Johannesburg - Durban mit Kleinkind Sept/Okt 2022

15 Antworten · 2'719 Aufrufe · gestartet 19. März 2022 von @Zugvogel
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. März 2022 ·
Liebes Forum

Trotz viel (Süd-) Afrika-Erfahrung wende ich mich wieder einmal mit einer Routenanfrage an euch Fomis 🤪 .

Nachdem wir im November 2021 drei wunderbare Wochen zwischen Addo und Kapstadt verbracht haben und dies mit 8-Monate altem Baby super geklappt hat, zieht es uns im September/Oktober dieses Jahres erneut ins südliche Afrika. Dieses Mal soll es in Richtung Krüger, St. Lucia und Hluhluwe gehen. Und da wir auf unserer Reise im Dezember 2017 die Panoramaroute nur im Nebel gesehen (bzw. eben nicht gesehen) haben, würden wir diese gerne auch noch einbauen 😗 .

Unsere Tochter wird zum Reisezeitpunkt ca. 18 Monate alt sein. Deshalb haben wir uns wieder dazu entschieden, eine one-way Route zu planen (Johannesburg - Durban oder auch umgekehrt) und die Drakensberge nicht auch noch miteinzubauen (obwohl uns diese sehr reizen würden). Der Fokus soll auf Gamedriving, Birding, Entspannung und schönen Landschaften liegen. Uns stehen gut 4 Wochen zur Verfügung (wobei die südafrikanischen Schulferien 'leider' mitten drin liegen...)

Ich habe mal eine grobe Routenplanung erstellt. Wir haben 29 Nächte vor Ort zur Verfügung.

RouteSA2022.JPG


Wir können uns auch vorstellen, in Durban zu starten und von Johannesburg aus nach Hause zu fliegen. In diesem Fall hätten wir gemäss aktuellem Flugplan eine Übernachtung weniger zur Verfügung...

Was ist eure Einschätzung bzgl. Route? Wir wollen unbedingt ca. 2 Wochen im Krüger verbringen und v.a. die Mitte/den Norden des Parks besuchen, da diese Region uns im Dezember 2017 so gut gefallen hat. Sind 4 Nächte Hluhluwe und St. Lucia (und Region) jeweils zu viel? Habt ihr Unterkunftstipps (mit Kind) (besonders im Bereich Panoramaroute, Swaziland, St. Lucia und bei Ballito am Meer kennen wir uns nicht so gut aus)? Was würdet ihr anders machen?

Wir sind froh und jegliche Tipps! Herzlichen Dank bereits im Voraus 🙂

Daniel & Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
281 Beiträge · seit 201819. März 2022 ·
Hallo Daniel und Stefanie,
was mir als erstes dazu einfällt: mit Malariarisiko und Kleinkind sehr ihr keine Probleme? Die Unterkünfte im Kruger haben meist keine Moskitonetze (ist mir zumindest nicht bekannt).
2'168 Beiträge · seit 200919. März 2022 ·
Hallo Daniel & Stefanie,
Nicht schlecht, die Route - aber Swaziland wuerde ich auf jeden Fall auslassen und stattdessen eventuell eine Nacht in der Naehe von Piet Retief (eventuell Dawn to Dusk - das kenne ich aber nicht persoenlich) verbringen.
Anfang Oktober ist es in der Regel im Kruger noch sehr trocken, da wuerde ich mir persoenlich wegen Malaria keine Gedanken machen.
12. - 15.10.: In St.Lucia hast du die meisten Moeglichkeiten: da hast du zwei verschiedene Game Reserves, Strand, Spazierwege, Lagune etc., in Sodwana hast du nur Strand, und da musst du auch jeden Tag noch dafuer Eintritt bezahlen. Lies mal im Nachbarforum meinen Beitrag "(nicht nur) Birding in St.Lucia".

Viel Spass noch bei der Planung!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
299 Beiträge · seit 201819. März 2022 ·
Hi Daniel & Stefanie

Für den 20 & 21.10.22 kann ich SaltRock empfehlen. Der dortige Camping hat einen schicken Tide Pool.

DSC07380.JPG


Und Ausblick aus dem Dachzelt 🤩

20211120_065354.jpg


Die SeaSide Plätze können ganz schön windig sein (wir waren im Nov.2021 da)
Von 3 Nächten konnten wir "nur" eine ganz vorne verbringen. Aber ausserhalb Saison hatten wir freie Platzwahl und konnten uns dann im Windschatten hinstellen.

Liebe Grüsse René
(seit 2Wochen zurück vom Kruger/Panorama/Timbavati Game Reserve/Marakele National Park)
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. März 2022 ·
Rockshandy schrieb:Hallo Daniel und Stefanie,
was mir als erstes dazu einfällt: mit Malariarisiko und Kleinkind sehr ihr keine Probleme? Die Unterkünfte im Kruger haben meist keine Moskitonetze (ist mir zumindest nicht bekannt).
Hallo Rockshandy

Das Malariarisiko im Krüger ist im September/Anfangs Oktober noch schwindend klein (da vor der Regenzeit). Daher sehen wir hier keine grossen Probleme. Wir werden aber sicherlich noch Kontakt zu unserer Kinderärztin/einem Tropenmediziner aufnehmen und vor Ort alle möglichen Vorsichtsmassnahmen beachten...

Gruss
Stefanie
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. März 2022 ·
maddy schrieb:Hallo Daniel & Stefanie,
Nicht schlecht, die Route - aber Swaziland wuerde ich auf jeden Fall auslassen und stattdessen eventuell eine Nacht in der Naehe von Piet Retief (eventuell Dawn to Dusk - das kenne ich aber nicht persoenlich) verbringen.
Anfang Oktober ist es in der Regel im Kruger noch sehr trocken, da wuerde ich mir persoenlich wegen Malaria keine Gedanken machen.
12. - 15.10.: In St.Lucia hast du die meisten Moeglichkeiten: da hast du zwei verschiedene Game Reserves, Strand, Spazierwege, Lagune etc., in Sodwana hast du nur Strand, und da musst du auch jeden Tag noch dafuer Eintritt bezahlen. Lies mal im Nachbarforum meinen Beitrag "(nicht nur) Birding in St.Lucia".

Viel Spass noch bei der Planung!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Hallo Maddy

Danke für deine Tipps. Ich denke auch, dass wir am ehesten im Bereich St. Lucia übernachten werden. Warum würdest du Swaziland weglassen und rundherum fahren? Die Strecke ist dann ja doch deutlich länger...

Deinen Bericht habe ich bereits mal überflogen...werde mich dem aber sicherlich noch genauer widmen 🙂

Liebe Grüsse
Stefanie
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. März 2022 ·
Ytramix schrieb:Hi Daniel & Stefanie

Für den 20 & 21.10.22 kann ich SaltRock empfehlen. Der dortige Camping hat einen schicken Tide Pool.

DSC07380.JPG


Und Ausblick aus dem Dachzelt 🤩

20211120_065354.jpg


Die SeaSide Plätze können ganz schön windig sein (wir waren im Nov.2021 da)
Von 3 Nächten konnten wir "nur" eine ganz vorne verbringen. Aber ausserhalb Saison hatten wir freie Platzwahl und konnten uns dann im Windschatten hinstellen.

Liebe Grüsse René
(seit 2Wochen zurück vom Kruger/Panorama/Timbavati Game Reserve/Marakele National Park)
Hallo Itramix

Danke für deinen Tipp. Wir werden in festen Unterkünften und nicht campierend unterwegs sein (dieses Mal 😉 ). Gibt es dort auch feste Unterkünfte?

Danke und LG
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2'168 Beiträge · seit 200919. März 2022 ·
Hallo Stefanie,
Warum würdest du Swaziland weglassen und rundherum fahren? Die Strecke ist dann ja doch deutlich länger...
Momentan hat sich noch nichts geaendert betreffs Grenzuebergaenge - ein negativer Test ist immer noch erforderlich bei Einreise nach Eswatini und Wieder-Einreise in SA. Das kann sich natuerlich bis Oktober noch aendern, aber wer weiss das schon... Wie die politische Lage dort ist im Moment weiss ich auch nicht, es gibt nun wichtigeres in den News als Aufstaende und Proteste in Swaziland und man hoert nichts mehr davon. Was nicht heisst, dass das schon erledigt ist.
Sooo viel weiter ist die Strecke aussenherum auch nicht, vor allem da du ja sowieso eine Zwischenuebernachtung eingeplant hattest.

Ja, Salt Rock wuerde ich jedenfalls Ballito vorziehen!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
925 Beiträge · seit 201619. März 2022 ·
Hey,

wir fahren im Mai/Juni die umgekehrte Richtung mit ähnlich altem Kind (s. Thread Routenführung Drakensberge). Ich glaube die Route passt so gut, ich würde nur Swasiland streichen. Eine gute Unterkunft für Ballito/Salt Rock u St. Lucia fehlt uns auch noch, da gebe ich aber gerne Feedback wenn wir zurück sind 😉

Was wir uns auch noch überlegt hatten war die Ndaka Safari Lodge im Nambiti PR. Liest sich sehr gut mit Kind, obs funktioniert keine Ahnung, daher bisher da noch nichts gebucht.

Viele Grüße
Fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
925 Beiträge · seit 201620. März 2022 ·
Hallo nochmals in Ergänzung zu meinen Ausführungen im letzten Post ein paar Gedanken:

Ich würde von JNB zum Kruger fliegen, spart jede Menge unnötig langweiliege Fahrzeiten und eine Zwischenübernachtung. Dann könntet ihr zuerst Panorama Route machen (Süd -> Nord) und dann Kruger Nord -> Süd. Wir hatten 2018 in den Sabie Star Chalets übernachtet. Gute Lage, großer Garten mit vielen Spielmöglichkeiten und gutes Frühstück.

In Tamboti wären mir die Zelte mit Kind zu klein und die Terasse zu unsicher mit dem Geländer. Die Häuser in Talamati sind perfekt und man bekommt ständig Besuch von neugierigen Buschhörnchen, Tokos etc. Dafür ist die Gegend für kurze Game Drives m.E. eher ungeeignet, da die Zufahrten ziemlich verbuscht sind und man lange unterwegs ist, bevor man woanders ist. Wir hatten aber am Wasserloch selbst und in unmittelbarer Umgebung einige tolle Sichtungen (Oktober).

Swasiland würde ich unabhängig vom zusätzlichen "Stress" mit potentiell weiterem Test aufgrund der unklaren Sicherheitslage außen vor lassen - außen rum und eine Zwischenübernachtung in Piet Retief dürfte nicht wesentlich länger sein.

Wir selbst hatten im Hluhluwe ewig überlegt, ob wir Mpila mit Kleinkind riskieren wollen oder nicht und uns am Ende dagegen und für das Hilltop entschieden. Ich möchte, dass der Kleine auch mal vor dem Haus rumlaufen kann und die Gegend erkunden, ohne dass ich hinter jedem Busch mit einer Hyäne oder schlimmerem rechnen muss. Klar geht das auch ein paar Tage mit strikt auf der Terasse bleiben etc., aber da erschien uns das Hilltop stressfreier. Für Nelsweni braucht ihr ein "High Clearence Vehicle", ansonsten gilt das zum Mpila gesagte und es ist noch unübersichtlicher, da weniger offene Flächen.

Ich teile auch Maddys Einschätzung zur Frage Kosi Bay/Sondwanda/St. Lucia. In St. Lucia dürfte man mit Abstand die meisten Möglichkeiten haben, flexibel etwas zu unternehmen, wohingegen man bei den anderen beiden Varianten eher eingeschränkt ist. Zudem ist dort offenbar das Malariarisiko jedenfalls geringfügig niedriger.

Zu Malaria generell hatten wir uns natürlich auch entsprechende Gedanken gemacht und Informationen eingeholt. Nach den Daten der südafrikanischen Behörden und der deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin dürftem an jeweils zwischen low und minimum risk schwanken, für Erwachsene wird keine Chemo-Prohylaxe empfohlen. Low risk ist aber immer noch mehr als no risk. Kinderarzt und Tropenmediziner sagen beide, sie würden keine Prophylaxe machen beim Kind, ob einem der Besuch der Parks das Risiko wert ist, liegt letztlich in der Entscheidung der Eltern. Generell wird vom Besuch, auch von Low oder Minimum Risk Gebieten mit so kleinen Kindern nachvollziehbarerweise abgeraten. Man muss also als Eltern so ehrlich sein, abzuwägen, ob einem der persönliche Spaß das Risiko wert ist.
Wir haben für uns entschieden, dass wir in unserer Reisezeit das Risiko für tolerierbar halten, sofern wir morgens/abends strikte Expositionsprophylaxe machen, d.h. in der Dämmerung nur Drinnen aufhalten, lange Kleidung, Moskitonetz fürs Babybett etc. Das Problem dabei: Mückenschutzkleidung gibts erst ab Größe 104, Permithrin, DEET etc. sind jedenfalls in der EU erst ab 24 Monaten zugelassen (anders etwa UK u. USA). Für Citronella, Duftzeug etc. gibts wenig wissenschaftliche Evidenz und zum Teil auch nicht für Kleinkinder geeignet. Man ist also in seinen Schutzmaßnahmen eingeschränkt.

Insgesamt dürfte Reisen mit einem 18 Monate altem Kind etwas komplett anderes sein als Reisen mit einem 8 Monate alten Kind. Der Bewegungsradius und Drang ist ein anderer, das Schlafbedürfnis geringer. Daher haben wir unsere Route auch deutlich stärker auf Kinderbedürfnisse zugeschnitten als wir es mit einem Baby gemacht hätten und hoffen, dass es am Ende alles so passt und gut funktioniert. Zumindest Interesse an Tieren ist in großem Maß vorhanden.. Z.b. ein Spielplatz oder Pool (bei unserer Reisezeit eher weniger) bekommt da aber einen ganz anderen Stellenwert..

Viele grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter547 Beiträge · seit 201421. März 2022 ·
Liebe Maddy, lieber Fidel

Herzlichen Dank für eure (ausführlichen) Ausführungen. Swaziland auszulassen macht wohl definitiv Sinn! Falls jemand noch Übernachtungstipps für St. Lucia hat, dann gerne her damit 🤩

Zum Krüger fliegen haben wir uns auch gedacht. Leider finde ich aktuell aber einfach keine gescheiten Flug-Verbindungen dorthin (habe Phalaborwa, Hoedspruit, Nelspruit und Skukuza nachgeschaut). Wenn es überhaupt einen Weiterflug gibt, hat man jeweils ca. 7h Aufenthalt in Johannesburg und die Flüge sind auch noch wahnsinnig teuer. Den langen Aufenthalt wollen wir uns (und der Kleinen) nicht antun. Dann lieber am Vormittag loskommen in Johannesburg und irgendwo eine Zwischenübernachtung einlegen 🙂

Falls wir aber eine gute Verbindung finden würden, dann wäre das definitiv auch unsere bevorzugte Variante!

@Fidel: deinen Thread habe ich mir schon angeschaut und einige Dinge rausgeschrieben 🙂

Gruss
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter547 Beiträge · seit 201407. Sept. 2022 ·
Hallo zusammen

In diesem Thread war es sehr lange sehr ruhig. Bezüglich unserer Reise- bzw. Routenplanung hat sich jedoch einiges getan. In gut zwei Wochen geht es für uns los nach Südafrika 🤩 . Anbei die nun fixierte Route (die erste Nacht haben wir bewusst offen gelassen, für die letzten zwei Nächte zw. Punda Maria und OR Tambo suchen wir noch eine Unterkunft):

ReiserouteSA2022.JPG


Falls jemand noch einen tollen Tipp für eine (kinderfreundliche) Unterkunft zw. Punda Maria und Johannesburg hat (am liebsten zw. Tzaneen/Polokwane und Bela Bela, darf gerne mindestens mit Frühstück sein), dann bitte her damit. Wir tun uns etwas schwer diesbezüglich... 😮

Beste Grüsse
Stefanie
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42 Beiträge · seit 202108. Sept. 2022 ·
Hey Stefanie,

ich wollte nur kurz daran erinnern, dass Südafrika keine verlängerten (Kinder)Reisepässe akzeptiert. In Deutschland gängige Praxis, da ja für die Kleinen immer nur 1 Jahr gültig, aber von Südafrika seit 2022 nicht mehr akzeptiert. Nur neu ausgestellte Pässe.
Wir haben das vor 5 Wochen auf die harte Tour gelernt und besser hört man es zu oft als zu selten 😉

Tipps bzgl. Unterkunft habe ich keine, aber wir waren im August jetzt auch mit unserer 18 Monatigen Tochter für 2 Wochen im Kruger und es war einfach fantastisch, freut euch darauf.

Gruß Steffen
Themenstarter547 Beiträge · seit 201408. Sept. 2022 ·
Hallo Steffen

Vielen Dank für deinen Tipp. Hier in der Schweiz ist der Kinderreisepass 5 Jahre gültig. Da sollten wir also keine Probleme bekommen 🤩

Beste Grüsse
Stefanie
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925 Beiträge · seit 201609. Sept. 2022 ·
Hallo,

viel Spaß auf eurer Route! Basierend auf dem, wie es bei uns lief, bin ich mir sicher, dass das eine tolle Reise wird. Verstehe ich das richtig, dass ihr von Johannesburg erstmal in einem Rutsch runter nach Mtuzini fahrt?

Freut euch auf Mtuzini, das ist echt ein traumhaft verschlafener Ort. Einzig die Informationslage zu möglichen Routen im Umlalazi NR ist etwas ausbaufähig. Es gibt verschiedene Karten mit den Wegen, am besten ist nicht die offizielle von Ezemvolo, sondern die einer lokalen Tourismusorganisation, die bekommt ihr aber vermutlich in eurer Unterkunft. Falls ihr noch Alternativen sucht: wir waren im Mtuzini B&B und sehr zufrieden. Unheimlich nette und fürsorgliche Gastgeber, großer Garten (mit Pool), aber mit einem recht großen Hund, den unser Kleiner zwar faszinierend aber zugleich beängstigend fand. Der Supermarkt in Mtuzini ist nicht riesig, aber ganz ok sortiert; wir haben auf der Weiterfahrt dann in der Boardwalk Mall in Richards Bay Halt gemacht, dort findet sich alles (auch für Kinder) und der Umweg ist zu vernachlässigen. Wo ihr aufpassen müsst in Mtuzini, sind Öffnungszeiten von Restaurants, z.T. findet man abends nichts mehr was offen hat. Wir haben im The Clay Oven lecker und nett gegessen.

Im H-I gab es bei uns im I-Teil deutlich mehr Tiere (aber auch deutlich mehr Verkehr). Dafür hatte man im Hilltop sehr viel Tiere direkt im Camp. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, einfach nur den ansäßigen Tieren hinterher zu laufen, das war für den Kleinen super spannend.

In St. Lucia war das Crocodile-Center eine nette Abwechslung. Fahrt unbedingt auch in den Western Shore Teil des isimangaliso Parks, dort hatten wir recht viele Tiere gesehen.

Deo Resta scheint sich zum neuen "Standard"-Stop azf der Route zu entwickeln - m.E. vollkommen zu Recht, sehr nette Gastgeber, saubere und gut angelegte Unterkünfte. Es gibt große Ausbaupläne (mehr Häuser, Zeltplatz, Streichelzoo..), also mal sehen wie lange der ruhige Charakter bewahrt werden kann.

Die N2 bis Piet Retief ist leider eher anstregend, viel Verkehr und LKWs, ab dort die Zick-Zack-Route zum Kruger über Amsterdam, Baberton etc. sehr einsam (und mit vielen Warnschildern, die vor dem Anhalten warnen), aber meist guter Teer und kaum Verkehr.

Vielleicht noch als Wort der Warnung bgzgl. Malaria etc.: Wir hatten keine Prophylaxe genommen. Der Kleine hatte nach der Rückkehr plötzlich sehr hohes Fieber. Der gesunde Menschenverstand und sämtliche kontaktierten Ärzte gehen in so einem Fall davon aus, dass möglichst rasch ein Malaria-Test gemacht werden sollte. Die Kunst besteht jetzt aber darin, einen solchen zu bekommen.. Uns war Mittwoch Mittag klar, dass wir einen Test machen sollten - viel rumtelefoniert mit Kinderärzten, Notaufnahmen etc., das Kind in Bereitschaftspraxen geschleppt etc. mit dem Ergebnis, dass es selbst in einer Großstadt wie München über 24h dauern kann, bis sich ein Arzt kompetent genug fühlt, den Test zu machen und auszuwerten. 24h, die im Fall einer tatsächlichen Malaria-Infektion in dem Alter über Tod oder Leben entscheiden können. Wir hatten im Anschluss auch ein längeres - nicht vorwurfsbelastetes, sondern fachliches - Gespräch mit dem Tropenmediziner, welcher klar davon abriet, mit Kindern in diesem Alter in Malaria-Gebiete zu fahren. Als Arzt am Tropeninstitut einer Großstadt sieht er halt nicht die 99 Fälle, bei denen es gut ging, sondern die Fälle, wo es ggf. problematisch wird - und die gibt es. Wir hatten letztlich Glück und es war nur eine andere Infektion, die Geschehnisse geben einem jedoch schon zu denken. Wir würden aktuell nicht mehr in Gebiete mit "geringem" Malaria-Risiko fahren ohne Prophylaxe für Kinder, in den Kruger allenfalls in August/September und lassen z.B. bei unserer nächsten geplanten Tour nach Namibia über Ostern den Etosha aus diesen Gründen weg. Dies alles nur als Denkanstoß, nicht als Spielverderber 🙂

Viele Grüße und eine schöne Reise!
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter547 Beiträge · seit 201410. Sept. 2022 ·
fidel schrieb:Hallo,

viel Spaß auf eurer Route! Basierend auf dem, wie es bei uns lief, bin ich mir sicher, dass das eine tolle Reise wird. Verstehe ich das richtig, dass ihr von Johannesburg erstmal in einem Rutsch runter nach Mtuzini fahrt?

Freut euch auf Mtuzini, das ist echt ein traumhaft verschlafener Ort. Einzig die Informationslage zu möglichen Routen im Umlalazi NR ist etwas ausbaufähig. Es gibt verschiedene Karten mit den Wegen, am besten ist nicht die offizielle von Ezemvolo, sondern die einer lokalen Tourismusorganisation, die bekommt ihr aber vermutlich in eurer Unterkunft. Falls ihr noch Alternativen sucht: wir waren im Mtuzini B&B und sehr zufrieden. Unheimlich nette und fürsorgliche Gastgeber, großer Garten (mit Pool), aber mit einem recht großen Hund, den unser Kleiner zwar faszinierend aber zugleich beängstigend fand. Der Supermarkt in Mtuzini ist nicht riesig, aber ganz ok sortiert; wir haben auf der Weiterfahrt dann in der Boardwalk Mall in Richards Bay Halt gemacht, dort findet sich alles (auch für Kinder) und der Umweg ist zu vernachlässigen. Wo ihr aufpassen müsst in Mtuzini, sind Öffnungszeiten von Restaurants, z.T. findet man abends nichts mehr was offen hat. Wir haben im The Clay Oven lecker und nett gegessen.

Im H-I gab es bei uns im I-Teil deutlich mehr Tiere (aber auch deutlich mehr Verkehr). Dafür hatte man im Hilltop sehr viel Tiere direkt im Camp. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, einfach nur den ansäßigen Tieren hinterher zu laufen, das war für den Kleinen super spannend.

In St. Lucia war das Crocodile-Center eine nette Abwechslung. Fahrt unbedingt auch in den Western Shore Teil des isimangaliso Parks, dort hatten wir recht viele Tiere gesehen.

Deo Resta scheint sich zum neuen "Standard"-Stop azf der Route zu entwickeln - m.E. vollkommen zu Recht, sehr nette Gastgeber, saubere und gut angelegte Unterkünfte. Es gibt große Ausbaupläne (mehr Häuser, Zeltplatz, Streichelzoo..), also mal sehen wie lange der ruhige Charakter bewahrt werden kann.

Die N2 bis Piet Retief ist leider eher anstregend, viel Verkehr und LKWs, ab dort die Zick-Zack-Route zum Kruger über Amsterdam, Baberton etc. sehr einsam (und mit vielen Warnschildern, die vor dem Anhalten warnen), aber meist guter Teer und kaum Verkehr.

Vielleicht noch als Wort der Warnung bgzgl. Malaria etc.: Wir hatten keine Prophylaxe genommen. Der Kleine hatte nach der Rückkehr plötzlich sehr hohes Fieber. Der gesunde Menschenverstand und sämtliche kontaktierten Ärzte gehen in so einem Fall davon aus, dass möglichst rasch ein Malaria-Test gemacht werden sollte. Die Kunst besteht jetzt aber darin, einen solchen zu bekommen.. Uns war Mittwoch Mittag klar, dass wir einen Test machen sollten - viel rumtelefoniert mit Kinderärzten, Notaufnahmen etc., das Kind in Bereitschaftspraxen geschleppt etc. mit dem Ergebnis, dass es selbst in einer Großstadt wie München über 24h dauern kann, bis sich ein Arzt kompetent genug fühlt, den Test zu machen und auszuwerten. 24h, die im Fall einer tatsächlichen Malaria-Infektion in dem Alter über Tod oder Leben entscheiden können. Wir hatten im Anschluss auch ein längeres - nicht vorwurfsbelastetes, sondern fachliches - Gespräch mit dem Tropenmediziner, welcher klar davon abriet, mit Kindern in diesem Alter in Malaria-Gebiete zu fahren. Als Arzt am Tropeninstitut einer Großstadt sieht er halt nicht die 99 Fälle, bei denen es gut ging, sondern die Fälle, wo es ggf. problematisch wird - und die gibt es. Wir hatten letztlich Glück und es war nur eine andere Infektion, die Geschehnisse geben einem jedoch schon zu denken. Wir würden aktuell nicht mehr in Gebiete mit "geringem" Malaria-Risiko fahren ohne Prophylaxe für Kinder, in den Kruger allenfalls in August/September und lassen z.B. bei unserer nächsten geplanten Tour nach Namibia über Ostern den Etosha aus diesen Gründen weg. Dies alles nur als Denkanstoß, nicht als Spielverderber 🙂

Viele Grüße und eine schöne Reise!
fidel
Hallo Fidel

Zwischen Johannesburg und Mtunzini haben wir eine Zwischenübernachtung eingeplant, aber nicht fix reserviert. Wir wollen spontan schauen, wie weit wir am Anreisetag noch fahren mögen/wollen. Haben uns auf Google Maps auf der Strecke einfach bereits einige Favoriten markiert und schauen dann spontan wo es uns hinverschlägt.

Danke für deine Tipps zu Mtunzini und Hluhluwe.

Lustig, von Deo Resta hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Uns hat das Dusk to Dawn Guesthouse, welches sonst überall empfohlen wird nicht wirklich angesprochen. Und dann sind wir auf der Suche auf das Deo Resta gestossen und das hat uns auf Anhieb gut gefallen 🙂 .

Kleinkind und Malaria - schwieriges Thema (wir hatten es ja schon davon). Und nachgedacht haben wir in den letzten Monaten wahnsinnig viel. Wir haben nun geplant die Prophylaxe einzunehmen, im Bewusstsein, dass diese auch nicht zu 100% schützt. Wir denken aber, dass wir mit dieser in Kombination mit strikter Expositionsprophylaxe ein (für uns) vertretbares minimalstes Risiko eingehen. Aber das muss natürlich jede Familie für sich selber entscheiden.... Und ja, dass man wegen jedem Fieber beim Kleinkind nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet an diese Erkrankung denken muss, ist uns bewusst. Unsere Kleine hatte in ihrem Leben zum Glück erst einmal Fieber (bei einer Mittelohrentzündung). Hoffen wir, das bleibt so 🤩

Wird es von euch einen Reisebericht geben? 😉

Gruss, Stefanie
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