die Böschung hoch. So hatte uns der Morgen doch einiges an echtem 4x4 Feeling gegeben!

Am Community Campsite und ein paar anderen Campsites vorbei. Dann hielten wir an, umd die Reifen aufzupumpen; wir hatten sie angesichts des Wassers und evtl. Schlamms auf 1 Bar runtergelassen. Denn bald waren wir auf der Schotterstraße Richtung Sesfontein unterwegs.
Wir waren früh dran und ich dachte daran, den Umweg über Purros zum Hoanib zu fahren. Zwar mag ich persönlich Purros nicht so, aber Lindelani war noch nie in der Gegend gewesen und hatte noch nie Himbas getroffen. Da sahen wir plötzlich ca. 15k vor Sesfontein ein Himba Dorf neben der Straße, ein Living Museum (keines der offiziellen, aber dasselbe Prinzip).
Wir hielten also an und besuchten das Dorf eine Stunde lang (150 NAM/Person). Es waren nur Frauen da, die Männer waren in Opuwo. Alle waren sehr freundlich und nett, und es war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Die Frauen zeigten uns einen Begrüßungstanz, dann erklärte der Führer uns die traditionelle Kleidung, woran man verheiratete Frauen erkennt, wieviele Kinder sie haben, etc. Anschließend gab es eine Art gegenseitige Befragung. Wir holten eine Packung Smarties aus dem Auto und verteilten diese an die Kinder, wodurch das Eis ganz brach. Dann schauten wir gemeinsam die Bilder an, die ich von den Himbas gemacht hatte. Auch zeigten wir Bilder der Forschungssttation, wo wir leben, und von unserer Heimat in Baden-Württemberg bzw. Venda. Dann ging es in eine Hütte, wo uns erklärt und gezeigt wurde, wie sich die Himba Frauen mit Okker einreiben. Alles in allem ein schöner Abstecher, zumal wir die einzigen Touristen waren (und heute auch noch keine anderen gesehen hatten).


Wir erzählten, dass wir den Hoanib fahren wollen, aber unsicher waren, wegen des Regens. Der Führer meinte, wenn der Fluß, der kurz nach dem Dorf die Straße überquert, noch fließen würde, dann wäre das eine schlechte Idee, ansonsten aber machbar.
Nun, der Fluß lief nicht und es war kein Wasser mehr zu sehen, auch wenn klar war, dass er am Morgen geflossen war. Kurz danach waren wir in Sesfontein. Dort haben wir drei Eisblöcke gekauft (einer direkt für die Kühltasche, zwei kamen in den Engel) und Feuerholz. Besichtigung des Forts und dort an der Bar eine Cola getrunken, um das gute Wifi zu benutzen. Denn wegen des Regens funktionierte das MTC Netz nicht. Dann ging es weiter zum Hoanib.
Die Fahrt zum Hoanib durch die Sandfelder war problemlos, nachdem wir wieder die Reifen auf 1,5 Bar reduziert hatten. Der Pulversand war auch hier kein Problem, durch den Regen war er viel fester, als in der Trockenzeit. Das Tor zur Conservancy war nicht besetzt, wir hupten und warteten 5 Minuten, aber es kam keiner. Egal, mir ist es eh lieber, an der Lodge zu zahlen. Das Elephant Song Camp sah von weitem gut aus, auch sahen wir jemanden dort rumlaufen, aber da es nicht unser Ziel war, fuhren wir einfach daran vorbei.
Es war nun um 13:00 Uhr und wir waren nun dort, was ich als den „Anfang“ des Hoanib bezeichnen würde. Hier ist es selbst in der Trockenzeit grün und feucht, und dementsprechend grüner und feuchter war es nun. Nochmals zur Sicherheit aus dem Auto: Der Sand unter dem Wasser war fest, das Wasser höher als beim Khowarib, aber nicht sehr hoch. Auch sahen wir keinen weiteren Zufluß. Also los!
Und durchs Wasser. Es war dann doch sehr viel Wasser. An einer Stelle, wo es tief aussah und ich den Verlauf nicht sehen konnte, stieg ich nochmals aus. Aber der Sand war fest und nach 50 Metern sah ich dann auch, wo es weiterging. Das war das letzte Mal, dass ich die Strecke kontrollierte.
Teilweise war das Wasser, das ganz ganz langsam floß, doch etwas tiefer, bis übers Knie. Und so fuhren wir lustig den Hoanib hinunter. Während ich begeistert war, den Hoanib mal mit Wasser zu sehen (war meine vierte Fahrt hier), war es für Lindelani doch etwas stressiger, ständig durchs Wasser zu cruisen. Aber wir fanden überall nur festen Sand, niemals Schlamm.
Nach einigen Kilometern wurde das Wasser dann wieder seichter, etwas über den Knöchel. Nun waren wir im eigentlichen Flußbett des Hoanbis, wie man ihn von Fotos kennt. Viel an Wildtieren hatten wir nicht gesehen, als wir zur Abzweigung nach Rechts kamen zum Waypoint in T4A, der mit „Shaded Picknick Spot“ bezeichnet ist, kurz nach dem Hoanib Tenten Camp. Hier wollten wir heute Nacht campen, aber da es noch früh war, fuhren wir weiter im Flußbett. Dann sahen wir immerhin einige Gemsböcke, Springbböcke, Paviana, und schließlich endlich auch einen Wüstenelefanten, einen Bullen, an den wir recht nah herankamen, langsam fahrend.
Ziel erreicht, also umkehren, und zum Waypoint. Inzwischen war das Flußbett übrigens total trocken. Auf dem Rückweg sahen wir dann, wie der Fluß ganzlangsam runterkam. Wir stiegen aus, um zu filmen. Da der Sand heiß war, lief vor dem Fluß eine kleine Dampfwolke. Und das Wasser vorne war auch verdammt heiß, fast verbrannte man seine Füße! Wobei es nur wenige Zentimeter tief war.

Der Waypoint in T4A war schön geschützt hinter einem großen Felsen, aber mit wenig Schatten. Also campten wir statt dessen an einer großen Akazie, die wir auf dem Weg dorthin gesehen hatten. Es war nun 16:00.
Um 17:30 nochmals auf Pirschfahrt den Hoanib hinunten. Diesmal deutlich weiter, mehrer km hinter der Abzweigung nach Palmwag, Richtung Sceleton Coast. Auf dieser Pirschafahrt sahen wir zwei einsame Elefantenbullen (nicht zusammen), sollten aber keine Herde sehen. Dazu einen Baum voller Geier (warum, konnten wir nicht herausfinden), sowie einen Baum, unter dem eine große Herde Springböcke Schutz vor der Sonne suchte. Am Ende der Pirsch sahen wir dann auch eine einsame Giraffe; sollte die einzige sein, die wir dieses Jahr im Hoanbib sahen.




Gegen 19:45 waren wir zurück im Camp und grillten gemütlich. Ein Auto des Tented Camps fuhr bei uns vorbei, und mitten in der Nacht um 3:00 nochmals zwei. War zwar kein Problem, aber der Platz hinter dem Felsen wäre vielleicht doch einsamer gewesen.
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24 Feb 2024 17:07 #683009
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  • Enilorac65 am 24 Feb 2024 17:07
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Ich bin auch noch zugestiegen und freue mich auf die Reise!
Liebe Grüsse Caroline
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25 Feb 2024 08:35 #683038
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  • CarstenS am 22 Feb 2024 17:27
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Donnerstag 1. Februar
Heute ging es nach Palmwag. Da wir den Hoanib nochmals bei Sonnenschein fahren wollten, ging es relativ spät los um 7:30. Auf dem Weg entlang des nun wieder fast überall trockenen Flusses sahen wir nochmals beide Elefantenbullen. Einer stand so malerisch neben einer Akazie, dass es wie auf einer Postkarte aussah. Außerderm sahen wir einen Augurbussard, ein neuer Tick auf unserer Vogelliste!



Der Hoanib war viel zu schnell vorbei, als wir links in das Schottertal zur Palmwag abbogen, den sogenannten Crowthers Trail. In diesem Tal sahen wir viele Giraffen. Dann ging es hoch auf die Basaltebenen der Palmwag, ein rotes Geröllfeld. Gerade aus geht der Crowthers Trail, mit ein paar Abstechern links und rechts, die man machen kann. Wir fuhren zu den Kharakhaob Plains. Hier sahen wir ein herrliches Namaquad Chamäleon auf einem Quarzstein direkt neben der Straße stehen. Ansonsten gab es auf dem Trail viele, wirklich sehr viele Welwitschias zu sehen! Diese waren gerade in frischer Blüte, wobei die alten Blütenstände auch noch zu sehen waren. Erstaunlicher Weise sahen wir so gut wie keine Sechspunktwanzen („Welwitschia bug“), lediglich auf einer weiblichen Welwitschia ein einzelnes Pärchen. Auch sahen wir viele Anzeichen von Wüstennashörnern: Latrinen, Pfade und Fußspuren. Die Tiere blieben uns aber verborgen. Lediglich ein paar Springböcke, Gemsböcke, Strauße, und eine Giraffe gab es zu sehen.







Die meisten Campsite auf dem Trail sind sehr offen und ohne Schatten. Zudem kamen wir gut voran. So fuhren wir weiter bis zum Xai Ais Campsite (Campsite C3), wo wir gegen 16:30 ankamen und die Nacht verbrachten. Hier gab es einige Bäume, die Schatten spendeten.
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