fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201622. Feb. 2022 ·
Liebe Südafrika-Erfahrene,
wir möchten im Zeitraum Ende April bis Ende Juni für 8 Wochen mit unserem Nachwuchs (15 Monate) nach Südafrika. Wir versuchen die Fahrtzeiten pro Tag auf max. 3h zu begrenzen (insgesamt 2 größere Transferstrecken, die wir auf 2 Tage splitten, ausgenommen). Auch das Reisen per se mit dem Kleinen sollte ganz gut klappen, wir waren ähnlich bereits letzten Herbst für 2 Monate im Griechenland unterwegs.
Die Route steht größtenteils. Von Kapstadt geht es die Garden Route entlang, über Addo und Mountain Zebra National Park mit Zwischenübernachtung (noch offen) dann zum Golden Gate National Park (3 Nächte). Ab da wird es etwas schwammiger. Wir wollen in den Drakensbergen Ruhe, Entspannung und ein paar kleinere Wanderungen (2-3 Stunden) unternehmen. Das klappte vergangenes Jahr in der Schweiz recht gut (da wog der Nachwuchs aber noch ein paar Kilo weniger). Anschließend soll es in den Hluhluwe und nach St. Lucia gehen, von dort dann in den Kruger. Insgesamt ist geplant, immer 3-4 Nächte an einem Ort zu bleiben, dort ein paar Stunden was zu unternehmen und sonst nix zu tun.
Bisher war unser Plan:
3N Golden Gate (Glenn Reenen) 3N Royal Natal (Thendele Camp) 3 N Giants Castle 2 N am Meer zw. Durban und Richards Bay 4 N Hluhluwe (vermutl. Hilltop, da umzäunt) 4 N St. Lucia von dort mit Zwischenübernachtung noch für 10 Nächte in den KNP und von Skukuza zurück.
Was uns inbesondere unklar ist, wo wir genau wie lang in den Drakensbergen Station machen sollten, um etwas Abwechslung, aber nicht zu lange Fahrtstrecken zu haben. Unterkunft bevorzugt in staatlichen Camps oder B&B < 150€/Nacht). Auch die Aufteilung der Nächte für diesen Reiseteil ist noch etwas offen.
Ich konnte keine klaren Infos darüber finden, wie hoch Giants Castle liegt, z.T. heißt es 2.000m, was mit 15 Monaten definitiv zu hoch wäre. Gibt es hier etwas niedriger gelegene Optionen, wo man auch von der Tür aus loswandern kann?
Hat jemand eine gute Idee für unsere Zwischenübernachtung am Meer? Ballito oder Umlhanga sind uns möglicherweise zu groß und trubelig, war jemand schonmal am Thugela Mouth?
Wir würden im Hluhluwe grundsätzlich lieber in Mpila übernachten, weil der Imfolozi-Teil wohl tierreicher sein soll (?) und wir kleinere Camps grundsätzlich vorziehen, denken aber, dass ein umzäuntes Camp hier besser wäre. Das Hilltop wirkt nur mäßig überzeugend, aber sinnvolle Alternativen gibt es wohl nicht wirklich oder?
Hallo fidel ….. einfach zum Nachdenken wenn ich das richtig verstehe, wird es schon im Mai sein, bis du in die Berge kommst und auf dieser Höhe beginnt es dann doch schon kühl zu werden, sobald die Sonne weg ist. Man ist dann auch schon sehr vom aktuellen Wetterglück abhängig. Wenn die Sonne weg ist, wird es frisch. Ich persönlich würde mir für Garden Route nach KZN auch eine Alternativroute an der Ostküste entlang überlegen. Das wäre auch mal was Neues. Und in schöner Landschaft Spazieren oder eine kleine Wanderung machen, kann man überall. Werner Obig ist hinfällig, wenn du Friese oder aus einem anderen Grund wetterfest und kälteresistent bist 😎 . Ich persönlich hab's lieber warm 😁 daher obiger Vorschlag von einem Warmduscher
Für das Thendele Camp auf jeden Fall vorher Feuerholz für den Kamin besorgen. Man kann es auch vor Ort kaufen, aber wenn ausverkauft, dann hast Du leider Pech gehabt, denn der nächste Markt ist Kilometerweit entfernt.
fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201626. Feb. 2022 ·
@schneewie Vielen Dank für den Link zu deinem Bericht. Ihr wart ja sogar an mehreren unserer potentiellen Stationen unterwegs. Schade dass ihr in den Drakensbergen so viel Pech mit dem Wetter hattet.
@loser Vielen Dank für deine Gedanken 🙂 Richtig, wir wären sogar erst gegen Ende Mai dort. Soweit ich es verstanden habe, dürften die Wetteraussichten - abgesehen von den (Nacht-)Temperaturen - um die Zeit eigentlich ganz gut sein? Etwas Sorge machen mir die Nacht Temperaturen trotz Heizung schon auch, aber Drakensberge ganz weg lassen oder jeden Tag aus tieferen Lagen erst rauf auf den Berg zu fahren ist auch doof. Ganz weglassen würden wir die Berge daher sehr ungern. Klar wäre warm und abends draußen sitzen schöner, solange wir es in der Unterkunft warm genug kriegen, sollte das aber hoffe ich in Ordnung sein. Warme Sachen sind aufgrund der Jahreszeit und Route ohnehin zwingend mit dabei. Und leider ist es mir trotz längerem Bemühen nicht gelungen, eine sinnvolle Route für ca. 11 Tage vom MZNP zum Hluhluwe an der Küste entlang (mit wenigstens etwas Drakensbergen) zu basteln, die lange Fahrzeiten vermeidet. Leider (oder je nach Perspektive zum Glück) sind die Fahrtzeiten zu den einzelnen Orten an der Küste schon einfach verdammt lang..
Viele Grüße Fidel
Edit: ich habe übrigens zumindest inzwischen herausfinden können, dass das Giants Castle Rest Camp jedenfalls unter 1700m liegt, also mit der Akklimatisierung der Tage davor wohl vertretbar
Hallo fidel, obig war nur ein Hinweis aber kein Versuch dir das auszureden. Man kann alles machen, wenn man weiß was einem erwartet und ihr seid sowieso abgehärtet.
Etwas macht mich jetzt aber doch neugierig, wie das einzuordnen ist. Daher die Frage, ob und wo ihr im Winter schon in RSA ward.
Und damit auch du mich einordnen kannst: Ich habe einige Zeit am mittleren Highveld gelebt und kenne das Klima dort ganz gut. Wir sind auch mit Kleinkindern im Winter gereist, auch per Camping, aber im zentralen Highveld nur für kurze Trips oder auf Durchreise. Es geht natürlich schon, vor allem wenn man jung ist, aber gemütlich war es nie. Im Golden Gate war ich einmal Ende April mit Besuch aus A per Wohnwagen (damals nicht "winterfest") und nach der zweiten Nacht haben sie gestreikt. Kälte ohne Zentralheizung war zu viel für sie. Im Winter ist das Lowveld einfach angenehmer. Grüße von einem Warmduscher und Gute Reise, Werner
fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201626. Feb. 2022 ·
Hallo, vielen vielen Dank für euren Input!
@Malbec Clarence scheint ein sehr nettes Örtchen zu sein - für den Besuch des Golden Gage NP und seiner Umgebung sicher optimal gelegen, aber für den Rest der Drakensberge doch eher etwas weit im Nordwesten oder reden wir aneinander vorbei? 🙂
@Clamat Danke für den Link zum passenden Teil eures Berichts und dem Hinweis zur Höhe bei Glen Reenen - das hatte ich ehrlich gesagt gar nicht als hochgelegen auf dem Schirm, weil nicht direkt in den Drakensbergen. Je nach Karte, auf der man schaut, dürfte es in der Tat auf so 1900 - 1950m liegen.
@loser Ich hatte es auch nicht als Versuch, das Auszureden aufgefasst und bin ehrlich dankbar über jeden Input 🙂 Wir kennen das südliche Afrika in der Tat bisher nur im Zeitraum September bis Januar (Winter in Afrika hatten wir in Marokko im Erg Chegaga mit -10° nachts..). Liege ich denn mit meiner Einschätzug so falsch, dass wir - von extremen Kaltfronten, klimatischen Unwägbarkeiten oder einem Schlechtwetterfenster abgesehen - grundsätzlich klares Wetter mit Temperaturen bis 15/20° tagsüber und min. ~ 0° nachts rechnen können? Klar, zeltend kann es da, grad mit Wind, schon unangenehm werden, weil man ja immer draußen ist (weswegen ich auch nur einmal und vermutlich nie wieder in Island zelten gehen werde..). Aber in einer festen und beheizbaren Unterkunft (wenn auch zugiger als bei uns), in der man sich aufhält sobald die Sonne weg ist und in die man auch jederzeit wieder zurück kann, sollte es doch eher mit sonnigen Vorfrühlingstagen bei uns vergleichbar sein oder?
Vielleicht lassen wir diesen Part der Tour auch einfach offen und schauen, wie uns das Wetter im MZNP bekommt (der ja auch schon hoch liegt) und wählen die Route nach KZN dann entsprechend der dortigen Erfahrungen und der Wettervorhersage (auch wenn wir dann auf die 40% Rabatt im Golden Gate verzichten müssten :-P). Ende Mai sollte man ja wahrscheinlich dort überall noch kurzfristig was bekommen nehme ich an (?).
Hallo fidel, wir waren im letzten Jahr vom 22. bis 25. 10. 21 im Highland Mountain Retreat . Traumhaft und wunderschön, tolle Aussicht, sehr hübsche Blockhütten, nächtliche Temperaturen um 1 Grad Celsius. Hütte mit offenem Kamin und elektr. Bettmatten; trotzdem sehr klamm und kalt, da im Prinzip "nicht beheizbar". Dazu viel Regen und Nebel. Golden Gate ist für uns der schönste Teil der Drakensberge. Wandern geht sehr gut. Das einzige Highlight außer Wandern ist der Vulture Hide, der aber für Kinder nicht sehr spannend ist, wenn kein Futter angeliefert wurde. Da man dort sehr ruhig sein sollte ist er aber für Kinder -meiner Meinung nach- nicht geeignet. Die Ausführungen vom "Warmduscher" loser kann ich vollkommen nachempfinden und bestätigen. Liebe Grüße Marga
Hallo fidel, nur ganz kurz. Das "Wetter" wird stabil sein, das Klima dagegen "kühl", wobei Letzteres die subjektive Wertung eines Warmduschers ist. Zur Einordnung in deiner persönlichen Komfortskala wäre es am besten, Temperaturdaten für deine Zielorte anzuschauen/gxxglen. Das www ist voll von derartigen Statistiken. Dann kannst du selbst entscheiden. Werner
fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201606. März 2022 ·
Hallo zusammen,
ich wollte euch das Ergebnis unserer Überlegungen nun nicht vorenthalten. Da im Bereich Golden Gate NP keine Übernachtung unter 18-1900m möglich ist (auch das Umland ist entsprechend hoch gelegen), Royal Natal und Giants Castle auch recht hoch liegen und wir nicht sicher waren, ob 3x3 Tage Berge trotz wechselnder Szenerie das beste sind, haben wir nun nach langem Knobeln eine sinnvolle Route über die Wild Coast gefunden. Mittlere und nördliche Drakensberge fallen damit leider weg, aber so haben wir einen Grund, mal wieder in diese Ecke Südafrikas zu fahren.
Wir fahren jetzt:
4 N Mountain Zebra National Park 3 N Maclear Woodcliffe Cottage 5 N Port St. Johns / Umngazi 3 N Himmeville / Underberg 2 N bei Ballito 3 N Hilltop
Von den Kilometern und den Fahrtzeiten nicht wesentlich länger als die ursprünglich geplante Route obenrum und mit 2 Ecken zum Wandern plus 5 Tagen Pause vom Urlaub und Selberkochen am Meer (hoffentlich war das eine gute Entscheidung, da das unseren Tagesschnitt bei den Übernachtungspreisen deutlich nach oben reisst und für ein paar Stunden mehr Fahrzeit verantwortlich ist.. ). Wir meiden die hohen Lagen und haben doch etwas Drakensberg-Athmosphäre.
Falls jemand noch einen Tipp für 2 Nächte am Meer zwischen Durban und Richards Bay außerhalb einer Bettenburg hat, wäre das gern gesehen 🙂
Hallo fidel, ihr habt ja jetzt die Seite "des Bergs" gewechselt, daher folgender Hinweis:
Für den Fall dass ihr nochmals kleine Planänderungen vornehmt und einen nahen „Fluchtort“ in die Wärme der Küstenregion sucht, der nicht gleich über Durban hinausgeht, hier folgender Hinweis. Einfach als „backup“, ansonsten ignorieren. In Shelly Beach an der KZN-Südküste gibt es eine kleine Oase von alten Milkwoods u. a. tropischen Bäumen zwischen den Bettenburgen der KZN-Küste, und zwar in Shelly Beach (im Großraum Margate) namens Milkwood Cottages https://milkwood-beach-cottages-self-catering-accommodation.business.site/ oder bei den übliche Verdächtigen im Quartiermarketing. Wenn du obig in gxxglemaps eintippst, siehst du diese „Urwaldinsel“. Die Unterkunft ist sicher, liegt direkt am Strand (mit eigenem Zugang), nahe an der A2 (aus deiner Richtung), mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Die Bungalows sind zwar schon älter, also etwas „altmodisch“, waren aber 2019 gut in Schuss und sehr preiswert, weil (damals) kein internationales Publikum, was für Manche ein +Punkt ist. Die Wirtsleute sind sehr nett. Man hat viel Schatten und es ist sehr ruhig. Es gibt mehrere Bungalows, deren Namen oder Nummer ich vergessen habe. Daher dieses Bild vom Schönsten,
mit 2 Schlaf- und Badezimmern, aber bei dem Preis auch für 2 und 1/3 i. O. Das Bild ist leider nicht so gut, weil in der frühen Morgendämmerung geknipst.
Wünsche eine schöne Reise Werner PS: Es gibt Haustiere. Aber die Gastgeber passen gut auf, falls jemand damit Probleme hat.
fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201608. März 2022 ·
Lieber Werner,
danke für deinen Tipp - das sieht in der Tat sehr angenehm aus dort, wird gespeichert 🙂 Das wäre auf jeden Fall eine gute Location, wenn man Underberg/Himeville auslassen würde und dafür noch die Oribi Schlucht besuchen möchte. Je nach Wetterbericht eine gute Alternative die zudem noch Kilometer sparen würde.
fidel schrieb:Wir würden im Hluhluwe grundsätzlich lieber in Mpila übernachten, weil der Imfolozi-Teil wohl tierreicher sein soll (?) und wir kleinere Camps grundsätzlich vorziehen, denken aber, dass ein umzäuntes Camp hier besser wäre. Das Hilltop wirkt nur mäßig überzeugend, aber sinnvolle Alternativen gibt es wohl nicht wirklich oder?
Moin Fidel, ich seh jetzt einem ersten Überfliegen nicht, ob hierzu schon was geschrieben wurde. Ansonsten mein Senf dazu 😉 Mpila ist meines Wissens auch eingezäunt. Persönlich finde ich Mpila angenehmer als Hilltop. Als Alternative ansonsten: hast Du Dir schon mal das Nselweni Bush Camp angeschaut? Das Camp ist auf jeden Fall eingezäunt, etwa 10 km von Mpila entfernt, buchbar ebenso über KZN. Sehr schön und etwas abseits im Bush gelegene Unterkunft mit einem Mittelding zwischen festem Haus und Zelt.
Mogambo schrieb:Mpila ist meines Wissens auch eingezäunt. Persönlich finde ich Mpila angenehmer als Hilltop. Als Alternative ansonsten: hast Du Dir schon mal das Nselweni Bush Camp angeschaut? Das Camp ist auf jeden Fall eingezäunt,.....
Hallo Mogambo, Da muss ich dir leider widersprechen. Das Mpila Camp ist nur gegen Elefanten umzaeunt - mit einem Elektro Draht. Alles was kleiner ist als ein Elefant kommt in das Camp, ich habe dort schon Bueffel drin gesehen... Dass Nselweni jetzt eingezaeunt sein soll kann ih mir nicht vorstellen, jedenfalls war es nicht als wir dort waren. Und die Hyaenen waren extrem frech dort abends waehrend dem Braai! Hilltop Camp hat uebrigens einen Kinderspielplatz.
Hallo Fidel, Im May kann es auch in Himeville / Underberg ganz schoen kalt werden - ist ja auch in den Bergen! Demzufolge finde ich deine / Werner's Idee mit Milkwood Cottages (die kenne ich allerdings nicht persoenlich) und einem Besuch in Oribi Gorge gar nicht so daneben!
fidelThemenstarter925 Beiträge · seit 201608. März 2022 ·
Vielen Dank für den weiteren Input 🙂
Mein Kenntnisstand ist auch, dass es sowohl in Mpila als auch beim Nselwni Bush Camp nur einen Elektrozaun gegen die Elefanten gibt, alles andere kann drunter durch spazieren. Außerdem is Nswelni Bush Camp nur mit Allrad oder High Clearance Fahrzeugen zu erreichen, wir werden aber voraussichtlich nur Toyota Avensis "o.ä." verfügen. Es wird also vermutlich auf Hilltop hinauslaufen.
Wir machen uns sowohl in Maclear als auch in Himeville auf kältere Temperaturen gefasst, haben bei der Unterkunft aber auch extra auf gute Beheizbarkeit bzw. Bewertungen von Gästen im Winter geachtet. Eine warme Jacke, lange Unterwäsche und Mütze sind ohnehin im Gepäck dabei, da man in der Jahreszeit ja auch woanders kaltes Wetter erwischen kann. In Deutschland leben wir ja mindestens die Hälfte des Jahres mit deratigem Wetter/Risiko (natürlich mit besserer Isolierung etc.). Sollte sich tatsächlich eine Kaltfront mit <0°C und/oder Schnee ankündigen (was mir jetzt im Mai nicht extrem wahrscheinlich aber auch nicht vollkommen unrealistisch erscheint) kann man immer noch umplanen - da ist der Vorschlag von Loser/Werner ein guter Backup-Plan.