Namibia Rundreise Dezember 24

10 Antworten · 2'089 Aufrufe · gestartet 22. Apr. 2024 von Gazelle24
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202422. Apr. 2024 · #1
Hallo,

bei der Ideensammlung für unseren ersten Namibia-Urlaub Ende 2024 bin ich immer wieder über dieses Forum und die vielen nützlichen Tipps von euch hilfreichen Afrika-Experten gestolpert, sodass ich es nun wage, unsere Ideen zur Diskussion zu stellen.

"Wir", das ist eine Familie mit zwei (fast) erwachsenen Kindern, die im Dezember eine dreiwöchige Reise nach Namibia antreten möchte. Nachdem in so vielen Beiträgen berichtet wurde, dass eine Individualreise überhaupt kein Problem sei, haben wir auf kommerzielle Anbieter verzichtet, uns zwei aktuelle Reiseführer gekauft und haben nun erste Ideen für eine Rundreise.

Die Flüge und der Mietwagen (SUV, 4x4) für die Zeit über Weihnachten und den Jahreswechsel sind gebucht (Ich weiß, es ist ausgerechnet die heißeste Zeit, aber anders war der Urlaub nicht möglich. 😊 ) und wir würden uns als nächstes an die Buchung von Übernachtungen setzen. Zuvor würde ich mich allerdings über Feedback zu unserer groben Routenplanung freuen:

Tag 1 - kurz nach Mittag Landung in Windhoek, Übernahme des Mietwagens, Übernachtung in Windhoek
Tag 2 - Windhoek (mit zweiter Übernachtung dort, um nach dem Flug erst einmal anzukommen und sich zu sortieren)
Tag 3 - Fahrt Windhoek -> Nähe von Sossusvlei (dort zwei Übernachtungen)
Tag 4 - Sossusvlei
Tag 5 - Fahrt nach Swakopmund (dort drei Übernachtungen)
Tag 6/7 - Swakopmund, Walvis Bay, ...
Tag 8 - Fahrt von Swakopmund über die Spitzkoppe und Zwischenübernachtung nördlich der Spitzkoppe (noch keine Idee wo)
Tag 9 - Fahrt ins Damaraland (dort drei Übernachtungen)
Tag 10/11 - Damaraland
Tag 12 - Fahrt Damaraland bis Etosha (westlicher Teil)
Tag 13/14 - Etosha, dabei zwischendurch Quartierwechsel, um auch den östlichen Teil zu sehen
Tag 15 - Etosha - Waterberg Plateau (zwei Übernachtungen)
Tag 16 - Waterberg
Tag 17 - Waterberg - Karibib (dort 2 Übernachtungen)
Tag 18 - Karibib (nicht wundern, dieser Stopp an dieser Stelle hat private Gründe und ist nicht den Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt geschuldet 🤪 )
Tag 19 - Karibib - Windhoek (Übernachtung in Windhoek)
Tag 20 - abends leider schon wieder Rückflug

Erscheint diese Planung sinnvoll? Wir hatten zunächst überlegt, am Anfang vor Sossusvlei noch weiter in den Süden zu fahren bis Kolmanskop und Lüderitz, haben dies aber wieder verworfen, um mehr Zeit an anderer Stelle zu haben. Die Route hat jetzt gut 2500 km, sodass hoffentlich genügend Zeit bleibt, auch einmal anzuhalten und nicht nur der Weg das Ziel ist.

Gibt es Tipps zur Verteilung der drei Übernachtungen in Etosha? (West/Ost-Etosha)

Zu den Übernachtungen: Camping/Dachzelt war uns für das erste Mal Afrika dann doch nichts, sodass wir nun Gästefarmen, Lodges o.ä. in Betracht ziehen. Wir brauchen keinen Luxus; es sollte einfach freundlich und sauber, sowie bezahlbar sein; und wenn man dort noch mit anderen Leuten ins Gespräch kommt, umso besser.

Bislang habe ich bei Booking.com geschaut, Mr. Google bemüht und auch hier im Forum diverse Einträge zu Gästefarmen und Lodges gefunden (eine aktuelle, umfangreichere Liste habe ich leider noch nirgends auftreiben können), würde mich allerdings auch sehr über Insidertipps für Übernachtungsmöglichkeiten entlang unserer geplanten Route freuen. Es geht doch nichts über persönliche Erfahrungen. 🙂

Ich würde mich wirklich über Rückmeldungen zur Route, Unterkünften und sonstigen Tipps nach dem Motto "Das solltet ihr auf keinen Fall auf der Route verpassen!" freuen und bin schon sehr gespannt auf eure Rückmeldungen.

Und: Vorab schon einmal ein großes Dankeschön an euch für eure Hilfe! 🙂 🙂

Viele Grüße,
Anke
33,1k Beiträge · seit 200622. Apr. 2024 · #2
Hallo Anke,

zur allgemeinen Orientierung bei einer Route schau Dir mal unseren Einsteigerthread an:
https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html Ihr plant ja eine Standardroute und damit ist nichts verkehrt.

Neben den Temperaturen im Dezember, müsst ihr auch im Hinterkopf haben, dass kleinere Unterkünfte dann gern Betriebsferien machen und zu sind. Zudem ist Hauptferienzeit im südlichen Afrika... und v. a. Südafrikaner und Namibier lieben die zentrale Küste rund um Weihnachten und Neujahr und Camping. Da wird es dann richtig voll und die Verfügbarkeit von Unterkünften ist dann sehr begrenzt. Ansonsten müsst ihr auch darauf einstellen, dass es durchaus mal regnen kann (sog. kleine Regenzeit).

Beste Grüße aus Namibia
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4 Beiträge · seit 202422. Apr. 2024 · #3
Danke Christian für deine schnelle Antwort.

Den von dir genannten Threat hatte ich vorher bereits zurate gezogen und meine Route danach ausgerichtet. Ich war mir vor allem unsicher, ob die Planung hinsichtlich der Nächte so sinnvoll ist.
16,9k Beiträge · seit 201222. Apr. 2024 · #4
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤩
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2026
1'816 Beiträge · seit 200822. Apr. 2024 · #5
Hallo Anke,
ich nehme an, dass ihr in Hessen wohnt??
Sonst wären die Weihnachtsferien nämlich kürzer.
Ich finde eure Route schön, aber m.E. würde 1 Nacht in Windhoek reichen. Ich würde auch in der Stadt bleiben. Da gibt es jede Menge B&B.
Dazu würde ich Damaraland/ Erongo in jeweils 2 Nächte aufteilen. Bambatsi liegt nicht wirklich im Damaraland . Nach Twyfelfontein sind es z.B. 150 km einfach. Mit Unterkünften im Damaraland zu ich mich auch immer schwer. Ist zudem auch alles recht teuer. Bambatsi ist auch eine typische Gästefarm, vielleicht haben die über Weihnachten zu.
Vreugde finde ich super 🙂 , die haben ab dem 2.1. wieder auf, wenn man nightsbridge trauen darf.
Ich halte auch nicht viel von den Umterkünften im Park, aber 1 Nacht wegen des Wasserloches lohnt sich doch.
Am Ostgate würde ich eher Mushara bevorzugen, die Lodge hat glaube ich auch Familienzimmer. @emanja war so gar nicht Afrika. Das Wasserloch dort an der Terrasse des Restaurants war allerdings toll.
Auch wenn ich mich jetzt bei manchen unbeliebt mache, wenn ihr keine Wanderfans seid ( zur heißesten Jahreszeit) würde ich das weglassen und die gewonnenen 2 Tage in Etosha/ Erongo/Damaraland investieren.

LG Boris
1'816 Beiträge · seit 200822. Apr. 2024 · #6
Also das , was ich weglassen würde, ist der Waterberg, sorry. Ist echt besser, wenn man den Post nochmal durchliest, bevor man ihn absendet 🤩
360 Beiträge · seit 201325. Apr. 2024 · #7
Hallo Anke,

grundsätzlich finde ich eure Route sehr rund, die Feinheiten sind Geschmacksache. Zur Reisezeit kann ich leider nichts beitragen, da wir immer im September/ Oktober oder April unterwegs waren (und da war es für meinen Geschmack teilweise schon zu heiß 🤩 ).

Windhoek: Solltet ihr zwei Nächte in Windhoek bleiben, würde ich den Mietwagen erst am Abreisetag übernehmen - das spart bares Geld, und je nachdem, was ihr in der Stadt vor habt, werdet ihr vermutlich direkt an der Unterkunft abgeholt oder könnt euch ein Taxi nehmen. Vom Flughafen könnt ihr euch ebenfalls einen Transfer nach Windhoek buchen. Als Unterkunft kann ich die Heinitzburg empfehlen - super schön und ein toller Auftakt für eine Reise 😁 Alternativ haben wir auch im House on Olof Palme sehr schöne Tage verbracht.

Swakopmund: Wir waren letztes Jahr im The Delight und waren sehr angetan - tolle Zimmer, sehr leckeres Frühstück, gute Lage.

Zwischenübernachtung nördlich der Spitzkoppe: Vielleicht gefällt euch ja das Omandumba Bush Camp im Erongo Gebirge? Oder die Vingerklip Lodge finden wir auch sehr schön.

Etosha Ost: Wir waren letztes Jahr in der Mokuti Lodge, kurz vorm Parkeingang - können wir absolut empfehlen!

Waterberg: Waterberg Guest Farm fanden wir auch nicht schlecht - sehr schöne Bungalows mit tollem Ausblick (wir hatten einen der neu renovierten). Essen war eher so mittel, aber die Lage als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den Waterberg ist gut.

Viel Spaß bei der weiteren Planung! Ich drücke die Daumen, dass mit der Verfügbarkeit alles klappt.

Liebe Grüße,
Sonja
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202426. Apr. 2024 · #8
Vielen lieben Dank an euch für eure ausführlichen Antworten, insbesondere auch zu den Unterkünften. Diese stellen aktuell an einigen Stellen eine echte Herausforderung dar, da vielfach ausgebucht oder geschlossen (Gästefarmen). 😕

Da ich darauf hingewiesen worden bin, der Übersichtlichkeit halber nicht woanders Rückfragen zu stellen, wenn sie diese Rundreise betreffen, möchte ich das natürlich gerne beherzigen:

In Zusammenhang mit einem anderen Thread habe ich gelesen, dass im Etosha das Halali-Camp in der Regenzeit nicht unbedingt zu empfehlen sei. Kann mir jemand eine Rückmeldung geben, warum nicht, und ob ihr diese Meinung teilt?

Ich stehe jetzt vor der Frage, ob wir lieber ausserhalb des Etosha Station machen sollen (zweimal im Westen übernachten und dann in den Osten wechseln) - oder einmal im Westen vor den Toren, dann im Halali-Camp und die dritte Nacht im Osten?

Vielen Dank für weitere Anregungen,
Anke
16,9k Beiträge · seit 201226. Apr. 2024 · #9
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤩
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2026
19 Beiträge · seit 202228. Apr. 2024 · #10
Hallo Anke,

wir sind gestern von unserer 1. Namibia-Reise zurück gekehrt und waren u.a. auch im Etosha in dem staatlichen Camp Okaukuejo.

Die Einschätzung von Camps/Lodges ist immer auch Empfindungssache, wir hatten für 3 ÜN ein Waterhole-Chalet gebucht und waren überaus zufrieden. Klein und einfach, aber alles sauber, mit vollfunktionsfähiger Klima-Anlage, Moskitonetze, die auch sehr gut ausgeschaut haben (wir haben auf jeden Fall keine Löcher entdeckt, aber natürlich auch nicht bis in die letzte Ecke geguckt). Die Camps sind mit Frühstück buchbar, das Frühstück empfanden wir als reichhaltig, es gab Toast, Butter, Marmelade u.a., jede Art von Eierspeisen, Obstsalat, Joghurt, Kaffee, Tee, O-Saft usw., das Restaurant erinnert allerdings schon sehr an Kantine und es hallt sehr. Wir haben immer draussen gegessen und da war es sehr angenehm. Frühstück ist auch bereits ab 6 Uhr verfügbar. Mittags haben wir auch immer dort gegessen, es gibt ca. 3 Gerichte zur Auswahl die wir auch als sehr gut empfunden haben. Highlight ist für uns allerdings das Wasserloch, wir hatten jeden Abend verschiedene Nashörner und an 2 Abenden eine Elefanten-Herde die zum Trinken kam und einen Bullen der nach dem Trinken immer noch zum Fressen bliebt. Tagsüber Impala, Zebras und Giraffen.


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Die anderen staatlichen Camps hatten wir nicht besucht, wir waren dann noch für 3 ÜN im Onguma Bush Camp, das ist auch toll und können wir uneingeschränkt empfehlen.

Viel Spass bei der weiteren Planung und viele Grüße
Moni
19 Beiträge · seit 202228. Apr. 2024 · #11
eigentlich sollten die Bilder hochkant sein, aber irgendwie bekomme ich das nicht hin
Sorry