Tötungstourismus

52 Antworten · 9'283 Aufrufe · gestartet 26. Juli 2019 von Tommy54
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201826. Juli 2019 · #1
Bislang ist es Reiseanbietern erlaubt, Jagden auf Tiere wie Giraffen, Elefanten, Leoparden oder Löwen gegen einen bestimmten Preis anzubieten. Laut "Daily Mirror" posierte das Pärchen öfter mit Tieren, die sie erlegt hatten. Eben auch mit dem Löwen, den sie in der Kalahari-Wüste in Südafrika schossen. Der Reiseveranstalter "Legelela Safari" teilte das Bild anschließend auf seiner öffentlichen Facebookseite und gratulierte den beiden: "Harte Arbeit unter der gleißenden Sonne der Kalahari... gut gemacht. Ein riesiger Löwe."
Der "Daily Mirror" berichtet zudem von einem weiteren Foto auf der Facebookseite von "Legelela-Safari", auf dem die Frau des Paares mit einem toten Löwen abgebildet war. Darunter hieß es: "Es gibt nichts, das man mit der Jagd auf den König des Dschungels im Sand der Kalahari-Wüste vergleichen kann. Grüße an die glückliche Jägerin und das Team..."
Quelle: Stern.de

Es ist genau diese Art von Tötungstourismus, die mich ankotzt. Sich dann küssend mit dem toten Löwen fotografieren zu lassen, was sind das nur für Menschen. Das bringt mich wieder ein Stück näher, solche Länder, in denen das angeboten wird, nicht (mehr) zu bereisen. Ich weiß, jetzt kommt wieder das Argument, mit dem Geld können soundsoviele andere Tiere gerettet werden. An Märchen glaube ich schon lange nicht mehr. Mit zehn "normalen" Safaritouristen, die nur Fotos schießen, hat man das gleiche Geld verdient. Ich denke, andere Länder kommen auch ohne diesen Tötungstourismus (ich sage bewußt nicht Safaritourismus) aus, oder gibt es das in z.B. in Kenya und Tansania auch?

VG Tommy
2'610 Beiträge · seit 200726. Juli 2019 · #2
Hallo Tommy,

musst nur mal Google fragen - auch in Tansania z.B. Diana Hunting Tours und Kenia gibt es Jagdtourismus.

LG
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
16,9k Beiträge · seit 201226. Juli 2019 · #3
Tommy54 schrieb: Ich denke, andere Länder kommen auch ohne diesen Tötungstourismus (ich sage bewußt nicht Safaritourismus) aus, oder gibt es das in z.B. in Kenya und Tansania auch?
Ja, gibt es.
Hier ein (wahlloses) Beispiel: http://www.rainerjosch.com/de/home_de/

LG
Logi
Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Juli 2019 · #4
Okay, das heißt dann, man kann dort nirgends mehr hin. Schade. Irgendwie müsste man Druck auf diese Länder ausüben, indem weniger normale Touristen kommen. Aber wie soll man das machen. Geld regiert die Welt.
VG Tommy
2'497 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #5
USA, Kanada, Österreich, Schweiz... überall werden Jagdreisen angeboten. Wenn ich weiter suche, finde ich bestimmt auch für Deutschland was. Ich finde Grosswildjagd auf eigentlich geschützte Tiere und das Posieren mit den toten Tieren auch mehr als befremdlich, aber es gibt kaum ein Land, in dem es "interessante" Tiere und keinen Jagdtourismus gibt. Weniger "normale" Touristen heisst wahrscheinlich nur, dass man noch mehr Jagdtouristen benötigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Lösung wäre.

Viele Grüße
Karin

P.s. Fleisch esse ich übrigens gerne und ich war auch schon bei einer Jagd auf Antilopen zur Fleischbeschaffung dabei. Finde ich nicht bedenklicher aus Salatköpfe von Kap nach Namibia zu schaffen.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2019
Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Juli 2019 · #6
Hallo Karin,
Die Jagd zur Fleischbeschaffung steht auf einem ganz anderen Blatt, dieses Thema hatten wir schon bei den Hartmann Zebra Fellen. Ich glaube nicht, daß du oder jemand anderes den Löwen essen willst. Hier geht es um die Befriedigung von niederen Instinkten wie Macht über Leben und Tod.
VG Tommy
983 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #7
Tommy54 schrieb:Hier geht es um die Befriedigung von niederen Instinkten wie Macht über Leben und Tod.
Ja, genau - oder Eitelkeiten wie das "Trophäen haben wollen". Das ist der Kern der Diskussion. Niemand kann etwas gegen das Töten grundsätzlich haben. Es kommt immer auf den Grund dafür an. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen in Notwehr tötet, ist sogar das (in den meisten Fällen) nicht strafbar.

Die Argumentation "Throphy-Safaris bringen Geld für dies und das Positive" ist logischer Unsinn. Sonst wäre die Argumentation "Kinderarbeit bringt Geld für dies und das Positive" auch relevant. Es geht um die moralische Beurteilung an sich. Und da bin ich ganz auf Tommys Seite. Dass hier im Forum eine Mehrheit auf der anderen Seite steht, ist mir egal. Manchmal muss man Farbe bekennen.

Ich meide auch Anbieter, Lodges etc., die Tiere für niedere Zwecke ausbeuten oder töten.
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2019
785 Beiträge · seit 200827. Juli 2019 · #8
Hi Tommy,

nur zur Info, du müsstest dann konsequenter Weise auch Deutschland verlassen, denn solchen Jagdtourismus gibt es auch in unserem Lande!

http://malepartus-jagdreisen.com/niedersachsen.html

Nur wo hin?

Österreich https://jagdreise.de/jagdreise-oesterreich.html
Schweiz https://www.jagdreisen.at/laender/jagen-in-der-schweiz/
Polen https://www.jagdreisen.de/polen
und, und, und...

Diese Länder fallen wohl dann auch durchs Raster.... 😉

Viele Grüße und Waidmannsheil 😄


Markus
33,1k Beiträge · seit 200627. Juli 2019 · #9
Hi Tommy,
ch glaube nicht, daß du oder jemand anderes den Löwen essen willst. Hier geht es um die Befriedigung von niederen Instinkten wie Macht über Leben und Tod.
die Jagd auf Raubtiere ist sicherlich eine "besondere" Sache, da eben das Fleisch nicht genutzt wird. Man könnte noch zu Gute halten, dass (wenn es so wäre!) nur alte Tiere geschossen werden, die keine Funktion in der Natur mehr übernehmen. Das canned hunting v. a. in Südafrika zeigt diesbezüglich natürlich ein deutlich anderes Bild und gehört meiner Meinung nach uneingeschränkt verboten. Das ist aber dann auch die Zusammenkunft von Gatterjagd und für die Trophäenjagd gezüchtete Raubtiere.
Ansonsten ist die Trophäenjagd nichts anderes als die Fleischjagd, nur gegen gutes Geld. Solange das Fleisch genutzt wird (und das ist zumindest in Namibia bei allen Tierarten außer Raubtieren der Fall.), gibt es eben ein Nutzen über die reine Trophäe hinaus. Und da stellt sich bei mir schon immer die Frage, warum man nicht jemanden für viel Geld den "Job" machen lassen soll. Was der Jäger für Intentionen hat (Tötungslust, Naturerlebnis, Abenteuer...), steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, sollte aber vielleicht im Gesamtkontext keine Rolle spielen. Wenn man in die Köpfe eines jeden reinschauen könnte, tun sich - sicher nicht nur bei Jägern - tiefe Abgründe auf.

Nur zum Hintergrund: Ich bin mit der Jagd (in Deutschland, Namibia, Westafrika) aufgewachsen (Vater, Großvater etc waren/sind alle Jäger) und stehe dem Thema sehr offen gegenüber. Aber auch für mich gibt es da durchaus Grenzen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201227. Juli 2019 · #10
maggus schrieb:
Nur wo hin?
Auf den Mond natürlich! 😉

LG
Logi
2'497 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #11
Hallo Tommy,

dann sind wir uns doch grundsätzlich einig, Jagd nur wegen einer Trophäe und toller Fotos geht gar nicht, Jagd auf Fleischlieferanten selbstverständlich nicht geschützter Tiere ist ok.

Nur habe ich Probleme damit, in Zukunft Deutschland nicht mehr verlassen zu dürfen, da es hier zwar Jagd, aber nur wenige geschützte Tierarten gibt. Italien fängt Vögel, Kanada jagd Elche... selbst hier wird so mancher Wolf zum Problemtier erklärt, weil er ab und an Schafe frisst. Der wird nach dem Erlegen sicher auch nicht gegessen, von Hobbyjägern, die ihren Job nicht richtig machen und schlecht treffen mal ganz abgesehen.

Ich meide auch Jagdfarmen und finde Canned Hunting abscheulich. Das würde ich nie und nimmer unterstützen und solche Destinationen niemals besuchen, aber das ganze Land (all die Länder) zu meiden, führt meiner Meinung nach zu keinerlei Verbesserung, im Gegenteil, wenn die Menschen, die den Löwen fotografieren wollen, nicht mehr kommen, ist er noch abschussgefährdeter, weil der Nutzen des lebenden Tieres dann wegfällt.

Viele Grüße
Karin

@rhh64
Ich habe hier im Forum noch keinen Post gefunden, der das Töten von Raubtieren gutheisst. Das einzige, was einige zu bedenken geben, ist, dass das "Verkaufen" von Jagdrechten an einzelnen Tiere, die aus welchen Gründen auch immer sowieso getötet würden, "legales" Geld ins Land bringt. Das kommt aber eher bei z.B. Elefanten vor und natürlich muss der Grund für den Abschuss immer hinterfragt werden. Dass irgendjemand hier, schon gar keine Mehrheit, Trophäenjagd toll findet, lese ich nirgendwo heraus.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2019
785 Beiträge · seit 200827. Juli 2019 · #12
Hi Christian,

ich denke mal, dass es sonst kein Tier in Afrika gibt, das so eine komplette "Vermarktungskette" hat wie der Löwe in Südafrika, der als Baby von Touristen gestreichelt wird, dann als Jugendlicher gegen Bezahlung Touristen auf einem Buschwalk begleitet, dann ein paar Jahre in einem großen Gehege ordentlich gefüttert wird, damit er stattlich wächst.

Irgendwann kommt dann der Tag an dem er wiederum gegen stattliche Bezahlung von einem Touristen geschossen wird, das Fell bekommt der Schütze, die Knochen machen sich auf die Reise nach China und das Fleisch landet irgendwo in einem Kochtopf!

Bei YouTube ansehen ↗



Jetzt kann man natürlich das Ganze nicht für gut heißen und auch verurteilen, man sollte nur kurz bedenken, dass dieser Löwe ein sicherlich besseres Leben hatte wie die Millionen Schweine die sich hier in unserem Lande jeden Tag auf ein paar Quadratmeter Spaltenboden plagen...!


Viele Grüße

Markus
Gast27. Juli 2019 · #13
100 % Maggus. Im RSA-Geschäftsmodell ist der Löwe die sprichwörtliche Wollmilchsau. Es gibt wohl kein Tier, das so eine Rendite abwirft.
Was oft übersehen wird oder vielleicht nicht bekannt ist, ist der Stellenwert und Bedeutung der kommerziellen Jagd in RSA (und damit meine ich jetzt nicht canned oder driven hunting!!) auch für den Tier- und Naturschutz. „Überschusstiere“ gingen/gehen vom staatlichen Schutzgebiet zu privaten GRs oder zu neuen staatlichen und deren gemeinsamer Überschuss zu Jagdfarmen, oder wird auch direkt dort geerntet. Die unzähligen privaten GRs hätten weder Motiv noch finanzielle Belastbarkeit ohne die Verwertung als Jagdwild, das reine „Tieregucken“ wirft nicht genug ab. Zumindest wurde mir das so erklärt. Die riesige Flächenausweitung der letzten Jahrzehnte in der „Wildlife Industrie“ muss ja irgendeine ökonomische Basis haben. Und die Ernte von Überschuss in Form kommerzieller Jagd ist eben Teil davon. Denn eines ist klar: Wenn man Tiere hinter Zäunen einsperrt, wird es irgendwann Überschüsse geben.

Irgendwie ist es schon auch komisch, dass einige wenige Ereignisse große Aufmerksamkeit erregen, während diese eigentlich nur Teil eines ständigen Prozesses sind, der, bei seriöser Durchführung, zum Nutzen aller ist. MW koexistieren z.B. im „Greater Kruger“ Jagd und (hochpreisiger) Besichtigungstourismus seit Jahren, ohne dass (vermutlich) Letztere von Ersterem je etwas bemerkt haben. Vielleicht könnten sich Besucher dieser Lodges, die es hier sicherlich gibt, diesbezüglich outen.
Grüße
Und das ist der passende Film zur Durchleuchtung der Psyche MANCHER (!!!!) moderner „Safari-Jäger“:
„Safari“ von Ulrich Seidl.
http://www.ulrichseidl.com/_filestorage/53/73/presseheft-safari-d.pdf
Aber Warnung: Ulrich Seidl macht keine „Dokus“. Eine Seidl- „Reportage“ ist immer eine dramaturgische INSZENIERUNG eines Themas und dessen Protagonisten. Aber letztlich auch deren Selbstinszenierung, denn sie machen es ja freiwillig, obwohl sie nicht gut dabei ausschauen. Seidl produziert „Sittenbilder“, nach seiner Art und mit den von ihm bevorzugten Stilmitteln. Wenn man das nicht vorher weiß, kann man ordentlich verstört werden.
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2019
Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Juli 2019 · #14
Die Elefanten werden wegen des Elfenbeins getötet, die Nashörner wegen des Horns, die Robben weil sie Fische essen, die Haie wegen der Flossen, die Löwen wegen der Selbstbefriedigung, die Bäume sterben wegen des Klimawandels...
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr erkennen, dass man Geld nicht essen kann...
Ja, wohin, am liebsten wo es keine Menschen gibt.
VG Tommy
527 Beiträge · seit 201327. Juli 2019 · #15
Jambotessy schrieb:Hallo Tommy,

musst nur mal Google fragen - auch in Tansania z.B. Diana Hunting Tours und Kenia gibt es Jagdtourismus.
Jambotessy
Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Mzeekenya
527 Beiträge · seit 201327. Juli 2019 · #16
Tommy54 schrieb:
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr erkennen, dass man Geld nicht essen kann...
VG Tommy
Bei einem Zitat wie oben gehört es zur Sorgfaltspflicht, die Quellenangabe zu nennen.
Denn das Zitat stammt ja nicht von dir.
M.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vermeintliche_Weissagung_der_Cree
Gast27. Juli 2019 · #17
Hallo Tommy, ich verstehe deinen Frust, aber die Indianerweisheiten und -warnungen bringen nicht weiter bei der Lösung eines konkreten Problems: Wie umgehen mit Überschusstieren bei begrenztem Flächenangebot und steigender menschlicher Bevölkerung. Für die Art der Tiereernte kann man unterschiedliche Strategien haben und ethische Standards anlegen: Besitzer und Personal können selber abschießen, das Fleisch (auch Häute und „Trophäen“) selber verwerten…oder an Arme verschenken…oder an Touristen verkaufen…. und man kann eben auch am Abschuss der alten Männchen durch Verkauf an Jäger zusätzlich verdienen.
Ich persönlich finde, dass das in RSA im Großen und Ganzen ganz gut gelöst ist, die mE unethische canned lion hunt und das Böcke-Schießen in der RSA-Ausbildung der Treibjagd mal ausgenommen.
Aber sag doch du mal, wie du das lösen und organisieren würdest, und gehe bitte genau auf den Umgang mit ÜBERSCHÜSSEN ein, denn genau und nur darum geht es bei dieser Art von Jagd. Natürlich gibt es Gegenden, wo die ILLEGALE Jagd die Substanz katastrophal abgezehrt hat wie in Zentral- und Ostafrika, aber das hat im südlichen Afrika in den letzten Jahrzehnten nie in dieser Dimension stattgefunden.
Werner
PS
Schau mal hier wie in Australien mit der Überbevökerung an roos umgegangen wird bzw. werden muss und sage bitte was du machen würdest.
In Australien gibt es mittlerweile doppelt so viele „roos“ als menschliche Einwohner, mit steil steigender Tendenz. Bestimmte Arten der roos werden daher mittlerweile von Manchen wegen derartiger Situationen
https://www.nationalgeographic.com/magazine/2019/02/australia-kangaroo-beloved-symbol-becomes-pest/
als „pest“ eingestuft und „culling“ durch Abschuss von geschlechtsreifen männlichen Tieren (weil sie außer eh-schon-wissen, keine soziale Funktion im Gemeinwesen der roos erfüllen, letzteres erledigt nämlich die Frau-Roo), praktiziert; Fleisch und Haut werden verwertet. Für die Einen ist das blanker Tiere-Mord, für die Anderen, bei diesen Zahlen und der Tendenz, „alternativlos“ (© Frau Merkel).
Klar gibt es Gleiches nicht in Afrika, ich will bloß wissen und verstehen, wie DU damit umgehen würdest.
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201227. Juli 2019 · #18
Tommy54 schrieb:
Ja, wohin, am liebsten wo es keine Menschen gibt.
Die Weltbevölkerung hat sich leider seit den 80er Jahren (unkontrolliert) mehr als verdoppelt - und wir steuern stramm auf die 10 Milliarden zu.
Um da noch was zu retten, müssten wir mal eben 5 Milliarden Menschen ausrotten.
Freiwillige vor!

LG
Logi
4'382 Beiträge · seit 201527. Juli 2019 · #19
Die Weltbevölkerung hat sich leider seit den 80er Jahren (unkontrolliert) mehr als verdoppelt
....und damit leider auch die Zahl der Deppen.......... 🙁
Gruß
F.
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
4'984 Beiträge · seit 201627. Juli 2019 · #20
Irgendwie ist es schon auch komisch, dass einige wenige Ereignisse große Aufmerksamkeit erregen, während diese eigentlich nur Teil eines ständigen Prozesses sind, der, bei seriöser Durchführung, zum Nutzen aller ist. MW koexistieren z.B. im „Greater Kruger“ Jagd und (hochpreisiger) Besichtigungstourismus seit Jahren, ohne dass (vermutlich) Letztere von Ersterem je etwas bemerkt haben. Vielleicht könnten sich Besucher dieser Lodges, die es hier sicherlich gibt, diesbezüglich outen.

Hi Werner,
neben dieser unbemerkten Koexistenz von Jagd und Besichtigungstourismus, bemerkt die interessierte Camperin (nicht Lodgebesucherin), gerade im Greater Kruger aber Verheerendes, nämlich die illegale Jagd inkl. sämlicher, dunkler involvierter Gestalten und deren korrupte Machenschaften rund um Jagd und Jagdrecht.
Zwei gute Beispiele hierfür sind:
die Endlosgeschichte rund um Letaba Ranch, nördlich Phalaborwa,
ein kleiner Auszug daraus zB hier > https://conservationaction.co.za/recent-news/letaba-ranch-a-nest-of-corruption/
oder aus dem MOZ-Teil des Limpopo TFNP, wo man die grandiose Idee hatte den Zaun zum KNP umzulegen,
um den Tieren die freie Wanderschaft dorthin zu ermöglichen... so jedenfalls die Theorie...
auf der anderen Seite warteten aber schon Typen wie dieser > https://conservationaction.co.za/media-articles/south-african-arrested-mozambiques-limpopo-national-park-poaching-charge/
der den Plan auch gut fand; wohl aus anderen Gründen...
Bei unserem letzten Besuch dort, hatte es eine NH-Mutter mit ihrem Kalb in die neue Freiheit gezogen;
zwei Tage später waren beide tot.
Man wollte den Zaun dann wieder aufstellen...
Und das Werner, sind nur 2 Bsp aus der Idylle des Greater KNP.
Gruß Gina