Vic Falls -> Windhuk

9 Antworten · 1'503 Aufrufe · gestartet 23. Juni 2023 von T4Fahrer
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Themenstarter19 Beiträge · seit 202323. Juni 2023 · #1
Hallo zusammen,

ich plane derzeit eine Reise von Vic Falls nach Windhuk mit unserem T4 Syncro Camper. Zu uns: Wir sind zu dritt (meine Frau, meine kleine Tochter und ich).

Wir wollen am 22.12.23 in Vic Falls landen und am 7.1.24 den Flieger zurück nehmen. Das heißt 17 Tage vor Ort.

Mein Plan bisher war:

Tag 1
Ankunft Vic Falls, Abendessen, ankommen

Tag 2
Morgens Victoriafälle anschauen, Nachmittags Vorräte auffüllen, Tanken etc.

Tag 3
Fahrt von Vic Falls nach Savuti 8 ( https://www.google.com/maps/place/Savuti+8/@-18.5661537,24.0599084,17z/data=!3m1!4b1!4m9!3m8!1s0x19572c3108b89b25:0x5e7f687ec0a3f563!5m2!4m1!1i2!8m2!3d-18.5661588!4d24.0624833!16s%2Fg%2F1xpt17tb?entry=ttu )

Tag 4
Game drives in Savuti
Übernachten auf selbem Platz in Savuti

Tag 5
Game drives und Weiterfahrt nach Khwai Safari Grounds

Tag 6
Game drives und Weiterfahrt nach Xakanaka

Tag 7
Game drives nach South Gate

Tag 8
Fahrt nach Maun. Tanken, Vorräte auffüllen.
Übernachten in der Nähe von Maun. Wo genau ???

Tag 9
Fahrt in Richtung Etosha. Übernachtung auf ~ halbem Wege in ???

Tag 10
Weiterfahrt in Richtung Etosha. Übernachtung entweder kurz vor Etosha oder Fort Namutoni

Tag 11
Game drives in Etosha nach Okaukuejo

Tag 12
Game drives in Etosha nach Olifantsrus

Tag 13
Game drives in Etosha und Übernachtung etwas südlich vom Park. Wo genau ???

Tag 14
Fahrt nach Windhuk
Auto leer räumen, sauber machen, einpacken und zum Hotel
Übernachtung in ???

Tag 15
Vom Hotel zum Flughafen und nach Hause


Nun aber zu meinen zugegebener Maßen vielen Fragen:

1. Insgesamt haben wir 17 Tage vor Ort, geplant habe ich bisher nur 15. Das heißt ich kann/muss noch 2 Tage mit unterbringen. Wo könnte ich dies am sinnvollsten? Ein weiterer Zwischenstopp irgendwo oder an einem der genannten Orte länger bleiben

2. Was haltet ihr von der Route und den bisher ausgewählten Übernachtungsmöglichkeiten?

3. Tipps für die vier Stellen, an denen noch Fragezeichen stehen?

4. Sonstige Hinweise für mich zur Route bei der Reisezeit?

5. Ich fand beim letzten mal Elephants Sand, Hwange national park und Matobo national park genial. Die kriege ich auf der Route in der Zeit aber nicht eingebaut. Hatte überlegt, eventuell Savuti weg zu lassen und am Anfang nach Hwange, Elephants Sand und dann nach Moremi rein und wieder raus zu fahren. Ist aber deutlich mehr Strecke und die ganze schöne Strecke von Kasane über Savuti bis nach Moremi rein würde wegfallen. Was sagt ihr dazu?


Vielen Dank an alle, die überhaupt bis hier hin gelesen haben und noch mehr Dank an alle, die antworten.
16 Beiträge · seit 202123. Juni 2023 · #2
Hi T4Fahrer!

Ganz schön sportlich!
Von Vic-Falls nach Savuti würde ich nicht in einem Tag planen.
Man weiß nie, wie lange man an der Grenze steht.
Stattdessen stopover in Kasane/Ihaha/Mwandi-View damit Ihr die Chobe-Riverfront einbauen könnt.
Etosha würde ich komplett weglassen.
Einfach viel zu viel Fahrerei.
Stattdessen ab Maun Abstecher nach Nxai-Pan für mind. 2 Nächte.
Übernachtung in Maun: Discovery B&B
Ihr seid mitten in der Regenzeit unterwegs. Das kann ganz schön schlammig werden.
Der Syncro soll ja ganz gut sein, ich finds trotzdem sehr ambitioniert.
Das wars mal in aller Kürze.
Viele Grüße
Themenstarter19 Beiträge · seit 202323. Juni 2023 · #3
Danke für die schnelle Rückmeldung.

2019 war ich einmal im Etosha. Umzäunte Camps mit vielen Menschen sind prinzipiell nicht so mein Ding. Abends jedoch Tiere am Wasserloch sehen zu können ist schön. Außerdem ist dort die Wahrscheinlichkeit auf Regen doch eher gering.
Und meine Frau freut sich sicherlich auch, einmal Abends in den Pool springen zu können.
Für mich war Etosha schon fast sicher gesetzt, da wir eh nach Namibia müssen. Aber du hast schon recht, es ist tatsächlich ganz schön Strecke aus Maun kommend bis dort hin. Da muss ich nochmal drüber nachdenken.

Und zum Fahren: Ich kenne Botswana im August, September und Oktober. Aber noch nicht in der Regenzeit. Der Syncro ist sicher nicht schlecht. Aber nicht mit einem LandCruiser zu vergleichen. Zumal er einen vollen Campingausbau drauf hat.
Ich erinnere mich, dass die Strecke zwischen Savuti und Moremi doch sehr lang und sandig war. Vielleicht hat hier jemand Feedback, wie das Fahren dort und auch im Moremi Park mit einem T4 ist.
4'984 Beiträge · seit 201623. Juni 2023 · #4
Hi,

die Khwai-Region kommt hier eindeutig zu kurz!
Weihnachtschaos vergiss nicht betr Grenzübertritt; das kann dauern...!

Gruß Gina
16 Beiträge · seit 202123. Juni 2023 · #5
Hi!

Im Dezember/Januar ist die Regenwahrscheinlichkeit in Etosha auch hoch.
Sollte es dann schon geregnet haben, ist an den Wasserlöchern sehr wenig bis gar nix los.
Dagegen kann Nxai-Pan in der Regenzeit ein echtes Highlight sein.

Viele Grüße
925 Beiträge · seit 201627. Juni 2023 · #6
Hallo,

habe deinen Thread gerade erst wegen deiner anderen Anfrage gesehen. Natürlich gibt es unterschiedliche T4 Sycro (Höherlegung, Reifen etc.) und sicher gab es schon Leute, die damit erfolgreich Chobe/Moremi durchquert haben. Ich halte das, gerade in der Regenzeit, für ein sehr gewagtes Unterfangen. Je nachdem, wann die ersten stärkeren Regenfälle kamen, habt ihr sehr tiefe (z.T. einen halben Meter) Pfützen/Seen auf der Fahrbahn und jede Menge Schlamm. Auch die Sandstrecke ab Savuti kann je nach Bodenfreiheit problematisch sein, weil ihr ggf. immer auf dem Mittelteil des Sandtracks aufsetzt. Vielleicht da mal realistisch eure Bodenfreiheit mit der von Fahrzeugen, die dort ständig langfahren, vergleichen (und auch berücksichtigen, dass die Reifen aufgrund des geringeren Luftdrucks nochmal flacher sind).. Hast du mal gecheckt, ob es sich mit dem Treibstoff ausgeht?

Die Route selbst erscheint mir doch sehr gehetzt und vor allem sehr viel Zeit unterwegs im Auto. Ich weiß ja nicht wie alt eure Tochter ist und wie gerne sie Auto fährt, aber bei eurer aktuellen Route kommt ihr wahrscheinlich auf durchschnittlich 5h Fahrtzeit pro Tag.

Etosha im Januar kann auch nass sein (aber fahrtechnisch unproblematisch). Uns gefiel es in Grün deutlich besser als in staubig-weiß-grau. Man sieht weniger Elefanten und die Tiere verteilen sich mehr, wir hatten aber dennoch jede Menge toller Sichtungen. Und "voll" ist es dort um die Jahreszeit, jedenfalls auf dem Campingplatz, auch nicht wirklich.

Wir sind 2020 die Strecke South Gate - Etosha an 2 Tagen gefahren (weil wir vor Wasser u. Schlamm im Moremi flohen) und haben in der Riverdance Lodge übernachtet. Entlang des Okavango gibt es aber viele Optionen. Die Straße in Botswana entlang des Panhandle ist, wenn nicht inzwischen erneuert, sehr Pothole-lastig. Wir sind gegen 07/08 in der Früh am South Gate weg und waren am späten Nachmittag (16/17h) ohne nennenswerte Pausen in der Riverdance Lodge. Am nächsten Tag nach einem gemütlichen Frühstück waren wir am frühen Nachmittag (ohne nennenswerte Pausen weil Dauerregen) im Etosha. Sowas würde ich nicht bewusst planen, wenn es sich vermeiden lässt.

Ihr wollt/müsst ja offenbar von Vic Falls nach Windhoek. Warum nicht Vic Falls - Kasane/Chobe - Caprivi - Etosha - Windhoek? Da seid ihr bzgl. Regen/Passierbarkeit auf der sicheren Seite, habt bis auf Moremi alle Parks eurer Route drin und viel weniger Kilometer.

Vorschläge für eure "Lücken": In Windhoek Casa Piccolo o. Krumhuk. Wenn ihr auf dem Transfer Moremi/Etosha mehr Zeit verbringen wollt: Gooma Lagoon, Ngepi, Riverdance..

Und nur zur Nachvollziehbarkeit: ihr verschifft euren T4 nicht nur für diese eine Reise nehme ich an?
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter19 Beiträge · seit 202329. Juni 2023 · #7
Moin,

Danke für die ausführliche Antwort!

Entsprechend des Feedbacks überlege ich gerade, wie ich die Route etwas umplane.

Im wesentlichen fallen mir 3 grobe Routen ein.

1. Die, die du @fidel vorgeschlagen hast. Vic Falls, Kasane, Chobe über den Caprivi Streifen zum Etosha und dann mach Windhuk

2. Vic Falls - Kasane - Savuti - Moremi - Windhuk

3. Vic Falls - Hwange - Elephants Sand - Moremi - Windhuk

Mir persönlich gefällt 2. am besten, da ich Chobe, Savuti und Moremi toll fand die letzten Male. Gleichzeitig ist es fahrtechnisch in der Regenzeit aber auch die anspruchsvollere.
Etosha ist auch schön, die unumzäunten Camps und weniger Menschen finde ich in Botswana aber deutlich schöner. Wenn ich mich entscheiden muss, dann wären Savuti und Moremi deutlich schöner.

Der T4 hat einen Allrad mit Visco Kupplung. Mehr Bodenfreiheit als Serie, einen Stahl Unterbodenschutz vorne, ordentliche Reifen und Zubehör wie Sandbleche.
Aber mit einem LandCruiser kann er es sicher nicht aufnehmen.

Zum Verbrauch: der T4 hat laut Werk einen 80 Liter Tank. In das Steigrohr passen aber nochmal einiges. Mein Rekord beim Tanken waren 96 Liter bei einer Anzeige kurz vor 0.
Dazu haben wir bisher geplant einen 20L Kanister mitzunehmen.
Auf Straßen braucht der T4 rund 10 Liter/100km. Im Gelände kann ich es noch nur sehr schwer einschätzen. Vielleicht 15?

Und der T4 wird nicht dafür verschifft. Wir wollen ihn noch häufiger nutzen, ebenso meiner Schwiegereltern, eventuell auch mal meine Eltern.
1'059 Beiträge · seit 200630. Juni 2023 · #8
Hallihallo

Habe auf die Schnelle ein Video hochgeladen, um zu zeigen, was einen während der Regenzeit im Moremi so erwarten kann:

Bei YouTube ansehen ↗

Das war Ende Dezember 2021 auf der Fahrt vom South Gate in Richtung 3rd Bridge. Es war in diesem Jahr eine ziemlich üppig ausgefallene Regenzeit, wobei diese Aufnahmen an unserem zweiten Tag im Moremi aufgenommen wurden, wo es seit den letzten Regenfällen schon wieder ein paar Tage her war, später waren diese Pfützen und Schlammlöcher sogar noch mehr abgetrocknet. Zu diesem Zeitpunkt aber war meiner Erinnerung nach in dieser Gegend noch nicht allzu viel Regen gefallen, ist ja auch eher normal. Wenn, dann kommt der grössere Regen erst zwischen Januar und März.

Aber es ist gut zu erkennen, wie hoch das Wasser in diesen Kuhlen gestanden hat / stehen kann. Wir hatten einen Toyota Hilux DC Expedition von Safari Car Rental:

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Mit diesem Ungetüm natürlich kein Problem insgesamt, aber die Kuhlen sind teils schon recht tief und oft auch stark ausgefahren und verschlammt. Ein paar Tage nach Regenfällen geht es eigentlich jeweils ganz gut, grad nach oder während Regenfällen schaut das natürlich womöglich ganz anders aus. Wir hatten Glück, später hatten wir dann weit mehr Regen in der Nxai Pan und am Chobe und Zambezi-Region in Namibia.

Es kommt also sehr darauf an und ich kenne deinen Syncro nicht, aber wenn es nicht so heftig geregnet hat, sollte es vielleicht sogar ganz gut gehen. Nur leider kann es halt niemand voraussagen. 😏

Bei so einem Hilux mit Doppeltank-System hat man eine Reichweite von über 1.000 km, für den Abschnitt Kasane - Chobe - Savute - Moremi - Maun würde ich des vielen Tiefsandes wegen natürlich von weniger ausgehen. Ich mag mich nicht mehr genau erinnern, aber wir hatten 2016 glaube ich mit mindestens 850 km gerechnet, die wir unbedingt abgedeckt haben wollten. Inklusive Reservekanister (haben wir nicht «angezapft») hat es aber dann schon gut gereicht, ich meine, das müssten dann an die 130 - 150 l gewesen sein, die wir mit hatten. Von Maun - Kasane sind wir gemäss meinen Notizen 796 km (inkl allen Gamedrives) gefahren.

Ich hoffe, das hilft zur Einschätzung der Machbarkeit. 🙂

Liebe Grüsse
Sam
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zuletzt bearbeitet 30. Juni 2023
Themenstarter19 Beiträge · seit 202330. Juni 2023 · #9
Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort und Bild und Video!

So, wie es auf dem Video zu sehen ist, traue ich mir und dem T4 das auf jeden Fall zu. Bei tieferen Wasserdurchfahrten ist aber schnell Ende. Die Wattiefe beim T4 ist einfach nicht so, wie bei Hilux, Landcruiser und Co. Luftansaugung und Getriebeentlüftung sind so ziemlich die ersten, die dann baden gehen.

Zum Verbrauch höre ich mich mal im T4 Forum etwas um. Vielleicht kann mir dort jemand Einschätzungen aus langen Offroad Fahrten geben.
Wenn ich annehme, dass ich einen 20L Reservekanister dabei hattet, dann habt ihr so 110 - 130L verbraucht, ergo so 14 - 16L/100km. Hast du zum Vergleich vielleicht noch den Verbrauch auf normalen (geteerten) Straßen? Dann wäre das mal so ein grober Anhaltspunkt, um wie viel % den Verbrauch dort hoch gegangen ist.

Ich denke aber da könnten wir auch hin kommen. 95L im Tank + 20L Kanister sind schon mal nah dran. Vielleicht müssen wir uns dann noch einen Kanister mehr besorgen oder provisorisch für den Teilabschnitt etwas improvisieren und noch 2 alte 10L Wasserflaschen mit Diesel befüllen und zeitnah in den Tank kippen. Nach dem ersten Tag dürften die ja schon locker rein passen.

Mal abwarten, was aus dem T4 Forum noch so kommt.

Nochmals vielen Dank!
1'059 Beiträge · seit 200630. Juni 2023 · #10
Gern geschehen!

Bin gespannt, für welche Route ihr euch letztendlich entscheidet und wie gut es klappt mit dem T4, wenn es denn Savuti + Moremi wird.
T4Fahrer schrieb:Wenn ich annehme, dass ich einen 20L Reservekanister dabei hattet, dann habt ihr so 110 - 130L verbraucht, ergo so 14 - 16L/100km. Hast du zum Vergleich vielleicht noch den Verbrauch auf normalen (geteerten) Straßen? Dann wäre das mal so ein grober Anhaltspunkt, um wie viel % den Verbrauch dort hoch gegangen ist.
Ja, richtig, das war bestimmt ein 20L Kanister und die ~15L/100km kommen erfahrungsgemäss auch in etwa hin. Für Asphaltetappen habe ich grad keine konkreten Anhaltspunkte zur Hand, aber ich würde mal behaupten, dass der bei diesem Hilux irgendwo um 10 - 11 L liegen dürfte. Muss ich beim nächsten Mal noch etwas genauer drauf achten, kann man ja dann jeweils nachgucken am Ende einer Etappe.
T4Fahrer schrieb:
Ich denke aber da könnten wir auch hin kommen. 95L im Tank + 20L Kanister sind schon mal nah dran. Vielleicht müssen wir uns dann noch einen Kanister mehr besorgen oder provisorisch für den Teilabschnitt etwas improvisieren und noch 2 alte 10L Wasserflaschen mit Diesel befüllen und zeitnah in den Tank kippen. Nach dem ersten Tag dürften die ja schon locker rein passen.
Mit einem zusätzlichen Kanister, also 95 + 20 + 20 sollte es wohl hinkommen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, kann man inzwischen auch in Muchenje Sprit bekommen, da könntet ihr dann auf dem Weg nach Savuti noch einmal schnell nachfüllen. 😁

Viel Spass bei den weiteren Planungen + lass dann mal hören, wie es war.

Liebe Grüsse
Sam
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