TopobärThemenstarter5'479 Beiträge · seit 200919. Juni 2020 · #1
Von fast allen afrikanischen Reisezielen gibt es inzwischen einen Corona-Thread. Nur von meinem nächsten Reiseziel nicht. Deshalb habe ich jetzt dieses Thema gestartet, in der Hoffnung, dass diejenigen, die hierzu Infos haben, diese hier auch posten.
Am 18.Dezember soll es losgehen und ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.
ich bin in ständigem Kontakt mit einigen Masai aus der Masai Mara. Kenia ist ja betroffen, und zwar besonders Nairobi und Mombasa, die beide relativ abgeriegelt sind. Die Masai Mara ist bisher offensichtlich verschont geblieben. In der vorigen Woche gab es mal das Gerücht, dass ein Ort östlich von Narok nun auch einen Fall haben sollte, diese Meldung wurde aber nicht offiziell bestätigt.
Der Tourismus ist zurzeit bei Null, fast alle Camps sind geschlossen und die Angestellten sind nach Hause geschickt worden, meist natürlich ohne Lohnfortzahlung. Das bedeutet, dass die Menschen nun, da die wenigen Ersparnisse aufgebraucht sind, keine Lebensmittel mehr kaufen können. Im April und Anfang Mai hat es größere Lebensmittelspenden gegeben von Gästen, die in Kontakt mit Einheimischen stehen. Aber das ist mittlerweile abgeflacht und es wird eng für die Menschen. Der Park selbst scheint wieder offen zu sein, jedenfalls gibt es einige Langzeittouristen/Wissenschaftler, die den Park besuchen.
Zu Beginn des Lockdowns waren die Masai sehr motiviert und alle haben sich an die Beschränkungen gehalten in der Hoffnung, dass sie bald wieder zur Normalität zurückkehren können. Immer wenn ich angedeutet habe, dass es noch lange Zeit keine Normalität geben wird, wurde mir das nicht geglaubt. Mittlerweile macht sich aber ein realistischer Blick breit.
Wann sich das Land wieder für den Tourismus öffnen kann, ist schwer zu prognostizieren. Noch gehen die Covid-19-Zahlen nach oben, die Regierung scheint das Thema ernst zu nehmen, ernster jedenfalls als die tansanischen Nachbarn, und hält die Grenzen dicht.
Auch ich habe die Hoffnung auf eine Reise nach Kenia Ende des Jahres noch nicht aufgegeben. Falls Reisen dann überhaupt möglich sind, braucht man sich über Vorausbuchungen sicherlich keine Gedanken zu machen. Das Wichtigste sind Flüge, das Öffnen der Grenzen und Reisefreiheit innerhalb des Landes. Die Entscheidung, ob man das grundsätzliche Risiko einer Afrikareise zu Corona-Zeiten auf sich nehmen möchte, muss jeder für sich selbst treffen.
Sollte ich Neuigkeiten erfahren, werde ich sie hier einstellen.
VG Klaudi
URUrsula126 Beiträge · seit 200620. Juni 2020 · #4
Da bin ich aber froh , ein Corona thread hier ist mir sehr abgegangen. Nach meinen Informationen rüsten sich die Camps für Öffnungen nach dem 5.Juni. Solange besteht ja das momentane Einreiseverbot für uns. Was bedeuten könnte, dass wir am 10.Juni ( gebucht Sept. 2019) womöglich -rein theoretisch - fliegen könnten. Oder aber vermutlich für einen späteren Termin im August umbuchen könnten. Anscheinend haben sich einige Camps in der Mara auf entsprechende Sicherheitsvorkehrungen geeinigt, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Dieses allerdings besteht, meiner Meinung, eher auf dem Weg von Europa dorthin. Die Gedanken sind bekanntlich frei... und sie fliegen in eine wundersam vom Massentourismus befreite Masai Mara. Bei einer Einwohnerzahl von 55 Mil. Einwohnern hat Kenya sicherlich sehr rasch und effizient reagiert. Jedoch scheint die Spitze noch nicht erreicht zu sein, wie ich der Kurve entnehme. Und ich werde wohl endgültig meine Gedanken zügeln müssen ! Und ja, ich weiß, ich habe ein Corona - Luxusproblem . LG Ursula
THBiker1'366 Beiträge · seit 201122. Juni 2020 · #5
Mich würden die tatsächlichen Zahlen mal interessieren. Ich kann mir nicht vorstellen, warum ausgerechnet Afrika/ Kenia so wenig (Todes-)Fälle hat. Ich fürchte die Dunkelziffer wird deutlich höher sein. Es gibt viele Argumente dafür und dagegen. Es ist eine junge Bevölkerung und das Leben findet meist im Freien statt. Der Bewegungsradius ist bei der ländlichen Bevölkerung doch erher eingeschränkt. Vielleicht ist das der Grund, warum Kenia aktuell den Anschein hat, dass es glimpflich davon kommt. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen mit Vorerkrankungen, die medizinische Versorgung ist schlecht. Vielleicht interessiert es die Menschen weniger, woran jemand gestorben ist. Wir werden sehen, wie diese Krise für uns alle ausgeht.
Ich selbst hoffe auch, dass ich Ende Oktober fliegen kann. Aber das was wir hier haben ist eher ein Luxusproblem, wie, wohin und wie lange wir in Urlaub können. Die Leute vor Ort kämpfen um ihre Existenz. 🙁
An anderer Stelle habe ich auch schon von dem Community Wildlife Fund berichtet. Der Hilfsfond würde gegründet, um den Leuten vor Ort zu helfen und somit auch Tiere zu schützen. Wen es interessiert, findet hier alle weiteren Informationen.
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Nadine3112460 Beiträge · seit 201810. Juli 2020 · #10
Der Test aus Kenia wird aber laut der Liste anerkannt. Zur Not könnte man ja am Flughafen nach der Ankunft einen Test machen (zumindest in FRA möglich).
earlybird711'111 Beiträge · seit 201610. Juli 2020 · #11
Gu-ko schrieb:Mal angenommen Kenya erlaubt ab 1. August die Einreise für Touristen, was geschieht dann bei der Rückkehr nach Deutschland? Zwei Wochen Quarantäne?
Man kann sich an vielen deutschen Flughäfen bei Rückkehr testen lassen.
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's
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Old Women1'543 Beiträge · seit 201331. Juli 2020 · #13
Hallo, ihr Lieben, Mein Herz blutet immer noch, aber wg. Corona hatte KLM uns ja den Gabelflug nach Kenia/Tansania anulliert. Die Begründung war, dass die Einreisebestimmungen das nicht erlauben. Heute Morgen habe ich dann die Flugerstattung ausgezahlt bekommen. Die Kommunikation über den FB- Messenger klappte reibungslos. Schon vor 2 Wochen konnte ich ein Hotel in Tansania "nicht kostenfrei stornierbar" bei boocking.com kostenlos auf Kulanz stornieren. Unseren Wellness-Aufenthalt 😎 auf Sansibar wurde seitens der TUI, wo ich ein Hotel recht preiswert gebucht hatte, annulliert. Jetzt habe ich nur noch 2 Nächte Nairobi auf meiner Haben-Liste. Ich werde versuchen, wenn es nicht annuliert wird, um genau 1 Jahr zu verschieben, denn unser Aufenthalt im Malaikacamp konnte nicht kostenfrei storniert werde, und ich habe diesen um genau 1 Jahr verschoben. Für mich hat sich alles gut entwickelt, für Kenia dagegen werden die Auswirkungen von Corona gravierend sein: Hunger Zunahme von Gewalt etc. Tansania gibt ja keine Zahlen zur Entwicklung von Corona im Lande weiter. Ob das nun ein Land ist, in dem man Urlaub machen sollte, werde ich hier mal nicht weiter kommentieren. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir verleben gerade ein paar schöne Tage in Zingst an der Ostsee. Die Strände sind sehr lang und die Wandermöglichkeiten im Hinterland fantastisch. Es ist rappelvoll, keiner hält Abstand, aber zumindest habe ich eine gute medizinische Versorgung, so wie ich sie denn benötige. Keine guten Zeiten gerade. Wenn man 4 Wochen verreist in ein afrikanisches Land und dann noch 2 Wochen in Quarantäne muss, das wird bestimmt für viele Fomis schwierig.
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zu Kenia und den Einreise- bzw. Ausreisebestimmungen möchte ich gerne etwas fragen, denn ich habe mir die verschiedenen Vorschriften und Regularien des auswärtigen Amtes durchgelesen, ebenso die Bestimmungen vom RKI.
Wenn ich alles richtig verstanden habe sieht das dann in der Praxis für den Toursten wie folgt aus:
Einreisen in Kenia ja, aber nur mit einem max. 96-stündigen, negativen Coronatest, keine Quarantäne.
Ausreisen aus Kenia / Einreise bzw. Rückreise nach Deutschland: 14 tägige Quarantäne, es sei denn, man kann einen max. 48-stündigen alten negativen Coronatest vorlegen.
Habe ich das so richtig verstanden, und falls ja, wo bekomme ich bei meiner Rückreise einen Coronatest? Der müsste ja bereits in Kenia, also vor meiner Einreise nach Deutsland, gemacht sein. Der genaue Wortlaut heißt nämlich: Ausnahmen für die Menschen, die durch ein ärztliches Zeugnis belegen können, dass sie innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise negativ auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2getestetworden sind.
Weiß da jemand Bescheid über das Prozedere? Gibt es am Fraport entsprechende Teststationen (auch bei der Rückreise?)
Viele Grüße und Danke 🙂 schon im Voraus. der bayern schorsch
Ich musste mich gerade wegen einer beruflichen Reise mit dem Thema Rückreise aus "Risikogebieten" beschäftigen. Nicht aus Kenia, aber das ist bei der Einreise nach Deutschland egal, da unterscheiden die nicht. Es ist so, dass Du entweder 14 Tage in häusliche Quarantäne gehst (das will ja keiner) ODER einen maximal 48 Stunden alten Coronatest aus dem Reiseland mitbringst ODER Dich in Deutschland testen lässt und bis zum Testergebnis in Quarantäne bleibst. Tests kann man definitiv in Frankfurt und Düsseldorf am Flughafen machen, München wahrscheinlich auch - letzteres kann ich nur nicht aus eigener Erfahrung bestätigen. Je nachdem wie viel Geld Du für den Test bezahlst hast Du das Testergebnis nach nur wenigen Stunden (in Frankfurt) oder nach zwei Tagen (in Düsseldorf). Soweit mein letzter Kenntnisstand zu dem Thema.
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Vielen Dank Melo und Christian für die Information. Das hilft schon mal weiter.
Trotzdem noch eine zusätzliche Frage: kann ich denn vom Frankfurter Airport nach der Einreise nach Hause fahren und am selben Tag bei einer Teststelle in meiner Heimat den Test machen lassen?
Herzliche Grüße + nochmals vielen Dank, der bayern schorsch
kann ich denn vom Frankfurter Airport nach der Einreise nach Hause fahren und am selben Tag bei einer Teststelle in meiner Heimat den Test machen lassen?
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bayern schorsch schrieb: Trotzdem noch eine zusätzliche Frage: kann ich denn vom Frankfurter Airport nach der Einreise nach Hause fahren und am selben Tag bei einer Teststelle in meiner Heimat den Test machen lassen?
Ja, im Prinzip schon, zumindest Stand heute. Ich würde mich aber vorher mal im lokalen Testzentrum erkundigen, ob Du da einfach so als Reiserückkehrer hingehen kannst, oder einen Termin brauchst oder oder oder. Da sind die Regeln ja zumindest von Bundesland zu Bundesland und vielleicht sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Aber zumindest laut Stand von vorgestern hält Dich niemand in Frankfurt auf und zwingt Dich zum Test. Wie genau die Pflichttest-Pläne von Herrn Spahn umgesetzt werden, falls die denn kommen sollten, das weiß ich aber natürlich jetzt nicht.