LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201415. Jan. 2020 · #1[Aktualisierung: Expedia wird mir die Kosten für das Gepäck erstatten - siehe [url=https://www.namibia-forum.ch/forum/14-fluege/298947-condor-flug-ueber-expedia-gepaeckproblem-geloest.html?start=42#578387]hier
Liebes Forum,
heute brauche ich mal eure Hilfe 🙄 : Noch letztes Jahr habe ich über Expedia einen Flug für September von Frankurt nach Kapstadt und zurück gebucht - ein Direktflug mit Condor. Der Flug war aus meiner Sicht echt günstig und deshalb habe ich auch peinlichst genau auf die Gepäckgebühren für das 1. Aufgabegepäck geachtet. Die waren laut den Links, die Expedia mir angeboten hat zu jeder Zeit der Buchung inklusive (leider habe ich davon keinen Screenshot gemacht).
Erst als mir Condor die Tickets zugeschickt hat, bin ich stutzig geworden: Das Gepäck ist nicht dabei. Der Anruf bei Condor hat dies bestätigt und die Servicehotline von Expedia hat mir geraten, das Gepäck zu buchen und dann den Beleg zur Erstattung zu schicken. Was ich auch getan habe.
Ja und ihr ahnt nun wahrscheinlich schon, dass Expedia natürlich nicht bereit ist, diese Gebühren zu übernehmen 😵 . Ich habe jetzt bereits vier Mal an Expedia geschrieben und keine der Antworten ist auch nur im geringsten auf mein Anliegen eingegangen. Mir wurde nur erklärt, wie ich Sonderleistungen buche, dass das ein Billigflug sei und das Gepäck eben nicht inklusive ist und inzwischen wurde da der Fehler (?!?) auf der Homepage auch behogen. Das einzige was ich - zum Glück - habe, sind Screenshots von meinem Expedia-Reiseplan, in dem steht, dass die Gepäckgebühren inklusive sind. Der Reiseplan zieht seine Daten zum Gepäck jedoch aus dem Expedia-System und inzwischen wurden da Änderungen vorgenommen (auch das habe ich als Screenshot dokumentiert). Eine Probebuchung letzte Woche hat ebenfalls noch den Flug inklusive Gepäck angezeigt (auch davon habe ich einen Screenshot).
Und natürlich heisst es jetzt, dass bei dem Flug die Gepäckbebühren niemals inklusive waren.
Ich würde mich nun gerne an die Verbraucherzentrale? Schlichtungsstellen? einen Rechtsanwalt? wenden. Hat jemand von euch damit auch schon Erfahrung gemacht und kann mir einen Tipp geben? Da wäre ich echt dankbar dafür.
Ganz liebe Grüsse
Nina
NANamdu152 Beiträge · seit 201715. Jan. 2020 · #2Hallo Nina,
wir fliegen im Mai auch mit Condor allerdings nach Windhuk. Obwohl ich bei meinem letzten Flug nach Kanada wegen der knappen Beinfreiheit in der Condor-Maschine und weil jedweder Service extra gezahlt werden muss, gesagt habe, never ever Condor; konnte ich bei den mit Abstand günstigsten Flug nach Namibia nicht widerstehen und habe dort gebucht, allerdings mit Gepäckzuschlag.
Wenn der Mehrbetrag für die Gepäckmitnahme im Vergleich zu den gesamten Reisekosten marginal ist, würde ich persönlich mir den ganzen Streß und Ärger ersparen und auf weiteres Vorgehen verzichten. 🤩 Aber entscheiden muss Du.
Gruß
Olaf
fidel925 Beiträge · seit 201615. Jan. 2020 · #3Hallo,
realistisch hast du wenig Chancen mit verhältnismäßigem Aufwand an dein Geld zu kommen. Das weiß Expedia natürlich auch und sitzt das aus. Natürlich kannst du dich an einen Anwalt oder den Verbraucherschutz wenden; mag sein dass Expedia dann eher in die Gänge kommt. Die Kosten (zumindest für den Anwalt) und der Aufwand wären es mir persönlich vermutlich nicht wert. Am Ende aller Tage (wenn sie weiterhin stur bleiben) bleibt nichts als zu klagen - was auch wieder sehr lange dauert und kostenintensiv ist (kannst du aber auch ohne weiteres ohne Anwalt). Sofern es dir nicht ums Prinzip geht (wofür ich durchaus Verständnis hätte), würde ich das ganze eher als Lehrgeld im Umgang mit den großen Onlinevermittlern ansehen. Ich versuche diese Dienste inzwischen wo immer möglich zu vermeiden, vor allem weil es direkt bei der Airline oft nur unwesentlich teurer ist. Als erstes würde ich zumindest zunächst mal noch ein böses Einschreiben mit deinen Nachweisen, der Drohung mit Verbraucherschutz und Anwalt und Fristsetzung zur Rückerstattung per Einschreiben/Rückschein an die deutsche Kontaktadresse schicken..
Tut mir leid, keine Patentlösung präsentieren zu können, aber leider leben wir in einer globalisierten Welt, wo ein Einzelner gegen internationale Großunternehmen nur mit großem Aufwand etwas ausrichten kann - ob es einem das wert ist, muss jeder selbst entscheiden..
Viele Grüße
fidel
edit: ein Ansatzpunkt wäre vl. noch über dein Kreditkartenunternehmen, da müsstest du mal die Bedingungen studieren. Immerhin hat Expedia dir weniger Leistung vermittelt (Flug ohne Gepäck) als eigentlich vereinbart und bezahlt. Vl. kann das Kreditkartenunternehmen da Druck machen.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201415. Jan. 2020 · #4..oh ihr seid ja echt lieb. Schon die ersten Ratschläge 🤩 .
Ich muss gestehen, mir geht es da echt ums Prinzip 😈 - obwohl ich eigentlich kein Prinzipienreiter bin 😄 .
Ich hoffe, einfach mal, dass mir jemand einen Tipp für Schlichtungsstellen/Verbraucherzentrale/andere Stelle hat, wo ich ein bisschen "aufmischen" und Öffentlichkeit verursachen kann. Wahrscheinlich hab ich da wesentlich mehr Ärger wie Expedia, denen das am A.... vorbei geht, aber trotzdem.... Das wäre es mir Wert.
Und ja, der Flug ist trotz fehlendem Gepäck immer noch günstiger wie der Alternativflug, den ich ausgesucht habe 😄 (und der Flug direkt bei Condor) . Und genau deshalb habe ich mir die Gepäckgebühren ja so genau angeschaut 😗 ....
Liebe Grüsse
Nina
@ Einschreiben ist eine tolle Idee: Da hätte ich auch selber draufkommen können 🤩
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201315. Jan. 2020 · #5Hallo und Off Topic, Expedia und Opodo scheinen mir noch die "Seriösesten" zu sein, wenn ich mir die Flugpreise von den vielen anderen Anbietern auf den Suchportalen anschaue, die oft noch viel günstiger sind als die Beiden und die Airline selbst!
Oft unerklärlich, warum da z. Bsp. in der Businessclass manchmal bis zu 500€ Unterschied ist Wo ist da der Haken oder ist man nur selbst schuld, wenn man bei der Airline direkt bucht? Oft so bevor die Airline selbst mit dem Verkauf startet...!
LG NOGRILA
MOmotorradsilke390 Beiträge · seit 201715. Jan. 2020 · #6NOGRILA schrieb:Hallo und Off Topic, Expedia und Opodo scheinen mir noch die "Seriösesten" zu sein, wenn ich mir die Flugpreise von den vielen anderen Anbietern auf den Suchportalen anschaue, die oft noch viel günstiger sind als die Beiden und die Airline selbst!
Oft unerklärlich, warum da z. Bsp. in der Businessclass manchmal bis zu 500€ Unterschied ist Wo ist da der Haken oder ist man nur selbst schuld, wenn man bei der Airline direkt bucht? Oft so bevor die Airline selbst mit dem Verkauf startet...!
LG NOGRILA
Der "Haken" ist im fehlenden Service. Geht alles glatt, sind die Vermittler oft wesentlich günstiger. Ich buche fast ausschließlich bei Vermittlern, habe da schon viel Geld gespart.
Ich bin mir aber auch bewußt, dass ich dabei die schlechteren Karten habe, wenn es irgendwelche Probleme gibt, seien es Umbuchungen, Zeitverschiebungen der Flüge, Flugausfälle oder wie hier geschildert das Gepäckproblem. Dann wird man vom Vermittler zur Airline und zurück geschoben und muss sehr hartnäckig sein. Das sollte man wissen, wenn man dort bucht.
Gila.Bend522 Beiträge · seit 201715. Jan. 2020 · #7Hi Nina
Dein Anliegen würde auch zu einer Anfrage im www.vielfliegertreff.de passen.
Dort sind Fachleute aktiv und auch im Reiserecht spezialisierte Anwälte (deren Namen nenne ich nicht öffentlich, aber wenn gewünscht per PM) häufig zu einer Einschätzung der Sachlage bereit.
Tip: Kürze Deinen Beitrag dort auf das Wesentliche zusammen und wundere Dich nicht über Antworten wie "selber schuld", "wer billig bucht", etc.
Gila
AVAvioniker68 Beiträge · seit 201915. Jan. 2020 · #8Aus dem Expedia-Impressum: «Expedia nimmt an dem Streitbeilegungsverfahren vor der Verbraucherschlichtungsstelle SÖP (
https://soep-online.de/) für sämtliche Ansprüche auf Basis von Pauschalreiseverträgen (§§ 651 a ff. BGB) teil. ...... Bei durch Expedia vermittelten Einzelreiseleistungen ist Expedia nicht bereit und nicht verpflichtet an einer Streitschlichtung teilzunehmen.»
Schlichtungsstelle fällt also weg. Verbraucherschutz weiß ich nicht, ob das was bringt. So eine Kleinkanzlei, die alles Mögliche macht, bringt wahrscheinlich nicht viel. Expedia hat dann die besseren Anwälte. Eine hoch spezialisierte Kanzlei setzt wahrscheinlich Deine Interessen durch. Kann sein, dass Du dabei trotzdem verlierst. Die Gebühren für Anwälte sind mittlerweile teilweise dereguliert. Die guten Fach-Anwälte verlangen für Außergerichtliches meistens eine stundenweise Vergütung losgelöst vom Streitwert. Das können dann gern mal 350 Euro pro Stunde sein. Anwaltskosten in der Höhe ersetzt weder die Rechtsschutzversicherung noch muss sie die Gegenseite bei Niederlage tragen.
Du kannst vorab versuchen, Expedia auf Facebook in einem Beitrag oder einem Kommentar zu einem Beitrag anzupieksen. Viele Firmen haben ganz gute Social-Media-Teams, die einige Probleme gelöst bekommen, weil man in den Social Networks keine Eskalation vor hunderttausenden Mitlesern will. Hat natürlich keine Erfolgsgarantie, kostet aber nichts und ist schnell ausprobiert.
Liebe Grüße
Logi16,9k Beiträge · seit 201215. Jan. 2020 · #9Hallo Nina,
PN gelesen?
LG
Logi
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201415. Jan. 2020 · #10Hallo zusammen,
@Gila: das mit dem Vielfliegertreff ist eine gute Idee. Dankeschön. Da werde ich auch mal (kürzer) posten.
@Avioniker: Das mit der Schlichtungsstelle habe ich auch schon gelesen. Das werde ich mal versuchen. Dankeschön. Rechtsanwalt wird mir wohl wirklich zu teuer sein.
@Logi: Ja, dankeschön für den Tipp
Ich halte euch auf dem Laufenen
Nina
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201715. Jan. 2020 · #11Darf ich fragen, über welche Summen wir reden? Was hat der Flug pro Person gekostet? Was würde das Gepäck pro Person kosten?
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201416. Jan. 2020 · #12Wüstenruhe schrieb:Darf ich fragen, über welche Summen wir reden? Was hat der Flug pro Person gekostet? Was würde das Gepäck pro Person kosten?
Der Flug hat für uns beide knapp 1200 Euro gekostet, das Gepäck 240 Euro.
Gruss
Nina
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201716. Jan. 2020 · #13Also offenbar 120 Euro pro Person. Richtig? Und damit 720 Euro /Person/Flug. Richtig? Worüber regst du dich auf?
Old Women1'543 Beiträge · seit 201317. Jan. 2020 · #14Hallo Nina,
Wüstenruhe schrieb:
Also offenbar 120 Euro pro Person. Richtig? Und damit 720 Euro /Person/Flug. Richtig? Worüber regst du dich auf?
@ Wüstenruhe: Deal ist Deal, und wenn dein Vertrag am Ende nicht erfüllt wird, wärst du doch wahrscheinlich auch sauer, oder 😐 ?
@ Nina: ich kann deinen Ärger sehr gut verstehen. Man muss sich auf Zusagen seitens eines Buchungsportals verlassen können, und da wäre ich auch sehr ärgerlich. Der finanzielle Schaden hält sich ja Gott sei dank in Grenzen, aber blöd ist es schon. Ich denke, dass Expedia sich in den AGBs gegen eventuelle Fehler abgesichert hat, denn die können sich ja immer mal einschleichen. Was ich nur eine Frechheit finde ist, dass euch Expedia sagt, den Beleg für das nachzubuchende Gepäck zur Erstattung einzureichen und sich dann zu weigern, zu zahlen. Du wirst schwer beweisen können, dass euch dieser Ratschlag telefonisch erteilt wurde. Das Personal bei Expedia bräuchte dringend mal eine Nachschulung 😗 .
Herzliche Grüße
Beate
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201417. Jan. 2020 · #15Wüstenruhe schrieb:Also offenbar 120 Euro pro Person. Richtig? Und damit 720 Euro /Person/Flug. Richtig? Worüber regst du dich auf?
Klar ist der Preis ok. Aber wir hatten einen Alternativflug ab Stuttgart im Auge, der nur unwesentlich teurer war (mit den jetzigen Gebühren) und wir uns eben die Fahrt und die Kosten fürs Parkhaus Frankfurt hätten sparen können.
Und wie Beate schon geschrieben hat:
Man muss sich auf Zusagen seitens eines Buchungsportals verlassen können,
. Das ist der Punkt, der mich so ärgert. Und eben die Reaktion auf mein Anliegen. Mir wurde jetzt schon mehrmals durch die Blume gesagt, dass ich zu doof wäre, die Gepäckbebühren zu prüfen, dass Condor eine Billigfluglinie sei, die eben kein Gepäck inklusive hätte und mir wurde sehr sehr genau erklärt, wie ich das Gepäck dazubuchen könnte. Auf mein Anliegen, die Rückerstattung der Gepäckgebühren weil ich einen Flug mit Gepäck gebucht habe, ist noch kein einziges Mal jemand eingegangen. Das ist das, was mich ärgert....
Liebe Grüsse
Nina
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201717. Jan. 2020 · #16Ja klar, verstehe ich schon. Wir sind irgendwann mal in diese "Geiz-ist-geil-Mentalität" getrieben worden und haben verlernt zu relativieren. Wir rennen stundenlang durch die Stadt und versuchen, die Rolle Klopapier zehn Cent preiswerter zu bekommen - im übertragenen Beispielsinn: Flug. Habe ich auch schon getan. Mache ich nicht mehr. Der Aufwand lohnt nicht. Der Ärger hintendran schon gar nicht.
Flug buche ich - egal wohin - nur noch bei der Premiumfluggesellschaft direkt oder bei einem Anbieter wie vornesitzen.de. Das geht schnell, gibt keinen Ärger, auch in Problemsituationen nicht. Es kostet vor allem nicht unnötig Lebenszeit. Ich muss mich auch nicht unnötig hinterher stundenlang darüber ärgern, dass mich ein Billigheimser abzockt, weil er damit sein Geld verdient. Ist mir dann auch egal, dass ich für den Flug ein paar Hundert Euro mehr bezahle. Dafür habe ich mein Gepäck inklusive, die Sitzplätze in einem Buchungsvorgang gleich mitgebucht (muss dafür nicht stundenlang telefonieren und Dutzende E-Mails schreiben) , sitze bequem, kann die Beine hochlegen, schlafe gut, muss beim Check-in nicht anstehen usw.
Das Geld spare ich anderswo. Hier in diesem Forum hat mal jemand einen Tipp gepostet, der mir in den vergangenen Jahren einige Tausend Euro gespart hat. Den gebe ich einfach mal weiter: teure Lodges vor Ort buchen - beispielsweise Arrangements für das Okavango Delta in Maun. Im Vergleich zu Vorausbuchungen ab Deutschland bei deutschen Anbietern oder auch bei Reisebüros in Namibia oder Botswana habe ich bei Spontanbuchungen in den Büros in Maun mit Abflügen am nächsten oder übernächsten Tag Tarife bekommen zu einem Drittel des Normalpreises.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200917. Jan. 2020 · #17Hallo Nina,
wenn ich es richtig verstanden habe, war der ausgewiesene Preis eigentlich der Preis ohne Gepäck, durch einen Fehler auf der Website wurde dort aber der Hinweis, dass es sich um den Preis ohne Gepäck handelt vergessen und somit musste man als Kunde annehmen, dass es sich um den Preis incl. Gepäck handelt.
Wenn das so ist, bestehen schlechte Aussichten, dass Du um die Zuzahlung für das Gepäck drumherum kommst. Wenn einem Unternehmen bei Angeboten, Rechnungen, Verträgen etc. ein offensichtlicher Fehler unterläuft und das Unternehmen dies nachweisen kann, kann es sich auf ein sogenanntes Büroversehen berufen und diesen korrigieren. Ein typisches Beispiel ist eine falsch ausgestellte Rechnung. Wenn Du eine Ware für 1.000,-€ kaufst und durch z.B. einen Tippfehler auf der Rechnung nur 100,-€ stehen, kannst Du Dich auch nicht auf die 100,-€ berufen, wenn das Unternehmen den Fehler bemerkt und korrigiert. Wenn Expedia also nachweisen kann, dass der Tarif ganz klar ein Tarif ohne Gepäck war und es lediglich ein Darstellungsfehler auf der Website war, wirst Du kaum eine Chance haben.
Alles Gute
Thomas
MOmotorradsilke390 Beiträge · seit 201717. Jan. 2020 · #18Topobär schrieb:Hallo Nina,
wenn ich es richtig verstanden habe, war der ausgewiesene Preis eigentlich der Preis ohne Gepäck, durch einen Fehler auf der Website wurde dort aber der Hinweis, dass es sich um den Preis ohne Gepäck handelt vergessen und somit musste man als Kunde annehmen, dass es sich um den Preis incl. Gepäck handelt.
Wenn das so ist, bestehen schlechte Aussichten, dass Du um die Zuzahlung für das Gepäck drumherum kommst. Wenn einem Unternehmen bei Angeboten, Rechnungen, Verträgen etc. ein offensichtlicher Fehler unterläuft und das Unternehmen dies nachweisen kann, kann es sich auf ein sogenanntes Büroversehen berufen und diesen korrigieren. Ein typisches Beispiel ist eine falsch ausgestellte Rechnung. Wenn Du eine Ware für 1.000,-€ kaufst und durch z.B. einen Tippfehler auf der Rechnung nur 100,-€ stehen, kannst Du Dich auch nicht auf die 100,-€ berufen, wenn das Unternehmen den Fehler bemerkt und korrigiert. Wenn Expedia also nachweisen kann, dass der Tarif ganz klar ein Tarif ohne Gepäck war und es lediglich ein Darstellungsfehler auf der Website war, wirst Du kaum eine Chance haben.
Alles Gute
Thomas
Das trifft aber nur zu, wenn der Fehler für den Kunden erkennbar war, Erklärungsirrtum, 119 BGB. Das ist hier aber nicht der Fall. Der Preis wäre ja auch mit Gepäck realistisch gewesen.
Ich würde mich auch ärgern, schon über die Behandlung durch expedia, und wie man diesen Firmen ausgeliefert ist. Ich würde expedia ein Einschreiben mit meiner Forderung und einer Fristsetzung schreiben. Sollten sie nicht reagieren, würde ich, wenn ich eine Rechtschutzversicherung hätte, einen Anwalt befragen. Oder selbst eine Klage einreichen.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201417. Jan. 2020 · #19@Wüstenruhe: Nicht jeder kann oder will Premium buchen - wir wollen das nicht. Das so eingesparte Geld gebe ich dann lieber im Urlaub für Restaurantbesuche und Wein aus 😄 .Was ich aber will, ist dass ich die Leistung erhalte, die ich buche. Punkt!
@Thomas: Klar, kann man sich mal verschreiben, eine Anpassung vergessen,.... Ist uns glaube ich auch schon mal allen passiert. Doch dann kann man doch dazu stehen und entweder sagen, ja, sie haben Recht, wir machen dies oder jenes oder...... . Aber so tun, als wenn das der Fehler des Kunden wäre, finde ich jetzt nicht die feine Art.
Und @Silke meint ja auch, dass für mich eigentlich gilt, was zum Zeitpunkt der Buchung relevant war. Wenn ich jetzt keine Antwort mehr erhalte, dann werde ich tatsächlich noch ein Einschreiben versuchen - wenigstens eine deutschen Korrespondenzadresse haben sie - und bevor ich zum Rechtsanwalt gehe, werde ich es mal mit Schlichtungsstelle und/oder Verbraucherzentrale versuchen.
Danke für all eure guten Tipps.
Liebe Grüsse
Nina
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201717. Jan. 2020 · #20motorradsilke schrieb:Topobär schrieb:Hallo Nina,
wenn ich es richtig verstanden habe, war der ausgewiesene Preis eigentlich der Preis ohne Gepäck, durch einen Fehler auf der Website wurde dort aber der Hinweis, dass es sich um den Preis ohne Gepäck handelt vergessen und somit musste man als Kunde annehmen, dass es sich um den Preis incl. Gepäck handelt.
Wenn das so ist, bestehen schlechte Aussichten, dass Du um die Zuzahlung für das Gepäck drumherum kommst. Wenn einem Unternehmen bei Angeboten, Rechnungen, Verträgen etc. ein offensichtlicher Fehler unterläuft und das Unternehmen dies nachweisen kann, kann es sich auf ein sogenanntes Büroversehen berufen und diesen korrigieren. Ein typisches Beispiel ist eine falsch ausgestellte Rechnung. Wenn Du eine Ware für 1.000,-€ kaufst und durch z.B. einen Tippfehler auf der Rechnung nur 100,-€ stehen, kannst Du Dich auch nicht auf die 100,-€ berufen, wenn das Unternehmen den Fehler bemerkt und korrigiert. Wenn Expedia also nachweisen kann, dass der Tarif ganz klar ein Tarif ohne Gepäck war und es lediglich ein Darstellungsfehler auf der Website war, wirst Du kaum eine Chance haben.
Alles Gute
Thomas
Das trifft aber nur zu, wenn der Fehler für den Kunden erkennbar war, Erklärungsirrtum, 119 BGB. Das ist hier aber nicht der Fall. Der Preis wäre ja auch mit Gepäck realistisch gewesen.
Ich würde mich auch ärgern, schon über die Behandlung durch expedia, und wie man diesen Firmen ausgeliefert ist. Ich würde expedia ein Einschreiben mit meiner Forderung und einer Fristsetzung schreiben. Sollten sie nicht reagieren, würde ich, wenn ich eine Rechtschutzversicherung hätte, einen Anwalt befragen. Oder selbst eine Klage einreichen.
Kosten für ein bis zwei Einschreiben - mit oder ohne Rückschein - zwischen fünf und 20 Euro, Anwalt- und Klagekosten einige Hundert Euro, die unter Umständen von einer eventuell vorhandenen Rechtschutzversicherung übernommen werden. Zeitaufwand mit einem Gegenwert von einigen Hundert Euro für Arbeitszeit oder unbezahlbarer Lebenszeit je nach Alter. Finde ich grundsätzlich ja ok; auch schon aus prinzipiellen Erwägungen, dass solche Unternehmen mit so etwas nicht durchkommen sollten.
Aber genau deswegen würde ich mich schon im Vorfeld mit solchen Billigheimsern erst gar nicht einlassen, weil ein Teil deren Geschäftsmodells Beschiss ist oder wenigstens die Grauzone an der Grenze dazu.