Marokko jetzt Ja ! oder Nein ?

9 Antworten · 2'043 Aufrufe · gestartet 13. Sept. 2023 von mutsel
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Themenstarter652 Beiträge · seit 200713. Sept. 2023 · #1
Hallo,
wir erhoffen uns ein paar Meinungen, die zu unserer Entscheidungshilfe beitragen. Eigentlich planten wir 2 Monate (ab Mitte Oktober)
mit Wohnmobil durch Marokko zu reisen. ( 2. Reise nach 2019) Zwischen moralisch verwerflich und jetzt erst recht, ist in unseren Gedanken alles dabei. Kontaktierte Marokkaner sagen ihr müsst kommen ,nur meidet bestimmte Gebiete im Hohen Atlas. Der Tourismus in anderen Gebieten darf nicht schon wieder einbrechen. Freunde und Familie sagen einheitlich , das kann man in der jetzigen Situation nicht machen. Nur, vor unserer ersten Namibiareise wurde auch die Meinung vertreten, wenn es in Kenia oder Senegal rumort, kann man nicht nach Namibia fliegen. Dennoch kann man ein mulmiges Gefühl nicht abschalten. Hat jemand von euch aktuelle Erfahrungswerte? Sind Bekannte gerade dort bzw. was würdet ihr machen.?
Danke für eure Meinungen
Viele Grüße
Mutsel
33,1k Beiträge · seit 200613. Sept. 2023 · #2
Hi Mutsel,

irgendwie erinnert mich Deine Frage an diesen Thread: https://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/300141-ethisch-moralische-frage-zu-mosambik.html
Ich würde reisen (hab es auch z. B. nach Mosambik direkt nach dem verheerenden Unwetter 2019 gemacht). Es ist doch niemandem geholfen, wenn Du nicht reist. Wenn Du aber reist und Geld im Land lässt hilfst Du zumindest einigen wenigen Menschen in Marokko.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
925 Beiträge · seit 201613. Sept. 2023 · #3
Hallo,

in jedem Fall würde ich die Reise durchführen. Es ist m.E. niemandem geholfen, wenn Touristen wegbleiben. Ihr müsst ja nicht ausgerechnet die am schlimmsten betroffenen Dörfer besuchen (wobei es auch Argumente gäbe, genau das zu tun). Marrakech ist ja nur rudimentär betroffen und auch sonst ist in 2 Monaten der gröbste Schock vorbei und das Leben vor Ort geht weiter. Es ist ja nicht so, als bestünde das ganze Land nun aus Rettungslagern. Der Einfluss auf eure Reise dürfte abseits von beschädigten Straßen vermutlich gering sein, da ihr ja eh campieren wollt. Ich wüsste daher nicht, wasa eine Reise entgegen stünde.

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
8'054 Beiträge · seit 200813. Sept. 2023 · #4
Hallo Mutsel,

Ohne zu zögern, die Reise würde ich antreten!

Marokko braucht jetzt noch mehr Devisen.

Bei uns in Frankreich hört man häufig im Radio und Fernseher man soll die geplante Reise nicht "canceln". Das Land braucht Turisten.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter652 Beiträge · seit 200713. Sept. 2023 · #5
Danke an alle,
wahrscheinlich habt ihr recht. Erst ist man geschockt, denkt, sie haben andere Sorgen als Touristen betreuen, aber etwas hilft man wahrscheinlich doch zur Normalität zurückzukehren. Und ja, ins Epizentrum werden wir nicht fahren.
Viele Grüße
Mutsel
502 Beiträge · seit 201613. Sept. 2023 · #6
Moin Mutsel,
angesichts der Katastrophe hatten wir dieselben Bedenken wie Ihr. Inzwischen denken wir auch, dass es dem Land mehr nützt, wenn Touristen ins Land kommen als wenn sie es ließen.
Also wollen wir unsere geplante dreiwöchige Mietwagenrundreise ab Mitte Oktober starten. Die stark betroffenen Bergregionen werden wir meiden, bzw. vor Ort sensibel entscheiden, was geht und was nicht.
Wünsche Euch eine erlebnisreiche Campertour!
Gruß,
Dieter
64 Beiträge · seit 202014. Sept. 2023 · #7
Ich habe Marokko mit Wohnmobil und Wohnwagen 66 Mal bereist und habe die Erfahrung gemacht, daß die Rentner-Wohnmobilreisenden so gut wie kein Wirtschaftsfaktor für Marokko sind. Der Schein trügt weil sehr viele ihre Fahrzeuge zu Hause mit allem, auch Lebensmittel, vollknallen was für die ganze Reise gebraucht wird. Ausnahmen gibt es, aber die Mehrheit macht es so. Man will ja alles so wie zu Hause haben. Das hilft dem Gastland nicht!

https://www.msn.com/de-de/reisen/nachrichten/erdbeben-in-marokko-was-urlaubende-jetzt-wissen-m%C3%BCssen/ar-AA1gCap2?ocid=msedgntp&cvid=a0e543ad6ef74e2ba742c4c3853dc531&ei=6

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/marokko-viele-landwege-nach-erdbeben-noch-blockiert/ar-AA1gFOu6?ocid=msedgntp&cvid=42db1a9b8ad746538644f179b4f38865&ei=15
Gruß an alle Globetrotter von Mafratours Seafreight - Fahrzeugverschiffungen www.mafratours.eu
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2023
Themenstarter652 Beiträge · seit 200714. Sept. 2023 · #8
Hallo,
na ja, da muss ich aber ein entschiedenes Veto einlegen. Wir haben das 2019, auch schon als Rentner ganz anders erlebt.
-Das Auto fährt nicht umsonst ( 4000 km im Land )
-Campingplätze werden bezahlt
-diverse Ausflugsangebote / Führungen in Königsstädten werden gern angenommen
- Souvenirs ( vom Arganöl bis zur Lederjacke )
- Gaststättenbesuche
- Einkäufe auf Märkten ( wir haben jeden 2. Tag Obst und Gemüse gekauft)
dazu Kleidersäcke voll vor allem Kindersachen, die wir mit gebracht haben und dringend benötigt wurden.
Und wer mit einem Auto kommt, wo Reparaturen anfallen , und das waren bei uns nicht wenig, denen wir begegnet sind, die lässt man in Werkstätten vor Ort
machen. Da werden Wohnmobile neu lackiert, Bremsen getauscht und und und.....
Der einzige Punkt wo ich dir recht geben muss, mit Bier und Wein haben wir uns von zuhause eingedeckt. Unser Empfinden war gerade anders herum. Auf den Stellplätzen kamen Einheimische und boten ihre Lebensmittel an. Das wurde von allen angenommen, da hat keiner sein eigenes Brot und Eier von zuhause verbraucht. Mag sein das es das gibt, aber das als Mehrheit hinzustellen halte ich für sehr fragwürdig.
64 Beiträge · seit 202015. Sept. 2023 · #9
Hallo Mutsel,
wenn Du das so machst, dann ist ja alles OK.
Ich hatte geschrieben daß viel es anders machen. Glaub mir das ist so (natürlich mit Ausnahmen). Ich habe viele Jahre geführte Reisen in Marokko veranstaltet. Daher auch die hohe Reisenanzahl. Meine Beobachten kommen daher. Aber auch bei Einzelreisenden bist du vielleicht die Ausnahme. Wie kommt es sonst daß in Taghazout auf der "Platte" Gräben gezogen wurden um der überhand nehmenden Horde der "Freisteher" Herr zu werden? In Tafraoute war der Camping leer und in der ganzen Gegend standen die Horden "Überwinterer" abseits der Starßen. Ich könnte noch viele andere Orte nennen. Das ist von mir gemeint!. Sicher, Lackierungen und Reparaturen werden dort gemacht, aber nicht aus dem Grund den Marokkanern Umsatz zu bescheren sondern einzig und alleine weil es dort wesentlich billiger ist. Das sollte man auch berücksichtigen. Nochmals, nicht jeder verhält sich so, aber doch die große Mehrheit.
Gruß an alle Globetrotter von Mafratours Seafreight - Fahrzeugverschiffungen www.mafratours.eu
391 Beiträge · seit 200818. Sept. 2023 · #10
Wir fliegen Anfang November nach Marrakesh und wollen mit Mietauto das Land bereisen. Wenn es keine weiteren schweren Nachbeben gibt, reisen wir. In den Hohen Atlas wollten wir eh nicht, dort waren wir bereits 2007. Flughäfen, Straßen und Bahnschienen also die Infrastruktur funktioniert. Ihr könnt euch auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes informieren.
Camperreise in die tasmanische Wildnis https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306857-camperreise-in-die-tasmanische-wildnis.html?start=0 Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar https://www.namibia-forum.ch/forum/164-diverses/306553-mora-mora-langsam-langsam-auf-nord-madagaskar.html