THEMA: 2024 Marokko – Wandern mit Mulis im Djebel Saghro
17 Mär 2024 21:43 #684166
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  • H.Badger am 17 Mär 2024 21:43
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Liebe Elisabeth,
das ist ja spannend!
Wir sind mal mit Alpakas durch Niedersachsen gewandert - aber natürlich nur für wenige Stunden.
Und da war die Landschaft nicht ganz so eindrücklich.
Daher: Ich bin natürlich total gern dabei und sehr gespannt auf eure Eindrücke!
Liebe Grüße auch an Christian!
Sascha
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17 Mär 2024 23:05 #684167
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  • casimodo am 17 Mär 2024 23:05
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Liebe Elisabeth,

Danke für die Blumen. :kiss: Da bin ich doch sehr gerne dabei und ganz gespannt, was ihr erleben durftet.
Ich werde den Marokko Bericht bald fertig Schreiben. Wir sind von der Vielzahl der Bilde rund Urlaube überrollt worden :pinch: :whistle:

Viele Grüße
Carsten
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18 Mär 2024 15:25 #684206
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  • sphinx am 18 Mär 2024 15:25
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Ich freue mich riesig über Eurer Dabeisein!

CuF schrieb:
wenn wir nicht reiten müssen, laufen wir gerne mit!
Liebe Friederike, keine Sorge hier wird tüchtig gewandert! Die Mulis mussten schon genügend Gepäck tragen. Und bevor hier noch ein Missverständnis entsteht, habe ich mal flugs den Titel geändert. Ganz liebe Grüße an Claus.

Botswanadreams schrieb:
erweckst Du meine Begeisterung für Wüstenlandschaften.
Das freut mich natürlich sehr!
Botswanadreams schrieb:
Solltest Du und Dein Mann einmal mehr Eure Komfortzone verlassen wollen, dann währe der Tschad das Traumziel für Euch.
Liebe Christa, natürlich stehen der Tschad und auch Libyen schon lange auf unserer Wunschliste. Wer kennt die Sehnsucht auslösenden Fotos von Michael Martin nicht? Das Problem ist wohl die Komfort Zone. Ich bin gerne in Ländern unterwegs, in denen ich mich einigermaßen sicher fühle. Das wäre bei diesen Ländern leider nicht der Fall und zum Glück gibt es auch in anderen Ländern für uns noch viel Neues zu entdecken.

Liebe(r?) rik,
wir teilen die Liebe zu (Stein)-Wüsten. Ich war in den letzten Monaten leider wenig aktiv im Forum, Deine Berichte habe ich aber gerne verfolgt, weil mir Deine Fotos sehr gut gefallen. Ein Teil von mir hat sich während der Tour gewünscht, mehr Zeit und anderes Licht zum Fotografieren zu haben, denn darauf wurde bei der Durchführung leider überhaupt kein Wert gelegt. Aber die Einsamkeit und die gewaltige Berglandschaft haben uns so sehr begeistert, braucht es da wirklich gute Fotos? Okay, gute Fotos wären für uns die Kirsche auf der Sahne gewesen.

H.Badger schrieb:
Wir sind mal mit Alpakas durch Niedersachsen gewandert - aber natürlich nur für wenige Stunden.
Lieber Sascha,
wer mit Alpakas wandern kann (ich hatte das mal bei einem Kindergeburtstag und halte diese für äußerst störrisch), für die ist ein Muli-Trekking ganz einfach. Das Trekking ist übrigens auch für Kinder geeignet, allerdings war unsere Tierausbeute in einem der trockensten Gegenden Marokkos gleich Null, wenn man von Ziegen absieht. Deshalb ist das vermutlich eher nichts für Euch. Und auf der gesamten 18-tägigen Reise haben wir nur 5 Dorca-Gazellen gesehen, nicht einmal Vögel konnten wir entdecken, wenn man von Spatzen und Möwen absieht. Von daher freue ich mich umso mehr über Deine Begleitung Liebe Grüße an Deine Dachsfrauen.

casimodo schrieb:
Ich werde den Marokko Bericht bald fertig Schreiben. Wir sind von der Vielzahl der Bilde rund Urlaube überrollt worden :pinch: :whistle:
Lieber Carsten,
echt jetzt? Hey, es gibt Unvollendete, die berühmt wurden. B) Das mit vielen Fotos und Urlauben kommt sicherlich den meisten von uns hier bekannt vor. Nur manche haben irgendwie einen besseren Workflow, wenn ich mir deren Anzahl der RBs ansehe….


Nachdem ich scheinbar wieder Fotos einstellen kann, geht es hier gleich weiter. Da ich zurzeit krank auf der Couch liege, nutze ich nur den Laptop und kann ich die Fotos nicht am externen Monitor bearbeiten, d.h. ich poste hier was mir LR so ausgibt und ich habe den Eindruck, dass die Farbtemperatur und der Schwarzwert nicht stimmen, sorry.
Liebe Grüße,
Elisabeth
Letzte Änderung: 18 Mär 2024 15:27 von sphinx.
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18 Mär 2024 15:31 #684207
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Dass diese 5-tägige Tour so großartig war, lag auch an unseren Begleitern. Ibrahim unser immer gut gelaunter, geduldiger Wanderführer, Lassine unser talentierter Koch, Achmed und Said zwei sehr sympathische Mulitreiber, sowie zwei starke Mulis. Alle erfahren, ruhig und hilfsbereit. Ein besseres Team hätten wir uns nicht wünschen können.

1. Tag:
Wir kommen von Marrakesch. Nach Mittagessen und Einkaufen in Skoura erreichen wir erst am späten Nachmittag den Ausgangsort der Wanderung.



Wir haben das Gefühl, dass nun unsere Fitness ein wenig getestet wird. Anstatt die bequeme Schotterstraße zu nehmen, laufen wir längere Zeit durch ein Flussbett und durch Tiefsand. Fühlt sich natürlich auch „abenteuerlicher“ an ;) . Nach knapp 1,5 Stunden sind wir am Ziel, an unseren 1. Übernachtungsplatz. Es wird bereits dunkel, als wir unseren Tee bekommen und als es anfängt frischer zu werden, gehen wir ins kuschelig warme große Kochzelt. Zur guten Laune aller haben sicherlich die Kochkünste von Lassine beigetragen. Im Nirgendwo mit zwei Gasbrennern, Schnellkochtopf, diversen weiteren Töpfen und Pfannen und nicht zu vergessen zahllosen Gewürzen, gab es morgens bereits leckere Pfannkuchen und frisch gebackenes Brot, sowie Mittags und Abends jeweils ein 3 Gänge Menü. Da gab es feines, lange und liebevoll zubereitetes Couscous mit Gemüse und Rindfleisch, da wurden Birnen in Mandarinensoße mit Zimt gekocht und und und - soooo lecker. Ich freute mich vor allem auch über das viele Gemüse, selbst ein Vegetarier wäre hier satt geworden. (Leider nahmen wir nur ein einziges Mal eines der leckeren Gerichte auf.)



Vom 1. Camp sahen wir noch die Stadt der Rosen, El Kelâa M’Gouna.



Ein Gefühl der Einsamkeit kam hier noch nicht auf. Das änderte sich am nächsten Tag.
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18 Mär 2024 15:39 #684208
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2.Tag:
Die Fahrstraße endete bald und auf engen Pfaden ging es in ein Gebiet, in das man nicht mehr mit einem Auto kommt. Auch in diesem Tal leben Halbnomaden, von denen wir aber nur 3 sahen. Frauen oder Mädchen bieten im Djebel Saghro Kleinigkeiten zum Verkauf an. Ich hätte es unfair gefunden, nur etwas von der ersten Frau zu kaufen, aber natürlich fragte ich mich zwischendurch, wo das enden sollte und ob unser Kleingeld ausreichen würde. Zunehmend gefiel mir allerdings auch der Gedanke ein ganzes Büschel an Anhängern zu sammeln und in Gedanken sah ich diesen schon an unserer Souvenirwand hängen und letztendlich blieb es auch bei nur 5 Verkäuferinnen während der gesamten Tour.





Der heutige Tag hielt eine Überraschung bereit was die Wegstrecke betraf. Laut Reisebeschreibung sollten heute 800 Höhenmeter erklommen werden, stattdessen ging es nach kurzem Bergauf und Bergab, durchqueren ein Tales mit einer Oase und Halbnomadensiedlung



wobei an ein wenig Wasser




und überholt von unseren schnellen Mulis




und Erreichen eines Passes, mit Blick zurück auf den hohen Atlas



und Blick ins Tal mit unserem 2. Übernachtungslager.



mindestens 800 Höhenmeter bergab und das über Pfade mit sehr viel Geröll und durch ein trockenes Flussbett. Christian stolperte so vor sich hin.



Ich darf meinen Beinen keine größeren Erschütterungen zumuten, da ich sonst einen schmerzhaften Ausschlag bekomme und die Tour zu Ende gewesen wäre. Also lief ich wie auf rohen Eiern, was auf die Dauer viel Kraft und Konzentration erforderte und so war ich heilfroh, dass es meinen Beinen immer noch gut ging, als wir das Camp erreichten. Die Zelte standen längst, das Essen war fast fertig. Die Maultiere und die Crew waren so viel schneller als wir….. Ein bisschen fragte ich mich an diesem Abend, ob diese Tour wirklich eine gute Idee gewesen war, einen Plan B hatte ich nicht, aber hey „no risk – no fun“. Und ich fragte mich, wie stark die Beschreibung der nächsten Tage von der Realität abweichen würde. Ibrahim beantwortete diese Frage mit „Ihr schafft die nächsten Tage“. Da dann - Inshallah!

So anstrengend das Laufen für mich war, die Ausblicke auf dieses Gebirge waren phänomenal und machten alle Anstrengungen wett.








Der 2. Übernachtungsplatz befand sich an einem Flussbett gegenüber einer verfallenen Kasbah (im Hintergrund erkennbar).





Die wundervolle Stille und die klare, kühle Luft sind leider mit keinem Foto einzufangen. Hier gab es auch keinen Handyempfang mehr. Auch wenn wir nicht alleine waren, das Bewusstsein hierher nur zu Fuß oder mit einem Reittier gelangen zu können, vermittelte uns eine völlig andere Einsamkeit und Abgeschiedenheit, als wenn wir mit dem Auto irgendwo zu Zweit in der Wildnis gecampt hätten. Wir waren einfach unfassbar glücklich. Was ging es uns gut. So verwöhnt an so einem einsamen, wunderschönen Ort sein zu dürfen.
Letzte Änderung: 22 Mär 2024 10:54 von sphinx.
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18 Mär 2024 19:45 #684218
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  • Sabine26 am 18 Mär 2024 19:45
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Liebe Elisabeth,

zuallererst wünsche ich Dir von Herzen schnelle und gute Besserung.

So ein wenig weiß ich ja schon, aber jetzt, wo ich das Bild des gefüllten Tellers sehe, kann ich mir die kulinarischen Genüsse so richtig vorstellen. Das wäre, bis aufs Rindfleisch, genau das richtige für mich gewesen. Beim Trekking bin ich mir dagegen nicht so sicher, aber die Landschaft sieht wundervoll aus. Das ist auch so ganz nach meinem Geschmack. So kann ich aber zumindest virtuell mitreisen.

Ich bin immer wieder fasziniert vom oftmals tiefen Dunkelblau des Himmels über diesen Gegenden. Habt Ihr auch keine Skorpione gesehen? Irgendwie hätte ich gedacht, dass es davon recht viele gibt - oder liegt es an der Jahreszeit?

… und was für sympathische Mulis, die den ganzen Krempel und Euer Gourmetessen über Stock und Stein transportieren müssen. Die Langohren sind ja ziemlich bepackt.

Selbst in dieser abgelegenen Gegend bieten Frauen und Mädchen ihre Ware an. Da wäre es mir sicherlich exakt so gegangen, wie Dir. In solchen Situationen kaufe ich dann auch schon mal etwas, von dem ich bereits weiß, ich kann gar nichts damit anfangen.

Liebe Grüße
Sabine
Letzte Änderung: 18 Mär 2024 20:12 von Sabine26.
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