NAM mit zwei Kleinkindern im Dachzelt (März 2025)

Reisebericht 32 Antworten · 4'416 Aufrufe · gestartet 24. März 2025 von madmaddin
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1'130 Beiträge · seit 202229. März 2025 · #21
Guten Tag an die madmaddins, euer Titel hat mich aufmerksam und neugierig gemacht, weil wir selber mit unseren Kindern viel kampiert haben.

Weil zu diesem Thema manchmal diskutiert wird, ob Kindern nicht zu viel „zugemutet“ werde und ob Camping mit Kindern nicht zu „stressig“ wäre, will ich auf ein paar positive Aspekte hinweisen.

Wir haben vor Jahren mit unseren Kindern, vom Kleinkindhalter weg, das südliche Afrika und später das südliche Europa, meistens per Camping, bereist. Oft im Bodenzelt und „auf die Wilde“. Mangels Vorausahnung an die späteren Bequemlichkeiten des modernen Campings (aber auch aus Überzeugung) ist uns dabei nichts abgegangen.

Es war immer schön und die Kinder haben weder überfordert noch frustriert reagiert und die Erlebnisse haben sie positiv geprägt. In dem Sinne, dass sie als junge Erwachsene, und auch danach, „einfach“ reisen konnten, ohne auf Komfortmangel frustriert zu reagieren.

Langer Rede, kurzer Sinn: Camping ist für Kinder immer lehrreich und bereichernd (in Afrika aber mehr als in Caorle 😎 ) und kann gegen Zivilisationsschäden (zumindest etwas) vorbeugen 😎 …. vorausgesetzt, dass die Eltern ihnen das stressfrei vermitteln können. Natürlich muss man dafür nicht unbedingt nach Afrika (obwohl es höhere Erlebnisqualität bietet), auch der Teich im Wald oder die Alm lassen ein bisschen hinein schnuppern.

Grüße

Und dann noch folgend und warum ich mich hauptsächlich melde.

Wie oben gesagt, bin ich Baujahr „Ante-Instagram“ 😊 und meine Vorstellungen zu persönlichen Fotos im www sind folglich „antiquiert“. Aber, neue Zeiten, neue Sitten und wenn Erwachsene das, aus welch immer Motiven, freiwillig tun, ist das die eine und ihre Sache. Aber mit Fotos von Kindern im Netz sollte man mE trotzdem seeeehr restriktiv sein.

Mir ist klar, dass dieser Kommentar in einem RB über „Reisen mit Kindern“ als anmaßend aufgefasst und kritisch gesehen werden wird aber das nehme ich in Kauf.

In diesem Sinn, genießt die Reisen mit euren Kindern, davon zehrt man ein Leben lang. Macht Fotobücher davon, aber seid bei Veröffentlichung total restriktiv bei Auswahl von Perspektive und Ausschnitt und Bildqualität von Kinderbildern. Wir alle wissen warum ….. und wenn es nicht schon alleine das gebietet: Sie haben Persönlichkeitsrechte und in ein paar Jahren wollen sie das vielleicht nicht.

Sorry an die madmaddins, obig ist nicht speziell auf euren Bericht gemünzt, nehmt es bitte nicht persönlich und mir nicht übel. Ich habe mir obig schon öfters gedacht und es jetzt eben doch ein Mal (öffentlich) gesagt. Es ist als „einfach zum Nachdenken“© gemeint.
Ich will auch keine Diskussion darüber anstoßen. Wer mich kritisieren will, kann mir eine PN schicken.
zuletzt bearbeitet 30. März 2025
Themenstarter153 Beiträge · seit 201131. März 2025 · #22
Moin Tacitus,

Danke für den Input.
Bzgl. persönlicher Fotos (gerade von unseren, aber auch anderen Kindern) haben wir bewusst darauf geachtet, dass wir eigentlich nur Bilder von hinten, maximal mit geringem Gesichtsausschnitt veröffentlicht haben.
Anders wäre -aus unserer Sicht- aber ein guter Eindruck der Erlebnisse der Kinder vor Ort nicht wirklich einschätzbar für die Mitleser.
Ich denke, dass wir damit einen guten Mittelweg gefunden haben.
Ich stimme Dir aber ansonsten dazu durchaus zu. 😎

Das Camping Thema unterschreibe ich zudem auch in Gänze. 😉

Maddin
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
925 Beiträge · seit 201603. Apr. 2025 · #23
Wie schon oft geschrieben, ist jedes Kind anders und jedes Kind nimmt diese Reise anders an, man kann aber die Kinder auch schon vor der Reise ganz viel auf das Kommende vorbereiten finde ich. Gerade da würde interessieren wie das andere Eltern hier handhaben oder gehandhabt haben?
Vielleicht noch kurz unsere Erfahrungen dazu. Mit 1,5 Jahren haben wir natürlich versucht, Fokus und Interesse auf Tiere etc. zu lenken, die wir vor Ort voraussichtlich sehen werden. Ob es irgendeinen Einfluss hatte - nicht feststellbar. Mit 3 Jahren haben wir versucht klarzumachen, dass wir länger da unterwegs sind und was wir grob sehen/machen werden, es fehlte da aber auch am Verständnis, im Vorfeld mehr zu begreifen als dass wir mit einem Flugzeug in den "Urlaub" fliegen nach Afrika und es da Tiere gibt. Das Konzept "Urlaub" oder Reise wurde aber offensichtlich nicht verstanden, sondern er ging zunächst davon aus, dass "Urlaub" ein Ort ist bzw. der Ort unserer ersten Station und dass wir danach dann wieder nach Hause fahren würden. Es brauchte dann ein paar Tage (und neue Stationen), bis er das Reisen als neuen Normalzustand akzeptiert hat (was dann in der Folge auch problemlos ging).

Daher meine Essenz: Je nach Alter/Reise kann man sich große Vorbereitung ehrlich gesagt sparen, jedenfalls mehr als immer wieder ein paar Sätze dazu zu verlieren oder Bilder zu zeigen. Ab einem gewissen Alter macht es dann sicher mehr Sinn, gerade um Begeisterung zu wecken und damit ggf. Leidensfähigkeit zu erhöhen.

Das versuchen wir gerade bei unserem Großen (jetzt 4) für die nächste Südafrikatour im Sommer, damit er möglicghst genauso gern wie wir Tiere beobachtet. Mit Vögeln im Garten klappt das schon sehr gut (er sitzt dann mit seinem Fernglas auf nem Stuhl am Fenster oder rennt los, um seine Kamera zu holen) - aber ob sich dass dann auf die Situation vor Ort exakt übertragen lässt, wird man sehen müssen. Was bei uns zumindestens in jedem Fall bei Begeisterung/Interesse half, war eigenes Fernglas (Pentax Papilio II) und Kamera (Nikon Coolpix W100 - da gibts aber Optimierungspotential).
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
6 Beiträge · seit 202507. Apr. 2025 · #24
Hallo,

vorab... SUPER Bericht. 🙂

Ich plane für nächstes Jahr auch im März eine 3 wöchige Tour mit ähnlichem Verlauf. Es wird das erste mal Afrika werden.

Meine (naive) Frage:
Wie war das Wetter? Mit was müssen wir rechnen? Reichen nachts die Schlafsäcke?

Lg

Thorsten
Themenstarter153 Beiträge · seit 201107. Apr. 2025 · #25
Moin Thorsten,

wir hatten durchweg angenehme Temperaturen sowohl tagsüber als auch nachts, so dass wir mit Shirt und Schlafsack (mal als Sack, mal als Decke) ausgekommen sind.
Das kann aber auch ganz anders sein...gerade nachts und abhängig wo Du dann gerade bist, sind einstellige und sogar negative Temp. möglich bzw. nicht ungewöhnlich.
In jedem Fall also Klamotten für die Zwiebeltechnik einpacken, damit man im Zweifel nachts nicht friert.

Unsere Schlafsäcke vom Autovermieter waren s.g. Sommersäcke und mit "Komfort bis +9°C" angegeben.

Ansonsten kann man zum Wetter nichts verlässliches sagen, wie man ja gerade in NAM sieht.
Wir hatten Sonne, Tröpfeln, Gewitter, Regengüsse, Wind, Wolken....alles außer Schnee und Frost also. 😛
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
33,1k Beiträge · seit 200607. Apr. 2025 · #26
sind einstellige und sogar negative Temp. möglich bzw. nicht ungewöhnlich.
Aber nicht im März in Namibia... selbst beim Dauerregen hatten wir nie weniger als 16 Grad nachts in den letzten Wochen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter153 Beiträge · seit 201107. Apr. 2025 · #27
travelNAMIBIA schrieb:Aber nicht im März in Namibia... selbst beim Dauerregen hatten wir nie weniger als 16 Grad nachts in den letzten Wochen.
Kann ich zumindest für März 2024 voll bestätigen. 😎
Uns hatten lediglich zwei Einheimische gesagt, dass wir mit den Temp. nachts auch mehr Pech hätten haben können und sie schon deutliche kältere Nächte in Feb / Mar hatten.

So oder so sind aber Zwiebelklamotten sicherlich nicht fehl am Platz!
Temperaturen werden ja auch zudem von jedem anders wahrgenommen.
Während Mensch A ohne Shirt und Decke im Dachzelt liegt, mummelt sich Mensch B mit Longsleeve und dicken Socken in den geschlossenen Schlafsack.
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
33,1k Beiträge · seit 200607. Apr. 2025 · #28
Temperaturen werden ja auch zudem von jedem anders wahrgenommen.
Sehr wahr! Mir ist alles unter 35 Grad zu kalt und in irgendein Wasser gehe ich erst rein, wenn es mindestens 28 Grad warm ist 🙂
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
6 Beiträge · seit 202507. Apr. 2025 · #29
Danke für die Antwort. 🙂

Kurz noch.. wann habt Ihr die Flüge gebucht?
Themenstarter153 Beiträge · seit 201115. Apr. 2025 · #30
Wir haben die Flüge recht zeitnah nach Erscheinen des Flugplans also ca. 1 Jahr vor der Reise gebucht.
Hier und da haben wir auch noch mal danach in die diversen Portale geschaut und keine größeren Preisabweichungen -weder nach unten, noch nach oben- festgestellt.
Für uns war neben dem Preis aber auch die Planbar- (wir hatten trotz Nebensaison alles wegen der Kinder vorgebucht, weil wir keine Lust hatten im Laufe der Reise nach Unterkünften zu suchen) und Verlässlichkeit wichtig. Daher haben wir uns auch gegen Discover und für Ethiopian über FRA und ADD entschieden und wurden auch nicht ansatzweise enttäuscht.
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
898 Beiträge · seit 201615. Apr. 2025 · #31
Moin Maddin,
madmaddin schrieb:
So oder so sind aber Zwiebelklamotten sicherlich nicht fehl am Platz!
Temperaturen werden ja auch zudem von jedem anders wahrgenommen.
Während Mensch A ohne Shirt und Decke im Dachzelt liegt, mummelt sich Mensch B mit Longsleeve und dicken Socken in den geschlossenen Schlafsack.
Kann ich genau so bestätigen, ich bin mit so einem „Mensch B“ verheiratet. 🤩
madmaddin schrieb:
Daher haben wir uns auch gegen Discover und für Ethiopian über FRA und ADD entschieden und wurden auch nicht ansatzweise enttäuscht.
Nach allem, was man hier im Forum in den letzten Monaten so liest, haben wir wohl bisher Glück gehabt, wobei man natürlich immer nur die negativen Ereignisse erfährt und nicht die positiven.
Dieses Jahr werden wir über Johannesburg kommen, aber sollten wir nochmal über Windhoek reisen, werden wir wohl auch über ADD fliegen.

Danke und herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2025
6 Beiträge · seit 202515. Apr. 2025 · #32
madmaddin schrieb:Wir haben die Flüge recht zeitnah nach Erscheinen des Flugplans also ca. 1 Jahr vor der Reise gebucht.
Hier und da haben wir auch noch mal danach in die diversen Portale geschaut und keine größeren Preisabweichungen -weder nach unten, noch nach oben- festgestellt.
Für uns war neben dem Preis aber auch die Planbar- (wir hatten trotz Nebensaison alles wegen der Kinder vorgebucht, weil wir keine Lust hatten im Laufe der Reise nach Unterkünften zu suchen) und Verlässlichkeit wichtig. Daher haben wir uns auch gegen Discover und für Ethiopian über FRA und ADD entschieden und wurden auch nicht ansatzweise enttäuscht.
Danke für die Infos.

Tendiere auch zu Ethiopian Airlines. Was habt Ihr bezahlt im März? Aktuell sehe ich nur Preise für Februar. Ich hoffe auf einen Preis um die 700,-

Ist das realistisch?