Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200919. Juni 2022 · #21
Hallo Caroline,
wie schön, dass Du mitfährst und danke für Deine Zeit, insbesondere wenn ich gerade wieder sehe, wie viele tolle Reiseberichte hier gerade parallel laufen. Danke auch für Deinen Kommentar, das motiviert mich immer zusätzlich.
Ich würde immer, immer eine Individualreise mit meinem Mann vorziehen, da aufgrund meiner Erfahrung diese für uns einfach so viel schöner waren, aber manchmal geht es halt nicht, aber dazu hatte ich ja schon geschrieben und da ist es halt wirklich gut, wenn man die Möglichkeit hat, auf diese Weise etwas Neues kennenzulernen.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag.
Liebe Grüße Sabine
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200921. Juni 2022 · #22
Tag 6 - Arusha - Karatu Ein eher unspektakulärer Reisetag und der Guide stellt die Reiseroute vor
Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es heute Morgen in unserer Gruppe die ersten Klagen über Magenprobleme.
Sind Magenprobleme zuhause schon nicht erstrebenswert, sind sie auf einer Reise mindestens unangenehm. Auf einer Gruppenreise, die einem vorgegebenem Zeitplan folgt und bei der man nicht einfach eben individuelle Umstellungen vornehmen kann, sind sie zudem mehr als hinderlich. Kommt dann noch die Kombination Gruppenreise und Safari zum Tragen, kann dies für den Betroffenen durchaus zu Situationen führen, die man sicherlich nicht selbst als direkt Betroffener erleben möchte. Während einer Safari ist es nun einmal nicht möglich, jederzeit das Fahrzeug zu verlassen.
Ich habe mir vorgenommen, weiterhin meine Finger von ungekochtem/nicht gegartem und geschältem Essen zu lassen. Eiswürfel sind ohnehin ein No-Go für mich. Ob ich damit verschont bleibe, weiß ich nicht, aber ich tue mein Möglichstes mit diesen einfachen Vorsichtsmaßnahmen, um unvermeidliche Situationen zu vermeiden.
Im Programmheft für den heutigen Start in den Tag lese ich unter der Überschrift “Am Fuße des Mount Meru“: Nach einem gemütlichen Frühstück geht es auf Erkundungstour. Exotische Flora, so weit das Auge reicht und als Hintergrundmusik zahlreiche zwitschernde Vögel. Wenn sich dann auch noch der Mount Meru zeigt, dann ist der Hintergrund perfekt. Aber auch ohne wird es Sie verzaubern.
Ich frage mich, wo wir die exotische Flora und die zahlreichen zwitschernde Vögel mit dem sich möglicherweise im Hintergrund zeigenden Mount Meru erleben werden. Gleich nach dem Frühstück erhalte ich die Antwort: auf dem Gelände der Lodge. Okay, irgendwie hatte ich anderes erwartet, aber zugegebenermaßen lässt die Beschreibung großen Interpretationsraum und es steht nichts Falsches im Programmheft.
Wir laufen über das sehr weitläufige Gelände und passieren einen Bereich, auf dem Backsteine gebrannt werden. Der Pfad führt an dem zur Lodge gehörenden See vorbei, den Mount Meru sehe ich nicht, zwitschernde Vögel sind genauso viel und genauso wenig gegenwärtig wie die Tage zuvor. Im dunklen Dickicht der Bäume tummeln sich Colobusaffen und Blaumeerkatzen, ich bekomme jedoch davon keine wirklich vernünftigen Fotos zustande. Wenigstens gelingt mir noch ein schönes Bild eines Schmetterlings, an einer Spinne in beachtlicher Größe muss ich vorbei gelaufen sein, sehe diese dann aber später auf dem Handybildschirm eines Mitreisenden.
Das Essen in dieser Lodge finde ich hervorragend, so auch wieder das heutige Mittagessen, das wir an einem überdachten Platz mit wunderschönem Seeblick einnehmen.
Mit gut gefülltem Magen, zumindest ist das bei mir der Fall, starten wir in unseren zwei Fahrzeugen Richtung Karatu. Die Straßenszenen, die sich mir beim Blick aus dem Fenster bieten, sind so ganz neu für mich, so etwas habe ich auch bisher nicht im südlichen Afrika gesehen. Der ganze Hausstand wird direkt an der Straße angeboten, sogar Särge kann man neben der Fahrbahn erstehen. Der Verkehr hat es in sich, hier möchte ich definitiv nicht selbst fahren und stelle fest, dass ich allergrößten Respekt vor den Touristen habe, die sich in dieses Abenteuer stürzen.
Nach gut 3,5 Stunden Fahrt, währenddessen ich bei Gesprächen die beiden anderen Paare im Fahrzeug noch etwas näher kennenlerne, erreichen wir Karatu.
Die nächste Nacht verbringen wir in der Highview Coffee Lodge, die über 8 Zimmer in Doppelbungalows verfügt und inmitten einer Kaffeeplantage liegt. Insgesamt eine schöne Anlage mit gepflegten Zimmern. Wir werden von 4 tanzenden und Sprünge vorführenden Maasai begrüßt. Sicherlich nett gemeint, aber dieses Tourispektakel ist so ganz und gar nicht meins und ich bin heilfroh, als die kurze Vorführung endet.
Nachdem ich das Zimmer bezogen habe, laufe ich noch ein wenig auf der Anlage umher, mache ein paar Bilder und schon ist Zeit zum Abendessen, das in einem separaten Zelt serviert wird. Ich bin hellauf begeistert, von dem aus kleinen Perlen gefertigten Chamäleon, das als Deko seinen Platz auf dem Tisch gefunden hat.
Nach dem Essen stellt uns Moses die Route unserer Reise vor, die ich aus dem Effeff aufsagen könnte. Er kommt mit der Vorstellung nur bis zur zentralen Serengeti, also genau genommen bis zum übernächsten Übernachtungsort, wo er 3 Nächte in Folge ankündigt, bis ich ihn das erste Mal unterbreche. Nein, wir werden dort nur zwei Nächte bleiben, um im Anschluss in die nördliche Serengeti zu fahren. Ich kann einfach nicht schweigen, denn ist doch die nördliche Serengeti für mich einer der beiden Hauptgründe für diese Reise. Ich habe Bedenken, dass der Reiseplan ohne mein Wissen umgeworfen wurde. Okay, wir einigen uns nach kurzem Hin und Her auf meine Aussage, also auf 2 Nächte. Geht doch.
Leider muss ich ihn dann bei einem der nächsten Unterkunftstopps schon wieder korrigieren. Will er uns doch in das Halisi Natron Camp verorten. Wenige Tage vor Abreise erhielt ich einen Anruf vom Veranstalter, der mir mitteilte, dass sie eine Umbuchung haben vornehmen müssen von dem ursprünglich gebuchten Halisi Natron Camp in das Lake Natron Camp. Ich erhalte diesmal Zustimmung der anderen Teilnehmer, denn auch diese können sich an den Anruf mit einer Umbuchungsmitteilung, wenn auch nicht an den Namen des Camps, erinnern.
Moses erwähnt dann eine andere Lodge, in der Lake Natron vorkommt, aber nicht das Lake Natron Camp. Ich beharre mehrmals darauf, aber ich habe den Eindruck, er hört nicht zu oder will nicht zuhören, wieso sollte ein Gast das auch besser wissen als der Guide …. Welche Folgen dies später noch mit sich bringen wird, ahne ich in diesem Moment noch nicht. Was ich jedoch ahne, soviel Widerspruch eines Gastes ist unser Guide sicherlich in der Regel nicht gewöhnt.
Wieder einmal konnte ich nicht so recht aus meiner Haut heraus, die, die schon die eine oder andere individuelle Reise selbst geplant hat.
Mein Auftritt hat nun zur Folge, dass ich die nächsten Tage von Mitreisenden des Öfteren nach dem Tagesziel gefragt werde und auch schon einmal um Bestätigung des von Moses angekündigten Plans.
So geht ein recht unspektakulärer Reisetag zu Ende.
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200924. Juni 2022 · #23
Tag 7 - Karatu - Ngorongoro Conservation Area Eine gute Tat, ein Kindergartenbesuch und ein berühmtes Grab
Die Magenprobleme haben mittlerweile ihren Einflussbereich signifikant ausgeweitet. Wenn ich es richtig sehe, ist die Zahl derer, die noch nichts haben - mich zum Glück eingeschlossen - deutlich kleiner als die Zahl derer, die sich mit dem Übel herumschlagen, sogar das Wort Fieber kommt mir zu Ohren. Auch in dem Fahrzeug, in dem ich sitze, geht es zwei Personen ziemlich schlecht und wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist mindestens eine weitere auch betroffen, wie stark, weiß ich allerdings nicht.
Das hält uns aber nicht davon ab, mit einer guten Tat in den Tag zu starten. Die Gruppe pflanzt einen Kaffeestrauch, besser gesagt, die Gruppe schaut überwiegend zu, während wir den frisch gebackenen Abiturienten die Arbeit verrichten lassen. Schön, wenn sich das Jungvolk nützlich macht und das auch scheinbar noch mit großer Freude. Jede Gruppe des Veranstalters, die auf der Highview Coffee Lodge übernachtet, kommt in den Genuss dieser Pflanzaktion und darf dem Strauch nach getaner Arbeit einen Namen geben. Schnell einigen wir uns darauf, dass der Strauch den Namen des jüngsten Reiseteilnehmers tragen soll, schließlich hat dieser auch die meiste Arbeit verrichtet.
Eine ältere Maasai Frau hat derweil auf einem kleinen Tisch ihr Portfolio aufgebaut und ich erspähe die Chamäleons, die bei mir am Abend zuvor helle Begeisterung ausgelöst haben. Leider hat sie nur zwei davon im Angebot, ich erstehe beide. Meine Freude ist groß.
Dann fahren auch schon unsere Transportmittel vor: sechs blaue Tuk-Tuks. Als einzige Einzelreisende teile ich mein Vehikel mit Moses. Unser Ziel ist der Amani-Kindergarten, der von unserem Veranstalter unterstützt wird. Wir fahren durch Wohngebiete, die mir wieder deutlich vor Augen führen, in welchem Luxus wir leben. Während der etwa 20-minütigen Fahrt sehe ich keine weiteren Touristen, mir scheint, als bewegen wir uns gerade weit abseits der üblichen Touristenpfade. Moses ist in Plauderlaune, erzählt mir von seiner Familie und stellt mir die Frage nach meinem Familienstand, die ich wahrheitsgemäß beantworte. Die darauf folgende Frage macht mich allerdings sprachlos. Moses fragt mich, ob mein Mann mir tatsächlich erlaubt hätte, die Reise alleine zu machen. Zum Glück haben wir unser Ziel erreicht und ich kann aussteigen.
Im Amani Kindergarten wird den Kleinen Geborgenheit gegeben und frühkindlicher Unterricht in Lesen und Schreiben erteilt. Die Kleinen schauen uns neugierig aus ihren Augen an, einige von ihnen tragen eine Mütze, wir sehr wünsche ich ihnen eine gute Zukunft. Wir erfahren, dass viele der Kinder bei ihren Großeltern leben, weil sich die Eltern nicht um sie kümmern (können). Speziell diese - in diesem ohnehin schon armen Land - noch mehr benachteiligten Kinder werden hier unterstützt, indem man ihnen eine gute Basis für Bildung ermöglicht. Mir fällt auf, dass die Kleinen ausgesprochen liebevoll und freundlich miteinander umgehen.
Wie beim Schulbesuch vor wenigen Tagen freuen sich die Kinder, möchten, dass ich sie fotografiere und ihnen anschließend die Fotos auf dem Bildschirm zeige. Wieder fühle ich diese Traurigkeit, dass ich keine Bilder für die Kleinen hier lassen kann. Diese wollen mich gar nicht mehr gehen lassen. Ich stehe noch mitten im Pulk, meine Mitreisenden und auch Moses haben schon längst den Raum verlassen. Als ich vor die Tür trete, ist niemand mehr da. Zum Glück kann ich mich noch an den Weg erinnern und so laufe ich ein ganzes Stück ganz allein zwischen den Hütten zurück zu dem Platz, wo wir zuvor ausgestiegen sind. Dort stehen Moses und meine Mitreisenden. Ich sage Moses, dass ich das nicht gerade nett fand, mich alleine zurück zu lassen und gebe ihm zu verstehen, dass meine Erwartung war, dass er auf mich wartet oder mir zumindest Bescheid gibt, dass wir jetzt zurück gehen müssen. Wie schon zuvor, höre ich kein Wort der Einsicht, sondern nur eine Erwiderung wie „ich hätte ja den Weg zurück gefunden“.
Unsere Fahrer sind mittlerweile auch eingetroffen und wir fahren Richtung Ngorongoro Conservation Area. Auf einer Picknick Area verspeisen wir unser mitgeführtes Lunchpaket, die Rohkost lasse ich wieder unberührt, ich möchte mich ungern in die Reihen derer einreihen, die sich bereits mit teilweise heftigen Magenproblemen herumschlagen.
Wir halten an einem Viewpoint, von dem sich ein spektakulärer Blick in den tierreichen Ngorongoro Crater eröffnet. Ich habe gelesen, dass die Sicht oft durch Nebel beeinträchtigt ist, so auch bei uns. Während ich nach unten schaue und versuche Tiere zu erspähen, merke ich, wie sehr ich mich auf unseren morgigen Besuch im Krater freue.
Nicht weit entfernt vom Viewpoint halten wir kurz am Grab von Michael Grzimek und Prof. Bernhard Grzimek. Aufgrund der Gefahr durch Wildtiere ist das Aussteigen hier leider verboten. Michael Grzimek wurde keine 25 Jahre alt. Er stürzte nach einem Zusammenstoß mit einem Geier mit seiner Dornier im Zebralook über der Serengeti ab und wurde am Rande des Ngorongoro Kraters beigesetzt. Sein Vater Bernhard starb im Jahr 1987 in Frankfurt, er fand seine letzte Ruhestätte neben seinem Sohn in Tansania.
Vorbei an Maasai Dörfern und einer kleinen Zebrapopulation am Wegesrand fahren wir zu unserer nächsten Unterkunft, der Ngorongoro Safari Lodge. Diese Lodge, wie auch die Highview Coffee Lodge, gehört zur örtlichen Agentur, mit der unser Veranstalter zusammenarbeitet. Zuerst finde ich die Bauweise ein wenig merkwürdig, die Zimmer befinden sich in halbmondförmigen Kuppelzelten mehrere Meter über dem Boden. Als ich dann jedoch die Treppe zu meinem Zelt emporsteige, eröffnet sich eine schöne Terrasse mit angenehmen Mobiliar und dahinter verbirgt sich ein sehr sauberes, gemütliches Zimmer. Auch in dieser Unterkunft gefällt es mir sehr gut.
Zum Abendessen treffe ich auf die Teilnehmer der netten Gruppe aus der Hatarilodge. Wir unterhalten uns noch länger. Die Gruppe war für 2 Nächte in der Serengeti und sie erzählen mir von tollen Sichtungen, wie z. B. mehreren Geparden. Vollauf begeistert bin ich von der Aufnahme eines halbwüchsigen Leoparden, den sie ganz nah am Auto am Morgen ihrer Abreise von der Hatari Lodge im Arusha National Park gesehen haben. Was für Glückspilze und was für eine tolle Aufnahme, die sie mir zeigen!
Ich erzähle unserer Gruppe und Moses von den Sichtungen. Auf Nachfragen erfahre ich, dass sich Moses nicht mit dem Guide, obwohl beide für die gleiche Firma arbeiten, über die Sichtungen und deren Ort ausgetauscht hat. Daher bitte ich ihn, dass er dies doch bitte nachholen möge. Ich habe den Eindruck, dass meine Bitte auf keine große Gegenliebe trifft.
Nun bin ich gespannt, was uns morgen im Krater vor die Linse läuft! Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Tage im Krater und in der Serengeti.
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200902. Juli 2022 · #24
Kleiner Hinweis vorweg: Den Bericht habe ich auf meiner Seite bis zum jetzt folgenden Reisetag online gestellt, wer mag, kann dort noch mehr Bilder anschauen. Zu meiner Seite geht es über die Weltkugel unter meinem Avatar.
Tag 8 – Ngorongoro Conservation Area – zentrale Serengeti Tiere, wohin das Auge schaut
Der Ngorongoro Krater - wer hat noch nicht von ihm gehört? Szenen aus Hatari wurden im Krater gedreht und heute werde ich dieses von Prof. Bernhard Grzimek – so habe ich einmal gelesen - als achtes Weltwunder bezeichnete Gebiet mit eigenen Augen sehen. Meine Vorfreude ist riesig.
Die Caldera hat einen Durchmesser zwischen 16 und 20 km, zeitweise beherbergt sie mehr als 25.000 Wildtiere. Nach wie vor treiben die Maasai ihre Viehherden in den Krater zu den Wasserlöchern und um die Grasflächen zum Weiden zu nutzen. Der Kraterrand liegt auf mehr als 2.000 Metern, um den Calderaboden zu erreichen, muss man 600 Meter tiefer fahren. Bekannt ist der Ngorongoro Krater auch für seine hohe Dichte an Löwen.
Wir starten um 06:30 Uhr. Unsere Lodge liegt nicht direkt am Krater, sodass noch eine Anfahrt von etwa 45 Minuten vor uns liegt. Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, rumpeln wir die Piste in die Caldera hinab, wir sind nicht allein unterwegs. Von oben kann man sehr gut den Lake Magadi, der zu den Sodaseen zählt, erkennen.
Kaum unten angekommen, sehen wir tatsächlich schon die ersten Löwen. Ich bin ein wenig schockiert über die vielen Safarifahrzeuge, die sich hier versammelt haben, solche Massen habe ich im südlichen Afrika bisher noch nicht erlebt. Na ja, meine letzte Reise dorthin liegt bereits ein paar Jahre zurück und sicherlich hat auch dort der Tourismus zugenommen.
Es ist beeindruckend, wie viele Tiere sich hier im Krater tummeln. Zwei männliche Löwen und eine Löwenlady haben scheinbar in der Früh erfolgreich einen Büffel erlegt. Wir bleiben eine Weile stehen und schauen dem Schauspiel zu, wie sich einer der beiden männlichen Löwen den Bauch vollschlägt.
Der Hippopool macht seinem Namen alle Ehre, zusätzlich ist er noch mit Pelikanen garniert. An den Ngoitokitok Springs legen wir einen Biobreak ein. Hier gibt es Toiletten und man darf aus dem Auto steigen. Auch im angrenzenden See tummeln sich grunzende Hippos. Ich finde es faszinierend, wie grün es im Krater ist und durch die sich ständig wechselnden Wolkenstimmungen ändert sich nahezu minütlich die Szenerie.
Nach mehreren Stunden Aufenthalt im so tierreichen und wunderschönen Krater verlassen wir diesen gegen Mittag, denn wir haben noch eine längere Fahrtstrecke vor uns. Unser heutiges Ziel ist die zentrale Serengeti.
Wir passieren das Serengeti Tor, natürlich nicht, ohne für das obligatorische Foto kurz zu halten.
Die nächsten beiden Nächte werden wir in der Serengeti Safari Lodge wohnen. Die Lodge ist etwas größer und sehr weitläufig. Wie fast schön üblich, ist die Anlage nicht durch Zäune gesichert und man darf sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine bewegen. So werde ich morgens und abends immer in Begleitung eines Maasais von meiner Unterkunft zum Hauptgebäude und vice versa unterwegs sein. Kurz frage ich mich, wieviel Schutz der Speer, den der Maasai mit sich führt, bei einem Löwenrudel bieten würde, verwerfe aber schnell den Gedanken wieder. Ich glaube, es ist besser, nicht weiter darüber nachzudenken.
Ich wohne in einem Zeltbungalow. Das Zelt ist riesig und wunderschön eingerichtet. Das Bad ist ebenfalls sehr groß und neben einer Badewanne mit View verfügt es über eine Dusche und eine separate Toilette. Zusätzlich gibt es noch eine Outdoor-Dusche und einen großen möblierten Balkon. Hier gibt es definitiv keinen Grund zur Klage.
hochinteressant Deine Interaktionen mit Moses........um es auf den Punkt zu bringen..... 😄 😄 😄
Du bist zu gut und Du weisst zuviel......(meine das positiv)......Eigentlich müsstest Du die Teilnehmer
führen............
LG................................BMW
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Juli 2022 · #26
Vielen Dank BMW!
Ich will noch nicht zuviel vorweg nehmen, aber schon mal so viel: Die Interaktion mit Moses wird noch intensiviert.
LG Sabine
RMrik m.608 Beiträge · seit 202003. Juli 2022 · #27
Umso gespannter bin ich, wie es weiter geht! 🤪
Gabi-Muc2'192 Beiträge · seit 201603. Juli 2022 · #28
Liebe Sabine,
ich bin natürlich auch bei Deinem Bericht dabei. Die letzten "Lesungen" Deines Berichts waren immer auf dem Handy und da habe ich dann so überhaupt keine Lust etwas dazu zu schreiben.
Bis jetzt ist es ja eine sehr interessante Gruppenreise 😗 und ich vermute mal, es wird noch interessanter. 🙄 Auf jeden Fall lasse ich mich mal überraschen, was für Überraschungen Du noch alles hervorzauberst.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200904. Juli 2022 · #29
rik m. schrieb:Umso gespannter bin ich, wie es weiter geht! 🤪
Kannst Du sein 😗
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200904. Juli 2022 · #30
Gabi-Muc schrieb:Liebe Sabine,
ich bin natürlich auch bei Deinem Bericht dabei. Die letzten "Lesungen" Deines Berichts waren immer auf dem Handy und da habe ich dann so überhaupt keine Lust etwas dazu zu schreiben.
Bis jetzt ist es ja eine sehr interessante Gruppenreise 😗 und ich vermute mal, es wird noch interessanter. 🙄 Auf jeden Fall lasse ich mich mal überraschen, was für Überraschungen Du noch alles hervorzauberst.
LG
Gabi
Liebe Gabi,
supi, hatte Dich schon vermisst 🤩 Schön, dass Du auch hier dabei bist.
LG Sabine
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200906. Juli 2022 · #31
Tag 9 – zentrale Serengeti Löwen satt
Der Morgen beginnt früh, so wie es bei einer Safari sein sollte. Ich rufe einen Maasai, der mich zum Frühstück abholt. Um 06:30 Uhr sitzen wir in unseren Fahrzeugen, allerdings nicht alle. Drei Mitreisende aus meinem Fahrzeug fallen heute krankheitsbedingt aus, einigen anderen geht es ebenfalls nicht gut, aber zumindest so gut, dass sie sich die Pirschfahrt nicht entgehen lassen. Ein Paar aus dem zweiten Fahrzeug wechselt zu uns, sodass nun in jedem 4 Touristen sitzen. Moses fährt routinemäßig heute bei uns mit, nachdem er gestern im anderen Wagen saß.
Die Sonne geht langsam auf und die Kopjes erstrahlen im frühen Morgenlicht. Die ersten Tiere lassen ebenfalls nicht lange auf sich warten. Faszinierend finde ich die vielen Marabus, die sich im Dach eines Baumes versammelt haben. Möglicherweise, denke ich bei mir, um hier die vergangene Nacht zu verbringen. Ich weiß es nicht.
Hatten wir gestern bereits schon viele Löwen im Ngorongoro Krater gesehen, sollte es sich hier mit den Löwensichtungen am heutigen Morgen fortsetzen. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da lassen sich schon eine Löwenlady und ein junges Männchen unweit der Piste blicken.
Wir fahren weiter und schon liegt wieder ein Löwenrudel unter einem Baum. Die kleineren Mitglieder des Rudels scheinen ein ausgiebiges Frühstück zu sich genommen zu haben. Ihre Bäuche sind dermaßen prall gefüllt, dass ich lachen muss.
Moses gibt als Ziel einen Felsen aus. Während seiner letzten Besuche wäre dort immer ein Leopard zu sehen gewesen. Als wir am besagten Felsen ankommen, stehen an dessen Fuß bereits schon reichlich andere Safarifahrzeuge. Dann erspähen wir ihn, einen Leoparden. Er liegt in nicht unwesentlicher Entfernung auf einem kleinen Felsvorsprung. Der Leopard tut uns sogar den Gefallen und erhebt sich.
Ich wäre gerne noch geblieben, aber Moses will weiterfahren. Er erwähnt, wir hätten enormes Glück, einen Leoparden zu sehen, weil diese Tiere in der Regel sehr große Wanderer wären und weite Strecken zurück legen. Ich kann leider nicht umhin zu erwidern, dass ich sicherlich keine Fachfrau bin, aber meines Wissens nach Leoparden eher zur Standorttreue neigen. Das wäre möglicherweise auch ein Grund, warum der Leopard bereits bei seinen letzten Besuchen hier anzutreffen gewesen sei.
Die Kenntnisse unseres Guides zur Route haben mich bisher nicht überzeugen können, heute stelle ich aber das erste Mal fest, dass mich seine Kenntnisse in Sachen Tierwelt noch weniger beeindrucken können. Wir halten fast nur für große Sichtungen, kleinere Tiere werden oftmals links liegen gelassen. Ansonsten, das ist das, was ich mitbekomme, werden die Tiere kommentiert mit, das ist ein Zebra, da liegt ein Löwenrudel und dies ist eine Antilope. All das sehe ich selbst. Ich wünschte, ich würde zumindest erfahren, um was für eine Antilope es sich handelt oder etwas zu ihrem Lebensstil und Verhalten hören. Zum Glück habe ich mir durch unsere Selbstfahrertouren im südlichen Afrika ein wenig Wissen über die Tierwelt angeeignet. Hoffte ich jedoch, ich könnte mein Wissen auf dieser Reise ausbauen, verabschiede ich mich spätestens jetzt von dem Gedanken.
Fahrer und Guide schauen kaum nach links und rechts (zumindest nehme ich es nicht wahr), sondern unterhalten sich angeregt in Swahili, von dem ich nichts verstehe. Jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass sie über die Tierwelt der Serengeti sprechen. Wir sehen einiges an Tieren, das finde ich gut, aber ich es empfinde es so, als handele es sich allesamt um Sichtungen, die eben mal am Rande mitgenommen werden, keine Sichtung, nach der aktiv gesucht wird, zudem würde ich gerne mehr Hintergrundinfos erhalten. Dieses Wissen, will ich es erwerben, werde ich mir wohl selbst aneignen müssen.
Ich glaube, meine Mitreisenden sind zufrieden, nur ich bin wohl zu anspruchsvoll, aber auch die einzige in der Gruppe, die bereits schon als Selbstfahrer in Afrika (und möglicherweise auch auf anderen Kontinenten) unterwegs war. Als wir dann direkt neben der Piste unter einem Baum zwei männliche Löwen liegen sehen und ich als einzigen Kommentar von Moses vernehme: „Da liegen zwei Löwen, das sind Brüder“, um sich dann wieder einem intensiven Gespräch in Swahili mit dem Fahrer zu widmen, merke ich, wie es in mir brodelt.
Zum Mittagessen und einer daran anschließenden Pause fahren wir zurück zur Lodge, bekommen aber zuvor noch Besuch von mehreren Tsetse Fliegen im Wagen. Plötzlich ist meine Fliegenklatsche heiß begehrt und die Nachfrage nach ihr wird auch in den Folgetagen nicht abebben. Ich höre sogar, dass Mitreisende dieses Utensil fortan auch als festen Bestandteil ihres Reisegepäcks einplanen wollen.
Vor dem Mittagessen gehe ich zu meinem Bungalow, öffne die verschlossene Tür zum Balkon und setze mich dort für einige Minuten hin, um in Stille den Blick in die Savanne zu genießen. Als ich die Tür wieder verschließen will, lässt sie sich nicht mehr abschließen. Zurück im Restaurant, wo wir uns fürs Mittagessen treffen, bitte ich Moses, er möge doch bitte in der Lodge Bescheid geben, dass jemand nach der Tür schaut, während wir essen. Ich weiß gar nicht, warum mich seine darauf erwiderte Antwort überhaupt noch aufregt, möglicherweise weil ich nicht damit gerechnet habe. Meine Ohren vernehmen in etwa den folgenden Wortlaut: „Warum ich überhaupt eine abschließbare Tür brauche?“. Ich antworte etwas, wie „dass es für ihn eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass er sich darum kümmert und ich schließlich als Frau alleine nachts in diesem Bungalow wäre“. Ich gehe zur Rezeption und bitte darum, dass jemand nach der Tür schaut.
Eigentlich wollte ich vor der nachmittäglichen Ausfahrt noch eine kleine Ruhepause einlegen, aber als ich in meinen Zeltbungalow komme, sind vier Männer mit dem kleinen Schloss meiner Tür beschäftigt. Bis zur Rückkehr von der Pirschfahrt am Abend ist das Problem behoben und ich nehme mir vor, die Tür bis zu meiner Abreise nicht mehr zu öffnen.
Der Nachmittags-Drive führt uns zum Hippopool. Der Parkplatz ist voll und nicht weit davon entfernt grast ein Hippo. Immer das Hippo im Auge gehe ich zum Viewpoint, die Hippos drängen sich im Tümpel und die Geruchsnoten, die mir entgegenströmen, setze ich ganz sicher nicht mit Oleander und Jasmin gleich.
Hallo Sabine, Gespannt verfolge ich deinen Bericht - da ich selbst im August 2019 Teilnehmer einer Gruppenreise in Tansania auf der selben Route war. So wie es sich bislang liest, habe ich allerdings eine ganz andere Erfahrung gemacht 😗 bin neugierig wie es weitergeht! LG, Katharina
ich habe bisher nur still mitgelesen, daher möchte ich mich nun auch mal für Deinen toll geschriebenen und spannenden Bericht aus Tansania und die schönen Fotos bedanken! 🙂 So eine Safari steht und fällt doch leider wirklich mit dem Guide. Wie schade, dass ihr mit mit Moses anscheinend richtiges Pech hattet. Das Du mehr wusstest von der Reiseroute geht ja echt gar nicht und dazu noch seine "besonders freundliche und engagierte Art" auf Deine Fragen zu reagieren... 😣 Das hätte mich aber auch echt auf die Palme gebracht. Da leidet man ja in Gedanken richtig mit. Bin gespannt, wie es weitergeht mit Eurer Reise und den Sichtungen und auch auf die schon angekündigten weiteren Interaktionen mit Eurem Traum-Guide. 😉
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200906. Juli 2022 · #34
Netcat schrieb:Hallo Sabine, Gespannt verfolge ich deinen Bericht - da ich selbst im August 2019 Teilnehmer einer Gruppenreise in Tansania auf der selben Route war. So wie es sich bislang liest, habe ich allerdings eine ganz andere Erfahrung gemacht 😗 bin neugierig wie es weitergeht! LG, Katharina
Ganz genau die gleiche Route, gleiche Unterkünfte etc., Katharina? Prima, dass Du scheinbar richtig gute Erfahrungen gemacht hast, zumindest interpretiere ich das jetzt so 😗 . Danke für Dein Interesse.
Liebe Grüße Sabine
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200906. Juli 2022 · #35
tina76 schrieb:Liebe Sabine,
ich habe bisher nur still mitgelesen, daher möchte ich mich nun auch mal für Deinen toll geschriebenen und spannenden Bericht aus Tansania und die schönen Fotos bedanken! 🙂 So eine Safari steht und fällt doch leider wirklich mit dem Guide. Wie schade, dass ihr mit mit Moses anscheinend richtiges Pech hattet. Das Du mehr wusstest von der Reiseroute geht ja echt gar nicht und dazu noch seine "besonders freundliche und engagierte Art" auf Deine Fragen zu reagieren... 😣 Das hätte mich aber auch echt auf die Palme gebracht. Da leidet man ja in Gedanken richtig mit. Bin gespannt, wie es weitergeht mit Eurer Reise und den Sichtungen und auch auf die schon angekündigten weiteren Interaktionen mit Eurem Traum-Guide. 😉
Liebe Grüße Tina
Liebe Tina,
ganz lieben Dank für Dein Lob zu Text und Bildern - das freut mich sehr! 😘 Ich lese bei Deinem Uganda-Bericht auch mit, bin aber noch nicht ganz up-to-date.
Muss aber doch noch kurz erwähnen, weil Du von „Eurem“ Guide sprichst. Die anderen Reiseteilnehmer, soweit ich das beurteilen kann und bis auf eine Ausnahme während der Tour, die noch folgt, waren zufrieden mit der Leistung des Guides. Zumindest war das mein Eindruck. Es waren aber auch Teilnehmer, die zumeist Gruppenreisen machten. Irgendwie waren die Ansprüche doch sehr unterschiedlich zu meinen.
Freue mich, dass Du dabei bist und danke für Deinen Kommentar.
Sabine26 schrieb: Ganz genau die gleiche Route, gleiche Unterkünfte etc., Katharina? Prima, dass Du scheinbar richtig gute Erfahrungen gemacht hast, zumindest interpretiere ich das jetzt so 😗 . Danke für Dein Interesse.
Liebe Grüße Sabine
Nicht exakt gleich und auch andere Unterkünfte. Bei uns war es Moshi - Arusha NP - Lake Manyara - Ngorongoro - Serengeti - Lake Natron - Tarangire NP und dann nochmal nach Arusha. Ich war mit meinem Veranstalter so zufrieden, dass ich vergangenes Jahr mit denen in Uganda war und diesen September 3 Wochen durch den Süden und Westen Tansanias unterwegs sein werde. LG 🙂
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200907. Juli 2022 · #37
Tag 10 – zentrale Serengeti – nördliche Serengeti Eine Gruppenreise bedeutet auch Kompromisse eingehen
Mittlerweile fühlen sich immer mehr Teilnehmer in der Gruppe krank, einige klagen nicht nur über Durchfall, sondern auch über zusätzliches Fieber, neu hinzugekommen ist jetzt bei zwei Teilnehmern noch eine Erkältung. Ich glaube, neben mir ist bisher nur eine weitere Person verschont geblieben. Ich halte mich nach wie vor an die goldene Regel „cook it, peel it or forget it“ und achte zusätzlich darauf, dass ich mich im offenen Safarifahrzeug entsprechend gegen Zugluft schütze. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass ich weiterhin fit bleibe.
Bereits bei der Buchung wusste ich, dass mir der Programmpunkt am heutigen Morgen so gar nicht zusagt. Aber da es keine von mir zusammengestellte Reise ist, die ich buchte, nahm ich diesen Kompromiss in Kauf. Eine Fußsafari steht für den Morgen auf der Agenda. Bevor wir losfahren, frage ich einen Maasai, ob ich seine Schuhe fotografieren dürfe. Er erlaubt es mir und so drücke ich schnell auf den Auslöser.
Dann fahren wir mehr als eine Stunde zu dem Bereich, an dem Fußsafaris mit einem Ranger erlaubt sind, ohne auch nur irgendeine nennenswerte Sichtung zu verzeichnen. Ich verspreche mir so rein gar nichts von dieser Pirsch per Pedes, viel lieber würde ich doch eine Pirschfahrt machen und entscheide mich dafür, im Wagen zu warten und nicht in dieser Hitze auf Fußsafari zu gehen. Als die anderen Teilnehmer nach etwa einer Stunde wieder zurückkommen, höre ich, dass ich tatsächlich nichts verpasst hätte. Irgendwie hatte ich es geahnt und bedauere es umso mehr, dass wir die Zeit nicht für eine weitere Pirschfahrt genutzt haben. Zumal auch noch die Hin- und Rückfahrt zu diesem Platz zeitlich hinzu gerechnet werden muss. Mehr als drei Stunden, in denen wir mit dem Wagen auf Entdeckung hätten gehen können.
Unser heutiges Ziel ist die nördliche Serengeti. Das Mara Kati Kati Tented Camp liegt in der Nähe des Mara Rivers, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Über staubige Pisten fahren wir mehrere Stunden dahin. Die Sichtungen halten sich währenddessen in Grenzen, wir sehen unsere ersten Elefanten. Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppe. Überhaupt wundert es mich, wie wenige Elefanten wir hier sehen. Ein Löwenrudel liegt schläfrig im Schatten des einzigen Bäumleins, das weit und breit aus der Ebene herausragt und am Pistenrand stehen ein paar Zebras mit einem Fohlen, das noch eine etwas andere Färbung aufweist als die Erwachsenen in der Gruppe.
Das von der Lodge mitgebrachte Lunchpaket essen wir unterwegs. Leider ist auf den Broten Mayonnaise verarbeitet und die Lunchpakete lagen schon mehrere Stunden im Wagen. Im Gegensatz zu anderen verzichte ich auf den Verzehr und esse nur die Hähnchenkeule und das Küchlein, was sich noch im Paket befindet.
Spät am Nachmittag kommen wir im Mara Kati Kati Tented Camp an. Die Zelte sind ansprechend eingerichtet, aber keineswegs luxuriös. Alles ist sehr sauber. Eine warme Dusche muss man sich bestellen. Leider gibt es kein Moskitonetz, obwohl wir uns in einem Malariagebiet befinden. Zum Glück habe ich vorgebaut und unser mobiles Moskitonetz für die Reise eingepackt. Das baue ich nun auf. Es gefällt mir auch in dieser Unterkunft sehr gut, besonders angetan bin ich von dieser Safaristimmung, die über allem liegt. Es würde mich keineswegs wundern, wenn ich aus dem Zelt heraustreten würde und mein Blick auf Robert Redford fiele, der Meryl Streep die Haare wäscht.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, ist das recht große Loch in der Zeltplane, das sich am Abflussrohr der Toilette befindet, groß genug und in bester Lage, damit eine Schlange hereinkriechen könnte. Nun gut, ich halte die Toilettenplane immer fest verschlossen und werde zuerst ganz vorsichtig hineinschauen, wenn ich diesen Ort aufsuche.
so tolle Massai Schuhe , elegant gestylt, ein "Ferrari" und sogar mit "Funkantenne" , habe ich noch selten gesehen....
ein echtes Designermodell..........
😄 😄 😄 😄
LG..................BMW
Sadie1'835 Beiträge · seit 201508. Juli 2022 · #39
Danke für deinen ehrlichen Bericht. Ich glaube mit der walking Safari wollten die Unternehmer etwas Benzin sparen! Noch wegen den Darmgeschichten: in Ostafrika ist es ja so dass man nie einheimisches Wasser zu sich nehmen soll, dass, auch wenn es ihr Trinkwasser ist, eben dort andere “Käfer” drin sind als dass wir uns gewohnt sind. Deshalb brauchen wir immer Wasser von einer “sealed” Flasche und putzen uns die Zähne damit und spülen uns den Mund aus. Als mein Mann das mal vergaß, hatte er danach auch gleich Magenbeschwerden. Ich frage mich ob alle deine Mitreisenden das vielleicht unterlassen haben? Liebe Grüsse von Katrin
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200909. Juli 2022 · #40
BMW schrieb:Guten Abend Sabine,
so tolle Massai Schuhe , elegant gestylt, ein "Ferrari" und sogar mit "Funkantenne" , habe ich noch selten gesehen....
ein echtes Designermodell..........
😄 😄 😄 😄
LG..................BMW
Hallo BMW,
stimmt - ich habe später noch einmal ein Modell fotografiert, das hatte auch eine "Funkantenne", war aber überhaupt kein Vergleich zu diesem tollen Modell hier.