wenn man in der Muweti Lodge in Selbstversorger Chalet hat, sind ja keine Gamedrives dabei. Kann man dann mit dem eigenen Fahrzeug auf Pirsch fahren ?
Liebe Grüße
Makra
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200917. Juli 2022 ·
Hallo Makra,
nein, auch wenn Du die self-catering Chalets buchst, darfst Du nicht alleine im Park unterwegs sein.
Wir haben die Chalets innen nicht angeschaut, aber von außen machen sie einen guten Eindruck. Auch ein kleiner Pool ist dort vorhanden. Die Unterkünfte sind vielleicht 50 - max. 100 m von der Hauptlodge entfernt.
Deinen Bericht wollte ich ganz in Ruhe nachlesen und habe das gerade getan. Du hast Dich zu Beginn Deines Berichtes ja ziemlich in Understatement geübt 😉 ´Von wegen nur eine lausiger toter Elefant und so....... Das war ja dann Gott sei Dank nicht ganz so! Eure Unterkünfte hatten wir uns ja schon virtuell vor Euerer Reise angeschaut. Das sieht doch echt gut aus und passt hundert prozentig zum Schorsch und Schrorschine Geschmack 😎
Der babbelnde möchte gern Manager hätte mich auch auf die Palme gebracht !
Viele Grüße an Euch beide und allerspätestens bis Büsnau Carsten
franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Juli 2022 ·
Du lieber Schorsch, nach einer 7-wöchigen Tour durchs Wikingerland und einem ziemlichen Stolperstart in den Alltag kommt mir so eine Relaxtour genau richtig ... dachte ich 😗 Aber ganz ehrlich - du machst es mir mit meinen gemischten Gefühlen zum Kruger und drumherum auch nicht so wirklich leichter oder gar eindeutiger. Mit den Unterkünften im NP geht's uns wohl ziemlich ähnlich wie euch und bei "drumherum" ist irgendwie auch immer ein Haar in der Suppe (zu weit, zu teuer, zu groß, zu klein ...). Jetzt lass ich euch einfach mal noch ein bisschen weiter ausprobieren, denn in den Kruger geht's für uns auf jeden Fall mal wieder - und das Foxy ist schon mal notiert 😎 Grüß deine Frau - wir freuen uns sehr, euch im August zu sehen! Ingrid & Helmut
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200919. Juli 2022 ·
Hallo zusammen,
@Casimodo:
Eure Unterkünfte hatten wir uns ja schon virtuell vor Euerer Reise angeschaut. Das sieht doch echt gut aus und passt hundert prozentig zum Schorsch und Schrorschine Geschmack 😎 Der babbelnde möchte gern Manager hätte mich auch auf die Palme gebracht !
...apropos "babbeln" - jetzt bist Du ja einer von der ruhigen Sorte. Aber stell wir mal Deine Kerstin und den bayern schorsch vor - die Beiden hätten Kleinholz aus diesem Mann gemacht, das ist Dir schon klar?!!? Und ja, in Büsnau sehen wir uns am Samstag.
@Franzicke: Hallo Ingrid, schön dass Du auch mit an Bord bist. 7 Wochen Wikingerland hört sich gut an. Ich wusste gar nicht, dass Du bzw. Ihr den Norden mögt. Beim Krüger-Park brauchst Du keine gemischten Gefühle haben. Das passt schon, Ihr kennt ihn ja. Und bei der Auswahl der Unterkünfte musst Du nur ein glückliches Händchen haben.
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200919. Juli 2022 ·
unser letzter Tag in der Muweti-Lodge:
Wo geht´s hin? Natürlich zum Fluss, mal schauen, ob die Hippos noch da sind. Und schaut Euch mal das Wetter an – auch nicht besser als die Tage zuvor. Ein Mist! 😈
und schon bald nach unserer Tasse Kaffee treffen wir auf Löwen ….
und kurz danach auf Elefanten:
Unser light lunch ist auch heute wieder vorzüglich, das schmeckt hier alles sehr gut. Übrigens auch von Hardus gekocht. In der Küche war zwar eine Angestellte, aber Hardus hat uns erzählt, dass er auch für´s Kochen verantwortlich ist. Ein Tausendsassa! 😎
Diesen Nachmittag bekommen wir keinen Besuch von den Elefanten und können mal so richtig schön uns einem Mittagsschläfchen hingeben. Zum Glück haben wir nicht verschlafen, denn das hätte uns unser Guide Hardus wohl nicht so ohne Weiteres verziehen.
Fazit Muweti: top Preis-Leistungsverhältnis, gutes bis sehr gutes Essen, gutes Zelt, schöne Lodgeumgebung mit einem klasse Infinitypool. Alles picco bello sauber, da gibt es nicht das Geringste zu meckern. Das mit dem Guide Hardus ist nicht jedermanns Sache. Schorschine ist damit noch eher klar gekommen,(wie die Frauen halt so sind), ich hab da meine Probleme. Die Art, die Hardus an den Tag legte, ist – wenn man es ganz vorsichtig ausdrückt – schon sehr gewöhnungsbedürftig. In jedem Fall nix für den bayern schorsch.
Ob wir wieder kommen würden? Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer, und ja, als Ersttäter vielleicht schon, aber eine Wiederholung wird es für uns sicher nicht geben. Dazu sind wir mit dem Hardus nicht gut genug klar gekommen. Die Chemie zueinander hat einfach nicht gepasst.
Wir waren schon in etlichen „private-game-reserves“, u.a. auch gleich hier um die Ecke, im Balule in der Toroyaka Lodge. Oder wenn ich an die vielen anderen Unterkünfte im südlichen Afrika denke – da könnte und muss der gute Hardus noch ganz viel lernen. 🙁
Uns hat der Grietjie, außer das wir viele Löwen und Elefanten gesehen haben, nicht so gut gefallen. Die Gegend ist arg zugebuscht, und die Tiersichtung wird dadurch schwierig. In diesem Punkt hat aber Hardus einen guten Job gemacht. Ehre wem Ehre gebührt - beim Tiere aufspüren war er sehr gut.
Was zum Abendessen serviert wurde? Daran können wir uns nicht mehr erinnern. Ich weiß nur, dass wir uns sehr früh in unser tent zurückgezogen haben. Dort gibt´s ja auch eine kleine Terrasse, wo wir uns noch ein gutes Schöpperl genehmigt haben.
Vorher aber sind wir morgens noch mit Hardus zu einem letzten Game-Drive verabredet. Der übliche Ablauf – Kaffeetrinken am Fluss, danach game-viewing. Gesehen haben wir nicht viel, und das, was wir gesehen haben, haben wir nicht fotografiert. 🙁 Irgendwie ist mittlerweile die „Luft raus“ und wir sind direkt froh, dass wir uns nach dem Frühstück auf den Weg machen können. Ich glaub, man kann das schon zwischen den Zeilen lesen, dass wir enttäuscht waren. Hier in der Muweti-Lodge haben wir uns mehr erwartet, und es ist ärgerlich wenn man weiß, dass man es hier wirklich total schön haben könnte, wenn ….
Schwamm drüber und nicht mehr ärgern, so hieß die Devise und Hazyview ist unser Ziel. Wir fahren die paar Kilometer vor zum Gate des Grietjies und sind bald auf der R40. Klar gäbe es die Möglichkeit, auch über die Panoramaroute zu fahren, die haben wir aber diesmal ausgelassen, schließlich waren wir vor ein paar Jahren schon mal da und wir freuen uns ganz einfach auf unsere nächste Unterkunft. Das wird spannend, und auch hier sind die Erwartungen von uns sehr hoch.
Irgendwann bimmelt das Handy. 🤩 Wir schauen nach und hoffen, dass es keine negativen Nachrichten von zu Hause sind, denn man weiß ja nie. Aber nein, es ist das „The Zarafa“ das uns die heutige Dinnerkarte zugeschickt hat mit der Bitte, wir sollten uns doch dazu äußern, ob wir mit dem gemachten Speisevorschlag zufrieden sind oder ob unsere Geschmäcker möglicherweise in eine andere Richtung gehen. Denn dann würde man uns weitere Vorschläge übersenden.
Ein Blick auf die Karte und wir wussten – über das Essen brauchen wir uns schon mal keine Gedanken machen. Höchstens über etliche Kilos, die wir hier vermutlich zulegen werden.
Da läuft dir doch das Wasser im Mund zusammen, allein schon vom Lesen.
Bei der Perrys Bridge Trading Post biegen wir rechts ab auf die R536. Das ist einige Kilometer vor Hazyview, und ist die Straße zu Beginn die ersten km noch geteert, hat man die geschätzten letzten 5 km Schotterstraße. Nicht, dass wir was gegen Schotterstraßen hätten, aber diese Straße verdient den Namen Straße nicht. Eine völlig ausgefahrene pad, ein Schlagloch am anderen, wir haben für die wenigen km bald eine Stunde gebraucht. 😈 Oh je – das kann ja lustig werden wenn wir immer dann, wenn wir in den Krüger wollen, diese Strecke auf uns nehmen müssen. Wirklich übelst, aber schau ma mal …
Irgendwann hat dann auch die schlimmste Holplerei sein Ende und wir stehen vor unserer Unterkunft. The Zarafa, hier sind wir die nächsten 4 Nächte, gleichzeitig auch die letzten 4 Tage im April und der Schlussakord in diesem Urlaub:
Der Empfang ist „balinesisch“ oder so ähnlich. In jedem Fall asiatisch. Egal wo wir hinschauen, Thai-Style, Bali-Style, und alles nur vom Allerfeinsten. Die Anlage macht auf uns einen Eindruck wie damals, als wir in noch jüngeren Jahren oft in Thailand waren. Buddahs in jeglichen Größen, Statuen, Springbrünnchen, Seerosen-Teiche, verzierte Säulen, geschwungene Dächer …. Mich erinnert das schon bald an den Königspalast in Bangkok, nur etwas kleiner. 😉
Man kommt sich vor wie in Asien, ganz bestimmt aber nicht wie in Afrika. Und uns gefällt das, denn das ist nun eine Unterkunft so ganz nach unserem Geschmack. Und die hat auch genau für uns gepasst.
Wenn wir Revue passieren lassen – 5 Nächte Foxy und 4 Nächte Umoja, beides in self catering, dann Muweti mit Rundumversorgung inclusive Game-Drives, und jetzt, ja jetzt haben wir zum Abschluss nochmal eine supertolle accomodation ausgesucht. Den ganzen Urlaub möchte ich hier nicht verbringen, aber bei uns passen diese 4 Nächte hier im Zarafa perfekt und bieten eine feine Abrundung unseres Urlaubs. 🙂
Hier ein paar Bilder von der Unterkunft, teils von der Zafara-homepage runtergepflückt, teils eigene Bilder:
Hier eine Gesamtaufnahme von unserer Villa Number Two. Schlappe 200 qm, separater living-room, separater bed-room. Dazwischen ein Pool nur für uns, und der Blick über das Tal und die Berghänge ist sensationell.
Von außen macht die Villa ebenfalls keinen schlechten Eindruck:
Weiter geht´s hier mit dem Schlafzimmer:
Und dann noch das Wohnzimmer mit Bar, Kaminofen, Couch:
Da fällt nicht mal mehr dem bayern schorsch etwas ein, sonst nie mit einem Spruch verlegen, aber da haut´s einen schier um:
Nun, es soll ja eine Relaxtour sein, und hier fällt relaxen ziemlich leicht. Wir genießen unser neues „zu Hause“, auch wenn´s nur für 4 Nächte sein wird. Übrigens haben wir beim einchecken als Allererstes gefragt, wie denn das mit der Zufahrtsstraße zum Zarafa laufen soll. Na ja, so wurde uns gesagt, wir sind halt einfach nur falsch gefahren. Wir hätten nämlich die R40 bis hinter Hazyview weiterfahren sollen, und dann links hoch beim Central Marcet Hazyview, immer noch auf der R 40 bleiben. Zwar bei der Anfahrt vom Norden aus etwas länger, aber dafür alles in einem picco bello Zustand. Ja wenn wir´s gewusst hätten ….. 🤪
Der Nachmittag vergeht sehr schnell. Uns gefällt das, dieses bloße „Nichtstun“. Hier hast Du Zeit für Dich und für Dinge, die im Safarialltag oftmals zu kurz kommen, hier kannst Du in Ruhe ein Buch lesen, eine Runde im Pool drehen, oder mal auf der Liege ein Stündchen schlafen. Die Villen sind alle so angeordnet, dass keiner dem anderen reinschauen kann. Man ist also völlig ungestört und von einem wahren Blumen- und Pflanzenmeer umgeben. Klasse! 🙂
Abends geht´s dann zum Dinner. Ein unglaubliches Spektakel. Wir brauchen im Regelfall keine 2 Hauben Küche. Aber wenn es so was schon gibt, dann nehmen wir das gerne mit. Es war eine Darbietung und Anreihung von extraklasse Gerichten, perfekt in Szene gesetzt und das alles in bester Weinbegleitung. Seht selbst:
Tom Yum Suppe:
Fish-Cake:
Sorbet Limone:
Prawn Spicy:
Thai Creme Brulee:
Kleine Käseplatte:
Kleine Früchteplatte mit Pralinen, dazu für jeden einen sherry:
Ist das nicht der Wahnsinn? Wir finden, dass das schon alles sehr dekadent ist, aber wir genießen hier in vollen Zügen. Und verdrängen – sobald die Gedanken auch nur annähernd in Richtung Kilokalorien gehen, alles um uns herum.
Abends nach dem obligatorischem Barbesuch geht´s dann nur noch eine Runde in den Pool, bevor wir in unseren saubequemen Kuschelbetten von Thailand, Bali & Co träumen. 😘
na, da sind wir gespannt wie es uns in Muweti ergehen wird. Eine Challenge hab ich mir bereits vorgemerkt. Ich werde versuchen, Hardus zum Lachen oder wenigstens zum Lächeln zu bringen 😉
Das Zarafa ist der Hammer, ob man allerdings im Afrikaurlaub unbedingt asiatisches Feeling braucht, muss jeder für sich entscheiden 😗 Ausschauen tut es allemal super und essenstechnisch hättet ihr es auch schlechter antreffen können 😄 Schön,, dass ihr zum Abschluss noch richtig genießen konntet.
Hallo ihr Zwei, da steigt die Vorfreude auf Zarafa ja gleich nochmal 🙂 Wir sind zwar nur 2 Nächte als Abschluss unserer Tour dort, aber das haben wir uns dann nach knapp 3 Wochen Sanpark Unterkünften wohl auch verdient 😄 Und die richtige Anfahrt kennen wir jetzt ja auch 😉 Danke für den Tipp und wir folgen weiter.
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200921. Juli 2022 ·
Guten Morgen in die Runde,
@Dandelion Kordula:
na, da sind wir gespannt wie es uns in Muweti ergehen wird. Eine Challenge hab ich mir bereits vorgemerkt. Ich werde versuchen, Hardus zum Lachen oder wenigstens zum Lächeln zu bringen 😉
Also, liebe Kordula, lasst Euch da nicht "kirre" machen. Das sind nur und ausschließlich unsere Erfahrungen. Es kann doch leicht sein, dass Ihr den Hardus völlig anders empfindet als wir. Und vielleicht habt Ihr ja das Glück, dass auch das zweite tent belegt ist, dann ist die Situation deutlich entspannter. Und eines ist doch klar: wäre es völlig "aus dem Ruder" gelaufen, dann hätten wir Euch das nach dem Urlaub sofort gesagt. Ihr bekommt das schon hin. 😉
ob man allerdings im Afrikaurlaub unbedingt asiatisches Feeling braucht, muss jeder für sich entscheiden
... wir sind ja nicht hingefahren, weil´s asiatischen style hat. Wir sind hingefahren, weil man dort eine super Leistung bekommt. Und mit den Buddahs kann ich gut leben - waren ja schließlich durchwegs afrikanische Buddahs. 🤩
@panther: Hallo Martina und Ralf, ja - Ihr könnt Euch auf das Zarafa wirklich freuen. Schade, dass Ihr nur 2 Nächte dort seid. Wir fahren jetzt denn anfangs Oktober nochmals für 5 Nächte hin, wollen aber dann mehr Ausflüge zur Panorama-Route machen, dann den botansichen Garten in Nelspruit und auch das "Chimp Eden", etwas hinterhalb bzw. unterhalb von Nelspruit, besuchen. Ob es sich aber lohnt, dorthin zu fahren, weiß ich nicht. 😕
Und natürlich möchten wir den Service nutzen, mit einem breakfast-Packet früh morgens am Phabeni-Gate zu stehen. Hoffentlich sind dann diesmal mehr Schrankenmänner für die Abfertigung da, nicht dass wir wieder eine Stunde warten müssen! 🙁
Herzliche Grüße an Euch und bis später, der bayern schorsch
Lotusblume1'940 Beiträge · seit 200921. Juli 2022 ·
Moin Schorsch, das Zarafa hatte ich bereits auf meiner Kladde stehen und hat durch Deine Beschreibung nun ein Sternchen bekommen = wenn in der Nähe, dann unbedingt da übernachten. 🙂 Die Villa, die Deko, Pool und das viele Grün drumrum sieht tatsächlich aus, als wärt Ihr auf Bali. 😄 Wir waren vor vielen Jahren mal auf Bali und hatten eine ähnliche Villa 😛 . Hatten dies eigentlich als Relaxen nach 6 Wochen Rundreise Australien/Neuseeland gedacht, aber das Klima war unerträglich (schwül heiß), so dass wir nie wieder nach Bali (als Destination nach 3x Neuseeland) zurück gekehrt sind. 😗
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200921. Juli 2022 ·
Moin zurück, liebe Lotusblume,
das Zarafa hatte ich bereits auf meiner Kladde stehen und hat durch Deine Beschreibung nun ein Sternchen bekommen = wenn in der Nähe, dann unbedingt da übernachten. 🙂
... na das freut mich doch, dass ich Dir das "The Zarafa" ordentlich beschrieben habe. Es ist ein Genuss, für ein paar Tage in solch einer tollen Villa zu wohnen. Dort ist´s halt von der accomodation her so ganz anders als das, was wir von SA oder überhaupt vom südlichen Afrika gewohnt sind. Für uns hat´s zu 100 % gepasst.
Geht gleich weiter im RB, liebe Grüße zu Dir, 🙂 der bayern schorsch
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200921. Juli 2022 ·
Tag 2 im „The Zarafa“:
Wake up – ich schau mich ein bisschen im Gelände um. Und das, was ich sehe, das gefällt mir gut:
Das „The Zarafa“ hat nur 4 Villen, alle gleich groß, alle gleich schön eingerichtet. Und alles ADULTS ONLY. 🙂 Das haben wir schon mal gleich gar nix dagegen. Das Frühstück und auch das Abendessen findet vom Grundsatz her im Restaurant statt, wobei, wenn man möchte, das Essen auch in der Villa eingenommen werden kann. Zu diesem Zweck gibt es draußen neben dem Pool einen schönen zusätzlichen Essplatz, und wenn man tags zuvor beim Butler die Bestellung aufgegeben hat, dann wird pünktlich zur vereinbarten Zeit in die Villa geliefert.
Apropos Butler: für jede Villa steht ein „eigener“ Butler zur Verfügung. Wobei der natürlich nicht irgendwo in der Villa rumsteht – das wär ja zu blöd. Aber unser Mann, Clifford, hielt sich während den Essenszeiten immer in unserer Nähe auf und war auch nur für unseren Tisch zuständig. Wer´s braucht ….?
Wir brauchen das nicht, nehmen das Angebot aber gerne an, genauso wie wir uns an diesem Morgen das Frühstück in unsere Villa liefern lassen. Perfekt, einfach nur perfekt, und es fehlt an nichts.
Nach dem ausgiebigen Frühstück düsen wir dann los. Heute möchten wir wieder in den Krügerpark, und nachdem es am Numbi-Gate in letzter Zeit ein bisschen zu bunt zugegangen ist, sind wir über das Phabeni-Gate in den Park. Die Entfernung zu beiden Gates beträgt ca. 20 km und in knapp 20 Minuten ist man am Gate. Gut, da kann man drüber streiten, ob das weit oder nicht weit ist, für uns hat das auf alle Fälle gepasst. Es ist ja auch schließlich eine Relaxtour, also pole pole. 🙂
Das mit dem Numbi-Gate und die Überfälle auf Touristen hat uns schon ein bisschen erschreckt, aber wir sind daraufhin auch nicht durch das Numbi-Gate gefahren. Am Phabeni-Gate wurden wir freundlichst abgefertigt, zwei oder drei Schrankenwächter waren vor Ort, wir mussten nicht mal 5 Minuten warten, und schon waren wir im Park.
Uns gefällt´s hier im Krüger, und was wir noch gemacht haben – wir haben unsere heutige Tour so gelegt, dass wir um die Mittagszeit im Protea Hotel by Marriott am Krüger-Gate waren. Uns hat dieses Hotel schon zu Hause ziemlich angefixt, denn der Preis ist sehr günstig und die Lage, direkt thronend über dem Sabiefluss, einzigartig schön. Auch die unmittelbare Nähe zum Krüger-Gate ist unschlagbar. Näher geht nicht, das Gate ist sogar vom Hotel aus zu sehen. Wir bekamen durch eine Angestellte des Hauses eine extra Führung (!!!) durch die Anlage, das hat uns sehr gut gefallen und die Dame war superfreundlich.
Im Anschluss an unseren Rundgang bzw. die Besichtigung haben wir ein ganz leckeres Pizza (eins zusammen !!!) zu uns genommen und uns die ganze Szenerie an der Pool-Area angeschaut. Zweifellos ist dieses Haus ein schönes Haus, aber groß. Viel zu groß 😈 und für unsere Begriffe hat das dort nichts mit Erholung und Relaxen zu tun. Da sitzt Du mit Blick über den Sabie in richtig schöner Umgebung, aber um dich herum wuselt es nur so von Leuten. 😈 Jede Menge Kid´s, dazu der entsprechende Lärmpegel. 😈 Hier geht´s richtig rund und für uns wär das nix. Was sind wir froh, mit dem Zarafa eine kleine und feine Unterkunft zu haben.
Anschließend sind wir wieder durch das Krüger Gate in den Park und beim Phabeni-Gate wieder rausgefahren. Die Sichtungen waren nicht nennenswert, und Elefant Nummer 1.000 muss man hier nicht posten, da gibt´s genug schönere und bessere Eli-Bilder.
In Hazyview sind wir noch in den Supermarkt und haben uns mit Kleinigkeiten eingedeckt. Ein bisschen Biltong, ein bisschen Wein, ein bisschen Peaceful Sleep, na ja so das Übliche halt. Das Abendessen war auch heute wieder der Brüller, um die 5 oder 6 Gänge – wir sind nicht verhungert. 🤢 🤩 😄
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200922. Juli 2022 ·
Tag 3 im „The Zarafa“:
Heute wird wieder „ganz normal“ im Restaurant gefrühstückt und wir stellen fest, dass die Gäste der anderen Villen alle schon längst on the road sind. Teils im Krügerpark, teils auf der Panoramaroute.
Hier im „The Zarafa“ gibt es zwei Besitzer bzw. Inhaber, nämlich einen Südafrikaner namens Pieter und einen Engländer namens Berrie (oder Bary). Zwei wirklich ganz reizende Menschen, mit denen wir beste conversation, gepaart mit viel Freude und Heiterkeit, hatten. Die Beiden haben uns viel erzählt. Von sich, von der Welt und überhaupt vom Leben als solches. Und was uns natürlich interessiert hat, wie zwei in unseren Augen normale Menschen dazu kommen, hier mitten in Afrika einen balinesischen Tempelpalast hinzustellen.
Nun, die beiden Herren sind verliebt. Und zwar verliebt (wohl ineinander) aber auch in die asiatische Lebensphilosophie. Und natürlich wollten wir wissen, wie man zu dieser extravaganten Einrichtung hier in den Villen und in der Lodge komme? 😮 Ganz einfach – man fliegt nach Bali und kauft dort innerhalb von zwei Monaten zwei oder drei Container von dem ganzen Buddha-Zeugs, lässt es nach Afrika verschiffen und rucki zucki ist hier die Bude eingerichtet. Berrie hat uns dann noch erzählt, wie die Einheimischen hier vor Ort, also die Hazyviewer, geschaut und gestaunt haben, als die ersten Buddah-Statuen vom LKW gehoben wurden. Und er hat das in einer Art und Weise erzählt, dass wir uns gebogen haben vor Lachen. Zwei äußerst sympathische Menschen. 🙂 🙂 🙂
Nachdem wir heute einfach keine Lust hatten, in den Krüger zu düsen, sind wir in die andere Richtung und haben einen kleinen Ausflug gemacht. Und zwar sind wir zu den BRIDAL FALLS gefahren, auch im Nachhinein durchaus einen Ausflug wert. Zunächst geht es vorbei an zahllosen Bananenplantagen und wir sehen zwischendrin ganze Alleen von herrlich blühenden Jakarandabäumen
und nach ungefähr einer Stunde Fahrtzeit ist man dann schon da, wobei es die letzten Kilometer durchaus in sich haben. A very bad road, richtig bad, aber dann wird man mit diesem Blick entlohnt:
Der Eintritt kostet, falls ich mich recht erinnere, 10 Rand pro Person, und wir waren außer einem weiteren Auto die einzigen Gäste. Ein kurzer und einfacher Weg führt ca. 15 Minuten lang durch schöne, dschungelartige Landschaft (festes Schuhwerke würde ich empfehlen), und dann ist man an den Fällen. Schon imposant, wenn die Wassermassen bald 70 Meter in die Tiefe stürzen. Immer wieder schön, so etwas zu sehen. Zwar nicht groß spektakulär, aber ganz nett.
Wir treten wieder den Rückzug an. Es gäbe grad in der Gegend noch etliche Wasserfälle zu bestaunen, aber erstens haben wir die meisten davon schon gesehen und zweitens sind wir heute mal so richtig träge und faul.
Was kommt einem da mehr entgegen als unser Heim im „The Zarafa“. Haben wir uns noch überlegt, in Hazyview irgendwo einen kleinen lunch zu uns zu nehmen, steht ein viel besserer Entschluss fest. Wir lassen uns im Zarafa ein light lunch in unsere Villa bringen und vertrödeln so mal den kompletten Nachmittag. Und was soll ich sagen – es war einfach nur schön, zumal ja mittlerweile auch das Wetter einigermaßen mitgespielt hat. Wir bestellen einen bunten Salat, getoppt mit ein paar schönen Garnelen, dazu eine Flascherl Weißwein – so lässt sich´s aushalten. 😉 🙂
So vergeht der Nachmittag wie im Flug, und abends ist dann auch schon wieder Dinner-Time. Auch heute ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Wie die einzelnen Gerichte geheißen haben, wissen wir heute nicht mehr, aber geschmeckt hat alles ganz vorzüglich. Zumindest ein paar Bilder haben wir mitgebracht:
Pappsatt und komplett zufrieden geht´s wieder in unser Kuschelbett und für morgen haben wir uns vorgenommen, einen ganzen Tag in den Krügerpark zu fahren. Zu diesem Zweck bestellen wir das Frühstückspacket bei unserem Butler Clifford, der uns bestens berät, was wir alles im Packet mitnehmen sollen. Ein lieber Bursche ist das, und wir verabreden uns für 05:30h, denn um 06:00 Uhr öffnet das Tor zum Park. Wir sind gespannt, ob der gute Clifford um diese Zeit schon auf den Beinen ist. 😉 😕 😮
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200923. Juli 2022 ·
Tag 4 und unser letzter Tag hier im „The Zarafa“:
man erinnert sich:
Wir sind gespannt, ob der gute Clifford um diese Zeit schon auf den Beinen ist. 😉 😕 😮
… und ob er pünktlich ist, der Clifford. Wir haben das Eingangstor unserer Villa noch gar nicht ganz aufgemacht, da steht er schon da – diesmal nicht in seiner Butler-Kluft, sondern ganz sportlich in beigefarbenem Outfit, auf dem Kopf ne Baseball-Kappe, und strahlt uns über beide Ohren an. Er drückt uns das Breakfast-Packet in die Hand und wünscht uns einen schönen Tag – und viele Löwen, und viele Elis, und vielleicht auch einen Leo. Na - schau ma mal. 😉
Wir fahren durch Hazyview und wundern uns über den starken Verkehr. Hier ist frühmorgens schon der Teufel los, aber wir kommen gut voran und stehen dann auch bald vor dem Phabeni-Gate. Wobei „vor dem Gate“ schon etwas übertrieben ist. Mindestens einen km davor 😈 , denn man muss sich vorstellen, waren vor zwei Tagen noch 3 Schrankenwächter am Gate gestanden, war es heute nur noch einer, weil vor 2 Tagen dort so wenig los war. Also hat man ein paar Schrankenmänner in Urlaub geschickt, und nun ist nur eine Schranke als Durchgangsschranke befahrbar. Ja Leute, sind denn die noch ganz knusper? 😈 🤩 😈
Heute ist doch Samstag, und Samstag ist ein guter Tag für einen Südafrikaner, in den Krügerpark zu fahren. Wir fassen es nicht, und warten, und warten, und warten. Bestimmt insgesamt eine geschlagene Stunde. Auch sowas ist relaxen, wenn auch von seiner schlechten Seite:
Wir fragen uns natürlich – denn Zeit hatten wir ja zur Genüge – wieso solch kleine Dinge einfach nicht funktionieren. Wieso schickt man etliche Leute von den Schrankenwächtern nach Haus und hat dann am Samstag EINE (!!!) Schranke auf? Da kannst Du nur den Kopf schütteln. Und sowas mit „that´s africa“ abzutun, da tut man sich zu leicht. Eher würde ich sagen: „that´s SAN-Parks“. 🙁
Irgendwann sind wir dann im Park. Ja – wir haben uns das ja ganz anders vorgestellt. 6.00h als mehr oder weniger „ERSTER“ rein in den Park, und nach 5 Minuten liegt der erste Löwe prall auf der Teerstraße. Von wegen ….
Aber dafür haben wir eine Warzensau gesehen. Und was für eine:
Zwischendrin dann wieder Spuren von Elefanten, die anscheinend eine Freude dran haben, Durchfahrten zu blockieren:
Und dann haben wir noch ein paar Affen im Visier:
Ich muss schon zugeben – d.h. nein nicht ich muss zugeben sondern meine Schorschine – dass sie keine all zu fleißige Knipserin ist. 🙁 Knipsen macht Schorschine, Filmen macht der Schorsch. So ist die Arbeitsteilung, wobei die Schorschine das nicht unbedingt wortwörtlich nimmt. Ich sag ja dann schon gar nichts mehr, denn wenn ich so aus dem Augenwinkel rüberschau auf den Beifahrersitz, dann freut es mich riesig, wenn ich meine Schorschine sehe 😘 , wie die sich an jedem Tier erfreut, ohne permanent mit der Kamera loszuschießen. Beneidenswert, wenngleich beim Reiseberichtschreiben etwas ärgerlich, da man halt nicht all zu viel Bilder hat. 🤨
Egal – wir schaffen´s auch ohne Bilder und siehe da, wir sind schon bald im Pretoriuskop-Camp gelandet. Hier nehmen wir auf den Besucherbänken unser Frühstück zu uns. Es ist alles im Picknick-Rucksack, was man sich nur vorstellen kann. Eier, Schinken, Brot, Wurst, Marmelade, alles ist da, was gut ist. Dazu Kaffee, eine Flasche Wasser, Besteck und Porzellanteller. Geht nur noch die Flasche Prosecco 😉 ab, dann wär es gleich überhaupt nicht mehr zu toppen. Klasse ist das, was wir alles aus dem Korb zaubern, da hat sich Clifford alle Mühe gegeben.
Der nötige Toilettengang muss sein, schließlich darf man ja nicht draußen im Busch, was uns deutlich lieber wäre. Na ja – es geht so einigermaßen. Ich hab schon schönere WC´s gesehen, aber zur Not …..
Man muss wissen, dass das Pretoriuskop-Camp eines der ältesten Restcamps im Krügerpark ist. Da kann nicht mehr alles „glänzen“, und trotzdem macht die Anlage auf uns einen gepflegten und freundlichen Eindruck, wobei uns in der Hochsaison der Menschauflauf viel zu groß wäre. Schätzungsweise 50 Campingplätze und 50 Bungalows 🤩 🤩 🤩 , da kann man sich vorstellen, was hier los ist, wenn die Massen unterwegs sind. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass im Camp ein sehr schöner Swimmingpool sein soll. Beim nächsten mal sollten wir die Badehose einpacken und dort beim Pool unser Frühstück einnehmen, das wäre vielleicht schöner als vorne bei den Besucherbänken direkt neben der Toilettenanlage.
Wir düsen weiter, und haben bald schon eine Tüpfelhyäne vor der Linse. Ich find, dass diese Hyäne regelrecht hübsch aussieht ….
…. und kurz vor dem Phabeni-Gate ist uns dann noch dieser stolze Saddle Billed Stork über den Weg gelaufen.
So war das mit unserem letzten Tag im Krüger. Frühzeitiges Aufstehen bedeutete in unserem Fall langes Warten am Gate, und das hat uns massiv geärgert. 🙁 😈
Trotzdem ist der Krüger, und da gibt´s nix dran zu rütteln, immer wieder eine Reise wert. Wir waren nun schon häufig hier im Park, und jedesmal war es anders. Hier ist halt kein Zoo, hier brauchst Du Glück. Wir würden lügen wenn wir behaupten, wir brauchen keinen Leo. Natürlich hätten wir den auch mal ganz gern, aber wir sind in der Tat mit jedem Zebra und jeder Antilope einverstanden.
Uns freut die Landschaft, uns freuen die Tiere, für uns ist dieses langsame Rumgegurke im Park eine Wohltat, da lassen wir unsere Seelen baumeln und wir sind wirklich dankbar, dass wir so schöne Urlaube überhaupt erleben dürfen. Und wenn wir dann abends noch eine tolle Unterkunft haben, dann passt das für uns perfekt und wir waren, grad auch mit der jetzigen Unterkunft, dem „The Zarafa“ sehr zufrieden.
Unser Dinner haben wir abends wieder auf der Außenterrasse des Restaurants eingenommen. Schön, schön, schön …..
Nach dem Abendessen wurden wir dann noch von den Herren Berrie and Pieter zu einem Gin-Tonic 🙂 eingeladen. Wir haben uns über diese Geste sehr gefreut, zumal der Gin-Tonic nicht einfach an unseren Tisch gebracht wurde, sondern wir wurden zum Barbesuch eingeladen, wo wir zwischen 10 verschiedenen Sorten Gin wählen durften. Das hat dann doch etwas länger gedauert als gedacht, denn die beiden Männer sind große Geschichtenerzähler, die uns allesamt sehr gut gefallen haben.
Morgen ist Abreisetag, da gibt´s nicht mehr viel zu berichten, allerdings möchte ich zum Ende ein kurzes Fazit einerseits und einen Ausblick in die Zukunft andererseits loswerden.
bayern schorschThemenstarter3'387 Beiträge · seit 200924. Juli 2022 ·
01.Mai 2022 Heimreise
Heute geht es also wieder nach Hause. Wir sind darüber nicht traurig, denn wir haben es auch zu Hause schön und wir freuen uns immer wieder auf´s nach Hause kommen. Zwar könnten wir schon nach einer Woche wieder die Koffer packen, aber so einfach ist da ja nun auch wieder nicht.
Unser Heimflug mit der „air-france“ war, wie schon der Hinflug, sehr relaxt und bequem, dazu noch pünktlich und selbst vom Champagner waren noch ein paar Gläschen übrig. Das hat alles gepasst und die „air-france“ würden wir immer wieder nehmen. Das hab ich aber schon am Anfang des Berichtes erwähnt.
Zu den Unterkünften:
Foxy Retreat an der Crocodile Bridge geben wir eine glatte 1. Hier hat ALLES gepasst. Die Wirtsleute, das Personal, das Häuschen, alles war so, wie man sich eine schöne Selbst-Versorger-Unterkunft vorstellen kann. Foxy heiß für uns self-catering - very easy.
Umoja Silonque, da wäre die Benotung eine 3, gedacht als Durchschnittsbewertung. Das Häuschen war sehr schön, für eine große Familie wie geschaffen, aber die Entfernung zum Krüger war uns zu weit. Auch die Schlüsselübergabe ist für uns ein „no go“, und ein Nachteil ist – auch wenn man sich daran gewöhnt – die fehlende Autarkie. Wenn hier permanent das Licht ausgeht, und das zur Hauptzeit, wo man das Licht brauchen würde, dann ist das nicht gut. Aber auch kein Grund, eine schlechte Bewertung zu geben. Darum eine 3, denn 3 ist ja nicht schlecht.
Muweti, das war jammerschade, dass wir mit dem Guide Hardus keine Stimmung hinbekommen haben. Die Lodge selbst ist sehr schön, das Essen sehr gut, nur eben die „Rundumbetreuung“, die oftmals regelrecht aufdringlich war, die hat uns nicht gepasst. So eine kleine Lodge steht und fällt mit dem Guide, denn dem bist du mehr oder weniger ausgeliefert. Und wenn das nicht passt, dann hast du ein Problem. Tiersichtungen waren in Ordnung, mehr aber auch nicht. Note höchstens eine 3, da bin ich aber noch gut aufgelegt.
The Zarafa war für uns eine Oase der Erholung. Uns ist das egal, ob asiatisch oder afrikanisch oder von uns aus auch chinesisch. Passen muss das Ganze, und das tut es dort. Noch dazu zu einem Preis / Leistungsverhältnis, das seinesgleichen sucht. Wenn die Inhaber meinen, sie möchten das alles in Bali-Style einrichten, dann hab ich nichts dagegen. Zumal es nicht kitschig, sondern wirklich sehr sehr gediegen war. Die Villa war ein einziger Traum, hier geben wir wie dem Foxy (obwohl in keinster Weise vergleichbar) ebenfalls die glatte 1.
Was bringt die afrikanische Reise- Zukunft?
Das ist schnell gesagt, denn wir werden Ende September / anfangs Oktober eine ähnliche Reise hinlegen wie die jetzige.
Da wird der Erholungsfaktor dann noch höher eingestuft werden. Wir freuen uns auf alle Fälle. Idealerweise ist unsere Wildcard für ein Jahr gültig, d.h., dass wir die Eintritte für die Parks schon mal bezahlt haben. 🙂
Nächstes Jahr steht dann (endlich) wieder Namibia in der Warteschleife. Eine Tour von Kapstadt hoch nach Windhuk, und das in knapp 3 Wochen mit unseren lieben Trauzeugen, die letztes Jahr Namibia anlässlich unserer Kalahari-Hochzeit lieben gelernt haben.
Auch das wird bestimmt ein Brüller, und wir werden hoffentlich auch diese Tour in vollen Zügen genießen dürfen. Wir haben jedoch das Gefühl, dass uns Namibia dann für längere Zeit ein letztes Mal sehen wird 🙁 , denn die Preisentwicklung gefällt uns überhaupt nicht. Wir beobachten das seit Jahren und können oft nur noch den Kopf schütteln. Einstmals günstige (ich sage nicht billige) Unterkünfte kosten heute ein kleines Vermögen und wir werden nicht bereit sein, diese horrenden Preise zu akzeptieren. Da können und wollen wir nicht mehr mitmachen und wir sind über diese Entwicklung schon ein bisschen traurig, ist doch Namibia das Land, mit dem wir unsere schönsten Urlaubsträume verbinden. (und das nicht nur wegen unserer Hochzeit im letzten Jahr in der Kalahari)
Dann kommt noch dazu, dass in letzter Zeit die Flugpreise regelrecht explodieren, und hast du mal einen guten Preis, dann kommt bestimmt eine Zeitverschiebung von etlichen Stunden. Irgendwie wird uns das langsam zu blöd, auch jetzt im Herbst sind wir wieder von einer 5-stündigen (!!!) Verschiebung betroffen. 🙁
Diesmal ist es bei uns die BA, und die Herrschaften tun sich ja leicht, denn klar kann man in einem solchen Fall als Kunde stornieren, dann ist aber der neue Preis um viele Euros höher. Wir finden das nicht gut, denn die Airlines schließen mit dem Fluggast einen Vertrag ab, der ja auch sofort zu Zahlung fällig ist. Und dann halten sich diese Vollpfosten nicht an den Vertrag?!? Ein Unding, und das passt uns überhaupt nicht. Und dann versucht man, sich mit diesen Fluganbietern in Verbindung zu setzen. Da braucht es schon einen langen Atem, (und Nerven wie Drahtseil) bis man endlich jemand an der Strippe hat. Was - gerade auf dem Flugsektor - heute alles abläuft, ist unglaublich und bodenlos.
Über die vermissten und nicht auffindbaren Koffer möchte ich mich ja erst gar nicht lang auslassen. Aber wenn man sich vorstellt, dass man heutzutage schon beim Packen genau überlegen muss, was ins Handgepäck dringend gehört und was in den Koffer, dann fällt dir doch dazu nichts mehr ein. Und wir lassen das einfach so mit uns geschehen?!? Ein unsägliches Drama- 😈
Ja und dann noch die Leihwagenpreise. Unglaublich, aber wahr. Es werden astronomische Preise mittlerweile verlangt, und uns ist für die nächstjährige Tour sogar während wir mit unserem Anbieter verhandelten, der Preis „mir nichts dir nichts“ um 15 % angehoben worden. Da hat alles Jammern keinen wert. Entweder du akzeptierst das, oder du bleibst zu Hause.
So - genug gejammert und balabert - hilft ja alles nichts, denn wenn der bayern schorsch nach Namibia will, dann muss er all diese üblen Nebenschauplätze über sich ergehen lassen. Oder er bleibt zu Hause, und das will er halt auch nicht. 🙂
Aber – schau ma mal …. – vielleicht ergibt sich ja alles doch ein wenig anders als man denkt und vielleicht kommt ja doch irgendwann mal der ein oder andere Anbieter, sei es die Airline, der Autoverleiher oder auch die accomodation, vom hohen Ross herunter. Vielleicht kommen wieder mal die Zeiten, wo man für Geld auch einen Service bekommt. Manchesmal denke ich mir, Service ist für Viele in der Reisebranche ein Fremdwort. Aber könnte ja sein, dass schon bald ganz andere Zeiten kommen. Wer weiß …..
Allen Begleitern lieben Dank für das Interesse an diesem Reisebericht und ebenso allen Danke-Button-Drücker. 🙂 Ich weiß, dass eine Krügerrunde nicht sehr spannend ist, hoffe aber trotzdem, dass der ein oder andere etwas für sich rauslesen konnte. 😉
herzlichen Dank für deinen Bericht. Wir konnten, angefangen mit der Fahrzeugübernahme bis hin zu den einzelnen Unterkünften, viele Informationen für unseren bevorstehenden Urlaub notieren und freuen uns umso mehr auf die Reise 🙂 Bei deinen Überlegungen im Schlusswort kann ich dir in vielen Punkten zustimmen, es wird immer teurer und komplizierter mit dem Reisen, aber klar, daheim bleiben möchten auch wir nicht. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.
Lotusblume1'940 Beiträge · seit 200924. Juli 2022 ·
Lieber Claus,
herzlichen Dank für den schönen Reisebericht, sehr gerne habe ich Euch virtuell begleitet.
Ganz besonderen Dank für Deine Worte zu Airlines / Mietwagenverleiher und Unterkünfte. Du sprichst mir aus der Seele. Wie in meinem letzten Reisebericht bereits erwähnt, werden auch wir die nächsten Jahre, aus den von Dir genannten Gründen, Namibia nicht mehr bereisen. 🙁 Ich zitiere mich selbst: Und es gibt noch viele andere tolle Länder auf unserer wunderschönen Erde, die wir gerne neu entdecken oder ein 2., 3. oder 4. Mal besuchen möchten.
Nun freue ich mich auf Eure nächste Relax-Tour. Für uns gehts auch Ende September nach Südafrika - eine "Genuss-Tour" ans Westkap. 😎