In eigener Sache - Neue Kamera

40 Antworten · 7'725 Aufrufe · gestartet 20. Aug. 2018 von leofant
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Themenstarter754 Beiträge · seit 201020. Aug. 2018 · #1
Liebe Fomis,

bevor es im Oktober wieder nach Botswana geht, spiele ich mit dem Gedanken, mir ein zweites System anzuschaffen.
Ich bin zwar mit meiner Kombi Nikon D7200 + Nikkor 70-200 2,8 Linse sehr zufrieden (zumindest was die Bildqualität anbetrifft),
aber die Alternative soll eine Spiegellose Kamera mit einem etwas grösseren Zoom werden.

Ich habe die Panasonic G9 oder die Fuji X-t2 ins Auge gefasst. Hat jemand damit praktische Erfahrung vor Ort gesammelt ?
Für ein paar Infos wäre ich dankbar.

gespannte Grüsse von
Walter
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1'166 Beiträge · seit 201720. Aug. 2018 · #2
Ohne jetzt auf praktische Erfahrungen zurückgreifen zu können, gebe ich dir dennoch mal Feedback, einfach mein erster Gedankengang bei deiner Frage, der mir direkt spontan in den Sinn kam.

Fuji X-t2 - habe ich schon öfter gelesen, das Videographer nicht so sehr zufreiden sind. Und du bist beschränkt auf die Objektive.

Panasonic G9 - was man so hört und in Rezensionen liest ein richtig gutes Komplettpaket. Rangiert ca. bei einer Olympus E-M1 Mark II und richtet sich somit auch an den professionellen Nutzer. (oder halt ambitionierte Amateure) / (Video soll auch sehr gut sein)

1. ich denke für welches der Top-Modelle imBereich MFT man sich entscheidet dürfte sich eher in Nuancen unterscheiden.
2. deswegen der Tipp den Fotohändler nicht auszulassen und mal Haptik, Verarbeitung und wie sich die Kamera für einen anfühlt etc. pp. auch zu testen.
3. mit Panasonic hast du dank dem geteilten System mit Olympus (und diverser 3. Anbieter) eine riesige Auswahl an Objektiven. Und da die G9 nun auch In-Body Stabilisierung hat, ist die größte bisherige Hürde für Olympus Objektive an Panasonic MFT hinfällig.


Also ich würde (als überzeugter MFT Nutzer, aber Olympus) an deiner Stelle in die Richtung planen und die G9 bevorzugen.


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
1'096 Beiträge · seit 200920. Aug. 2018 · #3
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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
324 Beiträge · seit 201820. Aug. 2018 · #4
Hallo Leofant,

ich schließe mich Guido an. Warum willst du nochmal ordentlich Geld in eine neue Kamera investieren wenn du schon eine hast mit der du zufrieden bist? Ich würde deine aktuelle aufrüsten mit neuen / größeren Objektiven.

Ich persönlich habe mir die G9 gekauft und bin sehr zufrieden. Allerdings brauchst du hier auch zusätzliche Objektive. Die G9 ist auch so schon kein Schnäppchen, mit guten Objektiven noch viel weniger. In Summe ist die G9 als Zweitkamera völlig fehl am Platz aus meiner Sicht.

Wenn du trotz allem eine Zweitkamera mit ordentlich Zoom suchst, dann schau dir doch mal die Sony Cybershot RX10 iii (älter) oder iv (neuer), die Sony Cybershot RX100 vi, die Panasonic Lumix FZ2000oder die Nikon Coolpix P1000 an. Alle ohne Wechselobjektive und gutem Zoom und trotz kleinem Sensor sehr ordentlichen Bildern.

VG Jens
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7'272 Beiträge · seit 200620. Aug. 2018 · #5
Hallo

Für mich gibt es immer gute Gründe für eine zweite Kamera. Ich reise meistens mit zwei Canon Kameras und habe durch die beiden Kameras so gut wie keine Objektivwechsel. Ausserdem habe isch es schon erlebt, dass Kameras während der Reise den Dienst versagt haben. Da habe ich dann noch eine zweite als Backup.

In der Tat hatten wir nun auf der Reise drei Kameras dabei. Ausser den zwei Canon Spiegelreflex Kameras hatten wir noch eine Lumix DMC-FZ72 mit einem sehr grossen Brennweitenbereich dabei. Dabei gefallen uns die Bilder bei kurzem Zoom sehr gut. Bei sehr starkem Zoom leidet die Qualität dann oft etwas. Das ist aber auch nicht erstaunlich bei der Riesen Brennweite von umgerechnet 1.200 Millimeter.

Unterm Strich, sind wir von der Lumix recht begeistert. Speziell weil die ganze Kamera deutlich weniger kostet als ein brauchbares Canon Objektiv.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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1'624 Beiträge · seit 201520. Aug. 2018 · #6
Hallo Walter
ich kann (leider) Seyko Aussage nur bestätigen. Hast Du mit der D500 schon einmal fotografiert? Ich will sie nie mehr missen müssen. Der Autofokus ist sowas von genial. Und das wir das 200-500 erst heute gekauft haben (Cash back Aktion) bereue ich zutiefst, die Testaufnahmen vom Wochenende sind einfach Klasse.
Und ich wäre froh das 70-200 zu haben, denn uns fehlt jetzt der Bereich zwischen 100-300 (KB), die wir irgendwie schliessen müssen. Zum Glück geht es nächstes Jahr nicht auf eine reine Tiersafari!!! Zum ersten Mal freue ich mich gerade darüber 🤩

Viel Spaß bei den weiteren Überlegungen
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter754 Beiträge · seit 201020. Aug. 2018 · #7
Hallo meine Lieben,

zunächst einmal vielen Dank für eure Kommentare und Anregungen. Ich habe festgestellt, dass ich noch etwas ins Detail gehen muss.

Genaugenommen bin ich schon mit 2 Bodies unterwegs, nämlich der 7100 und der 7200. Wie Chrigu schon erwähnte, ich würde durchdrehen, wenn meine 7200 ihren Dienst quittiert und ich überhaupt keine Reserve hätte 😈 😈

Die 7100 verrichtet ihren Dienst mit einem 18-105 er Nikkor bzw. einem Reisezoom 28-300 Nikkor, die 7200 eben mit dem wirklich tollen 70-200 er. Wenn ich die Bilder der 28-300 er 3,5 - 5,6 mit den 70-200 er 2,8 vergleiche, sehe ich schon enorme Unterschiede.
Aber das ist ja auch klar, das 70-200 hat auch viel mehr gekostet. Ich weiss, ich weiss, teuer ist nicht = gut, aber
in diesem Falle ist es so.

Eine Bridegkamera ist nicht so mein Ding, denn ich lege Wert auf knackscharfe Bilder. Es muss möglich sein, die Fotos
auf Postergrösse 80 x 60 zu vergrössern und sie müssen immer noch gut aussehen, denn sie hängen in unserem
Wohnzimmer bzw. Büro. Ich hatte letzen Herbst eine Coolpix P900 dabei. Es war nett, die kleinen Vögelchen mit dem
Monsterzoom heranholen zu können, aber die Bildqualität hat mich nicht happy gemacht.

Der 2. Punkt: das 70-200 er ist schon ziemlich schwer, wenn ich jetzt noch ein 200-500 er dabei hätte, dann habe ich garantiert
Disklussionen beim Handgepäck und immer Business fliegen und im Buschflieger noch einen Sitz für das Equipment dazubuchen -
das ist finanziell bei mir dann doch nicht möglich 😕
Ich möchte also Gewicht reduzieren, deshalb kommen die Systemkameras wieder ins Spiel.
Mir ist auch klar, dass eine (einigermassen gute) Linse noch mal Geld kostet, ich über bei meiner besseren Hälfte gerade
GANZ TREU GUCKEN 😗

Zumindest besuche ich morgen mal den Fotohändler meines Vertrauens und schau dort nach.

Ich halte euch auf dem Laufenden und freue mich über jeden Kommentar.

Noch mal Danke
Walter
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1'096 Beiträge · seit 200920. Aug. 2018 · #8
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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
548 Beiträge · seit 201620. Aug. 2018 · #9
Seyko schrieb:
Wenn du eine Diskussion befürchtest, hängst du dir einen Body mit grossem Objektiv um. Dann sollte das ganz elegant gehen 🙂 [\quote]


Hallo Seyko,

manchmal halt nicht so elegant. Ich zitiere mal Leofant :
leofant schrieb:
Im Vorfeld wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass der Flieger keinen Stauraum über dem Sitz hat und dass das Handgepäck nicht mehr als 5 KG wiegen darf. Natürlich war ich – wegen meiner Fotosachen – „Übergewichtig“ und die Dame am Schalter schaut mich gerade sehr streng an und möchte meinen Rucksack auf der Waage sehen. Oh, oh, ich glaube, ich habe da ein Problem! In blitzartiger Geschwindigkeit reisse ich meine 2. Kamera mit aufgestecktem Objektiv aus dem Rucksack und hänge sie mir über die rechte Schulter. Über der linken Schulter hängt bereits meine grosse Linse. Der Rucksack wiegt immer noch mehr als 5 KG, das überrascht mich nicht. Unser Begleiter startet eine kurze Diskussion in einer uns unbekannten Sprache. Die Dame schaut mich kritisch an, dann winkt sie uns weiter. Wir haben den Check also überstanden. Ich bedanke mich bei unserem „Bodyguard“ und packe Kamera Nummer 2 wieder hastig in den Rucksack, denn den muss ich ja auch noch irgendwie tragen. Wir laufen zur Sicherheitskontrolle. Schwungvoll nehme ich den Rucksack von der Schulter, dann gibt es ein hässliches Geräusch. Kamera 2 mitsamt dem Objektiv ist gerade auf die Steinfliesen geknallt! Was für ein Sch…! 😈 😈 Ich habe sie nicht richtig festgezurrt!
viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
1'096 Beiträge · seit 200920. Aug. 2018 · #10
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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
6'369 Beiträge · seit 201121. Aug. 2018 · #11
Hoi zämä

Ich reise mit 3 Bodys (Olympus OM-D E-M5, OM-D E-M5II und Pen PM2) und und 3 Objektiven (Panasonic 7-14mm, Olympus 12-100mm, Panaleica 100-400mm) und bin mit dieser nicht gerade billigen Ausrüstung mehr als zufrieden. Einigen sind die Kameras aber zu klein, für mich (Ziemlich grosse Hände) passen sie perfekt.
Auch bei mir hängen etliche Poster im Büro, aber 70x50cm.
Seyko schrieb:5KG Handgepäck ist mit allem ausser einer Bridge nicht machbar. Ist einfach so 🙂
Nein, ist eben nicht so....
Meine oben beschriebene Ausrüstung hat inklusive Rucksack ein Gewicht von soeben nachgemessenen 4312Gramm...mit einer lückenlosen Abdeckung von auf Kleinbild umgerechnet 14-800mm bei brauchbarer Lichtempfindlichkeit und sehr guter Bildqualität.
Das MFT-System von Olympus und Panasonic braucht sich nicht hinter Spiegelreflexkameras zu verstecken.
Hier findet man eine Übersicht was auf dem Markt für MFT zu finden ist: Klick mich um 51 MFT-Kameras und 131 MFT-Objektive zu sehen.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2018
Themenstarter754 Beiträge · seit 201021. Aug. 2018 · #12
Guten Morgen an alle Kommentatoren,

Danke noch mal für die rege Beteiligung. Es ist ja normal, dass es verschiedene Ansichten gibt,
ich selber bin ja auch hin- und hergerissen. Elisabeth hat mich mit ihrer Bemerkung zum Nikkor 200-500 gerade
wieder zum seufzen gebracht, aber ich habe wirklich fest vor, mir leichteres Equipment anzuschaffen.

Im Moment tendiere ich zu Piccos Meinung, aber - wie gesagt - ich werde heute Vormittag einen ersten Check im Fotogeschäft
machen. Ich bin gespannt ...

Liebe Grüsse
Walter
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1'624 Beiträge · seit 201521. Aug. 2018 · #13
Danke Walter für diesen thread. Ich denke, ich habe mich jetzt auch von Picco inspirieren lassen. 🤩
Auf alle Fälle werde ich mal die Kamera (5MarkII) testen. nicht falsch verstehen die D500 mit dem 200-500er geben wir nicht her 😄 Zumindest nicht, bevor wir die Macken entdeckt haben-denn irgendwas ist immer-aber zumindest der autofokus freeze mit dem Tamron 150-600 sollte damit Geschichte sein.
Halt uns bitte auf dem laufenden und vorallem präsentiere dann bald das Ergebnis 🤪
Oder wir gehen gemeinsam auf Reisen und Du bekommst unsere Kamera. Dann haben wir neben dem tollen Equipment auch jemanden der dieses zu nutzen weiß!
Viele Grüße Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter754 Beiträge · seit 201022. Aug. 2018 · #14
@sphinx
Hi Elisabeth,
komm, komm, du kannst ja wohl nicht meckern mit deinen Fotos. Ich finde, ihr wisst schon, wie man eine Kamera
richtig einsetzt! Da braucht ihr mich garantiert nicht!
Liebe Grüsse
Walter

Was meine Entscheidung zum neuen System angeht:
Ich habe mir gestern die zwei Fotos angeschaut. Entschieden habe ich mich immer noch nicht.

Panasonic G9 + Leicalinse 100-400 - die Vorteile sind Gewicht und kompakte Masse, ganz klar

Fuji X-t2 + 100-400 Linse - diese Kombi ist klobiger und schwerer, aber die X-t2 hat einen grösseren Sensor.
Das könnte bei Aufnahmen in der Dämmerung bzw. im Schatten nützlich sein.

Ich muss noch etwas grübeln...
Nachdenkliche Grüsse
Walter
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6'369 Beiträge · seit 201122. Aug. 2018 · #15
Hoi Walter
leofant schrieb:Panasonic G9 + Leicalinse 100-400 - die Vorteile sind Gewicht und kompakte Masse, ganz klar

Fuji X-t2 + 100-400 Linse - diese Kombi ist klobiger und schwerer, aber die X-t2 hat einen grösseren Sensor.
Das könnte bei Aufnahmen in der Dämmerung bzw. im Schatten nützlich sein.
Schau dabei auch auf die Bildqualität bei höheren ISO-Werten und denk an den Bildstabilisator, der nach meiner Erfahrung im Panaleica 100-400 alleine schon fantastisch ist, aber mit den neueren Panasonic-Kameras mit integriertem Bildstabi zusammenarbeitet und wohl dadurch noch besser wird.
Das Fuji-System kenn ich nicht.
Schlussendlich wird Dir 'nur' übrigbleiben mit beiden Kameras (und vieleicht auch Deiner aktuellen Kamera) in vergleichbarer Situation Bilder mit verschiedenen ISO-Werten zu machen und sie dann zu vergleichen.
Ich hab auf meinen Reisen und auch im Fotoclub in dem ich seit kurzem bin festgestellt dass nur wenige Spiegelreflex- und die Vollformat-Kameras in der Dämmerung gleich gut oder besser sind als meine MFT-Kombinationen.
Trotz grösserem Sensor.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2018
1'096 Beiträge · seit 200922. Aug. 2018 · #16
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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
1'096 Beiträge · seit 200922. Aug. 2018 · #17
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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
1'166 Beiträge · seit 201722. Aug. 2018 · #18
Sehr richtig was Seyko schreibt. Brauchst du eine schnelle Verschlusszeit ist die durch nichts zu ersetzen und dann hilft einem leider auch kein Stabi mehr, weil man den enormen Vorteil den er bietet nicht nutzen kann. Der Stabi gleicht halt nur die eigene Bewegung aus, nicht aber die Bewegung des Objekts. 🙁

Was den Sensor angeht, klar fängt der mehr Licht, hier ist aber natürlich die entsprechende Linse auch wieder ein erheblicher Faktor. Ebenso solltest du auch in der überlegung haben, was sich später rausholen lässt. Ein besseres Rauschverhalten bei der eigentlichen Aufnahme sorgt dafür, dass du später mehr Reserven nutzen kannst um die Aufnahme aufzuhellen, was wiederum dazu führt, dass du eher schnelle Verschlusszeiten und evtl. leicht dunklere Ausgangsbilder in Kauf nehmen kannst.


ABER und das ist der Knackpunkt. Wir reden hier von Systemspezifischen unterschieden die man nicht wegdiskutieren kann. Der größere Sensor, mit weniger Rauschen und oftmals lichtstärkeren Objektiven ist einfach besser im Lowlight einzusetzen. (bei sich stark bewegenden Objekten)

ABER #2
Das ist auch eine spezielle Situation. Um Aktion aufnehmen zu können Bedarf es auch eine gute Portion Glück, wenn man einfacher Safari-Tourist ist. Meistens wird man wohl eher nicht auf eine 1/1000 runter müssen. Und bei ein paar Elefanten am Wasserloch, Löwen unterm Baum in einiger Entfernung etc. gleichen sich dann die Systeme wieder an. Eines ist an sich lichtstärker, aber ich muss ISO zuschalten weil ich sonst zu langsame Verschlusszeiten habe, dass andere System kann die ISO niedrig halten, weil ich einfach viel längere Belichtungszeiten ruhig halten kann dank Stabi.

------------------------------------

Was ich sagen will. Die Entscheidung ist vielschichtig und nicht auf einen Aspekt runterzubrechen. Ich nehme die eine "weil lichtstärker" vs. ich nehme die andere "weil ich 2 Sek. aus der Hand halten kann" ist beides falsch.

Nimm' dir die Zeit, stell' eine Liste mit allen Pro's und Con's auf und dann bewerte diese auch für dich und was du so machst mit der Kamera, damit du herausfindest was für dich passt.


Ich habe mit einem guten Freund die Diskussionen geführt und wir führen sie immer noch, eigentlich jedes Mal wenn wir uns sehen. Er überlegt ständig auf einen größeren Sensor zu gehen und ich sage ihm ständig, gute Entscheidung, wenn es das ist, was du brauchst. Ich selber habe diese Überlegung auch hin und her gerollt in meinem Kopf, weil ich den Bildlook mag und ich das Gefühl hatte mir fehlt noch das letzte Quentchen Power.

Ich, rein für mich habe die Liste aufgestellt und mich hauptsächlich darauf konzentriert, was mich am System stört und was ich genial finde. Ich liebe es beweglich zu sein und ich wollte ein System, dass ich jederzeit einfach mitnehme, weil es mich nicht stört. (ich habe die Kamera per Halterung am Rucksackgurt sogar beim Mountainbiking dran und vor der Brust hängen)

Aber Licht, Lowlight, Bokeh, Rauschen, Weitwinkel waren alles Dinge, an die ich mich entweder gewöhnen musste oder einen Workaround finden. Der wohl größte Workaround, sind die vielen Möglichkeit der Nachbearbeitung, die man mittlerweile hat. Manches lässt sich lösen, anderes nicht.

Aber wenn du das wirklich runterreduzierst, dann bleiben dir hinterher auf jeder Seite maximal 2-3 Argumente stehen und dann fällt es dir leicht(er) ganz klar für dich zu entscheiden was du wirklich brauchst und was du nur haben willst. 🙂


Letzter Tipp:
Hast du deine Entscheidung getroffen, schau' dir keine Bilder mit dem Gedanken an, dass geht halt nur damit. Überleg was du machen musst mit deiner Kamera um das gleiche Bild zu erstellen.


Gruß,
Robin

PS. Finde die Diskussion sehr spannend und gut geführt ohne das es zum sonst typischen System-Bashing führt. 😎
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zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2018
6'369 Beiträge · seit 201122. Aug. 2018 · #19
Hoi zämä
Seyko schrieb:Ich möchte dir nicht zu nahe treten Picco aber Physik ist Physik und lässt sich nicht austricksen. Eine grössere Sensorfläche ist immer im Vorteil bei weniger Licht. Das hat nichts mit einem oder mehreren Stabilisatoren zu tun sondern mit physischen Gesetzen 😉
Da es sich in meinem Beruf mehr oder weniger um angewandte Physik handelt ist mir das schon klar 😉
Und ja, bei Jagdszenen in der Dämmerung hilft ein Bildstabi nicht wirklich.
Deshalb, wie schon geschrieben:
picco schrieb:Schlussendlich wird Dir 'nur' übrigbleiben mit beiden Kameras (und vieleicht auch Deiner aktuellen Kamera) in vergleichbarer Situation Bilder mit verschiedenen ISO-Werten zu machen und sie dann zu vergleichen.
Probieren geht über Studieren 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter754 Beiträge · seit 201022. Aug. 2018 · #20
Liebe Diskussionsteilnehmer,
auch ich finde diese Diskussion angenehm entspannt und sehr sachlich. Das ist genau mein Ding 🙂
Ich versuche noch einmal, meinen Wunsch zu beschreiben:

1. Du könntest, wenn die Dämmerung bei dir eine Rolle spielt, auch darüber nachdenken deine beiden Bodies gegen eine D500 und D750 zu tauschen. Die D750 ist hervorragend im low light und in Kombi mit dem 70-200 gut geeignet wenn es dunkel wird.

Hmmm... ich bin mit meiner Kombi Nikon D7200 + Nikkor 70-200 2.8 eigentlich ganz zufrieden und ich möchte sie auch nicht „opfern“, weil ich damit (zumindest für meine Ansprüche) gut zurecht komme. Ich habe schon einmal von einem Profi den Tipp bekommen, die D750 zu holen, aber das hilft mir nur bedingt weiter. Mir geht es ja nicht um eine qualitative Verbesserung meiner aktuellen Kombi, sondern um eine Ersatzkombi, falls meiner Lieblingskombi etwas zustösst. Solche Unfälle hatte ich leider schon in der Vergangenheit. Dafür war bisher die D7100 mit dem Nikkor 28-300 3.5-5.6 Reisezoom zuständig. Da ich das Reisezoom in Zambia leider zerstört habe, brauche ich also einen Ersatz. Mein Gedanke ist, dass mir das neue System bei der Brennweite hilft, denn meine 70-200 er Brennweite ist halt arg limitiert. Ich habe „leider“ mit dem Fotografieren von Vögeln begonnen, deshalb stosse ich schnell an meine Grenzen. Ich habe weiterhin vor, den Löwenanteil (Wortspiel) meiner Bilder mit der 7200/70-200 Kombi zu schiessen, aber eine Erweiterung meiner Möglichkeiten wäre toll. Ich habe mich bewusst gegen das Nikkor 200-500 entschieden, denn ich will mein Gesamtgewicht und den Umfang des Equipments in einem erträglichen Mass halten. Und da kommen die handlicheren Systemkameras ins Spiel.
2. Das ist auch eine spezielle Situation. Um Aktion aufnehmen zu können Bedarf es auch eine gute Portion Glück, wenn man einfacher Safari-Tourist ist. Meistens wird man wohl eher nicht auf eine 1/1000 runter müssen. Und bei ein paar Elefanten am Wasserloch, Löwen unterm Baum in einiger Entfernung etc. gleichen sich dann die Systeme wieder an.

Mir geht es weniger darum, schlafende Löwen oder Elis am Wasserloch aufzunehmen. Von diesen Situationen habe ich mehr als genug Bilder. Ich liebe Actionfotos, bisher war es halt oft so, dass diese Action in der Dämmerung stattfand. Deshalb mein Wunsch nach relativ hoher Lichtstärke. Und meine Nachtfotos vom Leo im Baum fand ich ok. Natürlich sind sie nicht perfekt, für mich langt es.
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3. Ich denke mal mit einer Fotokombi ist es wie mit einer Stereoanlage. Der beste Verstärker nutzt nichts, wenn die Boxen nichts taugen. Der beste Body nutzt nichts, wenn das Objektiv minderwertig ist. Aber irgendwo muss ich eine (finanzielle) Grenze ziehen, deshalb kann ich meinem Wunsch nach dem Superdooperultrabody/Objektiv nicht nachkommen. Solange ich mit meiner neuen Kombi nahe an die gewohnte Qualität der 7200/70-200er Aufnahmen herankomme, bin ich happy. Und wenn ich alles in allem auch noch Platz und Gewicht spare, dann sowieso.

4. Wie ihr schon schreibt: Die einzige Möglichkeit ist ein Test meiner beiden Kandidaten und der Vergleich dieser Fotos mit meiner Standardkombi. Ich muss das Fotogeschäft nur noch davon überzeugen, mir beide Systeme leihweise im Oktober nach Botswana / Zimbabwe mitzugeben. Dann kann ich vor Ort und unter realen Bedingungen testen 😗
Scherz beiseite. Man hat mir schon angeboten, dass ich mir die Objekte meiner Begierde für etwa eine Stunde ausleiehen kann. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es in Afrika dann doch wieder ganz anders ist 😕

noch mal Danke für die Kommentare
LG
Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011